Plädoyer für die Verwendung heimischer Holzarten

Heute hätte ich noch einmal die Gelegenheit gehabt, ein Set mit 3 Holz-Schneidebrettern zum Testen anzufordern. Das reizt mich generell immer und den Hersteller habe ich auch schon schätzen gelernt. Aber leider sind die Bretter aus Akazienholz gemacht. Keine einheimische Art. Deshalb habe ich doch darauf verzichtet. Was wir hier landläufig Akazien nennen, sind in Wirklichkeit Robinien, und die sind in unseren Wäldern recht häufig. Aber solche Hilfsmittel für die Küche werden meist aus ausländischen Holzarten gemacht, wohl aus Kostengründen und weil die Hersteller ebenfalls im Ausland angesiedelt sind, wo es eben die hiesigen Baumarten nicht gibt. So warte ich, bis irgendwann tatsächlich mal wieder etwas aus Eiche, Buche der Birken angeboten wird. Damit habe ich einfach ein besseres Gefühl.

Ein etwas anderer und leider auch trauriger Tag fürs Kräutersammeln

Die Tradition will ich auf jeden Fall pflegen, auch wenn die heutige Nachricht vom Tod des uns so lieb gewonnenen Pastors M. uns sehr betroffen gemacht hat. Ob wir die Kräuter, die wir heute wieder in der nahen Landschaft gesammelt haben und die wir in den nächsten Tagen zu Sträußen zusammenbinden werden, ob wir die wie jedes Jahr zu Mariä Himmelfahrt auch tatsächlich in der Kirche werden segnen lassen können, ist tatsächlich offen. Denn diese Feiertagsmesse wurde ja in den letzten Jahren immer von Pastor M. gehalten, für den sich ein vergleichbarer Nachfolger so einfach nicht finden lassen wird. Ich bin sehr froh, dass A. und M. mich auch in diesem Jahr zum Kräutersammeln begleitet haben. Das gehört dazu, ein erweitertes Familiending eben, das dem Ritual erst seinen eigentlichen Sinn verleiht. Dass nach der langanhaltenden Hitze und Trockenheit die Auswahl an sammelbaren Kräutern kleiner sein würde, war auch vorher schon klar. Aber nach beharrlichem und geduldigem Absuchen unserer Lieblingssammelstellen haben wir doch noch genügend Kräuter zusammengetragen, um die Kräuterstrauß-Tradition auch in diesem Jahr wieder aufleben lassen zu können.

Traditionspflege und die Einschränkungen des diesjährigen Hochsommers

So ganz scheint das Urlaubsfeeling noch nicht verflogen zu sein. Jedenfalls sonnen sich die meisten, denen ich begegne, aktuell noch in der Sommer-Auszeit, was ihnen durch das enorm konstante Hochsommerwetter auch leicht gemacht wird. Ich versuche, die Konzentration trotzdem, oder vielleicht auch gerade deswegen, hochzuhalten, um meine kreativen Aufgaben möglichst zeiteffektiv umsetzen zu können. Das trägt zu einer guten Qualität der Ergebnisse bei, ist aber auch eine Notwendigkeit, da in den kommenden Monaten viele aufwändige Projekte darauf warten weiterverfolgt oder abgeschlossen zu werden. Wir versuche dennoch, die Basisthemen nicht zu vernachlässigen, wozu eben auch die Pflege der feiertäglichen und z. T. vegetabilen Traditionen gehören. Ende der Woche einmal nicht mit Bezug zu den Bäumen, aber eben zu den Wiesenkräutern, die in normal temperierten Jahren in dieser Zeit an Wegesrändern und auf kargen Freiflächen üppig gedeihen und intensiv blühen. Nach wochenlanger Extremhitze wird das Sammeln dieses Mal nicht so ergiebig sein. Da werden wir uns auf die wenigen Arten konzentrieren müssen und davon vielleicht etwas mehr sammeln müssen, die sich trotz der Dauerhitze gut entwickelt haben und noch nicht eingetrocknet sind. Ich fürchte allerdings, dass die Königskerze, in den Vorjahren erfreulich zahlreich zu finden, diesmal nicht dabei sein wird. Das traditionelle Zentrum der Kräutersträuße werden wir wohl mit einer anderen Kräuterart ersetzen müssen.

Hitze, Trockenheit und ein Ausnahmesommer

Der Sonntag war wohl die letzte Gelegenheit für Regen über unseren Gärten. Aber auch an diesem Tag ist nichts aus dem Nass geworden. Und so achte ich beim Gießen ganz genau darauf, so sparsam wie möglich zu sein, damit der Vorrat noch bis zum nächsten Gewitterregen ausreicht. Allerdings kann das im Laufe der wohl wiederum sehr heißen Woche noch sehr knapp werden. Bleibt auf die Unzuverlässlichkeit der Wettervorhersage zu hoffen. Die nächste Woche will ich für kreative Aufgaben rund um meine aktuelles Kommunikationsprojekt nutzen und die noch schwelende Auszeit-Atmosphäre unter den Menschen nutzen, um sie zum ideenreichen Mitmachen zu animieren. Vielleicht gelingt es uns zwischendurch auch noch, die Kräuter für Mariä Himmelfahrt zu sammeln. Das könnte knapp, in jedem Fall aber schweißtreibend werden.

