Gartenarbeiten an einem sonnigen Ostersamstag

Eigentlich fand ich es ganz lustig, wenn eine der Hennen unserer Nachbarn sich unter dem Zaun durchzwängte und anschließend in unserem Garten spazieren ging. Auf Hennenart scharrend und pickend, was dann doch so einige Löcher in der Gartenerde hervorrief, vor allem am Rand des Gartens wo der Maschendrahtzaun von den jungen Obstbäumen verdeckt ist. V. hatte sich eher daran gestört, weswegen wir den Zaun nach unten mit einem gespannten Draht dichter gemacht haben. Interessanterweise hat Stunden später de Nachbar seine Lücken ebenfalls geschlossen, so dass jetzt die Hühner doppelt abgehalten sind, die Umgebung zu wechseln. So werden sie vor allem akustisch präsent bleiben, mit ihrem Gackern, aber auch mit dem Krähen der inzwischen drei Hähne dort. Die Arbeit im Garten hat an diesem sonnenreichen Vormittag gutgetan und war eine gute Beschäftigung für diesen Ostersamstag. Am Nachmittag habe ich neben einiger Projektarbeit wie geplant einen Kuchen gebacken, zur Feier des Feiertags.

Ein etwas anderer Karfreitag

Der Karfreitag konnte für mich nicht so kontemplativ verlaufen, wie ich das gewöhnlich versuche einzurichten. Grund war ein dummer Fehler, der mich zu umfangreichen Wiederherstellungsmaßnahmen bei einem eigenen Webprojekt gezwungen hat. Ärgerlich, weil so völlig unnötig, aber auch ganz sinnvoll, da ich bei der Gelegenheit die Vielfalt, Breite und Qualität von in den letzten Jahren realisierten Kommunikationsprojekten nochmal genauer rekapitulieren konnte. Vielleicht eine ganz gute Beschäftigung an einem solchen symbolträchtigen Feiertag. Und vielleicht auch geeigneter als eine allzu von Idealisierung geprägte Beschäftigung.

Sonne, Frühling, Hoffnungssymbole und Ostern in Krisenzeit

Jetzt sind die Tage schon stabiler sonnenreich, wenn auch noch meist kühl. Aber das deutet doch auf eine Jahreszeit, die den Namen Frühling verdient hat. Ich freue mich, dass dieses frühlingshafte Wetter in der Karwoche erstmals stabiler in Erscheinung getreten ist. Und wenn es zum Feiertag so bleibt, ist das ein schönes äußeres Symbol, das uns gut tut in dieser Krisenzeit. Da erhält Ostern noch einmal eine ganz besondere praktische Bedeutung, die wohl niemandem verborgen bleiben wird. V. richtet sich trotz vieler Widrigkeiten unterdessen auf die kommende Honigsaison ein. Und wie es aussieht, werden die Vorräte vom Vorjahr noch gerade ausreichen, bis der neue Blütenhonig von Ahorn, Weißdorn, Apfelbaum, Robinie, Esskastanie und Brombeeren nach und nach geschleudert werden kann. Und wer weiß, vielleicht wird es ja wieder eines der seltenen Jahre mit Waldhonig.

Konstante Feiertagsauszeit

Es ist in dieser Karwoche wie fast immer: Die Menschen haben sich vorzeitig eine Auszeit gesichert und sind jetzt schon kaum noch ansprechbar, fragen nichts an und verfolgen eigentlich angekündigte Vorhaben erstmal nicht weiter. Seltsam ist das, aber eine Art Konstante. Ich rechne eigentlich damit, dass das auch eine Woche nach Ostern noch so sein wird. Schlecht ist das für im Fluss befindliche Projekte, die erst einmal abgebremst werden. Aber gut ist es für sonst immer liegengebliebene Arbeiten, die endlich eine Chance auf Verwirklichung erhalten. Ich freue mich auch, dass etwas Freiraum für die Gartenarbeit und die aktuellen Pflanzenzuchtvorhaben bleibt. Und vielleicht auch noch für das Häckseln der Maulbeerbaumäste, die V. in den letzten Tagen kleine geschnitten hat.

