Jenseits der Krisenkommunikation

Der Juni geht mit einem extrem schwül-warmen Tag zu Ende. Es scheint so, als ob die Bäume sich über das Wetter gar nicht so sehr freuen. Als ob es ihnen schon zu viel geworden wäre. Und auch bei den Bienen ist die Laune angesichts der Schwüle nicht gerade überschwänglich. Jedenfalls bin ich da von den Vorjahren andere Verläufe gewohnt. Eben alles etwas ungewöhnlich, so wie ja auch auf wirtschaftlichem Gebiet die Dinge aus dem Ruder zu laufen scheinen. Wo soll das noch hinführen. Ich versuche durch die Beschäftigung mit zeitlosen Themen einen klaren Kopf zu bewahren. Kann ich doch nicht erkennen, dass die Fixierung auf Krisenkommunikation wirkliche Fortschritte bringt. Es muss Menschen geben, die gerade angesichts der globalen Ratlosigkeit an den Dingen festhalten, die ihnen wichtig sind. Auch wenn sie auf den ersten Blick nicht gewinnbringend scheinen. Die Dinge können sich so schnell wandeln und nach der Wandlung in völlig verändertem Licht dastehen. Wenn wir eines aus diesen Tagen lernen, dann doch das.

Form befördert Inhalt

Das neu entwickelte Zeichen für den Wunschbaumshop verleiht dem ganzen Projekt eine besonders edle Note. Das gefällt mir, da es der Qualität der Produkte einen stimmigen äußeren Darstellungsrahmen verleiht. Ich denke, der Relaunch kann sowohl inhaltlich wie formal spannende und beeindruckende Ergebnisse bringen. Allerdings wird die Arbeit einige Zeit beanspruchen, da es ja letztlich immer parallel zu meinen übrigen Hauptaktivitäten ablaufen muss. Und wie häufig, wenn man Dingen eine neue Form geben möchte, kommt automatisch auch der Inhalt in den Blick. Das Ergebnis dieser inhaltlichen Überarbeitung wird mehr Benutzerfreundlichkeit, Übersichtlichkeit und Klarheit, und gleichzeitig mehr und bessere Information sein. Wenn das die Seite nicht weiter voranbrächte, sollte mich dies sehr wundern.

Sommerlektüre

Ms Sommerlesewut hat mich angesteckt. An solch warmen Sonntagen macht das Lesen Spaß, zumal allzu großer körperlicher Aktionismus eher Mühe machen würde. So habe ich eines meiner zahlreichen Lektürevorhaben ,,in Warteschleife” wieder hervorgeholt: Jane Giffords ,,Die Magie der Bäume. Legenden und Mythen der Kelten”. Gar nicht so schlecht, dieser Band, da er – ganz unabhängig von der Glaubwürdigkeit und historischen Belegbarkeit der Aussagen – jede Menge mir bisher unbekannte symbolische Bezüge zu einzelnen Baumarten herstellt. Wollte man den vielen Spuren weiter folgen, was sicher spannend wäre, könnte das ins Uferlose ausarten. So greife ich nur bestimmte Informationen auf, notiere sie mir, und hoffe, sie eines Tages kreativ verarbeiten zu können. So habe ich aus der Besprechung der Stechpalme gleich zwei Ideen für Themen-Armbänder abgeleitet: Die Wunschbaum-Kombinationen ,,Eiche & Stechpalme” sowie ,,Stechpalme & Efeu”. Erstere zur Symbolisierung der ersten vs. zweiten Jahreshälfte (Eiche steht für die länger werdenden, Stechpalme für die kürzer werdenden Tage), letztere zur zeichenhaften Darstellung des männlichen (Stechpalme) und weiblichen Prinzips (Efeu). Die Hinweise auf die Ableitungen aus keltischer und historisch vorgängiger Mythologie sind spannend. Vieles davon kann ich im Übrigen mit meiner eigenen Wahrnehmung und meinem eigenen Erleben der jeweiligen Arten nachvollziehen und aus eigener Erfahrung bestätigen. Auch deshalb ist für mich der Wert solcher Bücher nicht allein aus deren mehr oder weniger wissenschaftlichem Hintergrund zu bemessen. Es geht vielmehr um die kommunikative Nutzbarkeit der Informationen.

Gartenarbeit und Efeu

Mit meinem Seitenentwurf bin ich wieder ein kleines Stück weiter gekommen. Am Nachmittag sind wir dann doch zur Gartenarbeit übergegangen, vielmehr hat M. damit begonnen, und ich habe mich ihr angeschlossen. Den Schwerpunkt habe ich wieder einmal auf die Efeuhecken gelegt. Um die Grotte herum, und entlang der Einfahrtmauer hat der Efeu bei diesem fruchtbaren Klima wieder jede Menge neue Triebe ausgebildet, die teilweise wild hervorstanden und die Hecke zu dicht werden ließen. Am Ende kamen mehrer Säcke Material zusammen. Unglaublich, wie wuchsfreudig diese Art ist. Und offensichtlich fühlt sie sich bei uns auch sehr wohl. Mir gefällt das, denn Efeu hat auf mich schon seit vielen Jahren großen Endruck gemacht. Das zügellose Wachstum, die Unempfindlichkeit, die schönen Blüten und Früchte, die Form der Blätter, die Fähigkeit, sich mittels Haftwurzeln überall festzuklammern, das Streben sich empor zuranken. Das Geheimnisvolle rund um diese Pflanze herum. Ein wenig wundert es mich, dass noch niemand Interesse an einem Efeu-Wunschbaumarmband gezeigt hat. Wo doch so viel Symbolik am Efeu hängt. Na ja, ich will den Shop ohnehin jetzt attraktiver und noch übersichtlicher gestalten, und vielleicht finden die Menschen dann auch zu diesen eher exotischen Produkten.

