Baumfraktale

Jetzt wird’s doch richtig grün. Viele Bäume treiben ihre Blätter. Besonders charmant bei denen, die sich nur ganz langsam entfalten – entblättern – und damit über Tage ihre ungeheuer fein verästelte Struktur erkennen lassen. Faszinierend, wie in einer mehr oder weniger winzigen Blattknospe schon die Form des ausgebreiteten und sich von der Sonne nährenden Blattes angelegt ist. Eine Struktur, die selber baumförmig zu nennen ist, was mich an die Vorstellung von Fraktalen erinnert, bei denen das Teil die Struktur des Ganzen trägt und die Struktur des Ganzen sich in der der einzelnen Teile wieder spiegelt. Bei unserem kleinen Ginkgobaum beobachte ich das zurzeit, und bei dem schon etwas größeren und kräftigeren Feigenbaum direkt daneben. Und noch eine Kuriosität, die ich mir spontan nicht erklären kann: Gleichzeitig mit dem zaghaften Hervortreten der Blätter bildet der Feigenbaum in etwa gleicher Größe und Wachstumsgeschwindigkeit grüne Früchte aus! Früchte, bevor die Blüte überhaupt aufgetreten ist? Ich weiß nicht, wie man so etwas erklären kann, gibt es vielleicht so etwas wie eine vegetative Fruchtbildung bei den Feigen. Vielleicht finde ich in einem meiner Baum-Bestimmungsbücher Aufschlüsse über diesen merkwürdigen Umstand.

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