Von einer Familientradition mit wohliger Holzofenwärme

Das war heute wohl einer der lichtärmsten Tage des Jahres. Bei den Erledigungen am Vormittag habe ich die frostige Luft kennengelernt und zum ersten Mal für diesen Herbst die Winterjacke getragen. Da sehnt man sich direkt die Holzofenwärme wieder herbei – nur, dass wir leider keinen funktionierenden Holzofen mehr haben, und auch kein Brennholz mehr. V. und M. werden sich wohl in diesem Jahr nicht mehr entschließen können, doch noch einen neuen Ofen anzuschaffen, der die neuen Feinstaubwerte einhält. Aber vielleicht wird das neue Jahr etwas beim Heizen in Gang setzen, was künftig mehr Beruhigung bringt. Ich fände es grundsätzlich schön, wenn wir an die schon Familientradition zu nennende Erfahrung mit dem winterlichen Holzbrand anknüpfen könnten. Irgendwie fehlt etwas in der kalten Jahreszeit, was wir neben der wohligen Ofenwärme in dem Zusammenhang vermissen dürften.

Neue kreative Experimente im Bereich der Fotografie

Heute wieder weniger Sonne, aber doch eine heimelige Novemberatmosphäre, die mir als Novemberkind ja nicht unsympathisch ist. Ich freue mich auf wieder mehr kreatives Arbeiten, gerade im Bereich der Fotografie, die ich in eigener Sache im Laufe des Jahres vernachlässigt habe. Aber die nahende Winter- und Weihnachtszeit hat mir wieder Anlass gegeben, meine kreativen Erkundungen wieder aufzunehmen und u. a. ältere Erfolgsfotografien mit neuen Mitteln zu optimieren. Dabei habe ich u. a. mit meinem Microstock-Weihnachtsbild Nr. 1, dem weihnachtlichen Gesteck mit brennender weißer Kerze, schon ganz gute Ergebnisse erzielt, die sich irgendwo zwischen digitaler Fotografie und KI-Optimierung eben dieser fotografischen Ergebnisse bewegen. Ein interessanter Ansatz, den ich so noch nicht verfolgt habe, der aber spannende Möglichkeiten zu bieten scheint.

Novemberstimmungen und eine Waldlandschaft im Nebel

Ich bin froh, dass wir die ersten Durchgänge bei der Wintervorbereitung des Gartens schon hinter uns haben. Auch dass die winterharten Pflanzen an die Stelle der Sommerpflanzen getreten sind und wir mit dieser winterlichen Bepflanzung eine gute Wahl getroffen haben. Die ganz großen Mengen an Biomasse, in Form des herbstlichen Laubs der Gartenbäume, die kommen erst noch. Aber der Laubfall, den man gerade in diesen kommenden Wochen bei jedem heftigen Windstoß beobachten kann, was bei Sonnenschein umso eindrucksvoller ist, der gehört ja gerade zu den Highlights der Jahreszeit und zu dem, was uns die Jahreszeit erst begreifbar macht. Ich hoffe, der November bietet dazu noch ausreichend Gelegenheit, d. h. wird nicht allzu novemberlich ausfallen. Die Platzsets, die ich vor einigen Tagen bestellt hatte und die heute ankamen, geben das Romantische dieser typischen Novemberstimmung sehr überzeugend wieder. Sie stellen eine neblige Waldlandschaft dar, die man sich sehr gut im November so vorstellen kann. M. meinte, das Motiv sei so dunkel und erschrecke beim ersten Betrachten. Dunkel ist das Motiv tatsächlich, aber ebenso stimmig und eindrucksvoll, wenn es darum geht, die außen sich abspielende Jahreszeit in bildlicher Form im Alltag zu spiegeln und sie damit ja auch noch bewusster auf die Seele wirken zu lassen.

