Schlagwortarchiv: Weihnachten

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Es weihnachtet schon im August

Es mehren sich die Gespräche über den Rest des Jahres. Sobald der Herbst seine Vorzeichen sendet, ist das automatisch ein Thema. Und gleich ist dann auch von Weihnachten die Rede, und dass es jetzt gar nicht mehr so weit ist bis dahin. Tatsächlich hatte ich in den letzten Tagen auch bereits die ersten Downloads mit weihnachtlichen Motiven. Gerade die erst in der vergangenen Nachweihnachtszeit in mein Portfolio aufgenommenen, also die jüngsten Weihnachtsmotive haben jetzt erste Abnehmer gefunden. Das zeigt mir, dass doch Interesse an Motiven mit abstrakter Unschärfe besteht und dass Weihnachten als fünfte Jahreszeit die Menschen schon Monate vor Beginn der Adventszeit bewegt. Nicht ausgeschlossen, dass sich erste Agenturen und Kreative bereits über weihnachtliche Kampagnen Gedanken machen und schon Material sammeln, das zur Illustration verwendet werden kann. Wäre schön, wenn meine abstrakt unscharfen Impressionen unserer weihnachtlich beleuchteten Stube für den einen oder anderen die passenden sind.

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Weihnachtsbaum nun endgültig ade

Es war feierlich, und doch etwas traurig. Mit dem Abschmücken des Weihnachtsbaums war ich am Vormittag beschäftigt. Und dann folgte noch der Baum außen und die vielen weihnachtlichen Dekorationen überall im Haus. M. und ich waren am Ende zufrieden, alles wieder sorgfältig verpackt und verstaut zu haben und die Wohnung jetzt allmählich auf den kommenden Frühling vorzubereiten. Die Weihnachtszeit ist damit für mich eigentlich jetzt erst richtig abgeschlossen. Eine schöne Zeit, die eine Woche früher begann als sonst und die ich intensiv erlebt und reflektiert habe. Den Baum und vieles andere habe ich in vielfältiger Weise dokumentiert. Stoff für die diesjährigen Weihnachtsgrüße und Anregung für so manches andere Projekt im Verlauf des Jahres.

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Nach Weihnachten ist wieder vor Weihnachten

Schade, nun kann ich den Weihnachtsbaum nur noch an diesem Abend und morgen früh in seiner ganzen Pracht betrachten. Weihnachtsmuffel werden das vielleicht nicht verstehen, aber dieser Abschied fällt mir generell schwer, ganz besonders in dieser Saison, in der der Baum so schön und opulent in Form und Schmuck war. Immerhin, diesmal hatte ich eine Woche länger das Vergnügen, im Vergleich zu den Vorjahren. Nun weicht er also der allgemein um sich greifenden Geschäftigkeit, die regelmäßig spätestens im Laufe der zweiten Woche des Kalenderjahres aufkommt, wenn die Menschen glauben, die Aufbruchstimmung erzwingen zu müssen. Dieser Versuch hat nach meinem Eindruck in 2018 etwas besonders Krampfhaftes und passt so gar nicht zu der tatsächlichen Stimmung, die trotz euphorisch klingender Wirtschaftsprognosen doch eher von Verhaltenheit und Vorsicht geprägt ist. Ich werde mir den Geist der Weihnacht aber von diesem vergeblichen und irgendwie auch unehrlichen Spiel nicht so schnell vertreiben lassen. Im Idealfall hält er bis zur kommenden Adventszeit durch. Schließlich kann man gerade am Anfang des Jahres mit gutem Grund sagen: Nach Weihnachten ist vor Weihnachten.

