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Auslaufende Gartensaison

Die Samenkapseln des Wunderbaums vertrocknen jetzt gar nicht mehr an der Pflanze selbst. Dafür ist es jetzt zu kühl und auch schon zu nass. Dabei hält sich die Staude immer noch sehr beständig. So werde ich wohl keine weiteren Samen mehr gewinnen können. Oder vielleicht doch – wenn die abgeschnittenen und ins Warme geholten Fruchtstände bei anhaltender Innenraumwärme doch noch trocknen und sich die Samen so loslösen sollten, wie sie unter natürlichen Umständen draußen während des Spätsommers und Frühherbstes getan haben. Die Rizinusstauden sind dann auch wohl auch die letzten nicht verholzten Pflanzen, die sich im Garten relativ unverändert halten. Die Bäume sind fast alle schon entlaubt, und auch die Chilipflanzen sind so gut wie nicht mehr vorhanden, mit ganz gelblich verfärbtem und schon stark reduziertem Laub. So können wir eigentlich sagen, dass die Gartensaison praktisch abgeschlossen ist und für den Rest des Jahres vor allem von den Vögeln dominiert sein wird, die wir mit dem Vogelhäuschen und den getrockneten Sonnenblumenkernen sowie des Fettknödeln anziehen, die sich aber traditionell auch unabhängig von solchen Reizen ganz gerne bei uns aufhalten.

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Die Aufmerksamkeit auf spezielle Motivfelder

Es freut mich wahnsinnig, dass meine jüngsten Fotografien bisher weitgehend angenommen wurden. Dieses spezielle Sujet mit den Samen des Wunderbaums und den Filz-Hintergründen hätte durchaus auch anders eingeschätzt werden können. Dass ich an diesen sehr speziellen Motiven dran geblieben bin, war insofern richtig. Jetzt bin ich aber gespannt, ob es auch Interessenten für solche Aufnahmen gibt. Möglicherweise könnte der Rizinus als Giftpflanze des Jahres 2018 zumindest bis Jahresende noch größere Aufmerksamkeit genießen. Ich denke, dass er aber auch darüber hinaus als Zierpflanze beliebt bleiben kann. Dass man mit den Samen vorsichtig umgehen sollte, wissen inzwischen wohl auch die meisten, ein Verdienst dieser Auszeichnung. Der Garten und seine Pflanzen werden für den Rest des Jahres nicht mehr so im Fokus stehen. Dafür nehmen die Symbolpflanzen, besonders rund um die Advents- und Weihnachtszeit, einen größeren Raum ein.

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Von der Schönheit des Wunderbaums

Na ja, er ist ja kein Baum, aber der Spitzname gefällt mir so gut. Und schön ist die Staude mit ihren breiten, weit ausldenden Blättern, den skurrilen Blütenständen und den auffälligen Fruchtständen ohnehin. Gefährlich anmutende Berühmheit hat sie in diesem Jahr als Giftplanze des Jahres erhalten. Aber ich finde, sie hat einfach eine imposante Erscheinung und so sehe ich in ihr vor allem eine Zierpflanze, die bis in den November hinein vital ist und immer noch nicht ausgereifte Früchte trägt. Ich habe heute einmal nicht nur die Samen isoliert, sondern diesmal zusammen mit einem der charakteristischen Blätter auf einer Schieferplatte abgebildet.

Blatt und Samen von Ricinus communis
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Wunderbaumsamen

Nun habe ich doch schon einige Samenkerne vom großen Rizinus sammeln können. Die Fruchtstände trocknen partiell ein, das ist dann das Zeichen, dass man sie entnehmen kann. Die noch grünen Kapseln zu entnehmen und die Samen heraus zu pulen ist nicht zielführend, da die dann noch unreif sind und nicht diese marmorierte Schale tragen. Vermutlich sind das später auch Blindgänger, noch nicht wirklich keimfähig. Abgesehen davon muss es aber noch andere Kriterien und Einflussfaktoren geben, die ich noch nicht identifizieren konnte. Einen Grund, warum es so vieler Blindversuche beim Pflanzen bedarf, bis einer erfolgreich ist. Alice wollte sich, als ich dabei war, die getrockneten Fruchtstände zu sammeln, sogleich daran zu schaffen machen. Aber natürlich will ich nicht, dass der arme Vogel noch an den Samen eingeht und habe alles schnell in Sicherheit gebracht. Nun hoffe ich, dass die Wunderbäume im Folgejahr besser entfalten und dass es mehr als nur ein großer werden wird.

