Wie ein kleiner Urlaub

In kurzer Folge kamen verschiedene Bestellungen für Olivenholzarmbänder. Seltsam, jahrelang hatte ich gar keine Anfragen in dieser Richtung. Das lag wohl daran, dass der Olivenbaum im keltischen Baumkalender nur einen einzigen Tag besetzt, nämlich den der Herbst-Tagundnachtgleiche am 24. September. Eher unwahrscheinlich, dass sich ein Interessent einfindet, der genau an diesem Tag Geburtstag hat. Aber offensichtlich verbinden manche Menschen mit dem Ölbaum auch noch andere symbolische Assoziationen. Kein Wunder, kaum ein Baum steht so überzeugend für Weisheit und Beständigkeit, für Geduld und Unerschütterlichkeit. Einfach weil die alten Exemplare genau dieses konkret verkörpern. Die Arbeit daran ist immer wieder anregend, so auch heute wieder, als ich nicht nur die kleinen Stäbe gedreht, sondern vorher auch die Rohlinge aus dem massiven Block herausgebohrt habe. Dabei steigt der aromatische Duft des Holzes in die Nase und versprüht eine Anmutung von fernen Ländern und exotischen Umgebungen. Das ist wie ein kleiner Urlaub, und das einfach so während der Arbeit.

Für ein Normal-Jahr

Einige der Weißdornbüsche tragen doch noch Blüten, die allerdings dabei sind, zu vergehen. Hoffen wir, dass die Bienen an diesen sonnigen Tagen bei guter Laune bleiben – V. sagt, sie seien es heute gewesen – und den Rest der Blüte fürs Nektarsammeln nutzen. Anschließend wird die Robinie so weit sein. Ich erfreue mich bei meinen kurzen Mittagsspaziergängen an so vielem: den gerade blühenden Bäumen und Sträuchern. Denjenigen, die sich bereits in Richtung der Fruchtreife entwickeln. Und denen, die gerade erst ihre Blattknospen öffnen und ausbreiten. Im Juni wird diese Wachstumsperiode auf ihrem Höhepunkt angekommen sein. So ist es jedenfalls in normalen Jahren. Solche Normal-Jahre mit typischen, abgegrenzten Jahreszeiten wünsche ich mir wieder zurück. Vielleicht trifft es 2009 wenigstens für den Sommer, Herbst und Winter zu. Das wäre gut für die Pflanzen. Und gut auch für uns Menschen, die wir stärker von unserer natürlichen Mitwelt abhängig sind, als wir uns häufig bewusst sind. Ich bemühe mich, ein wenig meiner eigenen Sensibilität in dieser Hinsicht in meinen Kommunikationen und anderen interaktiven Projekten weiterzugeben.

Zaghafter Start der Honigsaison

V. sagt, die Bienen seien heute besonders eifrig bei der Sache gewesen. Und auf die Frage hin, wann denn das erste Schleudern für dieses Jahr stattfindet, meinte er, sie hätte bisher noch nicht viel gesammelt. Was ich kaum glauben kann. Immerhin hat der Weißdorn heftigst geblüht. Und vorab schon die Spitzahorne im unmittelbaren Umfeld des Bienenhauses. Außerdem war in der Blütezeit beider Arten das Wetter wunderbar. V. behauptet nun, wir hätten schon 14 Tage nur Regen, was allerdings so nicht stimmt. Wenn es also wahr ist, dass bisher kaum Honig vorliegt, dann kann das eigentlich nur auf eine Art ,,Laune“ der Bienen zurückzuführen sein. Hoffen wir, dass sie mit der jetzt beginnenden Robinienblüte zu ihrer eigentlichen Form auflaufen und wir am Ende der Saison mit dem Ertrag zufrieden sein können.

Gartenarbeiten

So ein bisschen Gartenarbeit tut ganz gut am Wochenende. Das macht den Kopf frei, vor allem wenn man die ganze Woche über im Schwerpunkt vor dem Bildschirm gesessen hat. Unsere Blumen gedeihen prächtig, so dass wir uns auf ein wunderbares Blütenmeer im Hochsommer freuen können. Am Abend habe ich Ms blühende Orchidee fotografiert. Sehr schwierig, den ganzen Blütenstand einzufangen, aber ich habe auch das neben zahlreichen Makroaufnahmen versucht. Vielleicht können wir einige schöne Postkarten daraus machen. Im Garten habe ich den Feigenbaum leicht zurückgeschnitten. Einige Zweigenden haben den Frost nicht vertragen und sind nicht mehr neu ausgeschlagen, aber das hielt sich in Grenzen. Bei etwas mehr und konstanterer Sonne werden die Blätter jetzt auch beim Feigenbaum kommen. Der Ginkgo ist da schon weiter. In diesem Jahr wird er sicherlich viel Energie tanken und hoffentlich auch sein Breitenwachstum intensivieren, damit er auch stabiler wird und irgendwann ohne Stütze auskommt.

