Ästhetische Gemeinsamkeiten ins Leben rufen

Die ganz große Bedeutung hatte der Silvestertag für mich noch nie. Dass das Kalenderjahr zum Abschluss kommt, erscheint mir wenig spektakulär. Bedeutung hat das für mich eigentlich nur im Zusammenhang mit der Weihnachtszeit, in deren Mitte der Jahreswechsel eben auch liegt. Insofern ist der Abschluss des alten und der Aufbruch ins neue Kalenderjahr schon etwas Beachtenswertes. Es steht in Beziehung zu den eigenen Perspektiven und Selbstreflexionen und kann neben anderen Dingen als Referenzmarke dienen. Wie so häufig in den vergangenen Jahren habe ich diesen letzten Tag des Jahres mit der Auswertung und Verarbeitung meiner jüngsten Weihnachtsfotografien ausgefüllt, zumindest hat das einen guten Teil der heutigen Arbeit ausgemacht. Ohne unsere sehr engagierte Vorbereitung der Advents- und Weihnachtszeit, die vielen Dekorationen und Lichterarrangements mit einzigartig weihnachtlicher Atmosphäre, wären diese Bilder so nicht möglich. Besonders aber freuet es mich, dies ist auch wohl der Grund für den Wunsch, diese Dinge größtenteils noch im alten Jahr abzuschließen, dass meine ganz persönliche Weihnachtsästhetik vermittelbar ist, und das schon viele Jahre. Ich erkenne das an der Resonanz auf mein auf Weihnachten bezogenes Microstock-Portfolio. Die zahlreichen und sehr unterschiedlichen über die Jahre zusammengekommenen Motive finden fast ganzjährig Interessenten. Es ist schön und für die künftige fotografische Arbeit ermutigend, wenn man ich diese Weise ästhetische Gemeinsamkeiten ins Leben rufen und aktualisieren kann.

Atmosphärische Verdichtung in abstrakter Unschärfe

Kommunikativ sind diese letzten Tage des Jahres aufwändiger und dichter gepackt, als ich das erwartet hatte. Tatsächlich fanden einige Menschen gerade in dieser Zwischenzeit Gelegenheit, sich mit Vorhaben zu beschäftigen, die schon auf das nächste Jahr verweisen. Gut, dass ich in diesen Tagen ansprechbar und hellwach bin. So kann ich einige Grundlagen für die Projekte 2026 schaffen, während andere sich im Winterurlaub ablenken. Aber das war bei mir schon immer so. Daran finde ich auch einen gewissen Gefallen, gerade in Auszeiten besondere kreative Leistungen abzurufen. Eine Auswahl meiner neuen Weihnachtsfotografien, die gestern und heute in meine Microstock-Portfolios hochgeladen habe, sind teilweise schon akzeptiert worden. Natürlich wird sich eine Resonanz erst im kommenden Jahr zeigen. Aber wie erwartet waren einige Agenturen bei den in reiner abstrakter Unschärfe gestalteten Aufnahmen wiederum nicht begeistert, haben sie schlichtweg abgewiesen. Das sind immer dieselben Kandidaten, die diese spezielle fotografische Gestaltungsform nicht wirklich verstehen und deshalb auch niemals erfahren werden, dass es viele Menschen gibt, die gerade in der abstrakten Unschärfe und Höchstmaß an atmosphärischer Verdichtung erkennen und das sehr bevorzugen. Ich weiß das, und deshalb unternehme ich immer wieder neue Versuche in diesem Gestaltungsfeld, die in ungefähr der Hälfte der Plattformen auch angenommen werden. Natürlich spielen die Lichter des Weihnachtsbaums, aber auch die übrigen Lichtarrangements und vielfältige symbolischen Formen der Weihnacht, die in unsere Wohnungsdekoration einfließen für die Gesamtwirkung der Bilder eine große Rolle.

Zwischenzeitliche Aktivitäten und weihnachtliche Symbolarbeit

Mit der -Durchsicht und Bearbeitung meiner Weihnachtsfotografien bin ich in dieser Saison frühzeitiger zu ersten Ergebnissen gekommen als in den letzten Jahren. Allerdings sind noch nicht alle Bildideen umgesetzt, so dass weiter Bearbeitungsreihen folgen werden. Dennoch bin ich froh, einige sehr originelle Bildideen schon umgesetzt zu haben. Ob das wirklich auf Interesse stößt und in seiner speziellen Bildsprache auch verstanden bzw. mit Weihnachten stimmig in Verbindung gebracht wird, ist nicht klar, wird sich in den nächsten Monaten aber zeigen. Manchmal brauche gute Motive auch mehrere Jahre, bis sie auffallen und nachge-fragt werden. Da muss man geduldig sein und mit positiven Überraschungen bei der Art rechnen, wie die Microstock-Agenturen ihre Bilderpools bewerben und nach welchen Kriterien sie sie auffindbar und durchsuchbar machen. Das ist den Fotografen selbst nicht ersichtlich und bleibt letztlich eine Glückssache. Ich freue mich aber auch, dass die Raunächte nicht ganz an mir vorbei gehen, zum Beispiel habe ich in den letzten Tagen häufiger Räucherkegel aufgestellt und verqualmen lassen. Das passt gut zu meinen weihnachtlichen Bearbeitungen und in diese Zwischenzeit. Das Durchgehen sämtlicher Wohnräume mit der Räucherschale habe ich aber noch nicht durchgeführt. Ich überlege, ob ich das diesmal noch im alten Jahr machen soll, und nicht erst bei der letzten Gelegenheit am 6. Januar.