Kontinuität ist mir lieber

So kurz nach dem kalendarischen Sommeranfang konnten wir heute den ersten echten Sommertag erleben. Mit ungewohnter Hitze, besonders wenn man im Auto unterwegs war, drückender Schwüle und einer latenten und gegen Abend offensichtlicher werdenden Gewitterneigung. Neben dem kurzen Abstecher nach L. hatte ich noch ein weiteres Highlight: Anders als vor Tagen noch erwartet, kann ich nun doch eine fotolia-Abrechnung für Juni vornehmen. Darauf zu verzichten, hätte mir nicht gefallen, wo ich doch die monatliche Kontinuität, wenn auch in unterschiedlicher Höhe, nicht gern unterbrochen sehe. Nun habe ich also die Credit-Grenze doch noch erreicht und hoffe auf eine bessere Entwicklung während der kommenden vier Wochen. Mal sehen, vielleicht werde ich morgen einmal wieder in eigener Armband-Sache aktiv: 3 Stäbe liegen zur Bearbeitung bereit: Buchsbaum, Wacholder und Birke. Aus dem Buchsbaum könnte ein Band für W. werden, den Wacholder dagegen reserviere ich für mich selber. Das wären zwei weitere neue Arten für mein Repertoire. Abgesehen davon freue ich mich auf die weitere Arbeit am Shop-Relaunch. Mit einigen kleinen Detailarbeiten bin ich heute wieder ein Stück weiter gekommen. Das ist nun eine Gelegenheit, meine neuen Erkenntnisse, insbesondere mit fortgeschrittenen CSS-Techniken am konkreten Beispiel anzuwenden. Das verspricht spannend zu werden.

Endlich: Der Wunschbaumshop wird neu gestaltet

Es ist schön, dass ich es endlich geschafft habe, den Relaunch des Wunschbaumshops anzugehen. Das Projekt hatte ich lange Zeit vor mich hingeschoben, wohl wissend, dass es einen ganzen Schwanz von Überarbeitungen mit sich bringen wird: Re-Design, Textoptimierung, Neugliederung, Ergänzung, Neuprogrammierung, Funktionserweiterung. Diesmal beginne ich mit dem Design, für das ich bereits eine ganz gute Basis, aufbauend auf einem sehr strengen Grundraster, gefunden habe. Jetzt gilt es, das auszufeilen und mit einer veränderten Inhaltsgliederung zu einer schlüssigen Einheit zu verbinden. Bestimmte Elemente werden aber gleich bleiben, da sie sich für alle Wunschaum-Projekte bewährt haben. Dazu gehören etwa der dunkle Background und die negativ-helle Schrift sowie die leuchtenden Rahmenlinien. Das möchte ich nicht verändern. Aber drumherum gibt’s jede Menge umzumodellieren. Und da jetzt der Anfang gemacht ist, freue ich mich richtig darauf.

Kann man dem Hundertjährigen Kalender trauen?

Trotz des geradezu idealen Klimas, viel Feuchtigkeit und hohe Temperaturen, tun sich die Feigen dieses Jahr extrem schwer. Gerade so, als ob sie sich nicht trauen würden Auch unsere kleinen Gleditschien-Bäumchen wachsen nur sehr zögerlich. Offenbar sind bestimmte Arten auf mehr Konstanz, anhaltende Gleichmäßigkeit bei Sonne, Wärme und Niederschlägen angewiesen. Aber wenn man dem Hundertjährigen Kalender Glauben schenken darf, müsste es ein sehr guter Sommer werden. So ist die Hoffnung noch nicht ganz begraben. Ich bin froh, dass ich endlich die angestauten Armband-Abbildungen bearbeiten und alle in jüngster Zeit realisierten neuen Kombinationen im Wunschbaumshop abbilden konnte. Damit ist eine stattliche Sammlung zusammen gekommen, vor allem im Bereich der Partner-Armbänder, deren Beliebtheit seit letztem Jahr zugenommen hat. Ich freue mich besonders um Rückmeldungen und sonstige Reaktionen der Träger. Bei einigen sind die Armbänder zum festen Bestandteil ihres Lebens geworden. Einfach schön zu wissen, dass sie eine solche Wirkung entfalten.

