Vorverlegte Palmweihe

Die Palmzeige am Samstagabend vor Palmsonntag segnen zu lassen, gefällt mir eigentlich gar nicht. Für mich verbindet sich diese Tradition eigentlich typischerweise mit einem sonnigen Vormittag des Palmsonntags, und mit dem Fußweg über den alten Friedhof zur Kirche, durch eine kleine Allee blühender Zierkirschbäume. Die unregelmäßigen Gottesdienstzeiten bringen es aber immer häufiger mit sich, dass die Feiertage nicht am eigentlichen Tag zelebriert werden können. Das nimmt dem ein gutes Stück seiner Aura und seiner symbolhaften Stärke. Die Buchsbaumzweige habe ich eben an unserem alten Strauch geschnitten, der seit vielen Jahren eine Ecke des Gartens markiert. Im vergangenen Sommer hat er mächtig an Volumen zugelegt. Ich hoffe, V. wird ihn nicht wieder so stark stutzen wie zuletzt. Eigentlich sollte daraus ein richtiger kleiner Baum werden. Bisher aber war er immer in überschaubarer Strauchform gewachsen. Zum Teil liegt das sicher an unserem Klima, z. T. aber auch an der Vorstellung, die man von dieser Art hierzulande hat, nämlich die eines kleinen Zierstrauchs. Ein Gutes hat die Vorverlegung auf den Vorabend: Morgen Vormittag kann ich mir viel Zeit lassen, die Zweige auf die verschiedenen Türkreuze im Haus zu verteilen.

Frühjahrsarbeiten im Blick

Nun ist der Streit ums Ende der Holzofensaison erneut entbrannt. M. will den Ofen am liebsten sofort stilllegen, während der Rest der Familie ihn noch so lange befeuern will, bis der Restvorrat aufgebraucht ist. Obwohl die letzten Tage bei uns super sonnig waren, bescheren die Nächte eben noch Frost. Nicht ganz abwegig, die Ofenwärme so lange noch zu nutzen. Ich glaube deshalb, dass wir uns durchsetzen und noch einige Tage Holzofenwärme genießen können. Spätestens zu den Osterfeiertagen ist die Saison aber dann endgültig abgeschlossen. Wäre schön, wenn wir dann auch mehr im Freien arbeiten können. Frühjahrsblüher pflanzen, Bäume zurückschneiden, den Garten fürs Frühjahr vorbereiten, da ist viel zu tun. Etwas, das unheimlich Freude macht, wenn die Jahreszeit dann auch zu spüren und stabil ist. V. ist nicht nur wegen der Aussicht auf Frühling derzeit gut gelaunt. Er hat vor allem mit einiger Verwunderung festgestellt, dass mit einer Ausnahme wohl alle überwinterten Bienenvölker überlebt haben und bei diesem Licht auch schon fliegen. Ein gutes Zeichen und eine echte Erleichterung nach den Totalverlusten der Vorjahre. Wenn jetzt noch die Blüten nicht erfrieren und sich in der Abfolge schön abwechseln, könnte das ein gutes Bienen- und Honigjahr werden.

Zur Balance zwischen Technik und Inhalt

Manchmal taucht auch bei einem so persönlichen und technikfernen Thema wie der Baumsymbolik technisch Unvorhergesehenes auf. So musste ich einen Großteil des Arbeitstags damit verbringen, die Stabilität des Baumtagebuchs in seiner Internetform wiederherzustellen. Zumindest gab es Hinweise auf Beeinträchtigungen. Ich denke, das ist nach einigem Suchen und Recherchieren jetzt wieder in Ordnung, mit hoffentlich bleibender Zuverlässigkeit für die Zukunft. Schließlich ist es am wichtigsten, die Aufmerksamkeit auf die Inhalte und die Art ihrer Vermittlung zu lenken. Das rein Technische versuche ich gerade bei solchen Themenprojekten im Hintergrund zu halten, es wirklich in den Dienst der Darstellung und Verarbeitung von Inhalten zu stellen.

Holzoberflächen mit Schellack

Die Maler und Lackierer, aber auch die normalen Tischler scheinen sich mit den Spezialformen der Oberflächenbehandlung von Holz nicht wirklich auszukennen. Meinen Freund H. P., den Tischler, hatte ich schon vor einiger Zeit nach Erfahrungen mit der Verwendung von Schellack gefragt. Und heute einen Malermeister. Aber beide konnten dazu nichts sagen, haben vielmehr auf Spezialmethoden von Möbelrestauratoren verwiesen. Tatsächlich ist die Technik wohl heute bei modernen Möbeln nicht mehr verbreitet. Die Anmutung der spiegelglatten, wie glasiert wirkenden Holzoberflächen mit Schellack hat mich aber immer fasziniert. Es würde mich reizen, das einmal für eigene Kreationen zu nutzen. Zum Beispiel für die österlichen Skulpturen, die im vorletzten Jahr entstanden sind. Sicher werde ich noch in Erfahrung bringen, wie man dabei vorgeht und was alles zu beachten ist, um Ergebnisse zu erzielen, wie man sie von historischen Möbeln kennt.