Tage im weihnachtlichen Übergang

Es sind ordnende, rekapitulierende und vorausschauende Gedanken und Aktivitäten, die in diesen Tagen zwischen den Jahren im Vordergrund stehen. Mein Eindruck ist, dass das den meisten Menschen so geht, dass es ein solches Bedürfnis in dieser Zwischenzeit gibt, die so im Jahr keinen Vergleich kennt. Heute gehörte dazu das Ordnen, aussortieren und Arrangieren meines Fachthemen-Bücherregals, aber auch einige andere auf das neue Jahr vorausschauende Pläne. Zum Fotografieren bin ich heute nicht mehr gekommen, aber die Durchsicht und Optimierung der der letzten weihnachtlichen Reihen standen doch auf dem Programm. Hier eine weitere Aufnahme der realistisch fotografierten Amaryllis-Weihnachtsblumen, die vor dem Hintergrund der festlich geschmückten und erleuchteten Weihnachtszimmers ihre ganze Bedeutung und Ausstrahlung erhalten.

Amaryllis-Weihnachtspflanze in festlich geschmücktem Weihnachtszimmer

Goldene Weihnachtszimmerimpressionen

Den Gesprächen am heutigen Tage entnehme ich, dass für die meisten Menschen Weihnachten jetzt schon vorbei ist. Es scheint, dass sich viele an den beiden Feiertagen orientieren und mit deren Ablauf einen Abschluss verbinden bzw. jetzt eigentlich nur noch an den Jahresabschluss und Jahreswechsel denken. Für mich war das emotional und praktisch immer schon anders. Ich orientiere mich da eher an der Weihnachtszeit, die man kirchlicherseits mindestens bis zum Tag der Heiligen Drei Könige terminiert. In den letzten Jahren hatte ich immer das Bedürfnis, den Weihnachtsbaum sogar noch eine Woche länger um mich zu haben. So wird mir das Weihnachtliche noch gut zwei Wochen erhalten bleiben, und natürlich versuche ich es so umfangreich und intensiv auch kreativ zu verarbeiten. Unter anderem durch meine fotografischen Reihen, die ich am Abend wiederum aufgenommen und fortgesetzt habe.

Weihnachtsdekoration im Weihnachtszimmer 2025 I
Weihnachtsdekoration im Weihnachtszimmer 2025 II
Weihnachtsdekoration im Weihnachtszimmer 2025 III

Erste Weihnachtsfeiertagsimpressionen 2025

Abstrakte Weihnachtszimmerimpression 20215 I
Amaryllis-Gesteck vor Weihnachtsbaum 2025

Den zweiten Weihnachtsfeiertag haben wir ganz besonders ruhig zuhause verbracht, und die Ruhe genossen. Das war auch wichtig, nachdem die Arbeit und die Vorbereitungen ja bis in den Heiligen Abend hinein gereicht haben. Es war mir auch wichtig, den Weihnachtsgedanken noch einmal ganz bewusst in den Blick zu nehmen und meine Traditionslektüre einiger auf Weihnachten bezogener Vorträge Rudolf Steiners wieder zu lesen. Diese Texte wirken auf mich immer wieder neu und vermitteln neue Erkenntnisse, schärfen den Blick auf neue Aspekte dessen, was uns christliches Gedankengut und christliche Anschauung für das Leben insgesamt mit auf den Weg geben. Ein Rückblick und Reflektieren der Geschenke, sowohl der erhaltenen, als auch der verschenkten, war auch ein Element dieses Weihnachtstages. Und schließlich war es mir wichtig, meine ersten Weihnachtsfotografien 2025 zu realisieren, gerade weil M. so schöne Amaryllis als Geschenk erhalten hat, die sich auf dem Gabentisch und vor dem Weihnachtsbaum thematisch sehr schön ins Bild setzen ließen.

Traditionelle weihnachtliche Formen in zuversichtlicher Symbolsprache

Nachdem ich am gestrigen Heiligen Abend noch bis in den Nachmittag mit einer allerdings eher künstlerisch verstandenen Projektarbeit beschäftigt war, konnte ich den ersten Weihnachtstag erstmals wirklich als Feiertag erleben. Besonders freut es mich, dass nach langer Ungewissheit und nachdem das bis zuletzt noch hätte anders verlaufen können, wir doch alle zusammen einen Weihnachtsbesuch bei J. und W. realisieren konnten. Ich bin sicher, ohne den Besuch wäre das Fest unvollständig geblieben und es hätte etwas ganz Wesentliches, das Feiern des familiären Zusammenhalts, eben gefehlt. So wir im engeren Familienkreis am gestrigen Heiligen Abend das schon aufgefasst haben, schien mir auch heute, in etwas weiterem Familienkreis, diese Wahrnehmung auf jeden Fall eine geteilte gewesen zu sein. J. und W. hatten dieses Jahr zwar, wie schon angekündigt, nicht den sonst aufgestellten kleinen Tisch-Weihnachtsbaum, aber doch ein baumähnliches Gesteck mit schönen Tannenzweigen, die ich beim Besuch vor Beginn der Adventszeit ja mitgebracht hatte. Das Gesteck hat selbst etwas stilisiert Weihnachtsbaumartiges und hat mir sehr gut gefallen. Ein würdiger Stellvertreter des vollständigen Baums und ein gelungenes Symbol eines zukunftsgerichteten und zuversichtlichen Weihnachtsfestes.

