Einzelpräsentation zu Lebensbaum-Armbändern

Nun komme ich doch noch in diesem Jahr dazu, die Domain lebensbaum-armband.de mit eigenem Inhalt zu füllen. Die beiden One-Page-Präsentationen zu den Partner-Armbändern und dem Baumkreis-Armband habe ich ja bereits im letzten Jahr erstellt und veröffentlicht. Die Lebensbaum-Domain war aber noch auf die Hauptseite der Wunschbaum-Manufaktur umgeleitet. Jetzt werden die Lebensbaum-Armbänder bald ebenfalls auf einer gesonderten Seite vorgestellt. Ich möchte damit einfach das Angebotsspektrum stärker Auffächern, vor allem im Hinblick auf die Suchmaschinenpräsenz und diese Auffächerung durch eine einheitliche Gestaltung dennoch als zusammenhängendes Projekt darstellen. Es ist noch einiges an Bildbearbeitung und spezieller Programmier- und Formatierungsarbeit zu leisten. Aber in einigen Tagen sollte es soweit sein.

Weihnachtliche Tischdekoration mit Bäumen

Dekoweihnachtsbäumchen mit Kristallteelichthalter

Schön, meine neuen Weihnachtsmotive sind bisher gut angenommen worden. Nur Shutterstock hatte natürlich bei den dezent belichteten Aufnahmen mit den silbernen Dekoweihnachtsbäumchen Vorbehalte in Richtung „poor lighting“. Wie wir wissen, ist das den Stilvorgaben der Agentur geschuldet, sicher nicht tatsächlichen technischen Defiziten. Das sehen dann die meisten anderen auch so wie ich. Dass nämlich bestimmte Stimmungen nicht mit voller Ausleuchtung vermittelbar sind. So auch die besonders atmosphärische Stimmung in weihnachtlich geschmückten Räumen. Gerade darum geht es ja. Da freue ich mich dann über den offener Blick andere Bildredakteure, die diese Art der Lichtführung verstehen, und auch, dass viele Interessenten gerade das als authentisch und ansprechend wahrnehmen. Wäre schön, wenn ich in der diesjährigen Saison das Weihnachtsportfolio wiederum erweitern könnte.

Archivierungsarbeiten

Es war lange schon überfällig, die in den letzten zehn Monaten angesammelten Arbeitsordner mit neuem Fotomaterial zu sichten. Bei den meisten Motivfeldern hatte ich bereits eine Auswahl getroffen. Dennoch habe ich auch alle anderen Bilddateien noch einmal durchgesehen und dann das beste Material in mein themensortiertes Archiv eingeordnet. Bei diesem erneuten Durchsehen, teils im Abstand von mehreren Monaten, kann die Einschätzung durchaus abweichend ausfallen. So habe ich einige aus der ursprünglichen Auswahl wiederaussortiert und stattdessen bei den nicht ausgewählten mir heute hochwertig erscheinende Fotos gefunden. Darunter sind viele Nahaufnahmen von Baumblättern, Baumblüten und Baumfrüchten, aber auch Landschaftszenen, Oberflächenstrukturen und Material mit Bezug zu christlichen Traditionen, wie z. B. der Kräuterstrauß zu Mariä Himmelfahrt. Durchaus möglich, dass ich irgendwann, wenn ich besonders viel Zeit und Muße aufbringen kann, noch weitere Entdeckungen in diesem immer größer werdenden Fundus eigener Fotografien machen werde. Eine tatsächlich damals vergessene Entdeckung war aktuell ein Vater, Mutter & Kind-Armband-Set, das ich noch nicht freigestellt hatte und das danach als das achte Kombinationsbeispiel auf der dafür vorgesehenen Seite bei wunschbaum.com und partnerarmband.de sein wird. Auch auf dem Gebiet kann ich mich nur wundern, wie viele Varianten im Laufe der Jahre schon zusammengekommen sind. Eine Ende ist glückerweise auch nicht in Sicht.

