Etwas Ruhe vor den kommenden Erntewochen

Aus dem Traditionsausflug nach R. ist heute leider nichts geworden, weil M. sich nicht in der Lage fühlte. Schade, wir hoffen, das im kommenden Jahr wieder realisieren zu können. Und für dieses Jahr habe ich den letzten Trödelmarkt der Saison Ende September schon ins Auge gefasst. Wenn M. sich dann besser fühlt, können wir das vielleicht als versöhnlichen Abschluss der diesjährigen Marktsaison wahrnehmen. Unser Baumalltag wird bis dahin noch mit den letzten Erntethemen und Ernteprojekten ausgefüllt sein: Weintrauben und Äpfel. Das wirklich letzte sind dann für mich die selbst herangezogenen Chilipflanzen, die über den heißen und lichtreichen Sommer so gut gediehen sind wie nie zuvor. Wenn alle Schoten, die aktuell an den zahlreichen Pflanz zu sehen sind, auch mindestens orange, am besten rot ausreifen, wird das eine gute Chiliernte. Und das Saatgut für nächstes Jahr ist dann auch gesichert. Ich bin ganz froh, dass ich mich diesmal auf die aussichtsreichen und funktionierenden Sorten konzentriert habe. Verschiedene Experimente mit ausgefallenen Chilisorten sind ja mehrfach gescheitert. Aber von den Glocken-Chilis, von Bhut Jolokia, Carolina Reaper und Habenero Red werde ich zumindest dieses Jahr nicht enttäuscht.

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Zwei Bleche leckeren Pfirsichkuchen gebacken – noch schöner als im Vorjahr

Die jüngsten Baumobstvorhaben haben wir ziemlich plangemäß umgesetzt. V. hatte bis zum Abend seine Trauben vom Bienenhaus alle abgeerntet, so dass nur noch die wenigen rund ums Haus dazu kommen werden. Und ich habe schon am Vormittag die besten Pfirsiche gepflückt, sortiert, Schadstellen entfernt und halbiert. Am Nachmittag habe ich zwei große Bleche mit den Pfirsichen in Rührkuchenteig und mit Schmand-Eierlikör-Belag gebacken. Ursprünglich dachte ich, ich könnte sogar drei Bleche realisieren, aber die zwei letztlich gewonnenen Schüsseln mit Pfirsichhälften reichten tatsächlich genau aus für die zwei Bleche. Mehr wäre gar nicht möglich gewesen. Das deckt sich mit der Erfahrung der letzten Jahre. Da werden tatsächlich sehr viele Früchte benötigt. Das Ergebnis ist toll, genauso schmackhaft wie es von dem Rezept zu erwarten ist, aber noch etwas schöner anzusehen als in de Vorjahren, weil die Pfirsiche fast keine Flecken hatten. Die hässlichen Flecken auf der äußeren Pfirsichhaut hatten zwar keinen Einfluss auf den Geschmack, sahen aber nicht ganz so appetitlich aus. Diesmal sieht man tatsächlich nur „reine“ Pfirsichhaut, die kuppelartig aus der Eierlikör-Schmand-Masse herausragt. Vier randvoll mit den Kuchenstücken belegte Tortenböden konnte ich einfrieren. Und eine Portion für 4 Leute habe ich draußen gelassen, so dass wir sie morgen frisch genießen können.

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Aktuelle Baumobstvorhaben: Rote Weintrauben und Pfirsiche

Die Weintrauben am Bienenhaus lassen V. – wie jedes Jahr um diese Zeit – keine Ruhe. Deshalb war heute den ganzen Tag über Weinlese an den dort gepflanzten Reben auf dem Programm. Und ebenfalls wie jedes Jahr wird es wohl noch zwei weitere Einsätze geben, bis die Trauben dort allesamt abgeerntet sind. Bei uns zuhause kommt als letzter Schritt dann der meist qualitativ höherwertige Rest, der aber einen geringeren Umfang hat. Baumobst ist auch für mich an diesem Wochenende Thema. Denn ich will morgen endlich die besten Pfirsiche pflücken und mindestens zwei Blechkuchen damit backen – die berühmten Eierlikör-Schmand-Kuchen. Und vielleicht werde ich noch ein drittes Blech anschließen, dann aber mit einem Obstbelag aus halbierten Nashi-Birnen. Die scheint V. schon abgeerntet zu haben. Aus denen sollte sich auch etwas Leckeres machen lassen. Im letzten Jahr hatte ich das Rezept erstmals auch mit Nashis statt mit Pfirsichen probiert und fand das Ergebnis interessant und eigentlich der Pfirsichvariante gleichwertig.

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Schlussphase der Baumobstverarbeitungssaison

V. macht sich jetzt schon wieder Gedanken um die Weintrauben rund ums Haus, die nach so viel Sonne schon ziemlich früh erntereif sind. In früheren Jahren wäre das gar kein Thema gewesen. Früher haben wir aus dem Ereignis eine konzentrierte Aktion für die ganze Familie gemacht und den Großteil auch an einem Tag abgeschlossen, inklusive des Zurückschneidens der Weinreben. Aber heute fällt das V. zunehmend schwer, obwohl die Anzahl der zu lesenden roten Weintrauben nur noch einen Hauch gegenüber damals darstellt. Zu viele Stöcke sind teils aus Altersgründen, teils wegen der ungünstigen und extremen Witterung, in den letzten Jahren zugrunde gegangen. Und an den verbliebenen Stöcken sind die Trauben eher spärlich verteilt – jedenfalls im Vergleich zu früher. Deshalb werden von hier, rund ums Haus, wohl kaum mehr als 80 – 100 Liter zu erwarten sein. Zusammen mit dem Trauben vom anderen Standort, an dem es noch mehr Weintrauben gibt, wenn auch in schlechterer Qualität, könnten es dann am Ende doch über 200 Liter werden. Damit hat V. wenigstens seinen privaten Rotweinbedarf fürs ganze Jahr gedeckt. Hoffen wir nur, dass die Aktionen des Lesens und v. a. die Weiterverarbeitung in Drechsler und Kelter möglichst reibungslos realisierbar sein werden.