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Nachweihnachtliche Lichterimpressionen

Für den Traditionsausflug nach S. zwischen den Jahren hatte ich diesmal mit eingeplant, die letzten Ausläufer der weihnachtlichen Lichterdekoration in der Großstadteinkaufsmeile fotografisch festzuhalten. Leider war aber zwei Tage nach den Weihnachtsfeiertagen gerade im Bereich des ehemaligen Weihnachtsmarkts davon kaum noch etwas zu sehen. Und etwas weiter konnte ich die Lichter erst gegen Einbruch der Dunkelheit bemerken. Allerdings war, wie in den Vorjahren der riesige pyramidenförmige Weihnachtsbaum mit den unzähligen Kugeln und Lichtern noch zu bewundern. Um diesen und seine anhaltende Attraktivität für die Besucher konzentrierte sich dann auch meine Aufmerksamkeit. Eine sehr gute Gelegenheit mit der atmosphärischen Unschärfe zu arbeiten, die das Bokeh zur eigentlichen Attraktion der Fotografie macht. Es ist die Stimmung, festgemacht an der Wirkung des Lichtereindrucks, der wohl seinerzeit die Impressionisten motivierte. Zur atmosphärischen Illustration dieses Phänomens unserer zeitgenössischen Feiertagskultur ist das fotografische Pendant, wie ich finde, sehr gut geeignet. Eine Erfahrung, die mir Lust macht, weiter mit der Technik zu experimentieren.

Weihnachtliche Impressionen eines Einkaufszentrums Weihnachtliche Impressionen eines Einkaufszentrums Weihnachtliche Impressionen eines Einkaufszentrums Weihnachtliche Impressionen eines Einkaufszentrums Weihnachtliche Impressionen eines Einkaufszentrums Weihnachtliche Impressionen eines Einkaufszentrums
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Zuwachs für den Weihnachtsbaumschmuck

Es war mir wichtig, die Engel noch unter dem Eindruck der Weihnachtsfeiertage zu falten. Drei neue Faltpapierengel aus Seiten des alten Gotteslob sind es heute geworden. Nachdem ich vor einige Tagen meine Methode noch einmal in Erinnerung gerufen hatte, ging mit das heute leicht von der Hand. Nur für das Falten selbst benötige ich recht viel Zeit, eben weil ich die Flächen genau gleich groß und gleichmäßig realisieren will. Die weiteren Schritte des Bastelarbeit sind dann relativ schnell umgesetzt. Ich freue mich, dass der Weihnachtsbaum jetzt zwei zusätzliche Engel hat. Die jetzige Anzahl 12 ist mit Rücksicht auf die optische Dominanz der Formen für einen zimmerhohen Baum genau richtig. Denn ich sehe diese Engel vor allem als Highlights und Akzentgeber des Weihnachtsbaumschmucks. Aus dem Grund arrangiere ich sie auch ganz am Schluss, wenn der übrige Schmuck schon angebracht ist. Einen dritten habe ich für M. gemacht, der ihn demnächst verschenken will. Zwischenzeitlich ist noch weiterer Zuwachs für den Baumschmuck aufgetaucht. Ein schlichter, aber sehr schöner Aufhänger aus Papier, ein kleiner Glas-Engel, den ich bisher noch gar nicht kannte, und eine zu einer Seite hin kreisrund geöffnete Glaskugel mit Aufhänger, die sich wie eine Christbaumkugel aufhängen lässt und in die man ein Teelicht, oder wie wir es gerade gelöst haben, ein LED-Teelicht setzen kann. Damit ist der schöne noch opulenter und unsere Auswahl ist um einige schöne Stücke angewachsen.

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Der zweite Feiertag ist ein Geschenk

Schön, dass wir zwei Feiertage haben. Ich bedaure z. B. die Amerikaner, bei denen schon nach dem einen Weihnachtsfeiertag der Alltag beginnt. Dank des zweiten Feiertags kann man die weihnachtliche Atmosphäre besser sich entfalten und auf sich wirken lassen, zumal eigentlich immer Besuche und Begegnungen auf dem Plan stehen, die mit zum Weihnachtsfest gehören, aber einer Kontemplation eben auch entgegen stehen. Ich freue mich deshalb immer gerade auf die Momente der wirklichen Ruhe, die es ermöglichen, das Licht der Weihnachten im eigenen Inneren aufscheinen zu lassen. Dieser Tag war für mich dazu sehr geeignet. In diesen Rahmen passte auch die neuerliche Lektüre der Vorträge Rudolf Steiners von 1910 und 1911, denn den Klassiker von 1909 über den Weihnachtsbaum als Symbolum habe ich vor einigen Tagen schon gelesen. Und die aus den Folgejahren veröffentlichten Weihnachtsvorträge, deren Einzelausgabe ich zu meiner kleinen Sammlung zähle, will ich in den nächsten Tagen folgen lassen. Das gehört mit zu den Vorhaben der Zeit zwischen den Jahren, zusammen mit einer Reihe von Versuchen, das weihnachtliche Licht möglichst authentisch in stimmungsvoller fotografischer Unschärfe wiederzugeben.