Jetzt schon Weihnachten im Blick

Nun hat mich doch tatsächlich bereits das große Weihnachtsthema beschäftigt. Mir war aufgefallen, dass bereits vor einer Woche das Interesse an Weihnachtsmotiven innerhalb meiner Microstock-Portfolios eingesetzt hat. Wirklich überraschend, denn das war bisher immer erst im Oktober feststellbar. Es scheint, dass die Saison immer weiter vorgezogen wird, fast wie bei den Discounter, die ebenfalls schon Regale voller Weihnachtsgebäck und Stollen präsentieren, kaum dass der Sommer sein Ende angekündigt hat. Eigentlich war das auch ein Weckruf, denn ich hatte mir vorgenommen, meine letztjährigen neuen Weihnachtsmotive erst im folgenden Jahr mit Blick auf die Saison hochzuladen. Einfach weil ich festgestellt habe, dass sie sonst schon im Laufe des Jahres in der Versenkung verschwinden. Jetzt scheint ein guter Zeitpunkt dafür, damit eine realistische Chance für Aufmerksamkeit entstehen kann. Schwierig genug ist das ohnehin geworden, bei dem ungeheuren Überangebot qualitativ hochwertiger Fotografien. Lang zurück liegen die Zeiten, als meine weihnachtlichen Schnappschüsse so etwas wie eine Lücke ausgefüllt haben. Aber unter den neuen sind einige Nahaufnahmen von Tischdekorationen, die ich für sehr ansprechend halte und denen ich gewisse Aussichten unterstelle. So bin ich zunächst gespannt, ob und bei welchen Agenturen die Silberweihnachtsbäumchen angenommen werden und ob die enthaltenen Bildideen den einen oder anderen Kreativen überzeugen können.

Apfelbaum- und Quittenbaumholz

Das Apfelbaumholz hat diesmal wirklich lange an der frischen Luft gelegen. Es dürfte länger als ein Jahr gewesen sein. Dank des guten Wachsens der Schnittenden sind die Abschnitte fast gar nicht gerissen. Natürlich etwas verzogen, aber alles im Rahmen. So hatte ich beim begradigen der Abschnitte heute kaum Abfall und es ist nicht zu erwarten, dass sich beim weiteren Trocknungsprozess auf dem Speicher noch sehr viel an den Formen bewegt. Das Beste aber ist, dass ich jetzt für Jahre meinen Vorrat an Apfelbaumholz aufgefüllt habe. Die seit langem hochwertigsten Abschnitte dieser Art sind es, gemessen an der Gleichmäßigkeit der Zeichnung, der Intensität der bräunlich-rötliche-gelblichen Färbung und auch der Helligkeit. Diese Abschnitt sind ziemlich dunkel, gehen überwiegend ins rötliche Braun und lassen deshalb später nach dem Ölbad einen satten Farbton erwarten, der m. E. am typischsten zum Apfelbaum passt. Damit hatte ich in den letzten Jahren öfter Probleme, da die zur Verfügung stehenden Abschnitte zu hell waren und damit leichter mit anderen Holzarten verwechselt werden konnte. Mir geht es darum, dass die Erkennbarkeit beim ersten Blick gegeben ist. Dieses Material kommt diesem Anspruch ziemlich nahe. Da ich schon einmal dabei war, habe ich die wenigen schmalen Abschnitte des Quittenbaums ebenfalls begradigt, die wegen ihrer schmäleren Dimensionen inzwischen vollständig durchgetrocknet sein dürften. Daraus konnte ich ebenso wie aus dem Apfelbaum eine Reihe von Kanteln gewinnen, die später direkt für die Armbandproduktion verwendbar sind. Das Quittenbaumholz ist außerordentlich dicht, schwer und, vielleicht die größte Überraschung, für ein Obstbaumholz, sehr hell. Gerade in Verbindung mit dem Apfelbaum sind damit sehr schöne, weil dekorative Kombinationsarmbänder mit alternierenden Perlen vorstellbar, deren Anmutung der des Klassikers „Zwetschgenbaum-Eberesche“ nahe kommen dürfte. Mit dem Quittenbaum und dem Mirabellenbaum werden es wohl zwei Obsthölzer sein, die mein Portfolio künftig ergänzen. Die Prototypen will ich in den nächsten Monaten realisieren.

Baumobst in Fülle

Die Baum- und Strauchlandschaft steht jetzt ganz unter dem Eindruck des Fruchtens. Die reifen Früchte bei Weißdorn, Schlehdorn, Heckenrose, Apfel-, Birn- und Zwetschgenbaum dominieren die Ausstrahlung der Gehölze. Vielleicht nutze ich das Wochenende, um eine Tüte voll Schlehdornfrüchten zu sammeln. Die ergeben mit hochprozentigem Schnaps angesetzt einen sehr vollmundigen, tintenartigen Ansatzlikör, nachdem sie einige Wochen lang gezogen haben. V. macht sich unterdessen wie immer Gedanken um die Unmengen an Äpfeln, die auf seiner Streuobstwiese dieses Jahr anfallen und die kaum vollständig zu ernten sind. Kommerzielle Verwertungsmöglichkeiten, etwa über die Süßmosterei, stehen in keinem erträglichen Verhältnis zum Arbeits- und Zeitaufwand. Und für Eigenbedarfe ist die Menge zu groß. So wird er wieder verschiedene Bekannte einladen, ihren Eigenbedarf zu decken. So sollte zumindest ein Großteil der Früchte verwertet werden.