Für bewusstes Wahrnehmen sinnhafter Tradition

Schade, auch in diesem Jahr werde ich nicht mehr dazu kommen, etwas Plastisches für Ostern zu schaffen. Die letzte skulpturale oder plastische Arbeit liegt schon einige Jahre zurück: Zwei Eiformen mit gegenläufig kreuzförmigen Einschnitten, die ich aus zwei Abschnitten der duftenden Atlas-Zeder geformt hatte. Die zieren auch in dieser vorösterlichen Zeit neben den anderen früheren Oster-Kreationen unsere Wohnung. M. denkt immer daran, auch wenn diese Tradition im individuellen Dekorieren, passend zur Jahreszeit oder dem Feiertag, für uns nicht mehr dieselbe Innerlichkeit besitzt wie früher. Vielleicht eine Folge des Älterwerdens, in dem so manches seinen ursprünglichen Zauber verliert oder zumindest einiges am Zauberhaften und Atmosphärischen einbüßt. Aber man muss sich da auch an die eigene Nase fassen und das bewusste Wahrnehmen und Verfolgen der Traditionen quasi üben. Das fällt in diesen ablenkenden und von Krisen überschütteten Zeit ziemlich schwer. Ich versuche es dennoch, weil ich immer das sichere Gefühl habe, ganz Wesentliches ansonsten zu vernachlässigen. Vielleicht oder sicher sogar sind es genau diese Dinge, die wirklich für unsere Weiterentwicklung Bedeutung haben. Wir haben uns zu sehr an den Niedergang und das Verschwinden von sinnhafter Tradition gewöhnt und müssen da wieder die Kurve kriegen.

Vorfreude auf die Garten-Arbeitssaison

Es ist so wie vorausgesagt, heute ist der Frühling erstmals wieder deutlich erkennbar gewesen. Und von den sehr kühlen Temperaturen am Morgen abgesehen, ziehen sie im Laufe des Tages spürbar an, in Verbindung mit endlich mehr Sonne und Licht. Das wird meinen Fensterbank-Pflänzchen guttun und sie voranbringen, v. a. die Chilis benötigen endlich mehr Licht, um zu nennenswerter Größe zu gelangen. Aber auch bei den Rizinussamen hat sich überraschenderweise noch nichts getan. Ich schätze, denen fehlt einfach ein kräftiger Anreiz in Form von wärmenden Sonnenstrahlen. Erst das wird sie neben der Feuchtigkeit zum Keimen bringen. Immerhin die Sonnenblumen sind schon gut angewachsen und können demnächst in größere Pflanztöpfe umgesetzt werden. Ich freue mich sehr darauf, bald wieder mehr draußen im Garten arbeiten zu können, bald auch schon wieder mit meinem kunsthandwerklichen Atelier dorthin zu ziehen, was diese Arbeit immer wieder anders gestaltet als während des Winters, in dem die Kontemplation und Konzentration stärker im Mittelpunkt stehen. Im Frühjahr und Sommer dagegen spielen die Gartenbäume und die gesamte Pflanzenwelt des Gartens mit bei dem Vorhaben, die Symbolik und Ästhetik der Bäume und Hölzer in vermittelbare Form zu bringen.

Buchsbaum, Palmen und christliche Symbolik

Sehr froh bin ich, heute mit M. zusammen zur Palmsegnung gegangen zu sein. Der gemeinsame Besuch der Palmsonntagsmesse mit der traditionellen Segnung hat für uns Tradition. Ich hätte es sehr bedauert, wenn das dieses Jahr ausgefallen wäre, glücklicherweise war M. heute aber in der Lage, mich zu begleiten. Die Palmzweige hatte ich gestern schon geschnitten, wie immer an dem kleinen Buchsbaumbusch, der eine Ecke des Gartens ziert und der auch wegen der alle paar Jahre notwendigen Rückschnitte die Form und Größe eines Buschs nie überschritten hat. Der Buchsbaumzünsler hat in den letzten fünf Jahren gleich zweimal zugeschlagen und mich gezwungen, ihn mit biologischen Mitteln und radikalem Rückschnitt zu bekämpfen. Wohl auch deshalb, vielleicht aber wegen der Witterung im Vorjahr, standen diesmal zwar ausreichend viele, aber nur sehr kurze Zweige zur Verfügung. Die drei Sträuße, die ich letztlich gebündelt habe, waren so diesmal ziemlich klein. Um alle Kreuze im Haus zu bestücken und außerdem für zwei kleine Sträußchen, die wir regelmäßig weitergeben, war es aber ausreichend. Ich habe zudem noch einige Zweige zurückgelegt, die wir anderweitig verwenden können. Der Palmsonntag behält für mich seine christliche Bedeutung, auch als Auftakt zur Karwoche. Faszinierend finde ich aber nach wie vor auch die vegetabile Symbolik, die sich mit christlichem Sinn gerade im Brauch mit den Palmzweigen verbindet. Schön, dass es uns vergönnt ist, diese Tradition lebendig zu halten: https://wunschbaum.de/palmsonntag.html