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Weihnachtslicht und Weihnachtsglanz

Versetzte Weihnachtsszene. Die fotografische Impression ähnelt auf den ersten Blick der vom Heiligen Abend. Aber den ersten Weihnachtstag haben wir mit J. und W. zusammen in G. gefeiert. Und der Baum ist ein Tisch-Weihnachtsbaum, der eine ähnlich schön pyramidige Form wie unser großer aufweist. Es gibt sicher eine Reihe von Gemeinsamkeiten innerhalb der Familie. Die Freude an den Lichtern, dem Funkeln und Glänzen während der Advents- und Weihnachtszeit ist eine, die uns den Geist der Weihnacht weit über die Feiertage hinaus vergegenwärtigt und ihre symbolische Kraft ins neue Jahr hinein verlängert.

Bescherung an Weihnachten 2017 Bescherung an Weihnachten 2017
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Die längste Nacht und der Geist der Weihnacht

Weihnachtszimmer an Heilig Abend 2017

Die Christmette an Heilig Abend war überraschend schwach besucht. Kaum mehr Menschen als an nicht feiertäglichen Wochenenden. Das hat mich überrascht. Aber sie war dennoch sehr schön gestaltet, auch hat mir das gut gefallen, was der Pastor zum Gegenstand seiner Predigt gemacht hat, die grundlegende Bedeutung der Weihnacht. Dass Gottes Sohn herabgestiegen und Mensch geworden ist. Ich finde es wichtig, die grundlegenden Gedanken immer wieder erklärt werden, damit der Sinn für die Bedeutung der Feiertage nicht verloren geht. Die längste Nacht im christlichen Spiegel und mit christlicher Bedeutung im Angesicht des Weihnachtsbaums zu vergegenwärtigen und in die Seele aufnehmen zu können, gehört für mich zu den eindrücklichsten Erlebnissen überhaupt. Ich finde, dass der diesjährige Baum seine Rolle als Licht tragender und Licht bringender Symbolbaum besonders gut ausfüllt und damit den Geist der Weihnacht auch ästhetisch Ausdruck verleiht. Ich bin froh, dieses Jahr diese Lichtstimmung erstmals auch in konzentrierter Form in den weihnachtlichen Fotos darstellen zu können.

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Intensive Vorweihnachtstage

Ein überwiegend kunsthandwerklicher Tag, der morgen im Abschluss der aktuellen Arbeiten gipfeln soll. Und am Nachmittag das Wiedersehen und ein langes Gespräch mit einem guten Freund aus Schulzeiten. Das ist eine intensive und irgendwie stimmige Vorweihnachtszeit, die ich als solche kaum je zuvor erlebt habe. Und ich hoffe, dass ihr eine genauso stimmige Weihnacht folgt. Mit allem, was dazu gehört, einem Zusammensein der ganzen Familie, dem ungewöhnlich festlichen Essen, der besten Weihnachtsmusik, der vegetabilen Weihnachtsdekoration mit dem Weihnachtsbaum als Glanzpunkt, unbedingten Momenten des Stillseins und der Vergegenwärtigung des Ereignisses, das mit Weihnachten zelebriert wird.