Den Blätterherbst im Blick

Die Bäume zeigen jetzt schon deutliche Zeichen von Herbststimmung. Viele Blätter sind bereits teilweise verfärbt, andere schon vollständig trocken und abgefallen. Die lebendigen Herbstfarben, die wir idealtypisch mit der Jahreszeit verbinden, sind aber noch nicht verbreitet. Deshalb ist es auch noch nicht die Zeit für neue Versuche zur Herbstblattfotografie. Allerdings habe ich mir fest vorgenommen, die Gelegenheit zu nutzen, wenn sie sich in einigen Wochen bietet. Die Farben und Oberflächenstrukturen des Herbstes gehörten auch schon im letzten Jahr zu meinen anregendsten Motiven. Und schließlich könnte das Portfolio eine Auffrischung gut vertragen.

Hochzeit einer Baumoase

Die Bildbearbeitung im Zusammenhang mit den jüngsten Armband-Produktionen hat mich heute lange beschäftigt. Die Abbildungen und Komposite stehen jetzt und können morgen in die verschiedenen Seiten eingebaut werden. Wieder etwas für die Suchmaschinenwirkung, aber vor allem eine Reihe neuer Kombinationsbeispiele, die das Anschauungsspektrum erneut vergrößern. Wahrscheinlich ist das die richtige Arbeit für diese Frosttage. Bei Besuch heute Vormittag auf unserem externen Grundstück haben sich die Bäume dort sehr vital gezeigt. Die Walnussbäume sind wie immer dominierend, wenn auch nicht fruchttragend. Der kräftige kleine Esskastanienbaum hat sich enorm stabilisiert und trägt erstmals viele Kastanienfrüchte. Die größere der beiden Ebereschen präsentiert stolz seine knallorangefarbenen Fruchtdolden. Der im letzten Jahr eingegangene Schnurbaum ist vom Wurzelstock erneut ausgetrieben und hat sich im Laufe des Sommers zu einem neuen, jetzt schon daumendicken Baum entwickelt, der bestimmt zwei Meter Höhe misst. Erstaunlich, damit hätten wir nicht gerechnet. Und mein im Frühjahr so mühsam zurechtgestutzter Maulbeerbaum ist schon wieder in alle Richtungen expandiert. Das wird Anfang des neuen Jahres wieder ein langer Arbeitseinsatz, denn die neuen Asttriebe sind wieder länger als einen Meter und der Baum wird immer höher, so dass das Schneiden sich zunehmend schwierig gestaltet.

Kommunikationsarbeit einer Manufaktur

Das jüngste Kundenprojekt ist soweit durch. Jetzt kann ich mich wieder der Illustration meiner letzten Armband-Kombinationsbeispiele widmen. Da ist noch einiges freizustellen, und anschließend muss es eingepflegt werden, in die Hauptseite der Wunschbaum-Manufaktur und auch auf die One Page Site der Partner-Armbänder. Ich überlege, auf die Variante der Vater, Mutter & Kinder-Armbänder gesondert aufmerksam zu machen. Inzwischen sind ja auch schon eine Reihe von Anschauungs- und Kombinationsvarianten entstanden, die helfen, das Konzept plastisch zu vermitteln. In diesem Projektfeld gibt’s noch unendlich viel zu tun. Ich hoffe, den Herbst zur Aufarbeitung und Ausweitung u. a. meines Spektrums nutzen zu können.

Den Sommer verabschieden

Ich fürchte, der Wetterwechsel von dieser letzten Hochsommerphase mit extremer Hitze zu diesem Herbstwetter wird nicht wenigen schlecht bekommen. Das war einfach zu abrupt, ein sanfterer Übergang wäre für den Organismus weitaus angenehmer. So habe ich den Ausflug ins französische R. zu dieser Jahreszeit noch nie so unangenehm in Erinnerung. In der Regel hatten wir noch sehr angenehmes Spätsommerwetter. Schön war es trotzdem, zumal uns zwischendurch Phasen mit wärmenden Sonnenstahlen vergönnt waren, die für etwas Ausgleich sorgten. Jetzt ist die Zeit für den Start des Altweibersommers und ich hoffe, er wird uns nicht nur das erste echte Herbstlaub bescheren, sondern vor allem dieses typische warme Licht und viel Sonne, die uns hilft, den Sommer zu verabschieden.