Übergangszeit mit nützlicher Haushaltsoptimierung

Das war ein guter Start in den Samstag, mit dem Abschluss der jüngsten Auftragsarbeit, ein Kombinationsarmband aus Apfelbaum und Feigenbaum. Tolle Kombination zweier Fruchtbäume, die mich an den Hochsommer erinnern, wenn beide Baumarten zur Hochform auflaufen. Am Nachmittag habe ich mich mit der Aufarbeitung eines neuen Testprodukts gewidmet, das künftig dafür sorgen wird, dass wir alle Küchengewürze in eine Küchenschrankwand übersichtlich gesammelt griffbereit zur Verfügung haben. Damit ist gleich viel mehr Platz im Schrank, der für anderes genutzt werden kann. Und alle doppelt vorhandenen Gewürze sind aussortiert, auch eine Reihe solcher, die wir nie verwendet haben und die nur Platz wegnehmen. Dank der großen Zahl neuer Gewürzgläschen mit luftdichtem Deckel war diese Neuaufstellung möglich. Und irgendwie haben wir das Gefühl, damit eine Erleichterung und einen Fortschritt rund ums Kochen und Backen erreicht zu haben. Wozu solche Tage im undefinierbaren Übergang zweier Jahreszeiten doch gut sein können.

April, Frühling und Naturbewusstsein

Wie war das: Der April macht, was er will. So scheint es tatsächlich aktuell zu sein, denn gerade schneit es dicke nasse Schneeflocken. Wie ein unpassender Nachklang des Winters und nur dadurch zu ertragen, dass für die Karwoche Frühlingswetter angesagt ist. Also der letzte Ausläufer der Übergangszeit. Die Gartensäuberungsaktion werden wir aber wiederum nicht vor Ostern realisieren können. Dazu wird es in der Karwoche noch zu unstabil sein. Ich hoffe aber auf einen wirklichen Aufbruch der (Baum-)Frühlings in der Woche danach. Und darauf, dass der Neuanfang im Zyklus der Natur auch die Menschen wieder zuversichtlicher macht. Den Einfluss ökologischer Faktoren habe ich in den letzten Jahren als immer präsenter und entscheidender wahrgenommen. Es wäre gut, wenn ein Bewusstsein dieser Zusammenhänge weiterverbreitet wird, denn so lassen sich Wirkungen antizipieren und ein individueller Ausgleich beschleunigen.

Frühling und österliche Symbolkraft

Heute konnte ich mich noch nicht zu der kunsthandwerklichen Arbeit durchringen. Einfach weil die Witterung so unangenehm war und bei trübem Wetter und wenig Tageslicht die Grobarbeit mit Holz keine wirkliche Freude darstellt. Ich hoffe auf Besserung in den kommenden Tagen, dass der Frühling seine angenehme Seite endlich zeigt und damit die handwerkliche Arbeit mit Holz im Freien wieder anregend wird. Die schönst Aussicht aber ist die auf frühlingshafte Temperaturen und vermutlich auch viel Licht im Verlauf der Karwoche. Welch schöneres Symbol für den Neuanfang mit alle seinen tief gehenden Implikationen könnte es noch geben.

In Erwartung einer frühlingshaften Karwoche

Immerhin haben wir die Aussicht auf eine wirklich frühlingshafte Karwoche, ganz passend im Vorfeld des Feiertags, der für den Neuanfang steht. Eben den können wir übertragen auf unsere gesamt Lebenssituation gut brauchen. So hoffe ich auf eine erkennbare Symbol- und Signalwirkung des diesjährigen Osterfestes, gerade im Hinblick auf den Frieden, den man traditionell in den Ostermärschen zu beschwören versuchte. Einleiten werde ich diese Zeit mit einer kunsthandwerklichen Arbeit, diesmal mit der Verarbeitung von Apfelbaum und Feigenbaum. Zwei Baumarten, die für das Fruchten und den Hochsommer stehen und damit Eindrücken vorgreifen, die im Augenblick noch weit entfernt scheinen, die aber bald mit dem Blühen und bald auch Fruchten der Pflanzen vorbereitet werden.