Genug Unregelmäßiges

Das war ein Erfolgstag für zwei meiner neuen Fotografien. Eines mit Mundhygiene-Utensilien, und eines mit der Makroaufnahme eines Hainbuchenzweigs. Das zeigt, dass mit etwas zeitlichem Abstand auch nicht ganz so prägnante Motive eine Chance haben. Ich bin sehr gespannt, wie sich das in den nächsten Monaten entwickelt. Ansonsten war der Tag unspektakulär, so trüb, dass man keine Fuß vor die Tür setzen mag. Möge der Frühling und mit ihm die Wärme zurückkehren. Die Menschen brauchen das jetzt. Und die Pflanzen ganz besonders. Sonst ist ihr Rhythmus schon wieder gestört. Solche Unregelmäßigkeiten hatten wir jetzt eigentlich genug.

Erfolg durch die richtigen Keywords

Seit einiger Zeit schon frage ich mich, auf welche Suchwörter hin wohl mein Favoritenfotos bei fotolia gefunden wird. Die Baumscheibe der Kiefer hatte ich damals nicht nur mit baumspezifischen Schlüsselwörtern belegt, sondern auch mit assoziierten Begriffen, wie z. B. Querschnitt, Alter, Wachstum, konzentrisch. Und tatsächlich, bei Eingabe des Suchbegriffs Querschnitt landet es auf der ersten Suchposition. Bei Alter und konzentrisch auf der ersten Suchseite. Und das auch bei der englischsprachigen Version der Seite. Also kein Wunder, die Interessenten finden auf unterschiedlichen Wegen zu dem Motiv. Ein Grund mehr, bei der Definition neuer Motive besonders viel Mühe in die Zusammenstellung der Keywords zu stecken.

Wachstum in trüben Phasen

Seltsam, die Wochen sind neuerdings anscheinend verregnet und trüb, die Wochenenden dagegen sonnig und angenehm. Immerhin unserer Gartenarbeit kommt das zu Gute. Aber natürlich würde man es auch an Werktagen begrüßen. M. hat das heute ebenfalls bemerkt, indem sie feststellte, dass man sich ohne Sonne einfach nicht gut fühlt. Wohl war, und mir scheint, das trifft nicht nur auf Menschen zu. Die Bäume haben uns da aber etwas voraus. Sie nutzen solche Phasen für ihr Wachstum im Frühjahr und Sommer, bauen gerade dann üppige Biomasse auf, um in folgenden Sonnephasen so viel Energie wie möglich für sich und ihre Hervorbringungen zu gewinnen. Ich wäre gerne in der Lage, ähnliches zu leisten. Ich meine, auch die im wörtlichen und übertragenen Sinne trüben Phasen zum Fortschreiten zu nutzen. Leider gelingt mir das derzeit noch recht selten. Vielleicht aber erkenne ich es auch nicht sofort oder interpretiere bestimmte Erfahrungen immer noch nicht ihrem Wert entsprechend. Fortschritte auf diesem Gebiet gehören wohl zu den ganz großen Lebensaufgaben.

Komplementärverhältnis

Der Winter scheint an diesem diesigen und ziemlich ungemütlichen Tag zurückgekehrt zu sein. Man weiß nicht so recht, was davon zu halten ist. Gut ist es wohl für die Pflanzen, die sich von den vergangenen warmen und trockenen Wochen nun erholen können. Und mit etwas mehr Temperatur könnten sie auch wunderbar wachsen. Die Blumen freuen sich ebenso. So hoffen wir für das Wochenende auf die Rückkehr des Frühlings und die Ankunft des Frühsommers. Damit die Blüten aller Bäume sich entfalten, die Blätter kräftiger werden und die Bäume ganz viel Licht in sich aufnehmen können. Das strahlen sie auf uns Menschen wieder ab und teilen einen Teil ihrer Energie mit uns. Vielleicht ist das einer der Gründe, warum Bäume als Lebenssymbole wahrgenommen werden. Sie sind nicht nur einfach Spiegel menschlicher Befindlichkeit, sie scheinen auch in einem Wechselverhältnis zu uns zu stehen, für das man keinen Begriff finden mag. Eine Art Interaktion, die ich weniger biologisch sehe als auf einem wesenhaftem Gleichklang oder einem wesenhaften Komplementärverhältnis beruhend. Diese Interaktion zu beobachten, zu beschreiben und in Kommunikationen und kreative Arbeiten einzubringen, bemühe ich mich immer wieder. Es ist schön, wenn solchen Bemühen wahrgenommen wird und Resonanz findet.

