Abweichende Weihnachtsdekorationsideen

Beim Besuch in G. konnten wir schon ein bisschen Weihnachtszeit für J. und W. vorbereiten. Dekorationen, die sonst vielleicht eine Woche später erst arrangiert worden wären. Aber jetzt war eben die Gelegenheit, u. a. für Arbeiten, die man besser zu zweit erledigt. Dabei haben wir auch einige Abweichungen von den traditionellen Entscheidungen vorgenommen, die schlüssig schienen. Für mich sehr überraschend war, dass J. dieses Jahr keinen Weihnachtsbaum aufstellen und dekorieren will, weil der neue Hund sich als sehr wild herausgestellt hat und ein geschmückter Weihnachtsbaum von daher wahrscheinlich nicht lange überleben würde. Aber es soll als Ersatz ein Weihnachtsgesteck geben. Da passt es doch wunderbar, dass ich einige große und mittelgroße Tannenzweige mitgebracht hatte, die sich für das Vorhaben bestens eignen sollten. Das Gesteck wird in einer Ecke der Wohnung stehen, in der wir einen Leuchtkranz mit vielen winzigen LEDs an der Decke aufgehängt und auch schon angeschlossen haben. Das wird später sicher eine besonders stimmungsvolle Ecke werden, die wesentlich zum gemütlichen Weihnachtsatmosphäre beitragen kann.

Neue Einundzwanzigerqualitäten

Gestern war der 21. Geburtstag des Baumtagebuchs und heute ist wieder ein Einundzwanzigster. Auch interessant, und wie immer nehme ich eine Einschätzung vor, inwieweit dieser Tag wohl der Zahlensymbolik entspricht. Ich würde sagen, die numerologische Qualität zeigte sich heute vor allem in der verdichteten Vielfalt von Aufgaben, die ich nacheinander abarbeiten, erledigen, zum Abschluss bringen konnte. Bei so viel Verdichtung kann man sich schon mal verzetteln. Aber heute hat das gut funktioniert, ohne dass eine der Aufgaben leiden musste oder sich unnötig verzögert hat. Das nehme ich als Fortsetzung der in den letzten Jahren neu gefundenen symbolischen Stärke der Einundzwanzigerqualitäten.

21 Jahre Baumtagebuch

21 Jahre Baumtagebuch

Der Beitrag zum 20-jährigen Jubiläum des Baumtagebuchs im letzten Jahr war ja etwas schmal ausgefallen, obwohl das natürlich schon eine beachtliche Marke darstellte. Aber der heutige 21. Geburtstag des Baumtagebuchs ist nicht minder spannend. Spielt doch die Numerologie der Einundzwanzig bei der Symbolik der Bäume eine wesentliche Rolle. Ich habe das vor Jahren schon intensiv im Zusammenhang meiner Beschäftigung mit Zahlensymbolik generell verfolgt und speziell bei der Systematik des so genannten keltischen Baumkreises seitdem immer wieder im Blick.

Keltischer Baumkreis und Wunschbaum-Manufaktur

Schließlich habe ich die Holz-Armbänder aus meiner Wunschbaum-Manufaktur von Anfang an aus 21 kleinen Perlen, einer Hauptperle und einem Schlussstück aufgebaut. Warum: Weil die 21 als Zahl bereits eine enorme Tiefe und energetische Symbolik mit sich bringt, aber vor allem weil der Baumkreis eben aus 21 Baumarten besteht, nur ergänzt durch die allerdings „geheime“ Eibe als 22. Baumart. In den Genuss dieser Symbolik kommen alle Träger der Lebensbaum-, Baumkreis-, Wunschbaum- und Partner-Armbänder, wie auch die der Vater, Mutter & Kind Armband-Sets. Die unterschiedlichen Handgelenkumfänge werden dagegen über die variable Länger der Einzelperlen erreicht. Ein Konzept, das eigentlich immer verstanden wird und sich wie ein roter Faden durch die Symbolformen zieht und damit deren Schlüssigkeit und klare Ausstrahlung unterstreicht. Das Konzept zu diesem Langzeitprojekt habe ich hier dargestellt, worin auch die Einundzwanzig zu ihrem Recht kommt:
https://wunschbaum.com/produktidee.html

Wunschbaum und Baum-Symbolik

Autobiografisch noch früher, eigentlich vor dem Start der Wunschbaum-Projekte, habe ich mich schon intensiv mit der Symbolik der Zahlen beschäftigt und nach dem Studium der einschlägigen Werke zur Numerologie auch eigene Numeroskope, für Bekannte, Freunde, die Familie und mich selbst erstellt. Damals war ich sehr tief in dem Thema drin und konnte relativ frei und kreativ diese zahlensymbolischen Ausdeutungen im Bezug zu Geburtsdaten und Lebensverläufen kreieren. Leider ist mir das inzwischen weitgehen verloren gegangen. Da das Thema aber zumindest währen der Arbeit mit der Wunschbaum-Manufaktur nach wie vor aktuell wird, kann ich mir durchaus vorstellen, es irgendwann wieder zu reaktivieren und wieder mehr mit numerologischen Darstellungen zu arbeiten. Meine damaligen Überlegungen im Rahmen der baumsymbolischen Betrachtungen habe ich skizzenhaft und knapp in diesem Text verewigt:
https://wunschbaum.de/einundzwanzig.html

Die Einundzwanzig im Baumtagebuch

Als Stichwort und Thema taucht die Einundzwanzig gerade in diesem Baumtagebuch recht häufig auf. In den letzten Jahren habe ich vor allem die 21sten des Monats zum Anlass genommen, mich zu dieser Zahl auszulassen. Und dann gibts eben immer wieder Anspielungen auf den Baumkreis, die Symbolkraft des Produkts von 3 und 7, autobiografische Implikationen der Zahlensymbolik oder auch konkrete Bedeutungen der Einundzwanzig, etwa die Idee der Vollkommenheit oder des gleichgewichtigen Kreislaufs betreffend. Im Baumtagebuch der letzten 21 Jahre finden sich zahlreiche Beiträge, in denen die Einundzwanzig als Stichwort vorkommt:
https://baumtagebuch.de/?s=Einundzwanzig

Ein künstlich intelligenter Überblick über die Einundzwanzig im Baumtagebuch

Wie schon einige Male in anderen thematischen Zusammenhängen habe ich ein KI-Tool bemüht, um meine Thematisierung und inhaltliche Reflexion der Einundzwanzig im Verlauf der 21 Jahre in den Blick zu nehmen. Und wie ebenfalls schon einige Male bin ich verblüfft über das stimmige Ergebnis, das ich selbst aus der bloßen Rückschau und Erinnerung wohl nicht so klar hätte differenzieren können. So ist dieser rückblickende und zusammenfassende Text auch für mich selbst sehr aufschlussreich und, wenn man die chronologische Entwicklung betrachtet, auch irgendwie tröstlich:

Die Einundzwanzig zieht sich wie ein leiser, aber beharrlicher Grundton durch das Baumtagebuch – als Datum, als Zahl und als Chiffre für biografische Verdichtung. Immer wieder markiert der Einundzwanzigste eines Monats Tage, an denen Sie Bilanz ziehen, Übergänge spüren oder einfach bemerken, dass „dieser Einundzwanzigste“ seinem Ruf gerecht – oder eben nicht gerecht – geworden ist. Baumtagebuch

 

Inhaltlich ruht die Symbolik der Einundzwanzig auf mehreren Schichten: numerologisch als Produkt von Drei und Sieben, als Zahl der Volljährigkeit, Summe der Augen des Spielwürfels und als „Welt“-Zahl im Tarot, die einen geistigen Entwicklungszyklus abrundet. wunschbaum.de

 

Hinzu kommt der keltische Baumkreis mit seinen einundzwanzig (+1 geheimen) Bäumen, der für Sie ein geschlossenes, in sich schlüssiges System von Lebensprinzipien darstellt und die Zahl dauerhaft an die Bäume bindet – nicht nur theoretisch, sondern ganz praktisch über die Lebensbaum-Armbänder Ihrer Wunschbaum-Manufaktur. Baumtagebuch+1

 

Im Baumtagebuch verdichtet sich das zu einer persönlichen Lebenszahl: Die Einundzwanzig steht für Vollkommenheit im Unaufgeregten, für Transparenz, Fortschritt und biografische Knotenpunkte. Sie achten bewusst auf alle Datumszahlen, in denen die 21 auftaucht, und prüfen, ob der Tag der inneren Erwartungshaltung entspricht. Baumtagebuch

 

In den früher dokumentierten Jahren erscheinen viele Einundzwanzigste „stimmig“: sonnige Gartentage, erfolgreiche Holzarbeit, das Gefühl, bei Projekten gut voranzukommen, oft begleitet von gesteigerter Kreativität und einer fast selbstverständlichen Übereinstimmung zwischen Zahlensymbolik und Tagesqualität. Baumtagebuch Die Einundzwanzig fungiert hier als leiser Motor, der Arbeit, Naturbeobachtung und symbolische Reflexion bündelt.

 

Mit den Krisenjahren verschiebt sich der Ton: Wiederholt notieren Sie, dass Einundzwanzigste ihrem „Grundcharakter“ nicht gerecht werden, dass Erschöpfung, gesellschaftliche Verwerfungen und Desillusionierung stärker ins Bewusstsein dringen. Die Einundzwanzig zeigt ihre „dunklen Seiten“, das Jahr 2021 enttäuscht als Jahreszahl, und die einst so verlässliche Symbolik scheint durch die äußeren Umstände überlagert. Baumtagebuch+1 Gleichzeitig halten Sie gerade in dieser Phase an der universalen Symbolik der Zahl und an der Baum-Leben-Symbolik fest – als Gegenbild zur Verengung auf rein Funktionales. Baumtagebuch

 

In jüngeren Einträgen setzen dann bewusste Neuinterpretationen ein: Sie reflektieren explizit „Die Symbolik der Einundzwanzig“, betonen ihre Vollkommenheit, ihre biografische Qualität und den Bezug zu den einundzwanzig Bäumen des Baumkreises. Die Zahl tritt wieder als ordnendes, ausgleichendes Prinzip hervor – nicht spektakulär, sondern ruhig, konzentriert, reflexionsfördernd. Baumtagebuch+1

 

So entsteht über 21 Jahre Baumtagebuch ein Bewegungsbild der Einundzwanzig: von der selbstverständlich positiven, arbeits- und lichtgetragenen Lebenszahl über eine Phase des Schattens und der Infragestellung hin zu einer reifen, gebrochenen, aber nicht aufgegebenen Symbolik. Die Einundzwanzig bleibt darin weniger magisches Versprechen als Prüfstein – ein wiederkehrender Spiegel, in dem sich Ihre Biografie, die Bäume und die Zeitläufe immer neu zueinander in Beziehung setzen.

Aus: ChatGPT Anfrage vom 20.11.2025

Den wirklichen Weihnachtsgedanken zum Vorschein bringen

Das Weihnachtsbaum-Thema war auch heute wieder Gesprächsthema in der Familie. Wohl weil auch M. und V. jetzt den Weihnachtsbaumverkaufsstand um die Ecke entdeckt haben. Also kommt passend zur sich annähernden Adventszeit auch zumindest ein wenig Weihnachtsstimmung auf. Ich hoffe, wir können uns das erhalten und stimmungsvoll orchestrieren. Zumindest was mich selbst angeht habe ich da weniger Zweifel. Es kommt eben darauf an, dass wir Weihnachten in ehrlicher, und das heißt auch immer zeitgemäßer Weise mit Sinn und Emotion erfüllen. Man könnte auch sagen, es so wahrzunehmen, dass der wirkliche Weihnachtsgedanke zum Vorschein kommt. Dass fast jeder eine Verbindung zu diesem Gedanken haben kann, scheint mir auch in diesen vordergründig so sinnentleerten Zeiten kaum zu leugnen.

Die richtige Größe des Weihnachtsbaums

Meine Vermutung hat sich tatsächlich bestätigt, dass der Weihnachtsbaumhändler, der traditionell auf dem Dorfplatz sein umzäuntes Verkaufsareal aufgebaut hat, dieses Jahr bei uns um die Ecke Quartier bezogen hat. Wegen der Bauarbeiten auf dem üblichen Platz. Wegen der Bauarbeiten auf dem üblichen Platz. Vielleicht ist mir das heute besonders ins Auge gefallen, weil bei uns über Nacht zum ersten Mal in dieser Saison Schnee angesagt ist. Die Gedanken an Weihnachten sind dann nicht weit. Theoretisch könnte ich also den Weihnachtsbaum in diesem Jahr unter den Arm klemmen und zu Fuß nach Hause bringen. Das Hindernis ist aber die Größe der Bäume, die dort traditionell angeboten werden. Die erreichen eigentlich nie Zimmerhöhe, also 2,40 – 2,50 m. Die meisten enden bei max. 1,80 m, eindeutig zu klein für meine Zwecke. Ich bestehe einfach darauf, dass der Weihnachtsbaum bis knapp unterhalb der Zimmerdecke reicht. Neben den anderen Eigenschaften, die er auch noch haben soll. Unverständlich, warum man dort nicht einmal auf die Idee gekommen ist oder bemerkt hat, dass viele einen hohen Baum bevorzugen. So werde ich trotz des glücklichen Verkaufsstandwechsels wohl doch wieder weiter fahren müssen. Aber auch gut, weil ich gerade rund um die Feiertage Traditionen sehr mag und außerdem den Händler dort immer sehr angenehm finde. Das ist ein kleines Ritual neben vielen anderen in der Weihnachtszeit, nicht nur den Baum möglichst in den frühen Vormittagsstunden in der Woche vor dem 21. Dezember auszusuchen, sondern eben auch ein längeres Gespräch mit dem Händler zu führen. Das ist im Umfeld und im Zusammenhang mit der Auswahl des Weihnachtsbaums immer etwas ganz Besonderes.