In Vorbereitung der Garten- und Pflanzenzuchtsaison

Morgen werden wieder einige Testprodukte ankommen. Was mich besonders freut, weil es genau zur rechten Zeit eintrifft, ist die 10 kg Vorratspackung biologischen Pflanzendüngers. Der ist für den ökologischen Landbau zertifiziert und besonders zum Düngen von Gemüse gedacht. Das ist genau das Richtige für meine Chilis, die sehr nährstoffhungrig sind und außerdem noch viel Gießwasser benötigen. Aber auch für die anderen Pflanzen, vielleicht auch für die Zierblumen, wird er sicher einsetzbar sein. Nur die Gartenbäume sind in der Hinsicht sehr genügsam, auch was die Feuchtigkeitsversorgung betrifft. Die schaffen es außerhalb extrem langer Hitzeperioden meist, über das Wurzelsystem genug Flüssigkeit aus dem Untergrund zu holen. Hoffen wir auf einen schön sonnigen und lichtreichen, aber auch nicht zu heißen Sommer, der uns allen guttut.

Wichtige Vorbereitung der Gartensaison

Mit der extern in Auftrag gegebenen Reinigungsaktion sind M. und P. jetzt letztlich doch zufrieden. Das war seit Jahren ein Thema, und diese Dinge kann man eben nicht selbst durchführen. So können wir uns demnächst auf die Routinearbeiten im Garten und rund ums Haus kümmern, um die Gartensaison damit vorzubereiten. Wenn diese Spätwinterphase vorbei ist, kommt auch die Lust dafür, und mit den ersten Blättern der Bäume zieht es uns automatisch öfter nach draußen, hoffentlich bald auch in mein Freiluftatelier, in dem die kunsthandwerkliche Arbeit mit Holz eine besondere Qualität besitzt. Die aktuelle Arbeit aber werde ich vorerst noch im Kellerraum ausführen müssen. Denn aktuell ist es dafür noch zu kalt und zu nass.

Sich gegen Rückschritte stellen

Diese krisenbedingte Lähmung im Kommunikationsverhalten, der Motivation und der reduzierten Aktivität der Menschen scheint endlos. Man erwartet immer wieder eine Auflösung dieses Umstands und erlebt doch eine weitere Fortsetzung. Da wäre tatsächlich der „Ruck“ von Nöten, von dem einer früheren Bundespräsidenten einmal gesprochen hat. Aber die Krisen sind eben international, so dass man eigentlich nicht weiß, von wem alles der Ruck ausgehen sollte und wen er alles erfassen müsste, um wirkliche Veränderung zu bringen. Eine Situation, mit der jeder überfordert zu sein scheint, und so geht das Suchen nach Lösungen und Überlebensstrategien weiter. Auf der Strecke bleibt die Weiterentwicklung dessen, was wirklich von Bedeutung ist. Die Arbeit an der Artikulierung und Durchdringung des Lebensprinzips, das immer bessere Verständnis dieses Prinzips in Richtung eines wirklich besseren, mit Fortschritten verbundenen Lebens in allen Bereichen. Wir dürfen diese Arbeit nicht völlig vernachlässigen, da uns das Jahrzehnte zurückwerfen könnte. Und so sehe ich als legitim und geradezu notwendig, gerade in Krisenzeiten wie diesen die Symbolik des Lebens und ihre kreative Verarbeitung, wie in den Wunschbaum-Projekten umgesetzt, immer wieder und immer noch zum Thema zu machen. Damit wir im Ergebnis keine massiven Rückschritte erleben.

Letzte Winterphase vor dem Ergrünen

Nun sind die Handwerker heute doch nicht zum Einsatz gekommen, wegen des angekündigten Schnees, der die Arbeiten zu gefährlich gestaltet hätte. Immerhin konnte ich mich so ganz auf meine Projektarbeit konzentrieren und habe darin gute Fortschritte gemacht. Kein gutes Wetter, mit diesen spätwinterlichen Verhältnissen, um das Thema Gartensaison und Frühlingsaufbruch in den Mittelpunkt zu stellen. Und selbst für die kunsthandwerkliche Arbeit war heute nicht der passende Rahmen gegeben. Nutzen wir diese Zeit für einen endgültigen Abschied vom Winter und als Ruhepause vor der aktiveren, nach außen gerichteten Lebenszeit des Jahres, die wir mit dem flächendeckenden Ergrünen der Bäume verknüpfen können.