Erwachsener Heilig Abend in heilsamer Traditionslinie

Der Heilige Abend ist uns in einer Form erschienen, die unserem Lebensalter in gewisser Weise angemessen erscheint. Zumindest denke ich, dass M., V., mit denen ich den Tag und Abend verbringen durfte, das ebenso wie ich wahrgenommen haben. Ein Heiliger Abend Erwachsener, der sich notwendig von dem junger Familien unterscheidet. Nur denkt wohl jeder an die eigene Kindheit und mit welcher unverstellten Faszination man als Kind das Christgeburtsfest in sich aufnehmen und quasi durchleben konnte. Diesen Eindrücken sieht man wehmütig hinterher und vielleicht denkt man auch noch an spätere Jahre, in denen die ganze Familie in insgesamt jüngeren Lebensjahren der einzelnen zusammenkam, vielleicht als eine der seltener gewordenen Zusammenkünfte. Und auch das hat man in meist nostalgischer Erinnerung. Wenn man dieses heute deutlich verändert aufnimmt, liegt es aber sicher nicht nur am fortgeschrittenen Lebensalter. Es hat auch mit den Zeitumständen und den seit einigen Jahren zu beobachtenden und sich verfestigenden Negativentwicklungen in der Welt zu tun. Wie könnte solches unbemerkt an der Rezeption und dem konkreten Praktizieren des Feiertäglichen vorbeigehen. Das familiäre Zusammensein in der Nacht der längsten Dunkelheit und die gemeinsame Gelegenheit zum inneren Entzünden des weihnachtlichen Gedankens, die sind geblieben. Wenn es uns weiterhin gelingt, diesen Kern des Feiertags zu bewahren und zu pflegen, dann wird auch künftig Weihnachten seine heilsame Tradition erfüllen.

Besondere Tage mit Gleichgewicht und Gleichsinn

Ganz schön dicht gepackt sind diese letzten Vorweihnachtstage. Und selbst den Vormittag, mindestens des Heiligen Abends werde ich für die Manufakturarbeit nutzen müssen, um ei-nen Terminplan einhalten zu können. Da es in dem Fall um die Symbolformen aus diesem höchst persönlichen Lebensprojekt geht, finde ich das selbst eigentlich akzeptabel. Vor allem, weil sich die Empfänger über den Erhalt in der Zeit zwischen den Jahren aus unterschiedli-chen Gründen freuen werden. Einer der Gründe ist der Bezug zu den Raunächten. Wenn ich mit meinen Symbolformen dazu einen Beitrag leisten kann, tue ich das natürlich gerne, denn näher an der Tradition und dem Festlichen der Weihnacht kann man ja gar nicht sein, als mit solchen Ansätzen – zumal wenn das Ganze in eine Kommunikation eingebettet ist, die von Gleichklang und geteilten Interessen lebt. Aber auch die praktische Feiertagskommunikation kam heute nicht zu kurz. Wieder ein sehr schön ausgewogener Tag, wie ich ihn generell, be-sonders aber in dieser ganz innerlich erlebten Zeit des Jahres sehr schätze.

Wieder mehr Sinn für Traditionspflege erkennbar

Die Arbeiten mischten sich heute sehr ausgewogen, mit kreativen, technischen und kommunikativen Anteilen. Und zur kunsthandwerklichen Arbeit bin ich am Nachmittag auch noch gekommen, was in den nächsten Tagen fortsetzen will, um jüngste Anfragen nach Weihnachten abschließen zu können. Gefreut haben mich heute für M. aber vor allem die eher unverhofften Besuche, Nachzügler zu Ms gestern ohne Einladung gefeierten Geburtstag. Die Kon-takte waren dieses Jahr deshalb nicht weniger oder knapper, eher im Gegenteil. Aber das ist natürlich so kurz vor Weihnachten auch schön, kommt es dem weihnachtlichen Gedanken doch ziemlich nahe. Gefreut haben mich die verschiedenen lobenden Worte zu meinem Weihnachtsbaum, ganz ohne dass ich das selbst thematisiert hätte. Das zeigt, dass die Traditionen doch noch Menschen bewegen können, in diesem Jahr ist das noch deutlicher noch spürbar als in den Vorjahren.

Ein etwas anderer Vorweihnachtsgeburtstag

M. hatte zwar für den Geburtstag keine Einladung ausgesprochen. Aber natürlich ließen die Freunde und Bekannten es sich nicht nehmen, doch ihre Glückwünsche auszusprechen. Nur eben diesmal per Telefon, weswegen das den ganzen Tag über nicht mehr stillstehen wollte. Natürlich ist es schön zu erfahren, dass so viele Menschen an einen denken. Gerade in diesen Zeiten, die fast ganz ohne Gewissheiten und Erwartbares auszukommen scheinen oder die uns eben diesen Zustand immer mehr zumuten. Ich freue mich, dass neben den vielen Telefonkontakten dann doch auch einzelne persönliche Begegnungen stattfinden konnten, die sich eher zufällig und ebenfalls unerwartet ergeben haben. Das hat den Geburtstag abgerundet. Und der gestern erst geschmückte Weihnachtsbaum hat bei der Gelegenheit auch seine ersten Bewunderer gefunden. Einige Geschenke konnte ich zwischendurch beim Hören von Weihnachtsmusik schon verpacken. Aber es ist trotzdem noch einiges für die Weihnachtsvorbereitung zu tun. Und für die Zielgerade des Projekt- und Arbeitsjahres.