Gegen Ende der Holzofensaison

M. rechnet fest damit, dass die Holzofensaison vor Ostern beendet ist. Das liegt auch nahe, da einerseits das Wetter so wirkt, als ob es sich in Richtung frühlingshafter Temperaturen entwickeln könnte, die zwar noch nicht da sind, aber irgendwie erahnt werden können. Und andererseits unser Brennholzvorrat ohnehin nur noch für ca. eine Woche reichen dürfte. Auch V. hat keine wirkliche Lust, noch etwas aufzufüllen. So wird in diesem Sommer wohl der Holzvorratsplatz zum Abstellen von Utensilien der Gartensaison zur Verfügung stehen. Während des Sommers werden wir die im Laufe des Jahres entstandenen Lücken mit frischem Holz aus unserem Waldkontingent auffüllen können. In Brennholznot werden wir deshalb so schnell nicht geraten. Und wenn zwischendurch wieder milde Winter kommen sollten, wie wir es schon einige Male erlebt haben, wird das Brennmaterial ohnehin noch länger zur Verfügung stehen.

Rechtzeitiger Baumschnitt vor dem Frühjahr

Nun rückt die Zeit fürs Zurückschneiden der Bäume doch sehr nahe. Denn die Atmosphäre sieht in diesen Tagen bereits sehr nach stabilem Frühlingswetter aus. Das ist schon zu spüren. Dieses Jahr werde ich dafür eine neue Astschere kaufen müssen. Im Vorjahr war es mit den alten und abgenutzten Exemplaren ein zu großer und nevenaufreibender Aufwand. Die Rinde hatte sich häufiger abgeschält, da die Schneiden nicht mehr scharf genug waren und inzwischen so verbeult waren, dass an ein Schärfen nicht mehr zu denken war. Und mit der ganz großen Schere war für das normale Schneiden auch nichts anzufangen. Die ist nur für sehr dicke Äste gedacht und geeignet, und außerdem muss man die Hebel dafür sehr weit auseinanderziehen, was im dichten Geäst ohnehin nicht umsetzbar ist. Wir müssen nur das richtige Wetter abpassen. Vielleicht ist das Wochenende geeignet. Gerade der Maulbeerbaum macht immer sehr viel Arbeit, da er enorm wuchsfreudig ist und jedes Jahr aufs Neue meterlange Triebe ausbildet, die dem Baum eine ungebremste Ausdehnung verliehen, wenn sie nicht kräftig gekappt würden.

Aktuelle Chancen regionaler Kunst

Eine Begegnung mit einem Ausstellungsort, mit dem ich persönlich positive Erinnerungen verknüpfe, war mir heute beschert. Es war Ms Idee, die Ausstellung mit künstlerischen Scherenschnitten einer Künstlerin zu besuchen, die mir durch ihre kontinuierliche Arbeit in unsere Region, speziell in diesem Genre, bereits bekannt war. Originale von ihr hatte ich zuvor aber noch nicht gesehen. Und ich muss sagen, dass mich die Präsentation beeindruckt hat. Vielleicht spielt da der ungewöhnliche und mir so gut bekannte Ausstellungsraum auch eine Rolle. Aber es ist vor allem die Qualität dieser Arbeiten, das Faszinierende an der plakativen Scherenschnittdarstellung, die mich beeindruckt hat. Vor fünfzehn Jahren habe ich in denselben Räumen eigen Holzskulpturen ausgestellt, die damals schon Baumskulpturen waren und die das Symbolthema Baum zum Gegenstand hatten. Ein sehr reizvoller Kontrast zu dem Ort, an dem sie gezeigt wurden, einem feinmechanischen Museum. So gesehen steht auch diese aktuelle Ausstellung in einem Kontrast zum Ort, aber man kann auch sagen, dass die Andersartigkeit des räumlichen Settings das Besondere der künstlerischen Arbeiten gerade so deutlich werden lässt. Leider haben wir in dem begleitenden Gespräch mit der Museumsaufsicht eine alte Gewissheit erneut bestätigt gefunden. Dass nämlich das regionale Kunstangebot in gleicher Reihe mit beliebigen anderen Freizeitaktivitäten wahrgenommen und auch gewertet wird. Schlechte Voraussetzungen, um hier die Motivation zum Präsentieren eigener Kreationen langfristig hochzuhalten. Umso beachtlicher finde ich jeden Ansatz, das dennoch zu erreichen. Die ungewöhnlichen Formen, denen man auf diesen Wegen begegnen kann, sind für mich ein Gewinn.