Die ersten Kuchen aus eigenen Mirabellen für diesen Sommer

Heute habe ich die ersten Mirabellenkuchen für dieses Jahr gebacken, nachdem V. die ersten reifen Mirabellen von unseren eigenen Bäumen gepflückt hatte. Das reichte für zwei Kuchen, und ein wenig ist noch übrige geblieben, aus dem ich am Nachmittag einen Obstsalat gemacht habe. Für die Kuchen habe einen Ölquarkteig zubereitet, den ich beim Mirabellenkuchen fast noch dem Hefeteig vorziehe. Außerdem ist es schneller gemacht, zumal ich für den Hefeteig erst noch hätte frische Hefe besorgen müssen. So war das unkomplizierter. Ich schätze, am nächsten Wochenende wird die ernte der dann noch reiferen Früchte üppiger ausfallen, und dann wird voraussichtlich auch das ganz große Kuchenbacken auf dem Plan stehen, das es in den Vorjahren mindestens einmal im Hochsommer immer gegeben hat.

Die kreativen Baumthemen weichen in diesem Jahr der Hitze

Für viele gehen in unserem Bundesland jetzt die Sommerferien zu Ende. Ein Grund auch für viele Arbeitnehmer, in diese Zeit ihren Arbeitsurlaub zu legen. Schade für mich eigentlich, dass ab nächster Woche die normale Geschäftigkeit wieder beginnt. Denn ich hatte die vergleichsweise ausgeprägte Ruhe der letzten Wochen genossen, weil ich mich in solchen Phasen ganz auf meine kreativen Kommunikationsprojekte konzentrieren kann. Kreatives rund um Bäume und Baumlandschaften ist zwar in dieser Zeit zu kurz gekommen. Aber bei der ungewöhnlichen Hitze waren die Möglichkeiten, diesen Faden aufzunehmen, ohnehin gering. So war alles gut, wie es abgelaufen ist. Ich hoffe, mit einem Rückzug der Hitzewellen auch dafür wieder mehr Zeit und Muße zu finden. Damit wenigsten die Erntesaison und die Motive im Zusammenhang mit den Baumfrüchten eine Erweiterung erfahren werden.

Eine Hochzeit für die mediterranen und Wärme liebenden Arten im Garten

Für die mediterranen Baumarten im Garten und die Wärme und Licht liebenden Gemüsepflanzen ist dieser Sommer natürlich die Gelegenheit, sich zu entwickeln und reichlich reifen Früchte hervorzubringen. So früh war die Blüte der Chilipflanzen jedenfalls bisher noch nie zu beobachten. Und so früh sind auch noch niemals die ersten Schoten gewachsen – so wie bei der Glocken-Chili, die jetzt schon zum Teil ausgewachsene, aber noch grüne Schoten zeigt. Und beim Feigenbaum beobachten wir zurzeit wirklich reife Feigen, die durch die Hitze und die Trockenheit schon ganz ledrig geworden sind, in ihrem Reifegrad aber mit den gekauften vergleichbar, die aus der Türkei z. B. importiert werden. Das macht Freude und entschädigt ein Stück weit für die unangenehmen Seiten der anhaltenden Hitze, die wir Menschen weniger gut wegstecken.

Sich an die klimatischen Bedingungen anpassen

Ein immer noch heißer, aber irgendwie schon angenehmerer Hochsommertag hat mich heute kaum von der intensiven Projektarbeit abgelenkt. Bei so viel Routine in Sachen Hitze ist das vielleicht auch das Beste, einfach sich auf die Arbeit zu konzentrieren und die klimatischen Rahmenbedingungen einfach gelassen zu betrachten. Tatsächlich kann sich der Organismus sogar an so etwas anpassen. Ich hoffe, die Bäume können es auch, bevor sie einen bleibenden Hitzeschaden davontragen, der meist erst im Folgejahr sichtbar wird.

Höchstsommereinstellungen

Sicher nicht der heißeste, aber einer der heißesten Tage der letzten zwei Wochen wurde uns heute beschert. Und man hat die Beschwerlichkeit deutlich bei fast allen Menschen bemerkt, die wir unterwegs getroffen haben. Da hat sich inzwischen, bei so viele anhaltender Hitze und entsprechender Erschöpfung, eine richtige Lethargie breitgemacht, die dadurch noch verstärkt scheint, dass gerade in dieser Woche alle Bundesländer gleichzeitig Schulferien eingeplant haben. Tendenziell nutzen dann auch die, die gar nichts mehr mit Schule zu tun haben, diese absolute Höchstsommerzeit zur Erholung oder zumindest zum Zurückschalten. Ich nutze das wie immer schon für besonders kreative und intensive Arbeitseinsätze, die mich besser und schneller voranbringen, als das in normalen Zeiten möglich ist. Selbst ein Gang durch den Garten ist da auf ein zeitliches Minimum reduziert. Dennoch versäume ich es auch an solchen Tagen nie, einen Blick auf den Zustand und die Entwicklung der Gartenbäume zu werfen. Und Gießen, nachdem ich es gestern wegen des am Abend aufkommenden Regens ausgelassen hatte, auch wieder unbedingt erforderlich.