Sonnenverwöhnter Weißdorn-Herbst

Am Morgen sah es noch nicht danach aus. Aber im Laufe des Vormittags ist die Sonne richtig schön rausgekommen und hat uns einen der seltenen richtig sonnenverwöhnten Allerheiligentage geschenkt. Allzu häufig fiel dieser Feiertag dem dichten Nebel zum Opfer. Ich habe deshalb am Nachmittag die nahe Baumlandschaft besucht und herbstliche Eindrücke vom Weißdorn in Fotografien festgehalten:

Weißdornstrauch mit reifen Früchten im Spätherbst I
Weißdornstrauch mit reifen Früchten im Spätherbst II
Weißdornstrauch mit reifen Früchten im Spätherbst III
Weißdornstrauch mit reifen Früchten im Spätherbst IV

Allerheiligen, Herbstlaub, Wintergarten

Fast den ganzen Tag habe ich heute der Gartenarbeit gewidmet. Und das war auch notwendig, weil gerade so viel anstand, um die Bepflanzung vorm Haus für Allerheiligen vorzubereiten und den zunehmenden Mengen an Herbstlaub der Gartenbäume Herr zu werden. Das Umpflanzen der Sommerblumen hatte ich ja gestern schon gestartet. Heute habe ich das fortgesetzt, Erde von zu viel Wurzelwerk befreit und fehlende Erde durch frische ersetzt. Nachdem alles wieder bereinigt und mit Erde aufgefüllt war, konnte ich die eingekauften Pflanzen stimmig verteilen und einpflanzen. Das war bei dem sonnenreichen Herbstwetter heute eine schöne Arbeit und im Vergleich zu der Vorbereitung wie immer recht schnell abgeschlossen. Natürlich musste anschließend noch alles drumherum gesäubert werden. Scheint gelungen zu sein, denn das erste Lob von einer Nachbarin durften wir schon entgegennehmen. Das bisher schon gefallene Laub und die Schoten der Gleditschien musste ich heute unbedingt auch schon zusammentragen und in der grünen Tonne bzw. einen großen Grünschnittsack einfüllen. Das ist jetzt schon eine große Menge an Biomasse allein von unseren wenigen Gartenbäumen. Und natürlich war das nur der Anfang. Die meisten Blätter müssen erst noch fallen – nur die Gleditschien haben ihre schon vollständig abgeworfen, bei dieser Art hängen nur noch die meisten Fruchtschoten. Ist aber auch kein Wunder. Die feinen Fliederblättchen der Gleditschien hatten ja schon in der Dürrephase des Hochsommers herbstliche Anwandlungen und begannen damals schon zu verfärben und abzufallen. Jetzt, mit den kühleren Herbstnächten folgten die restlichen Blätter recht schnell. Die anderen Bäume, schätze ich, werden in den nächsten 2 Wochen sukzessive ihr Blattwerk abwerfen. Mit jeder Windböe eine Portion mehr.

Eine Art Höhepunkt der Herbstimpression

Das Wetter war toll, und so ist es mir gelungen, M. und V. am Nachmittag doch zu bewegen, mich in den Baumarkt zu begleiten. Mit M. wollte ich die Winterbepflanzung für unsere Pflanzgefäße vorm Haus aussuchen. Und V. spricht schon länger von einer Möglichkeit, das Unkraut in den Fugen des Trottoirs zu beseitigen. Eine gute Gelegenheit, sich die Optionen vor Ort anzusehen. Die Auswahl der Pflanzen lief nicht ganz so wie erwartet. Denn wir waren wohl in diesem Jahr eine Woche zu spät, so dass die winterfesten Blumen, die sonst Tradition haben, überhaupt nicht mehr vorrätig waren. Nun, wir sind auf Alternativen ausgewichen und sind gespannt, wie der Unterschied nun auf uns wirken wird. Vorbereitungen für da Auspflanzen der Sommerblumen habe ich am späten Nachmittag schon getroffen. Morgen will ich das Fortsetzen und dann die Bepflanzung für den Winter fertigstellen. Ich hoffe, M. wird mich dabei begleiten. Bei der kurzen Fahrt in den Markt und zurück ist mir wieder diese irre Herbstlaub-Kulisse entgegengekommen, die mir endgültig den Höhepunkt des Baum- und Blätterherbstes gezeigt hat. Das war heute geradezu ein Musterbeispiel dafür. Es wäre toll, wenn ich den Sonntag nutzen könnte, etwas davon auch in Fotografien festzuhalten.