Nach Weihnachten ist vor Weihnachten

Erst heute haben wir uns endgültig von unserem letzten Weihnachtsbaum verabschiedet. Genau genommen waren es noch ca. 6 Zweige, die für Dekorationszwecke nicht mehr verarbeitet werden konnten. Das Erstaunliche: Sie waren noch fast so frisch wie am ersten Tag. Dabei wurden sie zwischenzeitlich gar nicht gewässert, sondern standen zusammen in einer Kiste, für den Fall, dass wir sie noch benötigen würden. Aber jetzt, nachdem der Frühling im Anzug ist und die letzten Gespräche über Weihnachten geführt wurden, jedenfalls vor der diesjährigen Saison, war es natürlich an der Zeit, auch diese Relikte in den Biokreislauf zurückzuführen. Neben vielen Erledigungen am Vormittag gehörte das zu unseren anfänglichen Gartenarbeiten, welche die neue Gartensaison vorbereiten. In Kürze geht’s dann wieder in die Gärtnerei, Frühjahrsblüher aussuchen, die wir dann anschließend einpflanzen. Dafür müssen wir noch einiges an Erde besorgen. Und all die Arbeiten rund ums Haus stehen ebenfalls noch bevor.

Winter, Weihnachten und die Wahrnehmung des Alters

Ein Gespräch über Weihnachten und die Aktivitäten bei der Vorbereitung des Festes war heute einer der Gesprächsgegenstände mit R. Interessant, wie sich die Gewohnheiten ähneln und häufig nur in Details unterscheiden. Ob der Weihnachtsbaum z. B. erst am Heiligen Abend hereingeholt und geschmückt wird oder schon vorher, wie lange er stehenbleibt u. s. w. Das gehört zu den Themen, die das ganze Jahr über denkbar sind. Ein Zeichen dafür, dass solche Fragen die Menschen bewegen, da kann politisch und kulturell sonst noch alles Mögliche geschehen. Dass sich das Gespräch darauf gerichtet hat, lag aber wohl auch an der winterlichen Atmosphäre draußen und an der gemeinsamen Feststellung, dass wir keinen richtigen Winter hatte, der Frühling aber auch noch auf sich warten lässt. Verständlich, dass sich der Blick in dem Moment auf Weihnachten zurück richtet, als vergangenes Highlight des Jahres sozusagen. Und dann die schon fast überraschte Feststellung, dass das nächste Weihnachtsfest tatsächlich schon in knapp 9 Monaten ansteht. Unglaublich, wie schnell die Zeit vergeht. Wie die Jahre fliegen. Eine Beobachtung, die mit zunehmendem Lebensalter immer deutlicher erscheint.

Weißdornblätter und Schwarzdornblüten

Erste Weißdornblätter im Frühling, zusammen mit vorjährigen Blättern
Erste Schwarzdornblüten im Frühling

Während die Weißdornsträucher zurzeit ganz langsam ihre Blattknospen öffnen und schon begonnen haben, die zarten fünflappigen Blätter zu entfalten – direkt neben den letzten vorjährigen Blättern, schicken sich die Schwarzdorne an, die weißen Blüten zu zeigen. Interessant, wie die einzelnen Arten die Reihenfolge im Entstehen neuer Blätter und Blüten geradezu umdrehen. In wenigen Tagen, jedenfalls wenn die sonnigen Abschnitte anhalten, wird das strahlende Weiß der Schlehenblüte die Baumlandschaft dominieren. Und dann werden vermutlich gleichzeitig die weniger auffälligen Spitzahornblüten kommen, die ich besonders mag, bei denen man aber genau hinsehen muss, um sie von dem gleichzeitig entstehenden jungen Laub zu unterscheiden.

Neue Frühlingszeichen

Das viele Licht dieses Tages hat den Bäumen und Sträuchern einen erneuten Schub verliehen. Besonders auffallend war die Aktivität bei den Traubenkirschen, die jetzt schon beginnen, ihre Blütenknospen aufzufalten. Hasel und Hainbuche sind ebenfalls schon dabei, sich für die Wachstumssaison vorzubereiten. Es müsste jetzt für einige Tage so hell bleiben. Vor allem wäre es wichtig, dass die starken Fröste nicht mehr wiederkehren. Ansonsten könnte aus der Mischung von sehr viel Licht und frostigen Nächten eine starke Belastung für den Start der Bäume in dieses Jahr entstehen. Denn darunter leide sowohl junge Blätter als auch und vor allem die Blüten. Letztere erhalten nämlich keine zweite Chance, während die Blätter versuchen können, erneut auszutreiben. Auch das haben wir schon erlebt, z. B. beim Ginkgo und auch bei unserem Maulbeerbaum, der in einer sehr windumtosten und kalten Ecke steht. Aber auch wenn die ersten kleinen Blättchen wieder erfroren waren, konnte er sich mit Verspätung wieder aufrappeln. Hoffen wir auf einen sanfteren Start in diesen Frühling.

Erkenntnisfördernder Abstand

Beständiges Winterwetter. Und ich habe die Tendenz, die Situation für Innenarbeiten zu nutzen. Wenig, was mich derzeit ablenkt, das ist gut für die Konzentration, und dass ich zügige Fortschritte mit meinen technischen Projekten mache. Daneben nehme ich viele Anregungen für Neuerungen in mir auf, deren Umsetzung im Frühling und Sommer anstehen wird. So ist die Abwesenheit der Bäume für eines wenigstens gut. Nämlich die Aufmerksamkeit auf ihre Vitalität und den neuen Vegetationszyklus zu lenken und dem Verständnis ihrer Symbolik immer näher zu kommen, gerade wenn man nicht von ihrer Oberfläche eingenommen ist. Abstand kann eben auch erkenntnisfördernd sein.

