Plädoyer für die Verwendung heimischer Holzarten

Heute hätte ich noch einmal die Gelegenheit gehabt, ein Set mit 3 Holz-Schneidebrettern zum Testen anzufordern. Das reizt mich generell immer und den Hersteller habe ich auch schon schätzen gelernt. Aber leider sind die Bretter aus Akazienholz gemacht. Keine einheimische Art. Deshalb habe ich doch darauf verzichtet. Was wir hier landläufig Akazien nennen, sind in Wirklichkeit Robinien, und die sind in unseren Wäldern recht häufig. Aber solche Hilfsmittel für die Küche werden meist aus ausländischen Holzarten gemacht, wohl aus Kostengründen und weil die Hersteller ebenfalls im Ausland angesiedelt sind, wo es eben die hiesigen Baumarten nicht gibt. So warte ich, bis irgendwann tatsächlich mal wieder etwas aus Eiche, Buche der Birken angeboten wird. Damit habe ich einfach ein besseres Gefühl.

Ein etwas anderer und leider auch trauriger Tag fürs Kräutersammeln

Die Tradition will ich auf jeden Fall pflegen, auch wenn die heutige Nachricht vom Tod des uns so lieb gewonnenen Pastors M. uns sehr betroffen gemacht hat. Ob wir die Kräuter, die wir heute wieder in der nahen Landschaft gesammelt haben und die wir in den nächsten Tagen zu Sträußen zusammenbinden werden, ob wir die wie jedes Jahr zu Mariä Himmelfahrt auch tatsächlich in der Kirche werden segnen lassen können, ist tatsächlich offen. Denn diese Feiertagsmesse wurde ja in den letzten Jahren immer von Pastor M. gehalten, für den sich ein vergleichbarer Nachfolger so einfach nicht finden lassen wird. Ich bin sehr froh, dass A. und M. mich auch in diesem Jahr zum Kräutersammeln begleitet haben. Das gehört dazu, ein erweitertes Familiending eben, das dem Ritual erst seinen eigentlichen Sinn verleiht. Dass nach der langanhaltenden Hitze und Trockenheit die Auswahl an sammelbaren Kräutern kleiner sein würde, war auch vorher schon klar. Aber nach beharrlichem und geduldigem Absuchen unserer Lieblingssammelstellen haben wir doch noch genügend Kräuter zusammengetragen, um die Kräuterstrauß-Tradition auch in diesem Jahr wieder aufleben lassen zu können.

Traditionspflege und die Einschränkungen des diesjährigen Hochsommers

So ganz scheint das Urlaubsfeeling noch nicht verflogen zu sein. Jedenfalls sonnen sich die meisten, denen ich begegne, aktuell noch in der Sommer-Auszeit, was ihnen durch das enorm konstante Hochsommerwetter auch leicht gemacht wird. Ich versuche, die Konzentration trotzdem, oder vielleicht auch gerade deswegen, hochzuhalten, um meine kreativen Aufgaben möglichst zeiteffektiv umsetzen zu können. Das trägt zu einer guten Qualität der Ergebnisse bei, ist aber auch eine Notwendigkeit, da in den kommenden Monaten viele aufwändige Projekte darauf warten weiterverfolgt oder abgeschlossen zu werden. Wir versuche dennoch, die Basisthemen nicht zu vernachlässigen, wozu eben auch die Pflege der feiertäglichen und z. T. vegetabilen Traditionen gehören. Ende der Woche einmal nicht mit Bezug zu den Bäumen, aber eben zu den Wiesenkräutern, die in normal temperierten Jahren in dieser Zeit an Wegesrändern und auf kargen Freiflächen üppig gedeihen und intensiv blühen. Nach wochenlanger Extremhitze wird das Sammeln dieses Mal nicht so ergiebig sein. Da werden wir uns auf die wenigen Arten konzentrieren müssen und davon vielleicht etwas mehr sammeln müssen, die sich trotz der Dauerhitze gut entwickelt haben und noch nicht eingetrocknet sind. Ich fürchte allerdings, dass die Königskerze, in den Vorjahren erfreulich zahlreich zu finden, diesmal nicht dabei sein wird. Das traditionelle Zentrum der Kräutersträuße werden wir wohl mit einer anderen Kräuterart ersetzen müssen.