Unechter Blätterherbst

In O. sind wir wieder an einer ganzen Allee von Bäumen vorbei gefahren, die jetzt schon herbstähnliche Färbung aufweisen, ohne dass es vom Herbst kommen kann. Tatsächlich haben viele Bäume schon früh ihre Herbstkleid angelegt, da die Trockenheit und extreme Hitze sie dazu genötigt hat. Genauer betrachtet unterscheidet sich die so entstandene Verfärbung und Veränderung von normaler herbstlicher Anmutung. Es ist vielmehr so, wie wenn die Blätter quasi ofengetrocknet worden wären, umspült von ungewöhnlich warmer Luft über viele Wochen und gleichzeitig ohne die Chance, verdunstete Flüssigkeit über die Wurzeln zu ersetzen. Das Ergebnis ist eine in der äußeren Anmutung „regelmäßigere“ Färbung, der das unberechenbare Element des echten Blätterherbstes fehlt.

Gekeltert und eingekellert

V. hat seine Weintrauben jetzt gekeltert. Das war aufwändiger als sonst, da der elektrisch betriebene Kelter mittendrin den Geist aufgab und er auf die konventionelle Methode per Hand umsteigen musste. Am Ende dürften es so ca. 90 Liter geworden sein, die jetzt im Keller vergären. Zwar nichts im Vergleich zu früher, aber sicher auch ausreichend für seinen eigenen, ohnehin geringer gewordenen Rotweinbedarf. Damit hätten wir eines unserer diesjährigen Ernteprojekte auch schon wieder abgeschlossen. Es kann allerdings sein, dass er von seiner zweiten Anbaustelle in einigen Wochen noch ein zweites Mal aktiv wird. Jedenfalls wenn der Trauben von dort eine erträgliche Qualität erwarten lassen.

Einstimmung auf den Altweibersommer

Die Arbeit mit den Baumkreis-Hölzern war genau das Richtige für diesen Nachmittag. Die Witterung nähert sich jetzt deutlich der typischen Stimmung des Altweibersommers an. Kühlere Durchschnittstemperaturen und dieses warme Licht bei überwiegend offenem Himmel. Besonders nachmittags tut das bei tief stehender Sonne einfach gut. Ich mag auch das Goldene am Sonnenlicht dieser Jahreszeit. Eigentlich schade, dass es in der Baumlandschaft nicht so viele attraktive Fotomotive gibt. Die Früchte des Schlehdorn, des Weißdorns, der Ebereschen und Heckenrosen hatte ich schon auf dem Plan. Darüber hinaus sind nur die Baumobstsorten noch interessant. Und denen begegnet man in freier Landschaft nicht so häufig. Da die Mirabellen dieses Jahr fast vollständig ausgefallen sind, werde ich auf unserer Streuobstwiese später nach den Zwetschgen und Äpfeln Ausschau halten. Die Zwetschgen sind allerdings auch rar. Schade, denn die haben sich in der Vergangenheit als ziemlich fotogen herausgestellt. Eine Neuauflage der Serie mit dem Motiv gepflückter Zwetschgen würde ich gerne versuchen.

Schattenseiten süßer Früchte

Dass sich Ratten auf Obst stürzen, war mir bisher noch nicht bekannt. Tatsächlich habe ich selten einmal eine live im Garten erlebt, selbst in der Zeit, bevor wir den früher unbefestigten Holzlagerplatz als beliebten Treffpunkt derselben erkannt haben. Das Problem wurde vor Jahren schon gelöst. Dass jetzt wieder welche aufgetaucht sind und sich sogar am hellichten Tag auf dem Rasen tummeln, liegt an den nach der Lese übrig gebliebenen einzelnen Weintrauben. Offenbar sind die Nager scharf auf die süßen Restfrüchte. Nachdem wir aber die letzten Rest zusammengekehrt und die geschnittenen Weinrebenabschnitte zur Grünschnittdeponie gebracht haben, sollte sowohl Ratten als auch Wespen und Hornissen der Spaß vergangen sein. Ich hoffe jedenfalls, dass die monatelange Belagerung insbesondere mit den Insekten jetzt ein Ende findet. Dann ist die bevorstehende Holzarbeit im Freien auch wieder angenehmer.

Einseitige Baumobstsaison

Der so abrupte Herbsteinbruch, kurioserweise genau zu Beginn des Septembers, macht Wetterfühligen wie mir natürlich zu schaffen. So wie schon das ständige Auf-und Ab zwischen schwüler, trockener und regendurchwachsener Hitze während des Hochsommers. Wir müssen uns wohl auf diese Folgeerscheinungen der wachsenden Erderwärmung dauerhaft einstellen, und darauf, dass die gemäßigten Breiten regelmäßig nicht mehr ganz so gemäßigt sind. Die gesunkene Durchschnittstemperatur, in Kombination mit kühlen Nächten wird die letzten Früchte zur Reife bringen. Auch bei den Feigen rechne ich damit, so dass wir vielleicht Ende September die meisten ernten können. Die letzten Trauben hat V. schon heute eingemaischt, der daraus gewonnene Rotwein wird für seinen Bedarf sicher ausreichen. Was uns sonst noch erwarten wird: Jede Menge Äpfel, denn die haben sich anders als Zwetschgen und Mirabellen und Birnen an unseren Bäumen gut entwickelt. Die Obstkuchensaison wird deshalb einseitig ausfallen. Vor allem den Mirabellenkuchen vermisse ich jetzt schon sehr.

