Schlagwortarchiv: Symbolik

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Winterbefindlichkeiten

Zumindest ein Gutes hat diese wie unter einer Glocke gefangene Winteratmosphäre. Die Konzentration auf die gerade anstehende Arbeit ist fast ungestört. Wenig Ablenkung, nicht nur durch die fehlende Attraktion aus der Natur, auch wegen des reduzierten Kommunikationsverhaltens der Menschen. Alles ist stärker in sich zurückgezogen. Mit dem Laubabwurf der Bäume und der Konzentration ihrer Lebenssäfte im Wurzelwerk unter der Erde richtet sich auch menschliche Aufmerksamkeit zunehmend nach innen, intensiviert und reduziert sich die Kommunikation auf das Wesentliche, werden Pläne und Konzepte weitgehend im Verborgenen entwickelt. Eine der vielen, aber eine besonders eindrucksvolle Abhängigkeit unserer physischen und psychischen Befindlichkeit vom Lebenszyklus unserer vegetabilen Umwelt.

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Die ersten Symbole der Weihnachtszeit in Szene gesetzt

Am Nachmittag war M. schon sehr aktiv in Sachen Weihnachtsdekoration. Ein Teil der getrockneten oder künstlichen Pflanzenteile mit weihnachtlicher Symbolik sind schon aus dem großen Weihnachtsschrank und den vielen Weihnachtskisten entpackt und an ihren Bestimmungsort verteilt. Bis alles aber richtig dekoriert ist, werden noch einige Anstrengungen und Wochenendarbeiten bevorstehen. Eigentlich benötigen wir nichts Neues, keine zusätzlichen Utensilien mehr. Es ist mehr als genug im Vorrat, um immer wieder variieren und neu kombinieren zu können. Zum Beispiel mit den Zapfen von Tannen, Kiefern und Lärchen. Mit den exotischen, verholzten Trockenfrüchten, die ich am Tag meines ersten Baumtagebucheintrags in 2004 erstmals bei einer Adventsausstellung entdeckt hatte. Und mit den glitzernden Kränzen und Zweigen aus künstlichem Material, Spiegeln, Pailletten, Rocailleperlen u. a., mit denen winterliche Haselkätzchen und Erlenzeige nachgebildeten wurden. In einer sehr stimmigen und selbst in der Künstlichkeit noch sehr an die lebenden Bäume erinnernden Form. Die eigentlichen  Weihnachtsformen werden natürlich erst viel später in Erscheinung treten. So weit sind wir noch nicht. Aber die Lichterketten für die Dekoration im Haus, die stehen schon jetzt auf dem Programm. Und spätestens in einer Woche auch die für den künstlichen Baum am Eingang.

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Dekorationen mit Weihnachtssymbolik

M. redet immer öfter vom Weihnachtsschmuck. Tatsächlich wäre es jetzt schon an der Zeit, bestimmte Dekorationen vorzubereiten. Bei dem Repertoire, das wir in den Jahren gesammelt haben, ist ein frühzeitiger Beginn durchaus angebracht, wenn es nicht hektisch werden soll. Nur steht mir selbst derzeit noch nicht der Sinn danach. Schließlich muss man ja auch in der passenden Stimmung sein, damit diese Dinge ihren eigentümlichen Wert erhalten. So werde ich erst nur unterstützend aktiv werden, wo es notwendig ist, aber erst später eigene Initiativen ergreifen. Dazu gehört natürlich wieder der künstliche Baum für den Platz neben der Haustür. Und es gehören bestimmte adventlichen Lichterarrangements dazu, die wir auch in der Wohnung an unterschiedlichen Stellen in Szene setzen. Und die Kränze sind ebenfalls immer wieder ein großes Thema, vom Adventskranz bis zu Türdekorationskränzen und frei arrangierten Gestecken mit weihnachtlichem Symbolgrün. Ich wünschen uns allen, dass wir die anregenden und innerlich wirkenden Ebenen der Weihnacht möglichst in Reinform in uns aufleben lassen können.

