Neues Ginkgo-Wunschbaum-Armband kommt

Morgen kann ich das erste Ginkgo-Wunschbaum-Armband einfädeln. Ich freue mich schon darauf, es öffentlich zu machen. Dazu habe ich heute schon einen kurzen Text für die Startseite des Wunschbaum-Shops geschrieben, der sich auf die einmalige Stellung der Art unter den Bäumen und ihre starke Symbolik bezieht. Fehlt eigentlich nur noch das freigestellte Foto des Armbandes. Ich bin eigentlich sicher, dass es Interessenten anziehen wird, einfach weil viele den Ginkgo und seine Reize kennen und zumindest ausschnitthaft von seiner botanischen Alleinstellung und seiner Rezeption in der Kunstgeschichte gehört oder gesehen haben. Schön daran ist für mich auch, dass das Holz eine warme und angenehm helle Oberfläche zeigt, die sich am Handgelenk wird gut tragen lassen.

Landwirtschaftliche Argumentationen

Wieder musste ich die Gleditschien heute vor dem Ertrinken retten. Das Ganze scheint kein Ende nehmen zu wollen. Aber die Landwirte und V., der in seiner Argumentation bisweilen an einen solchen erinnert, werden sich freuen, dass der Boden sich wieder richtig mit Flüssigkeit anreichern konnte. Nun darf das aber nicht zur Regel werden, sondern die Wärme und das Licht müssen zurückkehren. Schließlich wollen wir nicht, dass der Hochsommer völlig ins Wasser fällt.

Gegensatz und Ausgleich

Seltsamer Tag mit einem ständigen Hin- und Her des Wetters. Sommer stellt man sich gemeinhin anders vor. Und schlimmer noch, es soll noch einige Tage so weiter gehen. Hoffen wir, dass wir in unserer Ecke hier verschont bleiben von allzu viel trübem Himmel und Kälte. Heute musste ich schon das Wasser aus dem Aufbewahrungsbecken der kleinen Gleditschien entfernen, sonst wären sie darin geschwommen. Schlecht, wo sie doch eher Trockenheit bei viel Sonnenlicht bevorzugen. Bei den Früchten hätten wir jetzt eigentlich genug Feuchtigkeit. Da fehlt es dann an Wärme und anhaltendem Sonnenschein. Manchmal kann man ja solche Bauernregeln aufstellen: Wenn es jetzt so schlechtes Wetter gibt, in der eigentlichen Hochphase des Sommer, wird es vermutlich im Spätsommer umso schöner. Ich beobachte solche Ausgleichsentwicklungen häufig. Es ist so, als ob selbst in der Natur alles von Gegensatz und Ausgleich getragen wird.

Wicken-Elfe

Ein Ausflug über unbekanntes Hunsrückgebiet zu einem interessanten Ofenbauer hat fast den ganzen Tag ausgefüllt. Die Öfen in dem 300 Jahre alten Bauernhaus waren beeindruckend, teilweise schon sauber restauriert. Die meisten aber noch im desolaten Originalzustand, der aber ihr Potenzial und ihre Vorzüge erkennen ließ. Für uns überraschend, dass die antiken Öfen größtenteils viel schmucker und schmäler gestaltet sind, als wir dachten. Kaum einer, der die Höhe unseres italienischen Holzbrandofens erreichen würde. Aber obwohl uns einige der Exemplare, in einer nahe liegenden Scheune waren noch mal ca. 100 alte Öfen zu bewundern, uns sehr gefallen haben, konnten V. und M. sich letztlich aber doch nicht mit dem Gedanken anfreunden, auf unseren vorhandenen zu verzichten. Er wird deshalb umgebaut und in einen Holz sparenden, die Wärme gleichmäßig abgebenden und die Feinstaubbelastung reduzierenden Ofen umgewandelt. Durch den Umbau wird er enorm an Gewicht gewinnen und künftig wohl nicht mehr zum Säubern herausgerückt werden können. Aber er wird in seinem antik anmutenden Gewand eben ein moderner energiesparender Ofen sein. Insofern hat sich der Ausflug heute gelohnt. Skurril, im Ausstellungsraum des Ofenbauers brannte heute ein Ofen. Der Grund: Trotz der Sommerwärme draußen verbreiten die alten Gemäuer dieses Gebäudes eine unglaubliche Kühle, so dass der Ofen nicht ganz nutzlos war. Am Nachmittag konnte ich zumindest noch die Schlussstücke meiner drei aktuellen Armbänder abschließen. Die Restarbeit ist dann für den Start der neuen Woche reserviert. Endlich konnte ich auch meine jüngsten Wicken-Elfen-Bilder durchsehen. Die Qualität ist sehr wechselhaft. Ich habe jetzt aber einige Einstellungen und Perspektiven selektiert, die ich mit Stativ und besonders schönem Wetter nachstellen werde. Dann werden sicher auch einige microstocktaugliche Bilder herauskommen. Einen Eindruck der damit möglichen Szenen vermitteln aber auch schon diese Aufnahmen:

Wicke mit verstecktem Elf

Sonnen-Himmel-Holz

Ein recht erfolgreicher Holz-Arbeitstag. Immerhin habe ich die Perlen für 3 Armbänder bis zum Bohren fertig gestellt. Es fehlen jetzt noch die Schlussstücke, und natürlich das obligatorische Kantenglätten. Eine Arbeit für morgen Nachmittag und Montag. Besonders erfreut bin ich, dass sich der positive Eindruck des Ginkgoholzes bestätigt hat. Auch das Sägen mit der kleinen Kreissäge und das Bohren verliefen problemlos. Und die Perlen selber sehen klasse aus, vor allem die leichte Streifung bei dieser soften weiß-gelben Farbe vermitteln einen leichten und frischen Eindruck. Man glaubt die Sonnen wieder zu finden, die der Baum im Laufe seines Lebens in sich aufgenommen hat und durch die er zum Himmel wachsen konnte.

Gelungener Versuch mit Ginkgoholz

Heute habe ich, da ich ohnehin an der Drechselbank stand, endlich einmal einen Versuch mit dem Ginkgoholz durchgeführt – und war angenehm überrascht. Das Holz, wenn es in Blöcke gesägt ist, wirkt doch sehr leicht und spröde, was man beim Sägen schon feststellen konnte. Insofern hatte ich die Befürchtung, dass es eventuell schlecht berechenbar sein könnte. Aber zumindest das Drechseln hat gut funktioniert. Auch ist die Oberfläche nach dem Feinschliff schön geschlossen und dicht. Eine ganz feine Zeichnung bei einer hellen, weiß-gelblichen Farbtönung. Ich denke, nach dem Ölen wird es gut aussehen. Schwierigkeiten hat der Stab nur noch deswegen gemacht, weil die Abschnitte noch nicht vollständig durchgetrocknet sind. Da ist noch eine Restfeuchte, die beim Abspanen frei wird und zu einem leichten Verziehen führt. Aber das wird spätestens ab dem nächsten Jahr, wenn die Abschnitte gut abgelagert sind, nicht mehr passieren. Insgesamt also habe ich einen guten ersten Eindruck des Ginkgoholzes gewinnen können.

Zeit zum Experimentieren und Querdenken

Sommer-Herbst-Winter. So ungefähr könnte man die Eindrücke in punkto Wetter in diesen Tagen beschreiben. Ähnlich verrückt habe ich das selten erlebt. Und man weiß gar nicht mehr, was man denken soll. Gewöhnungsbedürftig. Und doch kann man sich eigentlich nicht wirklich daran gewöhnen. Aber auch eine gute Zeit zum Experimentieren und Querdenken. Auch zum Aufnehmen fremder Kreationen, was vielfach anregend sein kann. Dennoch freue ich mich auf die Holzarbeit am Wochenende, wenn ich mir die eher selten bearbeitete Hainbuche und die Linde vornehmen kann. Dann soll, passend dazu, auch die Sonne wieder da sein. Hoffentlich auch die Wärme. Schon allein, damit die Feigen reifen.