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Weihnachten und Zuversicht

Dieses Jahr an Ms Geburtstag gab es zwar nicht weniger Gratulanten als sonst, aber viele hatten es besonders eilig. So als ob die diesjährige Vorweihnachtszeit mit Aktivitäten überfrachtet wäre, die ein sich Zeit lassen für das einzelne nicht zulassen. Vielleicht ist das tatsächlich so. Jedenfalls habe ich diese Kombination noch nie deutlicher wahrgenommen: Der Wunsch nach Ruhe und Innerlichkeit während der Weihnacht einerseits, der Versuch, alles, was dem vorab entgegenstehen könnte, zu bereinigen, andererseits. Und diese zweite scheint von Jahr zu Jahr zuzunehmen. Es kann allerdings sein, dass das ein Eindruck ist, der mit der Beschleunigung der Zeit an sich, also mit einer Veränderung der inneren Zeitwahrnehmung mit zunehmendem Lebensalter zusammenhängt. Ich kann jedenfalls für mich feststellen, dass die beiden genannten Linien sich ziemlich sicher kurz vor den Feiertagen kreuzen werden. Dass das möglich ist, dazu tragen für mich viele Dinge bei: Der seit Sonntag uns begleitende Weihnachtsbaum, die Gespräche über Weihnachten, Gott und die Menschen unserer Lebenswelt. Vor allem die Kommunikationen, die das Symbolische der Weihnachtszeit als Motivator für Aufbruchstimmung und Zuversicht herausstellen.

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Wendezeit

Kurz vor der Wintersonnenwende. Und die Stimmung unter den Menschen gleicht sehr der in den Vorjahren zu dieser Zeit. Inklusive der äußeren Bedingungen, dem neblig-trüben, nicht allzu kalten Wetter. Es werden wohl Schmuddelwetter-Weihnachtstage. Weder sehr kalt noch mit Schnee. Feiertage, die ganz von ihrer symbolischen Stärke leben und wenig Unterstützung im Außen finden. Gleich ist auch, dass die Hektik jetzt schon erkennbar in die Gelassenheit der zeitlosen Phase zwischen den Jahren übergeht. Die Weihnacht selbst markiert diesen Wendepunkt, der jetzt schon in den Gemütern präsent ist. Nur mehr Zuversicht würde ich mir unter den Menschen wünschen. Die Wirtschaftsprognosen, auch jüngst wieder sehr positiv klingend, haben keine Entsprechung in den Erwartungen der Einzelnen, die eher von Angst geprägt zu sein scheint. Mögen die Feiertage auch diese Einstellungen ausgleichen und der Anblick des Weihnachtsbaums und die vielen weiteren weihnachtlichen Symbole das innere Licht und die Gegenwart des Gemeinsamen aktivieren.

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Kleinteilige Arbeit mit symbolischen Formen

Diese unmittelbaren Vorweihnachtsfeiertage sind für mich mit Unmengen an Kleinigkeiten angefüllt. Das entspricht so gar nicht meiner sonstigen Arbeitsweise, die eher in weiter gezogenen Linien angelegt ist. Aber das hat wohl mit dem zu Ende gehenden Jahr zu tun, weniger mit der Weihnacht an sich. Da sind u. a. die vielen Menschen, denen einen Gruß zu schicken ich ein Bedürfnis habe, und die vielen Gedanken, die sich um die zugehörigen Formulierungen drehen. Da sind auch Ideen für die Illustration dieser Grüße, die sich je nach Adressat aus ganz unterschiedlichen Quellen speisen. Neben Individuellem aus der gemeinsamen Erfahrung spielen dabei Gedichte und Aphorismen eine Rolle, u. a. auch Baumgedichte, die ich letztlich zwar nicht verwendet habe, deren Lektüre mich aber veranlasst haben, eine Erweiterung meiner Übersicht der Baumgedichtklassiker unter wunschbaum.de ins Auge zu fassen. Und es sind in einigen Fällen auch Formen, Geschenke, die mir auch bei den vielen mir entgegentretenden Negativmeinungen zu Weihnachtsgeschenken doch immer noch gut und richtig erscheinen. Eine kleinteilige Arbeit mit symbolischen Formen, von denen ich hoffe, dass sie ihre Intention nicht verfehlen, denn sie haben letztlich ein Moment des Stillhaltens zum Gegenstand, der im harten Kontrast zum Prozess ihres Erfindens steht.