Routinearbeit und Highlights

Die Programmierarbeit hält mich derzeit stark gefangen. Und ich steige immer tiefer in die entferntesten Geheimnisse des CSS-Designs ein. Bald wird mich nichts mehr überraschen können. Und dann wird es die eigentlich kreative Arbeit deutlich befördern. Immerhin, auch an solchen Routinearbeitstagen blitzen zwischendurch Highlights auf. So z. B. zwei Downloads bei fotolia, die Baumscheibe und die Buchenblätter. Zwei meiner vier Favoriten. Ich hoffe, morgen aus den Farbstrukturmuster des Recyclingkorbes neuen interessante Motive gewinnen zu können. Damit ich nach den ersten 100 Motiven bald mich in Richtung der 200 bewegen kann.

Ruhetag mit wohltuenden Gartenausblicken

Nach der handwerklichen Arbeit gestern war heute einmal wirklich Ruhe angesagt. Auch W. hatte wohl keine Lust, die ausstehende Silikonfuge anzulegen. Manchmal liegt das einfach in der Luft, dass man sich ausruhen muss. Dass ein wie auch immer geartetes Vorhaben zur Erfolglosigkeit verurteilt ist, bevor man sich überhaupt dazu entschlossen hat. Einfach weil es nicht an der Zeit ist. Also lässt man es bleiben. Und kann am Folgetag mit umso mehr Energie an die neuen Aufgaben herangehen. Die einzige kreative Arbeit für diesen Tag war aus meiner Sicht der Versuch, den Recycling-Papierkorb aus Strukturkunststoffband geflochten, fotografisch festzuhalten. Ich denke einige Einzelaufnahmen der Serie werden verwendbar sein, und geeignet, Begriffe wie Recycling, Verflechtung, Struktur, Gewebe u. ä. Zu illustrieren. Jedenfalls wenn man das bei fotolia ähnlich sieht. Bei nachmittäglichen Sitzen im Garten haben wir jetzt schon Freude an unseren Bäumen: Dem Nashi (vor allem für V.), dem Feigenbaum (v. a. für M. und mich), und dem Ginkgo (vor allem für mich). Am weitesten ist naturgemäß der Nashi, der schon sein volles Blätterkleid ausgebreitet hat und erste Früchte erkennen lässt. Dann kommt der Ginkgo, der zwar noch keine neuen Asttriebe, dafür aber schon viele mittelgroße Blätter trägt. Und schließlich der Feigenbaum, der neben zwei winzigen Vorfeigen einzelne Blätter geschossen hat, und zudem an fast allen Zweigenden bereits Blattknospen erkennen lässt. Jetzt kommt darauf an , dass wir gleichmäßig warmes Wetter behalten. Es wäre jedenfalls ein Jammer, wenn wie in 2008 wegen eines allzu verzögerten Sommers letztlich die vielen Feigen nicht wirklich reif werden.

Renovierungsarbeiten und Baumfreuden

Dank unserer vereinten Kräfte ist es uns gelungen, die Arbeit an Js und Ws Gartenterrasse an diesem einen Samstag weitgehend abzuschließen. W. muss in einigen Tagen, wenn der Plattenkleber vollständig ausgehärtet ist, nur noch die Dehnungsfuge mit Silikon ausspritzen. Dann ist für einige Zeit wenigstens diese Doppelreihe einmal wieder sicher. Der Tag war ideal für diese Arbeit. Angenehm temperiert und nicht zu heiß, vor allem aber kein Regen, der das Projekt ohnehin unmöglich gemacht hätte. Zwischendurch hatte ich Gelegenheit, die Bäume rund ums Haus zu bewundern, die in wirklich guter Verfassung sind und sich gegenüber dem letzten Jahr prächtig entwickelt haben. Vor allem die beiden Ebereschen, genau im mittleren Rand des Hintergartens platziert, wirken jetzt schon viel stabiler und blühen in diesem Jahr erstmals beide. Die jüngere der beiden hat also aufgeholt, und beide ergänzen sich wunderbar. Später wird man den Altersunterschied nicht mehr bemerken. Sie werden wie zwei Schwestern wirken. Vor allem werden sie ein wunderbarer Blickfang sein, der im Frühjahr durch die üppigen weißen Blütenstände, im Sommer durch die schön gefiederten Blätter, und im Herbst durch die knallrot leuchtenden Früchte jede Menge Licht ausstrahlt und Freude macht. Die kleine Tanne ohne Spitze hat sich mittlerweile nachträglich eine solche zugelegt. Das ist mit einem heftigen Knick der Stammes nach oben hin verbunden. Nach dem Knick richtet sie aber ihre neu gewonnene Spitze senkrecht nach oben. Und in diesem kleinen Kronenbereich haben sich jetzt schon ganz viele kleine, aber wohlgeformte echte Tannenzapfen ausgebildet. Eben die nach oben stehenden. Bin gespannt, wie der Baum in einigen Jahren aussehen wird. Der Walnussbaum vorm Haus entwickelt sich prächtig und ist ziemlich stabil. Dennoch haben wir ihn neu an den immer noch daneben stehende Stützpfosten gebunden. Einfach um zu verhindern, dass es bei starken Sturmattacken Schaden nimmt, solange er noch dabei ist, ein stabiles Astgerüst auszubilden. Die kleine verkrüppelte Weide, die einfach nicht mehr richtig wollte und lediglich noch einen schwachen Querast trug, habe ich heute vollständig entfernt, nicht ohne mich vor dem Fällen bei dem Baum zu entschuldigen. Schließlich hatte er sein bestes versucht. An der Stelle kann jetzt etwas anders sich ausbreiten. Und weitere Projekte, z. B. das Umpflanzen der wohl geformten Zypresse vom Hintergarten in den Vordergarten, hat J. für die nächsten Monate gartentechnisch vorgesehen. Nun, dafür wird dann ein weiterer Besuch herhalten müssen.

