Das Schönste an diesem Tag war eindeutig die strahlende Sonne und der wolkenlose Himmel. Bei ziemlich kühler Luft hat das schon an einen richtigen Hoch-Frühlingstag erinnert, mit einer gewissen von außen motivierten Gelassenheit, die unter den Menschen spürbar war. Ansonst verlief der Tag in der hektischen und zermürbenden Logik, die wir in den letzten Wochen im Übermaß erleben mussten. Geprägt von formalem Denken, Skurrilitäten des Gesundheitswesens, Überforderung der Verantwortlichen und einer allgemein wahrnehmbaren Abkehr von der praktischen Vernunft. Die kurzen Fahrten durch die Vorfrühlingslandschaft und das Beobachten der ersten Frühlingsanzeichen im Vegetationszyklus der Bäume sind an solchen Tagen für mich ein Ausgleich, der alles verträglicher und schöner erscheinen lässt, was ohne das völlig unverdaulich wäre.