Idealtypische Eindrücke vom Baumherbst

Noch so ein richtig eindrucksvoller und sehr lichtreicher goldener Oktobertag. So wie wir ihn eigentlich Anfang bis Mitte Oktober erwartet hätten. Da gab es auch Ansätze, aber so typisch wie in diesen Tagen ist das nicht ausgefallen. Ich freue mich sehr über diese Verlängerung des Blätterherbstes. Denn habe ich in Form der leuchtend einem entgegen tretenden Baumkronen heute eigentlich zum ersten Mal richtig wahrgenommen. Auf der Rückfahrt von M. sind mir die in Gelb-Braun-Tönen leuchtenden Kronen der Spitzahornallee ins Auge gefallen, die absolut typisch für unsere Vorstellung vom Baumherbst sind. Ich schätze, jetzt wird der Laubfall verstärkt auch bei unseren Gartenbäumen beginnen. Und das bedeutet viel Arbeit an den Wochenenden, beim Abkehren der Überdachungen, dem Zusammentragen und verstauen des Laubberge, und natürlich mit dem Umpflanzen der letzten Sommerblumen und dem Einpflanzen der winterfähigen Gehölze.

Fast schon goldiger Oktoberausklang in Sicht

Das goldige Oktoberwetter, das für gestern angesagt wurde, hatten wir tatsächlich heute. Und wie man hört, könnte es zum Ausklang des Oktobers noch einige weitere solcher Tage geben. Das ist doch super, für meine Sonnenstundenbilanz und auch für die noch nicht reifen Chilis. Schließlich hoffe ich auf eine noch ordentliche Ernte auch für Carolina Reaper, die immer ganz spät im Jahr überhaupt ausreifen. Und obwohl die drei Pflanzen dieser Art, die ich dieses Jahr kultivieren konnte, sehr groß herausgewachsen sind, wollten die Schoten bis zuletzt einfach nicht reif werden. Ich habe bisher nur wenige kleine bis mittelgroße Schoten abpflücken können, und allzu viele werden wohl nicht mehr folgen. Die aber sollten einigermaßen reifen, mindestens orange werden, damit ich noch ausreichend Samen für die neue Pflanzperiode daraus gewinnen kann. Bei den Gartenbäumen ist die Vegetationsphase jetzt ohnehin schon zum Abschluss gekommen. Die werden in den nächsten Wochen v. a. Thema sein, wenn es ums Zusammentragen des Herbstlaubs geht, das sie abwerfen. Das war schon im Vorjahr enorm und wird diesmal bei den kräftig gewachsenen Gartenbäumen noch üppiger ausfallen. Wäre schön, wenn die Wochenenden für diese Arbeit wenigstens trockenes und sonniges Wetter bereithalten.

Zwischen Gartenherbst und Weihnachtszeit

Na ja, so toll wie angekündigt war dieser möglicherweise letzte goldene Herbsttag dieses Jahres dann doch nicht. Immerhin ist am Nachmittag einmal für kurze Zeit eine wirkliche wärmende und helle Sonnenscheinphase zu beobachten gewesen. Aber ich hoffe, das wird, vielleicht etwas weniger warm, aber doch tendenziell noch einige Tage so anhalten, bis es dann von mir aus vom Novemberwetter abgelöst wird. Dann ist es spätestens an der Zeit, wenn schon in diesem Jahr nicht vor Allerheiligen, die Sommerblumen aus ihren Pflanzgefäßen zu befreien und dort winterharte Arten einzupflanzen. Ich hoffe, wir werden am Wochenende dazu kommen, diese Pflanzen zumindest zu besorgen, um sie dann einige Tage später einzupflanzen. Dann noch einige spätherbstliche Wochen, und die Weihnachtszeit mit all ihrer vegetabilen und christlichen Symbolik kann erneut beginnen. Darauf freue ich mich trotz aller Widrigkeiten und Schwierigkeiten dieses anstrengenden Jahres – und vielleicht gerade deswegen. Natürlich hoffe ich, auch in diesem Jahr wieder einen schönen großen und gleichmäßig gewachsenen Weihnachtsbaum zu finden und in Ruhe schmücken zu können. Aber auch die übrigen Dekorationen und pflanzlichen Schmuckelemente, die wir immer wieder neu arrangieren und z. T. auch erweitern, sind eine schöne Erfahrung. Ich wünsche uns allen, dass wir die Zeit und Ruhe finden und suchen, um das auch weiterhin zu pflegen.