Farbakzente zwischen Grün und Weiß

Diese Jahreszeit ist durch kräftige Farbakzente in der Natur gekennzeichnet. Und es sind wieder einmal die Bäume, die uns das vermitteln. Das Hellgrün der ersten Baumblätter war der Anfang. Mit dem weißen Blütenrauschen der Traubenkirschen und des Schwarzdorns ging es weiter. Und aktuell erschlägt einen geradezu das weiße Blühen des Weißdorns, der stellenweise geradezu mit weißer Watte eingedeckt scheint. Ein wirklich ungeheueres Blühen, das ich am Weißdorn in dieser Pracht selten erlebt habe. Das verspricht natürlich auch sehr üppige Früchte im Spätsommer. Ich wünsche uns allen, noch möglichst viel von dieser Aufbruchstimmung der Natur erleben zu können. Nicht immer ist Gelegenheit dazu, aber ich bemühe mich, täglich zumindest ein wenig davon aufzuschnappen. Die Eindrücke sind endlos und immer wieder veränderlich. Das macht die Natur zu einer unendlichen Geschichte und großen Wahrnehmungsherausforderung.

Sommerblumen und Grabbäume

Die Bäume im Umfeld von Gs Grab haben im letzten Jahr ihre Wurzeln stark verbreitert. So mussten wir vor dem Einpflanzen der Sommerblumen sehr viel feines und auch stärkeres Wurzelmaterial entfernen. Danach konnten wir alte Erde abtragen und frische hinzugeben. Der Buchs musste auch leicht geschnitten werden. Während der letzten Wochen hatte er an manchen Stellen neue Triebe gebildet, die die Kugelform durchbrochen hatten. Der eigentliche Schnitt kommt aber dann später, in einigen Monaten. Jetzt, wenige Jahre bevor das Grab die Altersgrenze erreicht hat und entfernt wird, ist die Ecke, das erste in der Reihe und direkt am Eingang gelegen, vollständig von üppig wuchernden Hecken, einer Hainbuche auf der einen, und einer Roteiche auf der anderen Seite eingefriedet. Im Sommer überdachen deren Zweige das Grab fast vollständig, so dass die Sommersonne zwar noch durchdringt, den Blumen aber in der Regel nichts anhaben kann. Das ist von Vorteil, da man sich im Hochsommer das häufige Gießen ersparen kann. Ich bin froh, dass mit dem Grab jetzt alle Sommerblumen so weit gepflanzt sind. Jetzt können sie wachsen. Und wir können uns, so das Wetter mitspielt, für einige Monate an ihnen erfreuen.

Übergänge

Der Blick aus dem Fenster auf unsere schöne mit Efeu bewachsene Wand ist meine einzige Verbindung zu den Bäumen an diesem ruhigen und sehr kühlen Tag. Ich hoffe, wir werden unser Wochenendvorhaben bei J. und W. in G. umsetzen können und das Wetter spielt mit. Vorher wird Gs Grab noch frische Frühlingsblumen erhalten, die wir letzte Woche schon ausgesucht haben. Mit Spaziergängen wird’s in den nächsten Tagen dagegen wohl nicht weit her sein. Scheint so, wir sind in einem Übergang begriffen, die Stimmung der Menschen deutet darauf hin. Übergang im Wetter ebenso wie in der Einstellung gegenüber der politischen und wirtschaftlichen Entwicklung. Die Menschen sind sehr unsicher, wissen nicht, wohin die Reise geht. Ich wünsche allen Gelegenheiten zum Abstand nehmen, z. B. durch einen Spaziergang im Wald. Ich weiß, das hilft oft, die Dinge einmal aus einer anderen Perspektive zu betrachten.