Ein besonders sinngesättigter Vorweihnachtstag

Der Tag war wieder sehr dicht gedränt und mit Aufgaben nur so überfüllt. Aber das hatte ich auch nicht anders erwartet. Bei den wirklich schönen Aufgaben, die heute überwiegend auf dem Plan standen, ist mir das dennoch eine Freude und Bestätigung. Denn die Traditionspflege im Umfeld der Weihnachtsfeiertage – damit meine ich sowohl die christliche Tradition generell, als auch unsere familiäre Ausdeutung derselben – die ist mir eben immer noch wichtig. Unabhängig von Zeitgeistumbrüchen und den Erfahrungen, die man nun einmal in dieser komplizierten Welt täglich machen muss. Besonders freut es mich, dass ich es schaffe, diese Traditionspflege in einer ehrlichen und in sich stimmigen Art fortzuführen. So wie das Schmücken des Weihnachtsbaums, das ich am Vor- und Nachmittag mit viel Ruhe umsetzen konnte – um mich mit M. über das schöne und eindrucksvolle Ergebnis zu freuen. Daran hat der aus-ladende Baum mit dem schönen Astaufbau, gerade im Kronenbereich, einen wesentlichen Anteil. Aber auch die Chance, das Schmücken nicht überhastet auszuführen, sondern mit einer feierlichen Grundhaltung, die in diesen Tagen nicht mehr ganz so selbstverständlich ist. Auch für Ms Geburtstag konnte ich das Ausstehende zum Abschluss bringen. Zusammen mit unverhofft eingegangenen Aussichten auf einen lebendigen Start der Wunschbaum-Manufaktur im neuen Jahr war das eine ebenso arbeitsintensiver wie von Sinnhaftigkeit gesättigter Vorweihnachtstag.

Unvergleichliche Sehnsucht nach Feiertagen und Jahresabschluss

Viele haben sich nun doch schon in den Weihnachturlaub verabschiedet. Denn auf meine Anfragen kamen schon nur noch wenige Reaktionen. Kein Wunder, sehnen sich die Menschen doch in diesem Jahr mehr denn je zuvor nach einer Auszeit, und eigentlich danach, dass dieses Katastrophen-, Krisen- und Umbruchjahr endlich seinen Abschluss finden möge. Natürlich verbunden mit der leisen Hoffnung, dass das neue eine positive Wendung bringen mag. Ich habe meine persönliche weihnachtliche Feiertagsphase mit dem Aufstellen des Weihnachtsbaums begonnen. Die Lichterketten konnte ich anschließend auch noch anbringen und verteilen. Eine gute Grundlage, die ich mir für heute vorgenommen hatte. Jetzt habe ich am Samstag Zeit, den Baum in Ruhe zu schmücken – und hoffentlich noch Gelegenheit, die vielen anderen Aufgaben zu erledigen, die im Zusammenhang mit Weihnachten und Ms vorherigem Geburtstag noch anstehen.

Gedrängte Vorweihnachtswoche

Trotz der Auszeit am Vormittag, die ich für das traditionelle Treffen mit C. vor Weihnachten genutzt habe, gestaltet sich diese Vorweihnachtswoche doch wieder sehr gedrängt. Vor allem die Routinearbeiten, meist technischer Natur, können an die Substanz gehen, weil sie ein kleinteiliges, immer wieder sich wiederholendes und doch leicht unterschiedliches Vorgehen und Bewerten erfordern. Das ist der feiertäglichen Einstimmung eher abträglich, aber auch unvermeidlich, wenn diese Dinge nicht den Start ins neue Jahr oder gar die Zeit zwischen den Jahren belasten sollen. Gerade die ist für mich nämlich eher für kontemplative, rückblickende und auch kreative Tätigkeiten reserviert. Zumindest überwiegend. So hoffe ich, dass wir das alles vernünftig regeln und planen können. Und dass mir in den beiden nächsten Tagen genug Zeit und Muße für das Aufstellen und Schmücken des Weihnachtsbaums bleibt. Drumherum bleibt noch genügend abzuarbeiten.

Wenn es verstärkt weihnachtet

Am Abend hat uns G. tatsächlich wieder einen Stollen vorbeigebracht, leider ohne zu einem Gespräch selbst zu uns zu kommen. Da waren wir doch sehr überrascht, waren wir doch eigentlich davon ausgegangen, dass das nicht mehr möglich sein und zu anstrengend sein würde. Aber jetzt, kurz vor Weihnachten, steht uns der gewaltig lange Stollen in bester Quali-tät wieder zur Verfügung. Das ist doch klasse gerade für die Zeit der Feiertage. Selbst werde ich sicher für Ms Geburtstag wieder backen, und vielleicht auch noch für Weihnachten, wenn wir J. und W. besuchen. Überhaupt geht jetzt doch alles in die Zielgerade, zu den Feiertagen und zum Jahresabschluss. Und wie immer ist es einfach noch zu viel, was vorher abzuarbei-ten, zu erledigen oder zumindest vorzubereiten ist. Ich hoffe, wir kriegen das würdig hin und ich finde die nötige Ruhe zum Aufstellen und Schmücken des Weihnachtsbaums. Daneben sind die direkt auf Weihnachten bezogenen Aufgaben umfangreich. Auch die kommunikati-ven Arrangements sollen nicht zu kurz kommen.

Das wieder ausgeprägte Bedürfnis nach weihnachtlichen Symbolformen

Eine Weichenstellung für das kommende Projektjahr war heute bei etwas lichtreicherem Winterwetter möglich. Und das in einer sympathischen Gesprächsatmosphäre, die in diesen Zeiten nicht mehr selbstverständlich ist. Die Menschen wirken ehrlicher, weil sie eine universelle Ausbreitung des Krisenbewusstseins und des Krisenhaften selbst beobachten. Das schafft so etwas wie Solidarität aus dem Eindruck kollektiver Betroffenheit heraus. Im Übrigen war mir das Bedürfnis der Menschen nach weihnachtlicher Ruhe und Frieden noch nie so bewusst wie in diesem Jahr. Vermutlich weil dieses Bedürfnis tatsächlich seit langem nicht mehr so ausgeprägt war. Das fördert auch die Wertschätzung der vielen weihnachtlichen Symbolformen, aber auch dessen, was inhaltlich mit Weihnacht in Verbindung gebracht wird. Nur beim Weihnachtsbaumhändler um die Ecke scheint dieser Spirit nicht angekommen zu sein. Der ist nämlich kaum jemals zu sehen, und auch Kunden sehe ich dort nie. So dürfte es schwierig werden, die Bäume bis Heilig Abend unter die Menschen zu bringen.

