Ermutigende Highlights in zermürbenden Zeiten

Der Einundzwanzigste war gar nicht so schlecht. Etwas unruhiges Wetter und nicht ganz zum Hochsommer passend. Aber es sind auch neue Projekte ins Leben gerufen worden, und ich habe ganz gute und ehrliche Gespräche erlebt. Das ist doch schon mal klasse. Die regelmäßigere handwerkliche Arbeit mit Holz vermisse ich in diesen Wochen allerdings schon. Eigentlich ist das eine gute Zeit für dieses kunsthandwerkliche Arbeiten draußen, im Umfeld des Gartens. Aber die Menschen sind eben gerade sehr aufgeregt, unruhig, unsicher und haben Schwierigkeiten, eine Richtung und eine Mitte zu finden. Da sind die Grundvoraussetzungen für eine Aufmerksamkeit, die sich auf Symbolthemen richtet, nicht wirklich gegeben. Deshalb gestaltet sich zurzeit eher zäh. Aber es gibt zwischendurch auch immer wieder ermutigende Highlights.

Keine echter Ruhetag – wie so häufig in letzter Zeit

Der Sonntag ist nicht in der Form eines wirklichen Ruhetages diesmal abgelaufen. Das gefällt mir eigentlich nicht, zumal es in letzter Zeit zu wenige wirkliche Ruhetage für mich gab. Ich will versuchen, das im Laufe des Jahres wieder zu normalisieren und mehr Gleichgewicht bzw. Ausgleich herzustellen. Nur zurzeit ist das ganz schwierig zu realisieren. Ich hoffe, dass durch den heftigen Gewitterregen mit Hagel heute Nachmittag die Obstbäume, ihre Blüten und vor allem die jungen Früchte nicht gelitten haben, nachdem wir bisher ein so erfolgreiches Obstjahr hatten. Denn meine frei sehenden Chilipflanzen haben ganz schön etwas abbekommen und sich zur Seite gelegt. Ich hoffe, bei Sonnenwetter werden sie sich wieder aufrichten und hoffentlich kräftig weiterwachsen.

Warten auf die Rückkehr des Hochsommers

Gut, dass mich die Projektarbeit zurzeit so fest im Griff hat. Das abtrünnige Sommerwetter hätte mir nicht viele Gelegenheiten gegeben, draußen etwas zu bewirken. So bleibt es gerade beim Beobachten der Gartenbäume, vor allem in den sonnigeren Phasen des Tages, beim Genießen des üppigen Grüns beim Blick durchs Fenster und bei kurzen Gängen durchs Dorf. Und dann hoffen wir wie so häufig auf eine baldige Rückkehr des angenehm sonnigen und warmen Hochsommers.

Ein Wochenendprogramm einmal mit nicht ganz so viel Baumthema

Ein wieder einmal sehr arbeitsintensiver letzter Wochentag, und ich freue mich wie selten zuvor auf das Wochenende, das zumindest ein wenig mehr Freiraum verspricht. Ein wenig mehr, will ich sagen, denn die Aufgabenliste bleibt lang. Leider seht gerade keine Symbolarbeit mit den Bäumen und auch keine kunsthandwerkliche Arbeit mit dem Holz der Bäume auf dem Wochenendprogramm, was eher selten ist. Aber es ist natürlich nicht ausgeschlossen, dass wir uns in der einen oder anderen Art mit den Ergebnissen der jüngsten Baumobsternten beschäftigen. Vielleicht startet V. ja mit dem Kochen der Maulbeermarmelade oder wir treffen schon einmal Vorbereitungen für die nächsten Obstbaumernteaktionen, z. B. bei den Mirabellen.

Wunschbaums kommunikative Wirkungen

Über meine langjährige Baumleidenschaft und das Interesse an Symbolthemen konnte ich heute eine mir eher entfernt bekannte Person informieren. Der Anlass war eine ähnliche Leidenschaft, zwar nicht für Naturthemen, aber doch für ein symbolträchtiges und interpretationsfähiges und -bedürftiges Themenfeld, mit dem ich im Umfeld der Idee des keltischen Baumkalenders auch gelegentlich Berührungspunkte feststelle. Jedenfalls könnte aus diesem punktuellen Gleichklang eine Kooperation erwachsen. Wie schon so häufig bei früheren Gelegenheiten und ähnlichen Kontakten. Ist doch schön, denn gerade darin offenbart sich der kommunikative Charakter all dieser Unternehmungen und kreativen Hervorbringungen rund um die Wunschbaum-Projekte.