Hitze, Trockenheit und ein Ausnahmesommer

Der Sonntag war wohl die letzte Gelegenheit für Regen über unseren Gärten. Aber auch an diesem Tag ist nichts aus dem Nass geworden. Und so achte ich beim Gießen ganz genau darauf, so sparsam wie möglich zu sein, damit der Vorrat noch bis zum nächsten Gewitterregen ausreicht. Allerdings kann das im Laufe der wohl wiederum sehr heißen Woche noch sehr knapp werden. Bleibt auf die Unzuverlässlichkeit der Wettervorhersage zu hoffen. Die nächste Woche will ich für kreative Aufgaben rund um meine aktuelles Kommunikationsprojekt nutzen und die noch schwelende Auszeit-Atmosphäre unter den Menschen nutzen, um sie zum ideenreichen Mitmachen zu animieren. Vielleicht gelingt es uns zwischendurch auch noch, die Kräuter für Mariä Himmelfahrt zu sammeln. Das könnte knapp, in jedem Fall aber schweißtreibend werden.

Die ersten Kuchen aus eigenen Mirabellen für diesen Sommer

Heute habe ich die ersten Mirabellenkuchen für dieses Jahr gebacken, nachdem V. die ersten reifen Mirabellen von unseren eigenen Bäumen gepflückt hatte. Das reichte für zwei Kuchen, und ein wenig ist noch übrige geblieben, aus dem ich am Nachmittag einen Obstsalat gemacht habe. Für die Kuchen habe einen Ölquarkteig zubereitet, den ich beim Mirabellenkuchen fast noch dem Hefeteig vorziehe. Außerdem ist es schneller gemacht, zumal ich für den Hefeteig erst noch hätte frische Hefe besorgen müssen. So war das unkomplizierter. Ich schätze, am nächsten Wochenende wird die ernte der dann noch reiferen Früchte üppiger ausfallen, und dann wird voraussichtlich auch das ganz große Kuchenbacken auf dem Plan stehen, das es in den Vorjahren mindestens einmal im Hochsommer immer gegeben hat.

Die kreativen Baumthemen weichen in diesem Jahr der Hitze

Für viele gehen in unserem Bundesland jetzt die Sommerferien zu Ende. Ein Grund auch für viele Arbeitnehmer, in diese Zeit ihren Arbeitsurlaub zu legen. Schade für mich eigentlich, dass ab nächster Woche die normale Geschäftigkeit wieder beginnt. Denn ich hatte die vergleichsweise ausgeprägte Ruhe der letzten Wochen genossen, weil ich mich in solchen Phasen ganz auf meine kreativen Kommunikationsprojekte konzentrieren kann. Kreatives rund um Bäume und Baumlandschaften ist zwar in dieser Zeit zu kurz gekommen. Aber bei der ungewöhnlichen Hitze waren die Möglichkeiten, diesen Faden aufzunehmen, ohnehin gering. So war alles gut, wie es abgelaufen ist. Ich hoffe, mit einem Rückzug der Hitzewellen auch dafür wieder mehr Zeit und Muße zu finden. Damit wenigsten die Erntesaison und die Motive im Zusammenhang mit den Baumfrüchten eine Erweiterung erfahren werden.

Eine Hochzeit für die mediterranen und Wärme liebenden Arten im Garten

Für die mediterranen Baumarten im Garten und die Wärme und Licht liebenden Gemüsepflanzen ist dieser Sommer natürlich die Gelegenheit, sich zu entwickeln und reichlich reifen Früchte hervorzubringen. So früh war die Blüte der Chilipflanzen jedenfalls bisher noch nie zu beobachten. Und so früh sind auch noch niemals die ersten Schoten gewachsen – so wie bei der Glocken-Chili, die jetzt schon zum Teil ausgewachsene, aber noch grüne Schoten zeigt. Und beim Feigenbaum beobachten wir zurzeit wirklich reife Feigen, die durch die Hitze und die Trockenheit schon ganz ledrig geworden sind, in ihrem Reifegrad aber mit den gekauften vergleichbar, die aus der Türkei z. B. importiert werden. Das macht Freude und entschädigt ein Stück weit für die unangenehmen Seiten der anhaltenden Hitze, die wir Menschen weniger gut wegstecken.

Sich an die klimatischen Bedingungen anpassen

Ein immer noch heißer, aber irgendwie schon angenehmerer Hochsommertag hat mich heute kaum von der intensiven Projektarbeit abgelenkt. Bei so viel Routine in Sachen Hitze ist das vielleicht auch das Beste, einfach sich auf die Arbeit zu konzentrieren und die klimatischen Rahmenbedingungen einfach gelassen zu betrachten. Tatsächlich kann sich der Organismus sogar an so etwas anpassen. Ich hoffe, die Bäume können es auch, bevor sie einen bleibenden Hitzeschaden davontragen, der meist erst im Folgejahr sichtbar wird.