Der erste nicht sehr ergiebige Regen seit Langem

Am Abend jetzt, nach tagelanger Ankündigung, die sich nicht bewahrheitet hat, kamen bei uns tatsächlich die ersten Regentropfen seit Wochen. Das Donnern und Blitzen und die gewittrige Verdunkelung des Himmels deuteten eigentlich auf ein heftiges Gewitter hin, das einen ebenso heftigen Gewitterregen erwartbar gemacht hätte. Aber nach ca. zwei Stunden Vorbeiziehen dunkler Wolken und einer gewissen Abkühlung kam es dann doch nur zu harmlosen Schauern – immerhin die ersten seit langem. Leider waren die nicht geeignet, unser Becken nennenswert mit frischem Regenwasser aufzufüllen. Nur das Gießen unter freiem Himmel habe ich mir ausnahmsweise einmal gespart. Falls die Blumen über Nacht lappen sollte, würde ich es morgen Vormittag nachholen. Aber ich hoffe, wir können einmal einen Tag aussetzen. Und ich hoffe, die Bäume konnte wenigstens etwas von dem Niederschlag in ihren Wurzelwerken speichern, um die noch kommenden heißen Tage schadlos zu überstehen.

Gartenbäume mit ungewöhnlichen Wachstumsfortschritten

Natürlich sind in einem so sonnenreichen Sommer auch die Gartenbäume präsent und machen bei so viel Licht ungewöhnliche Wachstumsfortschritte. Man sieht das daran, wie hoch hinaus sie inzwischen reichen, vor allem der Walnussbaum, der Ginkgo und inzwischen auch die ältere Gleditschie. Auch die Breite der oberen Krone hat sich vergrößert und die drei zu richtig stattlichen Baumindividuen werden lassen. So deutliche Entwicklungsschritte konnte ich im Jahreswechsel bisher nicht beobachten. Aber noch dominanter sind in diesem Hochsommer die Blumen und Stauden, die bei uns weitgehend einjährig sind und die wir immer wieder neu in der Gärtnerei besorgen, einpflanzen und sorgsam pflegen. Um bei der ungewöhnlichen langanhaltenden Hitze immer genug Gießwasser parat zu haben, mussten wir heute tatsächlich noch die letzten sonst nicht zugänglichen Füllvolumen unseres großen liegenden Regenwassertanks leerpumpen. Zunächst ins Springbrunnenbecken, und von dort aus mit Hilfe einer anderen Pumpe wiederum in den Plastiktank, der ich zum Abzapfen des Regenwassers überwiegend nutze. Der wäre wohl in den nächsten Tagen leer gewesen ohne dieses Auffüllen.

Unterstützende Konstanten aus der natürlichen Umwelt

An diesem 1. August saßen wir sehr lange im Auto und haben eine ziemliche Strecke zurückgelegt. Aber diese Wege, die u. a. durch schnuckelige pfälzische Weinorte und Überland führten, hatten bei der schon gewohnten Hitze etwas Reizvolles, das die Exkursion durchaus mit Erinnerungswert ausgestattet hat. Auch wenn die Gespräche dazwischen nicht gerade einfach zu nennen sind und einige schwierige kommunikative und emotionale Aufgaben zu bewältigen waren. Es sind immer wieder die von der äußeren Natur kommenden Konstanten und Energieangebote, die auch schwierige Lebenslagen erleichtern und relativieren zu helfen in der Lage sind. Das ist es, was mir von diesem Tag vor allem in Erinnerung bleiben wird.

Vielleicht kommt heute noch die Erholung von der Dauerhitze

Nicht ganz so sonnig, aber drückend warm ging dieser Juli seinem Ende entgegen. Und wir warten immer noch auf den Regen, der jetzt endlich – mit dreitägiger Verspätung – doch noch kommen soll. Allerdings ist es bis zum Abend immer noch nicht soweit gewesen. Ich hoffe im Sinne unserer Regenwasservorräte darauf, dass es mindestens eine Stunde kräftige Regengüsse geben wird, die alles wieder auffüllen. Damit unsere Sommerblumen und auch die Stauden und Bäume eine Erfrischung und Flüssigkeitszufuhr nach so langer Hitze und Trockenheit erfahren.

Immerhin schon Wind, aber noch kein Regen

Heute schien sich über mehrere Stunden ein Gewitterregen anzukündigen. Aber statt des Regens kam einfach nur viel Wind auf, der immerhin die stehend heiße Luft in Bewegung brachte. Der so dringend benötigte Regen aber soll jetzt doch erst morgen kommen – vielleicht. Für unsere Regenwasserreservoirs wäre ein ergiebiger und länger andauernder Regen jetzt sehr wichtig. Das heißt letztlich für die Pflanzen und auch ohne Gießen für die Bäume im Garten wie in der Landschaft, die langsam an die Grenze gelangen, es sei denn sie verfügen über wirklich tief und weit reichende Wurzeln, was aber tendenziell nur für die älteren und größeren der Fall sein dürfte. So konzentriere ich mich – bevorzugt in abgedunkelten Innenräumen – darauf, die Sommerurlaubszeit zu nutzen, um meine kreativen und kommunikativen Projekte möglichst wenig abgelenkt voranzubringen.