Eine zu lang anhaltende Sommerunterbrechung

Und jetzt hält der Regen auch noch länger an. Damit hatten wir nicht gerechnet, da auch der Wetterbericht irgendwie ganz anders klingt. Das gefällt uns mitten im Hochsommer natürlich nicht. Das Sommerfeeling leidet einfach sehr unter diesem Umstand. Gut nur, dass ich nach solchen Tagen das Gießen der Blumen spare. Aber Sonne und Wärme tagsüber wäre mir lieber, und die zig Gänge durch den Garten aus Anlass des Blumengießens sind eher Erholung. Ich hoffe sehr auf die Rückkehr der Hochsommeratmosphäre und auf weiter Baumobsternteaktionen, deren Erfolg eben auch von der möglichst konstanten Sonne und Wärme abhängt.

Sommerlethargie und Ablenkungsgrenzen

Merkwürdig verschlafen wirkt diese Mitte des Hochsommer-Julis. So als ob man sich in der Unentschlossenheit einer Sommerlethargie verloren hätte. Vielleicht auch, weil es keine richtige Fortsetzung des super Hochsommerwetters gab, sondern eine längere wechselhafte Unterbrechung. Es ist immer abhängig davon, wie deutlich etwas ausfällt, wie viel Sommer direkt wahrnehmbar ist. Je nachdem schwanken die Gemüter und Motivationen. Da können dann auch der Garten, die Bäume, die vielen farbenfrohen Sommerblumen nicht viel ausrichten. Es scheint, dass die in solchen Phasen als „Ablenkung“ nicht ausreichen. Aber ich rechne trotzdem mit einem verlängerten, ausgedehnten Sommer, die uns zumindest durch eine voraussichtlich reiche Baumobsternte versüßt wird. Erfreulich für uns ist zudem, dass V. noch einiges an Honig abschleudern konnte. Bei nur zwei zugeflogenen Völkern und nachdem wir das Kapitel eigentlich schon abgeschlossen hatten, ist das doch gar nicht so schlecht.

Die richtige Balance fürs optimale Reifen

Heute schon wieder ziemlich viel Regen, hinter dem die gewohnten Sonnenstrahlen dann sich doch durchsetzen konnten. Immerhin haben die Obstbäume von der wiederholten Abkühlung und dem Nass profitiert. Besonders der Pfirsichbaum und der Nashi-Birnenbaum werden mit einem schnelleren Reifen ihrer Früchte darauf reagieren. Das war in den Vorjahren häufig das Problem: Entweder es gab zu wenig Sonne, aber viel Regen. Dann konnten die Früchte kein Zucker bilden und sind am Ende gar nicht gereift. Oder es war zu heiß und zu intensiv sonnenbeschienen, aber der Regen fehlte. Dieses Jahr ist es von der Wärme und der Sonneneinstrahlung eigentlich ideal, wie das ganze Jahr bisher günstig fürs Baumobst war. Aber es ist, wo die Früchte noch grün und klein sind, sehr wichtig, dass zum einen phasenweise Flüssigkeit nachkommt, und zum anderen darf die Sonne nicht zu lange ausbleiben. Ich hoffe, diesmal funktioniert es mit der richtigen Balance fürs optimale Reifen und gute Baumobsterträge.

Ein idealtypischer Sommer-Sonntag

Schön, dass wir nach nur vier trüben und verregneten Tagen jetzt wieder zum zuvor schon erlebten Hochsommerwetter zurückgekehrt sind. Das war heute wieder ein im wörtlichen Sinne zu verstehender Sonntag, der so richtig zum idealtypischen Bild des Sommers passt. Auch wenn es unter freiem Himmel ein wenig zu knallig heiß gewesen wäre. Aber auch der Sonntag war wieder so mit Aufgaben zugepflastert, dass ich dazu ohnehin nicht gekommen wäre. Aber ungeschützt sich länger der Sonnenstrahlung auszusetzen, ist ohnehin nicht so empfehlenswert. Schade nur, dass ich in Sachen Baum- und Naturfotografie für dieses Frühjahr und den Sommer noch nicht sehr weit gekommen bin. Einige kleinere Reihen mit Baumblütenbilder und die Reihe der Maulbeerbaumbilder während der Fruchtreife sind es bisher geworden. Ich würde eigentlich gerne noch weitere Versuche mit den „schwierigen“ Baumblüten anschließen. Einfach weil man für die viele Versuche benötigt und nur manchmal bei den richtigen Lichtverhältnissen und dem richtigen Winkel wirklich gute Ergebnisse erzielen kann. Aber das braucht eben viel Zeit und lange Reihen, und das ist nicht wahrscheinlich in diesen mit vielfältigen Aufgaben übervollen Tagen.