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Sturmgefährdeter Wunderbaum

Von den Stürmen der letzten Tage sind wir noch weitgehend verschont geblieben. Aber die heftigen Winde haben auch bei uns im Garten einiges durcheinandergebracht. Natürlich sind wieder einige Sonnenblumen umgestürzt und teilweise abgeknickt. Und außerdem hat es unseren größten Rizinus erwischt. Ich hatte es am Morgen schon vom Fenster aus gesehen und befürchtete von daher das Schlimmste. Näher betrachtet war vom Wind aber nur kräftig umgebogen worden, fast bis zum Boden, ohne dass allerdings der Stängel gebrochen wäre. Um Ähnliches in den nächsten Wochen zu verhindern, habe ich ihn mit kräftigem Draht am Zaun angebunden. So sollte nichts Gravierendes mehr passieren. Die Wunderbäume sind schon anfällig, wenn sie so ausladend und hoch ausgewachsen sind. Immerhin wurden ihre Blätter dieses Jahr nicht vom Hagel beschädigt. Ich bin nun froh, ihn gerettet zu haben und dass wir wohl für die kommende Saison noch genügend Samenkerne aus dem großen Exemplar gewinnen können.

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Die letzten Sonnenblumen

Jetzt habe ich fast alle Sonnenblumen abgeschnitten, und noch eine ganze Reihe von schönen Blüten retten können. Das ist immer ein Blickfang in der Wohnung, zumal sie sich in der Vase zuletzt lange gehalten haben. Aber mit dem Regen werden nun auch die letzten, sehr hohen Exemplare nicht mehr lange durchhalten. Schade, das ist wie eine Markierung des Sommerendes. Immerhin können sich die drei Wunderbäume damit besser enfalten, da sie von keiner Seite mehr eingezwängt werden und genügend Licht erhalten. Von dem größten erhoffe ich mir nämlich noch möglichst viele Samenkerne, was notwendig ist im Hinblick auf die hohe Blindgängerquote. Der Rasen ist auch wieder gemäht, so dass nicht mehr so viel an neuer Gartenarbeit in nächster Zeit anfallen wird. Gut, denn V. plant gewisse handwerkliche Maßnahmen für den Garten, die in der Zeit der bisherigen Gartenarbeit dann zusätzliche Energie erfordern.

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Geduldiger Pflanzerfolg beim Wunderbaum

Es freut mich, dass nun doch Aussicht auf mehr als einen Wunderbaum besteht. Tatsächlich erkenne ich den ersten Keimling in den nachträglich in Pflanzgefäße gesetzten Rizinussamen. Und im Garten ist an einer der Stellen, die ich markiert hatte, nun doch der erste Sämling sichtbar geworden. Damit hatte ich garnicht mehr gerechnet. Das wären zusammen mit dem schon vor zwei Wochen im Pflanztopf groß gewordenen dann mindestens drei Pflanzen. Für den eigenen Garten eigentlich schon genug, wenn man bedenkt, wie groß und ausgedehnt die Stauden werden. Jedenfalls wenn sie sich auch alle drei gut entwickeln können. Vielleicht kann ich auch noch einige bei Gelegenheit J. und W. überlassen. Damit deren Gartenpanorama noch ein Stück abwechslungsreicher ausfällt.

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Säen auf der Fensterbank und im Garten

Die Temperatur stimmt schon mal, jetzt müssen nur noch die Wärme und das Licht kommen. Dann könnte der Frühling auch in der Wahrnehmung präsent sein. Ich denke daran, in dieser wärmer werdenden Woche die ersten Samen in den Garten zu setzen, für einige Sonnenblumenvarianten und für die auch Wunderbäume genannten Rizinusstauden, die erfahrungsgemäß ohnehin etwas mehr Anlaufzeit benötigen und bei denen man nicht wissen kann, wie viele am Ende tatsächlich keimen. Die neuen Pflanzkästen sollte auch in den nächsten Tagen eintreffen, so dass ich auch mit den Fensterbankzüchtungen weiter gehen, sprich sie vereinzeln kann, damit sich die jungen Sämlinge besser entwickeln und jeweils mehr Erde für ihre Wurzelbildung zur Verfügung haben. So weit bin ich mit der diesjährigen Pflanzenzucht recht zufrieden. Ich hoffe, die Aussaat im Garten bringt ähnliche Erfolge.

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Wunderbaumerfahrungen

P. M. sagt, er habe eine ganze Reihe von Wunderbäumen überall im Garten verstreut. Bei uns sind es immerhin drei geworden, deren Same gekeimt hat. Und die bilden, obwohl gleichzeitig gesetzt, eine Treppe: Klein, Mittel, groß. Wahrscheinlich ist die Größe abhängig vom konkreten Standort und der Sonnenlichtexposition. Schön gewachsen sind sie alle drei. Vielleicht ändert sich das Größenverhältnis ja noch im Laufe des Sommers. Wenn P. Ms Exemplare zahlreicher und höher sind, so liegt das einfach daran, dass er sie im Blumentopf vorgezogen hat. Diesen Umweg habe ich nicht gewählt, schon allein, weil ich die Samen erst spät erhalten hatte. Das wäre dann zu umständlich geworden. Aber in diesem Herbst werden wir ja eigene Samen sammeln können, so dass die Option für die nächstjährige Saison offen steht.

