Verschwundene Libanon-Zeder

Mit meinen Rezensionen in ich jetzt weitgehend durch. Nur der kleine Pin in Form einer stilisierten Libanon-Zeder, den ich kürzlich für M. angefordert hatte, ist leider verschwunden. Zumindest vorübergehend, denn dass im Haushalt Dinge verlegt werden und manchmal erst Wochen später wieder auffindbar sind, kommt häufig und immer öfter vor. Ich hoffe, die Libanon-Zeder wird innerhalb der Rezensionsfrist wieder zum Vorschein kommen. Ansonsten muss ich die Beurteilung anhand meiner Erinnerung an das Stück formulieren, das ich ja schon einmal, nach dem Auspacken, in Augenschein genommen hatte. Zumindest was die Symbolik der Baumart und das Baumsymbol an sich angeht, dürfte mir das nicht schwerfallen. Und auch die Verwendbarkeit und die Möglichkeiten, es als Kleidungsaccessoire einzusetzen, kann ich eigentlich ganz gut differenzieren. Allerdings hätte ich gerne auch die Erfahrung mit dem konkreten Tragen mit eingearbeitet. Das muss dann im ungünstigsten Falle ausbleiben.

Unwahrscheinliche Zeiten fördern Kreativität

Und die jüngste Handarbeit, konkret das vierte von vier Armbändern, die ich in den letzten Tagen sukzessive hergestellt hatte, konnte ich heute fertigstellen. Am Abend waren alle vier auch schon aus dem Ölbad geholt und können jetzt erst einmal ein paar Tage trocknen. Dann steht dem Einfädeln nichts mehr im Wege. Natürlich wäre es klasse, wenn ich gerade jetzt, in den hochsommerlichsten aller Tage, neue Projekte dieser Art angehen könnte. Bin mal gespannt, ob sich Interesse regt und die Menschen noch an etwas anderes als Urlaub und Hitzeschutz denken können. Generell mag ich solche Tage, z. B. auf dem Höhepunkt des Hochsommers, in der Fastnachtszeit, in der Weihnachtszeit oder der Zeit zwischen den Jahren. Diese Zeiten sind ganz unterschiedlich, haben aber eine unwahrscheinliche Ausstrahlung als Gemeinsamkeit. In unwahrscheinlicher Umgebung sind oft besondere kreative Leistungen möglich. Vielleicht weil sie vom Alltagsdenken abstrahieren und ganz unbefangene Herangehensweisen und Denkansätze dann möglich sind.

Handarbeit im Umfeld des Gartens

Es ist schon enorm, wie viele Hitzetage in Folge, und das verteilt über jetzt schon mehrere Wochen, wir in diesem Sommer erleben. In der Form, so glaube ich mich zu erinnern, hat es das tatsächlich noch nicht gegeben. Es waren sonst nur kurzfristige Inseln mit wirklich heißen Temperaturen, dann aber immer im Wechsel mit abgekühlten Phasen und Regen. Das hier ist schon ein Hitzesommer, der an das anknüpft, was in Spanien oder Portugal wohl schon vor Jahren Normalität war. Wir müssen uns einfach darauf einstellen, vor allem, weil sich solches wohl immer öfter einstellen wird. Trotz der Hitze genieße ich die Holzarbeit im Freien, die bis zum späten Nachmittag noch ganz angenehm im kühlen Schatten des Hinterhauses möglich ist und erst später dann schweißtreibend wird. Durch die jetzt schon hohen Gartenbäume, die gemessen an der Fläche des Gartens zudem eigentlich zu dicht stehen, haben wir aber gerade im Hochsommer ohnehin ein schattiges Plätzchen, das fast vollständig mit Baumkronen überdacht ist, die sich teils sogar überlagern. Daraus entsteht in sehr angenehmes Mikroklima, das diese Handarbeit im Umfeld des Gartens zu einem Erlebnis werden lässt.

Mehr- und Fleißarbeit in der Wunschbaum-Manufaktur

Den Ersatz für den gestern falsch weiterverarbeiteten Stab aus Kastanienholz habe ich heute gleich hergestellt. Natürlich war das ärgerlich und mit einem unverhältnismäßigen Mehraufwand, dem erneuten Einrichten der Maschine u. s. w. verbunden. Aber es war eben auch unvermeidlich, weil ich mit der Arbeit weitermachen wollte und diese Grundlage eben gefehlt hat. Auch dieser zweite Stab war nicht einfacher herzustellen, wegen der bekannten Besonderheiten des Esskastanienholzes. Aber das Ergebnis war letztlich doch sehr zufriedenstellend, sehr exakt und gleichmäßig gearbeitet, was das Wichtigste für das Herstellen der Perlen ist. Und mit den gleich vier Armbändern, die ich gerade in Arbeit habe, bin ich bis zum Abend auch gut vorangekommen. Es fehlt noch das Glätten der Kanten aller kleinen Perlen. Eine Fließarbeit, deren Abschluss aber jetzt schon ganz gut absehbar ist.