Den Maulbeerbaum in der Hochzeit seiner Fruchtreife kennengelernt

Die Samstage sind bei uns immer angefüllt mit Routineerledigungen, vor allem mit solchen, zu denen die Arbeitswoche zuvor keine Gelegenheit bietet. Aber ich hatte mir nach der Rückkehr des Hochsommers dennoch vorgenommen, noch einmal beim Maulbeerbaum vorbeizuschauen, um eine weitere Pflückaktion durchzuführen. Wegen der Regentage und auch aus Zeitmangel hatten wir den Baum ja in den letzten 10 Tagen nicht mehr besucht. Schade eigentlich, denn in der Zeit sind bestimmt sehr viele Früchte einfach reif heruntergefallen, die wir natürlich auch noch hätten ernten können. Aber auch zuvor war schon klar, dass sich die Fruchtreife noch länger hinziehen würde. Das ist an der Art abzulesen, in der dieser Baum seine Beeren reifen lässt. Immer so, dass die Früchte büschelweise zusammenhängen, aber immer weiße, rote und dunkelblau gefärbte nebeneinander. So zeigt sich über die gesamte Fruchtzeit hinweg ein sehr buntes Bild, wenn man sich in dem ungemein dichten und verzweigten Geäst der Baumkrone einmal umsieht. Obwohl V. schon vorher einen kleinen Eimer gepflückt hatte, konnte ich zum Teil vom Boden und der Stehleiter aus, zum Teil von der langen an verschiedenen Ästen angelehnten langen Ausziehleiter aus noch einmal 1,4 KG Früchte zusammentragen. Das ist bei der bekannten Mühseligkeit beim Ernten dieser kleinen Fruchtbeeren, eine ordentliche Menge, auch wenn ich bei früheren Aktionen, die länger dauerten, auch schon mal 2,5 KG zusammen hatte. Aber auf die Menge und das Gewicht kommt es natürlich nicht wirklich an. Es ist v. a. das Erlebnis dieser ungeheuer vitalen Baums über die Wochen seiner Fruchtreife, das man eigentlich nur inmitten der Baumkrone bei dieser Arbeit des Pflückens haben kann. Ich bereue es nicht, mir in den vergangenen Wochen die Zeit genommen zu haben. Wegen der leckeren Marmelade, von der wir diesmal wirklich einen ordentlichen Vorrat werden anlegen können. Aber eben auch wegen der Gelegenheit, meinen Maulbeerbaum auf der Höhe seiner Fruchtreife so nah und gut kennengelernt zu haben.

Kommunikative Schlüsse aus den natürlichen Umfeldbedingungen

Es ist ein vom Außen begünstigtes konzentriertes Arbeiten in diesen Tagen möglich. Trotz der Unruhe und dem Ungelösten um mich herum gelingt es mir ganz gut, die Dinge voranzubringen. Jedenfalls habe ich seit Wochen erstmals wieder diesen Eindruck, nachdem die gesamte Wahrnehmung zuletzt eher in Richtung Stillstand und Unentschlossenheit ging. Das sind natürlich immer Eindrücke, die bei längerem Andauern aber die Tendenz zum Manifestieren haben und damit so etwas wie Wahrheiten darstellen. Dem muss man einfach entgegentreten. Und so bin ich froh um jede Verstärkung von außen. Man glaubt gar nicht, wie sehr uns das Grün der Bäume und anderer Pflanze, wie sehr uns die Wärme der Luft und das Licht der Sonne Auftrieb verleihen kann. Wie ich schon so oft angemerkt habe: Das natürliche Umfeld und die innenliegende, oft ganz unbewusste biologische Disposition scheint für unsere Seelenverfassung fast wichtiger als die sozialen Einflüsse und Umfelder. Es lohnt sich, diese Dinge im Alltag in Betracht zu ziehen und auch für die Kommunikation daraus Schlüsse zu ziehen.

Die Rückkehr des Hochsommers

Nach drei trüben Tagen ist der Sommer heute zurückgekehrt. Gut so, damit wir uns nicht noch entwöhnen, es war zuletzt auch zu schön. Die Wärme, das Licht, auch viel Arbeit so etwas wie Urlaubsstimmung zwischendrin. Das kann jetzt wiederkommen. Und die durch das Zurückschneiden entstandenen Lücken bei der Efeuhecke wachsen auch zu, nach dem Regen und mit dem jetzt zurückgekehrten Sonnenlicht. Das sind doch gute Voraussetzungen für dringend notwendige Genesung und Erholung. Aber auch fürs Vorankommen bei der Projektarbeit, denn die Menschen sind so aufnahmewilliger und motivierter, Dinge voranzubringen und auch einmal abzuschließen.