Motivierende Frühlingssignale

Wieder so ein turbulenter Tag, der uns ein unverhofftes Vorhaben für den Samstag beschert hat. So laufen wir kaum Gefahr, beschäftigungslos zu werden, nur dass dieser Samstag einmal nicht mit Gartenarbeit ausgefüllt sein wird. Aber ein lange verfolgtes Vorhaben wird danach mit fremder Hilfe auch erledigt sein, so dass die Gartensaison mit den üblichen Vorbereitungen dann beruhigt an den Start gehen kann. Ich freue mich außerdem, dass die Auszeit bei der Wunschbaum-Manufaktur wieder beendet ist und die kunsthandwerkliche Arbeit eine Fortsetzung findet. Das ist gerade vor Beginn der Baumfrühlings doch ein schönes und motivierendes Signal.

Die produktive Zeit des Vegetationszyklus

Die Sonnenstundenbilanz dieses Monats hatte ich zuletzt nicht mehr genau im Blick. Aber ich schätze, sie wird eher durchschnittlich ausfallen und wohl besser als die des kommenden April, der gleich mit typischem Aprilwetter startet. Nicht vorteilhaft für die grassierende Erkältungswelle. Ich hoffe, der Baumfrühling wird dennoch nicht mehr lange auf sich warten lassen und diese kühlere und nasse Übergangsphase wird den Pflanzen eher guttun, bevor sie in die produktivste Zeit des Vegetationszyklus wiedereintreten. Und mit dieser produktiven Pflanzenzeit wird auch wieder mehr Leben in die Menschen einziehen und wir werden ein Stück weit die lähmenden und hemmenden Umstände dieser Krisengegenwart beiseiteschieben können.

Aufbauende Aussicht der Lebenssymbolik

Diese Krisenstimmung hat schon etwas sehr Gewöhnungsbedürftiges. Man hat es einfach mit Einstellungen und Handlungsherausforderungen zu tun, für die es keine Patentrezepte gibt, deren Lösung man erst für sich selbst entwickeln muss. Mir scheint, niemand ist diesbezüglich zu wirklich schlüssigen Ergebnissen bisher gekommen. Das liegt wohl daran, dass die Dinge niemals abzureißen, sich niemals mehr aufzulösen scheinen. Stattdessen kommt immer wieder Neues hinzu. Ich kann mich wenigstens an der relativen Ruhe erfreuen, die neben unangenehmen Wirkungen auch bedeutet, an langwierigen Arbeiten dran bleiben zu können und dem langen Atem damit wirklich Raum geben zu können. Und wenn zwischendurch noch etwas Zeit für den Garten und die eigentlich wichtigen Themen rund um die Lebenssymbolik u. a. der Bäume bleibt, dann ist das eine aufbauende Aussicht.

Reduzierte Frühlingssonne hemmt Anzuchtsvorhaben

Schade, für meine Fensterbankanzucht geht das Wetter gerade in die falsche Richtung. Es wäre jetzt wichtig, dass Licht und Sonnenwärme gleichzeitig durch das Fenster dringen, damit die Samen den nötigen Anreiz erhalten zu keimen. Das hat bisher nur bei den Sonnenblumenkernen gut funktioniert, die ohnehin zu den ersten gehören. Die Chilis haben sich noch gar nicht gezeigt, was allerdings oft so ist, auch auf dem Samentütchen wird eine Keimzeit von 15-20 Tagen genannt. Danach sollte sich in den nächsten Tagen allerdings etwas bewegen. Und auch die Rizinuskerne sind nicht so keimfreudig wie im Vorjahr, obwohl ich wieder die engen Pflanzreservoirs dafür verwende. Na ja, ich will einfach geduldig sein und auf einen Erfolg der diesjährigen Vorzucht hoffen. Gerade bei den Chilis wäre mir das wichtig, da die im Vorjahr ja leider ausgefallen waren, einfach weil sie nicht mehr rechtzeitig zur Blüte kamen.