Attraktive Kombinationen heller Hölzer

Da haben sich in den letzten Monaten jede Menge Fotos meiner jüngsten Armbandkreationen angesammelt. Kombinationen, die ich bisher noch nicht realisiert hatte. Nun komme ich endlich dazu, das Material freizustellen, zu bearbeiten und die Beispielsammlung möglicher Baum- bzw. Holzkombinationen zu erweitern. Die ist schon ziemlich umfangreich, gerade im Bereich der Partner-Armbänder. Sehr ungewöhnliche Zusammenstellungen sind dabei, z. B. die allerneueste: Hasel und Ahorn. Die liegen farblich so nahe beieinander, dass man erste bei guten Licht und genauem Hinsehen, die alternierende Anordnung erkennt. Dann aber entfaltet sie einen sehr feinen Reiz, der gerade von dieser optischen Nähe zueinander herrührt. Gerade aus der Wahrnehmung der oberflächlichen Ähnlichkeit heraus richtet sich der Blick auf die Unterschiede, die bei genauem Hinsehen deutlich werden: Der Ahorn ist gelblicher und zeigt eine schimmernde, fast kristallin wirkende Oberfläche. Haselholz dagegen hat eine beige-weißliche Farbe und eine eher stumpf, das Licht absorbierende Erscheinung. Zusammen wirken sie sehr frisch, hell und an die Sonne und das Licht erinnernd. Ich bin sicher, die österreichischen Träger werden viel Freude damit haben. Überhaupt sind die hellen Hölzer am attraktivsten. Das sieht M. genauso.

amazon-Link

Schön, dass es neuerdings die Möglichkeit gibt, im amazon-Rezensentenprofil eine Webadresse anzugeben. So ist wunschbaum.de ein Stück weiter ins WWW eingewoben. Und tatsächlich erscheint ja ein Link auf meine amazon-Rezensionen an einer der ersten Trefferstellen bei der Suche nach meinem Namen. Aufgefallen ist mir, dass die Rezensionen von Mal zu Mal umfangreicher ausfallen. Diesmal war ich mit der Besprechung des Barons auf den Bäumen eindeutig über der empfohlenen Obergrenze von 300 Wörtern angekommen. Dennoch finde ich diese etwas ausführlicheren Betrachtungen einfach besser. Ich gehe dann immer von mir selber aus, wenn mir die Durchsicht der verschiedenen Meinungen nicht wirklich etwas nutzt, da die Leute häufig im Unbestimmten stecken bleiben. Vor allem kann man den Inhalt oft nur erahnen. Ich selber bemühe mich deshalb, immer auch eine Inhaltsbeschreibung mit einzubauen. So ist der Nutzen des Beitrags für einen potentiellen Leseinteressenten größer.

Sommeranfang einmal anders

So wie das ganze erste Halbjahr fiel auch dieser Sommeranfang aus: ziemlich durchwachsen. Ich habe es immerhin geschafft, die Lektüre von Italo Calvinos ,,Der Baron auf den Bäumen” abzuschließen, nach zweijähriger Unterbrechung. Die Rezension für amazon ist auch schon fertig:

coverItalo Calvino gelingt mit “Der Baron auf den Bäumen” ein überaus unterhaltsamer Roman, der den Leser in eine phantastische Parallelwelt auf die Wipfel der Bäume entführt. Irgendwo zwischen Märchen, Abenteuergeschichte, Historienroman, philosophischer Betrachtung, Naturbeobachtung und Lovestory angesiedelt erzählt er das Leben von Cosimo, des 12jährigen Erben aus dem adligen Hause Piovasco di Rondò. Aus Anlass einer Familienstreitigkeit, der Tyrannei des Vaters und der Boshaftigkeit seiner älteren Schwester überdrüssig, erhebt er sich am 15. Juni 1767 vom familiären Mittagsmahl, um eine Steineiche am Wohnhaus zu erklettern. Was die Familie für eine kurzfristige Trotzreaktion hält, ist für Cosimo der Beginn seines Lebens auf den Bäumen des (offensichtlich in Norditalien gelegenen) fiktiven Ortes Ombrosa und seiner Umgegend. Tatsächlich steigt er Zeit seines Lebens nicht mehr zur Erde hinab, selbst seinen Tod findet er mit mehr als 65 Jahren am Ankerseil einer Montgolfiere schwebend über dem offenen Meer. Cosimo lebt, arbeitet, lernt und liebt nur noch auf den Bäumen seiner dicht bewaldeten Heimat. Dabei entwickelt er unglaubliche Techniken, um von einem Baum auf den anderen zu wechseln und sich auf diese Art innerhalb eines weiten Gebietes zu bewegen. Als bald auch von seinen Mitmenschen respektierter und geschätzter “Baum-Mensch” wird er dennoch nicht zum Einsiedler, sondern sucht immer wieder den Kontakt, tauscht sich aus, berichtet u. a. seinem jüngeren Bruder (der im Roman als Erzähler seiner Geschichte auftritt) von seiner Welt und setzt seine Studien der Literatur, klassischen Philologie, Geschichte und Philosophie mit Hilfe seines früheren Lehrers fort. Später führt er einen regen Schriftverkehr mit den großen Philosophen seiner Zeit, schließt sich revolutionären politischen Gruppierungen und begegnet im vorgerückten Alter sogar Napoleon. Vor allem erlebt er allerlei Abenteuer, zu den auch seine amourösen Ausflüge und die langjährige Beziehung zur Marchesa Viola gehören. Diese hatte er während seiner ersten Baumtage im Garten der Nachbarn kennen gelernt, bevor er in späteren Jahren endlich mit ihr zusammenkommt – nur eine vorübergehende Station seines bewegten Lebens im Wipfel der Bäume. Vielleicht ist es die verblüffende Konsequenz seiner Lebensweise, die dem Leser die Hauptfigur so sympathisch macht. Sicher sind aber die Vielschichtigkeit der Geschichte und ihre unbestimmte Symbolik Gründe, dass man sich rasch in die Welt Cosimos hineingezogen fühlt und mit ihm die ungeheuere Freiheit im Zusammenleben mit den verschiedensten Baumarten und den in ihnen lebenden Tieren erfährt. Es ist die Freiheit desjenigen, der den Mut hat, seinem Leben einen selbst bestimmten Rahmen zu verleihen, eine komplett andere Perspektive einzunehmen – und den Einschränkungen und Herausforderungen zu begegnen, die sich daraus für das soziale Zusammenleben, die eigene Entwicklung und den Aktionsradius ergeben. Eine fesselnde Lektüre, die den Leser nach einem phantastischen Ausflug in die Baumwipfel mit einem Schmunzeln wieder auf dem Erdboden absetzt. Denn eine Utopie war in der Sprache Wirklichkeit geworden und hatte den Erlebnisraum in ungeahnter Form erweitert.