Baumschnitt-Theorien

In der Frage, wie mit dem Stamm- und Astwachstum bei jungen Bäumen umzugehen ist, gehe ich nie mit V. konform. Seine konstante Vorstellung: Bei allen Bäumen und jeder Situation soll man Verzweigungen vermeiden, sprich eine Astgabelung gleich wegschneiden, damit der Baum seine ganze Kraft in den einen vertikalen Trieb steckt. Das ist natürlich oft richtig, aber meines Erachtens nicht für jeden Baum. Auch kann es sinnvoll sein, die überschüssigen Äste erst noch zu belassen, um den Blättern die Gelegenheit zu geben, viel Sonnenlicht einzufangen und den Baum kräftig zu machen. Später lässt sich das dann immer noch entscheiden. Aber bei den kleinen Gelditschien tut mir das zu leid, zumal sie eine arttypische Form entwickeln und die Bäume jetzt schon wie Verkleinerungen des späteren Erwachsenen wirken. Sie sollen noch viel Licht tanken, über den Sommer, und dann werden sie auch den Winter gut überstehen.

Pfaffenhütchen und Geigenbau

Das war ein Tag, der ganz von meiner Leidenschaft für Hölzer geprägt war. Ein Geigenbauer aus München hat sich danach erkundigt, ob ich Pfaffenhütchenholz zur Verfügung stellen kann. Er benötigt das seltene Material zur Herstellung einer Viola nach historischem Vorbild. Und schön, ich konnte ihm da weiterhelfen. Nebenbei sah ich die Informationen aus der Baumliteratur bestätigt, dass solch exotische Arten in früheren Zeiten nicht selten für anspruchsvolle Kreationen mit Holz verwendet wurden. Heute ist das kaum mehr vorstellbar. Ich weiß aus eigener Rechercheerfahrung, dass bestimmte Hölzer im Handel einfach nicht zu erhalten sind. So ist meine Sammelleidenschaft der ausgefallenen Art auch in heutigen Zeiten nicht ganz ohne Bedeutung. Am Nachmittag dann eine neue Bestellung. Die Kombination von Hainbuche und Linde ist ebenfalls neu. Ich bin gespannt, wie die beiden Hölzer sich ergänzen. Kein Wunder, es war ein sonniger Tag, und das zieht die Beschäftigung mit Naturmaterialien meiner Erfahrung nach immer mit sich. Auch hier eine Bestätigung meiner langjährigen Beobachtungen.

Holzarbeit und Lichterfahrung

Die neuen Armbänder sind jetzt auch schon fertig. Apfelbaum und Ulme. Zwei schöne, in ihrer jeweiligen Art ausdrucksstarken Bäume und Hölzer. Die Arbeit an den Bändern ist über die Sommermonate eine Freude, weil ich sie überwiegend im Freien realisieren kann. Dann geht vieles leichter von der Hand, was bei klirrend kalten Temperaturen eine größere Energieaufwendung erfordert. Von den Tücken der künstlichen Beleuchtung unter Lichtstrahlern einmal abgesehen. Und die Bäume wie das Holz leben eben in ihrer Kernsymbolik vom Licht und der Sonne. Insofern ist die Arbeit am Holz im Sommer am stimmigsten. In den dunklen und kalten Monaten ist sie auf ihre reine Symbolik reduziert. Das Lebendige kommt dann aus der Erinnerung und der Erfahrung der vergangenen warmen Monate.

