Vom richtigen Zeitpunkt

Ein Gespräch über die wunderlichen klimatischen Schlängelwege dieses Jahres, über das so spät noch mögliche Fruchten mancher Obstbäume, über die sonst nie da gewesene zweite Blüte mancher Sträucher war der entspannende Teil eines Gerichtstermins. Der hatte davon abgesehen aber ohnehin das beste aller erwartbaren Ergebnisse mit sich gebracht. Mit noch nicht ganz feststehendem Ausgang. Dafür aber mit einer Art kommunikativer Wiedergutmachung, einer Art symbolischer Aufhebung verkehrt gelaufener Entscheidungsfolgen. Ich denke, der Zeitpunkt hierfür konnte einen Tag vor Allerheiligen, dieses Tags und der Nacht der Vermischung von Oben und Unten, der besonders dichten Annäherung von Diesseits und Jenseits, nicht besser gewählt sein. Auch wenn es von Seiten der Behörde möglicherweise kein bewusst gewählter Termin war, er ,,fiel“ eben richtig. Ich bin ganz sicher, dass so etwas kein Zufall ist, wie ich immer mehr auch das Unangenehme und Schmerzhafte als sinnhaft und im großen Blick auf die Dinge wohl platziert wahrnehme. Solche Phasen helfen bei der Entwicklung der eigenen Persönlichkeit, dienen vielleicht auch der Korrektur allzu abschweifender Lebenswege.

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