Falsche Perlenlänge nach dummer Verwechslung der Maße

Die Fortsetzung der Holzarbeit am Nachmittag hat Spaß gemacht, bei fast unverändert moderat warmem Sommerwetter – und zum ersten Mal für diese Saison überhaupt an meinem Arbeitstisch hinterm Haus. Leider ist mir beim Sägen des ersten Stabs ein Konzentrationsfehler passiert, den ich erst bemerkt hatte, nachdem ich mit dem zweiten Stab beginnen wollte. Ich hatte die Perlenlänge des zweiten auf den ersten Stab angewandt – mit dem Ergebnis, dass die Perlen für dieses Armband zu kurz sind. Ich werde diese sauber gearbeiteten Perlen zwar irgendwann für ein anderes Projekt verwenden können. Aber den Stab und das Sägen der Perlen muss ich tatsächlich wiederholen. Ziemlich viel Mehraufwand, den ich mir lieber erspart hätte. Aber da muss ich jetzt durch -hoffe nur, dass mir ein so ärgerlicher Fehler nicht noch einmal passiert.

Holzlastige Manufaktur ist eine wahre Freude

Nach einigen Wochen war das wieder ein sehr holzlastiger Tag. Allerdings nehme ich die Wunschbaum-Manufaktur selten als Last wahr, es ist um diese Jahreszeit ein wahre Freude, wenn ich mich auf das Material und seine Eigenarten, seine Energie und Ausstrahlung konzentrieren und intensiv damit arbeiten kann. Vor den insgesamt 5 Stäben habe ich heute auch meine Vorräte an Kanteln aus Holunder aufgefüllt. Dafür muss ich immer die Kreissäge hervorholen, um aus größeren getrockneten Abschnitten die Kanteln mit etwa 22 cm Länge herauszusägen. Ich bereite meist so 8-12 von jeder Holzart, die ausgegangen ist, vor. Das reicht eine Weile, bis irgendwann alle verbraucht sind ich wieder für Nachschub sorge. Bei über 40 Holzarten, die ich in ganz unregelmäßiger Verteilung bearbeite, ist auf dem Gebiet eigentlich immer etwas zu tun. Das Drechseln der Stäbe ist dann natürlich die eigentliche Herausforderung. Die Holunder-Stäbe und auch der aus Linde und Eberesche gingen recht problemlos und ziemlich gleichmäßig, ohne viel Korrekturbedarf, von der Hand. Aber der aus Esskastanienholz war wie eigentlich immer, sehr schwierig herzustellen. Ich habe tatsächlich auch zwei Anläufe benötigt, weil der erste, schon zur Hälfte bearbeitete Stab nicht geeignet war. Der hatte genau in der Mitte eine Art Astloch, das den Stab instabil machte und das zudem zu viel Materialverlust bedeutet hätte. Ich musste deshalb eine andere Kantel als Ersatz hervorholen, die dann ganz gut zu verarbeiten war.

Sommerliche Holz-Manufaktur und eine künftige neue Wunschbaum-Art

Es ist recht stimmig und mir gerade sehr willkommen, dass bei dem warmen, aber nicht zu heißen Sommerwetter gleich vier Armband-Symbolformen herzustellen sind. Gerade der erste Arbeitsschritt, das Herstellen der gleichmäßigen Stäbe an der Drechselmaschine, ist bei so schönem Sommerwetter einfach am besten aufgehoben und geht dann wie selbstverständlich von der Hand. Wohl weil das Holz dann seine Nähe zum Sonnenlicht ausspielen kann und sich diese Nähe auf die Bearbeitung überträgt. Insofern freue ich mich besonders auf diesen ersten Arbeitsschritt, danach kann ich zum ersten Mal für diese Saison meinen Arbeitstisch hinterm Haus aufbauen. Beim letzten Mal war mir das Wetter noch zu unstet, weshalb ich den Kelleratelierarbeitsplatz noch vorgezogen hatte. Aber bei richtigem Sommerwetter lässt sich die langwierige Feinarbeit auch sehr schön im Freien durchspielen, bis zum späten Abend. Beim Besuch heute Vormittag beim Bienenhaus, wo ich V. beim Entnehmen schwer mit frischem Honig gefüllter Waben behilflich war, sind wir u. a. beim Míspel-Baum stehen geblieben, der gerade im Sommer in seiner urig-verdrehten Wuchsform besonders atmosphärisch wirkt. Und ich habe daran erinnert, dass ich schon einmal auf ein Armband aus Mispel-Holz angesprochen wurde, ich aber dem Wunsch nicht entsprechen konnte, weil ich eben von dieser Art kein verwertbares Holz vorrätig habe. Dabei ist dann der Plan entstanden, von unserem sehr verzweigten Baum doch einige tief liegende Äste zu entnehmen. Den Baum insgesamt und auch die wesentliche Grundform seiner niedrigen Krone wird das nicht sehr stören. Und ich habe aber die Chance, einige Kanteln Mispel-Holz zu gewinnen, aus denen ich 1-2 Jahre später, nach dem Trocknen das erste Wunschbaum-Armband aus Mispelholz werde herstellen können. Mal sehen, vielleicht können wir diesen gezielten Rückschnitt des Mispel-Baums noch in diesem Sommer durchführen. Vielleicht aber auch erste, nachdem die Früchte abgeerntet wurden, im Spätherbst oder Winter.