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Wiederaufleben im Licht

Herbstliche Physalis-Lampions im Gegenlicht

Zwischendurch ist uns in diesen Tagen immer wieder intensives Sonnenlicht vergönnt. Dann erinnere ich mich an die besondere Atmosphäre während der Weihnachtstage, wenn das Licht von außen manchmal in gleißender Form einfällt und dies den leuchtenden Weihnachtsbaum noch mehr strahlen lässt. Der ganze Raum erhält dann eine unwirkliche Anmutung. Wie eine auf die Spitze getriebene Feier des Lichts. Eigentlich ist es auch das, was mich an der Fotografie immer schon besonders beeindruckt und herausgefordert hat. Das Besondere des Motivs dadurch herauszuarbeiten, dass es in einem für es eigenes Licht inszeniert wird oder eben im richtigen Augenblick bei natürlichem Licht aufgenommen wird. Ich habe bei der heutigen Reihe mit den teils zersetzten Physalis-Lampions, die wir wegen ihrer fragilen Formstärke und den in einem Spektrum variierenden Farben besonders die Augenblicke gesucht, in denen intensives Gegenlicht durch die Lampions fiel und sie quasi zum Leuchten brachte. Die ursprüngliche Idee eines fotografischen Konzepts, das für Auflösung und Trauer steht, konnte so in der gedachten Art gar nicht umgesetzt werden. Denn durch dieses lichte Wiederaufleben erhält das Motiv eine ganz andere, wie verwandelt wirkende Anmutung. Die symbolische Einordnung ist das nicht mehr so eindeutig, was mich noch zu weiteren Auswahl- und Detailarbeiten an dieser Reihe veranlasst, die ich sehr spannend finde.

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Verwurzelte Formvorstellungen

Gut, wenn sich, wie heute, verschiedene Staus auflösen und lange mühevoll Erarbeitetes auch Früchte trägt. Dann gehen im gleichen Zug auch Routinearbeiten wieder leichter von der Hand. Denn Erfolgserlebnisse sind schon wichtig für die Motivation. Nur die Kriterien für Erfolg können ganz unterschiedlich gewählt werden. Meine Kriterien entspringen meist dem eigenen Anspruch. Nicht nur, ob etwas geschafft ist, immer auch in welchem Verlauf und unter welchen Voraussetzungen. Das setzt sich dann zu einer Gesamtform zusammen, an dem ich selbst einen Erfolg bemessen kann. Da fällt es mir immer noch schwer, trotz mit dem Lebensalter gewachsenen Gelassenheit, von einer Formvorstellung ganz abzurücken, z. B. aus pragmatischen Erwägungen heraus. Der Idealismus ist da wohl tief verwurzelt. Bei der kommunikativen Arbeit ebenso wie bei den Projekten rund um den Wunschbaum und die Baumsymbolik und ihre Anwendungen.

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Akklimatisierung

Die Arbeit im Keller bei künstlichem Licht hat zu dieser Jahreszeit durchaus ihren Reiz. Es war heute der erste Tag dieses Herbstes mit Holzarbeit in der Kellerwerkstatt. Und voraussichtlich werde ich meine Zelte dort bis ca. April oder Mai nicht mehr abschlagen. Nur für die jeweils ersten Arbeitsschritte ist auch bei klirrender Kälte die Außenarbeit nicht zu vermeiden. Eine ganze Reihe von Aufträgen mit Schwerpunkt auf den Klassikern wie Walnussbaum, Apfelbaum und Esskastanie warten darauf realisiert zu werden. In dieser Übergangszeit und in der anschließenden Adventszeit hat das als intensive Arbeitsphase schon fast Tradition. Irgendwie beruhigend wirkt das auf mich, weil es eine der wenigen Konstanten darstellt. Und gleichzeitig etwas, das mir die Akklimatisierung in Richtung Winter und die Umstellung vom Grünen und Wachsen lebender Bäume zur Arbeit mit dem Holz und der Symbolik derselben leichter macht.