Hungriger Ofen

Der Holzofen scheint in diesem Winter hungriger denn jemals zuvor. V. meint, das liegt daran, dass die Abschnitte, die wir zurzeit verfeuern von Fichten stammen, die schon zum Zeitpunkt, zu dem sie gefällt wurden, vertrocknet waren. Es waren Bäume, die noch in verwurzeltem Zustand abgestorben waren und als ganze über Jahre ausgetrocknet waren. Danach lagen sie wiederum einige Jahre aufgespalten an der Luft. Und jetzt sind sie so dehydriert, dass sofort anfangen zu knistern, sobald eine Flamme sie auch nur berührt. Entsprechend gewaltig ist der Verbrauch. So ist es auch zu erklären, dass unser Vorrat in rasantem Tempo schwindet. Ich hoffe, es wird noch bis zum Abschluss der Ofenbrandsaison reichen, damit es uns erspart bleibt, neue Scheite heranzufahren und zu sägen.

Ein neuer Blick auf das Verborgene im Lebewesen Baum

Beim Abschluss der Lektüre von Peter Wohllebens Bestseller über die Bäume hat sich mir wiederum etwas bestätigt, das vielleicht eine unzweifelhaftes Erfolgsmerkmal für Sachthemen-Publikationen unserer Zeit ist. Die Autoren müssen authentisch wirken, müssen ihre Leidenschaft, ihr ehrliches Interesse und natürlich auch ihre Expertise in einem Themengebiet zum Ausdruck bringen. Der Bestsellerstatus dieses Buchs ist sicher damit zu erklären, dass der Autor das alles überzeugend umsetzen konnte. Natürlich spielt auch das Thema selbst eine Rolle. Die Bäume als exemplarische und emotional besetzte Lebewesen bewegen die meisten Menschen, weil sie in Zeiten der Diskussion um Folgen des Klimawandels und vielfältiger Beeinträchtigungen natürlicher Ressourcen für die vegetabile Natur und die Grundlagen des Lebens auf der Erde überhaupt stehen. Da ist es nicht verwunderlich, wenn die Details dieser Lebensform selbst das Interesse wecken. Tatsächlich kann das Buch sehr vieles anschaulich erläutern und überhaupt erst ansprechen, was vielen bis dahin unbekannt gewesen sein dürfte. Die Art, wie Bäume über das Wurzelgeflecht untereinander verbunden sind, sich gegenseitig unterstützen, Informationen austauschen, ihre Lebenszyklen koordinieren, ist sicherlich eine dieser Informationen, die Wohlleben in alle möglichen Facetten zerlegt und stets sehr lebensnah und wirklich unterhaltsam beschreibt. Ein Förster mit einer lockeren Schreibe, die aber immer sachbezogen bleibt und auf einen großen Wissensschatz verweist. Es ist vor allem die gebündelte Darstellung aktueller wissenschaftlicher Erkenntnisse über Lebensfunktionen der Bäume, über ungeahnte und von außen unsichtbare Eigenarten der Lebensform Baum, die den Leser so fasziniert. Da stellen sich reihenweise „Aha“-Erlebnisse ein, zumal der Autor immer auch aus der Perspektive seiner persönlichen Erfahrung des jeweiligen Phänomens schreibt. Man weiß dann: Diese teils unglaublichen Ähnlichkeiten und Parallelitäten der Bäume mit der Organisation und den Funktionen anderer Lebensformen bis hin zum Menschen, die der Buchuntertitel schon in den Bereichen des Fühlens und Kommunizierens verortet, sind nicht bloß wissenschaftliche Konstrukte, mit sensiblen Messinstrumenten erkundet und in Messzahlen oder Diagrammen festgehalten. Vieles davon ist beim genauen Hinschauen auf die Bäume und den Wald, beim aufmerksamen Leben mit den Jahreszeiten, beim unverstellten Blick auf die sichtbaren und spürbaren Erscheinungen rund um die Bäume auch unmittelbar erfahrbar oder von dieser Erfahrung ableitbar. Wenn dann noch die wissenschaftliche Erklärung hinzukommt, gestaltet sich der Erkenntniszuwachs umso eindrucksvoller. Man kann wohl sagen, dass man nach der Lektüre dieses Sachbuchs den Bäumen anders begegnen muss, weil man tatsächlich auf verborgenen Ebenen jenseits von Stamm, Wurzeln, Ästen, Blättern, Blüten und Früchten eine umfangreiche Vitalität, viele dem Auge verborgene Lebensäußerungen voraussetzen kann, die das Lebewesen Baum noch spannender machen und seine Stärke als Lebenssymbol noch weiter verstärken mögen.

