Der Wunsch nach einem Ruck zum Jahreswechsel

Ich habe die Beobachtung ja schon mal formuliert. Tatsächlich scheinen viele diese Weihnachtszeit anders als gewöhnlich zu handhaben. Viele sind früher dran, was das Einstimmen auf Weihnachten angeht, scheinen in dieser Vorweihnachtswoche schon nicht mehr ganz bei ihren Projekten zu sein und gedanklich und emotional schon längst bei den Feiertagen. Wie könnte man es ihnen auch verdenken, der Wunsch nach einem Verbesserungen, Erleichterungen, Entspannung bringenden Ruck ist allzu stark geworden und verknüpft den Ausblick auf Jahresabschluss und Jahreswechsel mit gewissen Hoffnungen. Das heißt aber auch, das alte Jahr abzuschließen, am besten mit einer stimmungsvollen und authentisch gefeierten Weihnachtszeit. Heute sind die Ersatzglühbirnchen für meine defekte Lichterkette angekommen. Ich werde meine persönliche weihnachtliche Hochzeit mit dem vollständigen Erleuchten unseres Weihnachtsbaums einleiten. Mal sehen, vielleicht kann ich das schon heute Abend testen.

Das weihnachtlich Symbolische im Mittelpunkt

Etwas verschlafen verlief dieser Start in die letzte Adventswoche. Aber das entspricht dem frühen Beginn der diesjährigen Weihnachtszeit, wenn man von der Art ausgeht, wie die Menschen sich die Weihnachtszeit diesmal zurechtgelegt haben. Na ja, das Allerwesentlichste ist glücklicherweise schon in die Wege geleitet und kann als Grundlage für den Abschluss dieses und den Beginn des neuen Arbeitsjahres dienen. Und das Symbolische rund um die Weihnachtstage stelle ich gerne in den Mittelpunkt der beiden letzten Wochen des Jahres. Unser Weihnachtsbaum wurde auch schon von verschiedenen Leuten bewundert. Früher als sonst, aber er steht ja auch etwas früher als gewöhnlich. Ich freue mich auf weitere Gespräche am und über den Weihnachtsbaum – in hoffentlich weihnachtlich entspannter Atmosphäre und Stimmung.

Adventlicher Ruhetag inmitten der geschäftigen Vorweihnachtszeit

An diesem dritten Adventssonntag konnte ich nach einer pausenlosen Woche endlich einmal wieder zur Ruhe kommen. Weihnachtsvorbereitungen waren zwar auch heute wieder ein Thema, aber der Umfang der Vorhaben hielt sich in Grenzen. Natürlich wird’s gerade nächste Woche wieder wie zuvor weitergehen. Viele bereits angestoßene Erledigungen mit Bezug zu Weihnachten und Jahresabschluss, aber auch einige Chauffeuraufgaben und weniger erfreuliche Gesundheitsdinge. Wie das eben fast regelmäßig so ist, kurz vor Weihnachten. Ich denke aber, wir haben das im Griff, zumal M. eigentlich traditionell stattfindende Einladungen und Besuche dieses Jahr nicht durchführen will, das eine oder andere also eher ausgelassen werden wird. Aber das ist noch nicht ganz sicher. Sehr froh bin ich, dass der Weihnachtsbaum, (fast) vollständig geschmückt bereits aufgestellt ist und wir auch an diesem Glanzstück der Weihnachtsdekoration und -symbolik gerade in dieser Weihnachtszeit besonders lange Freude haben können.

Ein neuer Weihnachtsbaum mit alter Beleuchtung

Heute war dann doch alles sehr planvoll. Jedenfalls steht unser diesjähriger Weihnachtsbaum im Weihnachtszimmer, fertig geschmückt und arrangiert, so wie ich mir das vorgestellt habe. Und natürlich ist es ein schöner Symbolbaum, erst recht in geschmücktem Zustand. Eine nicht ganz so angenehme Überraschung gab es aber dennoch: Beim Anbringen der drei Lichterketten ist mir eine der Ketten aus den Händen geglitten und auf den harten Steinboden gefallen. Und dabei musste eine der Birnchen dran glauben. Patsch, und schon ist die ganze Kette nicht mehr funktionsfähig. Denn es handelt sich ja um die ganz alten Ketten mit einzeln eingedrehten kleinen Glühbirnen. Eben die, die dieses unvergleichlich und auch bei der warmweißesten LED nicht erreichte warme Licht verströmen. Einmal von der Größe der Birnen abgesehen, die ohnehin schönere Einzellichtpunkte erzeugen als die winzigen Leuchtdioden bei den modernen LED-Ketten. Vor etwa 4 Jahren hatte ich mir zuletzt Ersatzbirnen für diese Ketten besorgt. Ich kann mich erinnern, dass das kompliziert war, da man auf die Anzahl der verbundenen Lichter, auf die Volt- und die Wattzahlen achten muss. Bei uns sind es gleich drei unterschiedlich Konstellationen. Eine Kette hat 20 Lichter mit 12 V und 3 W, eine andere 16 Lichter mit 14 V und 3 W und die dritte besonders alte 15 Lichter mit 14 V und 3 W. Tatsächlich benötigen alle drei unterschiedliche Leuchtmittel. Die ernüchternde Erkenntnis heute: Die sind im stationären Elektrohandel nicht mehr erhältlich, weder im Baumarkt noch im Elektrofachgeschäft. Tatsächlich gibt nur noch LED-Ketten, die man natürlich zusammenhängend erwerben muss und deren Einzeldioden auch nicht mehr austauschbar sind. Also musste ich den Baum nach dem Anbringen der Leuchtketten in nur zu 2/3 beleuchtetem Zustand schmücken. Ziemlich ungewohnt. Und die fehlenden Ersatzbirnen habe ich im Onlinehandel recherchiert und bestellt. Der Baum wird also erst in ein paar Tage in vollem Lichterglanz erstrahlen können. Aber gut, dass das noch vor Ms Geburtstag ist, denn der fertige Weihnachtsbaum ist mit diesem Ereignis untrennbar verbunden.