Sommer-Auszeit als kommunikative Hochzeit

Wahrscheinlich bin ich einer der wenigen, bei denen diese Hochsommerwochen mit fast noch mehr Geschäftigkeit ausgefüllt sind als in der übrigen Zeit des Jahres. Das hat natürlich ein wenig mit dem Umstand zu tun, dass die Kommunikationsbranche sich um oft als nachrangig eingestufte Aufgaben dreht, für die einige Auftraggeber gerade in Auszeiten wie Sommer-Urlaubszeit und Weihnachtzeit bzw. Jahreswechsel am ehesten den Kopf frei haben. Dieses Jahr ist das ganz sicher so und etwas ausgeprägter als sonst. Gut daran ist vor allem, dass ich in Ruhe und anhaltend an den Projekten arbeiten kann und mich nicht zu sehr verzetteln muss. Und außerdem gelingt es mir aufgrund der langen Tage trotzdem noch ganz gut, die schönen Seiten des Sommers im Spiegel der vegetabilen Natur, der Baumlandschaft, den Gärten um mich herum in mir aufzunehmen und Energie daraus zu ziehen. Die ist bei allem, was mir an Aufgaben und Herausforderungen begegnet, auch sehr willkommen.

Sich selbst verstärkender Klimawandel

Dieser Hochsommer und insbesondere der diesjährige Baum-Sommer wird uns wohl lange in Erinnerung bleiben – wenn er denn einmal zu Ende gegangen ist. Davon kann aber noch keine Rede sein, der Sommer, die Hitze, das Licht scheinen kein Ende nehmen zu wollen. Tatsächlich, in dieser Dauerhaftigkeit und in diesem Ausmaß haben wir Sommer wohl noch nie erlebt. Ich versuch einmal, das Positive daraus zu ziehen, wenn auch die resultierenden Belastungen, z. B. für unsere Gesundheit, doch erheblich zu nennen sind. Und sicherlich auch die rückgekoppelten Auswirkungen auf die Entwicklung des Weltklimas. Rückgekoppelt deshalb, weil diese Ausnahmejahreszeit wohl größtenteils Resultat des Klimawandels zu sein scheint und ebendiesen wiederum zu forcieren droht. Das Gießwasser geht uns langsam aus, in anderen Ländern Europas wüten nie dagewesene Waldbrände. Selbst Urlauber können sich dort nicht mehr an ihrer Sommerauszeit freuen, weil das Klima gewissermaßen zurückschlägt. So hoffe ich auf, dass die Extreme sich nicht immer weiter steigern und unberechenbar werden. Und dass umgekehrt wieder gemäßigte Klimaphasen kommen, die allzu große Schäden und Belastungen verhindern.

Ein Tag Erholung von der Dauerbestrahlung

Der Tag brachte einmal erholsame Abkühlung, wenn auch immer noch keinen Regen. Immerhin war das ein Erholungstag für die Pflanzen, auch die Gartenbäume dürften sich wohl und erleichtert gefühlt haben, einmal für 24 Stunden von Dauersonneneinstrahlung verschont geblieben zu sein. Aber gerade für die Chilipflanzen ist das ein Wachstumsschub, weil das Licht dennoch vorhanden war, sich das Regenwasser vom Vortag aber länger in der Erde halten konnte. Gute auch, dass ich nach solchen moderateren Sonnentagen weniger gießen muss.

Dieses Jahr werden die Maulbeeren tatsächlich nicht mehr reif

V. habe ich am Vormittag zum Bienenhaus begleitet, um dort die Tränke außen für die Bienen mit Regenwasser aufzufüllen. Das war in einer Tonne zwar gesammelt worden, aber geregnet hat es ja schon lange nicht mehr, so dass die umfunktionierte Kelter ausgetrocknet war. Mit mindestens fünf Gießkannen Regenwasser aufgefüllt sollte der Trinkvorrat für die zwei Bienenvölker jetzt eine gute Zeit wieder ausreichend sein. Natürlich habe ich bei der Gelegenheit erneut einen Blick in die Krone des Maulbeerbaums geworfen -nur um feststellen zu müssen, dass sich tatsächlich seit mindestens 6 Wochen dort nichts verändert hat. Die wenigen Maulbeerfrüchte, die zu sehen sind, sind immer noch in unterschiedlich unreifem Zustand, gerade so, als wenn sie eingefroren worden wären. Ganz seltsam, denn wir hatten ja jetzt super Hochsommerwetter, was normalerweise die Zuckerproduktion des Baums anstoßen sollte. Dass sich in diesem Jahr gar nichts weiterbewegt, kann ich nicht erklären. Dass es allein an der Trockenheit liegen sollte, leuchtet mir nicht wirklich ein, denn zwischendurch gab es ja doch heftige Gewitterregen. Aber auch die hatten keinerlei Einfluss. Die Maulbeerenernte 2026 kann ich deshalb komplett abhaken und auf ein fruchtreicheres nächstes Jahr hoffen.