Werkzeugpläne

Diese Holzarbeit ist wieder abgeschlossen. Und gleichzeitig ist die Gewissheit gereift, dass eine neue Maschine kein Luxus mehr ist. Die noch genutzte hat gute 15 Jahre hinter sich, in denen sie einiges geleistet hat. Ihre Grundfunktion hat nicht gelitten, aber mit der Zentrierung scheint etwas nicht mehr zu stimmen. Schlecht, wenn es darum geht, exakte Bohrungen durchzuführen. So ist schon eine Anschaffung auf dem Plan für dieses Jahr, von der ich hoffe, dass sie sich ähnlich unverwüstlich zeigt wie die alte Technik. Allerdings zeigt die Erfahrung, dass selten etwas besser wird. Bei Geräten der Kommunikationselektronik ist das ohnehin bekannt, aber auch die solideren und weniger komplizierten handwerklichen Hilfsmittel sind nicht immer mehr das, was sie versprechen. Deshalb lasse ich mir Zeit mir der Auswahl, denn gutes und verlässliches Werkzeug kann das Leben leichter machen. Das gilt natürlich gerade bei dieser speziellen Holzarbeit, die eigentlich aus der Ruhe ihre Kraft bezieht. Störungen und Verzögerungen bringen aber Unruhe, etwas das ich in dem Zusammenhang nicht gebrauchen kann.

Wochenendausgleich

Gut, dass die Renovierungsarbeiten seit einer Woche pausieren. Wir haben zwar gestern Abend schon wieder begonnen, die nächsten Projekte vorzubereiten und V. hat heute seine geplante Arbeit auch erledigt, aber jetzt geht’s erst wieder nächste Woche weiter. Unser Part liegt dann wieder eher beim Aus- und Einräumen. Meine Wochenendholzarbeit ist heute schon rascher vorangekommen als gedacht. Es fehlt nur noch der letzte Arbeitsschritt, der morgen in ca. 1,5 Stunden abgeschlossen sein wird. Schön und entspannend ist diese Form handwerklichen Arbeitens, wenn die ganze Woche mit einer Mischung von kreativer und technischer Projektarbeit sowie einigen Koordinationsaufgaben angefüllt war. Mit dem Frühling wünsche ich mir mehr von diesem Ausgleich.

Passende Bedingungen für die Holzarbeit

Bei den Schneeverwehungen heute wollte die Lust auf Holzarbeit nicht entstehen. So habe ich diese Arbeit aufgeschoben und hoffe, morgen wenigstens stundenweise Sonne am Himmel zu erblicken. Linde, das erfordert schon eine wenig Licht und Wärme, denn irgendwie fühle ich mich bei der Arbeiten an bestimmten Arten auch immer deren Wesen verpflichtet. Und manche Konstellationen sind einfach nicht passend. Heute also nicht der richtige Moment, aber bis zum Wochenende wollte ich das abschließen, deshalb muss ich in den verbleibenden beiden Tagen die richtigen Phasen erwischen. Damit am Ende auch alles stimmig ist und seinem eigentlich Sinn entspricht, Formen bereitzustellen, die es dem Träger erlauben, seine eigene Persönlichkeit in einem Lebensbaum zu spiegeln.

Globale Blitzkommunikation

Bei so viel Regen ist man wenig von der Arbeit im Haus abgelenkt. Ich merke, dass das tatsächlich auch zu besonders produktiven Phasen führen kann. Es ist also nicht nur das Licht und die Wärme, die uns beflügeln. Manchmal auch das Gegenteil, weil sich die Aufmerksamkeit dann verlagern kann. Ich beobachte das schon seit Jahren auch in Bezug auf die Aufmerksamkeit, die am Themenfeld Interessierte meinen Webprojekten rund um die Bäume schenken. Auch das schwankt sehr stark. Sicher von den biologischen Rhythmen und klimatisch bedingten Befindlichkeit des Einzelnen abhängend. Dabei ist aber zudem eine Komponente, die nichts mit Individualität oder Mentalität zu tun hat. Es ist eine Art globales Bewusstsein oder eine globale Stimmung, die überall gleichzeitig vorhanden ist und ihre Wirkungen zeigt. Salopp formuliert: Wenn es überhaupt läuft, läuft es überall. Wenn nichts geht, dann meist flächendeckend. Es scheint, dass unsichtbare Verbindungen zwischen den Individuen, geistige Brücken oder seelische Gemeinsamkeiten eine blitzschnelle Angleichung bewirken. Es ist diese Ebene, die in der Kommunikationswissenschaft nie zum Gegenstand werden wird und doch das Leben so stark mitprägt.

Meteorologischer Frühlingsanfang

Jetzt also doch wieder eine Rückkehr des Winters. Wohl ein letztes Aufbäumen desselben, bevor wir die ersten jungen Blätter der Bäume als grüne Flecken in der Baumlandschaft erkennen. Und die ersten aufgefalteten Blüten jenseits von Hasel und Erle. Meinem Eindruck nach liegt das schon in der Luft, ist greifbar nah, aber das Wetter spielt vorher noch ein wenig mit uns und der Vegetation, so als ob es uns herausfordern wollte. Ich hoffe, wir werden den Übergang gut verkraften. Ein Gedanke, der mir angesichts der spürbaren Frühjahrsmüdigkeit kommt.