Beobachtung und subjektive Befindlichkeit

Die Gleditschien am Parkplatz der Klinik erschienen mir heute ganz unvertraut. Ich hatte sie von den Vorjahren ganz anders, irgendwie größer und ausladender in Erinnerung. Auch glaubte ich mich erinnern zu können, dass sie um diese Jahreszeit bereits Früchte trugen. Tatsächlich aber scheinen sie gerade erste ihre Blätter auszubreiten und sich neu zu entwickeln. Seltsam, so geht es mir nicht nur in Bezug auf bestimmte Baumarten. Auch Landschaftsabschnitte, die ich häufiger besuche, können zu unterschiedlichen (Jahres)zeiten komplett unterschiedlich wirken. Schwer zu sagen, wie viel davon auf objektive Differenzen und Beobachtung zurückzuführen ist. Und wie viel mit der momentanen seelischen, psychischen und körperlichen Verfassung zusammenhängt. Jeder Spaziergang, jede Begegnung mit den Baumwesen meiner Lebenswelt ist auf alle Fälle ein unvergleichliches Erlebnis. Und in der Zusammenschau dieser Erlebnisse, sofern so etwas überhaupt möglich ist, in der Zusammenschau mag sich so etwas wie das Wesen dieser Baumindividuen und Landschaftenn abzeichnen.

Kontinuität handwerklicher Arbeit

Die handwerkliche Arbeit hat seit einigen Monaten Kontinuität erlangt. Das ist gut, besonders im Sommer, da sie einen guten Ausgleich zur Schreibtischarbeit darstellt. Und so freue ich mich, morgen das aktuelle Armband-Set in der ungewöhnlichen Kombination ,,Ahorn-Hasel” fertig zu stellen. Es fehlt nur noch die Kantenarbeit an einem Armband. Ich hoffe, nach dem Ölbad wird die Differenz der Arten deutlicher hervortreten als dies in unbehandeltem Zustand der Fall ist. Beides sind harte Hölzer, beide sind hell und beide tragen keine sehr auffällige Zeichnung. Das könnte bei der alternierenden Anordnung leicht undekorativ und kontrastarm wirken. Aber manchmal erhält die Holzfarbe durch das Öl auch in etwas ungeahnt Intensives. Und dann kann es plötzlich ganz anders wirken. Einmal abgesehen davon: Es geht natürlich um die Verbindung zweier Charakterspiegelungen. Und wenn sie nahe beieinander liegen, warum sollten sie dann in dieser symbolischen Form nicht analog abgebildet sein? Ich hoffe, die beiden Partner werden ihre Freude daran haben.

Harte Hölzer

Die handwerkliche Arbeit am Nachmittag war ziemlich mühsam. Das lag wohl an der schwül-warmen Witterung, vielleicht aber auch an der Härte der beiden verarbeiteten Hölzer (Ahorn und Hasel), die aufgrund dieser Eigenschaft nicht ganz einfach zu bearbeiten sind. Na ja, beim nächsten Mal gleicht sich das mit weniger widerständigen Holzarten aus. Letztendlich zählt das Ergebnis, und spätestens wenn die Kanten abgeschliffen sind, denke ich nicht mehr an die Mühen vorangegangener Arbeitsschritte. Mal sehen, wie weit ich morgen mit den Partner-Armbändern komme. Dann könnte ich fürs Wochenende eventuell andere Projekte ins Auge fassen. Wenn es ohnehin wieder kühler werden soll, und das Arbeiten im Freien nicht ganz so angenehm ist: Insbesondere, wenn’s um Holz geht, ist Sonne einfach der beste Motivator.

Meine Baum-Vektoren bei fotolia

Es hat jetzt Monate gedauert, bis man bei fotolia in der Lage war, mir mitzuteilen, dass eine nachträgliche Anpassung der preview-Bilder bei Vektorgrafiken nicht möglich ist. Die waren nämlich alle pixelig, was gerade bei randglatten Vektoren natürlich einen völlig falschen Eindruck nach sich zieht. Bei den verschiedenen Anfragen hat man mich immer wieder darauf hingewiesen, dass das System gerade umgestellt wird und mich um Geduld gebeten. Nun heißt es, dass das nicht möglich sei und ich alle Grafiken mit Vorschau-jpgs erneut hochladen müsse. War wieder eine Heidenarbeit, scheint aber funktioniert zu haben. Nur sind jetzt alle Grafiken doppelt vorhanden. Also ist erneutes Nachhaken angesagt. Ich denke, dass die Baumbilder, insbesondere das zweilappige Ginkgoblatt und die Baumarten-Grafiken, nun größere Chancen haben werden. Ich bin mal gespannt, wie sich das entwickelt.