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Vom vorhersehbaren, aber fragilen Reifen der Pfirsiche

Es ist interessant zu beobachten, dass sich die Erfahrungen mit dem Reifen der Pfirsiche aus den Vorjahren tatsächlich bestätigen. Ich hatte vorausgesagt, dass der vor einer Woche endlich zurückgekehrte Regen den Früchten einen Reifeschub verleihen würde. Das war dann tatsächlich auch so. Obwohl wir nun wirklich den sonnenreichsten und heißesten Sommer aller Zeit hinter uns haben, waren die Pfirsiche dennoch bis zuletzt noch grün und ziemlich klein ausgewachsen. Erst die wenigen Tagen Regen haben sie innerhalb einer Woche sehr schnell reifen lassen. Manche sind schon drüber und verfault, andere brauche noch einige Tage. Aber es sind auch welche darunter, die genau auf dem Punkt sind und eigentlich gepflückt werden müssten. Es ist eben auch ein zeitliches Problem, nachdem wir seit Wochen mit dem Baumobst beschäftigt sind. Aber für 2-3 große Bleche meines Rührteig-Eierlikör-Kuchens mit Pfirsichen sollte ich doch eine paar Schüsseln mit sehr schönen Exemplaren auswählen können. Die werden dann gehälftet und mit der flachen Seite in den Teig gedrückt, anschließend mit der Eierlikörsoße übergossen. Das ist eines der leckerste Baumobst-Kuchenrezepte, die mir in den letzten Jahren begegnet sind. Die Kombination mit Pfirsichen statt der im Rezept genannten Mischung aus Äpfeln und Zwetschgen ist allerdings meine persönliche Erfindung. Ich meine, mit Pfirsichen ist es noch deutlich stimmiger.

Obstkuchenvorhaben inklusive neuer Kreationen

Die Pfirsiche an dem kleinen Baum im Garten reifen jetzt erkennbar aus. Viele von ihnen haben schon eine gelbliche Farbe angenommen, sind beim Drucktest aber noch fest und insofern noch nicht erntereif. Ich denke, nach dem Regennachschub der letzten Tage und mit Aussicht auf eine Rückkehr der Sonne ist die Vollreife zumindest in greifbarer Nähe. Und damit bestehen auch gute Aussichten, auch dieses Jahr wieder einen meiner Lieblingskuchenrezepte umzusetzen, nämlich das mit der Eierlikörsoße über Pfirsichhälften, die in einen Rührteig gesetzt wurden, alles auf ein großes quadratisches Backblech verteilt. In der Regel werden das mehrere solche großen Blechkuchen, die ich in schmale Abschnitte teile und einfriere. Das ganze Jahr über freuen wir uns dann auf diese Kuchenspezialität, die zu allen Jahreszeiten passend scheint. V. hat außerdem ein neues Rezept gefunden, ein Käsekuchen mit Fruchtspiegel, für den wir neben dem eigentlich vorgesehenen Pflaumenmus evtl. unsere Mirabellenmarmelade vom Vorjahr oder die Maulbeermarmelade ebenfalls vom Vorjahr verwenden könnten. Das wäre dann eine etwas andere Art der Verwendung unserer Baumfrüchte.

Endphase der Baumobsternte und Pflege der Streuobstwiesenkultur

Zum meteorologischen Ende des Sommers wird medial viel über die Rekord-Hitze dieser Saison gesprochen. Und gleichzeitig ist der Herbst mit seinen Vorzeichen unübersehbar. Denn was wir so lange vermisst haben, Regen und beruhigende Wolken, sind jetzt auf einmal massiv über den Tag verteilt präsent. Unter anderem sind unsere Regenwasserreservoirs wieder aufgefüllt und wir können uns seit Langem mal wieder das Gießen ersparen. Auch bezüglich der Baumobsternte sind wir ziemlich fortgeschritten, nachdem V. heute noch die letzten Zwetschgen zu Zwetschgenkraut verarbeitet hat. Jetzt stehen nur noch die Pfirsiche, die Weintrauben und später die Äpfel und Birnen auf dem Plan. Aber ich denke, der ganz große Höhepunkt ist tatsächlich schon überschritten. Wieder ein bisschen übertrieben und zu viel. Aber das ist uns die landwirtschaftliche Traditionspflege und überhaupt das Hochhalten der regionaltypischen Streuobstwiesenkultur eben Wert.

