Erwachsener Heilig Abend in heilsamer Traditionslinie

Der Heilige Abend ist uns in einer Form erschienen, die unserem Lebensalter in gewisser Weise angemessen erscheint. Zumindest denke ich, dass M., V., mit denen ich den Tag und Abend verbringen durfte, das ebenso wie ich wahrgenommen haben. Ein Heiliger Abend Erwachsener, der sich notwendig von dem junger Familien unterscheidet. Nur denkt wohl jeder an die eigene Kindheit und mit welcher unverstellten Faszination man als Kind das Christgeburtsfest in sich aufnehmen und quasi durchleben konnte. Diesen Eindrücken sieht man wehmütig hinterher und vielleicht denkt man auch noch an spätere Jahre, in denen die ganze Familie in insgesamt jüngeren Lebensjahren der einzelnen zusammenkam, vielleicht als eine der seltener gewordenen Zusammenkünfte. Und auch das hat man in meist nostalgischer Erinnerung. Wenn man dieses heute deutlich verändert aufnimmt, liegt es aber sicher nicht nur am fortgeschrittenen Lebensalter. Es hat auch mit den Zeitumständen und den seit einigen Jahren zu beobachtenden und sich verfestigenden Negativentwicklungen in der Welt zu tun. Wie könnte solches unbemerkt an der Rezeption und dem konkreten Praktizieren des Feiertäglichen vorbeigehen. Das familiäre Zusammensein in der Nacht der längsten Dunkelheit und die gemeinsame Gelegenheit zum inneren Entzünden des weihnachtlichen Gedankens, die sind geblieben. Wenn es uns weiterhin gelingt, diesen Kern des Feiertags zu bewahren und zu pflegen, dann wird auch künftig Weihnachten seine heilsame Tradition erfüllen.