Wechselhaftes

Seit Tagen hatte ich heute Mittag erstmals wieder Gelegenheit zu einem Spaziergang, da es gerade einmal nicht regnete. Und am Abend sind die Temperaturen so stark angestiegen, dass das sommerliche Feeling der vergangenen Wochen schnell wieder aufkommt. Ein starkes Auf und Ab eben, so ähnlich wie im Vorjahr, nur dass es insgesamt im Durchschnitt wärmer scheint. Ich rechne mit einem üppigen Wachstum der Bäume bei solchen Verhältnissen. Und mit einer reichen Fruchternte. Trotz der Üppigkeit aber zeigt sich die Vegetation derzeit unauffällig, eben grün. Die Früchte setzen noch keine Farbakzente. Ich habe das eher indirekt bemerkt, da sich während der Spaziergänge keine wirklich guten Motive finden. Aber das wird sich in wenigen Wochen schon wieder ändern.

Beständige Arbeit an Networking-Projekten

Brrrr, war das scheußlich heute. Ich hoffe, der Sommer kehrt bald wieder zurück. An solchen Tagen bin ich geneigt, die eigenen Erzeugnisse auf den Prüfstand zu stellen. Bei den älteren Webprojekten macht sich da inzwischen eine ausgeprägte Unzufriedenheit breit, die mich dazu drängt, verschiedene Relaunches zu wagen. Das Problem: Da setze ich natürlich eine Lawine in Gang, die extrem zeitintensiv sein dürfte. wunschbaum.de, wunschbaum.com und baumtagebuch bedürften dringend einer technischen Neuauflage, die das Ganze auf eine saubere CSS-Basis stellt. Leider sind das, besonders wunschbaum.de sehr umfangreiche Seiten, der Formatierungsaufwand entsprechend hoch. Mal sehen, ob ich das neben allem anderen schaffe. Es wäre zumindest eine Gelegenheit, auch inhaltlich und optisch gewisse Aktualisierungen vorzunehmen.

Aus der Feigenernte könnte noch etwas werden

An den Blattwurzeln des Feigenbaums zeigen sich bereits ganz kleine Verdickungen. Das sind die späteren Feigen. Es kommt jetzt darauf an, dass dieses schön warme Sommerklima möglichst konstant und vor allem lange andauert. Dann könnte es anders als im letzten Jahr, doch noch etwas werden mit der diesjährigen Feigenernte. Ich denke, das kräftige Zurückschneiden im Frühjahr hat dem Baum schon zu schaffen gemacht. Er brauchte einfach länger, um neue Asttriebe auszubilden und wieder in Form zu wachsen. Jetzt aber ist er soweit und hat auch schon große Blätter ausgebreitet, die ab sofort jede Menge Sonnenlicht einfangen und in die Süße der späteren Früchte investieren können. Es wäre schon, wenn wir, wie im vorletzten Jahr, ab August etwa täglich mehrere Früchte ernten könnten. Allein das Ritual macht Freude, auch wenn außer M. kaum einer die Feigen wirklich isst. Es ist wohl die Faszination eines kleinen Stücks Selbstversorgung, die dieses Ritual so reizvoll macht.

Begegnung mit der Libanonzeder in der ältesten Stadt Deutschlands

Die mächtige Libanonzeder am Rand der Innenstadt ist bei jedem Besuch in T. einer der ersten Eindrücke. Man kann sich ihr nicht nähern, da sie auf einem eingezäunten Privatgrundstück verwurzelt ist. Aber gerade diese Distanz und die schon aus der Distanz wahrnehmbare Mächtigkeit sind beeindruckend. Das liegt wohl auch daran, dass dieser Art hierzulande etwas Exotisches anhaftet. Ansonsten war der Ausflug bei so schönem Wetter die willkommene Abwechslung, die ich aus Erfahrung erwartet hatte. Anders als sonst war der Besuch in der dem Priesterseminar eigenen Kirche mitten im Stadtzentrum. Dieser Besuch hat die beiden Teile des Stadtbesuchs unterbrochen und uns beiden Gelegenheit gegeben, in ruhiger Kühle einmal vom Trubel des Stadtlebens Abstand zu nehmen. Eine sehr schöne Kirche, die in mancher Hinsicht an unsere Dorfkirche erinnert, auch ein gotischer Grundaufbau. Aber trotz eines Chorgestühls doch nicht ganz so prächtig und barock ausgestaltet wie die unsrige. Schön aber, dass wir auf die Art wenigstens ein mit der historischen Aura dieser vorgeblich ältesten Stadt Deutschland in Berührung gekommen sind.

Reizvolle Ausflüge

Nun steht uns ein Sommerwochenende bevor, eine Woche vor dem meteorologischen Sommeranfang. Zum ersten Mal seit Wochen habe ich den Tag nicht für Holzarbeiten verplant. So kann ich mit M. endlich den länger geplanten Ausflug nach T. machen, auf den wir uns so 2-3 Mal im Jahr freuen. Und bei schönem Wetter ist der Aufenthalt dort besonders angenehm. Einmal abgesehen davon, dass man dabei immer interessante Beobachtungen an Touristen und Einheimischen vornehmen kann. Für M. ist es zudem einfach eine Gelegenheit, ihrem Arbeitsalltag zu entfliehen und zumindest einen kleinen Ersatz für ansonsten nicht stattfindenden Urlaub zu haben. Und auch ich freue mich, einmal etwas anderes zu sehen und die Gedanken in ungewohnte Richtungen zu lenken. Auch der Besuch der gigantischen Buchhandlung dort ist immer wieder anregend. M. diesmal den Dom besuchen. Mal sehen, ob wir dazu kommen. Aber trotz der Abwechslung weiß ich jetzt schon, am Nachmittag ganz froh zu sein, es hinter mir zu haben. Die Lust an solchen Stadtbummeln ist bei mir dann auch schnell gesättigt. Gut also, dass das für uns wohl nie eine Routineaktivität werden wird.