Gleditschienherbst im Hochsommer

M. beschwert sich in letzter Zeit immer öfter über die rieselnden Blätter der Gleditschie im Garten. Dabei habe ich die Art im Laufe der Jahre schätzen gelernt, sie passt auch gut ins Ensemble unserer Gartenbäume, auch wenn man Gleditschien eher aus städtischen Umgebungen kennt. Wenn ich die tief liegenden Äste werde zurückgeschnitten haben, wird er im kommenden Jahr auch kaum noch Schatten werfen und kaum mit den Nachbarbäumen ins Gehege geraten. Aber was M. und V. stört sind eben die vielen kleinen Blättchen. Die rieseln nach der monatelangen Hitzewelle schon in der Sommerzeit vertrocknet zu Boden. Etwas, das sonst eben erst im Herbst zu beobachten ist. Mich stört das aber gar nicht, weil die Blätter zwar zahlreich, aber winzig sind und bei Weitem nicht so unangenehm wie die lappigen Walnussbaum und flächigen Feigenbaumblätter. Ein Problem in dem Zusammenhang gab es aber doch, nun schon zum zweiten Mal beobachtet: die kleinen Blättchen setzen sich im Abflussrohr der Überdachung hinterm Haus fest, durch das der größte Teil des Regenwassers ins Sammelbecken abfließt. Bei heftigen Gewitterregen, die normalerweise innerhalb kurzer Zeit das Becken mit frischem Regenwasser auffüllen, ist selbiges nun schon zwei Mal an der falschen Stelle übergelaufen, so dass nur wenig ins Becken laufen konnte. Der Grund war ein Sperr-Element im Rohr, das zum Verhindern von Rückstau eingebaut ist und an dem sich aber, da es die Hälfte des Rohrdurchmessers verschließt, die abgefallenen Blätter der Gleditschie pfropfenartig festgesetzt haben und das Rohr quasi verstopft haben. Ich hoffe, dass das im Folgejahr nach dem Rückschnitt der unteren Äste so nicht mehr vorkommen wird. Aber ich denke auch, dass es so einen heftigen Hitzesommer nicht gleich noch einmal geben wird.

Jetzt waren die Zwetschgen an der Reihe

Gesagt, getan. Am Ende sind es vier Zwetschgenkuchen geworden. Ursprünglich hatten wir nur zwei ins Auge gefasst. Aber ich habe einfach einmal 2/3 der sonst für 6 Bleche vorgesehenen Rezeptmengen angesetzt und dann eben 4 rund Bleche daraus gemacht. Die Backzeit ist mit den Zwetschgen gleich, nur entsteht beim Backen natürlich mehr Saft als bei den Mirabellen. Ich denke, wir werden einen davon draußen belassen und ab morgen gleich verzehren und die restlichen 3 werden eingefroren, gesellen sich dann zu den 18 bereits dort gelagerten Mirabellenkuchen. Insgesamt 21 – das ist natürlich ganz nach meinem Geschmack. Am Ende der Saison werden es allerdings noch deutlich mehr Baumobstkuchen werden, denn die Pfirsiche und später auch die Äpfel und vielleicht auch einige Birnen sind ja noch nicht geerntet. In jedem Fall dürfte das vom Umfang der Backaktivitäten sicher eine Rekordsaison für uns werden. V. hat am späten Nachmittag noch einen Eimer Zwetschgen zusätzlich gepflückt, um noch eine Reihe von Gläsern mit Zwetschgenkraut einzumachen. Davon haben wir tatsächlich gar nichts mehr im Vorrat. Das wird also unsere Auswahl an Marmeladen weiter bereichern.

Förderliches Wetter für die Pfirsichreife

Das Regenwassermanagement haben wir über die letzten Wochen ja ganz gut hingekriegt. Bei der langen Phase mit extremer Hitze ohne jegliche Niederschläge war das nicht unbedingt selbstverständlich. Und man muss aber auch sagen, dass die verschiedenen Regenwasserreservoirs, Tanks und offene Becken, natürlich dazu beigetragen haben, mit Umpumpen vom einen ins andere immer doch noch ausreichend Gießwasser zur Verfügung zu haben. Tatsächlich musste ich über die ganzen Wochen hinweg kein Trinkwasser aus dem Hahn anzapfen. Und mit dem Regen gestern konnte ich den wichtigsten Tank nun auch wieder vollständig auffüllen. Das offene Becken ist dadurch zwar wieder fast geleert, aber vielleicht werden heftige Gewitterregen oder länger anhaltende Regenfälle tagsüber ja auch diese Lücke in den nächsten Tagen wieder schließen. Ich freue mich nach den an Niederschlägen wieder reicheren zurückliegenden Tagen vor allem auf die Fruchtreife der Pfirsiche. Bei denen dürfte der Regen für dickere Früchte sorgen und, wenn ich von den Vorjahren ausgehen, auch für eine Beschleunigung des Reifeprozesses. Etwas länger dauern wird es damit dennoch. Jedenfalls glaube ich nicht, dass ich für das Kuchenbacken morgen schon Pfirsiche einplanen kann. Die haben noch nicht die richtige gelb-orangene Farbe angenommen und dürften insofern aktuell noch an Süße und Weichheit zu wünschen übriglassen.

Mirabellen, Zwetschgen, Chilis – gute Erträge in diesem Jahr

So ganz kann V. das Baumobst-Thema nicht ablegen, obwohl die Beschäftigung damit zunehmend große körperliche Hürden darstellt. Aber sobald eine der Arte auf unserer Streuobstwiese eine gute Fruchtsaison hinter sich hat, kommt der Drang, die Früchte auch einzusammeln und sie weiterzuverarbeiten. Bei den Zwetschgen war es eigentlich in diesem Jahr so, dass wir nicht mehr mit einem Ertrag gerechnet hatten, weil vor einigen Wochen noch nichts davon zu sehe war. Jetzt aber ist der Ertrag an fruchtreifen Zwetschgen doch gut, so dass V. sich gedrängt fühlte, ein paar Eimer davon zu pflücken. Außerdem auch noch einen kleinen Eimer der letzten Mirabellen, die jetzt ebenfalls schon zu Ganzfrucht-Marmelade verkocht sind – was ich durchaus begrüße. Mit den Zwetschgen werden wir wohl teilweise Kuchen backen, natürlich wieder meine Aufgabe, und teilweise werden wir sie zu Zwetschgenkraut, diese besonders aromatische Marmelade, verkochen. Das ist auch schon Jahre nicht mehr vorgekommen. Also wird das am Ende doch noch ein gutes Baumobstjahr. Und sicher auch ein gutes Jahr für meine Chilipflanzungen, die jetzt schon viele Schoten zeigen, von denen die ersten schon ganz rot ausgereift sind. Bei den meisten steht dieser Reifeprozess aber jetzt noch bevor.