Kein ganz unerfreulicher Sommertag

Immerhin gab es heute trotz verdichteter Arbeitsroutinen einige beruhigende Auflösungen und ich konnte die Dinge auch mal spürbar voranbringen. Der Eindruck war mir zuletzt fast verlorengegangen. Und am Nachmittag konnte ich auch endlich die leigengebliebene kunsthandwerkliche Arbeit abschließen. Genau passend zur endlich wieder anziehenden Sommerwärme und bei warmen Lichtstrahlen im Rücken. Das lässt uns doch gleich wieder aufatmen, vor allem, wenn wir uns, wie bei dieser Arbeit im Garten und in direkter Nachbarschaft mit den Gartenbäumen und dem vielen wuchernden Grün aufhalten. Es gab zuletzt schon unerfreulichere Tage.

Hochsommerstrategien mit Unterbrechungen

Was für ein extrem mit Arbeit, Konzentration und Aufgabenerfüllung angefüllter, wenn nicht überfüllter Tag. Gut nur, dass diese Extremphase mit den zwischendurch verregneten Tagen und der Unterbrechung des Hochsommers zusammenfällt. So kann man das vielleicht noch besser vertragen und verarbeiten, auch weil es weniger gibt, das ablenkt. Ich hoffe, wir werden diese nicht ganz einfache Zeit alle gut überstehen und bald schon an die Hochsommer-Hochzeit anknüpfen können – am besten bei lichtdurchfluteten Tagen und in der Freizeit im kühlenden Schatten der Baumkronen.

Unterbrochener Hochsommerflow

Der plötzliche Dauerregen mit merklich abgekühlter Luft und kaum Sonne den ganzen Tag über hat die Stimmung der Menschen nach Wochen extremer Hitze spürbar absinken lassen. Das ist schon ein Dämpfer, den wir hoffentlich in wenigen Tagen hinter uns lassen können. Bis dahin hoffe ich immerhin auf eine Erholung für die Bäume, die sonst ja kein Gießwasser erhalten und freue mich bei den Pflanzen, die ich sonst abends gießen, dass mir das nach Regentagen immerhin erspart bleibt. Nur zu lange anhalten solle es nicht, damit der Hochsommer-Flow nicht abreißt.

Sonntägliche Traditionspflege und Gartennutzung

Wenn man wieder auf den Geschmack gekommen ist: Weil wir gestern zum ersten mal wieder die Sitzgruppe im Garten genutzt haben, war die Hürde heute Nachmittag geringer. So haben wir das gleich wiederholt und sind damit in der Nutzung dieser Aufenthaltsgelegenheit schon erfolgreicher als im Vorjahr, als es überhaupt nicht dazu kam. Bei dieser zweiten Gelegenheit wurden von unserem Besuch auch gleich die Bäume und auch die Nutzpflanzen im Garten gelobt. Und tatsächlich präsentieren die sich in diesem Sommer auch ungewöhnlich üppig und vital. Bei der Kulisse kann der Aufenthalt in der Gartenumgebung wirklich Erholung bringen, nach einer so intensiven Arbeitswoche ist das ein Segen. Eine Freude war aber auch der erste Marktbesuch, den uns zuvor den Weg nach S. hat antreten lassen. Trotz des bedeckten Himmels und zeitweiligen Regens hat das gutgetan, auch weil damit die Familientradition aufrechterhalten werden konnte, die zuletzt allzu stark vernachlässigt war, aus praktischen Gründen und leider unvermeidbar. Aber wenn es machbar ist und auch sonst stimmig, bin ich sehr dafür, an solche schönen Traditionen anzuknüpfen und dabei Menschen zu treffen, mit denen uns ein Stück Lebensweg und ähnliche Interessen verbindet.

Den Sommergarten wieder mehr nutzen

Weil es heute einmal etwas weniger heiß und dennoch angenehm warm war, konnten wir zum ersten Mal für diese Gartensaison überhaupt auf unserer Hinterhausterrasse sitzen und Kaffee trinken. Das war bisher noch gar nicht möglich gewesen, weil es M. und V. entweder zu frisch oder zu heiß dort war. Heute aber konnte ich den ganzen Nachmittag die ruhige Wochenendatmosphäre, den ganz leuchten Wind und die noch angenehm zu nennende Wärme bei der Manufakturarbeit genießen. Deshalb konnte ich M. und V. auch den Vorschlag machen, dass wir uns endlich wieder dort zu den Mahlzeiten hinsetzen. Damit haben wir schon gleich viel mehr vom Sommergarten, nicht nur während kurzer Gänge tagsüber, oder während der Gartenarbeit und dem abendlichen Gießen. Ich hoffe sehr, dass es im Verlauf des Sommers noch viele Gelegenheiten geben wird, vor allem auch beim Mittagessen, denn das ist mir aus Kindertagen noch besonders eindringlich und positiv im Gedächtnis geblieben.