Positive Witterungsanreize im Oktober

Heute noch durchwachsen, mit einigen sonnigen Abschnitten. Und morgen werden wir möglicherweise den letzten wirklich warmen Tag des Herbstes erleben können. Hoffentlich auch mit viel Sonne, denn die Sonnenstundenbilanz dieses Oktobers, die zwischendurch enorm positiv zu werden schien, hat jetzt doch kaum das Vorjahresniveau überschritten. Ich hoffe durch den warmen Tag auf einen positiven Anreiz für das Reifen der noch grünen Chilischoten – und auf bessere Argumente für einen farbenfrohen, leuchtenden Blätterherbst. Etwas Aufmunterung und Motivation, die von der Natur kommt, können wir aktuell alle ganz gut vertragen.

Die andere eindrucksvolle Facette des Herbstes

Ein Ruhetag war dieser Sonntag atmosphärisch schon. Wenn ich auch ziemlich viel vorhatte. Ein bisschen Projektarbeit, Kuchen backen, Geräte entkalken. Aber immerhin bin ich zwischendrin zum Lesen gekommen – ansonsten hätte doch das Kontemplative gefehlt, das ich unbedingt beim Sonntag pflegen will. Den Baumherbst habe ich vor allem durch kurze Gänge durch den Garten und durchs Fenster wahrgenommen. Anders war es bei dem Dauernass mit wenigen sonnigen Abschnitten auch nicht möglich. Aber interessanterweise ist das auch eine eindrucksvolle Facette des Herbstes – wenn die Blätter eben nicht im warmen Herbstlicht leuchten, sondern nass und vollgesogen vor sich hindämmern. Wenn ich aber von den vorhergesagten 21 Grad am Dienstag ausgehe, sollten letzte Zuckungen des goldenen Oktobers am Ende des Monats doch noch hervorscheinen.

Herbstliche Gartenarbeit und Baumrückschnitt

Die Sommerblumen aus den Pflanztrögen und -töpfen vorm Haus auszugraben und durch winterharte Gewächse zu ersetzen, dazu sind wir heute nicht mehr gekommen. M. hätte das gerne gesehen, weil eben Allerheiligen in einer Woche bisher immer diese Arbeit im Vorfeld nahegelegt hat. Aber von dem christlichen Feiertag und seiner Sinnhaftigkeit abgesehen, hat sich das Wetter eben grundlegend gewandelt. Früher war es tatsächlich regelmäßig erwartbar, dass Ende Oktober kaum noch blühende Sommerpflanzen zu sehen waren. Aber inzwischen halten sich deren Blüten eben deutlich länger. Es wäre schon schräg, jetzt die trotz des Schmuddelwetters prächtig blühenden Wandelröschen und all die anderen Blumen schon zu ersetzen. Ich tendiere dazu, noch 1-2 Wochen zu warten, bis mit den ersten echten Nachtfrösten die Blätter und Blüten dieser Blumen ohnehin nicht mehr standhaft sind. Dann ist eigentlich der richtige Zeitpunkt. Ich hoffe aber, wir können die Heidekraut- und Vergissmeinnicht-Pflanzen frühzeitig besorgen und bereitstellen. Dann ist das Um- und Neupflanzen nicht mehr so zeitaufwändig. Unterdessen beschwert sich V. immer öfter über das Herbstlaub der Gleditschie, die unglückseligerweise ihre Äste zum Teil über der Überdachung ausbreitet, wodurch natürlich die abfallenden Blätter dort landen und die Dachrinne sowie das Abflussrohr zeitweise verstopfen. Aber deswegen den Baum zu fällen, der gerade erst so kräftig und schön herausgewachsen ist, scheint mir irre und abwegig. Ich denke, mit dem ordentlichen Rückschnitt im Spätwinter sollte das Problem im neuen Jahr geringer werden. Denn dabei will ich v. a. die tief liegenden und weit ausladenden Äste entfernen, so dass der Baum, ähnlich wie der Walnussbaum einige Meter weiter, mehr Energie ins weitere Höhewachstum stecken kann und dann sich der herbstliche Laubfall hoffentlich stärker zerstreut.