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Kommunikative Wirkungen des Weihnachtsbaums

Es ist interessant und fast schon Tradition bei uns, dass die Besuche in den Wochen vor Weihnachten häufiger werden. Dann ist fast immer auch Gelegenheit, einen Blick auf den Weihnachtsbaum zu werfen, der auch in diesem Jahr wieder sehr gelobt wird. Tatsächlich fällt mir kaum etwas ein, dessen Ehrlichkeit und diskursive Qualität solchen Gesprächen angesichts und über den Weihnachtsbaum nahe kommt. Er ist wie ein Signal, das die Kommunikation auf den Nullpunkt zurückführt, alle Teilnehmer quasi zu Kindern werden lässt und in dessen Aura sich etwas wirklich Vorurteilsfreies und Offenes entwickeln kann. Von meiner eigenen anhaltenden Begeisterung für den Weihnachtsbaum als starkes Symbol einmal abgesehen, kann ich immer wieder feststellen, dass in Menschen, die vor dem Baum zusammen stehen und reden, etwas zutiefst Ursprüngliches im wahrsten Wortsinn zu Klingen gebracht wird. Es ist, wie wenn wir uns an die gemeinsame Quelle erinnern. Genau diesen Gedanken hat Rudolf Steiner in seinem so eindrucksvollen Vortrag vom 21. Dezember 1909 über den Weihnachtsbaum als Symbolum zum Ausdruck gebracht, den spätestens während der Feiertage noch einmal lesen will, zusammen mit seinen weiteren Vortragsmitschriften zu weihnachtlichen Themen.

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Baumschmückvorbereitungen

Anders als geplant habe ich nun doch einen Teil der Holzarbeit, die eigentlich fürs Wochenende geplant war, vorgezogen. So werde ich diese Arbeiten morgen schneller abschließen können und schon für das Aufstellen des Weihnachtsbaums erste Vorbereitungen treffen können. Als erstes muss ich ihn aus dem Regen ins Trockene holen, damit er einen Tag lang abtrocknen kann. Dann muss das Bohrloch in den Stumpf gesetzt werden, damit der Stamm besser im Klemmständer arretiert werden kann. Und dann gilt es, die Raumecke freizumachen, in die der Baum traditionell platziert wird. Die Schale zum Auffangen evtl. übertretenden Gießwassers und all der in vielen Schachteln verteilte Christbaumschmuck, den ich sorgfältig nach Sorten getrennt habe, müssen ebenfalls noch bereitgestellt werden. Dann aber sollte das Aufstellen und Schmücken am Sonntag eine angenehme Kür werden. Ich hoffe, diesmal wird die immer komplizierte Kombination dreier Lichterketten gut funktionieren.

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Paradoxe Vorweihnachtswahrnehmung

Die letzten beiden Wochen vor Weihnachten ähneln sich über die Jahre hinweg. Die Zeitwahrnehmung erhält dann eine unwahrscheinliche Anmutung, tendiert in Richtung des Eindrucks von Zeitlosigkeit. Gleichzeitig, das ist das Kuriose, ist man extrem damit beschäftigt, die laufenden Projekte abzuschließen, Dinge auf eine stabile Basis zu stellen, auf der man im neuen Jahr aufbauen kann, gewisse Schlussstriche zu ziehen, immer mit dem Gefühl, die Zeit reiche nicht mehr aus, alles noch bis zum 31. Dezember zu schaffen. Und dann ist da noch der korrespondierende Eindruck, dass es doch gerade jetzt angebracht wäre, sich Zeit zu lassen, die Annäherung an den Wendepunkt des Sonnenjahres zu nutzen, um einmal Innenschau zu halten, die Dinge gerade nicht in der üblichen Alltagskurzsichtigkeit zu betrachten. Ein Paradox, das eigentlich jeder wahrnimmt und dem man sich doch nicht entziehen zu können scheint. Ein Ereignis wird dieses Paradox aber für mich am Wochenende aufheben: Der Weihnachtsbaum wird am Sonntag, dem 3. Advent aufgestellt und geschmückt. Dann haben wir das stärkste Symbol, um die zeitlose Weihnacht als solche zu erkennen.