Krisenstärke

Die vieldiskutierte Krise kann ich selber bisher nicht so deutlich feststellen. Vielleicht wird das in bestimmten Branchen, wie dem Handel deutlicher. In ohnehin schwierigen Feldern macht das, denke ich, nicht so den ganz großen Unterschied. So gesehen profitiere ich gerade von der Umkehrung bisheriger Entwicklungen, denn was andere als Rückgang schmerzlich erfahren, ist für mich selber eher kontinuierliche Herausforderung. Vielleicht kann der eine oder andere ja in dieser Situation noch was von mir lernen. Wenn nicht kommen mir selber jedenfalls die Erfahrungen der letzten Jahre zu Gute. Ich hoffe, dass ich mit Gottes Hilfe und der Beschäftigung mit den für mich wichtigen Themen meinen Weg konsequent und ohne große Schleifen fortsetzen kann.

Efeu und neue Dynamik

Ein kühler Tag, der an den Nerven zerrt. Ich merke aber, dass bestimmte bisher gestockte Prozesse langsam in Gang kommen. Bleibt zu hoffen, dass anderes stabil bleibt, um Innovationen auch praktisch umsetzen zu können. Die Efeusamen sind dieses Mal viel schneller getrocknet, auf dem Teller auf der Fensterbank. Wahrscheinlich ist die Sonne der letzten Woche dafür verantwortlich. Mein Vorrat wächst damit um einiges an.

Kreativ bei gemäßigtem Maiwetter

Ein ruhiger und mäßig warmer Maitag ohne große Ereignisse. Nach der intensiven Gartenarbeit gestern war eine Ruhepause angesagt. Immerhin, ein Blick auf die frisch gepflanzten Blumen macht Freude und gibt Hoffnung, dass wir im Sommer einen wunderschönen Blumenschmuck rund ums Haus haben werden. Ich will die für die nächsten Tage erwarteten milden Tage nutzen, um mit meinen verschiedenen kreativen Projekten gute Fortschritte zu machen. Bevor neue Herausforderungen auf mich zukommen. Vielleicht haben die ja auch etwas mit Blumen, und eventuell auch Bäumen, zu tun. Die Lektüre in Jane Giffords ,,Die Magie der Bäume“ hat mir wieder neu Lust auf die Beschäftigung mit der Mythologie einzelner Arten gemacht.

Blumenfreuden

Dieser Tag war ganz und gar den Blumen gewidmet. Am Vormittag sind M. und ich wie jedes Jahr zusammen in die Gärtnerei gefahren und haben uns viel Zeit mit der Auswahl der Sommerblüher gelassen. Interessant ist, dass es jedes Jahr neue Sorten und Varianten gibt. Deshalb fällt das Gesamtbild am Ende nie gleich aus, auch weil wir natürlich die Zusammenstellung immer wieder neu gestalten. Ich schätze, in 1-2 Monaten werden die Blumen in ihrer vollen Pracht stehen und im Hochsommer ein überhaus üppiges Bild ergeben. Jedenfalls hoffe ich, dass alles gut angeht. Der kleinen Zypresse haben wir ganz leicht die Wurzeln gekappt. Ich hoffe, das macht ihr nichts, zumal sie jetzt Gesellschaft von zwei wunderschönen Blumen und deren Naturgeister hat. Bleibt mir, einen entspannten Sonntag für uns alle zu wünschen. Und dass wir sehr lange Freude an unseren Blumen haben werden.

Maispaziergänge

Zierkirschenblüte

Den Feiertag habe ich für gleich zwei Spaziergänge genutzt. Am Vormittag der kleine Saarweg, auf dem ich vielen Ausflüglern begegnet bin. Von dort stammen auch diese beiden Blütenaufnahmen in Rosa. Die Zierkirschenblüte und die Blüte des Weißdorns, die in den letzten Tagen begonnen hat.

Weißdornblüte

Hier sieht man noch die rosa Pollen, was zeigt, dass die Blüte erst seit kurzer Zeit geöffnet ist. M. hat sich beim unserem gemeinsamen Maispaziergang im Efeuwald überrascht gezeigt, dass diese wunderschöne Blüte so unangenehme Gerüche ausströmt – nach Fisch. Aber auch unabhängig von dieser neuen Erkenntnis hat sie, denke ich, den Weg genossen, dessen Charme man sich einfach nicht entziehen kann. Außerdem ist noch ein kleiner Strauß von Wiesenblumen, Butterblümchen und verschiedene andere uns namentlich nicht bekannte Arten. Insgesamt ein ruhiger und sonniger 1. Mai, einer, wie er im Buche steht.