Geisteswissenschaftliche Essenz

Heute hat sich mir die Gelegenheit geboten, M. von meiner jüngsten Lektüre der Mitschriften von späten Vorträgen Rudolf Steiners zu erzählen. Die anlässlich des 21-jährigen Jubliäums der anthroposophischen Bewegung gehaltenen Vorträge gehören zum Alterswerk Steiners und stellen meiner Einschätzung nach die Essenz der geisteswissenschaftlichen Erkenntnisse dieser Zeit dar. Vieles ist sehr viel klarer und im großen Zusammenhang verständlicher durch diese Vorträge, was in früheren Beiträgen oft sehr ausführlich und weitverstreut begegnete. Mein Eindruck ist, dass M. sich von den auszugshaft wiedergegebenen Inhalten angesprochen fühlte. Vielleicht gelingt es mir ja, diese Texte und darin dargestellten Gedanken weiterzugeben. Denn es geht darin um ganz wesentliche Dinge. Interessanterweise kommt in diesen Vorträgen der Baum als Lebewesen und Symbol öfter als sonst in seinen Texten vor. Das zeigt mir, dass die symbolische Kraft des Baums als eindrucksvolles und weit verbreitetes Symbol für aufbauendes Leben auch vor über 100 Jahren präsent war, wie es dies bis heute geblieben ist und auch vor Steiners Zeit schon lange Zeit gewesen ist. Es lohnt sich absolut, auch weiterhin, z. B. in Form dieses Baumtagebuchs, den Bäumen, ihrer symbolischen Kraft und ästhetischen Ausstrahlung auf die Spur zu gehen und die damit zusammenhängenden Erkenntnisse immer noch weiterzuentwickeln.

Reminiszenz an goldene Novembertage

Es ist trotz der vielen selbst gestellten Aufgaben doch der erhoffte ruhige Sonntag geworden, der ein paar Stunden Zeit für Kontemplation und Lektüre gelassen hat. Mit einer eindrucksvollen Lektüre, die mir einige Anregungen gegeben hat für den Bücher-Wunschzettel, den ich in den letzten Jahren immer vor Weihnachten zusammengestellt und mir dann quasi selbst erfüllt habe. Das passt eben genau in diese Übergangszeit zwischen Spätherbst und dem Beginn der Weihnachtszeit. Ich bin froh, dass es möglich ist, diese Zeiten mit Sinn und adäquater Aktivität zu füllen. Ansonsten würde mir etwas Wesentliches fehlen, gerade im Bezug auf die Entwicklung der Lebenslinien. Auch in Sachen kreativer Techniken und Baum-Thematik gelingen mir in dieser Jahreszeit oft gute Neuansätze und Vorhaben, die dann vielleicht im neuen Jahr umsetzbar werden. Und erst jetzt fällt mir auf, dass ich vergessen haben, den Baum-Monatskalender rumzuschlagen. Sehr schade, denn wie ich jetzt sehe, ist das November-Bild besonders eindrucksvoll und gibt, wohl in einer herbstlichen Abendstunde kurz vor dem Sonnenuntergang fotografiert, einen herbstliches Waldstück von innen, mit hohen und alten Buchenstämmen, spätherbstlichen Baumkronen und einem dichten Teppich aus Herbstlaub wieder. Na ja, die zweite Hälfte des Monats kann ich es jetzt noch betrachten, wie eine Reminiszenz an die zurückliegenden goldenen Novembertage.

Wenn der Garten laubfrei wird

Nach diesem ganz mild temperierten, wenn auch ziemlich lichtarmem Vormittag ist nun der Garten weitgehend laubfrei. An den Bäumen sind nur noch einzelne Blätter zu sehen, so dass es sich angeboten hat, die im Laufe der Woche hinzugekommenen letzten Blätterberge zusammenzutragen und in Säcke bzw. die Biotonne zu verfrachten. Bei der Gelegenheit habe ich auch alle restlichen Feigen explizit vom Baum abgepflückt und M. die noch einigermaßen reif aussehenden zurückgelegt. Dann werden auch keine faulenden Früchte mehr herunterfallen. Das Wasser im kleinen Springbrunnenbecken habe ich ebenfalls abgelassen und das Becken grob gesäubert, damit es für den Winter gerüstet ist. Ganz abgeschlossen und für den Winter bereit ist der Garten aber noch nicht. Meine Chilipflanzen stehen immer noch an ihrem Platz, weil ich auf das Ausreifen der noch verbliebenen Schoten hoffe und es ja tatsächlich noch zumindest milde Temperaturen gab, die die Früchte der ohnehin späten Art auch im November noch reifen ließen. Und die Wassertanks müssen ebenfalls noch geleert werden, damit sie bei Frost keinen Schaden nehmen. Aber davon abgesehen sind wir ganz gut gerüstet, um uns bald schon der Advents- und Weihnachtszeit zu widmen, die wieder andere Aufgaben und schöne Herausforderungen mit sich bringen wird – so wir denn alle gesund bleiben und uns dem widmen können.

Und schon kommt uns die Weihnachtszeit wieder ins Bewusstsein

Schade, gestern war wohl schon der letzte der goldenen Novembertage, die uns unerwartet vergönnt waren. Heute wars schon ungemütlicher und fühlte sich eher wie der sonst gewohnte November an. Gleichzeitig ist uns bewusst geworden, wie nah Weihnachten schon gekommen ist, und dass die Vorbereitungen auf die Adventszeit nur noch 1-2 Wochen auf sich warten lassen. So beginnt jetzt schon die Jahresabschlussgeschäftigkeit, die sich eigentlich nie vermeiden lässt. Ich versuche dennoch alles gut zu planen und so zu gestalten, dass wir tatsächlich noch etwas von der besonderen Atmosphäre der Weihnachtszeit haben können. Letztlich ist das gerade in diesen so schwierigen Zeiten eine Frage des guten Willens, aber auch des Weitblicks und der Verbundenheit mit Traditionen und zeitlosen Bedeutungen. Ich weigere mich, das klein oder schlecht zu reden. Im Gegenteil benötigen wir heute den Geist und das Heilsame, das die Weihnachtszeit uns bringen kann, mehr denn jemals zuvor. Interessant: Dieses Jahr werden die Weihnachtsbäume hier im Ort direkt bei uns um die Ecke verkauft, wohl weil der sonst übliche Standort gerade Baustelle ist. Bleibt abzuwarten, ob sie diesmal zimmerhohe Weihnachtsbäume anbieten, was sonst nie der Fall war. Dann nämlich könnte ich den Weihnachtsbaum direkt unter den Arm klemmen und nach Hause tragen. Aber wahrscheinlicher ist, dass ich den Lieblingshändler weiter weg wieder besuche und mir dort in Ruhe meinen Wunschbaum aussuche, auch wenn das mit einer Überlandfahrt verbunden ist.