Lichtzuwachs vor dem Frühling

Interessant, wenn man an einem Schalttag Geburtstag hat. So eine Bekannte von M., die in diesem Jahr tatsächlich auf den Tag ihren Geburtstag feiern kann. Sonst muss es dann wohl nachgeholt werden. Für unsere Sonnenstundenbilanz ist der Schalttag auch ein Glücksfall, könne wir doch einen Tag mehr Sonne hinzurechnen, die sich heute entgegen der Vorhersage wieder sehr lebendig präsentiert hat. Am Ende ist es dann doch ein Februar geworden, der die zweitbeste Lichtausbeute der letzten 7 Jahre brachte. Nur in 2012 haben wir im Februar fast die doppelte Sonnenstundenzahl. Das war allerdings sehr ungewöhnlich. Also mit dem Licht funktioniert es schon ganz gut. Nur die Temperaturen müssen noch nachziehen. Der Weißdorn sieht da offenbar gute Chancen, denn an verschiedenen Sträuchern sind jetzt schon die jungen Blätter zu sehen, wie sie sich ganz langsam aus ihrer Knospenhülle befreien, wenn sie auch noch nicht ganz aufgefaltet sind. Das kann aber sehr schnell gehen. Irgendwann in den nächsten Tagen werde ich auf meinem Lieblingsweg den Frühling am unübersehbaren Mut der Sträucher und Bäume als angekommen erkennen. Danach gibt’s in der Regle eine regelrechte Explosion, bei der sich verschiedene Arten mit ihrem neuen Grünen und Blühen zu überbieten trachten. Den Winter werde ich ganz sicher nicht mehr vermissen.

Im Kontakt mit den Grundlagenthemen

Nun bin ich mit meiner Baumbuch-Bestseller-Lektüre doch noch nicht ganz durch. Das Wochenende war einfach sehr anstrengend, so dass wir diesen Sonntag dringend zur Rekreation benötigt haben. Unsere Fichtenvorräte schwinden bedenklich, während wir beständig mit der wohligen Ofenwärme hier drinnen die Kälte draußen ausgleichen. Sogar M. weiß das in diesen Tagen zu schätzen. Die nächste Woche wird eine Mischung zwischen den laufenden Kreativprojekten und einer kunsthandwerklichen Arbeit bringen. Ganz gut für mich, diese Mischung immer wieder realisieren zu können. Das hilft, Einseitigkeiten zu vermeiden und die Grundlagenthemen nicht aus den Augen zu verlieren, die ich ganz gerne an der Präsenz und Symbolik der Bäume festmache.

Wetterspekulationen

Vielleicht hat V. seinen Nashibaum etwas zu früh geschnitten. Es werden uns wohl noch einige Nachtfröste bevorstehen. Vielleicht nicht günstig für die empfindlicheren Arten, wenn die frischen Schnittflächen dem Frost ausgesetzt sind. Die Beobachtungen in der Baumlandschaft von vor einigen Tagen machen zwar Hoffnung auf eine baldige Temperaturänderung, aber Ausreißer sind gerade in dieser Jahreszeit häufig und können die Selbstbeobachtung der Bäume irritieren. Die Ofensaison zu beenden, lehne ich derzeit noch ab. M. ist sehr dafür, aber mit V. habe ich in der Frage einen Verbündeten, der sich mit mir über die wohlige Holzofenwärme noch sehr freut. Gerade jetzt, wo es einmal sehr sonnig, aber eben auch kalt ist, finde ich diese Art von Heizung stimmig. Und da wir ohnehin noch Vorrat beim Haus haben, können wir das noch einige Wochen nutzen. Bis der Frühling sicher angekommen ist.

Ungewohnte Arbeiten

So viel Renovierungsarbeit im Winter, das ist ungewohnt. Aber das Ganze geht auf Ms Initiative zurück, und nun muss sie ebenfalls durch, auch wenn es zeitweise zu viel zu werden scheint. Immerhin, die Themen Tapete und Farbe waren länger nicht auf unserem Plan, und so gibt es einiges nachzuholen. Ganz gut, dass mich die Holzarbeit derzeit nicht so stark in Anspruch nimmt, so bleibt etwas mehr Zeit für die liegengebliebenen Projekte. Am Wochenende hoffe ich, wenigstens die Lektüre meiner Baumliteratur fortsetzen zu können. Das liegt allzu oft brach in den letzten Monaten.