Erholsame Auszeit unter sommerlichen Linden

Den Traditionsmarkt, neben der schon früher terminierten Gartenausstellung der erste eigentliche Antikmarkt des Jahres, konnte ich heute mit M. besuchen. Und A. ist wie in den Vorjahren auch noch dazugekommen. Ich bin sehr froh, dass wir das heute realisieren konnten, nachdem Ausflüge der Art zuletzt nicht mehr selbstverständlich waren und wir solche Vorhaben ohnehin nur noch kurzfristig beschließen können. Aber das war eben heute möglich, bei schönem, nicht zu knallig heißem Sommerwetter. Und auf diesem quadratisch mit Linden bewachsenen Marktplatz in W. ist das immer ein eindrucksvoller und auch stimmungsreicher Auftakt der Marktsaison. Eine Gelegenheit, Leute zu treffen, die ebenfalls regelmäßig und schon lange den Markt besuchen, aber auch Bekannte von früher, die wir schon länger nicht mehr gesehen haben. Ich finde solche Ereignisse sehr erholsam, weil sie im Freien bei schönem Wetter stattfinden, weil sich dort wirklich Interessierte zusammenfinden und weil es einfach eine Abwechslung vom Alltag darstellt, bei der man einmal nichts Zweckmäßiges in Erwägung ziehen und effektiv verfolgen muss. Ganz ohne solche Auszeiten ist es wohl schwierig.

Auf der Suche nach dem Erfolgsrezept der schwarzen Maulbeere

Eigentlich wollte ich heute wieder nach den Maulbeeren sehen, weil ich davon ausgegangen war, dass sie zwei Wochen nach der ersten Sichtung halbreifer Beeren jetzt doch endlich einmal eine erste Ernte möglich machen sollten. Aber V. hat mir gestern schon mitgeteilt, dass sich tatsächlich nichts mehr getan hat. Die Reifung der Maulbeeren steht tatsächlich seit über zwei Wochen still und es sind auch keine neuen hinzugekommen, das vollständige Ausblieben in einer Hälfte der Krone inklusive. Das entspricht genau meiner eigenen Beobachtung. Das ist irritierend und unverständlich und natürlich sehr enttäuschend. Ich dachte eigentlich, das richtige Maß und den passenden Zeitpunkt für den Rückschnitt weit vor Beginn des Knospens ausfindig gemacht zu haben. Auch bin ich dabei wieder sehr sorgfältig und behutsam vorgegangen. Aber das allein scheint es nicht zu sein. Es muss noch weitere Einflussfaktoren geben, die den Fruchterfolg des Maulbeerbaums beeinflussen. Ein komplizierte und für mich noch nicht durchschaubare botanische Besonderheit. Vielleicht gelingt es mir zu Lebzeiten ja noch, das Geheimnis des Maulbeerbaums und das Erfolgsrezept der schwarzen Maulbeeren zu lüften.

Auf ein gesundes Gleichgewicht im Garten hinarbeiten

Beim abendlichen Rundgang durch den Garten und ums Haus wirken gerade die Gartenbäume in dieser Zeit des Jahres sehr dominant auf mich. So präsent und majestätisch wie in diesem Sommer erschienen mir insbesondere die hoch hinaus gewachsenen Bäume, der Walnussbaum, der Ginkgo und die ältere der beiden Gleditschien noch nie. Alle drei haben gewaltig an Höhe und Ausdehnung der Krone zugenommen. Wenn ich den Ginkgo heute mit dem von vor 10 Jahren vergleiche, als ich ihn noch mit einer parallel zum Stamm eingeschlagenen flexiblen Eisenstange stützen musste, so ist er kaum mehr wiederzuerkennen. So hochgewachsen, so zahlreich verzweigt, vor allem mit so starkem Stamm präsentiert er sich jetzt. Noch mehr zugelegt, innerhalb weniger Jahre, hat die Gleditschie, die mir bis vor einigen Jahren noch wie eine zarte Baum-Elfe erschienen war, die aber auf einmal einen enorm starken Stamm und unbändig in alle Richtungen wachsenden Seitenäste bekommen hat. Dabei habe ich ihn jedes Jahr aufs Neue kräftig zurückgeschnitten, insbesondere die tief liegenden Seitenäste herausgenommen. Aber jetzt ist der nächste notwendige Rückschnitt im Frühjahr nächsten Jahres schon erkennbar. Ich achte darauf besonders, da diese Bäume, bei aller Majestät sonst zu viel Schatten werfen und alle lichthungrigen Pflanzen unter ihnen verdrängen. So ist es schwierig geworden, im Kronenschatten der Bäume noch Kräuter oder Sommerblumen zu pflanzen, die kaum noch eine Chance zu gedeihen haben. Wir arbeiten noch daran, einen gesundes Gleichwicht in der Bepflanzung und Verteilung der Pflanzen im Garten langfristig hinzubekommen.

