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Symbolkommunikation und Reserven

Das sind für uns alle keine guten Tage. M. ist heute erneut eines ihrer unseligen Malheurs passiert, die immer wieder einen Rückschlag bedeuten. Da sind Gespräche über einen ungewöhnlich leutseligen Vogel schon das Positivste, das man als Symbolkommunikation zwischen all den Widrigkeiten in sich aufnehmen kann und das dann auch gerne tut. Ich bin froh, dass an diesem Wochenende zum ersten Mal seit langem keine allzu anstrengenden Projekte anstehen. Vielleicht Gelegenheit, ein Stück weit zur Ruhe zurückzufinden und mit Kontemplation und Lektüre, vielleicht zur Symbolik der Bäume, neue Energie zu tanken.

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Baumthemen wieder dominanter

Wieder ein arbeitsreicher Sonntag, den ich dennoch als sehr kontemplativ empfunden habe. Vielleicht wegen des mittäglichen Ausflugs zum traditionellen Dorffest. Vielleicht wegen der Ruhe, die diesem Tag zu eigen war und die Konzentration hoch gehalten hat. Das hat dann trotzdem sonntägliches Flair und ermöglicht einen Abstand, der an Werktagen so nicht möglich ist. Auch die Holzarbeit war heute wieder Thema, in Form von Rückmeldungen und neuen Aufträgen. Und so sind die nächsten Arbeitseinsätze schon wieder geplant. Offensichtlich ein Jahr, in dem die Bäume, deren Hölzer und die Energie und Symbolik derselben eine wieder deutlichere Rolle spielen.

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Die natürliche Grundlage bleibt am einflussreichsten

Das Timing für den Abschluss des jüngsten Symbolarmbandauftrags war gut. Wie geplant konnte ich es am Abend fertigstellen, was mir erst einmal eine Verschnaufpause ermöglicht. Tatsächlich hat es sich in den letzten Wochen gehäuft, wie schon einige Male in diesem Jahr, und wie es eigentlich schon seit längerem für die Verteilung übers Jahr hinweg typisch ist. Oft kommt dann eine längere Pause. Aber auch darauf kann man sich eher nicht verlassen. Schön wäre es eben gleichmäßiger verteilt. Diese Produktion in der Sphäre des Symbolischen hängen aber eng mit globalen Stimmungen und der emotionalen Verfassung und Befindlichkeit der Menschen zusammen. Oft ist das tatsächlich global, nur so kann ich diese Häufungen erklären, die von langen Auszeiten abgelöst werden. Meine schon einige Male aufgestellte These ist, dass die Menschen sehr viel abhängiger vom natürlichen Rahmen sind, in dem sie sich bewegen und Teil dessen sie sind. Biologische und klimatische Faktoren, die auf die Biologie durchscheinen, sind oft wichtiger für Aktivität und Motivation, für Entschlusskraft und Verhaltensschwankungen als soziale Faktoren. Auf die Ebene der Kommunikation wirkt sich das aber wiederum aus, so dass häufig der Eindruck entsteht, die Schwankungen hätten kommunikative Hintergründe. Man muss dann eine Ebene tiefer blicken und kann sich nur wundern, wie abhängig wir als Kulturmenschen jederzeit und durchgängig von unserer Natur und der Umwelt unserer Natur sind. Es ist schön, dass ich diese Zusammenhänge und Veränderungen kontinuierlich am Beispiel der Mensch-Baum-Beziehung betrachten und mit dem in Verbindung bringen kann, was andere zum Thema beitragen.

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Die Bedeutung der Bäume für mich

Heute hat V. die nächste Ration Maulbeeren gepflückt. Die werden sukzessive reif und sind in diesem Jahr Ausdruck eines wuchs-, blüh- und fruchtfreudigen Baums. Offenbar ist mir das Zurückschneiden in den vergangenen Jahren ganz gut gelungen. Mir geht es anders als V. aber allein um den Baum und seine Ausstrahlung, nicht um die Früchte. Wenn ich auch die erstmals ausprobierte Marmelade daraus lecker finde, ist das für mich aber doch nicht das Wichtigste. Wie mir der Nutzwert der Bäume generell nicht das Wichtigste darstellt. Wenn Zeit und Freiraum vorhanden ist oder geschaffen werden kann, um die Bäume als Lebenssymbole und Spiegel menschlicher Befindlichkeit und Entwicklung zu sehen und zu betrachten, dann entfalten sie in meinen Augen ihre größte Bedeutung für uns, weit mehr als ihre Hervorbringungen jemals beinhalten könnten.