Kulturkonsum

Ein schöner Musicalabend, der eine ganze Reihe bekannter Nimsgern-Kompositionen zusammen gebracht hat. Die Atmosphäre dort am Strandbad ist schon einzigartig. Für die Künstler allerdings ist das nicht einfach, so im Freien. Auch der Applaus scheint dann in der weiten Landschaft zu zerlaufen. Aber ich hatte trotzdem den Eindruck, dass alle zufrieden waren. Vor allem kann man die Gedanken einmal in ganz andere, eher ungewohnte Richtungen lenken. So ein Kulturkonsumieren ist eben weniger anstregend als selber einen Beitrag zu leisten. Bei solchen Ereignissen bin ich dann meiner ersten Arbeitsstelle wieder ein Stück näher gerückt – und weiß genau, dass eine Fortsetzung damals keinen Sinn gemacht hätte. Heute vielleicht wieder, aber dann unter ganz anderen Voraussetzungen und Rahmenbedingungen. Meine Baum-Skulptur steht immer noch am Seerundweg. Und sie hat sich in diesen 12 Jahren kaum verändert. Mein Gott, 12 Jahre ist das schon her, unglaublich. Mein Konzept damals ging jedenfalls auf, mittlerweile ist sie regelrecht mit der Landschaft verwachsen. Nur die beiden Kirschbäume mit den dicken Stämmen, die stören eben doch die Rezeption. Ich bin sicher, die Robinien-Baum-Skulptur wird diese beiden Bäume noch überleben.

Anstrengungen zur Entschleunigung

Am Wochenende will ich ein weiteres Baumgedicht in meine Sammlung aufnehmen. Das wunderbare Gedicht von Rilke über die fallenden Blätter im Herbst. Wie alles von diesem Dichter sehr anrührend und unglaublich sprachgewaltig. Ich denke, diese Inhalte sprechen auch längerfristig die Baumfreunde an, weil sie einfach zeitlos sind und in der richtigen Situation mehr bewirken können als theoretisch differenzierte Inhalte. Die haben natürlich auch ihre Berechtigung. Aber wir leben eben in einer Zeit, die beschleunigt und einem immer schnelleren Rhythmus unterworfen erscheint. Ich versuche dem Rechnung zu tragen und gleichzeitig das zu vermitteln, worum es eben auch geht: Die Entschleunigung, also das Gegenteil, die der Beschäftigung mit der Symbolik der Bäume entspringen kann und von der lebendigen Verbindung zwischen dem Wesen der Bäume und dem von uns Menschen lebt.

Lichtpause

Es scheint den ganzen Tag schon ein Gewitter vor der Tür zu stehen. Aber es kommt nicht wirklich. Und irgendwie wirkt die Atmosphäre so, als ob der Sommer schon wieder zumindest eine Sonnenpause einlegen möchte. Schade, man hatte sich schon wieder an die Dauersonne gewöhnt. Eine Erholung möglicherweise für die Pflanzen und Bäume. Aber eher belastend für uns Menschen. Ich freue mich, dass selbst in dieser Ferienzeit einige auf Wunschbaum & Co aufmerksam werden und meine verschiedenen daran anknüpfenden Initiativen unterstützen.

Produktiver Sommertag

Was soll ich sagen: Wieder ein wunderbarer Tag. Obwohl alle, die unterwegs waren, unter der Schwüle stöhnten. Mit ist es so dennoch lieber als grau-in-grau, nass und kalt, wie wir es zuletzt erlebt haben. Mit meinen SEO-Maßnahmen bin ich heute ein gutes Stück weitergekommen. Mal sehen, ob ich es nach weiteren Anstrengungen mit wunschbaum.de irgendwann auf den Pagerank 4 schaffe. Das wäre ein großer Erfolg.