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Naturromantische Konstanten

Es scheint die Zeit der wissenschaftlichen Schularbeiten zu sein. In kurzer Folge haben gleich zwei Gymnasiastinnen darum gebeten, Baumfotografien aus wunschbaum.de für ihre Arbeiten verwenden zu können. Solchen Wünschen komme ich natürlich gerne nach, zumal es mir zeigt, wo aktuell die Aufmerksamkeitsschwerpunkte liegen. Vor Jahren schon war mir aufgefallen, zu meiner Überraschung, dass gerade die Baumfotografien und die Baumgedichte auf besonders großes Interesse stoßen. Damit hatte ich damals nicht gerechnet. Und die zeitlosen Themen, zu denen die Bäume und ihre Symbolik sicher gehören, sind auch in Bezug auf Interessen sehr beständig. Bis heute hat sich daran nichts geändert. Sollte eine romantische, auf Formvorstellungen gründende Naturvorstellung, die in Zeiten erfolgreicher populärwissenschaftlicher Baumliteratur schon verpönt zu sein schien, in den Seelen der Menschen dennoch fest verankert sein? Mir scheint es so. Vielleicht ist das Symbolische in und an den Bäumen gerade in dieser romantischen Naturvorstellung verwurzelt. Wie weit ist diese tatsächliche Bedürfnislage vom zeitgenössischen Mainstream entfernt, und wie wenig von dieser Entfernung nehmen wir wahr!

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Die grundlegenden Dinge

Der Allerseelentag war doch sehr von winterlicher Zurückgezogenheit geprägt. Das strahlend sonnige Wetter von gestern war am Vormittag schon verschwunden, so dass es mich nicht mehr nach draußen zog. Ganz gut, um schleppende Projekte konzentriert voranzubringen. Und offensichtlich auch wieder eine Stimmung verursachend, die den Innenblick und das Bedürfnis nach symbolischer Kompensation anspricht. Am Wochenende wird so die Weihnachtssaison in Sachen Wunschbaum-Manufaktur beginnen und, wenn es so verläuft wie in den Vorjahren, vermutlich nicht mehr bis Ende Januar abreißen. Aber jedes Jahr ist wieder anders, so dass ich keine Prognose wage. Ich denke, die Menschen sind verunsicherter denn je. Den beständigen Meldungen über vorgeblich beste Konjunktur traut niemand, vielmehr kommt die andere Seite stärker in den Blick und hinterlässt ein insgesamt ganz anders Bild. Gut, dass wir die grundlegenden Dinge außerhalb von Kultur und Wirtschaft um uns und in uns haben, auf die wir zur Erdung und Neuorientierung immer wieder zurückkommen können.

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Mit der Jahreszeitensymbolik kreativ arbeiten

Merkwürdig, in den Vorjahren lief Mitte Oktober das Interesse an Microstockfotos mit weihnachtlichen Motiven an. Nicht so in dieser Saison, in der Herbstliches noch im Fokus steht. In den Discountern sieht man zwar schon seit September Weihnachtsgebäck und Ähnliches, aber stimmungsmäßig ist das bei den meisten noch nicht angekommen. Trotzdem erwische ich mich selbst schon bei den ersten Überlegungen zu den diesjährigen Weihnachtsbäumen. Ob wir wieder den künstlichen Baum mit bernsteinfarbenen LEDs vors Haus platzieren. Und wie wohl der große Baum fürs Wohnzimmer aussehen wird. Vorerst aber will ich selbst auch noch das kreativ verarbeiten, was dieser Herbst mir Neues und Anregendes entgegen gebracht hat. Es freut mich, dass M. die jüngsten Strohblumenkreationen angenommen hat und täglich in veränderter Form platziert. Auf diese Weise haben wir wirklich etwas von den ästhetisch anregenden Seiten des Herbstes, die in jedem Jahr wieder neue Facetten erhält. Erfahrungen, die ohne das aktive Arbeiten mit den Symbolen der Jahreszeit so nicht möglich wäre.

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Symbolische Repräsentanz macht von Jahreszeiten unabhängig

Die Wintersaison in Sachen Wunschbaum-Manufaktur ist noch nicht angelaufen. Ich kann mir aber vorstellen, dass das ähnlich wie in den Vorjahren abläuft. Je näher die Adventszeit herannaht, desto häufiger werden die Anfragen eingehen. Erfahrungsgemäß setzt sich die Welle dann nach den Feiertagen in ähnlicher Form fort. Ein interessantes Phänomen, das aber, wie ich meine, mit der Jahreszeit durchaus zusammenhängt. Es ist gerade der Rückzug, die Richtungsänderung mehr nach innen, die die Aufmerksamkeit auf das Lebendige lenkt, enggeführt an der Symbolik der Bäume. Man könnte das Kompensation nennen, oder aber einen Vorgriff auf den kommenden Frühling, den Start der neuen Vegetationsperiode. Es ist so, dass die verschiedenen Hölzer stellvertretend für den Baum und seine Art stehen. Mit der symbolischen Repräsentanz wird der Bezug zu den Bäumen von der Jahreszeit unabhängig und kann leichter zu allen Zeiten vergegenwärtigt werden.