Wechselhafte Baumobstaussichten für dieses Jahr

Man kann jetzt wohl schon sagen, dass dieses Jahr 2026 nicht zu den besten Baumobstjahren gehören wird. Es ist bei fast allen Obstsorten schon vorhersehbar, dass die Ernte weniger reichhaltig als im Vorjahr ausfallen und in einigen Fällen auch ganz ausbleiben wird. Bei den Maulbeeren haben wir das ja schon vor Wochen beobachtet, denn seitdem die ersten Maulbeeren in unterschiedlichen Reifegraden, aber überwiegend noch grün, weiß oder blass-rot zu sehen waren, hat sich so gut wie nichts weiterentwickelt. So als ob die Früchte partout nicht ausreifen wollten. Eine Vermutung: Dass diese Art doch neben moderater Wärme auch ziemlich viel Niederschlag und Wasserzufuhr benötigt. Der ist von einzelnen Schauern und Gewitterregen abgesehen aber ausgeblieben. Kann sein, dass der Maulbeerbaum im Besonderen sich daran gestört hat. Aber bei anderen Arten ist es ähnlich. Unsere Pfirsiche kommen zwar, sind auch schon klein und grün in mitteldichter Verteilung zu sehen. Aber der ausgebliebene Regen ist eben die Erklärung für ihr zögerliches Ausreifen und die bisher geringe Größe. Da müssten noch einige Wochen mit nicht zu großer Wärme, viel Sonne und zusätzlich ausgiebigem Regen kommen, wenn wir eine noch zufriedenstellende Pfirsichernte erwarten sollen. Bei den Äpfeln, Birnen und Zwetschgen wage ich noch keine Prognose, Die habe ich mir noch nicht angesehen, aber damit hat es ohnehin noch Zeit. Interessanter und naheliegender sind da schon die Mirabellen. V. sagte vor 10 Tagen, dass sie noch ca. 2 Wochen benötigen. Wir werden sie in den nächsten Wochen noch einmal inspizieren müssen und werden dann entscheiden, ob eine erste Pflückung Sinn macht. Denn richtig reif und süß müssen sie schon sein, wenn daraus ein schmackhafter Hefe-Mirabellenkuchen werden soll. Beziehungsweise eine ganze Reihe solche Kuchen, die wir traditionell einfrieren und dann übers ganze Jahr sukzessive verspeisen.

Lebenssymbol im Spiegel der Baum-Form

Es ist ein Jammer. M. hat doch tatsächlich den kleinen Pin aus goldfarbenem Edelstahl in Form einer stilisierten Libanon-Zeder verlegt. Es sollte erst das richtige Kleidungsstück abgewartet werden, aber zwischenzeitlich ist das kleine, aber hübsche Accessoire einfach verschwunden. Erfahrungsgemäß kann es lange dauern, bis es irgendwann in ungeahnten Ecken oder Behältnissen wieder zum Vorschein kommt – meist ohne explizit gesucht worden zu sein, einfach nur, weil man diese Stelle dann aufgedeckt hat. Ich hoffe, es wird wieder an die Oberfläche kommen, denn die Lebenssymbolik dieser Bäumchenform ist augenscheinlich und insofern ist das Schmuckteilchen gleichzeitig zeitlos und symbolträchtig. So etwas lässt sich auch im Sommer tragen, weil es ganz unabhängig von der Jahreszeit ist, einfach nur für das Leben an sich im Spiegel der Baum-Form steht.

Motivierende Sommersonne

Jetzt werden die technikorientierten Aufgaben wie überhaupt die kommunikative Projektarbeit wieder dichter gedrängt, was für meine Arbeit während der Hochsommerzeit nicht ungewöhnlich ist. Denn es scheint und schien immer schon so, dass die Menschen diese Art von Aufgaben gerne in die Zwischen-Auszeiten Mitte des Jahres oder aber gegen Ende des Jahres, um Weihnachten herum, platzieren, weil sie dann am ehesten den Kopf für Außerplanmäßiges frei haben. Das passt, da ich ja ohnehin keinen Sommerurlaub mache, jedenfalls seit 25 Jahren nicht, und deshalb eigene Inanspruchnahme in der Urlaubszeit der anderen für mich kein Problem darstellt. Das hat sogar etwas leicht Skurriles und gleichzeitig Erfrischendes. So nutze ich gerne die motivierenden Vorzüge des sommerlichen Sonnenlichts, der wärmenden und wach machenden Strahlen, um kreative und transparente Kommunikationsformen ins Leben zu rufen. In solchen Phasen motiviert mich die Sonne genauso wie sie es bei den Bäumen tut, die gerade jetzt ihrem vegetabilen Höhepunkt entgegengehen, wenn sie sich zwischen intensivem Grünen und ergiebigem Fruchttragen selbst Konkurrenz machen.