Der Sonne ausgesetzt

Das Blumengießen gehört in diesen Hochsommertagen zur angenehmen Routine am Abend. Die Bäume sind da schon genügsamer, zumindest die im Garten. Beim mittäglichen Gang über den Saardamm aber ist mir aufgefallen, dass die Sträucher und Bäume in freier Flur ziemlich unter der Wärme leiden. Obwohl wir doch einige Zeit intensiven Regens und nicht allzu hoher Temperaturen hinter uns haben, lassen die meisten ihre Blätter verdächtig hängen. So als ob sie kurz vor dem Austrocknen stünden. Ich hoffe, sie werden keinen Schaden nehmen und sich in den kühlen Nächten und kurzzeitigen Regenschauern die erforderliche Abkühlung und den Feuchtigkeitsnachschub holen, den sie brauchen. Insgesamt aber genieße ich die Sonne. Es ist schön, ihre Anwesenheit zu spüren, weniger sich schweißtreibend unter ihr zu bewegen. Da beneide ich die nicht, die andauernd unter freiem Himmel und weitgehend ungeschützt arbeiten.

Skurrile Gleditschienbäumchen

Die kleinen Gleditschien genießen förmlich die Sonne. Und sie haben skurrile, unregelmäßige Wuchsformen entwickelt. Die winzigen Stämmchen, kaum dicker als ein Streichholz, wachsen fast zickzackförmig in die Höhe. In Kombination mit den Dornen, die einige der Bäumchen schon tragen, wirkt das exotisch. Aber sie scheinen sich wohl zu fühlen. Und bei ungefähr der Hälfte bin ich mir auch sicher, dass sie den Winter überstehen werden und im kommenden Sommer einen weiteren kräftigen Wachstumsschub hinlegen werden.

Radikale Umschwünge

Gut, die Wassertanks haben sich jetzt wieder etwas aufgefüllt. Die Pflanzen konnten eine hitzefreie Pause einlegen, und wir Menschen unseren Gedanken hinterher hängen. Das reicht dann aber auch wieder. Und ich freue mich schon mal auf einen sonnigen Juli, der die Lebensgeister hoch hält und meine Sonnenenergiebilanz weiter verbessert. Anders als V. immer wieder behauptet, entwickeln sich die Feigen doch, wachsen beständig in die Dicke. Und es kommen kontinuierlich neue dazu. Natürlich können die nur dann essbar reif werden, wenn der Hochsommer kräftig warm und sonnig ausfällt. Und das halte ich durchaus für möglich. Auch wenn wir uns immer wieder auf radikale Umschwünge gefasst machen müssen.

Wachstumswetter

Noch einmal ein sehr guter Sonnentag. So ist die Bilanz für Juni doch noch einigermaßen gerettet. Auch wenn es nicht mit dem Vorjahr vergleichbar ist. Es scheint, Mai und Juni verhielten sich vergangenes und dieses Jahr genau umgekehrt. Die Abkühlung morgen wird alle Lebewesen wieder durchschnaufen lassen. Aber bitte, es soll doch mit dem Sommer weitergehen. Wir wollen kein Zurückfallen in den Herbst mehr. Den Bäumen bekommt dieses Wechselhafte gut. Genug Feuchtigkeit und genug Sonne eigentlich ideal. Und auch V. kann ganz zufrieden sein, mit seiner Honigernte, die doch wesentlich besser ausfällt als zuletzt. Und noch ist die Saison nicht zu Ende. Es dürfte noch einiges von Esskastanien und Brombeeren zu erwarten sein.

Bienenhausbesuch

Am Vormittag habe ich es gerade noch rechtzeitig zum Bienenhaus geschafft. V. hatte seine Arbeit gerade abgeschlossen. Aber es ging mir ja um die frischen Waben. Und so konnten wir eine bei gutem Licht in Position bringen. V. hat einige Bienen dazu bewegen können, darauf herumzukrabbeln. Bei dem Gewusel war es natürlich recht schwierig zu fokussieren. Ich denke aber, dass doch noch einige gute Aufnahmen dabei sind. Vor allem die Bilder von V. selbst, wie er mit voller Montur eine Wabe in Händen hält, sind wider Erwarten sehr gut gelungen. Zumindest eine dieser Aufnahmen werde ich hoffentlich für microstock-Zwecke verwerten können. Immer wieder schön ist ein Rundgang zwischen den Bäumen des Bienenhausgrundstücks. Der Maulbeerbaum hat sich nach mehreren Frösten nun doch soweit erholt, dass er wieder voll begrünt ist und kräftige Blätter ausgebildet hat. Mit Früchten, schätze ich, wird es allerdings wieder einmal nichts. Und am Eingang war ich positiv vom Schnurbaum überrascht, der schon erstaunlich hoch gewachsen ist und einen kräftigen Stamm ausbildet. Leider nur ist der ziemlich krumm gewachsen. Vielleicht richtet sich das mit den Jahren ja noch von selber. Ein sehr schöner, wenn auch heißer und deshalb anstrengender Sommertag.