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Die Baumthematik und ihr Sinn

In diesem Sommer ist alles anders. Bisher wenige Besuche auf den geliebten Trödel- und Antikmärkten. Viel weniger Exkursionen in die Landschaft. Ein Zugang zu den Bäumen, der sich sehr weit auf das Gebiet der Symbolik konzentriert. Natürlich schon immer mein zentrales Themenfeld, aber gegenwärtig das Wichtigste, auch weil mich die allzu starke Emotionalisierung eher abstößt, der ich in Bezug auf das Baumthema in den Social Media begegne. Ich vermisse die Frage nach dem Sinn, das Thematisieren des eigenen Verhältnisses zum Lebendigen in der Natur und was das für unseren Alltag bedeutet. Ich finde, das sollte sich nicht in Rührseligkeit auflösen und z. B. den Eindruck erwecken, die Bäume seien großflächig bedroht und wir müssten um jedes einzelne Exemplar kämpfen. Diese Bedrohung findet anderswo statt und erfordert insofern unsere ständige Aufmerksamkeit. Wir können aber in unserem Umfeld die positiven Kräfte der Bäume wahrnehmen und uns in ein sinnvolles und lebensnahes Verhältnis dazu setzen.

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Symbolische Ergänzungen

Wieder zurück zur Symbolarbeit mit den verschiedenen Lebensbaum-Hölzern. Diesmal war es die Hainbuche, die ich realisieren konnte, für ein außerordentlich schmales Handgelenk, das normalerweise zu einem Kind passt, tatsächlich aber für eine Erwachsene bestimmt ist. Aber solche Bänder mit sehr kurzen Perlen haben natürlich auch ihren Reiz, schon auf Grund der feingliedrigen Oberflächenästhetik. Der eigentliche Sinn aber entsteht durch die symbolischen Ergänzungen, die nur der Träger selbst vornehmen kann. Auch wenn ich diese Ergänzungen fast nie in Augenschein nehmen kann, bringe ich doch in jeden Kontakt ein individuelles Moment ein, das dem Produkt, dem Symbol tragenden Objekt die bestmögliche Energie mit auf den Weg gibt. Es ist einfach ein gutes Gefühl, das der Prozess damit noch nicht abgeschlossen ist, sondern sich bei jedem Tragen aufs Neue aktualisiert und im Zeitverlauf sicher auch verändert.

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Verwandlung eines Riesen

Der ausgedehnte Stumpf, den ich vor zwei Wochen an Stelle der einmal riesigen und ausladenden Linde vorgefunden habe, hat bei der erneuten Begegnung heute einen merkwürdigen Eindruck hinterlassen. Es ist diese eigentümliche Mischung von Unverwüstlichkeit oder ewigem Leben und Verstümmelung. Den meisten Besuchern dort wird die Linde vermutlich garnicht auffallen. Denn der Baumstumpf ist kaum zu erkennen, da er viele junge Triebe ausgebildet hat, die dem Ganzen die Gestalt eines Busches verleihen. Vielleicht hält es so mancher für einen solchen und erkennt nicht die brutale Degradierung es einstigen Riesen. Warum mich das überhaupt so bewegt? Dieser Baum hatte lange Zeit eine dominierende Position im großen Innenhof des Gebäudekomplexes. Es war genau der zentrale und Schatten spendende Zentralbaum, an dem und um den man sich gerne versammelt hat. Ein Musterbeispiel für eine Linde und ihre besondere Gemeinschaftssymbolik. Es ist immerhin ein Trost, dass man sich nicht getraut hat, den Stumpf zu entfernen. Ich vermute, das hat nicht nur Kostengründe. Sicherlich hatte ein Skrupel seine Finger im Spiel.