Facettenreiche Weihnachtsillustrationen

Neben den Weihnachtskarten mit eigenen Fotomotiven, die ich in den letzten Tagen v. a. für M. hergestellt habe, sind heute noch weitere, ältere aufgetaucht. M. hatte die in irgendwelchen Tüten mit anderen Karten und Weihnachtspapieren gelagert, noch von vor mehreren Jahren. Damit sollten jetzt genügend eigene Karten vorhanden sein, um die gesamte Weihnachtspost damit abzudecken. Es freut mich, dass ich inzwischen auf einen großen Pool unterschiedlicher Motive zurückgreifen kann, die ich in jedem Jahr wieder neu auswähle. Neben den bewährten Motiven mit einem Fokus-Objekt im Vordergrund und dem Weihnachtsbaum bzw. den Lichtern des Weihnachtsbaums im Hintergrund, sind jetzt auch eher kosmische KI-Generationen dabei, die aber dennoch den weihnachtlichen Gedanken und seine ästhetische Umsetzung deutlich erkennbar machen. Andere sind universeller verwendbar, z. B. auch für Neujahrsgrüße. Und wieder andere könnte gar ganzjährig, etwas als Trauerkarten eingesetzt werden. Besonders toll finde ich eine Reihe mit KI-Bildern vom Vorjahr, bei denen ein Engel aus klarem Glas im Vordergrund steht, der aber die goldenen Lichter, Farben und die stimmungsvolle Atmosphäre seiner Umgebung einfängt und damit selbst in transparenten Goldtönen warm von innen nach außen leuchtet. Diese Karten sind für besondere Adressaten reserviert, v. a. für solche, die ein ähnlich inniges Verhältnis zur Weihnacht pflegen.

Weihnachtskommunikation und Vorgriffe aufs neue Jahr

An diesem dritten Advent habe ich einiges an Weihnachtskorrespondenz vorweggenommen, das ich sonst erst wenige Tage vor Weihnachten erledigt hätte. Aber ich hatte an den Vorta-gen so viele eigene Weihnachtskarten mit eigenen Fotografien hergestellt, dass ich sehr auf das Thema eingestimmt war. Und nächste Woche ist der Zeitplan, auch mit weihnachtlichen Vorbereitungen, v. a. aber mit letzten Projektarbeiten für dieses Arbeitsjahr und neuen Vor-überlegungen für die Arbeit im neuen Jahr sehr stark angefüllt. Da ist es ganz gut, wenn diese Kommunikationsaufgaben nicht mehr auf dem Zettel stehen. Ich freue mich, dass unsere Weihnachtsdekoration so schön ausgearbeitet und so stimmungsvoll gelungen ist und wir in dieser Adventszeit wirklich etwas davon haben. Und dass ich einen schönen Weihnachts-baum gefunden habe, den ich in der zweiten Wochenhälfte aufstellen und schmücken kann. Und dann hoffe ich, dass keine unverhofften Herausforderungen mehr vor den Feiertagen und der Zeit zwischen den Jahren hinzukommen werden.

Weihnachtsbaum- und Weihnachtsgrußvorbereitungen

Highlight dieses Samstags war sicherlich das Aussuchen des Weihnachtsbaums. Ich war wie geplant schon früh aufgebrochen, um vor Beginn der offiziellen Verkaufszeiten dort zu sein und mich umzusehen. Der Händler war diesmal etwas den Feldweg hinauf umgezogen, direkt neben einem ehemaligen Forsthaus. Ein sehr schöner Platz für diese Zweck und kein Zufall, wie er mir erzählt hat. Denn in der Familie hatte jemand dieses alte Haus erworben und renovieren lassen. Das Umfeld und die Art, wie die Weihnachtsbäume dort aufgebaut waren, war jedenfalls herausragend im Vergleich zu den Vorjahren. Auch das hatte Gründe, die mit dem Händler selbst und einer kurz vor Weihnachten für ihn zuversichtlich stimmenden Wendung seines Schicksals zu tun hatte. Ich freue mich, dass ich der Intuition gefolgt und eben nicht beim Händler um die Ecke nach einem Baum Ausschau gehalten habe. Dort wäre ich auch nicht fündig geworden, wie ich mich in den letzten 2 Wochen beim Vorbeigehen vergewissern konnte. Dort aber hatte ich schon schnell mein Wunschexemplar gefunden. Es war so ziemlich der einzige, der wirklich in Frage kam. Sonst hatte ich die Wahl zwischen 2-3 Kandidaten. Aber einer reicht ja auch, wenn es der richtige ist. Jetzt kann ich mich auf das Aufstellen und Schmücken des Baums freuen, das auf jeden Fall im Laufe der kommenden Woche recht-zeitig vor Ms Geburtstag stattfinden muss. Am Nachmittag bin ich der lange aufgeschobenen Aufgabe nachgekommen, einen ausreichenden Vorrat an Weihnachtsgrußkarten mit eigenen Fotografien und Bildmotive herzustellen. Das war ein gutes Stück Arbeit, von der Auswahl der Motive, über das Ausdrucken auf starkem Fotokarton, dem provisorischen Ausschneiden, Aufkleben und sauberen Beschneiden der Karten. Nach dieser Prozedur liegen sie jetzt über-einander unter einem hohen und schweren Stapel Bücher – zum Pressen. Und dann kann M. und ich mich auf das Schreiben konzentrieren.