Start ins kreative und naturbezogene Wochenende

Passend zum Wochenende konnte ich am Nachmittag wieder eine kunsthandwerkliche Arbeit starten. Zum Teil mit seltenen Holzarten, die ich nicht so häufig verarbeite. Das ist bei dem tollen Sommerwetter wirklich schön und außerdem genau das Richtige nach so viel techniklastiger Projektarbeit während der ganzen Woche. Die hatte mich auch heute bis zum Nachmittag wieder im Griff, immerhin aber mit einem vorläufigen Abschluss. Das ist dann wieder aufbauend, weil die Energien sich auf Folgeprojekte verlagern können, die nicht weniger Aufmerksamkeit erfordern. Schade finde, dass ich wohl auch morgen nicht mehr dazu komme, das Pflücken der Maulbeeren fortzusetzen. Da dürften im Laufe der Woche sehr viele reife hinzugekommen sein, auch V. konnte sich nicht damit beschäftigen. Aber vielleicht gelingt es uns doch noch, das Projekt ein wenig fortzusetzen. Es wäre schade um die vielen wohlschmeckenden Früchte, die nicht verwertet werden können, da es einfach dieses Jahr zu viele sind.

Vegetabile Vorbilder

Schön, dass wir auch im Verlauf solch heißer Sommertage noch an freundschaftliche Gesprächstraditionen anschließen können. Das ist schon wichtig und irgendwie auch notwendiger als jemals zuvor, weil das bloße Bewältigen des Alltags, das Abarbeiten von Aufgaben und Beseitigen von Hindernissen allein auf Dauer kaum erträglich ist. Die soziale Weiterverarbeitung ist mindestens genauso wichtig. Und dazu finden wir glücklicherweise doch an den meisten Tagen eine Möglichkeit, die Sinn macht und echt wirkt. Es ist diese Ehrlichkeit und auch das Orientieren am Bewährten und Traditionellen, wenn man so will das Konventionelle, das wir von der vegetabilen Natur um uns herum lernen können. Dort hat das Bewährte sicher einen zentralen Stellenwert. Es ist eine Überlebensgarantie und ein Erfolgsrezept für langfristiges Wachstum. Vielleicht sollten wir uns das zwischendurch vor Augen führen, wenn wir eine Pflanze in ihrer Lebensumgebung beobachten oder ihr begegnen.

Am Ende des heißesten Tages

Jetzt, am Abend dieses bisher heißesten Sommerstags, kommt der vorhergesagte Wind auf und die Luft kühlt gleichzeitig etwas ab. Eine Wohltat, weil das in der extremen Form schon belastend war. Ich freue mich auf moderatere Hochsommertage und eine Erholung für uns, die Tiere und vor allem auch die Pflanzen. Die können kühlere und feuchte Zwischenphasen ganz gut vertragen und leben nach solchen Phasen immer wieder neu auf. Bei den Chilipflanzen kann ich dann einen richtigen Wachstumsschub feststellen.

Ungewöhnliche sommerliche Auszeiten

Das sind schon starke Hitzetage, die man möglichst schadlos überstehen muss. Wir geben uns Mühe, die Räume abzuschatten und wenigstens nachts zu lüften. Aber das gehört eben seit einigen Jahren zum Hochsommer und ist auch erträglich, wenn es nicht andauert. So hoffen wir auf eine Abkühlung durch Gewitterregen, damit der Sommer möglichst seine heilenden und aufbauenden Stärken entfalten und seine schädlichen Aspekte klein halten kann. Ganz gut für konzentriertes Arbeiten sind solche Hitzetage für mich schon. Vielleicht ungewöhnlich und paradox, aber solche „Auszeiten“ liegen mir in gewisser Weise.

Die Wahrnehmung des Hochsommers im Spiegel der Bäume

Es bleibt zwar anstrengend, aber auch an die Hitze könnte ich mich gewöhnen – solange ich mich nicht zu lange mit körperlicher Arbeit in der Sonne aufhalten muss. Die Pflückaktion am Samstag war da die genau richtige Beschäftigung zum Einstimmen auf den Hochsommer in seiner – noch – angenehmen Ausprägung. Und übermorgen wird es dann ja auch eine nasse Abkühlung geben – gut für die Bäume und alle Grünpflanzen, die neben dem Sonnenlicht immer auch eine Auffrischung ihrer Flüssigkeitsreservoirs benötigen. Ich hoffe, wir werden die richtigen Hochsommerwochen von ihrer schönsten Seite kennenlernen.