Holz des Blauglockenbaums doch nicht für Perlen geeignet

Das Wunschbaum-Armband „Blauglockenbaum“ habe ich heute ganz fertigstellen können und M. zum Probetragen übergeben. Die Perlen sahen nach dem Ölbad ja überraschend strukturiert aus, nachdem das roh geschliffene Holz eher unscheinbar schien. Von den Schwierigkeiten, dieses Holz mit extrem geringer Dichte zu bearbeiten, habe ich ebenfalls berichtet. Eben diese Eigenschaften rächt sich jetzt schon, nach kurzem Probetragen. Denn die so schön rund und glatt geschliffenen Kanten der Perlen sind jetzt schon stark aufgeraut und entsprechend setzten sich Staub und Flusen daran fest, wie das bei rauen Oberflächen eben passiert. Für Holzperlen, die direkt auf der Haut getragen werden, ist das allerdings ein No-Go. Ganz Ähnliches hatte ich vor einigen Jahren mit einem Test-Armband aus Weinreben-Holz feststellen müssen. Auch das war schwer zu bearbeiten, weil es stark porös und zu dem extrem spröde ist, so dass man sich die Werkzeuge daran stumpf macht. Und auch das war trotz wässern und sorgfältigem Glätten hoffnungslos stark aufgeraut. So leid es mir tut, wie beim Weinstock-Holz ist auch das Holz des Blauglockenbaums, jedenfalls in der mir vorliegenden Qualität, nicht geeignet für meine Manufaktur. Ich kann es leider nicht in mein Sortiment aufnehmen, weil das Ergebnis bei noch so sorgfältiger Verarbeitung unberechenbar wäre. Etwas, das ich meinen Armband-Kunden, die bequem tragbare Armbänder aus heimischen Holzarten, die dafür geeignet sind, seit Jahren gewöhnt sind. Und der Tragekomfort und die wahrgenommene Stimmigkeit sind eben sehr wichtig für die Produkte der Wunschbaum-Manufaktur.

Hochsommerliche Baumreihen und Ruhepunkte

Ein durchmischter Einundzwanzigster war das, der durchaus typische Merkmale dessen in sich trug, was mit der Symbolik dieser Zahl in Zusammenhang steht. Der aber auch durch die ungemeine Aufregung geprägt war, welche die Familie seit Monaten begleitet. Ich will einmal die aufbauenden und positiven Bestandteile aufgreifen und daraus Energie für die weiteren Hochsommerwochen und alle die Herausforderungen schöpfen, die in diesen Wochen noch auf uns warten. Die alleeförmigen Eindrücke der Ahornbäume am Straßenrand waren neben unseren großen Gartenbäumen die vegetabilen Begleiter und Ruhepunkte an diesem wirklich angenehm warmen, wohltemperierten Sommertag, an dem wir eine Reihe von Routineerledigungen unterbringen konnten. Um vor Ort bei den Gesprächspartnern bestätigt zu finden, dass die Auszeittage des Hochsommers ihre ganz eigene Stimmung unter den Menschen hervorrufen.

Konzentrierte Projekte in hochsommerlicher Auszeit

Atmosphärisch und auch klimatisch ist das gerade jetzt der absolute Höhepunkt des Hochsommers. Nicht nur, dass fast alle Privatleute und auch Betriebe gerade ihre Sommerferien eingeplant haben und ohnehin nicht erreichbar sind. Es macht sich auch außerhalb beruflicher und geschäftlicher Umgebungen gerade ein Sommer-Feeling breit, dem sich kaum jemand entziehen kann. Ich genieße die Ruhe, die das nebenbei mit sich bringt beim abendlichen Blumengießen und einem Rundgang durch den Garten, mit Blick auf das viele Grün der Blumen, Stauden und Bäume. Aber ich nutze solche Hochsommer-Auszeit-Phasen auch gerne, um konzentriert aktuelle Projekte weiterzuverfolgen. Nie bin ich so wenig davon abgelenkt und kann mich mit wenig Unterbrechungen so lange an zusammenhängenden Arbeitsschritten aufhalten. Das ist im Ergebnis enorm effizient und schafft künftige Freiräume für kreativere Vorhaben, die meist auch mehr Zeit und Muße erfordern. Ich hoffe, bei der von außen begünstigten Geschäftigkeit werde ich dennoch ein wenig Zeit zwischendurch erübrigen können, um die Baumfotografie des Sommers aufzugreifen und zu vertiefen oder meine Material- und Baumerkundungen im kunsthandwerklichen Arbeiten voranzutreiben.

Literarische Weihnachtsmodellierung im Hochsommer

Was ich gerade im Hochsommer ganz gerne einstreue, nämlich weihnachtliche Gedanken und Inhalte vorwegzunehmen und in einer Kulisse zu reflektieren, die gegensätzlicher nicht sein könnte, das habe ich am Nachmittag mit der letzte Woche schon begonnenen Lektüre eines Sammelbands mit weihnachtlichen Geschichten aus aller Welt wieder aufgegriffen. Darunter sind sehr unterschiedliche Geschichten von berühmten und weniger bekannten Autor/innen und auch in ihrer Thematisierung des Weihnachtsgedankens sehr verschiedenartige. Aber anrührend und spannend sind sie eigentlich alle. Wenig überraschend ist, dass gerade die, bei denen der Weihnachtsbaum eine Hauptrolle spielt, zu den eindrucksvollsten zählen. Da sind mir tatsächlich einige Male die Tränen gekommen, so rührend wurde jeweils im symbolischen Spiegel der Weihnachtsbaumwahrnehmung wesentliches Gedankengut rund um Weihnachten literarisch vermittelt. Sehr kreativ und oft überraschend, wie ich fand, und so, dass ich als Fachmann für den Weihnachtsbaum als Symbolbaum tatsächlich noch einige neue inhaltliche Motive erkunden und in sprachliche Formen gegossen vorfinden konnte. Das Thema ist eben zeitlos und wie es scheint unendlich, nie abgeschlossen und jederzeit weiterentwickelbar. Auf die restlichen, noch nicht gelesenen Geschichten freue ich mich sehr.

