Undeutliche Jahreszeiten

Dauerkälte – Schnee – jetzt ist es der Regen, der die Kette des ungesunden Winters zum Frühlingsanfang komplettiert. Die Bäume schlafen immer noch, sieht man einmal von den Erlen und Haselsträuchern ab, und von den vereinzelten Blütenwundern in den Wohnstuben naturverbundener Menschen. Das kann zweierlei bedeuten: Entweder haben wir künftig keine Jahreszeiten mehr, und das Verwaschene und Undeutliche zieht sich durch das gesamte Jahr. Was wäre das für ein Verlust für die jahreszeitlichen Wahrnehmungen und die daran anschließende Ästhetik unserer Breiten! Oder: Der Frühling kommt umso heftiger, je länger er vom Winter zurückgedrängt wurde. Und womöglich folgt ihm ein ebenso heftiger Sommer. Kein Mensch wagt da eine Prognose, zumal in den vergangenen Jahren die schlauen Überlegungen mancher Wissenschaftler zum längerfristigen Klimawandel und den daraus resultierenden ökologischen Katastrophen sich in dieser Form nicht als stichhaltig und den tatsächlichen Verhältnissen entsprechend entpuppt haben.

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