Auflockernde Baum-Themen

Unsere diesjährigen Baumobsternte, speziell die Mirabellen und Zwetschgen, waren heute sogar Thema beim Besuch in der Praxis von Dr. L. In der Region gibt’s eben noch viele, die sich für diese Themen interessieren und dazu auch etwas Aktuelles sagen können. Natürlich hatte es auch damit zu tun, dass Dr. L ungefähr mein Alter hat, die ganz Jungen haben möglicherweise den Bezug schon verloren. Aber das frische Mirabellen-Hefekuchen und Mirabellenmarmelade mit ganzen Früchten regionaltypisch und lecker sind, dass wissen schon viele der Alteingesessenen. Und es hat auch etwas Auflockerndes, wenn man solche geteilten Erfahrungen in weniger erfreuliche Gespräche einflechten kann.

Regen bringt die Pfirsiche endlich zum Reifen

Endlich Regen. Wirklich geschüttet hat es zwar auch heute nicht, aber durchgängig leicht geregnet, so dass unser Springbrunnenbecken, das als Zwischenspeicher fungiert, sich zumindest zu 2/3 füllen konnte. Damit war es möglich, den Regenwassertank, aus dem ich das Gießwasser abzapfe, wieder fast vollständig nachzufüllen. Und an diesem und dem Vortag war es wegen des bedeckten Himmels und heute auch des Regens auch nicht notwendig, überhaupt zu gießen, was wiederum Wasser gespart hat. Ich hoffe jetzt, dass die Baumfrüchte, die auch etwas mehr Wasser benötigen, auch noch ausreifen werden. Bin sehr zuversichtlich, dass vor allem die Pfirsiche davon profitieren werden. Und dann ist auch der Pfirsichkuchen auf dem großen Backblech angesagt. Mal sehen, vielleicht ja schon an diesem Wochenende. Gut, dass wir den Pfirsichbaum im Frühjahr stark zurückgeschnitten haben. So konnten sich die Früchte in der Kronenmitte konzentrieren und dort auch eine gewisse Dicke erreichen. Das war im Vorjahr einfach zu viel und zu verzweigt, wodurch wir die meisten Pfirsiche gar nicht ernten konnten, bevor sie am Baum verfault waren.

Gespannt auf die Resonanz auf meine Mirabellenfotos

Die jüngsten Fotos von den Mirabellen werden gleich für eine Grußkarte Verwendung finden. Das macht sich mit Bezug zur Jahreszeit ganz gut. Auch bin ich sicher, dass dieses farbgesättigte, frische und sommerlich anmutende Motiv positive aufgenommen werden wird. Noch gespannter bin ich, ob es Resonanz bei den Nutzern von Microstock-Material finden wird. Noch kann ich das nicht beurteilen, da neue Motive, auch wenn sie die Bildredaktion der Agentur erfolgreich passiert haben, ziemlich lange brauchen, bis sie beachtet und häufiger heruntergeladen werden. Ich meine aber, dass diese Motivreihe das Potenzial dazu hat.

Leicht verspätete Baumlandschaft mit Überraschungen

Das Wetter war für einen ausgiebigen Spaziergang ideal. Aber trotz der moderaten Wärme und dem heute wieder ausgeprägten spätsommerlichen Licht spürte man doch schon den kommenden Herbst in Ansätzen. So ganz leicht herbstlich wirkte die Baumlandschaft. Was mich überrascht hat: Manche Frucht tragende Bäume sind in freier Landschaft nach monatelanger Hitze ertragreicher als erwartet. So fallen gerade die Früchte des Schlehdorns auf, die nicht nur zahlreich und zu Trauben gebündelt an den Zweigen erscheinen, sie sind zudem auch recht prall, was ich nach so viel Trockenheit nicht gedacht hätte:

Frucht des Schlehdorns im Spätsommer 2026

Besonders schön fand ich die Vegetation direkt am Flussufer, die in ihrer jetzigen Verfassung in normalen Jahren eher 3-4 Wochen früher erwartetet werden kann. Viele Kräuter sind erst jetzt, nach einigen bedeckten Tagen mit etwas Regen, überhaupt sichtbar geworden. Bei Kräutersammeln im Vorfeld von Mariä Himmelfahrt hatte ich diese Kräuter an gleicher Stelle noch vermisst:

Saarufer-Vegetation im Spätsommer 2026 I
Saarufer-Vegetation im Spätsommer 2026 II

Wenn ein Gespräch über Bäume fast ein Verbrechen ist

Ein irgendwie nervenaufreibender Tag war dieser Samstag, und leider ist trotz unzähliger Vorzeichen immer noch kein Regen gefallen. Ich kann wegen des bedeckten Himmels, der kaum Sonne durchlässt, zwar aktuell die Menge an Gießwasser für die Sommerblumen und Gemüsepflanzen reduzieren. Aber ganz auslassen kann ich es eben nicht. Und entsprechend geht das Bangen um ein Auslaufen der Regenwasserreservoirs weiter. Das passt zur insgesamt bangen Stimmung unter den Menschen, die merkwürdige Stillstandatmosphäre, die sich in der Gesellschaft breit gemacht hat. Da wäre, um ein Wort von Bertolt Brecht aus den 1930er Jahren aufzugreifen, selbst das Reden über Bäume eine Unmöglichkeit: „„Was sind das für Zeiten, wo / Ein Gespräch über Bäume fast ein Verbrechen ist / Weil es ein Schweigen über so viele Untaten einschließt!“