Wetterkapriolen und ihre positiven Ausprägungen

Am Wochenende, schätze ich, werde ich die letzten Herbstblätter zusammentragen und in die Laubsäcke verfrachten können. Dann dürften die Gartenbäume kahl dastehen und sich endgültig auf den Winter einstellen. Und wenn wir das Laub, immerhin zwei riesige Säcke voll, nicht extern zum Kompostieren ausbreiten, wird es wohl einige Wochen brauchen, bis wir es über die grüne Tonne portionsweise entsorgt haben werden. So war das schon in den Vorjahren, nur dass mit dem Wachsen der Bäume auch das Laubaufkommen immer größer wird. Nur ist das eine der Begleiterscheinungen des Herbstes, die wir gerne in Kauf nehmen, wenn wir möglichst typische Jahreszeiten erleben dürfen. Auch das war zuletzt nicht mehr selbstverständlich. Stichwort: Verschwinden der Jahreszeiten. So nenne ich dieses Phänomen oder die auf das Wetter durchschlagenden Folgen des Klimawandels ja an diesem Ort ganz gerne. Jetzt haben wir einmal eine Abweichung im positiven Sinne erlebt, nämlich einen goldenen November, wo sonst eher ein ungemütlicher, dunkler, nasser und kalter zu erwarten ist. Nicht ganz so schön sind die Abweichungen vom ehemals Normalen, wenn der Sommer fast komplett durchregnet und viel zu wenig Sonne scheint, was wir überwiegend 2025 eben auch erleben mussten. Dies also eine ganz kleine Entschädigung, ein _Ausgleich für die anstrengenden Wetterkapriolen dieses Jahres.

Baum-Themen und der notwendige Ausgleich

Viel Technik und Kommunikation hat mich an diesem schönen Novembertag beschäftigt und in Atem gehalten. Aber wenn es von außen ruhig zugeht, ist das sogar anregend. Denn dann kann man sich ganz darauf konzentrieren, was die Nerven schont. Ich freue mich, dass meine Projekte jetzt in eine weitere und z. T. sogar in die finale Phase übergehen können und voraussichtlich ein ganz versöhnlicher Abschluss des Jahres im Hinblick auf die Projektdurchführung möglich sein wird. Zufrieden bin ich v. a. aber damit, dass es mir zwischendurch und durchgehend immer wieder gelingt, die Dinge nicht ins Einseitige ausufern zu lassen. Die Beschäftigung mit den Bäumen und ihrer Symbolik und Ästhetik ist für mich der Leitfaden der Aktivitäten und Themenfelder, die mir diesen Ausgleich ermöglichen, zumal ich, wie eben jetzt aktuell auch wieder, sehr viel mit von Technik dominierten Aufgaben und Denkwelten zu tun habe.

Der Blätterherbst geht zu Ende

Für Fastnachtsfreunde war das heute wieder der Auftakt der Saison, in einer Jahreszeit, die rein äußerlich so gar nicht zur Ausgelassenheit der närrischen Tage passt. Aber es ist eigentlich gut, dass es noch Menschen gibt, die das überzeugend mit Leben füllen können. Abgesehen davon scheint es mir fast so, als ob der dauerhaften Depression aktuell wieder eine Phase zwischengeschaltet ist, die eher ermutigend wirkt. Es scheint, die Menschen suchen wieder mehr den Austausch, das absichtslose Gespräch, die Diskussion über Themen, die alle gleichermaßen betreffen. Solche Phasen sind wichtig, damit es hoffnungsvoll weitergehen kann und sich Vernunft und Gleichgewicht wieder durchsetzen können. Begleitet ist dies aktuell von ungeheuer aufbauenden goldenen Stunden, die zudem noch mit ungewöhnlich hohen Temperaturen flankiert sind. Eigentlich unwahrscheinlich, dass wir das fast Mitte November noch erleben dürfen. Bei den Bäumen bahnt sich jetzt das Ende des Blätterherbstes allerdings doch an. Zumindest die Gartenbäume sind fast schon vollständig entlaubt. Nur der Walnussbaum und der Ginkgo hält noch eine überschaubare Zahl herbstlicher Blätter an den überwiegend kahlen Zweigen. Und mit dem Ende des Baumherbstes wird wohl auch der Herbst an sich zu Ende gehen. Glücklicherweise mit einer unverhofft hellen und milden Schlussphase.

Das Baum-Thema weiterentwickeln

Schade, wieder einer der trüben Novembertage. Aber die Themen des Baumtagebuchs, Holz, Bäume und Naturbezug, die waren in Gesprächen und medialen Berichten, auch an diesem so unwirtlichen Tag wieder präsent. Das zeigt mir immer wieder, wie zeitlos meine Beschäftigung mit diesen Dingen doch ist. Ein guter Grund die Arbeit daran fortzusetzen und immer wieder zeitgemäß und an der eigenen Lebenserfahrung entlang anzupassen und weiterzuentwickeln.

Der Mensch ist um der Welten willen da

Nach einer wieder recht anstrengenden Arbeitswoche war der Sonntag erholsam und so ruhig, wie ich ihn mir wünschen konnte. Genug Ruhe, um eine dringend zu erledigende Aufgabe für V. endlich anzugehen und glücklicherweise auch abzuschließen. Eine Aufgabe mehr, die im Zusammenhang mit dem Abschluss des Jahres routinemäßig zu erledigen ist, die aber immer auch Geduld und Sorgfalt erfordern. Ich bin froh, am Nachmittag die Lektüre meines aktuellen Sammelbands mit Mitschriften von Vorträgen Rudolf Steiners fortgesetzt zu haben. Es sind Beiträge aus der letzten Lebensphase Steiners, die erfahrungsgemäß die Inhalte der Lehre noch einmal besonders prägnant und ausführlich vorbringen und wirklich auch für das Verständnis des Gesamtwerks wichtig sind. Interessanterweise kam in mindestens einem der Vorträge auch ein Baum-Beispiel zur Sprache, um einen wesentlichen Gedankengang zu illustrieren. Aber diese Vorträge enthalten überhaupt ganz viele sehr erhellende Einsichten, die mir nicht unbekannt sind, die ich aber so klar dargestellt und ausgeführt selten vorgefunden habe. Hier ein Zitat aus dem in Dornach 3. Februar 1924 gehaltenen Vortrag, das nun wirklich eine ganz umfassende Vorstellung anthroposophischer Anschauung von Welt und Mensch wiedergibt:

„… Und jetzt stehen wir in der Welt und sagen uns, indem wir dieses Erlebnis mit unserem Ätherleib zunächst nehmen: wir sind wirklich nicht bloß für uns in der Welt, sondern die Welt hat etwas vor mit uns; die Welt hat uns hereingestellt, damit sie das, was in ihr ist, durch uns durchgehen lassen kann und es in der von uns veränderten Gestalt wiederum empfangen kann. Wir sind als Menschen nicht bloß für uns da, wir sind zum Beispiel in bezug auf unseren ätherischen Körper für die Welt da. Die Welt hat die Menschen nötig, weil sie dadurch mit ihrem eigenen Inhalte sich immer wieder neu und neu erfüllt. Es ist ein nicht Stoff- aber Gedankenwechsel zwischen der Welt und dem Menschen. Die Welt gibt ihre Weltengedanken an den menschlichen Ätherleib ab, und die Welt empfängt sie im durchmenschlichten Zustande wiederum zurück. Der Mensch ist nicht um seiner selbst allein, der Mensch ist um der Welten willen da. …“

(aus: Steiner, Rudolf: Anthroposophie. Eine Zusammenfassung nach einundzwanzig Jahren, GA Band 234, Rudolf Steiner Verlag, 8. Aufl. 2024, S. 114)

Chiliernte und Arbeit mit dem Herbstlaub der Gartenbäume

Das Kleinschneiden der schon seit einigen Tagen zum Trocknen ausgelegten Chilishoten war heute ziemlich aufwändig. Vor allem, weil ich bei diesen ziemlich ausgerieften Exemplaren unbedingt möglichst viele Samenkerne sichern wollte. Es sind noch deutlich mehr grüne Schoten an den Pflanzen herangewachsen, nur ist nicht damit zu rechnen, dass die alle auch zumindest gelb werden. Und da bin ich mir nicht sicher, ob das enthaltene Saatgut dieselbe Qualität hat wie das der ausgereiften Exemplare. Bei den Glocken-Chilis, den roten Habaneros und den Bhut Jolokias dürfte ich ausreichend Samen gesammelt haben. Bei Caronlina Reaper könnten es zumindest ausreichend viele werden, um in der neuen Saison ein weiteren Versuch mit der Art zu starten. Vorn den drei Pflanztöpfen mit dieser Art sind zumindest zwei ganz gut gewachsen, tragen aber verhältnismäßig wenige Früchte. Oft war es zuletzt so, dass der Ertrag und die Wuchsfreudigkeit beim zweiten Anlauf deutlich besser waren. Das hoffe ich auch bei Corolina Reaper und vor allem bei den Habanero Chocalte, denn die stehen mir nur in einem Pflanzgefäß zur Verfügung und die sind noch seltener. DA kommt es dann auf jedes einzelne Samenkorn an. Gefallen würde mir mehr davon auf jeden Fall, weil die bräunliche Färbung der reifen Schoten schon besonders ist. Am Nachmittag hat das Zusammenrechen und verstauen des abgefallenen Herbstlaubs der Gartenbäume viele Stunden ausgefüllt. Eine unglaubliche Biomasse ist da angefallen, auch weil die Bäume eben deutlich ausladendere Kronen und mehr Blätter als in den Vorjahren tragen. Aber das Ganze ist auch irgendwie schön, weil wir so die Jahreszeit ganz bewusst noch einmal mitverfolgen und hautnah erleben können. Ich denke, noch eine weitere Herbstlaub-Gartenaktion dürfte noch folgen. Aber dann sind die Gartenbäume endgültig auf die kahle Winterzeit eingestellt.

Autobiographischer Fortschritt

Es ist interessant, an mir selbst zu beobachten, wie ich mit zunehmendem Alter immer gelassener mit dem Geburtstag umgehen kann. Fast scheint es so, als ob die Reflexion des Lebensalters mit diesem an Ehrlichkeit gewinnt. Jedenfalls kann ich mit dem Verlaufen und Erleben eigener Geburtstage heute zufriedener sein als noch vor einigen Jahren. Das ist wie eine Art autobiographischer Fortschritt. Gespräche mit Menschen, mit denen mich wirklich etwas verbindet, gehören natürlich auch dazu. Und Gesprächsgegenstände, die einen Bezug zur eigenen Biographie haben. Auch das darf ich wahrnehmen. Gefreut hat mich As per Post übersendetes Geschenk mit Bezug zu meiner Baumleidenschaft. Eine monochrome Druckgrafik, die ein sehr eindrucksvolles Baumindividuum zeigt. Auf den ersten Blick eine Kiefer, bei näherem Betrachten eher eine Zeder. Oder, wie A. meinte, einfach nur ein Kunstwerk, das keine bestimmte Baumart, sondern v. a. ein Baumindividuum abbildet. Das käme dann dem besonders nahe, worum es u. a. in diesem Baumtagebuch eigentlich geht. Die symbolische Kraft der Bäume als ihr Repräsentieren von unverrückbarer Individualität, Lebenssymbolik generell und zeitlicher Beständigkeit. Das passt natürlich super zu einem Geburtstag.

Ungeahnte pflanzliche Highlights im goldenen November

Reife Schoten der Chilisorte Carolina Reaper

Der goldene November tut richtig gut. Auch wenn es heute nicht ganz so sonnenreich war wie gestern. Aber die Temperaturen und das Licht über viele Stunden sind ein willkommenes Kontrastprogramm zu den zahlreichen trüben und verregneten Monaten, die hinter uns liegen. Und der Baumherbst verlängert sich auf diese Weise auch ungeahnt anhaltend. Nicht die Herbstblätter, aber meine diesjährigen Zuchtneuerung bei den Chilipflanzen, die Carolina Reaper bzw. ihre knallroten noch an der Topfpflanze hängenden Schoten haben es mir angetan. Die sind nicht sehr zahlreich, aber die wenigen so schön ausgereiften musste ich einfach fotografisch festhalten. Man muss auch sagen, dass die besondere zerknitterte und zerklüftete Form dieser Schoten die legendäre Schärfe irgendwie auch nach außen strahlen. Man sieht ihr gewissermaßen ihr Potenzial an. Vielleicht kann ich mit dieser Art im nächsten Jahr ja etwas mehr Ertrag erreichen, so wie dieses Jahr erstmals mit Bhut Jolokia, die anders als zuvor sich diesmal sehr wuchsfreudig zeigt und nicht minder interessant aussehende Schoten trägt.