Bei den Weihnachtsvorbereitungen geht nicht immer alles nach Plan

Eigentlich hatte ich mir für heute das Aufstellen des Baums vorgenommen. Nur das Aufstellen im Weihnachtsbaumständer und die Befestigung mit Nylonschnur an der Decke, wie ich das zur Absicherung immer tue, obwohl es nicht unbedingt notwendig wäre. Aber vorher ist eben immer alles umzuräumen, da die Ecke großräumig frei zu machen ist. Bei dem zimmerhohen und ausladenden Weihnachtsbaum ist das nicht trivial und muss gut vorbereitet werden. So werden wir am Abend nur noch dazu kommen, diese Raumecke zu arrangieren. Den Baum selbst werde ich erst morgen Vormittag aufstellen und dann mit den obligatorischen drei Lichterketten schmücken können. Vielleicht reicht die Zeit ja anschließend noch für den eigentlichen Weihnachtsbaumschmuck. Könnte funktionieren, wenn nicht wieder zu viel Unvorhergesehenes dazwischenkommt.

Wieder ein schönes Weihnachtserlebnis beim Weihnachtsbaumaussuchen

Der gestrige Plan ist aufgegangen. Den diesjährigen Weihnachtsbaum habe ich am Vormittag aussuchen können. Das war diesmal nicht schwierig, da ich bei dem Händler am Vormittag keinen sonstigen Interessenten angetroffen habe und mich entsprechend in großer ruhe umsehen konnte. Es sind mir dann gleich zwei Favoriten ins Auge gefallen, und einen dritten hatte ich als Alternative ausersehen. Wie in den Vorjahren habe ich den Händler dann gebeten, mir die Bäume freistehend zu präsentieren, denn man kann sie eigentlich nur aus der Entfernung als Ganze richtig einschätzen. Auch ist es vorteilhaft drumherum zu gehen, um die Größe der unvermeidlichen Lücke zu erkennen. Am Ende fiel die Entscheidung dann nicht schwer, denn mein Favoritenbaum hatte einfach einen sehr schönen Astaufbau, sowieso die richtige Höhe für unser Wohnzimmer und auch eine schöne dunkelgrüne Nadelfarbe. Schön ist auch, dass er trotz der Opulenz eine vergleichsweise schmale Stammbasis hat. Da hatte ich in den Vorjahren schon einige sehr schwere Exemplare erwischt. Aber etwas leichter ist eigentlich auch schön und wahrscheinlich auch leichter aufzustellen. Den Händler mag ich ja ohnehin, und auch die Gespräche gehören zu diesem Weihnachtsbaumaussuchen einfach dazu. Aber heute ist das Gespräch besonders ausgedehnt und lang gewesen. Dabei ging es am wenigsten um die Bäume oder Weihnachten, eher um die allgemeine politische Lage und alle die Krisenerscheinungen unserer Zeit. Das war wieder ein sehr schönes Weihnachtserlebnis – trotz der alles andere als weihnachtlich anmutenden Witterung. Vielleicht stelle ich den Baum ja morgen schon auf. Die Lichterkette und die Dekorationen aber werden wohl später hinzukommen.

Ein erwachsenes Pendant zum kindlichen Weihnachtszauber

So richtig gefällt mir die aktuelle Witterung als Setting für dieses Traditionsvorhaben nicht. Aber schon aus planerischen Gründen muss ich diese Woche noch den Weihnachtsbaum aussuchen, damit ich ihn am Wochenende aufstellen und schmücken kann. So habe ich mir den morgigen Vormittag dafür auserwählt, in der Hoffnung, dass es wenigstens nicht regnet. Aber richtiger Frost und kalter Winternebel wäre eigentlich passender. Jedenfalls kann ich mich an einige Weihnachtsbaumauswahltage erinnern, an denen genau solches Wetter herrschte. Da merkte man allen Besuchern die irgendwie authentische weihnachtliche Vorfreude immer an. In der Gegenwart ist alles anders, gerade was die Rezeption und emotionale Wahrnehmung der Weihnachtszeit und ihrer Symbole betrifft. Es scheint zunehmend schwierig, jenen kindlichen Zauber wirklich noch in sich zu entfalten, der einmal in unser aller Kindheitsleben mit eindrucksvoller Weihnachtszeit verbunden war. Ein erwachsenes Pendant dazu in dieser als krisenhaft und überfordernd empfundenen Zeit zu finden und umzusetzen, gehört wohl zu meinen ganz persönlichen Herausforderungen und mehr oder weniger gelungenen Erfahrungen der letzten Jahrzehnte.