Baumfrühlingsübergang

Jetzt erhält der junge Frühling erst einmal einen Rückschlag. Das kennen wir von den Vorjahren, in denen es auch so ein zähes Ringen um die stabilen Temperaturen und die Frühlingssonne gab, in denen es auch über Wochen eine undefinierbare Zwischenzeit zwischen Spätwinter und Frühling gab. Aber gerade in dieser Zwischenphase entwickeln sich die ersten Pflanzen, die auf der Fensterbank vorgezogen werden können, schleppend und bei manchen Arten zögerlich, aber doch erkennbar. Und in der Baumlandschaft regt sich auch einiges, alle voran die Spitzahorne, die dieses Frühjahr eher etwas später dran sind. Aber die gelb-grünen Blüten sind schon dominant und gehören zu den wenigen farbigen Highlights, die wir gegenwärtig an den Bäumen beobachten. Aber auch die Schlehen mit ihren schneeweißen Blüten habe ich vereinzelt gesichtet. Viele andere Arten nehmen gerade Anlauf, haben überwiegend aber schon ihre Blattknospen, teilweise auch die Blütenknospen vorbereitet, die nur auf stabile Verhältnisse warten, um gefahrlos sich öffnen und auffalten zu können.

Ein ruhig geplanter und erlebter Sonntag

Ein ruhiger Sonntag, an dem ich die geplanten Dinge abschließen konnte, ohne dass der Tag seinen Ruhecharakter ganz einbüßen musste. Am Ende bin ich sogar noch zu meiner meist auf den Sonntagnachmittag beschränkten Lektüre gekommen. Aber auch die neue Astschere konnte ich an zwei Gartenbäumen testen, was nicht gleich in Arbeit ausgeartet ist, da es ohnehin nur wenige Äste waren. Beim Walnussbaum war es fast schon zu spät dafür, da die ersten Blattknospen schon deutlich zu sehen sind und der Baum sichtbar in Richtung Frühling, Blätter und bald auch Blüten drängt. Entsprechend steht er schon im Saft, was beim Beschnitt dickerer Äste schnell zum Ausbluten führen kann. Ich hoffe aber, der Baum wird die kleinen Schnittwunden noch verkraften können, bevor der richtige Laubaustrieb startet. Mit dem neuen Gerät bin ich zufrieden, zumal ich auch seine Handhabung schon mit Erfolg verstehen lernen konnte.

Ersatz für die defekte Teleskop-Baumschere

Mit einer Woche Verspätung konnte ich heute doch mit V. zum Baumarkt, um die ausziehbare Astschere auszusuchen. Eigentlich hatte ich sie schon vorausgewählt, aber beim nochmaligen Begutachten haben wir auch verstanden, was der Unterschied der zwei Modelle ist, nämlich die Ausziehlänge. Wir haben uns natürlich für die längere entschieden, die mit eigener Körpergröße zusammen auf annähernd maximal 6 Meter kommen dürfte. Das ist mindestens so lang wie bei der alten, die nicht mehr zu gebrauchen ist, und wird damit auch die typischen Anforderungen erfüllen. Zum Beispiel werden wir damit im kommenden Frühjahr den Maulbeerbaum zurückschneiden können, bei dem diesmal überwiegend die Astkettensäge zum Einsatz kam. Aber in normalen Baumschnittjahren sind die nachgewachsenen Äste meist nicht so dick, dass man sie mit der mechanischen Säge nicht beschneiden könnte. Eine gute Lösung, wie ich finde, ist das, da man die ganze Arbeit vom Boden aus erledigen kann und kein einziges Mal auf eine Leiter steigen muss. Jetzt muss sich das neue Gartengerät nur noch als möglichst robust erweisen. Bei der komplizierten Mechanik mit Stahlseil- und Mesh-Gewebe-Seilzügen ist das nicht selten mit Komplikationen verbunden, auf die wir uns bei dem neuen Teil erst einstellen müssen.

Reflexionsphasen sind wichtig

Nun geht auch schon der März dem Ende entgegen, gerade diese letzte Woche schien nur so verflogen zu sein. Vor lauter Geschäftigkeit blieb mir kaum noch Freiraum für grundsätzliche Reflexionen. Nicht ganz so positiv kann ich das gedrängte Arbeiten sehen. Der fehlende Abstand kann die Dinge auch festfahren lassen, ich versuche dem deshalb so gut wie möglich entgegenzuwirken. Vielleicht gibt das Wochenende ja gewisse Anstöße dafür, vielleicht auch wieder mit mehr Kontakt zum Garten und den Aufgaben, die sich für die Gartenbäume und all die anderen Pflanzen aus dem nahenden Frühjahr ergeben.