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Mit dem Altern wird Holz lebendiger

Meine Schreibtischplatte, die ich aus einer Kombination von Brettern aus Walnussbaum und Birke zusammengefügt hatte, beginnt die Oberflächengestalt anzunehmen, die ich mir ursprünglich vorgestellt hatte. Vermutlich liegt es daran, dass ich sie schon länger nicht mehr eingeölt habe und sich mittlerweile in dem weicheren Walnussholz schon etliche flache Druckspuren eingegraben haben. Das verleiht dem etwas von der Anmutung früherer Schulbänke, auf denen Generationen von Schülern ihre Gebrauchsspuren hinterlassen haben. Wenn irgendwann einmal auch der mittlere Streifen aus Birke stärker verblasst ist, fängt es an interessant, irgendwie lebendig zu werden. Das ist verrückt, weil das Holz von seinem lebenden Zustand sich immer weiter entfernt. Aber es ist wohl wie bei den Holzperlen, die ich für Armbänder produziere. Das Holz entwickelt irgendwann ein Eigenleben und lebt dann nur noch von seiner gespeicherten Energie und seiner symbolischen Ausstrahlung, die eine Verbindung zu den Eigenschaften der Baumart hält. Es wird zu einem natürlichen Symbol- und Energieträger und lenkt dann interessanterweise die Aufmerksamkeit wieder zurück auf den Baum. Stärker und deutlicher noch als in frisch verarbeitetem Zustand.

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Stimmiges Ergebnis anregender Arbeiten

Das war nun wirklich eine stimmige und anregende Arbeit, die ich heute Abend abschließen konnte. Es ist für mich interessant, schon während der Bearbeitung zu wissen, in welcher Form die Perlen später verwendet werden. Diese spezielle Zusammenstellung, verteilt auf ein Armband und etwa genauso viele Einzelperlen, werden später buddhistische Meditationen unterstützen. Enthalten sind darin sämtliche von mir derzeit lieferbare Holzarten. Ein breites Spektrum an Bäumen, Holzarten, Energien und differenten symbolischen Werten. Das trifft eben das ursprüngliche Motiv, die Perlen herzustellen und anzubieten, besonders genau. So können die Bäume und alles, was sie zu Lebzeiten bedeuteten, in Verbindung mit der umfassenden Bedeutung ihrer Art, ein zweites Leben in ganz anderem Zusammenhang führen und in einer innigen Weise mit dem Menschen interagieren, der sie trägt oder nutzt.

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Lebensthema mit veränderlichen Blickwinkeln

Der riesige Stau an technischen Aufgaben und Routinearbeiten ist gerade dabei, übersichtlicher zu werden. Aber dennoch ist er nicht aufgelöst. Das macht das kreative Arbeiten dazwischen manchmal mühsamer und lenkt einfach ab. Da sehne ich mich wieder nach mehr Zeit für tiefer gehende Projekte und mehr Zeit für den Blick auf Inhalte. Es ist wie so häufig. Wenn etwas überhandnimmt, schleicht sich der Eindruck des Ungleichgewichtigen ein. Gerade das versuche ich zu vermeiden oder auszugleichen, soweit das möglich ist. Die konstanten Themen und Aufgaben rund um die Bäume und ihre Symbolik helfen mir dabei. Als untergeordnetes, neueres Thema ist der Garten dazugekommen, das über den Sommer fast schon dominant zu werden scheint. Aber die Bäume bleiben das große, umfassende und nie modisch werdende Lebensthema, dem ich immer wieder neue Facetten abgewinnen und die ich mit immer wieder verändertem Blick betrachten kann.