Atmosphärisches Highlight

Ein sehr konzentrierter Wintertag, an dem die wärmenden Aufenthalte im Wohnzimmer mit der wohligen Holzofenatmosphäre am aufbauendsten waren. Ansonsten ist der Arbeitsalltag von der Vorweihnachtsgeschäftigkeit geprägt. Auch von einigen weniger zufriedenstellenden Kommunikationen, die aber wohl auch mit dieser unvermeidlichen Geschäftigkeit zu tun haben, die viele Menschen immer wieder irritiert und manchmal auch zu seltsamen Verhaltensweisen verleitet. Ich bin froh, dass wir in dieser Adventszeit so viele warme Lichter installiert haben, vor allem über den zusätzlichen, reichlich mit bernsteinfarbenen LEDs beleuchteten Tischweihnachtsbaum, der im Fenster steht und von innen heraus dem außen platzierten ebenfalls künstlichen und mit derselben Lichterkette beleuchteten Weihnachtsbaum Gesellschaft leistet. Das ist sicher auch für alle, die außen vorbeigehen, ein atmosphärisches Highlight.

Der richtige Zeitpunkt für das Holen des Weihnachtsbaums

Die optischen Irritationen werden mich wohl noch eine ganze Weile länger in Anspruch nehmen und herausfordern. Ich hoffe, das bis zum Jahresende geschafft zu haben, auch wenn es sehr ungewohnt ist. Tatsächlich verdichtet sich die Zeitwahrnehmung gerade, wie fast immer so kurz vor Weihnachten. So vieles ist da noch zu erledigen, dass ich mich immer wieder wundere, wie es letztlich doch gut und auch rechtzeitig gelingt. Eine dieser Erledigungen und Aufgaben ist das Aussuchen des Weihnachtsbaums. Es ist klar, dass er vom Lieblingshändler kommen muss. Aber der Zeitpunkt für die Auswahl ist auch wichtig und jedes Jahr wieder ein anderer, weil er vom Ms Geburtstag abhängt. In diesem Jahr werde ich ihn etwas früher holen müssen, weil es sonst zu knapp werden könnte und gerade das Aufstellen, Beleuchten und Schmücken am besten übers Wochenende zu realisieren ist. Also werde ich mich im Laufe der Woche auf den Weg machen.

Die insgeheime Freude an der Weihnachtszeit

Ein schöner zweite Adventssonntag war uns heute vergönnt. Gestern hatten wir auch die ganze Palette unserer Weihnachtsdekoration ausgepackt und arrangiert. Oder fast die ganze Palette, denn heute haben wir das noch weiter fortgesetzt. Dabei müssen wir ohnehin selektiv vorgehen, da wir so viele schöne Weihnachtssachen zur Verfügung haben, dass alles gleichzeitig ohnehin nicht geht. Aber tendenziell wird es jedes Jahr doch noch etwas opulenter. Eine Freude für M. und mich, auch wenn M. das gerne anders herum darstellt. Aber ich denke, auch über all das und insbesondere den immer wieder als unnötig bezeichneten Weihnachtsbaum, den ich wohl nächste Woche aussuchen werde, freuen sich alle dann am Ende doch sehr. Ohne den Baum und die anderen stimmungsvollen Arrangements würde ihnen sicher etwas fehlen. Deshalb sind sie insgeheim sicher froh, dass ich diese Aufgaben mit anhaltender Freude übernehme. Es ist so viel los auf der Welt. So hoffe ich nur, die Weihnachtszeit entfaltet ihre ganz besondere Kraft und wird nicht durch unsägliche Geschehnisse überlagert.

In Annäherung an die weihnachtliche Hochzeit

Es ist schön, dass ich heute auch mein Arbeitszimmer weihnachtlich schmücken konnte. Das gelingt mir fast nie vor dem 1. Advent, aber so ist es auch noch rechtzeitig, wenn ich davon ausgehen, den weihnachtlichen Schmuck frühestens in der dritten Januarwoche wieder wegzuräumen. So habe ich doch noch einige Wochen etwas davon. Auch in unserem Wohnbereich haben wir den festlichen Schmuck noch weiter vervollständigt. Vor allem habe ich den großen Leinwanddruck mit dem fast schon malerisch anmutenden fotografischen Weihnachtstillleben aufgehängt und den Adventskranz endlich auch in Sichtweite auf dem Boden platziert. Natürlich haben wir heute schon die 1. Kerze erneut entzündet, die morgen dann eine leuchtende Nachbarin bekommen wird. Allmählich nähern wir uns der weihnachtlichen Hochzeit. Aber der Höhepunkt in Form des Weihnachtsbaums steht natürlich noch aus. Ich denke, mein Lieblingshändler wird nächste Woche mit seinem Verkauf beginnen. Dann muss ich wieder den richtigen Tag erwischen, um meinen diesjährigen Symbolbaum in Ruhe und der richtigen Stimmung aussuchen zu können – noch vor Ms Geburtstag.