Beginn der Traubenlese

V. hat heute schon den größten Teil seiner Weintrauben gelesen, und wie immer gleich die Reben zurückgeschnitten. Der Rückschnitt war in Teilen radikal, da einige der älteren Reben kaum noch getragen haben, nur noch sehr kleine Trauben hervorbrachten. So ist jetzt die gesamte Gartenbepflanzung und –überdachung mit dem Weinrebengeflecht weiter reduziert. Viele lichte Flecken haben sich aufgetan. Vielleicht nicht das Schlechteste in Bezug auf die Lichtversorgung der niedrigeren Pflanzen. Und für den Eigenbedarf reicht auch diese schmale Ernte noch aus. Gerade einmal knapp zwei Bütten Trauben sind heute herausgekommen. Viel mehr als zweieinhalb werden es wohl insgesamt nicht mehr werden. Am Abend haben wir dann das ganze Laub und die entfernten Äste zusammengetragen. Auch das in komprimierter Form nur zwei Stausäcke bisher. Es wird tatsächlich von Jahr zu Jahr weniger, während sich die Bäume des Gartens weiterentwickeln, größer und stärker werden. Die Gleditschie, die ich bald in die Erde pflanzen will, ist jetzt besonders schön zu sehen. Bisher war sie vom Traubenlauf fast ganz verdeckt. Ich kann mir ganz gut vorstellen, dass er sich zu einem der markanten Gartenbäume weiterentwickeln kann, auch wenn er zurzeit noch sehr fragil wirkt.

Schattenbäume im Sommer

Die Idee, Ws Geburtstag mit einem gemeinsamen Essen zu begehen, war sicher die richtige für diesen heißen Tag. Zumal man im Esszimmer direkt vor der Tür parken kann und draußen eine Reihe Schatten spendender Bäume stehen. Einer davon hat unseren Fahrzeugen Kühle beschert und unter einem anderen haben wir zum Dessert gesessen. Dass das ein Walnussbaum war, hat sich ausnahmsweise nicht als nachteilig erwiesen. Einschläfernde Wirkung hatte er jedenfalls nicht. Bei dem leckeren Espresso Madeleine wäre das auch verwunderlich gewesen. Den zweiten Teil des kulinarischen Geburtstags haben wir im Garten verbracht. Zwar deutlich heißer als im Inneren des Hauses, aber auch schöner, mit Blick auf das viele dichte Grün. Irgendwann hat man sich dann auch an die Hitze gewöhnt. Ein wenig Entspannung in sommerlicher Gartenatmosphäre. Genau das Richtige für diesen Sonntag.

Garten-Dschungel

Unser Garten verwandelt sich in diesem Sommer zunehmend in einen Dschungel. Die Sonnenblumen senken sich nach den zwischenzeitlichen Regengüssen regelmäßig Richtung Boden und müssen dann stabilisiert werden. Ihre Zeit ist schon bald abgelaufen, was daran erkennt, dass sich die Vögel bereits auf die Kerne stürzen, die schon ausgereift sind. Der Feigenbaum neigt seine inzwischen ausladenden Äste ebenfalls immer weiter, so dass man sich bücken muss, wenn man den Pfad bis zur Hecke passieren will. Und das Weinlaub strebt jetzt auch seinem Höhepunkt entgegen, wenige Wochen vor der Lese. Ein Gesamteindruck von grüner Oase, der sich im September schon stark verändern wird. Wenn das Weinlaub geschnitten ist und die Bäume schon erste Blätter verlieren, wird es lichter im Garten. Aber das Licht wird nicht mehr so blendend sein, eher warm, vor allem am späten Nachmittag bei tiefstehender Sonne. Auf diese Zeit des Altweibersommers freue ich mich jedes Jahr aufs Neue, weil ihr so ein anregender, noch vom Sommer inspirierter Übergangscharakter eigen ist.