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Lucia, Weihnachten und die Wiedergeburt des Lichts

Ich hätte gar nicht daran gedacht, wenn nicht ein Fernsehbericht sich um das Thema gedreht hätte. Der 13. Dezember ist der Gedenktag der Heiligen Lucia. Ich fand die Bilder der jungen Mädchen immer mystisch anmutend, die mit dem Kranz leuchtender Kerzen auf dem Kopf dem Tag des geringsten Lichts ein leuchtendes rituelles Symbol entgegensetzen. Wie ich sehe, wird diese alte schwedische Tradition in bestimmten Kontexten auch außerhalb Schwedens bis heute aufrechterhalten. Interessant ist aber der Tag, für mich zunächst unverständlich. Aber ein Blick in den zugehörigen Wikipedia-Artikel hat mich aufgeklärt: „Das Fest fällt auf den 13. Dezember, den Gedenktag der heiligen Lucia, der vor der Einführung des Gregorianischen Kalenders in Schweden (im Jahr 1752) gut ein Jahrhundert lang der kürzeste Tag des Jahres war.“ Also die spezielle Ausformung einer Feier der Wintersonnenwende. In diesen Gedankenkontext kann man dann natürlich auch Weihnachten einordnen, das im Rückblick auf die Geburt Jesus‘ den Wendepunkt zum Wiedererstarken des Lichts im Aufleuchten des Geisteslichts in jedem von uns feiert. Und in den weihnachtlichen Feierriten spielen dann eben auch die Kerzen eine wichtige Rolle, für mich kulminiert im mit Kerzen bestückten, erleuchteten Weihnachtsbaum. Egal ob es dabei um Überhänge aus vorchristlicher Zeit oder Symbolformen geht, die aus christlicher Denkart selbst heraus sich entwickelt haben, diese Symbole vermitteln eine Innerlichkeit und fördern die Innenschau in einer Form, wie sie zu keiner anderen Zeit des Jahres erlebt werden kann.

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Gesucht und gefunden: Der Weihnachtsbaum 2017

Heute Vormittag war ich ca. eine Stunde zu früh vor Ort, denn der Weihnachtsbaumhändler hatte den Verkauf erst ab 10.00 Uhr angezeigt. Da ich den Ausstellungsplatz aber schon seit Jahren gut kenne und er auch offen zugänglich ist, habe ich die Gelegenheit genutzt, mich vorher ausgiebig umzusehen. Es ist prima, wenn man von anderen Suchenden nicht gestört wird, die u. U. noch als Konkurrenten um die eigenen Favoriten auftreten könnten. Solche Situationen habe ich in den Vorjahren vereinzelt tatsächlich erlebt. Beim Rundgang haben sich recht schnell zwei Kandidaten herauskristallisiert, die bezüglich ihrer Höhe, dem Astaufbau und der Kronendichte meinen Vorstellungen entsprachen. Die letztliche Entscheidung konnte ich aber noch nicht fällen, da man den Baum schlecht selbst aufrichten und gleichzeitig aus der Distanz betrachten kann. Ein Helfer des Händlers ist dann recht schnell aufgetaucht und war mir dabei behilflich. So konnte meine Wahl auf einen der beiden, einen fast drei Meter hohen Baum, fallen, der nach dem Kürzen des Stamms genau Zimmerhöhe erreicht. Eine sehr schöner Baum, der ungewöhnlich gleichmäßig gewachsen ist, kräftige dunkelgrüne Nadeln trägt und vor allem im Kronenbereich verhältnismäßig dicht bewachsen ist. Wie immer traf das Kriterium auf nur wenige Bäume der wirklich großen Auswahl überhaupt zu. Gut finde ich auch, dass der Baum, wie der Händler mir später erzählte, aus seinem eigenen Wald aus der unmittelbaren Nähe stammt und erst zwei Tage vorher geschlagen wurde. Wäre ich an den ersten Verkaufstagen schon dort gewesen, hätte ich dieses Exemplar also nicht haben können. So war der Zeitpunkt offenbar gut gewählt, und auch das nette Gespräch mit dem Händler hat das Traditionsereignis zu einem schönen Erlebnis werden lassen.