Mein wohl letzter persönlicher Maulbeereinsatz für dieses Jahr

Sommerlicher Maulbeerbaum 1
Sommerlicher Maulbeerbaum 2
Sommerlicher Maulbeerbaum 3
Sommerlicher Maulbeerbaum 4
Sommerlicher Maulbeerbaum 5

Heute war ich wieder sehr fleißig beim Maulbeerenpflücken – und habe zuvor eine Serie von Nahaufnahmen vom Maulbeerbaum gemacht. Das hatte ich mir unbedingt vorgenommen, um die Gelegenheit nicht zu verpassen, ein sehr seltenes Motivfeld festzuhalten, das so, in dieser Üppigkeit, nicht in jedem Jahr vorkommt. Und beim Pflücken am Vormittag, und später noch in einem kürzeren Einsatz am frühen Nachmittag, konnte ich alles ernten, was irgendwie noch mit der Leiter zu erreichen war. Was nicht heißt, dass die Maulbeerflut beendet wäre. Es gibt viele weit herabhängende Zweige, die auch in den nächsten Tagen noch problemlos abgepflückt werden können. Für mich war es wohl der letzte Pflückeinsatz heute. Aber V. wird sicherlich noch einige Male vor Ort sein und unseren Gesamtertrag noch etwas nach oben korrigieren. Heute allein habe ich über 3,5 Kilos Beeren gepflückt. Das ist angesichts der geringen Größe dieser leckeren Früchte schon erstaunlich. Aber es hat bei dem tollen Sommerwetter und der Wärme natürlich auch Spaß gemacht.

Das individuelle Verhältnis zu bestimmten Baumarten

Es war zuletzt eine spannende Gelegenheit, einigen exotischen oder zumindest weniger häufig nachgefragten Holzarten in der kunsthandwerklichen Arbeit zu begegnen. Diese Gelegenheiten gehen natürlich immer von den Interessenten und bei der Wunschbaum-Manufaktur Anfragenden aus und haben ganz individuelle und immer wieder überraschende Hintergründe und Erklärungen. Das bringt mich gedanklich immer wieder in Tuchfühlung mit der Symbolik, Energie und Ästhetik bestimmter Baumarten, die mir zwar bekannt sind, die ich aber eher selten bearbeite. Das waren zuletzt der Weißdorn, der Ginkgo und der Holunder. Alle drei Bäume mit hellem, Licht abstrahlendem Holz, denen schon in ihrer Ausstrahlung etwas Lichtes innerwohnt. Es ist schön, wenn ich die fertigen Arbeiten dann auf den Weg zu ihren Empfängern schicken kann. Und ich stelle mir dann immer vor, wie die spezielle Baumart eine Rolle im Leben dieses Empfängers spielt und wie das ein Stück weit die Wahrnehmung und Lebenserfahrung bereichert. Manchmal erhalte ich auch Rückmeldungen, die darüber Aufschluss geben. Die sind dann im Vergleich zu meinem eigenen Verhältnis zu der jeweiligen Baumart interessant zu reflektieren.

Überfließendes Sommerpflanzenwachstum

Der Regen der Nacht und die leichten Schauerphasen tagsüber haben dem Wachstum der Gemüsepflanzen gutgetan. Sicher auch den Sommerblumen, die so ein wenig durchatmen konnten und nicht mehr nur auf das abendliche Gießwasser angewiesen sind, um sich vor der Austrocknung zu bewahren. Auch das Laub der Bäume entwickelt sich in Richtung seiner größten Ausdehnung, ist aber noch nicht ledrig und dunkelgrün geworden, wie es sich dann im Spätsommer präsentiert. Mal sehen, ob wir am Samstag nochmal eine Runde am Maulbeerbaum pflücken werden. Damit hätten wir unser Soll für dieses Jahr schon erfüllt. Natürlich kann es dennoch sein, dass der Baum noch einige Wochen reife Früchte hervorbringt. Die werden wir nur nicht alle wirklich ernten können.