Nuancen von Grün

Die Lektüre von Ausschnitten aus Werken von Christa Wolf, veröffentlicht unter dem Titel ,,Nuancen von Grün“, war genau das Richtige für diesen überwiegend schönen Sommertag. Man konnte heute den Garten genießen, und das Wachsen und Grünen der Pflanzen und Bäume bewundern. So wie die Autorin, wenn sie die Landschaften, die Grünnuancen von Feldern, Wiesen und Wäldern aus einer sehr eindrücklichen emotionalen Perspektive beschreibt. Dieser bebilderte Band hat mir Lust gemacht, die Bücher der Autorin im Original kennen zu lernen, die mir bisher noch nicht begegnet sind. Es ist eine Art von Natur- und Selbstbeobachtung, die der meinen sehr nahe kommt. Und Naturbeobachtung passt eben wunderbar in die Sommermonate, wenn die Vegetation auf ihrer Hochphase angekommen ist.

Fruchtkapriolen

So, jetzt kommt er wieder zurück. Wir haben den Sommer so sehr vermisst, nach diesem novemberartigen Witterungseinbruch. Am meisten erschreckt mich, dass die kleinen Bäumchen schon gelbliche Blätter tragen. So als ob sie das Jahr schon hinter sich hätten und sich auf den Winter vorbereiten wollten. So extrem hatte ich das zuvor noch nicht erlebt. Und die Feigen? Nachdem der Baum schon vor 6 Wochen ein Dutzend richtig dicke Früchte ausgebildet hat, stagniert das Fruchtwachstum dieser ersten Früchte weitgehend. Kleinere kommen allmählich nach. Fraglich ist nur, ob sie es bis zum Herbst schaffen, groß und reif genug zu werden. Wohl nur, wenn der Sommer seinen Namen verdienen wird.

Fronleichnam und die frühen Sommerfrüchte

In der Abendsonne leuchten die neuen Früchte der Bäume und Sträucher wunderbar. Ich konnte das heute an den Ebereschen und den Roten Heckenkirschen beobachten. Der Regen hat das Fruchten begünstigt und die Früchte prall werden lassen. Die Heckenkirschenfrüchte sind jetzt schon so transparent wie sonst erst im späteren Verlauf des Sommers. Die Ebereschen zeigen, je nach Art, ein knalliges Orange oder ein helles Rot. Bei der Fronleichnamprozession heute hat das Wetter gut gehalten. Erst auf dem Rückweg kamen die ersten Regentropfen. Wie Herr M. sagte, da hat es der liebe Gott gut gemeint mit der Kirchengemeinde. Für M. kommt an solchen Feiertagen die Erinnerung an ihre eigene Kindheit auf, als Traditionen dieser Art noch sehr viel ernster genommen und mit viel Engagement mit Leben gefüllt wurden.

Abendsonne

Schön, dass die Bäume am Abend doch noch ein paar Sonnenstrahlen abbekommen haben. Und auch wir konnten wieder nach langem Dauerregen aufatmen. Ich hoffe, das hält ein wenig an, und der Sommer kehrt bald wieder zurück. Wie M. am Morgen meinte, hat sie eigentlich noch nie einen trüben Fronleichnamstag erlebt. Es war meist sonnig, mit einem Gewitter am Nachmittag. Na ja, zumindest letzteres ist natürlich auch in diesem Jahr erwartbar. Ich freue mich morgen auf einen ruhigen Tag, und natürlich auf meine Baumbücher.