Eine kreative Arbeitswoche geht mit einer Exkursion zu Ende

Was für ein arbeitsintensiver Tag, der überwiegend in Form einer Exkursion und eines fotografischen Außentermins verlief. Aber spannend und erfrischend war das, weil es mir einmal eine ganz ungewohnte Umgebung gezeigt hat, die ich fotografisch-illustrativ festhalten durfte. Das hat durchaus etwas Herausforderndes, das gewisse Lerneffekte integriert. Bei endlich einmal bedecktem Himmel und moderatem Sonnenaufkommen hatte der Arbeitstag eine erholsame Note, auch wenn der Auftrag selbst kräftezehrend ausfiel. Aber eine gute Grundlage für die Weiterentwicklung des Projekts konnte ich damit legen. Und die Arbeitswoche somit erfolgreich abschließen, bevor am Wochenende erneut unser aktuellen Baum-Thema wieder in den Mittelpunkt rückt. Nämlich das Verarbeiten der noch übrig gebliebenen Mirabellen von vor einer Woche, die ich im Kühlschrank aufbewahrt und damit vor dem Verderben gerettet habe. Ich schätze, daraus lassen sich wiederum mindestens 6 Mirabellenkuchen machen. Ich hoffe, das wird morgen umzusetzen sein.

Gestalterische Früchte meines Mirabellen-Konzepts

Die Mirabellen-Motive sind überraschend positiv bereits jetzt bei etwa der Hälfte der Microstock-Plattformen angenommen worden. Bei einigen immerhin schon teilweise, aber diese schrittweise Freigabe ist dort nicht ungewöhnlich. Das zeigt mir, dass meine Einschätzung zur Qualität dieser Naturkonzept, und -Hintergrund-Bilder richtig war. Zumindest aus der Sicht der Anforderungen, die Microstock-Fotografie üblicherweise stellt. Die andere Frage ist die Akzeptanz und das Interesse der Nutzer. Das werde ich in den nächsten Monaten sehen. Ich bin jedenfalls sehr froh, dass die Pflege der Familientradition rund um die Baumobsterträge der Streuobstwiese auch diese gestalterischen Früchte trägt. Denn so authentische und spezialisierte Motive sind natürlich selten zu finden. In dieser technischen Qualität zudem kaum irgendwo. Aber natürlich gehört auch Erfahrung mit der Art der Bildkomposition dazu. Dass die Mirabellen hier eben in einer flächigen Schüttung arrangiert wurden, so dass echte flächige Hintergrundbilder entstehen konnten. Ich kann mir durchaus vorstellen, dass das längerfristig Resonanz erzeugt.

Eine Qualitätsauswahl von 11 Mirabellen-Natur-Konzept-Hintergrundbildern

Meine Reihe mit Mirabellen-Hintergrund-Fotografien habe ich heute weiter durchsehen und bearbeiten können. Am Ende sind es 21 ausgewählte Motive geworden, von denen es 11 bis zu Eignung als Microstock-Fotos geschafft haben. Teilweise habe ich die auch schon in meine Portfolios hochgeladen und warte jetzt auf die Bildredaktion. Die Motive sind ganz sicher selten und insofern für Microstock interessant. Aber gelegentlich stören sich die Redakteure an eine zu großen Variantenanzahl. Das war bei dieser flächigen Aufschüttung der frisch gepflückten Mirabellen gerade so gewollt, weil nur so eine gute Scharfstellung der Nahaufnahme bis in die Ecken hinein und eine Verwendung als Hintergrundmotiv möglich ist. Die Variationen besehen dann im genauen Ausschnitt und im Zoom-Faktor. So habe ich solche Motive, die fast alle aufgeschütteten Mirabellen erfassen und stufenweise weitere, die immer näher herangehen, bis zu wirklichen Nahaufnahmen. Außerdem habe ich noch ein Foto von den aufgeschnittenen, entkernten Mirabellen gemacht, das ich ebenfalls eingereicht habe. Ich würde mich freuen, wenn möglichst alle Varianten Zustimmung finden. Einfach weil das ein super Motiv ist, die Mirabellen nur selten so schön und sonnenverwöhnt ausgereift erscheinen und sich insofern eine vergleichbare Motivqualität so schnell nicht mehr realisieren lassen wird.

Stimmungsvoller Abschied von einem für viele bedeutsamen Menschen

Das Priester-Requiem und die Beisetzung von Pastor M. heute war sehr beeindruckend, mit vielen Zelebranten, einer stimmungsvollen Gestaltung der Messe und unzähligen Besuchern, die Herrn M. in vielfältigster Form verbunden waren. Es war M. und mir ein Anliegen, an dieser Verabschiedung teilzunehmen. Gleichzeitig bin ich sicher, dass die Seele des Verstorbenen die Verbundenheit in ihrer jetzigen Sphäre sehr deutlich wahrgenommen hat. Ich denke auch, dass sie umgekehrt noch lange Zeit positive Wirkungen auf die noch Lebenden haben wird. Auf dem Friedhof selbst standen die Gläubigen und vorherigen Messbesucher unter Bäumen bei strömendem Regen – dem ersten seit wirklichen Regen seit Wochen. Dem Priester ist dazu am Grab noch ein Sprichwort eingefallen, dass ich leider nicht mehr wiederholen kann. Aber die Symbolik diese Koinzidenz war schon eindrücklich und irgendwie passend zu diesem feierlichen und auch traurigen bzw. von Verlustgedanken geprägten Anlass. Ein Tag, der uns wie der Mensch Pastor M. selbst, sicher lange im Gedächtnis und in der Seele verankert bleiben wird.