Schwerer Stand für erweiterte Symbolthemen

Die aus Kindertagen überlieferte Freude am Nikolaus ist immer noch und gerade in diesem Jahr wieder ein belebender Teil der Weihnachtszeit und der echten Freude, die die Menschen an der Adventszeit haben. Das ist in diesem Jahr vielleicht deutlicher als es lange zuvor zu beobachten war. Echte Weihnachtsfreude, das ist doch wirklich ein erhebendes Erlebnis gegen Ende dieses krisengeschüttelten Jahres, das bei niemandem spurlos geblieben ist. Leider bemerke ich bei nicht ganz so tief verwurzelten Symbolthemen einen Rückgang an Aufmerksamkeit. Das macht es in diesem Jahr schwieriger als in den Jahren zuvor, an sicherlich vielfach noch vorhandenes Interesse an Symbolsystemen rund um die Bäume anzuknüpfen. Aber wenn Traditionsfeste wie Weihnachten die Seelen noch erfüllen können, habe ich Hoffnung, dass ein erweiterter Symbolhorizont in naher Zukunft wieder sichtbar werden kann. Nur sollte der Kontakt zum Geistigen selbst nicht verloren gehen.

Naturthemen und Basisherausforderungen

Das gestern schon festgestellte Ungewohnte setzt sich leider Gottes fort, so dass ich vorübergehend zu der alten Lösung zurückkehren musste. Ich hoffe sehr, das bald in den Griff zu bekommen, auch um die umfangreiche technische, inhaltliche und kreative Arbeit der nächsten Monate gut und stressfrei realisieren zu können. Vieles ist jetzt zwar auf Jahresabschluss und Weihnachten hin ausgerichtet, das ist gut, weil es uns ein Stück entlastet und dem Krisendenken etwas Versöhnliches entgegensetzt. Aber die Menschen sind auch gleichzeitig schon im nächsten Jahr und was uns dann wohl erwartet. Ich hoffe, für mich wird es wieder mehr Freiraum und Zeit für die Naturthemen und die kreative Verarbeitung des Baumsymbolischen bereitstellen. Neben allem, was an Basisherausforderungen ohnehin in gute Bahnen zu lenken ist.

Ungewohnte Optik

Ein anstrengender Tag, nicht zuletzt wegen ungewohnter Umstellungen meiner Optik. Das wird wohl einige Tage brauchen, bis ich wieder normal arbeiten kann und alles unangestrengt funktioniert. Bei so viel Arbeit rund um Bilder und Grafik ist das natürlich wichtig, so dass eine schnelle Gewöhnung zu wünschen ist. Gespannt bin ich auch, inwieweit sich die neue Optik auf meine Naturwahrnehmung und das Fotografieren u. a. der Natur- und Baumdetails auswirkt. Kann schon sein, dass auch bei der Kamera gewisse Anpassungen bei der Suchereinstellung wiederum notwendig sind.

Innerer Kraftquell und die heilsame Wirkung der Weihnachtszeit

Zuletzt schien die Lethargie und das Verdrängen all der wenig zufriedenstellenden Entwicklungen in der näheren und ferneren Welt allzu erdrückend und lähmend auf allem zu liegen. Aber die begonnene Weihnachtszeit scheint ihre heilsame Aura und ihre ausgleichende Wirkung doch schon wirksam werden zu lassen. Kann ich doch in den letzten Tagen Ansätze für Entspannung feststellen, erste und lange nicht gesehene Anzeichen von Zukunftsplänen und zuversichtlicher Planung, die bis ins neue Jahr hinein reichen. Man hätte ja zuletzt vermuten können, es gehe den meisten nur noch darum, dieses Jahr einfach nur schadlos zu überstehen, so als wenn das neue Kalenderjahr per se nur Verbesserungen oder einen Auftrieb bringen könnte. Dass die Hoffnungszeichen sich schon im Dezember abzeichnen, stimmt mich zuversichtlich. Denn es zeigt, dass man die eigenen inneren Kraftquellen bemüht und wiederentdeckt hat. Zumindest versucht, sie aus den tiefen Untergründen hervorzuholen und zu reaktivieren. Ich bin sicher, spätestens am Heiligen Abend wird beim ehrfürchtigen Anblick des Weihnachtsbaums der letzte Zweifel verfliegen, dass diese inneren Kraftquellen existieren und uns Menschen tatsächlich immer schon zur Verfügung stehen.

Die Weihnachtsbäumchen sind nie zu viel

Einen weiteren allerdings auch künstlichen Weihnachtsbaum habe ich heute auf der Innenfensterbank unseres Funktionszimmers aufgestellt. Den hatte ich im letzten Jahr bekommen, ein fertig geschmücktes Bäumchen mit Stechpalmen-Dekorationselementen, Zapfen, Kunstschnee und einem amphorenartigen Ständer, leider ohne Beleuchtung. Im Vorjahr wussten wir nicht so recht, wo wir ihn platzieren sollten. Aber jetzt hat er einen guten Platz gefunden. Auf der Fensterbank liegt er in der Höhe noch genau im Rahmen der Scheibe und ist so von außen insgesamt sichtbar. So komplettiert er das vorweihnachtliche Bild, zusätzlich zu dem ebenfalls künstlichen Baum vor der Tür, der allerdings beleuchtet ist und goldene sowie rote Kugeln trägt. Ich finde, das habe wir in diesem Jahr gerade im Eingangsbereich, wo wir selbst wie auch Besucher etwas davon haben, sehr gut hingekriegt. Ich hoffe, dass später der echte Weihnachtsbaum im Wohnzimmer ebenfalls wieder ein Prachtexemplar sein wird und die Symbolbaumreihe wie schon so oft eindrucksvoll krönen wird. Auch wenn ich mir wie fast immer in den letzten 20 Jahren wieder anhören muss, dass wir ja eigentlich keinen großen Baum mehr benötigten.