Die Sackgasse vermeiden

Ich freue mich auf den 1. Maifeiertag. Dieser eigenartige April geht mit einem recht unspektakulären Tag zu Ende. Auch beim Spaziergang schienen die Leute ganz mit sich selber beschäftigt. Man weiß nicht, ist es die viel beschworene Wirtschaftskrise oder eine Form körperlichen Unwohlseins, was solche überall gleichzeitig auftretenden Stimmungen hervorruft. Wie auch immer, ich denke, die Menschen haben jetzt Gelegenheit, den eigentlichen Wert der Dinge neu zu überdenken und einzuschätzen. Vielleicht hat die Krise dann ja einmal tatsächlich etwas Heilsames. Zu denken gibt mir allerdings, dass sich von dem, was Ende der Neunziger noch als kurz bevorstehender Durchbruch erwartet wurde, das Erreichen einer ,,kritischen Masse“ in Sachen erweiterten Bewusstseins (James Redfield), derzeit leider nicht mehr viel erkennen lässt. Ich versuche durch meine Projekte im Themenfeld ,,Baum – Wald – Landschaft“ einen Beitrag zu leisten, den Blick wieder etwas zu weiten. Die Beschäftigung mit dem, was gerade nicht im aktuellen Strom befindlich ist, kann gerade den Fortschritt bringen. Alles andere kann schnell in eine Sackgasse führen, die unsere Entwicklung blockiert.

Herzblatt

Heute war kein Spaziergang möglich. Stattdessen stand die zweite Runde Sport auf dem Programm, auch nicht schlecht. Nun freue ich mich auf den 1. Mai, denn der soll sonnig werden. Gut für Spaziergänge und hoffentlich neue Fotografien. Ich bin sehr froh, dass eine meiner jüngsten Blatt-Symbol-Fotografien bei fotolia angenommen wurde. Damit hatte ich nicht wirklich gerechnet. Aber ich finde die Symbolik des ,,Herzblatts“ wirklich bestechend deutlich:

Blatt in Herzform

Blütenkonkurrenzen

Derzeit übertreffen sich die Bäume und Sträucher in der Opulenz und Schnelligkeit ihrer Blüte. Die spätblühende Traubenkirsche macht immer noch Freude, mit ihrem strahlend hellen Weiß. Die ebenfalls weißen Blüten der roten Heckenkirsche stehen kurz davor, sich zu öffnen. Und auch der Weißdorn kommt langsam in Fahrt, die ersten geöffneten Einzelblüten konnte ich schon entdecken. Hoffen wir, dass die Wärme nicht schlagartig zurückkommt. Denn dann hätten die Bienen dieses Jahr mehr vom Weißdorn. Nach diesem in Sachen Temperatur spät einsetzenden Frühjahr könnte eine ausgiebige Weißdorntracht jedenfalls nicht schaden. Das wäre ein guter Auftakt in die Saison.

Taubenbaumbluete

Der Mittagspaziergang fiel heute aus. Stattdessen hatte ich schon am Vormittag Gelegenheit zu einem längeren Spaziergang im und rund um den Stadtpark. Dabei ist mir bei meinem zweiten bewussten Wahrnehmen des ,,Taubenbaums“ aus der Distanz klar geworden, woher dieser Name kommt. Die Namensschöpfung muss mit den sehr ungewöhnlichen, großlappigen weißen Blüten zu tun haben, die immer paarweise auftreten und, wenn man die Phantasie etwas bemüht, den Eindruck vermitteln könnten, der Baum sei von weißen Tauben bevölkert. Eine andere Assoziation hat ihm den alternativen Namen ,,Taschentuchbaum“ eingebracht. Eine Art, die ich zuvor noch nie irgendwo gesehen habe. Aber der Stadtpark hat einige solchen Exoten aus fernen Ländern in seiner Population. Glücklicherweise mit beschrifteten Tafeln versehen, so dass man noch etwas dazulernen kann. Dieser schöne Baum kommt aus China:

Blüten des Taubenbaums

Im Frühlingslicht

Gleich drei Spaziergänge im Dienste des Frühlingslichts. Ich versuche es immer in den Blättern der Bäume einzufangen. Im Abteipark in M., im Stadtpark in M., sowie am Nachmittag auf dem Mühlenweg bei B.. Es ist wie immer nicht einfach, den Eindruck 1zu1 in die Fotografie umzusetzen. Einige Male ist es dennoch gelungen:

Blätter im Frühlingslicht

Blätter im Frühlingslicht

Blätter im Frühlingslicht

Blätter im Frühlingslicht

Blätter im Frühlingslicht

Gartenarbeit und Efeusamen

Am Vormittag sah es noch gar nicht danach aus, dass man im Garten würde arbeiten können. Aber dann zog die Temperatur doch stark an. So konnten wir unsere ersten Kübel bepflanzen, vor allem das Wandelröschen und der Agapanthus. Bei beiden mussten wir erst einen Teil des Wurzelwerks und der dazwischen hängenden Erde entfernen und frische Erde auffüllen, damit sich die Pflanzen wieder neu entwickeln können und möglichst schöne Blüten tragen. Außerdem haben wir verschiedene kleinere Pflanzen eingetopft oder für späteres Pflanzen vorbereitet. Ein guter Teil unserer Erde ist dabei schon verbraucht worden. Als nächstes werden dann die festen Tröge vorm Haus dran sein, aber ich denke, das braucht noch etwas Zeit, bis die einjährigen Sommerblüher so weit sind. J. sagt, sie habe schon alle Pflanzen für dieses Jahr an ihren Platz gebracht, sie zieht sie allerdings alle selber, auch Gemüsepflanzen. Baum-Highlight war heute das Schneiden der Efeuhecke in der Einfahrt, die wieder flächendeckend neue Triebe ausgebildet hatte und sehr dick geworden war. Jetzt wirkt sie wieder aufgeräumt. Allerdings werde ich das dieses Jahr wohl noch einige Male wiederholen müssen, da unser Efeu sehr wuchsfreudig ist. Zum Abschluss habe ich die letzten Früchte aufgepult und die Samenkerne isoliert. Die trocknen jetzt wieder auf der Fensterbank, bis sie ganz hell, transparent und leicht geworden sind. Dann kommen sie zu meinem Vorrat dieser Samen, die mich immer wieder aufs Neue faszinieren. Wie die ganze Pflanze und ihre Art zu leben und sich zu entwickeln.

Bach-Blüten-Erkenntnisse

Die eigenen Schriften Edvard Bachs aus der Zeit der 1930er Jahre haben einen ganz eigentümlichen und durchgängig erkennbaren Charakter. Ich finde es immer spannend, die Originalgedanken großer Persönlichkeiten zu lesen. Man ist dann dem Besonderen der Ansätze nah, anders als bei der Lektüre späterer Verarbeitungen. In dieser Zusammenstellung der Schriften Bachs wirkt besonders lebensnah, dass es sich nicht nur um zur Veröffentlichung gedachte Texte handelt, sondern auch um teilweise unvollständige Textskizzen, Briefe, Notizen unterschiedlichster Art. Daraus kann man die tägliche engagierte Arbeit dieses Mannes sehr schön ablesen, auch seinen Wunsch, Wirkungen in der Welt und zum Wohle der vielen Kranken und Hilfesuchenden zu erzielen. Natürlich fasziniert mich vor allem die deutliche Präsenz der Bäume im Heilpflanzen-System Bachs. Denn viele der 38 Bach-Blüten sind eben solche von Bäumen. Zu dem zentralen Artikel der 12 Heiler bin ich noch nicht vorgestoßen, aber darin werden dann auch konkrete Baumarten und ihre gedachten Wirkungen auf die Gemütszustände der Menschen erläutert. So viel konnte ich aus dem bisher Gelesenen immerhin schon deutlich herauslesen. Zentrale und immer wieder in seinen Schriften und Vorträgen wiederholte These Bachs ist es, dass sich mit den von ihm ausgewählten Pflanzen die Gemützustände beeinflussen und auf diesem Wege Krankheiten unterschiedlichster Art behandeln, ja heilen lassen. Dabei betont er häufig, dass die Art der Krankheit unwichtig ist, vielmehr setzt er an der Reaktion, z. B. Angst an, die mit einer Krankheit verknüpft ist und sie erzeugt bzw. am Leben erhält. Mit der Beseitigung oder Verminderung z. B. von Angst verschwinden nach dieser Vorstellung dann auch angstgenerierte Krankheitszustände. Ein wirklich faszinierender Ansatz, zumal man genauer differenzieren kann. Um welche Art von Angst z. B. handelt sich. Bach ordnet dem Angsttyp dann eine Heilpflanze als Angstlöser zu. Und ähnliches auch für andere Gemütszustände. Ich werde sehen, welchen Gewinn ich aus dieser Lektüre für mein eigenes Leben ziehen kann. Sollte es sich bei den Bach-Blüten um etwas handeln, das nicht nur zeitbedingt war, sondern im Sinne Bachs eine universal einsetzbare Möglichkeit der Umgangs mit Krankheiten darstellt? Ich kann mir das vorstellen, aber natürlich muss so Vorstellbares auch praktisch integriert werden.

