Geisteswissenschaftliche Essenz

Heute hat sich mir die Gelegenheit geboten, M. von meiner jüngsten Lektüre der Mitschriften von späten Vorträgen Rudolf Steiners zu erzählen. Die anlässlich des 21-jährigen Jubliäums der anthroposophischen Bewegung gehaltenen Vorträge gehören zum Alterswerk Steiners und stellen meiner Einschätzung nach die Essenz der geisteswissenschaftlichen Erkenntnisse dieser Zeit dar. Vieles ist sehr viel klarer und im großen Zusammenhang verständlicher durch diese Vorträge, was in früheren Beiträgen oft sehr ausführlich und weitverstreut begegnete. Mein Eindruck ist, dass M. sich von den auszugshaft wiedergegebenen Inhalten angesprochen fühlte. Vielleicht gelingt es mir ja, diese Texte und darin dargestellten Gedanken weiterzugeben. Denn es geht darin um ganz wesentliche Dinge. Interessanterweise kommt in diesen Vorträgen der Baum als Lebewesen und Symbol öfter als sonst in seinen Texten vor. Das zeigt mir, dass die symbolische Kraft des Baums als eindrucksvolles und weit verbreitetes Symbol für aufbauendes Leben auch vor über 100 Jahren präsent war, wie es dies bis heute geblieben ist und auch vor Steiners Zeit schon lange Zeit gewesen ist. Es lohnt sich absolut, auch weiterhin, z. B. in Form dieses Baumtagebuchs, den Bäumen, ihrer symbolischen Kraft und ästhetischen Ausstrahlung auf die Spur zu gehen und die damit zusammenhängenden Erkenntnisse immer noch weiterzuentwickeln.