Meine Entdeckung des Paulownia-Holzes fürs Kunsthandwerk

Den Versuch mit dem Holz des Blauglockenbaums (Paulownia) habe ich heute gleich umgesetzt und bis zum Nachmittag die Perlen für ein komplettes Wunschbaum-Armband fertiggestellt. Die waren sogar schon im Ölbad und liegen jetzt für einige Tage zum Trocknen aus. Danach kann ich sie einfädeln und das neue Armband im Bild festhalten. Ich werde es dann auch hier zeigen. Das Ölen ist generell der letzte Behandlungsschritt bei allen Perlen aus der Wunschbaum-Manufaktur, aber beim Paulownia-Holz ist entspricht das sogar der Empfehlung, die ich in Artikeln des holzverarbeitenden Handwerks nachträglich gelesen habe. Dort wird nämlich empfohlen, die Oberfläche mit Öl, Wachs oder Lasur zu veredeln, weil die Holzart extrem weich ist. Das kann ich nur bestätigen. Die sehr geringe Dichte und Weichheit waren schon beim Drechseln der Kantel offensichtlich und ausgeprägter, als ich das jemals bei einer Holzart mit geringem Gewicht beobachtet habe. Selbst Pappel, Linde oder Fichte setzen dem Drehstahl mehr Widerstand entgegen. Und beim Abtragen mit Schleifpapier muss man ebenso extrem vorsichtig vorgehen, um die Zieldicke nicht zu unterschreiten, was schneller als bei anderen Holzarten passiert ist. Eine Herausforderung war die Bearbeitung also schon, auch beim letzten Arbeitsschritt, dem manuellen Abrunden der Perlenkanten. Dabei musste ich lernen, viel weniger Druck und weniger Wiederholungen als sonst anzuwenden, weil ansonsten die Kanten zu stark abgerundet worden wären. An diese Eigenschaften muss man sich erst langsam herantasten und dann das richtige Maß für den Krafteinsatz herausfinden. Das Ölen hat neben der imprägnierenden und die Oberfläche stabilisierenden Funktion bei dieser Holzart zudem den positiven Effekt, dass es seine Zeichnung viel markanter hervortreten lässt. Dadurch erhält es auch bei den kleinen Perlen eine durchaus ansehnliche Zeichnung, die das Armband später attraktiver erscheinen lassen wird, als es der Fall ohne das Ölbad gewesen wäre. Ich bin gespannt, ob M. das Armband gerne tragen wird.

Der Blauglockenbaum ist einen Versuch wert

Nachdem ich eine Reihe von Kanteln aus dem Holz des Blauglockenbaums zum Testen erhalten habe, will ich ein Wunschbaum-Armband zu diesem Baum anlegen. Das wird meine Auswahl erweitern, unter der ja auch noch einige andere exotische, nicht heimische Baumarten vertreten sind. Die werden zwar traditionell nicht allzu viel nachgefragt, aber gelegentlich finden sich doch Interessenten, die auf ganz individuelle Weise mit der exotischen Baumart verbunden sind. Mit dem Blauglockenbaum bin ich selbst kaum verbunden, aber ich kennen ihn vom Stadtpark, der auf seinem Rundweg viele weniger bekannte Baumarten versammelt. Und ich fand die Art gerade wegen ihrer auffallend blauen, glockenartigen Blüten auch immer herausragend und spannend. Insofern ist es schon einen Versuch wert, diese neue Baumart mit der Wunschbaum-Manufaktur zu erkunden. Vielleicht kann ich schon morgen mit der Arbeit an einem Musterarmband aus Blauglockenbaum-Holz beginnen. Von außen, wenn ich von der Anmutung der Kanteln ausgehe und mitberücksichtige, dass die Art gerne als Bastelholz verwendet wird, sollten seine Eigenschaften denen der Pappel, vielleicht auch der Linde ähnlich sein. Das werde ich erst beim Bearbeiten, dem Drechseln, Sägen, Bohren, Schleifen und Polieren, später herausfinden. Da ich aber Erfahrung mit der Bearbeitung aller möglichen Holzarten habe, darunter auch viele, die gewöhnlich gar nicht im Handel auftauchen, bin ich zuversichtlich, auch diese neue Art zu Perlen verarbeiten zu können. Und vielleicht wird das Ergebnis trotz des Leichtgewichts und der wenig markanten Zeichnung des Holzes, am Ende ein eindrucksvolles und besonderes sein. So wie z. B. die Perlen aus Pappelholz einen wunderbar seidigen Oberflächenglanz und eine besonders lichte Ausstrahlung mit sich bringen. Ich bin sehr gespannt und werde hier irgendwann sicher auch das Ergebnis im Bild zeigen.