Zu heißer Sommer schränkt die fotografische Aktivität ein

Ein Nachteil eines so hitzigen Sommers ist, dass ich kaum dazu komme, die sommerliche Entwicklung der Bäume fotografisch festzuhalten. Es ist nicht nur der Mangel an Zeit und Muße, letztlich ist es um die Mittagszeit einfach zu ungesund, sich länger bei praller Sonneneinstrahlung durch die Landschaft zu bewegen. Und länger muss es zum ergebnisreichen Fotografieren schon sein. Da muss ich mir schon Zeit lassen, um mit großer Aufmerksamkeit die Besonderheiten der jeweiligen Zeit und des jeweiligen Vegetationsstatus im Detail festzuhalten, die richtigen Einstellungen und Perspektiven zu finden, das passende Licht abzupassen. Ich hoffe, mit etwas moderaterer Wärme wird das demnächst doch noch möglich sein. Ich fürchte, sonst geht mir gerade diese sommerliche Hochzeit in Punkto Baumfotografie-Portfolio durch die Lappen. Ich hätte für diese Jahreszeit noch einiges dem Portfolio hinzuzufügen, das im sommerlichen Motivbereich noch an Umfang zulegen muss.

Vom Hegen und Pflegen des Maulbeerbaums

Der Sommer könnte jetzt doch noch in eine angenehme Phase übergehen. Maximal 30 Grad bei ziemlich durchgehendem Sonnenschein und etwas Wind sind schon sehr gute Voraussetzungen dafür. Und wesentlich angenehmer als vieles, was wir zuletzt erlebt haben. Das moderat warme und helle Hochsommerwetter sollte nun auch dem Maulbeerbaum guttun. Und die Maulbeeren hoffentlich zur Reife bringen. Ich werde das am Samstag noch einmal in Augenschein nehmen und dann vielleicht den ersten kleine Eimer der Früchte abpflücken. Einige abgestorbene Äste, ausgerechnet einige der tiefliegenden und weit herunterreichenden, werde ich außerdem absägen müssen. Das Pflücken wird auch deshalb wohl mühsamer werden als im Vorjahr. Und auch nicht so ergiebig. Aber eine zumindest kleinere Menge neuer Marmeladengläser würde ich mir nach dem Hegen und Pflegen des Maulbeerbaums doch auch in diesem Jahr wünschen.

Widerstandskraft angesichts der großen Hitze

Wahnsinn, der Sommer ist in seiner Frühphase, die wie ein vorgezogener Hochsommer wirkt, sehr hartnäckig. Aber immerhin sind die Temperaturen mit rund 30 Grad vergleichsweise moderat geworden und lassen nur phasenweise den Schweiß treiben, was in den Vortagen ja Dauerzustand war. Die Sommerblumen leiden unter solch intensiver und langanhaltender Sonneneinstrahlung natürlich massiv. Manche der gerade erst erschienenen Blüten, etwa bei unserer blauen Fächerhortensie, sind innerhalb weniger unbeobachteter Hitzetage verdorrt und auch bei den täglich unter Beobachtung stehenden müssen wir sehr achtsam sein, um ein Vergehen zu vermeiden. Auch an den Bäumen wird diese Rekord-Hitze-Periode nicht spurlos vorüber gehen. Ich hoffe aber sehr, dass insbesondere die Gartenbäume nicht dauerhaft unter Stress stehen werden und über den Sommer eher an Stärke und Widerstandskraft gewinnen.

Rückschritte aufholen in einem globalen Klima der Depression

Wie sich die kunsthandwerkliche Arbeit mit den Holzarten des Baumkreises und verschiedenen Wunschbaum-Arten während des Sommers entwickelt, bleibt spannend. Derzeit sind die meisten mit der ungewöhnlichen Hitze beschäftigt. Wenn die gegangen ist, bleibt die ausgeprägte Krisenstimmung, die allein Grund für Unentschlossenheit und Aufschieben ist. Überhaupt nimmt die Desorientierung und Interesselosigkeit an fast allem zu. Ich hätte nicht gedacht, dass selbst das eigentlich zeitlose Baum-Thema einmal davon betroffen sein könnte. Zurzeit allerdings und auch in den letzten Jahren phasenweise scheint und schien es aber so. Natürlich kann man gegen solche übergreifenden, tief verankerten und sich über einen längeren Zeitraum langsam entwickelten Depressionen und Demotivationen nicht direkt und gezielt etwas tun. Selbst Gegensteuern ist schwierig. Aber wir sind gerade jetzt aufgerufen, neue Wege zu finden und möglichst zu vermitteln und zu teilen, die uns wieder zurück auf einen aufbauenden, fortschrittlichen Weg der Zukunftsgestaltung bringen. Da haben wir sehr viel aufzuholen, was vor längerer Zeit schon einmal entwickelt war, durch unvorstellbare hartnäckige und immer wiederkehrende Turbulenzen aber verschwunden zu sein scheint.