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Die eine überzeugende Vorstellung von Vitalität vermitteln

Die täglichen Besuche bei V. dauern nun schon länger als eine Woche und wirken schon fast wie Routine. Schöner wäre es eine klare Perspektive zu erkennen, auch Mut und Zuversicht von außen verstärken zu können. Diese Zuversicht speist sich aus verschiedenen Quellen und unterliegt doch einem schwankenden Gleichgewicht. Wir wünschen uns insofern mehr Klarheit und Stabilität. Symbolisch sehe ich das in der parkähnlichen Umgebung der Einrichtung gespiegelt. All die starken, gesunden und alten Baumindividuen, die so viel Kraft und Wachstumsfreude ausstrahlen. Sie allein können denen, die ihnen beim Spaziergang begegnen oder die sie durchs Fenster betrachten, eine Konstanz und eine Vorstellung von Vitalität vermitteln, die vielleicht durch Menschliches allein nicht immer transportierbar ist. In solchen Situationen entfalten gerade die Bäume ihre Nähe zum Menschen, indem sie ihre unverrückbare Einzigartigkeit und Zähigkeit durch ihr bloßes Da-Sein und Da-Stehen zu jeder Minute überzeugend vorführen und entsprechende Spiegelungs- und Reflexionsmöglichkeiten anbieten.

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Einfache Dinge im digitalen Zeitalter begreifbar machen

Es scheint tatsächlich ein ereignis- und bezüglich des Interesses und der Nachfrage intensives Jahr für die symbolische Holzarbeit zu werden. Das kann ich zur Jahresmitte auf jeden Fall schon sagen. Es freut und motiviert mich besonders, wenn neben den Formen aus den verschiedenen Reihen, den Lebensbaum-, Wunschbaum- und Partner-Armbändern mit ihren zahllosen Kombinationsmöglichkeiten, auch spezielle Anfragen an mich herangetragen werden, die die hintergründigen Themen aufgreifen, etwa die Partnersymbolik, den Lebensbaumbegriff und den keltischen Baumkalender. Darunter sind immer wieder für mich überraschende Ausformungen und Anwendungen dieser Ideen, wie etwa die gerade realisierten Lebensbaum-Perlen, wobei jeder Schüler / jede Schülerin einer Abschlussklasse genau eine Perle aus dem Holz seines / ihres Lebensbaum erhielt. Einfach schön, was im pädagogischen Bereich auch unter in Zeiten digitaler Medien noch machbar ist, weil es tatsächlich noch verstanden und geschätzt wird. Wenn es gelingt, die einfachen, aber wesentlichen Dinge am Beispiel der Bäume und in Form der symbolischen Holzformen zu vermitteln und begreifbarer zu machen, ist das für mich ein großer Erfolg.

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Intensität, Eindrücklichkeit und Emotionalität der Lebensbaum-Hölzer

Immer wieder erhalte ich Anfragen, die die Lebensbaum-Symbolik der Hölzer individuell interpretieren, diese Symbolik in den Kontext einer bestimmten Veranstaltung, eines besonderen Ereignisses stellen. Eine Taufe war es kürzlich, ein Schulabschluss ist es jetzt gerade, der von einem Erzeugnis aus der Wunschbaum-Manufaktur begleitet wird. Bezüge zu den Lebensbäumen der Beteiligten stehen in der Regel im Mittelpunkt des Interesses. Eine rein symbolische Aussage mit Erinnerungswert auch für spätere Jahre. Das trifft eigentlich den Kern dessen, worum es mir selbst mit den Produkten geht. Schön, dass auch 16 Jahre nach dem Start des Projekts die verbindende symbolische Kraft der Lebensbaum-Hölzer nichts an Intensität, Eindrücklichkeit und Emotionalität eingebüßt hat.

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Hirnholztexturen

Das Licht war zwar an diesem Tag noch nicht ideal. Dennoch wollte ich die Gelegenheit nutzen, so lange der Stapel noch nicht abgetragen ist. Dabei sind ganz interessante Textur-Fotografien entstanden, die ich noch einer weiteren Durchsicht und Bearbeitung unterziehen will. Aber in diese Richtung könnte es bei einem Teil der Aufnahmen gehen, nämlich denen mit einem Stapel dicker Kiefernbohlen:

Hirnholzansicht gestapelter Kiefernbohlen Hirnholzansicht gestapelter Kiefernbohlen Hirnholzansicht gestapelter Kiefernbohlen
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Die Symbolik im Bauholzstapel