Ausgleichender November

Toll, es sieht wirklich danach aus, dass diese goldenen Novembertage, wohl noch nie in der Form dagewesen, tatsächlich bis zum Ende der Woche anhalten. Eine wirklich beruhigende Entschädigung nach den frustrierenden Wetterkapriolen der letzten Monate. Dann kann ich doch noch auf eine größere Zahl reifer Chilischoten hoffen, und auf eine Fortsetzung meiner fotografischen Versuche zum Thema Herbst. Zuletzt sind mir da einige ganz gute Nahaufnahmen von herbstlichen Pflanzenstrukturen und Baumdetails gelungen, die auch schon Einzug in meine Microstock-Portfolios gefunden haben. Ich hoffe sehr, dass ich noch einiges hinzufügen kann. Auch das ein Ausgleich für die in diesem Jahr viel zu kurz gekommene fotografische Aktivität.

Das ist der nachgeholte goldene Oktober – im November

Der Nachrichtensprecher am Nachmittag hat es ganz richtig erfasst. Wir erleben jetzt, Anfang November, tatsächlich die Tage, die sonst als der goldene Oktober bekannt und gewohnt waren. Nur dass sie im Oktober fast vollständig ausgefallen waren. Wieder eine dieser Seltenheiten, die mit dem Wandel unseres Klimas zusammenhängen. Auch die Chilis und Feigen reifen ja in größerer Zahl auch erst jetzt richtig aus, was sonst mindestens 5-6 Wochen früher in der Form der Fall war. Alles verrückt und alles zunehmend unvorhersehbar. Dank der milden Temperaturen hält sich auch das Herbstlaub der Bäume länger als sonst an den Bäumen. Aber bei moderatem Wind fallen jetzt täglich auch viele Blätter herunter und bilden mittlerweile einen dichten und hohen bunten Laubteppich im Garten. Ich habe das Gröbste heute Nachmittag mit dem Laubrechen zusammengetragen udn aufgehäuft, teilweise auch schon in die Biotonne verfrachtet, die morgen abgeholt wird. Aber demnächst werden noch größere Mengen Laubbiomasse anfallen, die wir zunächst in großen Grünschnittsäcken zwischenlagern und dann und nach in die Tonnen zum biologischen Recycling geben werden, wie schon in den Vorjahren.

Letzte spätherbstliche Farbakzente

Am späteren Nachmittag bin ich doch noch dazu gekommen, meine letzten Baumlandschaftsbilder zu bearbeiten und eine kleine Auswahl für die Microstock-Portfolios zu optimieren. Neben verschiedenen herbstlichen Baumdetails, die ich hier schon vorgestellt habe, habe ich noch einmal den neuen Aufnahmen der spätherbstlichen Pfaffenhütchen besonderes Augenmerk geschenkt. Die unterscheiden sich von ähnlichen aus den letzten Jahren stammenden durch das spezielle Motiv, eine Gruppe von Zweigen, die übervoll mit Pfaffenhütchen-Fruchtkapseln behangen sind. Selten habe ich das so opulent beobachtet. Erstaunt bin ich auch deshalb, weil mir in dieser Saison die Pfaffenhütchen überwiegend unscheinbar erschienen waren und sie während des Sommers kaum je aufgefallen waren. Aber an diesem einen Strauch hat sich eine andere Situation offenbart, zum Glück für die Aufnahmen und für die Erweiterung meines Portfolios.

Zweig des Pfaffenhütchens im Spätherbst - mit reifen Fruchtkapseln - Nahaufnahme
Üppig beladener Zweig des Pfaffenhütchens im Spätherbst - mit reifen Fruchtkapseln

Naturformen fotografisch festhalten und kreativ verarbeiten

Nach wenig Gelegenheit im Laufe dieses Jahres hatte ich zuletzt endlich wieder die Möglichkeit, einige fotografische Kreativprojekte anzugehen. So konnte ich heute die vor einigen Tagen gemachten Baumdetailaufnahmen vom Spaziergang durchsehen, auswählen und optimieren. Und die wirklich eindrucksvollen Form-Farbkombinationen in den Schoten meiner verschiedenen selbstgezogenen Chilisorten waren heute Thema einer neuen Reihe mit Nahaufnahmen. Beides ist spannend, bei den Nahaufnahmen steht aber noch die Entwicklung, Bildbearbeitung und möglicherweise das Freistellen bevor. Ich bin gespannt, was ich daraus machen kann. Bei meiner heutigen Lektüre in späten Vortragsmitschriften Rudolf Steiners hatte ich den Eindruck, wesentliche Einsichten der Lehre jetzt erst in ihrem Ausmaß und ihrer Reichweite verstanden zu haben, oder zumindest eine wirkliche Ahnung davon zu haben. Dieses spezielle Themenfeld, das Grundlagen des anthroposophischen Denkens betrifft, nämlich die mehrgliedrige Verfassung von Mensch und Kosmos, will ich anhand der späteren Schriften, die viel klarer und vielleicht aus heutiger Sicht verständlicher wirken, noch einmal eingehender betrachten und versuchen, die Grundlagen wirklich auch in praktischer Hinsicht zu verinnerlichen.

Das heutige Allerheiligen

Es war ein Allerheiligen, das ich mir für die jetzige Phase meines Lebenslaufs und der Familiengeschichte so gewünscht habe. Ganz anders zwar als in Tagen der Kindheit, als der Besuch der Gräber Verstorbener fester Bestandteil des Feiertags war, ebenso wie der Besuch des Friedhofs im eigenen Ort und das Aufsuchen von Gräbern verstorbener Bekannter und Freunde. Dies ist heute, nicht nu wegen des Wetters, kein Thema mehr für uns. Aber der Tag hat in seinem biographischen Bedeutungshintergrund und seiner allgemeineren Symbolik nicht an Stellenwert für uns alle verloren. Wichtig ist mir v. a., an diesem Tag mehr in Ruhe lesen oder reflektieren zu können. Das ist immer auch eine Rückschau auf eigene Lebenserfahrung und das gemeinsame Erleben mit Verstorbenen. Aber auch ein Anlass, die Vergänglichkeit und Endgültigkeit als Teil des Lebens verstehen und anerkennen zu lernen. Viel Innerlichkeit und Transzendenz spielt da hinein, weniger die natürliche Erscheinung des Blätterherbstes da draußen, der in der extremen Lichtarmut dieses Feiertags einen ungeschminkten Eindruck hinterließ.