Die Früchte des Gartens im Spätsommer

Ich freue mich darauf, wenn am Wochenende der Sommer zurückkehrt. Wenn auch nur für wenige Tage. Dann können wir den Garten wieder live erleben und nicht nur durchs verregnete Fenster. Diese Endphase des Hochsommers ist für Gartenliebhaber schon etwas Besonderes, weil so vieles jetzt ausreift. Das liefert nicht nur optische Highlights. Man kann eben auch alles durchgehen und nachsehen, was gerade wieder erntereif ist. Das sind bei uns zurzeit auf jeden Fall die Chilis, die zu unserer Überraschung diesmal grün sind. Das erste Mal, und durchaus unbeabsichtigt, hatten wir keine Roten. Die Schärfe variiert, je nachdem welche der vier Pflanzen ich gerade erwische. Vielleicht komme ich ja im kommenden Jahr hinter das Geheimnis, wovon diese Schärfe abhängt und warum sie bei gleichartigen und zusammen gewachsenen Pflanzen so wechselhaft ausfällt. Demnächst, in 3-4 vier Wochen wahrscheinlich wird auch jeden Tag wieder der Feigenbaum Thema sein. Viele Früchte haben sich angesammelt, die alle ziemlich gleichzeitig ausreifen werden. Und dann wird auch die Weintraubenlese wohl nicht mehr ganz so fern sein. Das ist bei uns wegen der vielen Insekten, die die Früchte schon seit Wochen attackieren und zunehmend auch wegen des Interesses der Amseln ohnehin immer viel früher als bei den Winzern in ihren Weinbergen. Aber es wird sich in Grenzen halten, da die Trauben spärlicher werden und die Sorten mit dickeren Früchten in den letzten Jahren wuchsfreudiger geworden sind. Kein Vergleich zu der Situation vor 20 oder 30 Jahren, als die Reben viel dichter wuchsen, mehr Trauben trugen und diese viel kleiner waren. Damals war die Lese noch eine mehrtägige Aktion für die ganze Familie.

Die Szene der Gartenblogger

Mit dieser Eintrübung haben wir nun gar nicht gerechnet, hatten wir uns doch schon auf stetig steigende und am Sonntag gipfelnde Temperaturen in dieser Woche eingestellt. Stattdessen wieder Wolken, bevor der Hochsommer am Samstag vermutlich umso heftiger zurückkehrt. Das ist schon ein Witterungsverlauf, der dem Organismus einiges abverlangt. Aber dann komme ich auch besonders flüssig mit meiner Projektarbeit weiter – weniger natürliche Ablenkung sozusagen. Ich freue mich, dass der Artikel über Gartenblogs mit dem Titel „Grüne Leidenschaft im Internet“ in der Zeitschrift DEGA GARTENBAU tatsächlich erschienen ist. Die Autorin des Artikels hatte mir das vor einigen Wochen angekündigt. Und tatsächlich ist in der sehr transparenten und umfassenden Betrachtung der aktuellen Blogszene rund ums Thema Garten mein Baumtagebuch als Beispiel angeführt, und dann noch als „Etwas Besonderes …“ Das freut mich natürlich. Auch dass ich mit meinen langjährigen Erfahrungen mit dem Internettagebuch ein wenig zur Aufklärung und dem Inhalt des Artikels beitragen konnte. Es ist dem, der sich regelmäßig mit Blogbeiträgen äußert, vielleicht nicht so bewusst. Es gibt tatsächlich so etwas wie eine Blogger-Bewegung, die eigentlich schon länger besteht und an Schwungkraft nicht nachgelassen zu haben scheint. Die Formen, konkreten Inhalte und Motivationen sind sehr vielfältig. Aber die grundlegende Idee, andere an themenbezogenen Erlebnissen, Überlegungen und Aktivitäten virtuell teilhaben zu lassen, ist der Motor des Phänomens. Einer, der meiner Einschätzung nach noch lange nicht ausgedient hat und weiter entwicklungs- und anpassungsfähig bleibt.

Strahlender Weißdorn

Es war wieder einmal der Weißdorn, der bei diesem vermutlich letzten Aufbäumen des Hochsommers in unglaublich strahlendem Licht erscheint. Dieser Rot-Grün-Komplementärkontrast fasziniert mich immer wieder und ist ein Element dessen, was für mich die Hochphase des Sommers bedeutet. Diese Sättigung intensiver Farben, die Wachstum und Fruchten so plastisch machen. Und diese lebendige Gesamtgestalt der Weißdornsträucher, die dort schon zu kleinen Bäumen ausgewachsen sind. Meist ist es ein bestimmtes Exemplar in einer langen Reihe, an der ich zum Fotografieren anhalte. Einfach weil er die am meisten leuchtenden und zu dieser Zeit schon reifsten Früchte trägt.