Höchstsommereinstellungen

Sicher nicht der heißeste, aber einer der heißesten Tage der letzten zwei Wochen wurde uns heute beschert. Und man hat die Beschwerlichkeit deutlich bei fast allen Menschen bemerkt, die wir unterwegs getroffen haben. Da hat sich inzwischen, bei so viele anhaltender Hitze und entsprechender Erschöpfung, eine richtige Lethargie breitgemacht, die dadurch noch verstärkt scheint, dass gerade in dieser Woche alle Bundesländer gleichzeitig Schulferien eingeplant haben. Tendenziell nutzen dann auch die, die gar nichts mehr mit Schule zu tun haben, diese absolute Höchstsommerzeit zur Erholung oder zumindest zum Zurückschalten. Ich nutze das wie immer schon für besonders kreative und intensive Arbeitseinsätze, die mich besser und schneller voranbringen, als das in normalen Zeiten möglich ist. Selbst ein Gang durch den Garten ist da auf ein zeitliches Minimum reduziert. Dennoch versäume ich es auch an solchen Tagen nie, einen Blick auf den Zustand und die Entwicklung der Gartenbäume zu werfen. Und Gießen, nachdem ich es gestern wegen des am Abend aufkommenden Regens ausgelassen hatte, auch wieder unbedingt erforderlich.

Der erste nicht sehr ergiebige Regen seit Langem

Am Abend jetzt, nach tagelanger Ankündigung, die sich nicht bewahrheitet hat, kamen bei uns tatsächlich die ersten Regentropfen seit Wochen. Das Donnern und Blitzen und die gewittrige Verdunkelung des Himmels deuteten eigentlich auf ein heftiges Gewitter hin, das einen ebenso heftigen Gewitterregen erwartbar gemacht hätte. Aber nach ca. zwei Stunden Vorbeiziehen dunkler Wolken und einer gewissen Abkühlung kam es dann doch nur zu harmlosen Schauern – immerhin die ersten seit langem. Leider waren die nicht geeignet, unser Becken nennenswert mit frischem Regenwasser aufzufüllen. Nur das Gießen unter freiem Himmel habe ich mir ausnahmsweise einmal gespart. Falls die Blumen über Nacht lappen sollte, würde ich es morgen Vormittag nachholen. Aber ich hoffe, wir können einmal einen Tag aussetzen. Und ich hoffe, die Bäume konnte wenigstens etwas von dem Niederschlag in ihren Wurzelwerken speichern, um die noch kommenden heißen Tage schadlos zu überstehen.

Gartenbäume mit ungewöhnlichen Wachstumsfortschritten

Natürlich sind in einem so sonnenreichen Sommer auch die Gartenbäume präsent und machen bei so viel Licht ungewöhnliche Wachstumsfortschritte. Man sieht das daran, wie hoch hinaus sie inzwischen reichen, vor allem der Walnussbaum, der Ginkgo und inzwischen auch die ältere Gleditschie. Auch die Breite der oberen Krone hat sich vergrößert und die drei zu richtig stattlichen Baumindividuen werden lassen. So deutliche Entwicklungsschritte konnte ich im Jahreswechsel bisher nicht beobachten. Aber noch dominanter sind in diesem Hochsommer die Blumen und Stauden, die bei uns weitgehend einjährig sind und die wir immer wieder neu in der Gärtnerei besorgen, einpflanzen und sorgsam pflegen. Um bei der ungewöhnlichen langanhaltenden Hitze immer genug Gießwasser parat zu haben, mussten wir heute tatsächlich noch die letzten sonst nicht zugänglichen Füllvolumen unseres großen liegenden Regenwassertanks leerpumpen. Zunächst ins Springbrunnenbecken, und von dort aus mit Hilfe einer anderen Pumpe wiederum in den Plastiktank, der ich zum Abzapfen des Regenwassers überwiegend nutze. Der wäre wohl in den nächsten Tagen leer gewesen ohne dieses Auffüllen.

Unterstützende Konstanten aus der natürlichen Umwelt

An diesem 1. August saßen wir sehr lange im Auto und haben eine ziemliche Strecke zurückgelegt. Aber diese Wege, die u. a. durch schnuckelige pfälzische Weinorte und Überland führten, hatten bei der schon gewohnten Hitze etwas Reizvolles, das die Exkursion durchaus mit Erinnerungswert ausgestattet hat. Auch wenn die Gespräche dazwischen nicht gerade einfach zu nennen sind und einige schwierige kommunikative und emotionale Aufgaben zu bewältigen waren. Es sind immer wieder die von der äußeren Natur kommenden Konstanten und Energieangebote, die auch schwierige Lebenslagen erleichtern und relativieren zu helfen in der Lage sind. Das ist es, was mir von diesem Tag vor allem in Erinnerung bleiben wird.