Günstige Bedingungen für gute Maulbeerenernte sind ein Rätsel

Gestern war es mir einfach noch zu heiß, aber heute Vormittag habe ich es dann doch gewagt, nach einer Woche dem Bienenhaus und meinen Maulbeerbaum einen Besuch abzustatten. Eigentlich mit dem Vorhaben, endlich das erste Eimerchen Maulbeeren abzupflücken. Dafür hatte ich extra noch eine Stehleiter von zuhause mitgenommen, die fürs erste geeigneter ist als die lange Ausziehleiter. Zu meiner großen Überraschung hat sich bei den Maulbeeren seit der vorangehenden Woche überhaupt nichts verändert. Immer noch sind die vorhandenen Früchte grün, weiß oder vereinzelt schon hellrot ausgefärbt. Aber reife, d. h. bei dieser Sorte schwarze waren überhaupt nicht dabei. Es scheint, dass das Hitzeklima dem Baum wider Erwarten keinen Anschub gegeben hat. Ganz anders, als ich erwartet hatte. Bei so viel Sonne, sollte die Zuckerproduktion doch auf Hochtouren laufen und die Früchte schneller reif werden. Aber es hat sich gar nichts verändert. Leider auch an der Zahl der Früchte nicht. Teile der Krone scheinen auf den ersten Blick fast frei von Früchten, und bei anderen sind sie zwar von Nahem betrachtet gewachsen, aber eben ziemlich spärlich verteilt und noch nicht ausgereift. Im Vorjahr konnte ich fast täglich neue Beeren pflücken, wobei die ganze Ernte schon im Juni abgeschlossen werden konnte. Und jetzt sind die Maulbeeren Ende Juni noch gar nicht erntereif. Das soll jemand verstehen. Ich hoffe, irgendwann hinter das Geheimnis dieser Baumart zu kommen und zu verstehen, welche Bedingungen für eine reiche Ernte förderlich sind.

Saarländischer Hitzerekord schon wieder passé

Der deutsche Hitzerekord, der gestern noch dem heimatlichen Saarbrücken verortet wurde, ist heute schon durch eine Stadt in Sachsen-Anhalt abgelöst worden. Aber belastend und ungewöhnlich dürfte diese langanhaltende Hitzephase wohl für alle europaweit und besonders innerhalb Deutschlands sein. Gut ist, dass das Ganze wohl vorläufig seinen Höhepunkt überschritten hat und bald durch heftige Gewitter abgelöst wird, die dann Abkühlung und Normalisierung bringen sollen. Danach kann es sommerlich entspannter weitergehen. Ich hoffe, die Hitze draußen wird gewisse hitzige Dysbalancen und interne Konflikte nicht auch noch weiter aufheizen. Und ich hoffe, dass die Pflanzen, eigentlich Profiteure von viel Sonnenlicht, durch das Zuviel an aggressiver Sonneneinstrahlung keine Schäden davontragen werden. Ganz besonders hoffe ich das für die Bäume, bei denen sich solche Hitzefolgeschäden oft erst im Folgejahr zeigen.

Baum-Symbol in Form eines Edelstahl-Pins

Der kleine Pin aus goldfarbenem Edelstahl, den ich M. geschenkt habe, ist heute angekommen. Ich fand ihn ganz niedlich, weil er eine stark stilisierte Libanon-Zeder als silhouettierte und ausgeschnittene Form zeigt. Ziemlich klein und auch nicht besonders perfekt in der Hochglanzpolitur, aber es stellt doch etwas Zeitloses und auf einem Blick Erkennbares dar. M. hat den Pin bisher noch nicht getragen. Ich bin aber gespannt, wie er sich zur Alltagskleidung kombinieren lässt. Bei so etwas, was ich sonst vielleicht nicht beachten würde, kommt eben doch meine Leidenschaft für die Bäume und ihre formalen Aspekte und symbolischen Darstellungen durch. Und diesmal handelt es sich ausnahmsweise einmal nicht um einen Weihnachtsbaum-Pin, von denen M. auch so einige während der Weihnachtszeit zur Verfügung hat und ansteckt.

Sommerliche Ausdehnung in kosmische Weiten

Wie erwartet noch ein weiterer Hitzetag, an dem man sich fast schon an den Zustand gewöhnt hat. Auf den Straßen sind die Menschen schon vollständig auf Hochsommer eingestellt und entsprechend locker leicht gekleidet. Könnte sein, dass sich das nach einigen Tagen zu einem angenehmen Sondererlebnis entwickeln wird. Und doch sind im familiären Umfeld die Wogen hochgeschlagen und ebben zwischendurch ebenso unwahrscheinlich wieder ab, so ein Hin und Herr, ein Auf und Ab des Unerwarteten und Unerwartbaren, für das jeder eine neue, weil noch nie dagewesene Auflösung suchen muss. Nur die Bäume und anderen Grünpflanzen ist das einerlei. Die tanken in diesen Tagen einfach nur viel Sonne, treiben ihre Photosynthese auf einen Höhepunkt hin und greifen so immer weiter in Richtung der kosmischen Weiten, bevor sie sich irgendwann im Laufe des Herbstes wieder in Richtung der Erde und irgendwann dann auch bis unter ihre Oberfläche zurückziehen.