Traditionelle Einstimmung auf die Weihnachtszeit

Da wir gestern schon für adventliche Stimmung in der Wohnung und am Haus gesorgt haben, konnten wir diesen 1. Advent auch stimmungsvoll feiern. Inklusive des Entzündens der ersten brennenden Kerze am Adventskranz. Der fiel in diesem Jahr erstmals wieder ganz klassisch aus, mit grünen Zweigen, die diesmal künstliche sind, und hellroten Stumpenkerzen. Viel mehr wollen wir ihn in diesem Jahr nicht schmücken, vielleicht nur noch wenige farblich passende Accessoires ergänzen, aber das muss auch nicht unbedingt sein. Die traditionelle Kombination mit den Komplementärfarben und der ganz einfachen, aber eindrücklichen Lichtsymbolik sind in dieser kompliziert gewordenen Zeit wohltuend, und vielleicht können die Adventswochen ja die Wahrnehmung auch dank solcher Traditionen ein wenig entschleunigen. Nun kann die Weihnachtsstimmung wachsen, ohne irgendwie unecht oder unaufrichtig zu wirken. Und wir können ihr das hinzufügen, was uns mit dem adventlichen und weihnachtlichen Gedanken verbindet und womit wir diesem Gedanken äußerlich Nachdruck und Ausdruck verleihen können.

Alles für die Adventszeit arrangieren

Dieser Voradventsamstag war, wie schon im vorigen Jahr, fast vollständig mit der Installation und dem Arrangement unseres adventlichen Schmucks ausgefüllt. Gestern hatte ich ja schon den Weihnachtsbaum vorm Haus aufgebaut, beleuchtet und geschmückt. Und heute sind ganz viele weitere Dekorationen hinzugekommen. Vorher aber haben wir wieder einen Abstecher zu unserem Lieblings-Weihnachtsladen gemacht und u. a. einige weitere Kerzen für den Adventskranz ausgesucht. Und ganz in der Nähe des Ladens beim einem Straßenverkaufsanbieter, den wir schon seit Jahren kennen, einige Bündel Tannen- und andere Nadelbaumzweige. Die braucht M. für einige vegetabile Arrangements in und ums Haus. Den größten Anteil an der heutigen Dekorationsvorbereitung hatten aber die Lichterkränze und -ketten, die ich angebracht und mit Zeitschaltuhren gekoppelt habe. Um den Schrank im Wohnzimmer, entlang der langen Fensterfront, an der Eingangstür und im Flur. Ganz schön viel Aufwand, aber es hat alles gut funktioniert – auch dank meiner sorgfältigen Verpackung und Beschriftung im letzten Jahr. Inzwischen habe ich bei diesen Dingen eine gute Übersicht und Zuordnung. Dann ist das Installieren nicht mehr mit großen Verzögerungen und Umwegen verbunden.

Adventsbeginn bei gemütlicher Ofenwärme

An die Holzofenwärme haben wir uns kurz nach dem Start der Saison schon gewöhnt. Eigentlich bin deshalb froh, dass V. sich so frühzeitig dazu entschlossen hat. Auch wenn heute ein sehr sonnenreicher Tag war, an dem man beim Blick durchs Fenster nach draußen Zweifel an der Ofenidee bekommen könnte. Allerdings merkt man beim Hinaustreten gleich, wie klirrend kalt es gleichzeitig schon sein kann. Also doch alles gut, und auch die Gelegenheit, den Rest des über Jahre zusammengetragenen und jetzt auf die Menge einer Saison zusammengeschrumpften Brennholzvorrat wohl endgültig abzutragen. Bei einem langen Winter ist das eigentlich unvermeidbar. Danach wird es eine Frage des Wollens, ob wir den Ofen auch bei verschärften Grenzwerten noch mit einer technischen Nachrüstung weiterbetreiben werden. Am Nachmittag hat für mich die dekorative Seite der Weihnachtszeit mit dem Aufbau des künstlichen Weihnachtsbaums vorm Haus begonnen. Auch Lichterkette und Kugeln konnte ich schon anbringen. Morgen stehen dann die weiteren unverzichtbaren Teilaufgaben der adventlichen Dekorationsarbeiten auf dem Plan.

Ein sehr früher Holzofenstart

Dass V. schon so früh mit dem Anfeuern des Holzbrandofens beginnt, hätte ich nicht erwartet. Denn in den Vorjahren haben wir den Ofen meist erst nach Weihnachten betrieben, oft sogar erst im neuen Jahr. Jetzt also erstmals seit langem sogar schon vor Beginn der Adventszeit. Natürlich ist die Wärme, die bei unserem aktuellen Holzvorrat vor allem von Fichten- und Obsthölzern kommt, in der kalten Jahreszeit einfach etwas Tolles. Wenn es auch heute z. B. eher etwas zu hohe Außentemperaturen gab, wohl weil die Sonne ausnahmsweise über Stunden durchkam und uns selbst durch die Fensterscheiben aufgewärmt hat. Aber an nass-kalten Novembertage, von denen wir schon so viele erleben mussten, ist die Holzofenwärme unvergleichlich. Ich hoffe nur, dass bei dem frühen Start der Vorrat auch lange anhält, möglichst bis zum Saisonende, das in manchen Jahren ja durchaus auch erst im April terminiert sein kann.

