Gleditschienherbst im Hochsommer
M. beschwert sich in letzter Zeit immer öfter über die rieselnden Blätter der Gleditschie im Garten. Dabei habe ich die Art im Laufe der Jahre schätzen gelernt, sie passt auch gut ins Ensemble unserer Gartenbäume, auch wenn man Gleditschien eher aus städtischen Umgebungen kennt. Wenn ich die tief liegenden Äste werde zurückgeschnitten haben, wird er im kommenden Jahr auch kaum noch Schatten werfen und kaum mit den Nachbarbäumen ins Gehege geraten. Aber was M. und V. stört sind eben die vielen kleinen Blättchen. Die rieseln nach der monatelangen Hitzewelle schon in der Sommerzeit vertrocknet zu Boden. Etwas, das sonst eben erst im Herbst zu beobachten ist. Mich stört das aber gar nicht, weil die Blätter zwar zahlreich, aber winzig sind und bei Weitem nicht so unangenehm wie die lappigen Walnussbaum und flächigen Feigenbaumblätter. Ein Problem in dem Zusammenhang gab es aber doch, nun schon zum zweiten Mal beobachtet: die kleinen Blättchen setzen sich im Abflussrohr der Überdachung hinterm Haus fest, durch das der größte Teil des Regenwassers ins Sammelbecken abfließt. Bei heftigen Gewitterregen, die normalerweise innerhalb kurzer Zeit das Becken mit frischem Regenwasser auffüllen, ist selbiges nun schon zwei Mal an der falschen Stelle übergelaufen, so dass nur wenig ins Becken laufen konnte. Der Grund war ein Sperr-Element im Rohr, das zum Verhindern von Rückstau eingebaut ist und an dem sich aber, da es die Hälfte des Rohrdurchmessers verschließt, die abgefallenen Blätter der Gleditschie pfropfenartig festgesetzt haben und das Rohr quasi verstopft haben. Ich hoffe, dass das im Folgejahr nach dem Rückschnitt der unteren Äste so nicht mehr vorkommen wird. Aber ich denke auch, dass es so einen heftigen Hitzesommer nicht gleich noch einmal geben wird.