Gutes Jahr für Gehölzfrüchte und für wärmeliebendes Gemüse

Die um zehn Grad gesenkten Temperaturen sind nach der extremen Dauerhitze ein Segen. Und immerhin hat es auch für einige Minuten ein wenig geregnet. Allerdings nicht so ergiebig, dass ich unserem Wasser-Vorratsbecken irgendein Pegelstandunterschied festzustellen wäre. So bleibt der Regenwasservorrat eine Zitterpartie. Lange kann er nicht mehr reichen, und dann müssten wir entweder die Pumpe noch einmal anwerfen, um die letzten Reserven aus dem großen Eisentank zu holen, oder ein wirklich ergiebiger Regen müsste Abhilfe schaffen. Heute Abend wird das Gießwasser hoffentlich noch ausreichend sein. Trotz der langen Hitze kommen jetzt eigentliche alle Gehölzfrüchte in Fahrt. Zum Beispiel unsere roten Weintrauben, die auf einmal alle schon blau gefärbt sind und auch genügend Süße haben dürften, bei so viel Sonne. Natürlich fehlt es auch denen an Flüssigkeit, weswegen die Beeren recht klein ausgefallen sind. Aber eine qualitativ hochwertige Ernte kann bei den Weinreben wohl erwartet werden. Ich warte außerdem auf die Reife der Pfirsiche, die nach etwas mehr Regen eigentlich ebenfalls dicker und reifer werden sollten. Und auf die Nashis, die ich ebenfalls gerne im Kuchen verarbeite. Besonders erfreulich ist in diesem Sommer der Entwicklungsstand der Chilis. So viele schon groß gewachsene Schoten zu dieser Zeit habe ich bisher noch nie erlebt. Auch die werden sich wohl bald verfärben und ihre jetzt noch grüne Farbe erst in Gelb, dann in Orange und schließlich in Rot umwandeln. Meist vollzieht sich dieser Farbwandel recht schnell.

Es sind gleich 10 neue Mirabellenkuchen geworden

Wer A sagt, muss auch B sagen. So habe ich den ganzen Sonntag damit verbracht, die gestern gepflückten Mirabellen in Blechkuchen zu verwandeln. Immerhin, V. hat alle Früchte entkernt und in noch zusammenhängende Doppelhälften geteilt. Das war schon etwas wert. Und ohne diese Zuarbeit wäre es auch nicht möglich gewesen, an einem Tag gleich 10 Blechkuchen zuzubereiten und zu backen. Sogar eingefroren habe ich bis zum Abend schon alle. Aus einem größeren Hefeteig sind 7 runde Blechkuchen hervorgegangen. Und da V. viel zu viele Früchte entkernt hatte, sah ich mich gezwungen, noch weitere Teige anzuschließen. Das sind dann noch einmal 3 Bleche mit Ölquarkteig geworden, mit dem ich ja vor einer Woche schon einmal zwei Mirabellenkuchen gebacken hatte. Das sind zusammen also 12 neue Mirabellenkuchen – für jeden Monat des kommenden Jahres können wir einen aus der Gefriertruhe nehmen. Genauer gesagt sind es sogar 14 eingefrorene, denn 2 vom Vorjahr sind immer noch vorrätig, einen weiteren habe ich heute herausgenommen, den werden wir in den nächsten Tagen verzehren. Ich schätze, das werden nicht die letzten Kuchen mit eigenem Baumobst gewesen sein. Sicher werden noch Zwetschgen, Nashi-Birnen, Pfirsiche und später Äpfel folgen. Aber dafür muss ich wieder Platz im Gefrierschrank freimachen. Vor der heutigen tagesfüllenden Kuchenaktion habe ich die seltene Gelegenheit genutzt, neue Flächenfotos von den frisch gepflückten Mirabellen zu machen. Die Früchte sind dieses Jahr so wunderbar rosig und farbenfroh ausgereift, dass ich die sonnensatt-fruchtige Anmutung einfach festhalten musste. Das ist eines der neuen „Schüttbilder“ der frisch gepflückten Mirabellen:

Erfreulich viele Mirabellen in guter Qualität gepflückt

Wegen der drückenden Hitze war es V. eigentlich heute Abend zu viel, hätte die Aktion lieber auf die frühen Morgenstunden morgen gelegt. Aber ich hatte den Eindruck, dass das Klima gegen Abend erträglicher wurde, auch weil Wind aufkam, der für etwas Abkühlung sorgte. Und so sind wir dann doch noch aufgebrochen, um endlich die Mirabellen zu pflücken. V. hatte ja vor 10 Tagen schon einen Eimer gepflückt, den ich zu den ersten zwei Mirabellenkuchen dieser Saison weiterverarbeitet hatte. Und jetzt war einfach der richtige Zeitpunkt gekommen, die Mirabellen waren endlich richtig ausgereift, nicht nur mit schönen rot-gelb-rosa Bäckchen versehen, sondern auch jetzt mit weicherem Fruchtfleisch und süßer. So sollen sie eigentlich sein, so dass ich für die nächsten Kuchen, die ich sicherlich morgen backen werde, mit einem noch besseren Geschmack rechne. Es ist erstaunlich, wie viele reife Früchte die 3 noch relativ jungen Mirabellenbäumchen inzwischen jedes Jahr tragen. Da haben die ca. 21/2 Stunden, die ich am Abend investiert habe, überwiegend in gewagter Position auf der Leiter, um an die oberen Äste heranzureichen, noch nicht einmal ausgereicht, um wirklich alles abzuernten. Einige Mirabellen an den ganz besonders schlecht erreichbaren Kronenästen konnte ich dann doch nicht abpflücken. Da wir aber annähernd eine ganze Bütte Früchte zusammentragen konnten in dieser kurzen Zeit, waren wir am Ende voll und ganz zufrieden. Ich denke auch nicht, dass ich für die Mirabellen erneut aufbrechen werde. Denn es sind ja noch andere Früchte bald erntereif, als nächstes die Zwetschgen, direkt neben den Mirabellenbäumen, die heute noch nicht ganz ihre Vollreife aufweisen konnten. Vielleicht sind die ja nächste Woche so weit. Später kommen dann noch die Pfirsiche im eigenen Garten, die Nashi-Birnen und deutlich später noch die Äpfel und Birnen. Da wird es noch einiges zu tun geben. Ein wenig überraschend, denn nach dem enorm guten Baumobstjahr 2025 hatten wir damit eigentlich nicht gerechnet. Gewöhnlich wechseln sich ertragreiche und durchschnittliche oder gar schlechte Obstjahre ab. Diesmal sind die meisten Obstsorten aber auch in diesem Jahr recht ertragreich gewesen.