Wege zum Ausgeglichensein

Die Technik ist wieder einmal mein großes Schwerpunktthema. Aber zwischendurch stehen auch immer wieder inhaltliche Aufgaben auf dem Programm, die oft auch mit Anforderungen an Auftraggeber in dem Feld des Inhaltlichen verbunden sind. Vielleicht sind das die intensivsten Möglichkeiten, wirklich professionelle Kommunikation zu praktizieren. Wenn die Auftraggeber quasi in Teilen auf die Spur der kommunikativen Selbstbeobachtung geführt werden. Das ist wichtiger denn je, so wie es für unsere Grundverfassung und unser Ausgeglichen-Sein so wichtig ist, die lebenden Wesen in der vegetabilen umgebenden Natur genau im Blick zu haben und auch mal ganz genau hinzusehen. Ein Grund für die Anregungen und Vorlagen, die ich in meinen Wunschbaum-Projekten versuche.

Den natürlichen Kreislauf im Alltag betrachten

Ja, diese Zeit ist in jeglicher Hinsicht intensiv. Wegen der vielen persönlichen Beeinträchtigungen, des immensen Arbeitsaufkommens, des Stillstehens auf vielen Ebenen, von der Wirtschaft über Politik bis hin zur persönlichen Kommunikation, die unter der Verunsicherung auf den anderen Ebenen extrem leidet. Da müssen wir uns einen Weg bahnen, Coping-Strategien entwickeln, die es zuvor nicht gab, einen neuen Sinn erkennen, ohne vorhanden zu verleugnen oder geringzuschätzen. Das lässt wohl niemanden kalt, auch weiß niemand das schlüssige einfache Rezept. Aber sich an dem zu orientieren und immer wieder aufzurichten, was immer ist und bleibt, was uns fraglos begleitet und uns so viel Energie vermitteln kann, das können wir alle nutzen. Nämlich in der Natur, den Jahreszeiten, ganz besonders jetzt im Anfang des Frühlings, den Zyklus des Lebens genau zu beobachten und die eigene lebendige Beweglichkeit darin gespiegelt zu sehen. Mit den ersten neuen Baumblättern und -blüten wird es uns besonders leicht, das im Alltag zu verankern.

Arbeitsintensive Zeit mit Projektverlängerungen

Zurzeit kann ich die Dinge nicht in der Geschwindigkeit umsetzen, wie ich das selbst und Auftraggeber von mir gewöhnt sind. Einfach weil es zu vieles parallel in guter Qualität umzusetzen gilt. Und die Qualität darf nicht leiden, dann also doch einen etwas längeren Realisierungsrahmen zugrunde legen. Leider konnte ich deshalb auch V. nicht beim Kleinschneiden der Maulbeerbaumäste helfen. Den Baum selbst hatte ich ja im Alleingang beschnitten und dabei einen riesen Berg Äste hinterlassen, die ich zum kleineren Teil auch schon an dem Tag am Boden kleingeschnitten hatte. Aber der größere Teil, meist noch in verzweigten Astbündeln am Stück, muss eben noch zerkleinert werden. So hat V. sich trotz der Einschränkungen bemüht, mit dem Projekt voranzukommen. Irgendwann werden wir die Äste das im Häcksler schreddern und die Hackschnitzel dann vor Ort unter den Zypressenhecken verstreuen.

An den Baumfrühling denken

Gemessen an meinem eher desolaten Zustand war ich heute doch wieder sehr produktiv. Das ist wohl auf den Einundzwanzigsten zurückzuführen, der nach längerem wieder seine motivierenden Eigenschaften zur Geltung bringen konnte. Und diese gesunde Mischung zwischen Inhaltsarbeit, gestalterischer Routine und technischen Projekten liegt mir sehr. Allmählich laufen gewisse Fäden auch wieder zusammen, wird die Vielzahl der parallellaufenden Projekte überschaubarer. Und dann kann sich meine Aufmerksamkeit auch wieder in Richtung der Bäume und ihr Erwachen im Frühling richten, jetzt zum Frühlingsbeginn ist das eine aufbauende Aussicht.