Weißdorn im Hochsommer I
Weißdorn im Hochsommer II
Weißdorn im Hochsommer III
Weißdorn im Hochsommer IV

Herbstliche Fotopläne

Gemessen an meinen Planungen ist die Entwicklung meines fotografischen Portfolios in diesem Jahr sehr unterentwickelt geblieben. Bis jetzt jedenfalls. Falls ich das noch sollte korrigieren können, werden es wohl Herbstbilder werden. Eigentlich so wie im letzten Jahr, als mir eine Reihe ganz guter Herbstblattaufnahmen, von bunt gefärbten Blättern einer Weinlaubsorte gelungen sind. Aus neuen Holzstrukturbildern ist nichts geworden, die Nahaufnahmen von Blättern und Blüten konnte ich auch nicht wirklich erweitern. Und auch die Oberflächenstrukturen, ein weiteres Lieblingsthema, lagen weitgehend brach. Also ein neuer Anlauf im Herbst, aus dem Eindruck der herbstlichen Farben heraus und wieder einmal motiviert von den jahreszeitlichen Veränderungen, die sich am Beispiel und im Bild der Bäume so plastisch illustrieren lassen.

Feigenbaum-Specials

M. wünscht sich wieder neue Feigen, die sie besonders gern als Beilage zum Abendessen genießt. Aber wie in den Vorjahren tut sich bei dem Feigenbaum zurzeit wenig. Die meisten der ziemlich zahlreichen Früchte haben inzwischen die gleiche Größe erreicht – und stagnieren dabei. Das ist eigentlich in dieser Phase des Hochsommers immer so. Wochenlanger Stillstand trotz Wärme und viel Licht, und jetzt ja noch zusätzlich reichlich Wasser. Es ist so, als ob der Baum vor dem großen Ausreifen der Früchten noch einmal Luft holt, um später seine ganze Energie in die Qualität der Früchte zu investieren. So scheint es einem tatsächlich, auch wenn man es nicht versteht.

Autobiografiearbeit

Es braucht eigentlich nur die Nähe zu einem ehemals eindrucksvollen Ort, um quasi nahtlos an die frühere Erfahrung anzuknüpfen. So erschien mir der Ausstellungsraum in der Mühle, den ich vor 15 Jahren für eine Ausstellung eigener bildhauerischer Arbeiten nutzen konnte, so vertraut, als ob ich ihn ständig besuchen würde. Das Bild, die Proportionen und die Aufteilung der beiden Räume hatte sich mir schon während der damaligen Vorbereitungen eingebrannt, denn diese Räume waren wesentliches Element der Präsentation und der Wirkung der Arbeiten im Raum. So fand ich es schön, an diesem Ort wiederum Holzarbeiten betrachten zu können, und vor allem, die Künstlerin wiederzusehen, die ich damals für das Stauseeprojekt gewinnen konnte. Auch das Gespräch mit H.G. S. hat diese Zeit aus der Erinnerung hervorgeholt und wieder sehr lebendig werden lassen. Ein Stück Autobiografiearbeit steckt somit immer in solchen Begegnungen, die umso deutlicher zeigen: Nichts geschieht zufällig, insbesondere nicht das wiederholte Zusammentreffen mit Menschen.

Sich Erden durch Naturbeobachtung

Im Urlaub würde man von Reizklima reden und damit etwas Gesundheitsförderndes meinen. Ohne Urlaub, im Arbeitsalltag erlebt, wirkt es dagegen eher hemmend und verstärkt den Eindruck, die Ferienzeit in unserer Region hat die Menschen in eine Art Ausnahmezustand versetzt, der normales Arbeiten an Projekten unmöglich macht. So konzentriere ich mich außerhalb der Projektarbeit vor allem auf die kleinen Dinge, die ich an der Entwicklung der Bäume und sonstigen Pflanzen in meiner Umgebung beobachte und die zu jeder Zeit wieder spannend und anders sind. Diese durchgehende Naturbeobachtung wirkt auf mich erdend und bringt mich mit dem näher zusammen, was man das Grundlegende nennen könnte. Es ist dies in heutiger Zeit nichts selbstverständlich Präsentes mehr. Vielmehr muss man es sich immer wieder quasi erarbeiten. Ein Preis des Fortschritts, der die Frage aufwirft, ob er nicht zu hoch ist und längerfristig tatsächlich eine Weiterentwicklung zu besserem Verstehen, höherem Bewusstsein, klarerem und effektiverem Handeln bedeutet.