Konkurrierende Handlungsalternativen in der Vor-Adventszeit

Diese letzten Tage vor Beginn der Adventszeit sind wieder von einer unbestimmten Haltung geprägt. So als ob die Entscheidung schwerfiele, ob der Schwerpunkt mehr auf dem Abschluss des Arbeitsjahres oder auf der Vorbereitung des Weihnachtsfestes gelegt werden sollte. Abschließen und vorbereiten, zwei scheinbar entgegengesetzte Handlungsalternativen. Aber natürlich greift beides notwendig ineinander, mit dem Gefühl verbunden, dass irgendwie zu wenig Zeit in den letzten vier Wochen des Jahres zur Verfügung steht, um alles angemessen zu verfolgen. Ich stelle mich gerne diesem Spagat, der am Wochenende eingeleitet wird. Dann werden wir die ersten adventlichen Arrangements treffen, den beleuchteten Kunst-Weihnachtsbaum vor dem Haus installieren, den Leuchtkranz an der Tür installieren. Und sicherlich kommt auch die Lichterkette im Esszimmer hinzu, die ich gerne um den Rand des hohen Schranks herum symmetrisch verteile und die in der gesamten Weihnachtszeit zu einer sehr stimmungsvollen Raumatmosphäre während der gesamten lichtlosen Tageszeit beiträgt. Viel Neues müssen wir dieses Jahr nicht besorgen, ist unser Weihnachtsfundus doch sehr reich bestückt. Es wird eher auf eine Auswahl hinauslaufen, denn alles gleichzeitig zum Einsatz zu bringen, ist schlicht unmöglich geworden.st.

Was ursprünglich mit Kunst gewollt war

Die Manufakturarbeit an einem Lebensbaum-Armband und einem einzelnen Partner-Armband gestern und heute hat mich an die Atmosphäre erinnert, die diese Arbeit in den vergangenen Jahren gerade in der Vorweihnachtszeit eingenommen hat. Dieses Jahr ist das verändert, weil stark reduziert. Aber wenn sich, wie gerade, Anfragen einmal häufen, ist dieser besondere Flow wieder sofort präsent. Dahinter steht genau jene „Ästhetische Kommunikation“, die einmal Gegenstand meiner Magisterarbeit war. Die vermittelnde Funktion präsentativer Formen, wie sie in der Kunst zur Geltung gebracht wird, ist auch bei diesem kunsthandwerklichen Projekt spürbar und stark in den Vordergrund tretend. Deshalb kann ich das kunsthandwerkliche Arbeiten in dieser Art auch durchaus als künstlerisch betrachten. Vielleicht ist es sogar künstlerischer als die Formen explizit künstlerischen Ausdrucks, der sich aktuell durch Institutionen und Studiengänge etabliert. Vielleicht ist das tatsächlich näher dran an dem, was ursprünglich mit Kunst gewollt war. Auch das ist für mich ein Grund, dieses Projekt auch in Phasen reduzierter Resonanz weiterzuführen und wenn möglich weiterzuentwickeln. Die Hochphasen kommen dann irgendwann wieder, wenn zuvor der Faden nicht abgetrennt wurde oder abgerissen ist.

Erschreckend planloses Jahr für Wetter und Vegetation

Js Geburtstag war angenehmer als man bei so wenig Sonne und Licht hätte erwarten können. Die wie schon gestern unverhoffte lauwarme Luft hat die Lichtarmut ausgeglichen und wirkte irgendwie erholsam, nach so viel nass-kaltem und richtig winterlichem Wetter, das uns nun schon den ganzen November begleitet. In Bezug auf die Sonnenstunden dürfte dieses Jahr auch insgesamt einen einsamen Negativrekord bedeuten. Das kann man jetzt schon sagen, da normalerweise im Dezember keine Sonnenlichtwunder mehr zu erwarten sind. Mindestens das kann im neuen Jahr nur besser werden. Vielleicht ist diese merkwürdige Lichtarmut auch der Grund für die unerwartete Art, wie sich die Pflanzen entwickelt haben. So vieles hat nicht geblüht oder trug später keine oder nur sehr wenige Früchte. Bei den Obstbäumen war das fast überall so zu beobachten. Aber auch viele Stauden und Sommerblumen zeigte erschreckend wenig Vitalität oder sind zur Unzeit zu stabilem Wachstum und Blüte gelangt, nämlich bis zu 2 Monate später als normalerweise. Das ging bis zu den Schädlingen. Ich denke da an den Buchsbaumzünsler, der im Herbst auf einmal der gerade erst frisch herausgewachsenen zarten Buchsbaumtriebe innerhalb weniger Tage weggefressen hatte. Im Herbst, wenn es unter normalen Umständen längst keine Raupen mehr gibt und sich diese schon Monate vorher als Schmetterlinge entpuppt haben. Dieses mal also alles anders und so abweichend, dass man nach rationalen Erklärungen vergeblich sucht. Mal sehe, vielleicht bekommen wir ja noch einen richtigen Winter.