Was in uns Leben und Tod transzendiert

Der Oktober 2024 war schon nicht besonders lichtreich, aber in diesem Jahr war der Monat mit noch etwas weniger Sonnenstunden gesegnet. Immerhin haben wir gegen Ende noch einige erfreulich helle Tage erlebt. Und immerhin haben wir nach wie vor, und wohl auch noch eine Weile länger, für die Jahreszeit milde Temperaturen, was das Herbstlaub länger an den Bäumen hält und uns einen erkennbaren Blätterherbst beschert. Anders als offenbar vielen in der Nachbarschaft sagt mir Halloween eigentlich gar nichts. Aber das morgige Allerheiligen hat in der Familie traditionell eine tiefgehende Bedeutung. Und es ist für mich, schon aus gewissen kindlichen Prägungen herrührend mit einer ganz besonderen Ästhetik behaftet, die mit dem inhaltlichen Sinn einhergeht. Das hat dann nichts mit oberflächlicher Gruselanmutung zu tun, sondern mit einem sehr grundlegenden Blick auf das Verhältnis von Leben und Tod, vor allem auf unsere geistige Existenz, für die diese Begriffe keine Bedeutung haben. Für einen Skorpion wie mich sind das die eigentlichen Fragen, die es sich lohnt nicht nur an Allerheiligen zu reflektieren.

Aufbauende Licht-Herbst-Tage

Solche sehr sonnenreichen Tage im Herbst wie dieser sind einfach belebend. Ich hoffe, die Chilis haben davon profitiert und werden doch noch überwiegend ausreifen. Sehr schöne Exemplare habe ich schon gesammelt und zum Trocknen ausgelegt. Ansonsten ist die Erntesaison eigentlich abgeschlossen. Und dank der jetzt trockeneren Tage und eher milden Nächte halten sich auch die Blätter der Bäume noch länger als erwartet in typisch herbstlicher Verfassung, bevor sie abfallen. Könnte sein, dass wir dieses Jahr einmal ein eher lichtes Allerheiligen erleben dürfen. Extrem nebliges, nasses und dazu noch kaltes Wetter zu Allerheiligen hatten wir schon allzu oft. Eines dieser sonnenreichen Allerheiligenereignisse passt auf andere Weise zur besonderen Bedeutung dieses Feiertags.

Doch noch passable Herbststimmungstage

Es scheinen doch noch recht passable Herbsttage nachzukommen. Jedenfalls sind die Temperaturen gerade mild zu nennen, wenn sich auch die Sonne dabei rar macht. Aber bei den Chilis merke ich, dass die zuletzt fast schon verloren geglaubten Schoten doch noch ins Reifestadium übergehen. Sehr langsam zwar, aber ich denke, es kann noch eine respektable Ernte auch der neuen Sorten geben, gerade weil die Nächte eben noch nicht frostig sind und die Pflanzen somit ihr Laub noch halten können. Gießen ist wegen des vielen Regens zuletzt kaum noch nötig. Eigentlich eine sehr arbeitsarme Sache jetzt, ich kann mich auf das Ernten, sortieren und Extrahieren der Samen für die nächste Saison konzentrieren. Und der Blätterherbst der Bäume dehnt sich ebenfalls erfreulich aus, da sich noch viele Herbstblätter an den Zweigen gehalten haben. Damit haben wir viel mehr von der ästhetisch ansprechenden Jahreszeit.

Kultur aus der Natur

Es war ja geplant, insofern konnte ich die Exkursionen mit M. heute ganz gut mit der Projektarbeit vereinbaren. Und zwischendurch habe ich dann doch noch an meinen Projekten weiterarbeiten können. Na ja, das ganz tolle Ergebnis haben die Konsultationen heute nicht erbracht, aber eben auch keine Katastrophen. Das nehmen wir mal zum Anlass, das Beste daraus zu machen. Immerhin können wir uns auf kurze Phasen mit sonnigen Spots in diesen Tagen freuen. Und darüber, den Garten und die Blumen schon auf Allerheiligen und den Beginn des Winters vorbereitet zu haben. Das wäre während der Wochen auch knapp geworden. Diese jahreszeitlichen Bezüge, Rituale und Traditionen sind für uns von besonderem Interesse und werden deshalb auch bewahrt und aktiv gepflegt. Es ist dies ein grundlegendes kulturelles Bedürfnis mit vegetabilen Zügen, die viel weiter gehen als meine spezielle Beschäftigung mit der Erscheinung und Symbolik der Bäume. Es geht darin um die Wahrnehmung des Natürlichen in unserem Umfeld generell. Und dass wir uns immer wieder die Wechselwirkung der umgebenden mit der Menschennatur vergegenwärtigen und wie daraus Außernatürliches, eben Kultur hervorgehen kann.

Geheimnisse des Rückzugs und des Neuaufbruchs

Diese schöne Herbstsonne, die gestern bei meinem Spaziergang zumindest phasenweise hervorkam und die Baumlandschaft in besonders atmosphärisches Licht getaucht hat, war heute Mittag wieder da. Deshalb habe ich die Gelegenheit erneut für eine kurze Runde genutzt. Allzu selten sind diese Momente geworden, selbst über den Sommer, der in diesem Jahr so extrem verregnet war. In Kombination mit einem großen Arbeitsvolumen waren das nicht die besten Voraussetzungen für das regelmäßige Erkunden der Landschaft. Leider ist das in 2025 zu kurz gekommen, umso mehr versuche ich im letzten Quartal etwas von den jahreszeitlichen Besonderheiten aufzunehmen und zu verarbeiten. Obwohl die Baumlandschaft in diesen Tagen vordergründig so reizarm wirkt, strahlt sie doch eine besondere Innerlichkeit und Präsenz aus. Man spürt förmlich, wie sich die Natur auf den großen Rückzug vorbereitet, immer den Neuaufbruch des kommenden Frühlings schon im Blick. Aber diese Neuaufbruch setzt eben den vorherigen Rückzug voraus. Es muss alles in einem geordneten Gleichgewicht aufeinander folgen. Und wie die Abfolgen und Zeiträume der Transformation konkret ausfallen, das variiert in jedem Jahr wieder aufs Neue. Das Konkrete in diesen Prozessen gehört zu den großen Geheimnissen, von denen wir noch nicht allzu viel wissen.