Eine verblüffende Geschichte

,,Der Baron auf den Bäumen” ist wirklich ein ungewöhnliches Buch. Ich bin jetzt an der Stelle, an der ich vor Jahren meine Lektüre unterbrochen hatte, und freue mich schon auf das letzte Drittel des Buches. Da ist alles drin: Genaue Naturbeobachtung, das Baum-Mensch-Verhältnis, das Thema des Aussteigens und des Schaffens eigener Welten, die Weltsicht in Abhängigkeit von den gelebten Erfahrungen, die spannende Abenteuergeschichte, Science Fiktion inmitten einer historisch vorstellbaren Umgebung, eine Liebesgeschichte. Die Geschichte ist einerseits extrem unwahrscheinlich, wenn man bedenkt, dass der Baron ab seinem 12. Lebensjahr sich permanent auf den Bäumen seiner Heimatregion aufhält. Andererseits ist es so plastisch geschrieben, dass während des Lesens die Szene vorstellbar und irgendwie selbstverständlich wird, man gewisse Sympathien der Hauptfigur gegenüber entwickelt. Und ihn vielleicht um seine Unabhängigkeit und verblüffende Konsequenz beneidet. Ich freue mich schon, die amazon-Rezension zu schreiben.

Kommunikationen in Gang setzen

In puncto Armbandproduktion und handwerklicher Arbeit am Holz waren die letzten 4 Wochen sicherlich die intensivsten, welche ich in den 7 Jahren Wunschbaumshop bisher erlebt habe. Es liegt wohl am Frühling und der Aussicht auf einen wohltemperierten Sommer, dass die Menschen sich stärker mit den Bäumen und der Natur überhaupt beschäftigen. Da ist der Wunsch nach einem Identifikationsstück, das man täglich mit sich tragen kann, stärker als sonst. Natürlich freue ich mich darüber, zumal ich weiß, dass die symbolischen Analogien, die Sorgfalt bei der Herstellung und die hervorragende Qualität die Armbänder zu etwas ganz Persönlichem machen, das man über Jahre tragen kann. Obwohl es Holz ist und man bei diesem natürlichen Werkstoff zunächst an Vergänglichkeit denken mag. Was sie darstellen und vermitteln, ist aber gerade das Gegenteil: Das Leben und lebendige Verwandtschaft zwischen Bäumen und Menschen. Die gemeinsamen Umweltbedingungen und die symbolischen Parallelen, anhand derer Menschen Verwandtschaften mit Bäumen erkennen und sich Mensch-Baum-Analogien sehr schön für Charakterstudien nutzen lassen. Das ist es, worum es wirklich geht: Kommunikationen in Gang zu setzen, die ohne dieses handwerkliche Produkt so nicht geschehen würden. Das ist mir die nicht unerhebliche Mühe der Herstellung wert.

Der richtige Blick

Immerhin, nach Tagen einmal wieder ein fotolia-Download. Ich dachte schon, die ganze Branche sei eingeschlafen. Und wieder war es die Baumscheibe, die es damit bereits auf 98 Downloads gebracht hat. Solche Motive wünsche ich mir mehrfach. Und tatsächlich sind gerade unter meinen neueren Fotografien einige, die das Zeug dazu haben. Gerade aus dem Bereich der Haushaltsgegenstände, die ich ja als neues Themenfeld entdeckt habe. Unglaublich, wie viel Symbolik in vermeintlich simplen Gegenständen des Alltags stecken kann. Oder wie viel man bei richtiger Inszenierung in sie hineinlegen kann. Beides parallel weiter zu führen, ist mein Programm für die nächste Zeit. So wünsche ich mir den richtigen Blick und das Gespür für die passenden Situationen und Lichtkonstellationen.

Im Grün Energie tanken

Ein Tag fast ganz vor dem Bildschirm. Die Natur begegnet mir an solchen Tagen nur durch das Fenster. Die Blicke zwischendurch nach draußen entlasten die Augen für einen Moment und lassen mich Energie aus dem Grün der Bäume, des Efeus, der Weinreben aufnehmen. Eine wichtige Voraussetzung für durchgängiges Arbeiten. Aber das Wochenende wird diese Kühlphase sicher wieder überwunden sein. Und ich werde, vielleicht durch eine handwerkliche Arbeit mit Holz, vielleicht auch mit Spaziergängen und Fotografieren in der Landschaft, meinem Lieblingsthema Nr. 1 wieder näher sein. Auch freue ich mich zu dieser Jahreszeit auf ruhige Lektürestunden, vor allem auf den ,,Baron auf den Bäumen”, den ich mit Spannung auf seinen Streifzügen in sein sonderbares und faszinierendes Baumleben begleite.