Ein ehrliches Aufscheinen des Weihnachtsgedankens

Jetzt ist es nur noch ein Monat bis Heiligabend. Und der Berg an Aufgaben, die vorher noch abzuarbeiten und qualitativ hochwertig umzusetzen sind, ist nicht viel kleiner geworden. Aber er scheint überschaubar, zumal dazu eben auch die symbolischen Vorbereitungen und Vorfreuden auf das Weihnachtsfest und das Zelebrieren der Advents- und Weihnachtszeit gehören. Die Beiträge in allen Medien thematisieren jetzt immer öfter und umfangreicher zahlreiche Weihnachtsthemen. Und tatsächlich sind mehr als in den Vorjahren schon sehr frühzeitig mit dem stimmungsvollen Schmücken, mit dem Aufhängen von Lichterketten und sogar schon dem Aufstellen erster Weihnachtsbäume beschäftigt. Die friedvolle und konzentrierende Symbolik der Weihnacht entspricht eben einem Bedürfnis, das in derart ausgeprägten Krisenzeiten, besonders deutlich zum Ausdruck kommt. Dann spielt die in sorgloseren Jahren immer wieder aufgekommene Diskussion um Kommerzialisierung glücklicherweise auch keine Rolle mehr. Die Menschen wissen einfach das Wesentliche und Unvergleichliche dessen, was das Weihnachtsfest bedeutet, wieder mehr zu schätzen und bringen das in ihrem Tun auch zum Ausdruck, teilen es gerne mit, um es auf die Art mit anderen zu teilen. Ein schöneres Aufscheinen des Weihnachtsgedankens kann es doch kaum geben.

Adventlicher Perspektivenwechsel von außen nach innen

Gut, dass man draußen heute fast nicht arbeiten konnte, so ungemütlich und kalt wie es war. Denn gewöhnlich ist der Samstag mit Gartenarbeit ausgefüllt, in dem Fall mit den letzten Wintervorbereitungen im Garten. Aber allzu viel steht da nicht mehr an. Das restliche, zum Teil schon aufgehäufte Baumlaub müsste noch in Säcke gefüllt werden. Aber sonst haben wir soweit alles erledigt. Auch die Regenwassertanks sind abgelassen, damit sie bei Frost nicht durch Eisbildung platzen können. Das ist auch schön, denn jetzt kann sich die Aufmerksamkeit stärker in Richtung der adventlichen und weihnachtlichen Symbolik verlagern. Und tatsächlich müsste der beleuchtete Weihnachtsbaum vors Haus, und der beleuchtete Türkranz müsste rechtzeitig vor dem 1. Advent aufgehängt werden. Etwas, das wir unbedingt noch nächste Woche unterbringen müssen, bevor im Haus mit dem adventlichen Ausschmücken weitergehen kann. Es ist wie eigentlich immer alles ziemlich gedrängt, weil gleichzeitig alles Mögliche für den Jahresabschluss an Projektarbeit ansteht. Zudem einiges an Perspektiven für den Start ins neue Arbeitsjahr im Raum steht. Aber das werden wir auch dieses Mal schaffen und mit Freude ausfüllen. Wie sollte es in der Weihnachtszeit auch anders sein.

Auf den Gartenwinter vorbereitet

Die krassen Temperaturunterschiede setzen sich sogar bis in den Winter hinein fort. So sind wir gerade schon bei Minustemperaturen angelangt, die sich besonders früh morgens in Raureif und später dann in Schneeschauern niederschlagen. Zwischendurch herrscht Gefrierschrankatmosphäre. Und dann ab Sonntag für zwei Tage 15 Grade plus – verrücktes Wetter, mindestens so verrückt wie die Welt insgesamt. Unsere Gartenbäume sind jetzt komplett blattlos. Die letzten Herbstblätterdecken und -berge konnten wir allerdings noch nicht zusammentragen. Das wird wohl bis nächste Woche dauern, wenn morgen ist bei solchen Temperaturen daran nicht zu denken. Ich bin froh, dass wir in den letzten Wochen sukzessive schon alles für den Winter vorbereitet haben. Die Sitzgarnitur im Garten ist abgeräumt und eingepackt. Die Pflanzkübel sind weitgehend geleert und alles, was den Winter nicht überleben kann, ausgetopft. So viel Gartenarbeit bleibt jetzt nicht mehr übrig. Die Gedanken richten sich eher schon in Richtung des Frühjahrs, wenn als erstes die Gartenbäume zurückzuschneiden sind. Früh genug, bevor die ersten Triebe entstehen.

Ein Teil des Innersten teilen

Der Einundzwanzigste hat sich durchaus belebend ausgewirkt. Denn ich konnte eine Menge Aufgaben abarbeiten und dabei die Ruhe bewahren. Das ist an einem so trüben und lichtarmen, zudem kalten und nassen Novembertag nicht selbstverständlich. Eigentlich auch kaum zu erklären ohne die Heilwirkung und Energie der Zahlensymbolik. Aber die näherkommende Weihnachtszeit hat auch ihren Anteil daran. Und dass ich punktuell den Eindruck gewinnen kann, dass es auch Lichtstreifen am Horizont gibt und nicht alles nur immer schlechter wird. Zuletzt hätte man noch so denken und reden können. Es wäre schön, wenn wir wieder mehr Zuversicht entwickeln und die auch ausstrahlen könnten. Mit Hilfe der heilbringenden Weihnachtszeit zum Beispiel. Aber auch, und das ganzjährig, mit Hilfe unserer Selbstreflexion, im Spiegel der großen Lebenssymbole, wozu zweifelsfrei die Bäume zählen. Mit Hilfe unserer Mitmenschen letztlich immer auch, besonders wenn die sich ebenfalls in der Welt des Symbolischen wohlfühlen und wir das gleichgerichtete Interesse teilen und damit ein Teil des Innersten teilen können.