Rasant zur Opulenz

Die Schwarzdornblüte ist durch den Regen der letzten Tage vollständig vergangen. Zwischenzeitlich haben sich weitere Bäume und Sträucher weiterentwickelt. Kurz vor dem Aufblühen stehen der Weißdorn und die Rote Heckenkirsche. Beides sehr schöne Fotomotive, jedenfalls wenn es gelingt, die Details der vergleichsweise kleinen Blüten ins rechte Licht zu rücken. Ich schätze, die kommenden Wochen werden in puncto Frühling mit am interessantesten, weil sich vieles gleichzeitig zu einer Art Höhepunkt hin bewegt: Die Blätter und die Blüten vieler Pflanzen machen sich zunehmend Konkurrenz. Und wenn man den Gesamteindruck der jetzigen Landschaft vergleicht mit dem Bild noch vor wenigen Wochen, mag man es kaum glauben. Wie ungeheuer rasant sich Vegetation ausbreiten und ihre Opulenz in Farben, Formen und Volumen entwickeln kann, wenn nur genügend Licht vorhanden ist.

Walnussblüte

Eigentlich wollte ich einige dieser interessanten männlichen Blütenstände des Walnussbaums mit nach Hause nehmen, die ich lose unterhalb des alten Baumes auf dem Bürgersteig entdeckt hatte. Diese Blüte hatte ich also verpasst, wie so vieles, das schon verblüht ist, bevor man es richtig wahrgenommen hat. Die Form finde ich faszinierend, auch die Fotos, die ich vor Jahren einmal davon gemacht hatte, offenbaren eine verblüffende, farbenfrohe und formauffällige Ausstrahlung. Ich hätte den einzelnen Blütenstrang als Makro fotografieren können. Vielleicht hätte sich ein gutes Bild daraus ergeben. Na ja, wieder einmal verpasst. Dafür bewegt sich auf anderen Gebieten genug. Inklusive meines erstmaligen Versuchs mit RG, der gar nicht so schlecht funktioniert hat. Bleibt zu hoffen, dass es sich längerfristig positiv auswirkt.

Sicher Frühling

Am prächtigsten blühen zurzeit die Traubenkirschen, die über und über mit Blütenständen übersät sind. Das blendet geradezu, da sie in ihrer Weiße das Licht stark reflektieren. Dasselbe konnte ich heute bei der kleinen Zierkirschenallee im Bürgerpark sehen. Diese Blüten erscheinen gleich büschelweise, wobei die Teilblüten schon eine buschige Form ausbilden. Manche sind zart-rosa, andere stärker ins rötliche gefärbt, obwohl die Bäume in Wuchsform und Rinde keinerlei Unterschiede erkennen lassen. An diesen Blüten sieht man, dass der Frühling sich endgültig durchgesetzt hat. Wenn es jetzt einmal kühler ist, kann man sagen, es sei ein Intermezzo. Bisher konnte man dagegen nicht sicher sein, ob wir den Winter wirklich schon hinter uns gelassen haben.

Bessere Stimmung

Nun liegt die Zypresse ebenfalls schon im Öl und kann in den nächsten Tagen fertig gestellt werden. Und der nächste Auftrag fürs Wochenende kann kommen. Ich denke, das konstanter werdende Frühlingslicht versetzt die Menschen in eine fröhlichere, lockerere Stimmung. Positiv wirkt sich das auch auf die kommunikative Offenheit innerhalb meiner aktuellen Webprojekte aus. Das will ich nutzen, bevor es wieder umschlägt, um bestimmte Vorgänge voran zu bringen, die wochenlang eher dahingeschleift wurden. Jetzt ist die Zeit, Versäumtes nachzuholen, vielleicht sogar mit einem Plus an Qualität. Was mich jüngst verwundert, ist die Schwierigkeit, mit der Spiegelreflexkamera wirklich gute Pflanzenmakros zu erreichen. Immer wieder habe ich Schwierigkeiten mit dem Ausschnitt, mit der Schärfe oder dem richtigen Licht. Irgendwie hat der Amateurapparat da viel weniger Probleme gemacht, die magischen Eindrücke waren leichter einzufangen. Wenn es aber einmal gelingt, sind Auflösung und Tiefe natürlich wesentlich besser. So hoffe ich auf Fortschritte auf Grund wachender Erfahrung und ein möglichst ruhige Hand bei lohnenden Motiven.

Leuchtende Traubenkirschen

Blüten der Traubenkirsche

Blüten der Traubenkirsche

Blüten der Traubenkirsche

Der Tag stand unter dem Einfluss des wunderbaren Leuchtens der Traubenkirschenblüten. Am Nachmittag klang er mit einem längeren Besuch bei Pastor M. und seiner Schwester aus. Um deren Garten könnte man sie beneiden. So schön mediterran angehaucht, wegen der Palmen und des Oleanders. Und schön schattig in einer seiner Ecken, wegen der großen und auslandenden Zeder. Am beeindruckendsten ist aber eine nicht-botanische Erscheinung, nämlich der schöne Engel, de ursprünglich von einem Friedhof stammt und neben verschiedenen ebenfalls nicht mehr gebrachten Grabsteinen platziert ist.

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