Ausgeglichene sommerliche Aufgabenverteilung

Ein wieder schöner und überwiegend lichtgefluteter Sommertag, an dem ich auch mit meiner Projektarbeit gute Fortschritte machen konnte. Ich freue mich bei der intensiven Kommunikationsarbeit immer auf Gelegenheiten, Gegenpole zu setzen, z. B. mit den kunsthandwerklichen Aufgaben. Da kann ich jetzt einige Ergebnisse versenden und hoffe, die Empfänger werden zufrieden sein. Dank einer Werbung, die jetzt wieder startet, werde ich demnächst sicher auch wieder Gelegenheiten für die Ausarbeitung neuer Symbolformen erhalten. Ganz gut passend zu der Sommerzeit, in der das handwerkliche Arbeiten draußen besonders anregend ist.

Rosige Baumobstprognosen

Nach einer Schwächephase hat V. nun das Baumobstfieber doch wieder gepackt. So ist beim Maulbeeren Pflücken heute wieder ein kleines Eimerchen zusammengekommen, was ungefähr dem halben großen Eimer entspricht, den ich bei den letzten ca. 2-stündigen Aktionen sammeln konnte. Damit verspricht der diesjährige Maulbeerenertrag recht ordentlich zu werden, zumal die Fruchtzeit des Baums noch lange nicht zum Ende gekommen ist und wir sicher noch einige Gelegenheiten nutzen werden. Mit Freude blicke ich diesmal auch auf den Pfirsichbaum, der sehr viele kleine Früchte trägt. Die große Frage beim Pfirsichbaum ist nur, ob die auch dicker werden und wirklich ausreifen. Die Plagen der letzten Jahre, der aggressive Blätterpilz und die Wespen haben noch nicht zugeschlagen. Beim Pilz gehe ich auch davon aus, dass wir diesmal verschont bleiben. Aber mit zunehmender Reife und Süße der Pfirsiche werden die Wespen sicher wieder aktiv werden. Dann müssen wir den richtigen Zeitpunkt zum Pflücken finden. Daneben gibts ja noch jede Menge anderes Baumobst: Die Nashi-Birnen z. B., die ebenfalls zahlreich und kräftig wachsen. Und außerhalb des Gartens, auf unserer Streuobstwiese: Mirabellen, Äpfel, Birnen, Zwetschgen. De Mirabellen dürften demnächst aktuell werden. Mit den anderen Früchten müssen wir noch warten, um abschätzen zu können, wie die Saison und der Ertrag einzuschätzen sind.

Wärme, Sonnenlicht und ausreichend Flüssigkeit für üppiges Pflanzenwachstum

So ein wohltemperierter Tag wie heute ist inmitten einer Hitzeperiode ohne Regen eine Erholung für die Pflanzen. Trotzdem ist Regen bei uns ausgeblieben, nur die Verdunstung war wegen der Wolken und geringen Sonneneinstrahlung geringer. Immerhin konnte ich heute einmal weniger gießen, was unseren Regenwasservorrat schonte. Die Blumen entwickeln sich auch dank der überwiegenden Sonnentage, dem ausreichenden Gießen und den kühleren Zwischentagen sehr gut. Auch die Gartenbäume wirken vital und, wie schon häufiger erwähnt, versprechen dieses Jahr auffällig viele Früchte hervorzubringen. Für die ist zwar die Sonne ausschlaggebend. Aber bei den Pfirsichen z. B., auch bei den Nashis, ist natürlich auch ausreichend Flüssigkeit notwendig, damit die Früchte auch wirklich voluminös ausreifen. So hoffe ich zumindest auf einige Regennächte oder kurze Gewitterregen, die ganz gut gerade für die Bäume sind, die ja mehr und einfacher Flüssigkeit speichern können, schon wegen des weitreichenden Wurzelsystems, aber auch wegen der internen Speichermöglichkeiten im Stamm.