Die belebemden Facetten der Sommerzeit wahrnehmen

Dieser Feiertag am Samstag bringt die Arbeitswoche irgendwie durcheinander. So hat sich der heutige Tag nicht wie Freitag angefühlt, eben wegen dieser Ausnahme, die allerdings nur für einige wenige Bundesländer überhaupt gilt. Für uns hat dieser Feiertag Mariä Himmelfahrt noch eine wirkliche Bedeutung. Wegen der eigentlichen christlichen Bedeutungsinhalte, aber auch wegen der vegetabilen Tradition der Kräutersträuße, die während der Feiertagsmesse geweiht werden und anschließend für bis zum nächsten Feiertag in der Wohnstube aufgehängt werden. Heilkräuter und Blumen sind darin zusammengebunden, und natürlich hat das etwas mit der Gottesmutter zu tun, hat sich in der Wahrnehmung und in der traditionellen Handhabung der Gläubigen doch verselbständigt – zum Ausdruck eines modernen spirituellen Naturverständnisses. Morgen wird es wieder ein sehr sommerlicher, sonnenreicher Feiertag werden, wie eigentlich meistens zu Mariä Himmelfahrt. Das entschädigt ein wenig für die Erschöpfung, die uns die Dauerhitze in den letzten Monaten beschwert hat. Denn es kehrt die belebenden und ermutigenden Facetten der Sommerzeit hervor.

Ein Samstagsfeiertag – und unsere Kräutersträuße sind schon gebunden

In diesem Jahr fällt Mariä Himmelfahrt auf den Samstag. Ungewöhnlich, weil man einen Feiertag entweder in der Woche oder sonntags vermutet. Aber diese Besonderheit hat mich bewogen, die Kräutersträuße heute Abend schon zu binden. Morgen wäre es mir zu knapp geworden. Anders als erwartet hat die Menge gesammelter Kräuter doch ausgereicht, um die Anzahl von Sträußen zu binden, die wir in den Vorjahren immer schon realisiert hatten. So werden einige Bekannte und Nachbarn auch in den Genuss eines Straußes gelangen, die vielleicht in diesem Ausnahmesommer nicht damit gerechnet hätten. Leider fehlt die Königskerze, und einige meiner Lieblingskräuter, die schöne und anhaltende Farbakzente setzen, sind leider etwas dürftig zu finden gewesen. Aber insgesamt sind es doch schöne Sträuße geworden. Und wie wir jetzt nachlesen konnte, wird die Messe tatsächlich in der Kirche St. G. am Samstag wie gewohnt stattfinden. Sicher hätte Pastor M. den Feiertag auch in diesem Jahr wieder gerne mitgefeiert bzw. hätte sicherlich auch wieder die Messe gehalten. Nun ist er wenige Tag vorher verstorben. Aber alle, die sich dort zusammenfinden, werden ihm ganz sicher sehr nah sein und bleiben.

Plädoyer für die Verwendung heimischer Holzarten

Heute hätte ich noch einmal die Gelegenheit gehabt, ein Set mit 3 Holz-Schneidebrettern zum Testen anzufordern. Das reizt mich generell immer und den Hersteller habe ich auch schon schätzen gelernt. Aber leider sind die Bretter aus Akazienholz gemacht. Keine einheimische Art. Deshalb habe ich doch darauf verzichtet. Was wir hier landläufig Akazien nennen, sind in Wirklichkeit Robinien, und die sind in unseren Wäldern recht häufig. Aber solche Hilfsmittel für die Küche werden meist aus ausländischen Holzarten gemacht, wohl aus Kostengründen und weil die Hersteller ebenfalls im Ausland angesiedelt sind, wo es eben die hiesigen Baumarten nicht gibt. So warte ich, bis irgendwann tatsächlich mal wieder etwas aus Eiche, Buche der Birken angeboten wird. Damit habe ich einfach ein besseres Gefühl.

Ein etwas anderer und leider auch trauriger Tag fürs Kräutersammeln

Die Tradition will ich auf jeden Fall pflegen, auch wenn die heutige Nachricht vom Tod des uns so lieb gewonnenen Pastors M. uns sehr betroffen gemacht hat. Ob wir die Kräuter, die wir heute wieder in der nahen Landschaft gesammelt haben und die wir in den nächsten Tagen zu Sträußen zusammenbinden werden, ob wir die wie jedes Jahr zu Mariä Himmelfahrt auch tatsächlich in der Kirche werden segnen lassen können, ist tatsächlich offen. Denn diese Feiertagsmesse wurde ja in den letzten Jahren immer von Pastor M. gehalten, für den sich ein vergleichbarer Nachfolger so einfach nicht finden lassen wird. Ich bin sehr froh, dass A. und M. mich auch in diesem Jahr zum Kräutersammeln begleitet haben. Das gehört dazu, ein erweitertes Familiending eben, das dem Ritual erst seinen eigentlichen Sinn verleiht. Dass nach der langanhaltenden Hitze und Trockenheit die Auswahl an sammelbaren Kräutern kleiner sein würde, war auch vorher schon klar. Aber nach beharrlichem und geduldigem Absuchen unserer Lieblingssammelstellen haben wir doch noch genügend Kräuter zusammengetragen, um die Kräuterstrauß-Tradition auch in diesem Jahr wieder aufleben lassen zu können.