Rezensionen über Baumliteratur als Arbeitsbeispiele

Dem ,,Novembergleich“ war heute leider nicht viel hinzuzufügen. Nur am Abend kommt kurzzeitig die Hoffnung auf, es könnte sich normalisieren. Wie immer, wenn das Außen seine Reize zurückzieht, kann man sich in solchen Phasen umso besser in Arbeitsprojekte stürzen. Obwohl es größtenteils um anderes geht, konnte ich heute doch auch meine Baumbeschäftigungen mit einbeziehen. Als eine von 5 News meiner neue gestalteten Unternehmensseite. Und da die Rezensionen über Baumliteratur bei mir ja nicht selten sind, werden sich in diesem Feld auch künftig immer wieder neue Inhalte einstellen lassen.

Novembergleich

Sollte das der Sommer schon gewesen sein. Heute habe ich mich eher an November erinnert gefühlt. Ganz schön krass, was wir in Sachen Wetterumschwüngen in diesem Jahr so erleben. Der trüben Voraussage des Bauernkalenders, dass das jetzt 6 Wochen lang so anhalten soll, will ich unterdessen lieber nicht trauen. Meine Gleditschien haben schon nasse Füße bekommen, weil die Kunststoffwanne, in denen die kleinen Pflanztöpfe stehen, trotz ihrer Bodenriffelung ständig überschwemmt sind. Jetzt sind sie unter dem Dach und können wieder etwas austrocknen. Was soll ich sagen. Es kann nur noch besser werden.

Exotische Baumentdeckungen

Meine neuen Baumbücher wecken zurzeit wieder die Freude an der Vielfalt der Erscheinungsformen und Geschichten rund um die Bäume in allen Teilen der Welt. Auch diese exotischen afrikanischen Bäume mit Namen, die ich zum Teil noch nie gehört habe, sind faszinierend, kommen aus einer Welt, die so völlig fremd wirkt und uns nur durch Medienberichte, und darin wahrscheinlich in einer verzerrten Form, bekannt sind. Wenn aber Baum-Fanatische wie dieser Autor sich über Jahre hinweg immer wieder in die Welt aufmachen, um mit sehr viel Aufwand und Anstrengung besonders beeindruckende Baum-Individuen aufzuspüren und zu beschreiben, erhält das unbekannte Land plötzlich eine merkwürdige Nähe, erscheint es nicht mehr so fremd, ergeben sich automatisch Vergleiche zu Baumindividuen in der eigenen Lebenswelt. Ich finde solchen Mut und solche Ausdauer sehr beachtlich und bewundernswert, denn es ist wie beim künstlerischen Arbeiten. Irgendwann, in der richtigen Situation erreicht man die Menschen eben doch. Dass der Weg dahin mühsam und steinig sein kann, darf nicht interessieren. Am Ende stehen Kommunikationen, die anders niemals zustande gekommen wären.

Eine ganz besondere Schönheit

Die Zwischenzeit hat offenbar immer noch kein Ende. Und die Wechselhaftigkeit des Wetters spiegelt sich im unsteten Verhalten der Menschen. Es ist schön, wie M. das heute auf den Punkt gebracht hat. Eine scheinbar nebensächliche Bemerkung, die aber dennoch eine wichtige Einsicht darstellt, in die starke Abhängigkeit der Menschen von äußeren Einflüssen in der Natur. M. meinte, bei jedem Aufstrahlen der Sonne, das kam heute im Wechsel immer wieder nach längeren Regen- oder Trübphasen vor, bei jedem dieser Lichtdurchbrüche schöpft man immer wieder neue Hoffnung. Es ist, als ob einem das Herz aufgeht mit dem Durchkommen der Sonne. Ich finde, in solchen Augenblicken ist man der Natur sehr nahe, fühlt sich wirklich als Teil derselben, kann ausnahmsweise das Ganze des Lebendigen wahrnehmen. Deshalb ist es mir auch so wichtig, bei Spaziergängen, bei jedem Bewegen im Freien das Beobachten möglichst aufmerksam zu gestalten. Im Kleinen, jedem Detail an Bäumen, Sträuchern und Blumen kann man kleine Wunder entdecken, die eine ganz besondere Schönheit in sich tragen.