Das Baumtagebuch wird heute 20 Jahre alt

Merkwürdigen Schwerpunkten sehe ich mich gerade in meiner kreativen Arbeit ausgesetzt. Aufgaben häufen sich, die sonst nur selten und in größeren Abständen vorkommen. Und parallel bin ich fast jeden Tag schon mit der Weihnachtszeit und ihren Symbolen beschäftigt. Immer häufiger denke ich auch schon voraus in die unmittelbare Vorweihnachtszeit, wenn ich mich auf den Weg mache, um den Weihnachtsbaum auszusuchen und später rechtzeitig zu Ms Geburtstag zu schmücken. Davor werden wir die Wohnung bereits weihnachtlich ausgeschmückt haben. Und meine Weihnachtsgrüße, die dieses Jahr wieder Adventszeitgrüße sind, werden ebenfalls schon längst bei ihren Adressaten angekommen sein. Dann kann das Fest selbst und seine Bedeutung wirklich auch im Mittelpunkt stehen. Für mich, die Familie und alle, die dem Weihnachtsfest in diesen schweren Zeiten seine Bedeutung zuerkennen und es in seiner Sinnhaftigkeit ernsthaft pflegen und schätzen. Und erst jetzt, wo ich schon am Schluss meiner Tagesbetrachtung bin, fällt mir ein, dass das Baumtagebuch wieder Geburtstag hat. Es ist zudem ein sehr besonderer Geburtstag, denn heute sind es genau 20 Jahre her, dass ich den ersten Eintrag in dieses thematische Tagebuch geschrieben habe. Und auch bei diesem ersten Beitrag ging es schon um die Ästhetik und Symbolik der Weihnacht. Das ist schön, weil es bestätigt, worum es mir eigentlich in diesem Format immer schon geht: Das Zeitlose und immerwährend Gültige sprachlich festzuhalten und im Zeitverlauf in seinen zahllosen Facetten zu reflektieren und vielfältig zu verarbeiten.

Lichtes Sehen im Novemberdunkel

Einige Weichen haben wir heute für unsere Sehfähigkeit gestellt. Für M. und mich gleichzeitig. Gut, dass wir das endlich erledigt haben. Denn es ist für die täglichen Arbeiten einfach wichtig, gut zu sehen und sich bei bestimmten Tätigkeiten nicht abmühen zu müssen. Ich hoffe nur, das ich mich an die Umstellungen schnell gewöhne. Selbst fürs Fotografieren, den Blick durch den Sucher, ist das nicht unwichtig. Auch die fotografische Arbeit wird also davon profitieren, aber auch die kunsthandwerkliche Detailarbeit im Nahbereich dürfte weniger Umstände in Zukunft machen. Gut auch, dass wir gerade in dieser Novemberzeit mit größtmöglicher Lichtarmut diese Unterstützung des lichten Sehens anstoßen konnten. Solche Extremgegensätze können belebend wirken, wie wir in der Annäherung zur Weihnachtszeit wohl alle auch instinktiv spüren.

Poetischer Laubwurf der herbstlichen Bäume

Beim Blick aus dem morgendlichen Fenster im 1. Stock haben sich die Gartenbäume erstmals fast blattlos gezeigt. Der Ginkgo und der Nashi-Birnenbaum haben ihre Herbstblätter noch am längsten gehalten. Gerade beim Ginkgo verlief das Abwerfen des Herbstlaubs ungewöhnlich langsam, erstreckte sich über bestimmt 3 Wochen. In früheren Jahren war das in wenigen Tagen abgeschlossen, wobei der letzte Rest meist ganz plötzlich von den Ästen hinuntersegelte, durch heftigen Wind nach einer kalten Nacht z. B. begünstigt. Diesen Moment hatte ich schon einmal beobachten dürfen und hatte damals bedauert, es nicht im Video festgehalten zu haben, weil das etwas Dramatisches an sich hat und die natürliche Notwendigkeit in einer sehr poetischen Form verkörpert.

Kreativität braucht Ruhephasen

So habe ich mir den Sonntag nach einem arbeitsreichen Samstag mit viel Gartenarbeit gewünscht. Wieder mehr Zeit fürs Lesen und die Möglichkeit, weitere Vorbereitungen für die Weihnachtszeit vorzubereiten. Die Routinearbeiten ließen sich zwar auch an diesem Sonntag nicht vermeiden. Aber solche Ruhetage sind schon wichtig, um wieder mit Schwung in die neue Woche starten zu können, gerade im November mit seinem jahreszeitlichen Blues. Ich freue mich auf die vielen kreativen Projekte, die in den kommenden Wochen auf mich warten, sowohl im Bereich der professionellen Kommunikation als auch bei meinen Wunschbaum- und Privatinitiativen. Die haben nicht nur, aber zu dieser Zeit natürlich viel mit Weihnachten zu tun. Aber auch das ist wohltuend und für mich erholsam, egal wie so manche anderer heute zu Weihnachten steht.