Deutliche Frühlingsregungen

Auf die Wettervorhersagen kann man sich in diesen Tagen nicht mehr verlassen. So häufig wechseln unangenehmes Regenwetter und Kälte mit sonnigen und sehr hellen Phasen ab. So habe ich die Gelegenheit zu einem Gang durch die Baumlandschaft vor Ort genutzt und sah mich sehr überrascht. Gestern noch hätte ich den Bäumen kaum ein Lebenszeichen ablesen können. Und heute, bei strahlendem Sonnenschein, haben sich ganz viele Arten schon frühlingshaft präsentiert. Tatsächlich sind an vielen Sträuchern auf einmal verbreitet Knospen zu sehen. Blütenknospen zum Teil, wie beim Schlehdorn, und Blattknospen, wie z. B. bei den Haselsträuchern. Sogar erste bunte Blüten sind vereinzelt schon zu sichten. Peter Wohlleben meint ja in seinem Bestseller zum geheimen Leben der Bäume, dass sich manche Arten tatsächlich auch irren können, was die Vorhersage des Frühlings angeht. Aber die Regungen sind jetzt so deutlich, dass man geneigt ist, den Frühling tatsächlich schon in greifbarer Nähe zu sehen. Das gibt Hoffnung auf eine lange Baumsaison.

Frühlingsknospen der Heckenrose
Frühlingsknospen
Erste Baumknospen im Frühling
Erste Blattknospen im Frühling
Erste Baumblüten im Frühling
Erste Baumknospen im Frühling

Technische Chancen für die Symbolvermittlung

An die Optimierung der übrigen Seiten konnte ich mich noch nicht geben. Aber das Thema ist schon spannend, ist die Attraktivität einer Webdarstellung doch durchaus größer, wenn sie sehr schnell zur Verfügung steht – und zudem noch gut gemacht ist. Ich versuche, diese Darstellungen immer wieder aktuellen Sehgewohnheiten und technischen Möglichkeiten anzupassen. So macht die technische Entwicklung in diesem Medium auch nicht vor den Themen halt, die inhaltlich doch in ganz andere Welten verweisen. Den Bäumen ist das alles natürlich egal. Aber unsere Art, Symbole zu verarbeiten, Erkenntnisse im Umgang und der Verarbeitung symbolischer Formen öffentlich zu machen, diese Art ist heute von der Technik beeinflusst und kann mit Hilfe der technischen Möglichkeiten auch besser vermittelt werden. Der Inhalt bleibt für mich aber immer das Primäre. Ich hoffe, dass die technischen Optimierungen diesen Anspruch unterstreichen und ihn nicht umgekehrt verundeutlichen.

Schnellere Ladezeit für bessere Wahrnehmbarkeit

Die Beschleunigungstechnik des Webhosts für besonders schnelle Ladezeiten funktioniert bei meiner Agenturseite schon einmal gut. Das ist durchaus eine Möglichkeit für das Baumtagebuch, das schon auf Grund der technischen Basis und des inhaltlichen Umfangs erhöhte Anforderungen stellt. Eigentlich eine gute Chance, die Benutzerfreundlichkeit durch schnellere Ladezeit weiter zu erhöhen. Mit solchen Fragen der Optimierung beschäftige ich mich ab und zu ganz gerne. Denn auch die authentischsten und ehrlichsten Inhalte sind kommunikativ nutzlos, wenn sie nicht wahrgenommen werden. Die Zeit, die der einzelne zur Verfügung hat oder die er sich gönnt, um bestimmte Inhalte in sich aufzunehmen, ist eben begrenzt, auch wenn ich den Wunsch sehr deutlich wahrnehme, diese überhitzte Beschleunigung wieder zurückzufahren. Der Wunsch ist bei vielen da. An der Umsetzung hapert es aber noch sehr. Schnellere Ladezeiten könnten dem entgegenkommen.

Triste Endwinterlandschaft

Keine ergiebige Zeit für die Baumfotografie. Beim Spaziergang am Mittag sehe ich kaum Motive, die es Wert währen, festgehalten zu werden. Es ist dies die Schlussphase des Winters, in der selbst die letzten Relikte des Herbstes an den Gehölzen in Auflösung befindlich sind. Am deutlichsten ist das bei den Heckenrosen, deren letzte Hagebutten sich sehr lange halten. Jetzt sind sie aber entweder vollständig schwarz geworden oder so ausgedörrt, dass nur noch eine transparente dunkle Hülle davon zu sehen ist. Ansonsten setzen nur die teils leuchtend bunten Flechten farbige Akzente in der tristen Baumlandschaft. Zeit, den Winter hinter uns zu lassen und zumindest gedanklich den Frühling vorwegzunehmen.

Ein altes Thema bleibt spannend

Bäume und Planeten, das Thema schwirrt mir immer noch im Kopf umher, weil der Zusammenhang faszinierend ist. Aber es von den Rudolf Steiners Ansätzen vom Beginn des 20. Jahrhunderts und deren Rezeption durch anthroposophische Nachfolger aus zu be- und verarbeiten, wollte mir bisher aus Zeitgründen nicht gelingen. Dabei kann ich mir immer noch vorstellen, die damit zusammenhängenden Fragen für die Auffächerung des Lebensbaum-Begriffs zu nutzen. Ob es allerdings als Background für eine neue Reihe von Baum-/Holz-Armbändern geeignet ist, da bin ich mir nicht mehr so sicher. Vielleicht ist der Zusammenhang zu unbekannt, als dass es gelingen könnte, ihn in eine symbolische Form einzubringen, die dann auch noch vermittelbar ist. Vielleicht ist das ja etwas zu weit hergeholt. Dieser Zweifel ist mir gekommen, nachdem ich den Band mit Steiners Aufzeichnungen und Zeichnungen wieder in Händen gehalten hatte, in denen er sich auf dieses Thema bezieht. Die inhaltliche Aufbereitung muss von diesen Texten und grafischen Reproduktionen ausgehen und dann miterfassen, was spätere Autoren zu dem Zusammenhang geäußert haben. Vielleicht doch noch ein Projekt für die Zukunft.