Dominantes Gartenbaum-Dreieck

Von allen Gartenbäumen, deren Entwicklung ich seit Jahren genauestens beobachte, hat sich die Gleditschie in diesem Sommer am erstaunlichsten weiterentwickelt. Es ist der plötzliche Eindruck, den ich vor 3-4 Jahren vom Ginkgo hatte, dass er nämlich urplötzlich zu einem stattlichen hohen Baum mit starkem Stamm emporgewachsen war, der sich mir jetzt, in diesem Somme, bei der älteren der beiden Gleditschien aufdrängt. Noch im Vorjahr war sie der filigrane, lichte, irgendwie zerbrechlich wirkende Jungbaum. Und heute präsentiert sie sich mit enorm ausgeweiteter Krone, mit enorm in die Breite gewachsenem Stamm und vielen im oberen Teil der Krone sichtbaren Schotenfrüchten, die bisher noch nie so deutlich das sommerliche Bild beeinflussten. Und so licht und filigran wie zuvor erscheint er jetzt auch nicht mehr. Die jetzt dichter mit Blättern bewachsene Krone scheint deutlich erwachsen und lässt der Juniorbaum insgesamt auf einmal erwachsen wirken. Damit sind es erstmals drei dominierende Senioren unter den Gartenbäumen, die ein Dreieck bilden und den größten Teil der Gartenfläche überdachten: Walnussbaum – Ginkgo – Gleditschie. Der Feigenbaum nimmt sich dagegen wie ein Winzling aus, der wegen seiner typischen Wuchsform auch niemals die Höhe und Dominanz der anderen drei erreichen wird.

Parkähnliche Anmutung

Heute kam endlich mal wieder mehr Wind in die Atmosphäre, was die ansonsten noch immer hohen Sommertemperaturen erträglicher gestaltete. Der sehr belastende Eindruck von gestern war damit korrigiert, so dass wir uns auf etwas angenehmere Sommertage freuen können. Trotz der sommerlichen Hitzebelastungen freuen wir uns ungemein am vitalen Erscheinungsbild des Gartens, dem vielen Grün, dem Blühen, dem enormen Zuwachs in Kronenausdehnung und Stammdicke bei unseren älteren Gartenbäumen. Das geht schon fast in Richtung einer parkähnlichen Anmutung. Ich hoffe, wir finden die Muße, das auch durch Aufenthalte draußen genießen zu können.

Hitzefolgeschäden nicht nur für die Bäume

Mit Hitze konnte ich in den letzten Jahren eigentlich deutlich besser umgehen als in früherer Zeit. Tatsächlich war ich zuletzt in Hitzephasen recht kreativ und produktiv. Aber diese wirklich langanhaltende Hitze dieser Wochen macht mir nun doch zu schaffen – wie man hört nicht nur mir, sehr viele Menschen leiden an diese Wetter, das zudem gerade kaum irgendwelche Erleichterung z. B. in Form von Wind oder Regenschauern erfährt. Sehr beanspruchende Zeiten für wetterfühlige oder irgendwie körperlich angeschlagene Menschen. Ich kann nur hoffen, dass sehr bald eine Normalisierung eintritt, dass der Hochsommer ein angenehm warmer werden wird. Diesmal gilt der Wunsch v. a. für uns Menschen, nachdem ich hier im Baumtagebuch schon des Öfteren die Hitzefolgeschäden bei den Bäumen in den Mittelpunkt gestellt hatte. Nein, dann ist mir ein durchwachsener Sommer wie in den beiden vergangenen Jahren fast lieber. Und die Fruchtbäume mögen durchwachsene Sommer offenbar auch mehr, wie wir an dem sagenhaften Baumobstreichtum des Vorjahres gesehen haben. Dagegen dürfte dieses Jahr sehr bescheiden ausfallen, v. a. beim Maulbeerbaum scheint sich in Sachen reifer Früchte gar nichts voran zubewegen. Ich hoffe, irgendwann besser zu verstehen, von welchen Faktoren insgesamt der Baumobstertrag abhängig ist und inwieweit man das beeinflussen kann.

Warten auf den nächsten Regen nach langer Durststrecke

Die Sommerblumen sowieso, aber auch manche Stauden lassen nach der lang anhaltenden Hitzewelle öfter die Köpfe und Blätter hängen. Bei den Blumen kann ich dem durch abendlich großzügiges Gießen mit Regenwasser aus unseren Tanks entgegenwirken, so dass sie bis zum nächsten Abend ganz gut durchhalten. Bei den Stauden muss ich dagegen auf deren Widerstandkraft und Ausdauer hoffen, denn die kann ich täglich nicht auch noch gießen, gehen unsere Vorräte an Regenwasser doch langsam dem Ende entgegen. Natürlich benötigen auch die Bäume des Gartens bald einen Nachschub an Flüssigkeit, den sie in die Wurzeln und den Stamm einlagern können. Noch scheinen ihre Wurzeln tief und weit genug zu reichen, um die Durststrecke zu überbrücken. Aber in den nächsten Tagen sollten endlich wieder Schauern oder ergiebigere Gewitterregen kommen, um die Regenwasserreservoirs aufzufüllen und den Boden zu durchfeuchten, bis das Sommerwetter wieder moderate Züge annehmen wird.