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Rizinus Wunderbaum

Ich hatte das mir schon seit Tage vorgenommen, weil mich das Wachstum dieser wunderbaren Pflanze, die wohl deshalb auch „Wunderbaum“ genannte wird, seit dem Keimen des Samenkorns fasziniert hat. Diese riesigen Blätter, die markanten Blütenstände, die lichte Transparenz, das Dramatische in der gesamten Erscheinung der Staude. Diese ist die größte der Drei. Vermutlich ist sie durch den sonnigen Standort begünstigt. Die beiden anderen stehen etwas schattiger und wachsen langsamer, zeigen aber dieselbe schöne Architektur ihrer verschiedenen Bestandteile. Mal sehen, ob sie irgendwann die benachbarten Sonnenblumen an Höhe übertreffen. Sie scheinen es zunächst damit nicht eilig zu haben, folgen ihrem ganz eigenen Plan, in dem die Ausbildung der Individualität als Exemplare ihrer Art und der raumgreifenden Präsenz eine zentrale Rolle spielen.

“Rizinus" “Rizinus"
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Wunderbaumwachstum

Der Wunderbaum hat wirklich etwas Wunderbares. Bei dem größten unserer drei Rizinus-Exemplare hat sich schon ein gewaltiger Blütenstand entwickelt. Ich muss das unbedingt fotografieren, so filigran und ungewöhnlich sieht es aus. Dann diese riesigen Blätter und das Ungestüme, das die ganze Pflanze ausstrahlt. Dabei ist ihr Höhenwachstum durchaus noch maßvoll. Möglicherweise werden sie im Garten, doch von einigen Seiten beschattet, auch nicht ganz so hoch. Ihr endgültige Größe dürften sie aber erst viel später erreichen. Ich schätze vielleicht Ende August. Bis dahin gieße ich sie jeden Tag ordentlich, wie auch die immer stärker werdenden Sonnenblumen und freue mich daran, wie die Gartenkulisse von Tag zu Tag dichter und transparent grüner wird.

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Sonnenblumen und Wunderbäume

Vielleicht werden die King Kong Sonnenblumen mit regelmäßiger Düngung ja tatsächlich 4 Meter hoch. Vorstellen kann ich es mir, denn sie schießen beständig in die Höhe, ohne bisher einen Blütenkopf angesetzt zu haben. Im Gegensatz zu den eher buschig wachsenden, die wir als Pflänzchen von der Nachbarin erhalten haben und die jetzt zwar deutlich niedriger sind, aber ihre ausgewachsenen Köpfe bereits nach dem Sonnenstand drehen. Die Rizinus-Stauden tuen sich das noch schwerer, allerdings haben wir sie auch später erst gesät. Riesige Blätter haben sie jetzt schon, aber sie sind noch nicht sehr weit hoch gewachsen. Die am weitesten fortgeschrittene unter den drei, die wir aus den Samen heranziehen konnten, zeigt erstaunlicherweise jetzt schon einen deutlich erkennbaren Blütenstand. Die ganze Pflanze hat trotz ihres jugendlichen Alters bereits eine ausdrucksstarke Präsenz, aus der heraus man sich den ausgewachsenen Zustand des „Wunderbaums“ sehr gut vorstellen kann. Vermutlich werden sie den Sonnenblumen, mit denen sie in einer Reihe stehen in nichts nachstehen. Im August können wir sicher die beiden Arten gemeinsam betrachten. Dann werden sie einen deutlichen Sichtschutz zu den Nachbargeländen bilden und die Außengrenzen des Gartens mit ihren raumgreifenden Formen beherrschen.

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Die Anfänge des Rizinus

Die Rizinus-Pflanzen nehmen langsam, aber erkennbar Gestalt an. Wahrscheinlich wird sich das Höhewachstum irgendwann rasant beschleunigen. Anfangs sind sie noch eher zögerlich, aber die wilde Gestalt kann jetzt schon erahnt werden. Auch kann ich mir gut vorstellen, wie sie sich zu baumartigen Gebilden auswachsen. Schade nur, dass wir nicht in den Tropen leben und ihre Präsenz als tatsächliche Bäume mit verholztem Stamm uns deshalb vorenthalten bleibt. Ich bleibe gespannt darauf, sie als „Wunderbäume“ im späten Hochsommer zu erleben.

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