Plädoyer für inhaltliches Denken und Verhalten

Nun hat mich nach den Turbulenzen der letzten zwei Jahre doch noch eine Erkältung erwischt. Ein Zustand, den ich seit über drei Jahren nicht mehr kannte. Und glücklicherweise kein Corona, allerdings ist auch der „normale“ Infekt nicht lustig und schränkt mich vorübergehend doch zum unpassendsten Zeitpunkt ein. Ich hoffe, es wird so schnell wieder gehen wie es gekommen ist. Gemessen an allem, was in der Welt so vor sich geht sind persönliche Befindlichkeiten dieser Art ohnehin nebensächlich. Was mich aber sehr nachdenklich macht, ist die spürbare Tendenz, gar nichts mehr wichtig zu nehmen. Eine ausgeprägte Abkehr vom inhaltlichen und auch konkret auf den Kommunikationspartner zugeschnittenen Denken und Verhalten scheint die neue Normalität zu sein. Damit kann ich mich nicht abfinden, weil gerade meine Arbeitsschwerpunkt damit kaum noch artikulierbar scheinen. So versuche ich natürlich bei den Wunschbaum-Projekten, aber eben ganz besonders in der professionellen Kommunikationsarbeit an die Bedeutung der Inhalte zu erinnern und das in die Kooperation als unverzichtbaren Anteil einzubauen und hoffe auf künftig mehr Erfolg mit diesem Bestreben.

Erste Pflanzen für die Vorzucht ausgesät

Ein bisschen spät bin ich mit meinen Saatvorhaben heute schon gewesen, aber immerhin habe ich es noch vor dem Frühlingsbeginn geschafft. Und wenn ich von den Angaben auf den Samentütchen der Chilipflanzen, der Strohblumen und der neue gewählten Zierblumen ausgehe, so ist der März noch genau in der Mitte der genannten Saatperiode für das Aussäen auf der Fensterbank. So habe ich meine verschiedenen Pflanztöpfchen, -schalen und -paletten vollständig mit Pflanz- und Anzuchterde gefüllt, komprimiert und vorschriftmäßig die meist winzigen Samen eingebracht. Die meisten sind Lichtkeimer, d. h. dass der Untergrund vor der Aussaat ziemlich eben sein muss, damit man anschließend eine sehr dünne Erdschicht darüberlegen und erneut andrücken kann. Ansonsten kann es passieren, dass die Samen durch das wochenlange Gießen ganz an die Oberfläche gespült werden und vertrocknen, bevor sie zum Keimen gelangt sind. Ich weiß von den Vorjahren, dass das nicht immer gut funktioniert und ich gerade bei den Chilis sehr geduldig sein muss, da leicht mal drei Wochen dauern kann, bis sich überhaupt etwas tut. So bin ich gespannt, ob es dieses Jahr funktioniert mit dieser neuen Chilisorte, die exorbitante Schärfewerte erreichen soll. Auch einige Sonnenblumen habe ich ausgesät, nach zwei Jahren Abstinenz auch wieder Strohblumen. Und weil die Bonsai-Wunderbäumchen im Vorjahr so schön waren, gleich drei Reihen Rizinuskerne, die hoffentlich wieder so schnell und kräftig keimen wie beim letzten Mal.

Frühlingshaftes Shooting

Das ausgedehnte Foto- und Videoshooting heute war vielseitig und umfasste neben den Porträt-, Situations- und Gruppenfotografien auch Außenaufnahmen vom Gebäude und von einer Mitarbeiterinnengruppe. Das war zwischendurch eine aufbauende Abwechslung, nach dem Arbeiten mit künstlichem Licht und Stativ. Frei aus der Hand, bei natürlichem Licht von der endlich spürbaren Frühlingssonne, die heute eigentlich erstmals richtig durchkam. Der erste Frühlingstag, kann man sagen. Und bei diesem Außenshooting fand das in wunderbarer Kulisse auf der Wiese, im Garten und mit Blick auf die ersten blühenden Gartenbäume dieses Jahres statt. Ein ebenso anstrengendes wie schönes kreatives Erlebnis.

Baumfrühlingserwartungen

Der Ofen hat in den letzten Tagen merkwürdigerweise sehr viel weniger Brennholz geschluckt als in der ganzen Zeit vorher. Es scheint, als ob er selbst auch „merkt“, dass der Frühling bevorsteht. Tatsächlich haben die letzten Vorräte bis heute Abend ausgereicht, zwei Tage länger als gedacht. Aber dann werden wir sicher vorerst kein neues Holz mehr herbeiholen, erst wieder zum Auffüllen der Vorräte für den Winter. An diesem letzten Abend genießen wir noch die Ofenwärme und hoffen, dass jetzt endlich nicht nur das Licht und die Sonnenstunden zunehmen, sondern im Grünen und Blühen der Bäume und Sträucher auch der Frühling tatsächlich seinen Gang nimmt.

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