Die Honigsaison wird kürzer

Die Abendstunden sind zurzeit die schönsten. Wenn die ungemütlichen Regenschauern bei kühlen Tagestemperaturen sich verzogen haben und der Wind nicht mehr ganz so heftig weht, machen die Spaziergänge am Flussdamm große Freude. Die Natur hat dieses Intermezzo positiv aufgenommen, Flüssigkeitsreserven angelegt und sich für den nächsten Wachstumsschub gerüstet. Bei den Bäumen dominiert das Grün, nachdem die Blüten bei vielen Bäumen bereits vergangen und bei anderen noch nicht hervorgetreten sind. V. sagt, die Brombeersträucher seien in voller Blüte, aber bisher ist mir noch keiner begegnet. Bald werden auch die Esskastanien so weit sein. In dem wärmebegünstigten Stadtpark habe ich schon die ersten Blütenstände entdeckt. Schon in voller Länge ausgebildet, aber sie haben sich noch nicht geöffnet. Derzeit also noch keine Chance für die Bienen. Aber in 1-2 Wochen werden sie dann parallel zu den Brombeeren blühen und die Bienen dann den berühmten ,,Brombeere mit Kastanie”-Honig nach Hause bringen. Hoffentlich legen sie noch mal richtig nach, denn danach ist die Saison auch schon wieder beendet. Schon wieder früher als in den Vorjahren. M. meinte heue auf dem Weg ins Wahllokal auch, dass ihrem Eindruck nach die Blütenzeit nicht mehr so lange ausgedehnt ist, wie z. B. noch vor 20 Jahren. Meiner Erinnerung nach ging die Honigsaison damals bis in den August. Davon kann jetzt aber keine Rede mehr sein.

Reminiszenz an die Ursprünge des Baumtagebuchs

Langsam macht sich die viele Übung positiv bemerkbar. So rasch wie heute habe ich die Kanten der Perlen noch nie geglättet. Natürlich war es bei vier Armbändern (Bergahorn, Pappel, Ulme, Zürgelbaum) immer noch eine Mammutaufgabe, aber ich war noch rechtzeitig fertig, um mit M. den Abstecher zur Ausstellung in S. zu machen. Und das hat sich wirklich wieder gelohnt, wegen der vielen kleinen Dinge, die man dort immer wieder neu entdecken kann. Manches davon ist erschwinglich, so dass wir einige Trophäen mitnehmen konnten. Das werden vor allem Geschenke zu Weihnachten oder Geburtstag. Einiges aber wird auch im eigenen Gebrauch verbleiben und uns einfach erfreuen. Dekorationsgegenstände eben, die man aber sonstwo nicht oder erst im zeitlichen Abstand findet. Allein der Aufenthalt und Rundgang dort ist ein ästhetisches Erlebnis, das sich in sprachlicher Form nur schlecht wiedergeben lässt. Dabei fällt mir ein: Mein allererster Eintrag in diesem Baumtagebuch am 20.11.2004 mit dem Titel ,,Beginn der Weihnachtszeit” entstand u. a. auch aus Anlass unseres damaligen Besuchs der Weihnachtsausstellung im Blumenhaus W.. Manchmal benötigt man eben anregende Anlässe, um Neues auszuprobieren. Ich finde es schön, dass daraus nun schon mehr als viereinhalb Jahre Baumtagebuch geworden sind, ohne einen einzigen Tag dabei ausgelassen zu haben. Im November werde ich das 5-jährige ,,Jubiläum” feiern können.

Wenig Obst in diesem Jahr

Wieder so ein Mammut-Handwerksarbeitstag. Immerhin sind alle Perlen für die 4 Armbänder so weit vorbereitet, dass nur noch das Kantenglätten für die kleinen Perlen ansteht. Auch wieder ein Projekt für einen 2/3 Tag. Ich hoffe, dass ich es morgen dennoch einrichten kann, Ms Wunsch zu erfüllen, am Nachmittag einen Abstecher zu der Rosentage-Ausstellung im Blumenhaus W. zu machen. So viel Abweichung vom vorprogrammierten Arbeitstag muss einfach sein. Die einzige Unterbrechung heute: Eine Art Telefonlehrgang zur Anpassung und Handhabung eines Formmailers. Ein Modul, das mir sicherlich noch bei verschiedenen html-Projekten von Nutzen sein wird. V. halb bedauernde, halb erleichterte Erzählung von der in diesem Jahr wohl sehr dürftigen ausfallenden Obsternte, wurde von M. und mir eher erfreulich eingeschätzt. Wenigstens ein langjähriges Konfliktthema wenn auch nicht vom Tisch, so doch auf natürliche Art entschärft. Dabei geht es natürlich nicht um die Obstbäume selber, sondern um die für uns unverständlichen Anwandlungen landwirtschaftlicher Übertreibung, zu der V. eben schon immer neigt. Vielleicht verhilft das ja auch ihm schrittweise zu einer vernünftigeren Einstellung in diesen Dingen.