Belebende Signale verstärken

Das Gespräch und die Konsultation in M. ist heute besser verlaufen, als wir das erwarten konnten. Ein Lichtblick und ein Ansatz, auf dem sich aufbauen lässt. Danach haben wir im dort ansässigen Café zu Mittag gegessen, das in genau einer Woche seinen Betrieb einstellt. Ein Jammer, denn das gehörte zu den wenigen atmosphärischen Lokalitäten, die in Erinne-rung geblieben sind. Aber der Tag hatte auch noch eine andere traurige Nachricht, die sich in eine Reihe von Hiobsbotschaften einordnet, bei der man an allem zweifeln könnte und sich fragt, was aktuell eigentlich nicht nur in der Welt, sondern im engsten lebensweltlichen Alltag eigentlich los ist. So kurz vor Weihnachten wünschte wir uns hoffnungsvollere Signale und Erfahrungen. Gleichzeitig geben wir unser Bestes, um Funken solcher Signale zu verstärken und hoch leben zu lassen. Belebend für mich ist auch der Gedanke, den ich gestern hier ge-äußert habe, nämlich den Weihnachtsbaum in Ruhe aussuchen zu können. Das sollte mor-gen früh der Fall sein, wenn ich hoffentlich der erste in dem Freiluftareal am Ortsrand sein werden, auf dem die Weihnachtsbäume zum Verkauf ausgestellt sind.

Den Weihnachtsbaum in Ruhe aussuchen

Erstmals hatte ich heute schon im Vorfeld des Vor-Ort-Termins zum Weihnachtsbaumaussuchen ein Telefongespräch mit dem Händler. Sonst war der Kontakt und das meist längere Gespräch immer nur auf diesen Termin beschränkt. Denn ich war etwas erschrocken zu lesen, dass die Öffnungszeiten der Verkaufsstelle auf das Wochenende beschränkt sein sollten. Ich war früher immer Anfang der Woche dort gewesen, möglichst früh, um den Baum ganz in Ruhe auswählen zu können. Das Gute: Der Grund für die Begrenzung der Öffnungszeiten war wohl zwar ursprünglich ein unvermeidlicher, hat sich aber dann doch in abgeschwächter Form gezeigt. Das freut mich sehr, und dann nehme ich gerne auch den Weg schon am Wochenende auf mich, wie immer ganz früh, bevor der große Ansturm kommt.

Konzentrierte Vorweihnachtswochen

Trotz der Rückzugstendenzen und der jetzt schon spürbaren Auszeit-Atmosphäre unter den Menschen gestalten sich die letzten Vorweihnachtswochen doch sehr arbeitsintensiv. Eigent-lich auch gut so, weil das die Konzentration noch einmal fordert und oft zu guten Ergebnissen führt. Auch kann ich einiges zum Abschluss bringen, was gute Voraussetzungen fürs weiter-arbeiten im neuen Jahr schafft. Ich hoffe, die letzten Vorbereitungen für die Weihnachtstage möglichst ohne Hektik erledigen zu können. Und hoffentlich in den nächsten Tagen in Ruhe auf Weihnachtsbaumsuche gehen zu können. Vermutlich doch bei meinem Traditionshändler, denn der Stand direkt um die Ecke hat keine wirklich geeigneten Exemplare anzubieten.

Prägende Einstellungen und Traditionen

Weihnachten, die Adventszeit und all das Symbolische, ästhetisch Besondere und religiös Bedeutsame rund um die Weihnachtszeit, so scheint es mir, ist in diesem Jahr wieder ein größeres Thema. Jedenfalls war das in den letzten Jahren oft eine vorbeihuschende, beiläufige Kommunikation. Jetzt aber lassen sich die Menschen wieder mehr Zeit und teilen auch offener ihre Beobachtungen, Präferenzen und Einschätzungen mit. Das finde ich schön und wichtig, denn es zeigt, wie leid man die ewigen Krisenkommunikationen ist, und wie wichtig die wirklich seit Kindertagen prägenden Einstellungen und Traditionen doch bis ins höhere Lebensalter sein können. Ich freue mich insofern auf die letzten beiden Adventwochen, mindestens oder vielleicht noch mehr als auf die Weihnachtsfeiertage selbst. Mögen viele diese Dinge zu schätzen wissen.

Für eine hoffnungsvolle Weltsicht

In diesem Jahr scheinen sich viele die Feiertagsauszeit geradezu herbeizusehnen. Nur so kann ich mir eine Art Sprachlosigkeit erklären, die u. a. dazu führt, dass eigentlich vor Jahresfrist abzuschließende Projekte in unbestimmte Zukunft verschoben werden. So als ob man dem Morgen nicht mehr trauen würde und unser gegenwärtiges Erleben wie unwahrscheinlich wahrgenommen würde. Das macht es nicht gerade einfacher, kontinuierlich an den Dingen weiterzuarbeiten, denn auf einmal scheint alles in Frage gestellt. Selbst die scheinbar fraglosen und zeitlosen Themen, die Gegenstand dieses Baumtagebuchs sind, greifen derzeit nicht so, wie man das traditionell erwarten könnte. Da ist viel innere Klärungs- und Aufräumarbeiten bei jedem Einzelnen zu leisten, bevor sich der klarere Blick auch auf wieder flüssiges und zukunftsgerichtetes Kommunizieren auswirken kann. Die Weihnachtszeit ist da natürlich ideal. Ich möchte dieses aktuelle Rückzugstendenz einmal wohlwollend und verständnisvoll so auslegen, dass viele diese Gelegenheit willkommen heißen und tatsächlich eine Chance in der ruhigen, die Innenschau befördernden Zeit des Jahres sehen, um wieder zu sich selbst und zu einer hoffnungsvollen Weltsicht zu kommen.