Zauberhafte Transformationen in der Landschaft

Das war wohl der erste Tag seit Langem, an dem die wärmende herbstliche Sonne einmal in längeren Phasen durch die dichten Wolken dringen konnte und in diesen Phasen das offenbart hat, was wir zuletzt gerne als den goldenen Oktober gesehen hätten. Deshalb hat es mich natürlich in die Baumlandschaft gezogen. Die ist eigentlich in Bezug auf Farbakzente sehr reduziert und ereignislos in dieser Zeit, aber allein die milde Temperatur und die Sonnenstrahlen haben den Spaziergang dennoch zu einem wohltuenden Erlebnis gemacht. Ich fand heute v. a. die Erlen eindrucksvoll, denn bei ihnen zeigen sich gerade in dieser Übergangsjahreszeit noch grüne Zapfen dieses Jahres zusammen mit schon verholzten des Vorjahres. Und man sieht zudem daneben die üppigen Fruchtstände mit den männlichen Erlenkätzchen und den kleinen weiblichen Blüten, die beide noch ganz hart und verschlossen sind, weil sie ja erst im nächsten Jahr den Baumfrühling einläuten sollen. Aber ähnlich wie bei den Haselsträuchern, nur noch etwas früher werden diese Blüten eben jetzt schon angelegt und bestimmen die Ausstrahlung des Baums. Und die Blüten sind sehr üppig und zahlreich, wie man an meinen Fotografien sehen kann. Ich habe vor allem dieses Gleichzeitige von der Vorahnung der nächsten Vegetationsperiode und den sichtbaren Relikten der abgelaufenen festzuhalten versucht. Den Charme des jahreszeitlichen Niedergangs, wie ich es einmal nennen will, diese besondere Ästhetik des herbstlichen Verfalls, habe ich in zahlreichen Varianten und bei unterschiedlichen Pflanzentypen heute beobachten und fotografisch festhalten können. Das letzte Bild gibt die herbstlichen Reste einer blühenden Wiese wieder, die jetzt in ganz zauberhafter Auflösung erscheint.

Erlenherbst 2025 I
Erlenherbst 2025 II
Erlenherbst 2025 III
Herbstgräserlandschaft

Winterpflanzung mit jahreszeitlichem Sinn und Familientradition

Dieses Jahr haben wir die Vorbereitung oder besser Umstellung des Gartens auf die Winterzeit sehr gut terminiert. Denn in den Vorjahren konnten wir diese Arbeiten meist erst ganz kurzfristig vor Allerheiligen realisieren. Und auch nur deshalb, weil M. das von Kindertagen an gewohnt ist, die Sommerblumen vor Allerheiligen zu entfernen und stattdessen winterharte Blumen und Gehölze zu pflanzen. Das sind bei uns traditionell verschiedene Heide- bzw. Erika-Varianten und verschiedenfarbige Stiefmütterchen, die trotz ihrer zarten kleinen Blütenblättchen die eindrucksvolle Eigenschaft mitbringen, selbst starkem Frost standhalten zu können. Das ist über Winter immer eine große Freude für uns anzusehen, vor allem weil sich die kleinen Blumen dann bis spät ins Frühjahr hinein halten und unverwüstlich scheinen. Diesmal habe ich alle Pflanzen allein besorgt, weil das M. zu anstrengend war. Und den Tausch, das Auffrischen der Pflanzerde und das Pflanzen selbst habe ich natürlich auch selbst erledigt. Aber ich habe mich sehr gefreut, dass M. später dazu kam und die Pflanzgefäß vorbereitet und nach dem Pflanzen für eine sauberes Bild gesorgt hat. Ich finde, im Ergebnis ist uns das wieder sehr gut gelungen. Auch die Auswahl der Farben selbst, und die Kombination zwischen Heide und Stiefmütterchen, konnten wir sehr abwechslungsreich und stimmig arrangieren. Das ist ein gutes Gefühl, weil solche Dinge eine Möglichkeit sind, vielleicht die beste, jahreszeitliche Umbrüche kulturell zu reflektieren, dabei bewusst wahrzunehmen und sie formal begreifbar zu machen. Ein großer Gewinn und eine große Bereicherung ist das, wie ich finde. Und es hat eben sehr viel auch mit Familientradition und mit einem geteilten Bewusstsein für den besonderen Wert dieser vegetabilen jahreszeitlichen Traditionen zu tun.

Baumherbstmomente wahrnehmen

Wegen der Schläfrigkeit der meisten Auftraggeber konnte ich auch heute wieder lange, konzentriert und mit wenig Unterbrechung meine Projektarbeit voranbringen. Das ist der größte Vorzug dieser ansonsten schwierig zu ertragenden Jahreszeit. Ich versuche an solchen Tagen sich bietende Gelegenheiten zu nutzen, um mich draußen zu bewegen, bei frischem Wind und zeitweilig wärmenden Sonnenmomenten. Toll ist es, in solchen Stunden den lebendigen Blätterherbst zu beobachten. Bei so viel Wind lösen sich die Herbstblätter schneller und manchmal in großen Mengen von den Bäumen. Leider muss man sagen, weil so der ästhetisch anregende Baumherbst umso schneller vorbeigeht. Aber die verschiedenen Arten sind nicht alle gleich schnell bei der herbstlichen Blattfärbung und halten oft ihre grünen Blätter noch sehr lange. Im Garten sind bei uns die Blätter der Weinstöcke schon fast vollständig abgefallen, beim Walnussbaum mehren sie sich täglich, beim Feigenbaum sind es noch nicht so viele, während die Feigen selbst jetzt immer schneller ausreifen, und beim Ginkgo geht das ohnehin immer sehr kurzfristig. Immerhin haben sich die Ginkgoblätter schon überwiegend gelb gefärbt. Meist ist es so, dass mehreren sehr kalten Nächten und windigen Tagen in kurzer Zeit die Krone ganz kahl dasteht und sich darunter, rund um den Wurzelbereich ein dichter Teppich weicher gelber Ginkgoblätter gebildet hat.

Rätselhafte Kapriolen beim späten Reifen von Obst und Gemüse

Dieses Wetter, das eher für Novemberwetter typisch wäre, gibt nun wirklich gar keinen Anlass, sich draußen zu bewegen. Nur eben aus notwendigen Anlässen und für Erledigungen. Immerhin habe ich in den Pausen kurze Abstecher in den Garten gemacht und einige Chilischoten abgepflückt, außerdem eine ganze Reihe jetzt wieder nachgereifter Feigen für M. Die sind, wie die Chilis auch, dieses Jahr besonders spät dran. Dabei waren die Feigenfrüchte schon vor Monaten zu sehen und damals auch schon nahezu so groß wie jetzt. Aber sie machen zwischendurch immer wieder lange Pausen, während derer sich gar nichts bewegt. Wovon das im Einzelnen beeinflusst wird, warum das Pflanzenwachstum, insbesondere beim Obst und Gemüse, so schwer vorherzusagen ist, das ist mir immer noch ein Rätsel. Es wäre ein wirklicher Fortschritt, wenn wir zu dem Thema neue Erkenntnisse gewinnen könnten. Das wäre aufschlussreich für das Planen der Gartenarbeit im Jahresverlauf.