Erste Frucht vom neuen Baum

Mit dem Ergebnis der heutigen Holzarbeit bin ich sehr zufrieden. Zumal es rechtzeitig fertig wurde, um Ende kommender Woche verschenkt zu werden. Die Kombination des individuellen Lebensbaums mit der Art, die für ewiges Leben und extreme Ausdauer steht, scheint mir für den gegebenen Anlass die richtige Wahl. Auch habe ich dafür einen sehr schönen, weil typisch wirkenden Abschnitt erwischt, der die Besonderheit der Lebensbaum-Art in markanter Weise augenfällig macht. M. wird heute Abend die erste Frucht unseres neuen, noch sehr kleinen Feigenbaums essen können. Das kleine Bäumchen hat schon eine größere Zahl von Früchen angesetzt, die ansonsten aber noch nicht ausgereift sind. Diese eine hatte es besonders eilig. Und sie sieht sehr gut aus, richtig dunkelblau gefärbt, fast wie aus dem Geschäft, in dem türkische Feigen angeboten werden. Es scheint tatsächlich eine spezielle Züchtung zu sein, deren Früchte sich rein äußerlich von den uns bekannten unterscheiden. Die Oberfläche wirkt samtiger, die Farbe irgendwie gestreift. Vielleicht liegt es aber auch am jugendlichen Alter des Baums. In eine paar Jahren werden wir es genauer wissen.

Standortabwägungen für Gleditschie

V. hätte nichts gegen die Idee, die größere unter den jungen Gleditschien am jetzigen Standort in die Erde zu pflanzen. Damit hätte ich nicht gerechnet, bin mir aber selbst nicht sicher, ob das die beste Idee ist. Denn wenn der Baum einmal ausgewachsen ist, versperrt der Stamm natürlich ein Stück weit die Sicht auf den Garten. Das ist insofern noch einmal zu überdenken. Schade fände ich es aber, wenn V. ihn mit zum Bienenhausstück nimmt. Dort kann ich seine Entwicklung nicht regelmäßig verfolgen. Und gerade diese Beobachtung ist ja gerade das spannende. Ich hoffe deshalb, wir finden eine Standortlösung in Sichtweite, die für uns alle und den Garten ein Gewinn ist.

Herbst im Sommer

In den letzten Wochen konnte ich das immer wieder beobachten. Beim Spaziergang heute schien es mir aber besonders deutlich, dass nämlich die Blätter und Früchte vieler Bäume und Sträucher bereits wie sonst erst im Spätherbst aussehen. Mit herbsttypischer Verfärbung und Degeneration der Blätter und der Dehydrierung der Früchte, die so gewöhnlich viel später eintritt. Natürlich hat auch dieser Zustand, wie hier bei den Ebereschen, seinen ganz eigenen Reiz, insbesondere bei hochsommerlichem Licht. Ein merkwürdige Kontrast dazu, dass sich alle Pflanzen nach den Regenfällen der letzten Tage wieder sehr vital zeigen und sie ansonsten sehr erholt wirken.

Herbstlich anmutender Ebereschenzweig im Hochsommer
Herbstlich anmutender Ebereschenzweig im Hochsommer

Zukunftsplan für eine Gleditschie

Der jetzige Standort der größten unserer drei herangezogenen Gleditschien wäre im Garten der einzig denkbare endgültige Standort. Noch wurzelt der junge Baum in einem Pflanztopf. Aber wenn er je einen kräftigen Stamm ausbilden soll, der sein jetzt schon beachtliche Höhe von mindestens 2 Metern stabil tragen kann, dann müssen wir ihn natürlich in die Erde pflanzen. Ich weiß nicht, was V. und M. davon halten, will das Thema demnächst aber einmal ansprechen. Ungewöhnlich wäre es schon, da dieser Standort eigentlich immer von einem Trockenbeet mit Polsterstauden und anderen kriechenden Pflanzen ausgefüllt war. Wenn dort einmal ein größerer Baum stünde, würde das die Geometrie des Gartens schon verändern. Wir werden uns das gut überlegen müssen, oder eben einen Standort außerhalb des täglichen Sichtfeldes finden.

Freundlicher Sommer

Die vergleichsweise kühlen Temperaturen tuen inzwischen gut, da man sich seit einigen Tagen wieder daran gewöhnen konnte. Sicher eine Zeit der Erholung auch für die Pflanzen und Bäume. Und die nächste Hochsommerphase, wenn auch nicht so heftig wie zuletzt, erwartet uns schon gegen Ende der Woche wieder. So hat sich der Sommer noch nicht aufgegeben, gestaltet seinen Verlauf vielmehr menschen- und pflanzenfreundlich und gibt uns kaum Anlass zum Klagen. Ich freue mich auf die entspanntere, weil private Holzarbeit der nächsten Tage, die das ansonsten konzentrierte Arbeiten an virtuellen Projekten flankiert und ein Stück weit ausgleicht.