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Der vollen Sonnenwirkung ausgesetzt

Noch vor zwei Wochen hätten wir wohl nicht voraussehen können, dass wir eine sommerliche Phase mit solcher Hitze erleben würden. Das sind jetzt die wohl heißesten Tage des Jahres, und es sind einige Tage hintereinander mit nahezu gleichmäßiger Sonneneinstrahlung und hohen Temperaturen, die vielleicht an der 40 Grad Marke kratzen werden, was für unsere Bereiten durchaus Rekordwerte bedeutet. Ich hoffe, unsere Sommerblumen werden überleben. Einige Arten, die ich abends besonders intensiv wässern muss, scheinen damit Schwierigkeiten zu haben und wirken gegen Abend wie verdorrt. Bisher konnten sie sich bis zum nächsten Morgen immer noch erholen. Hoffen wir, dass es so bleibt und auch die Gartenbäume den Punkt nicht erreichen, ab dem sie unter der Trockenheit und heftigen Sonneneinstrahlung leiden. Denn den Schatten werfen sie überwiegend auf die anderen Pflanzen, während sie selbst von himmelwärts der vollen Sonnenwirkung ausgesetzt sind.

Ein Einundzwanzigster mit willkommener Erholungsfunktion

Der Einundzwanzigste hatte im Vergleich zu den letzten zwei Wochen zumindest einen erkennbaren Erholungscharakter. Ein bisschen Erholung war auch notwendig, um die Energie zehrenden Anstrengungen der jüngsten Zeit zu kompensieren. Aber ruhigeres Herangehen war natürlich auch wegen der Hitze draußen naheliegend. Die Mäh- und Gartenarbeit gestern hatte ich überwiegend am Vormittag erledigt. Heute war die drückende Hitze dagegen schon früher präsent und hat sich im Tagesverlauf verfestigt. Vermutlich wird das noch mindestens zur Wochenmitte sich fortsetzen. Beschweren darüber will ich mich aber nicht, freuen wir uns doch alle darüber, dass der Sommer endlich angekommen ist. Ich hoffe, die Maulbeeren werden das konstant warme Wetter und die Sonne nutzen, um rasch und möglichst zeitlich so ausgedehnt wie im Vorjahr dazu nutzen, auszureifen und hoffentlich auch noch zahlreicher zu erscheinen. Dann hätte ich einen Anhaltspunkt für die Zukunft, in welcher Form und in welchem Umfang ein Rückschnitt des Baums möglich ist, ohne seinen Fruchtertrag zu gefährden. Ich bin ja schon froh, dass es nach dem guten Vorjahr überhaupt gleich wieder Maulbeeren gab.

Ein Tag für hochsommerliche Mäh- und Gartenarbeit

Die brütende Hitze dieser Tage hat es erforderlich gemacht, ganz früh zum Mähen der Wiese aufzubrechen. Dass das heute sein musste, war klar, nachdem wir es wochenlang aus unterschiedlichen Gründen immer wieder verschieben mussten. V. hatte ja große Bedenken, dass das bei dem hochgewachsenen Gras überhaupt funktionieren könnte, hatte schon fest den Einsatz der Elektrosense eingeplant und das Gerät auch schon betankt. Aber dann hat sich herausgestellt, dass der Rasenmäher ohne Antrieb die Aufgabe genauso gut, wenn nicht besser erfüllen konnte. Ich habe das Gelände dann in schmalen Streifen und auch mehrfach vorwärts und rückwärts abgemäht. Das funktionierte ganz gut, und jetzt liegt alles schön sauber und glatt da. Irgendwie beruhigend, zumal die Honig- und Baumobstsaison erst noch bevorsteht und wir uns dann dort besser bewegen können. Natürlich habe ich noch vor dem Mähen nach dem Maulbeerbaum gesehen und festgestellt, dass das Blätterdach schon ziemlich dicht gewachsen ist und der Baum seinen typischen Schatten wirft. Und auch, dass es schon Maulbeeren gibt, allerdings weniger als im Vorjahr, und später an sind sie im Vorjahresvergleich auch. Die meisten sind noch nicht reif, einige der tief liegenden Äste sind abgestorben und leider waren nur mit der kleinen Stehleiter kaum reifen Beeren zu erreichen gewesen. Ich werde deshalb in einigen Tagen nochmal nach dem Baum sehen und dann hoffentlich schon mehr Erfolg haben. Ich hoffe, es wird am Ende der Saison doch noch für zwei Dutzend neue Gläser mit frisch gekochter Maulbeermarmelade reichen. Am Nachmittag habe ich zuhause noch den wuchernden Kirsch-Lorbeer zurückgeschnitten und, um den Pfad zur Komposttonne frei zu machen auch die Eibenhecke auf der anderen Seite. Am Ende war ein großer Grünschnittsack wieder ziemlich gefüllt. Aber die wichtigsten Rückschnittaktionen für den Hochsommer, nach der Efeuhecke letzte Woche, sind damit auch wieder erledigt.