Traditionspflege und die Einschränkungen des diesjährigen Hochsommers

So ganz scheint das Urlaubsfeeling noch nicht verflogen zu sein. Jedenfalls sonnen sich die meisten, denen ich begegne, aktuell noch in der Sommer-Auszeit, was ihnen durch das enorm konstante Hochsommerwetter auch leicht gemacht wird. Ich versuche, die Konzentration trotzdem, oder vielleicht auch gerade deswegen, hochzuhalten, um meine kreativen Aufgaben möglichst zeiteffektiv umsetzen zu können. Das trägt zu einer guten Qualität der Ergebnisse bei, ist aber auch eine Notwendigkeit, da in den kommenden Monaten viele aufwändige Projekte darauf warten weiterverfolgt oder abgeschlossen zu werden. Wir versuche dennoch, die Basisthemen nicht zu vernachlässigen, wozu eben auch die Pflege der feiertäglichen und z. T. vegetabilen Traditionen gehören. Ende der Woche einmal nicht mit Bezug zu den Bäumen, aber eben zu den Wiesenkräutern, die in normal temperierten Jahren in dieser Zeit an Wegesrändern und auf kargen Freiflächen üppig gedeihen und intensiv blühen. Nach wochenlanger Extremhitze wird das Sammeln dieses Mal nicht so ergiebig sein. Da werden wir uns auf die wenigen Arten konzentrieren müssen und davon vielleicht etwas mehr sammeln müssen, die sich trotz der Dauerhitze gut entwickelt haben und noch nicht eingetrocknet sind. Ich fürchte allerdings, dass die Königskerze, in den Vorjahren erfreulich zahlreich zu finden, diesmal nicht dabei sein wird. Das traditionelle Zentrum der Kräutersträuße werden wir wohl mit einer anderen Kräuterart ersetzen müssen.

Hitze, Trockenheit und ein Ausnahmesommer

Der Sonntag war wohl die letzte Gelegenheit für Regen über unseren Gärten. Aber auch an diesem Tag ist nichts aus dem Nass geworden. Und so achte ich beim Gießen ganz genau darauf, so sparsam wie möglich zu sein, damit der Vorrat noch bis zum nächsten Gewitterregen ausreicht. Allerdings kann das im Laufe der wohl wiederum sehr heißen Woche noch sehr knapp werden. Bleibt auf die Unzuverlässlichkeit der Wettervorhersage zu hoffen. Die nächste Woche will ich für kreative Aufgaben rund um meine aktuelles Kommunikationsprojekt nutzen und die noch schwelende Auszeit-Atmosphäre unter den Menschen nutzen, um sie zum ideenreichen Mitmachen zu animieren. Vielleicht gelingt es uns zwischendurch auch noch, die Kräuter für Mariä Himmelfahrt zu sammeln. Das könnte knapp, in jedem Fall aber schweißtreibend werden.

Die ersten Kuchen aus eigenen Mirabellen für diesen Sommer

Heute habe ich die ersten Mirabellenkuchen für dieses Jahr gebacken, nachdem V. die ersten reifen Mirabellen von unseren eigenen Bäumen gepflückt hatte. Das reichte für zwei Kuchen, und ein wenig ist noch übrige geblieben, aus dem ich am Nachmittag einen Obstsalat gemacht habe. Für die Kuchen habe einen Ölquarkteig zubereitet, den ich beim Mirabellenkuchen fast noch dem Hefeteig vorziehe. Außerdem ist es schneller gemacht, zumal ich für den Hefeteig erst noch hätte frische Hefe besorgen müssen. So war das unkomplizierter. Ich schätze, am nächsten Wochenende wird die ernte der dann noch reiferen Früchte üppiger ausfallen, und dann wird voraussichtlich auch das ganz große Kuchenbacken auf dem Plan stehen, das es in den Vorjahren mindestens einmal im Hochsommer immer gegeben hat.

Die kreativen Baumthemen weichen in diesem Jahr der Hitze

Für viele gehen in unserem Bundesland jetzt die Sommerferien zu Ende. Ein Grund auch für viele Arbeitnehmer, in diese Zeit ihren Arbeitsurlaub zu legen. Schade für mich eigentlich, dass ab nächster Woche die normale Geschäftigkeit wieder beginnt. Denn ich hatte die vergleichsweise ausgeprägte Ruhe der letzten Wochen genossen, weil ich mich in solchen Phasen ganz auf meine kreativen Kommunikationsprojekte konzentrieren kann. Kreatives rund um Bäume und Baumlandschaften ist zwar in dieser Zeit zu kurz gekommen. Aber bei der ungewöhnlichen Hitze waren die Möglichkeiten, diesen Faden aufzunehmen, ohnehin gering. So war alles gut, wie es abgelaufen ist. Ich hoffe, mit einem Rückzug der Hitzewellen auch dafür wieder mehr Zeit und Muße zu finden. Damit wenigsten die Erntesaison und die Motive im Zusammenhang mit den Baumfrüchten eine Erweiterung erfahren werden.