Ein kreativer Erfahrungstag mit Spektrumserweiterung

Ein erfahrungsreicher Arbeitstag war das, an dem ich wieder einmal durch ein Fotoshooting bisher unbekannte Arbeitsumgebungen und Menschen kennenlernen durfte. Das ist herausfordernd und ist immer lehrreich, weil ich in der ungewohnten Situation in der kurzen Zeit das Optimum an verwendbarer Impression in Fotografien umsetzen muss. Das war schon technisch heute nicht einfach, hat aber letztlich zu einer Reihe brauchbarer Ergebnisse geführt, die in der Nachbearbeitung und Optimierung einiges an Zeitaufwand erfordern, um wirklich verwendbar zu werden. Das Interessanteste bleibt für mich die Erfahrung und die damit verbundene Erweiterung meines Erfahrungsspektrums. Am Nachmittag habe ich die Fotos schon weiterverarbeitet und zwischendurch weitere Erntezüge durch den Garten unternommen. Überraschenderweise habe ich zahllose neu gereifte Feigen entdeckt und für M. gepflückt. Damit hatten wir gar nicht mehr gerechnet, da zuletzt kaum noch Früchte ausreifen wollten. Aber im Angesicht des nahenden Winters hat der Baum es sich wohl noch einmal anders überlegt. Auch schier unerschöpflich ist der Walnussbaum, der heute wiederholt Nüsse abgeworfen hat. Jetzt kann V., nachdem er die letzten gerade erst geknackt hatte, gleich wieder weitermachen. Aber gut so, denn so kann ich demnächst eine weitere Charge Studentenfutter anmischen, für das ich gestern erst die restlichen Zutaten besorgt habe.

Gleichklang in geteilter Weihnachtsästhetik

Es sind im Laufe des Oktobers schon erfreulich viele Weihnachtsmotive aus meinen Microstock-Portfolios heruntergeladen worden. Das freut mich vor allem deshalb, weil sonst ja kaum Anzeichen für Bewegung und Zukunftsfreude bei den Kreativen festzustellen ist. Natürlich weil die Wirtschaft schon so lange und inzwischen lähmend eine solche Zuversicht zuverlässig ausgebremst hat. Dass meine Weihnachtsmotive in so prägnanter Krisenzeit dennoch Resonanz finden, und dann noch frühzeitiger als sonst, das ist doch zumindest ein punktuelles Hoffnungszeichen. Schön finde ich auch dass in den letzten Wochen auch Motive aus den letzten 2 Jahren erstmals auf Interesse gestoßen sind, sowohl echte Fotografien als auch KI generierte Illustrationen. Das scheint eine langfristige Tendenz zu sein, dass die Microstock-Motive einen längeren Atem bekommen haben und manchmal erst mit starker Verzögerung an die Oberfläche gespült und wahrgenommen werden. Dazu gehört gerade eine meiner in abstrakter Unschärfe fotografierten weihnachtlichen Impressionen mit einem Ausschnitt des festlich beleuchteten Weihnachtszimmers und dem leuchtenden Weihnachtsbaum im Hintergrund. Aber auch andere, schon einige Jahre alte Weihnachtsmotive mit fotorealistischer Darstellung, die ich immer schon klasse fand, die aber bisher niemand beachten wollte, sind auf einmal zu beliebten Microstock-Kandidaten mutiert. Das ist für mich auch ein Anreiz, meine jährlichen Fotoreihen in der Weihnachtszeit fortzusetzen. Es scheint, dass meine eigene Affinität zur Weihnachtszeit und Weihnachtsästhetik in Form meiner Weihnachtsmotive einen Gleichklang produziert und auch über längere Zeiträume und unabhängig von krisenbedingten Stimmungsschwankungen geteilte Wirkung zeigt.

Persönliches Baumtagebuch von Bernhard Lux: Täglich begegne ich den Bäumen auf vielfältigen Wegen. An ihrem jeweiligen Standort in der Natur, in der Lektüre von Baum- und anderer Literatur, in der alltäglichen Reflexion, der handwerklichen Arbeit und im Gespräch mit der Familie oder Freunden und Kollegen. Es ist mir ein Bedürfnis, diese themenbezogenen Beobachtungen, Interaktionen und Kommunikationen in Form des Baumtagebuchs zu dokumentieren. Seit dem 20. November 2004 habe ich keinen einzigen Tag ausgelassen – ein Zeichen dafür, dass das Baumthema und der Baum als Archetypus tatsächlich im Alltagsleben verankert ist und vielfältige inhaltliche Assoziationen ermöglicht. So mag dieses Baumtagebuch jeden seiner Leser/innen auf die Spur einer je eigenen Beziehung zu den Bäumen führen.