Stimmungsreiches und klärendes Weihnachtserleben

Ein schöner, winterlich eingehüllter 2. Advent war das, an dem wir den adventlichen Schmuck und die vielen weihnachtlichen Lichterarrangements als sehr stimmungsvoll wahrnehmen durften. Einige weitere Elemente habe ich der Dekoration noch hinzugefügt, die jetzt auch bis ins Arbeitszimmer vorgedrungen ist. Auch den digitalen Bilderrahmen mit einer größeren Auswahl eigener Weihnachtsfotografien habe ich dieses Jahr wieder aufgestellt und angeschlossen, ich Vorjahr hatte ich diese Darstellungsform ausgeklammert. Der nachmittägliche Besuch eines lieben alten Bekannten hat den vorweihnachtlichen Adventstag abgerundet, der ansonsten weitgehend so ruhig verlief, wie ich ihn mir generell wünsche. Ich hoffe, die etwa mehr als 2 Wochen bis Heiligabend werden sich so gestalten lassen, dass wirklich wichtige Dinge abgeschlossen und neue Projekte für das neue Jahr vorbereitet werden können. Ich hoffe, dass in dieser Zeit die emotional problematischen Kooperationen keine dominierenden Themen mehr sein werden und sich gewissen Dinge in zukunftsweisender Form auflösen lassen, die zurzeit noch haken. Die Weihnachtszeit ist vielleicht noch am geeignetsten, solche Klärungen zu befördern.

Eine der letzten Garten-Winter-Arbeiten

Die Überlandfahrt nach L. war einerseits notwendig, passte mir am Nachmittag aber auch gut in die Tagesplanung, weil ich diese Fahrt immer als Auszeit wahrnehme. Es ist einfach auch eine schöne Strecke, durch vertraut Dörfer, an Feldern und Waldabschnitten vorbei, auf Höhen mit sagenhafter Aussicht und weitem Blick in den Horizont, und schließlich mit Überquerung der Mosel und dem schnellen Wechsel ins Nachbarland. Genauso schnell geht’s dann wieder zurück, aber auch der Rückweg hat Charme und komplettiert den erholsamen Ausflug. Am Vormittag hatte ich die wohl – fast – Die Überlandfahrt nach L. war einerseits notwendig, passte mir am Nachmittag aber auch gut in die Tagesplanung, weil ich diese Fahrt immer als Auszeit wahrnehme. Es ist einfach auch eine schöne Strecke, durch vertraut Dörfer, an Feldern und Waldabschnitten vorbei, auf Höhen mit sagenhafter Aussicht und weitem Blick in den Horizont, und schließlich mit Überquerung der Mosel und dem schnellen Wechsel ins Nachbarland. Genauso schnell geht’s dann wieder zurück, aber auch der Rückweg hat Charme und komplettiert den erholsamen Ausflug. Am Vormittag hatte ich die wohl – fast -letzte Gartenarbeit für dieses Jahr durchgezogen. Die vielen Pflanzgefäße, Kübel und Töpfe, in denen ich überwiegend meine Chilis gepflanzt hatte, aber auch einige Pflanztöpfe mit Sommerblühern, die überwintert werden können, waren zu entleeren. Das Kraut musste in die Biotonne und die Erde von den Wurzelballen getrennt werden. Schließlich waren die Gefäße, darunter viele der neuartigen Filztaschen, gesäubert und zum Trocknen bereitgestellt werden. Diese und die zugehörigen Untersetzer müssen später natürlich noch richtig gesäubert, sprich abgespült werden. Deshalb war es nicht wirklich die letzte Gartenarbeit. Mindestens das steht bis zum Jahresende noch an. Aber die Aufgeräumtheit, mit der sich der Garten jetzt schon präsentiert, zeigt doch, dass wir ihn für den Winter gut vorbereitet haben. Außerdem Zurückschneiden der Bäume ist bis zum Frühjahr nicht mehr ganz so viel zu erledigen.

Geistiger Reset und die Rückkehr zu zukunftsgewandtem Fortschritt

Die Sehnsucht nach den Weihnachtsfeiertagen und der Zeit zwischen Jahren macht sich inzwischen bei den meisten Leuten breit. Ich beobachte eine Art Erschöpfung, die mit den globalen Entwicklungen unserer Zeit, aber auch mit deren Auswirkungen auf den ganz konkreten Lebensalltag zu tun hat. Es ist, als ob man sich einen Reset-Button wünscht, um im neuen Jahr mit möglichst gelöschten Eindrücken neu starten zu können. Und das ist ja auch passend, dass dieser Wunsch gerade in dieser Zeit des Jahres in den Vordergrund rückt. Ist das Weihnachtsfest doch das großen Symbol des Neuanfangs, personifiziert in dieser historischen Figur des Jesus von Nazareth, der erst als Menschenkind aufwachsen musste, um später seine erlösenden Wirkungen auf die Menschheit entfalten zu können. Unser Vorsprung besteht darin, dass wir dieses Ereignis in der Vergangenheit als Tatsache erkennen können und „nur“ die richtigen Angriffspunkte und den richtigen Umgang mit den Erlösungsgedanken für unsere Zeit weiterentwickeln müssen. Das aber scheint gerade und schon seit einigen Jahren in der Rückwärtsbewegung befindlich. Umso wichtiger scheint es, dass die großen kirchlichen Feste einen äußeren Anlass bieten, neue Anläufe zu nehmen, um den Rückschritt in wirklichen zukunftsgewandten Fortschritt umzuwandeln. Dafür ist wie so oft schon in der jüngeren Geschichte der Menschheit die berühmte „kritische Masse“ erforderlich, die zu bilden ein jeder von uns etwas beitragen möge.