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Vorweihnachtliche Desorientierung

Ein unverhoffter, sehr intensiver Holzarbeitstag. Dabei konnte ich gleich die Grundlagen für drei Projekte vorbereiten, die ich im Idealfall kommende Woche umsetze. Das sind dann aber voraussichtlich die letzten, die sich noch vor Weihnachten realisieren lassen. Wie so oft in letzter Minute. Das kann allerdings auch daran liegen, dass in diesem Jahr Heilig Abend und 4. Advent zusammenfallen, so dass uns eigentlich ein paar vorweihnachtliche Tage verloren gehen. Sehr schade und für viele sicher auch der Grund für die Desorientierung. Man glaubt, noch mehr Zeit zu haben, aber tatsächlich feiern wir Weihnachten schon in 14 Tagen. Da kann man sich auch schon sehr bald vom ganzen Jahr verabschieden. Hoffentlich bedeutet das nicht zu viel Unruhe in diesen potenziell stimmungsvollsten Wochen des Jahres.

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Weihnachtliche Wirkungen

M. konnte die neue Weihnachtsdekoration heute noch nicht wirklich genießen. Ich erinnere mich, dass das gerade zu Beginn der Weihnachtszeit häufig so ist und weiß gleichzeitig, wie sich das spätestens mit Beginn des Advents dann meist doch wieder beruhigt. Auch wenn nach Weihnachten vor Weihnachten ist, wie wir gelegentlich witzeln, muss man sich eben auch in diese besondere, mit Symbolen reich bestückte Zeit hineinfinden. Ich bin sicher, dass wir das auch dieses Jahr gut hinkriegen und alles, was aus dieser Zeit an Innerlichkeit und Verstehen erfasst werden kann, weit in die Folgezeit des Jahres hineinwirkt. Der leuchtende Baum da draußen ist ein wichtiger Begleiter und Signalgeber auf diesem Weg, zusammen mit all den anderen Bäumen, die noch hinzukommen werden.

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Alles bis auf die Glasweihnachtsbäume

Dieses Jahr bin ich doch sehr früh dran mit der Weihnachtsdekoration. Tatsächlich steht bereits eine Woche vor dem 1. Advent der Baum am Eingang, inklusive Lichterkette, aber noch ohne Kugeln, das wäre mir doch noch etwas zu früh. Außerdem habe ich die Lichterkette am Schrank samt weihnachtlicher Glitzergirlande installiert, sämtliche Kisten bereits heruntergeholt und größtenteils ausgepackt und tatsächlich den größten Teil meiner Weihnachtsdekoration im Arbeitszimmer jetzt schon arrangiert. Die Weihnachtsbäumchen aus Kristall und Gussglas will ich erst zum nächsten Wochenende aufstellen. Aber die übrigen kleinen Dinge stehen schon. Das hat sich vom zeitlichen Ablauf her einfach angeboten. Und warum sollte wir allzu starr an Konventionen kleben. So haben wir noch eine Woche länger etwas von diesen Dingen. Nächste Woche steht ohnehin noch der Adventskranz an. Damit sind wir noch gar nicht weiter gekommen. Und sicher auch der obligatorische adventliche Kranz für die Tür, neben den vielen anderen Details, die M. in den kommenden Wochen noch abschließen wird.

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Ein Weihnachtsvorbereitungswochenende

Morgen werde ich wohl den ersten Weihnachtsbaum dieser Saison, nämlich den künstlichen mit den bernsteinfarben leuchtenden LEDs auspacken und installieren. Unterwegs haben wir zudem am Nachmittag bereits nach einer Grundlage für den Adventskranz Ausschau gehalten. Allerdings sind wir uns noch unschlüssig, ob es eine Neuauflage des aus frischem Moos, Kerzen und einigen weihnachtlichen Dekorationsobjekten gestalteten Adventskranzes der Vorjahre geben soll, oder doch eher ein traditioneller, aus verschiedenen immergrünen Zweigen gebundener. M. hat da noch einige weitere Vorhaben, so dass wir wohl den Samstag vornehmlich mit diesen Projekten ausfüllen werden. Als Kompensation für die Dunkelheit im Außen ist das ohnehin die allerbeste Therapie.

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