Ansätze von Selbstversorgung mit Baumobst

Die Lektüre des Buchs über den vorgeblich letzten Waldmenschen des Alpenlandes habe ich heute abgeschlossen. Es ist schon länger her, dass ich diese Art von zeitgenössischer Erfahrungs-Baumliteratur durchgearbeitet habe. Aber es war ganz spannend und interessant, gerade weil es nicht ausschließlich nostalgischen Charakter hatte. Solche Einblicke in ungewöhnliche und seltene Lebensweisen, die einen Bezug zu meinem Lieblingsthemenfeld „Baum und Mensch“ haben, sind schon eine Bereicherung. Der Naturmensch, von dem das Buch handelt, ist allerdings nicht explizit ein Baum-Kenner, eher ein Kräuterweiser, die ursprünglich über die Beschäftigung mit Weidetieren in den Dolomiten im Laufe seines Lebens immer stärkeren Bezug zu den Pflanzen aufgebaut hat und auch deshalb weitgehend autark und selbstversorgend leben konnte. Sich ausschließlich von selbst gesammelten Pflanzen wie heimischen Kräutern, Obst, Pilzen und Flechten zu ernähren, erfordert schon eine profunde Kenntnis und eigentlich auch diese Lebensweise, die den Fokus auf das Erkunden der Natur und das Sammeln für den Eigebedarf benötigter Pflanzen legt. Natürlich kommen auch in den Berichten über diesen Naturmenschen und in den eigenen Äußerungen desselben auch die Bäume vor, die u. a. für den Obstvorrat sorgen, deren Blätter, Nadeln, Blüten und Früchte in vielfältiger Form in Salaten, Tees, Salben, Brot und Getränken Verwendung finden. Einiges davon ist mir aus meiner langjährigen Beschäftigung mit den Bäumen ebenfalls vertraut und wird von mir auch praktiziert. Aber eine solche Fokussierung ist mir wie wohl fast jedem eher fremd. Meine Bezüge zum Nutzen der Bäume für quasi landwirtschaftliche bzw. selbstversorgende Zwecke ist in der Tradition meiner Familie sehr viel eingegrenzter, aber dauerhaft präsent. Denn wer pflegt heute tatsächlich noch von den Vorfahren angelegte Streuobstwiesen? Ein Abfallprodukt, wenn man so will, dieser Obstbaumtradition war vor Jahren für mich der Erwerb und das Einpflanzen des Maulbeerbaums auf Vs Bienenhaus-Grundstück. Auch wenn ich damals, beim Pflanzen des noch jungen Baums, den Standort nicht hundertprozentig gut getroffen habe, in der schmal auslaufenden Spitze des Grundstücks, die Wuchsfreude und den Ausdehnungsdrang der Baumart unterschätzend, bin ich heute doch sehr froh über diese Entscheidung und darüber, dass sich der Baum so gut entwickelt hat. Dabei hat der regelmäßige und wohl überlegte Rückschnitt natürlich auch seinen Anteil. Nach dem Ausfall im Vorjahr und einigen noch länger anhaltenden, sogar mehrjährigen Pleiten in den vorangehenden Jahren haben wir dieses Jahr aber einen guten Maulbeerjahrgang erwischt. Der Baumobstertrag dürfte zwar in diesem Sommer generell, auch bei den Äpfeln, Birnen, Kirschen, Pflaumen und Mirabellen, besonders üppig ausfallen. Aber bei den Maulbeeren kann man sich wegen ihrer Anfälligkeit während der Blütezeit und nach empfindlichen Frösten, besonders über reichen Ertrag freuen. Am Vormittag bin ich noch einmal zum Pflücken ausgezogen und konnte in den knapp zwei Stunden immerhin wieder einen halben großen Eimer sammeln. Wenn man bedenkt, dass noch massig unreife Beeren über den gesamten Kronenbereich verteilt sind, könnte das eine sehr gutes Maulbeerenjahr werden. Die Frage ist nur, ob wir die Zeit freimachen können, die sukzessive ausreifenden Beeren zumindest teilweise zu pflücken.

Gleichgewichtstage

Das war doch mal ein Einundzwanzigster, der tatsächlich etwas Aufbauendes, zumindest etwas Herausragendes hatte. Nicht nur wegen des anhaltend tollen Sommerwetters. Es war auch so ein Tag, an dem sich Ruhigsein, Konzentration und ein dichter Aufgabenplan in verschiedenen Tätigkeitsbereichen nicht ausschlossen. Das ist für mich dann immer wohltuend und aufbauend, weil es meiner Idealvorstellung von Gleichgewicht im Alltag so wunderbar entspricht. Das ist eigentlich die Umsetzung dieser Vorstellung. Eine Umsetzung, die an solchen Tagen, die nicht zwingend Einundzwanzigste sein müssen, gelingen kann. Den größeren Teil meiner aktuellen Wunschbaum-Armbänder habe ich heute abschließen können, ein weiteres Projekt wird nächste -Woche folgen. Und danach ist es mir immerhin noch gelungen, das lange aufgeschobene Vorhaben mit der Bekämpfung des Buchsbaumzünslers endlich anzugehen. Weil man ja tatsächlich nicht wissen kann, wann die Raupen wieder zuschlagen und der schon totgesagte Buchsbaum gerade doch wieder frische Blatttriebe, zwar noch sehr überschaubar, bekommen hat, war das Spritzen mit dem für den Buchsbaumzünsler schädlichen Bakterium kein Luxus. Ich werde die Aktion nur noch einige Male wiederholen müssen, um eine Katastrophe wie im letzten Jahr zuverlässig zu verhindern.