Die Krise verarbeiten

Zurzeit scheint mir alles wie im Stillstand befindlich. Diesen Eindruck teile ich mit den meisten Menschen in meinem Umfeld. Als ob sich keiner mehr traut, irgendein Projekt anzugehen. Als ob die Angst vor der ,,Krise” sich in den Menschen tief festgesetzt hat und ihre Aktivität im Außen blockiert. Dabei könnte der angenehm temperierte Sommer uns doch beflügeln. Doch selbst die vitalisierenden biologischen Wirkungen eines als angenehm empfundenen Klimas können hier derzeit nichts Positives bewirken. Die Lösung muss also von innen kommen, aus dem Denken und der Emotion. Und sich dann einen Weg in die Kommunikationen bahnen. Ich denke, dass wird auch bald wieder geschehen. Vorher aber heißt es die Krise zu verarbeiten, Lehren und Schlüsse daraus zu ziehen, die sich gegenwärtig noch keiner richtig vorstellen kann. Aber nur darin kann der Sinn dieser Krise liegen: sie zu erleben und das Ganze von Politik, Wirtschaft und Kultur auf den Prüfstand zu stellen. Die Natur ist der konstante Begleiter und hält sich diplomatisch aus der Diskussion heraus. Sie kann aber als Rückzugssphäre und ,,Basiswelt” den nötigen Reflexionsabstand für den schaffen, der sich traut, neue Wege zu gehen. Sich einmal herausnehmen aus dem Üblichen und bisher Bewährten, das kann uns weiterbringen. Denn anhaltende Stauungen verlangen nach einer Auflösung, notfalls eben mit Hilfe von Mitteln, die wir erst noch entdecken oder neu erfinden müssen. Bei diesen Gedanken fällt mein Blick zur Seite auf die Fensterbank. Dort erblicke ich eine Relikt der Weihnachtszeit: Die Kerze in stilisierter Weihnachtsbaumform, aus weißem Paraffin gegossen und mit einem ornamentalen Muster reliefartig belegt, hat dort überlebt, weil ich sie einfach zeitlos finde. Heute wirkt sie auf mich wie ein Hoffnungssymbol, das von innen heraus leuchtet und seine positive Energie auf mich abstrahlt.

Die Tulpenbäume blühen

Der Stadtpark ist immer wieder Erlebnis und Erholung zugleich. Die kurze Pause wegen Ms Besuch in der Praxis habe ich zu einem kurzen Rundgang genutzt. Zur Saline und zu den vielen mächtigen oder exotischen Bäumen dort. Besonders schön zu dieser Jahreszeit: Die Tulpenbäume, deren Name sich beim Anblick der zahlreichen tropisch anmutenden Blüten von selber erschließt. Leider sind die beiden Exemplare in diesem Parks sehr mächtig. Das macht zwar enorm Eindruck, aber die Blüten sind nur an sehr tief liegenden Ästen richtig zu sehen. Und auch da hängen sie noch zu hoch, um vernünftige Fotoaufnahmen hinzubekommen. Denn der Reiz dieser Blüten ist erst in der Aufsicht vollständig erkennbar, von außen wirken sie nicht ganz so außergewöhnlich. Richtig gelungen ist mir deren Aufnahme deshalb nur vor Jahren, an einem sehr jungen Baum in D.. Schade, aber vielleicht begegne ich irgendwann noch einmal einem erreichbaren Ast und kann einen zweiten Versuch wagen.

Hartnäckigkeit kann lohnen

Mein Foto mit den Würfeln wurde bei fotolia angenommen. Auch eines von jenen, die beim ersten Einreichen abgelehnt wurden. Was mal wieder zeigt, wie unterschiedlich die Auffassungen sein können. Ziemlich sicher war ich mir mit der Makroaufnahme der Platte aus Recycling-Kunststoff, weil ich das für eine sehr schöne Verbildlichung des Recyclinggedankens halte. Aber angeblich passt das nicht mit den Kundenwünschen überein. Ich bin mir im Gegenteil sicher, dass das Resonanz finden würde, und werde es deshalb noch mal einreichen. Hier kann sich Hartnäckigkeit eben doch auszeichnen. Heute Abend bin ich ziemlich geschafft, da die Stäbe für den jüngsten Auftrag doch einige Mühe gemacht haben. Auch waren mir verschiedenen Stäbe für Hauptperlen ausgegangen, so dass ich diesen ebenfalls neu herstellen musste. Und dann noch das Bohren der Ulmenkerne. Aber gut, jetzt liegen die Rohlinge wieder bereit, und die Feinarbeit kann in den nächsten Tagen beginnen. Ich möchte es wieder bis zum Wochenende abschließen, dieser Rhythmus hat sich inzwischen bewährt.

Erster Sommerregen

Dieser Pfingstmontag hat den ersten richtigen Sommerregen beschert. Ein Schauer, der ziemlich kräftig ausfiel, kurz nachdem es sich M. auf der Liege im Garten bequem gemacht hatte. Da half dann auch der zuvor aufgespannte Sonnenschirm nicht mehr. Aber es war ein angenehmer Regen, der die Temperatur nur unmerklich abgekühlt hat und inzwischen schon wieder verschwunden ist. Ich hoffe, die Robinienblüte hat nicht zu viel gelitten, und die Bienen werden diese Woche noch genügend Arbeit vorfinden. Die Lektüre des Buches ,,Der Baron auf den Bäumen” von Italo Calvino, die ich vor ca. 2 Jahren unterbrochen hatte, hat mir am Nachmittag viel Freude gemacht. Vielleicht ist das ja der Beginn eines wunderbaren Lese-Sommers. Für M. jedenfalls habe ich mit 2 richtigen Sommer-Schmökern schon Nachschub bei amazon besorgt. Mal sehen, ob wir eine Neuauflage des Rekordsommers von 2003(?) erfahren. Die Dauerhitze hat damals ganz ungewohnte Eindrücke vermittelt und wurde von uns allen als irgendwie anregend empfunden. Und solches könnte in diesen trüben Zeiten wirklich nicht schaden.