Wie so oft zieht bei meiner heutigen Entdeckung menschlicher Eingriff Natur illustrierende Projekte nach sich. Die hiesigen, gerade erst begonnenen Bauarbeiten an der Bahnunterführung haben mich wegen der Geschäftigkeit der Arbeiter dort irgendwie angezogen. Beim Schlendern über den ehemaligen Güterbahnhof habe ich dann unverhofft große Stapel gerade erst angelieferten Bauholzes gesichtet. So schön lagenweise übereinandergeschichtet, dass sich aus den Stirnseiten und vielleicht auch von den Aufsichtsperspektiven sicher ganz gute Holz-Struktur und Holz-Textur-Fotografien anfertigen lassen. Dazu benötige ich allerdings mehr Ruhe, als sie während der Arbeiten dort vorhanden ist, und natürlich das richtige Licht. Also eine Aufgabe für einen lichtreichen Wochenendtag. Auf die Ergebnisse bin ich jetzt schon sehr gespannt, vor allem weil es außerhalb solcher Konstellationen nahezu unmöglich ist, größere Reihen oder Mengen gleichartig verarbeiteter Holzabschnitte zu finden. Der Reiz ergibt sich dabei aus der Einheit der Differenz von einheitlicher Holzart, hier vor allem von Fichten- und Kiefern, und den ganz unterschiedlichen Ausschnitten und Formen der Jahresringstruktur. Da wird ein ungemein lebendiges Moment an die Oberfläche gebracht, das symbolisch für die Vitalität der Bäume steht, aus denen diese Baumholzabschnitte gewonnen wurden. Natürliche Strukturen und Besonderheiten werden durch diese zweckhaft künstliche Anordnung stärker hervorgehoben und gerade deshalb so schön sichtbar.

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Lebendig halten

Die Wärme des Holzofenfeuers ist in diesen Tagen meine einzige Verbindung zu den Bäumen. Selbst quasi abwesend, sich mit der unwirtlichen Umgebung arrangierend, schenkt das Holz uns im kältesten Teil des Winters die Energie, die von den Bäumen zeitlebens aus der Kraft der Sonne getankt wurde. Klimaneutral nennt man das dann, aber jenseits energetischer Umwandlung steckt darin auch viel unsichtbare Symbolik, die allein wärmend wirkt. So wie wir uns im Winter ohnehin häufig und in großen Umfang mit symbolischen Stellvertretern für den Start ins neue Frühjahr wach und lebendig halten.

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Ausnahme von der Regel

Ein Einundzwanzigster, der seine inspirierende Kraft nicht entfalten konnte. Jedenfalls konnte ich von der Energie der Zahl, die sonst so vielfältig hervorscheint, nicht nur im keltischen Baumkreis, heute nicht sehr viel spüren. Im Gegenteil schien die Gedanken- und Gefühlswelt auf Unordnung und Ungewissheit gepolt zu sein. Das ist so untypisch wie das Wetter, über das ich mich in den vergangenen Tagen wieder einmal geäußert habe. Ich glaube dennoch an die universale Symbolik, die sich im lebensweltlichen Auftauchen der Zahlen entfaltet. Vielleicht war das heute ja nur die Ausnahme von der sonst zuverlässigen Regel.

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Gemeinsame Baumsprache

Aus dem Gespräch mit Armbandinteressenten hat sich mir heute einmal mehr gezeigt, wie zeitlos und universal die Energie, Symbolik und emotionale Qualität unseres Verhältnisses zu den Bäumen unserer Lebenswelt ist. Es sind Beobachtungen und Gemeinsamkeiten der Wahrnehmung, die sich in bemerkenswerter Form überschneiden. Eine Kommunikation, die an einem Thema, dem Baum enggeführt wird, kann unglaublich belebend und ermunternd wirken. Gerade, wenn ich die Geschichte rund um den keltische Baumkreis und den Baumkalender erläutere, kommt die Relevanz des Lebensbaumbegriffs zum Vorschein, zeigt sich, wie häufig wir mehr oder weniger bewusst die Spiegelung in der Auseinandersetzung mit den Bäumen suchen. Seien es Lieblingsbäume, Wunschbäume, Lebensbäume, mit oder ohne Bezug zu einer Systematik. Die Zugänge sind da sehr unterschiedlich. Aber die Bedeutungskerne und emotionalen Qualitäten scheinen einer gemeinsamen Sprache zu entstammen.

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