Moderater Hitze-Arbeitstag mit Aussicht auf ein Garten-Wochenende

Ja, das ist jetzt richtiger Sommer, mit den ganzen Tag über anhaltender Hitze. Ich musste allerdings kaum vor die Tür, habe eine Reihe aufgeschobener Routinen abgearbeitet und konnte insofern gut mit der Hitze leben – bei schon am Morgen weitgehend heruntergelassenen Jalousien. Die Mähaktion rund ums Bienenhaus, die wir nun schon seit einigen Wochen immer wieder aufschieben musste, werden wir morgen aber wohl endlich durchziehen. V. muss eigentlich nur dabei sein, um den Standort der Gartengeräte zu finden. Ansonsten hoffe ich, das relativ zügig durchführen zu können, bevor die ganz große schwüle Hitze aufkommt. Wahrscheinlich werde ich die Motorsense fürs Grobe verwenden und den Rasenmäher nur für einen glatteren Schnitte danach. Denn nur für den Rasenmäher ist das Gras einfach schon zu hochgewachsen. Was mich aber eigentlich interessiert, werden ich Anschluss in Augenschein nehmen können: Ob der Maulbeerbaum schon Maulbeeren trägt und ob wir in diesem Jahr erneut mit einer nennenswerten Maulbeerenernte rechnen können.

Der erste Hitzetag des Jahres

Das war heute wohl der erste wirkliche Hitzetag des Jahres. Die Sonne war auch relativ gleichmäßig, nur am frühen Nachmittag gab es einen kurzen Einschnitt. Wenn man aber vom abgeschatteten Innenbereich nach draußen kam, schwabbte einem diese mauerartige Hitze entgegen, wie man das von den absolut brütenden Hochsommertagen kennt. Unsere Kübelpflanzen und Sommerblumen benötigen jetzt natürlich viel Regenwasser, das ich am Abend verteile und das unsere Regenwasserreservoirs schon ziemlich stark schröpft. Die immergrünen Gehölze, wie z. B. der Efeu oder der Kriechwacholder vorm Haus, vertragen bis jetzt die trockene Hitze noch gut, zumal wir zuletzt ja viel Regen hatten und noch einiges an Feuchtigkeit eingelagert sein sollte. Nur zu lange darf die Trockenheit und intensive Sonneneinstrahlung natürlich nicht andauern. Irgendwann ist dann der Punkt erreicht, ab dem die Bäume leiden. Und dann haben wir in den Folgejahren wieder Schäden u. a. durch den Borkenkäfer zu beklagen, der hitzegeschädigte Bäume besonders stark befällt.

Konzentrierte Anstrengungen rund um Content, Design und Technik

Die Projektarbeit oder das, was ich tagelang liegenlassen musste, konnte ich jetzt doch zum größeren Teil relativ rasch abarbeiten. Das ist mindestens beruhigend, denn es stehen noch zahlreiche restliche Aufgaben an, und natürlich kommen auch wieder neue dazu. Insofern ist es gut, das Ufer wieder in Sichtweite zu haben. Ich hoffe, endlich wieder kreativere Aufgaben verfolgen zu können und bald auch ein neues Projekt in die gestalterische Phase überführen zu können. Denn zu viel Schwerpunkt auf der Contententwicklung wirkt eben auf Dauer auch ermüdend. Für mich spannend und erstrebenswert ist immer ein möglichst ausgeglichenes Verhältnis zwischen Content, Design und Technik. Bezüglich des Contents, sowohl im Bereich Text, als auch im Bereich der präsentativen Formen bin ich grundsätzlich leicht überlastig. Das liegt aber auch an den parallellaufenden privaten Projekten, u. a. am Baumtagebuch, aus denen eben kontinuierlich Content hervorgeht. Ein beständiger Content-Strom, der nie abreißt. Wenn dann Content über die Agenturarbeit hinzukommt, ist der Schwerpunkt schon einmal ausgefüllt. Vor dem Hintergrund sind Gestaltungsaufgaben für mich echte Erholung, schon wegen des Abwechslungscharakters, aber auch wegen des Kür-Charakters dieser auf dem entwickelten Content aufbauenden Gestaltungsprozesse. Und wenn Inhalt und Gestaltung so aufeinander aufbauend schlüssig sind, ist die technische Umsetzung nicht weniger erholsam und irgendwie auch wie eine Belohnung für die vorangehenden konzentrierten Anstrengungen.

Bio-Wetter-Leiden und eine Wiederholung des Baumobstvorjahrs

Anders als angekündigt kam auch heute der Sommer nicht wieder von seiner angenehmen Seite zum Vorschein. Stattdessen herrschte eine Mischung aus Kühle am Vormittag und drückender Schwüle zum Abend hin. Und relativ wenig Sonne, wegen der ziemlich dichten Wolkendecke. Und setzt sich das Bio-Pflanzen-Wachstumswetter fort, während wir Menschen eher leiden uns den trockeneren, weniger extremen Sommer zurückwünschen. Immerhin ist beim Baumobst mit den Kirschen schon die erste Art zur Reife gelangt. An unserem noch kleinen Kirschbaum konnten wir etwas ernten, nach einer weiteren Pflückung sollte der dann aber auch schon abgeerntet sein. Was als Nächstes kommt, ist schwer vorherzusagen. Vielleicht die Pfirsiche, die Nashis, dann die Mirabellen, dann die Zwetschgen, später die Äpfel. Es ist nicht auszuschließen, dass das ein wiederum gutes Baumobstjahr wird. Die Anzeichen stehen für eine Wiederholung des Vorjahres, nur vielleicht nicht ganz so ausgeprägt.