Ein Schreibtisch aus dem Holz des Lebensbaums

Die wechselhaften Erfahrungen mit den Eigenschaften des Nussbaumholzes als Möbelholz lassen mich ernsthaft darüber nachdenken, das größere Schreibtischprojekt vollständig mit Eibe umzusetzen. Bisher hatte ich die Idee, nur in der Mitte einen Streifen aus Eibe einzufügen, den Rest aber in Nussbaum auszuführen. Es wird natürlich nicht einfach sein, über drei Meter lange Abschnitte in der erforderlichen Stärke zu finden. Das wird wohl eine ziemlich aufwändige Suche. Und dann stellt sich immer auch die Frage des Transports. Dem Hamburger Spezial-Holzhandel traue ich solche Sonderformen noch am ehesten zu. Das ist aber dann mit erheblichen Versandkosten verbunden. Ob in abholfähiger Nähe solches Holz aufzutreiben ist, werde ich sehen. Über Oberflächenveränderungen, wie ich sie gerade beobachte, müsste ich mir in dem Fall aber wohl weniger Gedanken machen.

Ein Baum für die Ewigkeit

Zurzeit bringt nicht viel nach draußen. Bei einem der kurzen Aufenthalte im Garten, um nämlich etwas zur Komposttonne zu bringen, hatte ich eine überraschende Begegnung mit meinem Lebensbaum. Die Eibe wächst dort, gerade neben der Tonne seit vielen Jahren als quasi fremdartiger Bestandteil der Hecke, die ansonsten nur aus blaunadeligen Zypressen besteht. Trotz dieser fremden Nachbarschaft und obwohl sie in früheren Jahren gerade zur Weihnachtszeit heftig reduziert wurde, hat sie sich – wie das so in der Eibenart liegt – mit viel Geduld und beständig ihren Platz behauptet und sogar deutlich ausgeweitet. Heute ist sie als Teil der Hecke nicht mehr zu übersehen und sticht schon allein wegen ihres satten Dunkelgrüns aus ihrer Umgebung hervor. Aber natürlich hat sie auch einen ganz anderen, viel eindrucksvolleren Charakter als die Zypressen, in deren Reihe sie sich eingepasst hat. Ich bin froh, auf diese Art meinen eigentlichen Lebensbaum auch im persönlichen Umfeld präsent zu haben. Sonst begegne ich der Art vielleicht einmal auf dem Friedhof oder in irgendwelchen Hecken öffentlicher Anlagen. Auch bei J. und W. im Garten hat sich eine eingerichtet. Aber sie sind eben nicht überall präsent. Und das macht ihnen auch nichts aus, denn ihr eigentliches Trachten geht nach der Ewigkeit.

Fokusverschiebung bei Baum-Themen

Der Aufmerksamkeitsfokus in der Beschäftigung mit den Bäumen als Thema hat sich möglicherweise in den letzten Jahren verschoben. Meinem Eindruck nach stehen zurzeit Illustrationen mit ästhetisierend-symbolischem Schwerpunkt im Mittelpunkt des Interesses, sprich Bildbände mit der Darstellung besonders eindrucksvoller, meist alter, in jedem Fall aber auf Grund einzelner Merkmale besonders beeindruckender Baumindividuen. Das zweite Interesse richtet sich an populärwissenschaftliche Zusammenfassungen neuerer Erkenntnisse zur Art, mit der Bäume als Lebewesen mit ihrer Umwelt in Beziehung treten und sich an ihrem jeweiligen Standort behaupten. Die inhaltlich-symbolischen Aspekte dagegen scheinen in den Hintergrund getreten zu sein. Für mich bleiben diese aber nach wie vor die eigentlich spannenden Dimensionen der Baumthematik. Vielleicht etwas abstrakter und nicht immer im ersten Moment zugänglich, aber doch so, dass sie die Baum-Mensch-Beziehung am besten beschreiben und die Relevanz der Bäume in unserem Alltag in ihre zahlreichen Facetten auflösen können. So man sich denn mit diesen Fragen beschäftigt. Die verschiedenen Vorhaben rund um die Lebensbaum-Begrifflichkeit sind für mich eine große Zukunftsaufgabe. Mehr Zeit und Muße, mich dem zu widmen, würde ich mir wünschen. In Ausschnitten und Teilbereichen versuche ich das aber jetzt schon voranzubringen, u. a. durch die tägliche Arbeit am Baumtagebuch.