An vegetabile christliche Traditionen erinnern

Barbara-Zweige haben wir schon seit einigen Jahren nicht mehr geschnitten. Heute oder, wie ich vorhin erst durch eine Onlinerecherche herausgefunden habe, in einigen anderen Ländern am 17. Dezember, wäre dazu die Gelegenheit (gewesen). Das Spiel mit dem „Blütenwunder“ hat mich zu meiner Zeit in D. sehr fasziniert. Aber damals hatten wir zuhause auch noch den bullig wärmenden Holzbrandofen alter Bauart im Gebrauch. Und an der damaligen Arbeitsstätte in einem Altbau konnten wir den Strauß mit am 4. Dezember geschnittenen Kirschbaumzweigen direkt auf den tiefen Marmor-Fensterbank platzieren unter der ein Heizkörper beständig viel Wärme abgab. Mit anderen Worten: Die Voraussetzungen waren damals gut, das Wunder wahr werden zu lassen. Und wir waren damals auch geschickt darin, das Aufspringen der ersten Knospen exakt an Heilig Abend zu lancieren, indem wir die Wärmeexposition der Zweige zwischendurch auch mal unterbrachen. Mit den Veränderungen beim Heizen ist es dann mit dem Blütenwunder schwieriger geworden. Vielleicht ist im Laufe der Jahre aber auch die quasi kindliche Faszination für solche vegetabil-christliche Traditionen geschwächt worden. Eigentlich schade, aber auch nicht verwunderlich, wenn man vergleichbaren Schwund in vielen ehemals traditionellen gerade christlichen Bereichen beobachtet. Ich finde es dennoch wichtig, anhand des Kalenders an solche Traditionen zumindest thematisch anzuknüpfen und zu erinnern, wie grundlegende Vorstellungen von Werden und Vergehen, vom Ewigen Leben mit einfachen, aber eindrücklichen und erinnerbare Mitteln ins Zentrum des Bewusstseins gerückt werden können.

Wiederbelebte fotografische Ambition

Neben allem, was ich das ganze Jahr über fotografisch für meine Projektarbeiten realisiere, denke ich doch daran, die Anfänge in der Natur- und Baumfotografie künftig wieder stärker aufleben zu lassen. Ein Schritt in diese Richtung wäre die technisch aktualisierte Fassung der Makroobjektivs, denn mit Nahaufnahmen von Baumdetails nahm meine fotografische Ambition ihren Anfang. In dem Bereich könnte ich wieder mehr umsetzen. Die praktischen Erfahrungen auf anderen Motivgebieten sind dabei durchaus eine Hilfe, weil sie den Wahrnehmungs- und Gestaltungshorizont weiten kann. Ich bin gespannt, wohin mich dieses jetzt gefasst Vorhaben im neuen Jahr führen wird.

Noch mehr Weihnachtslichter

In Kürze werde ich noch einige neue Lichterketten hinzubekommen. Damit dürften bestimmte neue Arrangements, z. B. das Gesteck aus Tannenzweigen und Mistelzweigen am Eingang, in ganz besonderem Glanz erscheinen. Oder der drei dimensionale Stern im Fenster, dessen Form offenbar aus dem Erzgebirge stammt, wie so viele tolle Weihnachtsideen, und der bisher nur schwach leuchtet und batteriebetrieben funktioniert, bald aber dann stärker und konstant zu bestimmten Zeiten leuchten kann. Die von außen sichtbare weihnachtliche Dekoration ist dann um mindestens zwei Lichtakzente reicher. Darauf freue ich mich schon, vor allem weil die Adventszeit gerade erst begonnen hat und wir sicherlich noch viel davon haben werden. Meine Weihnachtsbaumspekulationen bezüglich des Händlers um die Ecke sind inzwischen nicht mehr so zuversichtlich. Denn jedes Mal, wenn ich an dem Verkaufstand vorbeikomme, sehe ich kaum raumhohe Bäume, vor allem kann ich nicht erkennen, dass Nachschub in Richtung größerer Weihnachtsbäume hinzukäme. So wird es wahrscheinlicher, dass ich in 10 Tagen etwa doch wieder zu meiner Lieblingsweihnachtsbaumhändler fahren werde. In den letzten Jahren stand dort eigentlich immer eine kleine Auswahl geeigneter Exemplare zur Auswahl.

Weihnachtszeit, Autobiographie und belebender Sinn

Mit dem Beginn des Dezembers geht’s nun doch sehr schnell auf Weihnachten zu. Und wie immer verdichten sich dann auch die Aufgaben, die in diesem Kalenderjahr noch unbedingt zum Abschluss zu bringen sind. Es ist diese Überlagerung von Weihnachtszeit und Jahreswechsel, der uns vor Herausforderungen stellt. Denn das eine wirkt dem anderen eigentlich entgegen. In unseren hochnervösen und hochtechnisierten Zivilisationsgesellschaften ist da eine Art besonderer Anstrengung erforderlich, um das Weihnachtliche trotzdem mit Sinn und belebendem Sinn zu füllen. Oder besser, den ohnehin unverrückbaren und immer schon vorhandenen Sinn im Bewusstsein und konkreten Erleben hervorzuholen. Das ist wohl das eigentlich zum Advent gehörende, sich Annähern an einen Ruhepunkt, eine uns allen gemeinsame geistige Quelle. Da das für uns fast gar nicht mehr alltäglich und selbstverständlich ist, hilft uns die Adventszeit, uns wenigstens und ganz besonders in dieser Zeit dem wirklich Wichtigen bewusst anzunähern. Ich würde sagen, dass ich das auch im übrigen Jahr versuche. Aber in der Weihnachtszeit erhält es eben ein gemeinschaftlich, traditionell und kulturell verankertes Setting, und dann ist das leichter und für alle eindrücklicher teilbar. Die weihnachtliche Pflanzensymbolik und der Weihnachtsbaum, die uns in diesen Wochen immer auch beschäftigen, sind nur einige der Bestandteile dieser Zeit der Annäherung, aber sie gehören zu denen, mit denen die meisten doch etwas Autobiographisches und mit der Familie Zusammenhängendes verbinden.