Der konkrete Kontakt zur Natur

Nach dem sehr unvorhergesehenen Intermezzo und Aufenthalt bei J. und W. konnte ich heute wieder nach Hause zurückkehren. Aber erst, nachdem wir eine Lösung für Js und Ws aktuelle Ausnahmesituation gefunden hatten. Das hat tatsächlich die ganzen 4 Tage an Organisation, Planung, Kommunikation, Recherche und Erfahrungsaustausch erfordert, die mein Aufenthalt währte. Da ich J. und W. professionell versorgt weiß, kann ich mich jetzt wieder meiner Projektarbeit und den anderen Aufgaben widmen, die den Aufgaben während des Aufenthalts dort nicht unähnlich sehen. Ich hoffe, dass wir auf dieser Grundlage mit hoffnungsvoller Aussicht auf eine Erleichterung weiterarbeiten und weiterleben können. Mir selbst hilft der konkrete Kontakt zu meiner natürlichen Umwelt – natürlich vor allem zu den Bäumen meiner Lebenswelt – sehr dabei, mich nach ungewöhnlichen Belastungssituationen zu erden, zur Ruhe zu kommen, die Gedanken zu sortieren. Und wenn ich dann noch positive Rückmeldungen zu den Ergebnissen meiner Wunschbaum-Manufaktur erhalte, gibt mir das eine zusätzliche Bestätigung bezüglich des Werts, den dieser Naturkontakt für das Lebens fast von uns allen haben kann.

Baum-Sonnenfänger im Einsatz

An diesem Sonntag habe ich W. nach zwei eher bescheidenen Tagen erstmals wieder in besserer Verfassung gesehen. Zumindest was die Sprache und Artikulation betrifft. Neue Erkenntnisse wurden zwar übers Wochenende kaum gewonnen, aber zumindest ist die Betreuung zufriedenstellend und unkompliziert zu nennen. Durchaus eine Überraschung, mit der ich nach Js und Ws Schilderungen und Einstellungen aus der Vergangenheit so eher nicht gerechnet hätte. Neben vielen organisatorischen Vorbereitungen und Überlegungen für das weitere Procedere habe ich Js am Nachmittag endlich das Fensterbild als Geschenk präsentiert, das ich kürzlich rezensieren durfte. Das runde Buntglasbild zeigt einen schönen stilisierten Baum in Glas-Mosaik-Optik und macht sich vor dem Fenster zum Garten hin sehr gut. Später werden wir es direkt an der Scheibe an dem dafür mitgelieferten Aufhänger befestigen können. Dann wird die Wirkung des durchscheinenden Sonnenlichts noch eindrucksvoller sein. Ich hoffe, J. wird sich lange während der hellen Jahreszeit daran erfreuen können.

Mit ungewohntem Terrain vertrauter werden

Nach der Erfahrung gestern bin ich an diesem Samstag schon mit Js Tagesablauf und den Verhältnissen im Haus einigermaßen vertraut, so dass ich Unterstützung leisten und W. zusätzlich in der Klinik besuchen konnte. Natürlich erfordert das Einiges an Improvisation und auch psychisch ungewöhnliche Anstrengung, um das komplizierte Ineinandergreifen verschiedener Temperamente, Kommunikationsgewohnheiten und Erwartungen in Einklang zu bringen – damit der Tag ordentlich organisiert werden kann. Aber das war auch geeignet, Js Alltag und Probleme etwas genauer und im Gespräch mit Js Bekannten besser verstehen zu lernen. Immerhin den Vorgarten konnte ich heute ein wenig begutachten – um erfreut festzustellen, dass die Gartenbäume dort und die Beetbepflanzung generell, in einem ganz ordentlichen Zustand sind. Zumindest darüber müssen wir uns vorerst keine größeren Gedanken machen.

Schock-Nachricht zwingt zu ungewohnten Aufgaben

Der Anruf von J. heute früh war ein ziemlicher Schock. Aber es war gleich klar, dass ich mich auf den Weg nach G. machen musste, um J. und W. in dieser Notlage zu unterstützen und bestimmte Dinge zu organisieren, um die Situation zu klären und Lösungen zu finden. Das hat mit einiger Anstrengung dann auch funktioniert, ohne dass die ganz große Katastrophe eintreten musste. Den Garten auch nur zu betreten, um einen Blick auf den Zustand der Gartenbäume dort zu werfen, war an diesem Tag noch gar nicht möglich. Zu sehr haben sich die Ereignisse überschlagen und zu sehr war ich an diesem Freitag mit ungewohnten Aufgaben gefordert.