Wunschbaum und Soziale Medien

Trotz vieler Wolken ein fast sommerlicher Tag. Ich hoffe, der Eintrag im Bauernkalender wird sich nicht als richtig herausstellen, dass wir nämlich einen recht wechselhaften Sommer vor uns haben. Ich will mal aus strategischen Gründen nicht daran glauben und das Gegenteil denken. Dass wunschbaum.de immer noch viele interessierte Besucher hat, freut mich sehr. Heute gab es eine Anfrage zu meinem Einleitungstext zum Thema ,,Wunschbäume“. Es geht da wohl um eine Wunschbaum-Aktion. Schön, wenn die Gedanken eine solche Resonanz finden. Und dass auch die spezielleren Inhalte, z. B. zu den Baumimplikationen der Feiertage, gelesen werden und Gefallen finden, ersehe ich inzwischen auch an den Facebook-Reaktionen. Schön, dass uns diese interaktiven Neuerungen im Zuge der neuen Sozialen Medien jetzt zur Verfügung stehen.

Lichtdurchflutet

Viele leiden unter dieser Wechselhaftigkeit des Wetters. Wohl weil es den Körper belastet. Im günstigsten Fall kann es aber auch etwas Erholsames haben. Mein Eindruck ist, dass solche Wetter-Wirr-Tage auch eine besondere Form von Gelassenheit erzeugen. Und die kann in Kommunikationen wohltuend sein. Nur zu lange sollte das nicht andauern. Sonst verliert man noch den Glauben an die Jahreszeiten. Für unsere Breiten wäre das ein Kulturschock. Immerhin, heute ist bei fotolia jemand über mein Frühlingsblätter-Bild gestolpert. Die sommerlichen Hainbuchenblätter, wenn ich mich richtig erinnere, vor einem Jahr ungefähr um diese Zeit entstanden, strahlen in ihrem saftigen Hellgrün etwas ungeheuer Frisches und Lichtdurchflutetes aus. Ich hoffe sehr, einige neue Aufnahmen dieser Art während des Hochsommers umsetzen zu können.

Blattfärbung und Bodenbeschaffenheit

Die Menschen scheinen sich von den Pfingstferien noch nicht ,,erholt“ zu haben. Ich kann ich seit Jahren beobachten, dass zwei Wochen und zwei Wochen nach Pfingsten viele ihre Gedanken und Pläne neu ordnen müssen und in dieser Zeit kaum ansprechbar sind. Jedenfalls scheinen dann die Projekte zu stagnieren. Der Vorteil: in solchen Zeiten kann man eigenen lange aufgeschobenen Vorhaben nachgehen. Das hat auch was. Wenn man die kleinen Gleditschien betrachtet, dann könnte man meinen, der Herbst stünde vor der Tür. Die haben sich nämlich in ein gelbliches Grün verwandelt. Jedenfalls alle bis auf einen. Mit ist der Gedanke gekommen, dass diese unterschiedliche Laubfärbung eventuell mit der Bodenbeschaffenheit zusammenhängt. Kann schon sein, etwas Ähnliches hat der Weihnachtsbaumverkäufer behauptet, auf die Frage hin, warum die einen satt dunkelgrüne und die anderen frisch hellgrüne Nadeln tragen. Allerdings weiß ich nicht, ob das auch ein Qualitätsmerkmal darstellt. Ob also neben der ästhetischen Differenz auch das Maß ihrer Gesundheit darin ablesbar ist. Ich hoffe doch, dass sie trotz gelblicher Blätter weiter gedeihen.