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Symbolisches Interesse

Eine interessante Mischung verschiedener Lebensbaum-Hölzer hat mich heute beschäftigt: Esche, Walnussbaum, Eibe, Linde, Zypresse und Kiefer. Die Herausforderung ist die Kombination, die von einer ungewöhnlichen Zusammenstellung gekennzeichnet ist. Und von einem Anlass, für den sie bestimmt sind. Dabei geht es zum einen um die Lebensbäume der Beteiligten, aber auch um eine Partnerkonstellation und die Einbeziehung des Ereignisses, bei dem alle zusammen kommen. Für dieses Ereignis steht als symbolisches Pendant die Holzart der Hauptperle und des Schlussstücks, die dem am Termin gültigen Lebensbaum entnommen ist. Solche Aufträge finde ich besonders spannend, weil sie in eine konkrete Verwendung münden und einer vorgängigen Überlegung mit symbolischem Interesse entspringen.

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Schöne Resonanz auf meine Arbeit mit der Symbolik der Hölzer

Eine schöne Rückmeldung zu einem Partner-Armband-Set hat mich heute erreicht. Dieses Set mit der Kombination von Apfelbaum und Esche und mit der Besonderheit, dass die Hauptperle aus Quittenbaumholz sein sollte, hatte ich vor ungefähr zwei Jahren hergestellt. Es hat mich ebenso überrascht wie gefreut zu hören, dass dieses Set jetzt bei der Verlobung der Träger eine Rolle spielte. Als Ersatz für Verlobungsringe. Eine der Holzperlen, nämliche diejenige, die der Hauptperle gegenüber lag, wurde von einer Goldschmiedin durch eine Goldperle mit gleicher Größe wie die kleinen Holzperlen ersetzt. Eine Art Veredelung. Ähnliches hatte eine Kundin mir vor einiger Zeit berichtet, die ihre Partner-Armbänder an Stelle von Trauringen verwendet. Allein wegen solcher, manchmal Jahre später mir zugetragener Resonanzen, sehe ich mich mit diesem Kapitel meiner Symbolarbeit bestätigt. Durch die Lebenspraxis der Träger erhält das Projekt immer wieder neue Facetten, an die ich selbst bis dahin nie gedacht hatte.

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Ein sich selbst entwickelndes Thema

Mit der Ofenwärme sind wir während dieser zwar nicht mehr so kalten, aber wolkenbehangenen und nassen Tag, sehr froh. Von mir aus kann das noch eine Weile so weitergehen, es sei denn der Frühling erscheint in einer stabilen, warmen und lichtreichen Verfassung und bleibt dann auch. Ich merke, dass die Baumthemen in den Gesprächen wieder einen breiteren Raum einnehmen. In Bezug auf meine älteren Holz- und Baumskulpturen, in Bezug auf Möbel, Brennholz und oft auch auf bestimmte Baumarten, ihr Holz, ihre Eigenschaften, die in so vielen Lebensbereichen alltäglich eine Rolle spielen und nicht zufällig als Bezugspunkt und symbolisches Beispiel für Wärme, Lebendigkeit und Ursprünglichkeit dienen. Das Thema bietet bei diesen Erlebnissen immer wieder von Neuem Anlass, sich selbst weiterzuentwickeln und seine Relevanz im Menschenleben zu entfalten.

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Symbolische Korrektur

Der erste Tag, an dem man ohne Winterjacke auskommen konnte. Absolut frühlingshafte Temperatur, fast schon frühsommerlich fühlte es sich beim Mittagsspaziergang an. Und das Licht ist, wenn die Sonne einmal längere Zeit durchkommt, einfach wohltuend. So bin ich zuversichtlich, dasss wir bald auch mit den Pflanz- und Säarbeiten im Garte beginnen können. Den nächsten sonnigen Nachmittag werde ich für das neue kunsthandwerkliche Projekt verwenden. Mit der zurzeit ganz stimmigen Mischung von kreativer Projektarbeit und dazwischen platzierten handwerklichen Phasen schaffe ich mir die besten Voraussetzungen, um die verwischten Grenzen zwischen den Jahreszeiten auszugleichen und jeder Zeit des Jahres ein Stück ihres gewohnten Profils zurückzugeben. Eine Art symbolischer Korrektur tatsächlich auftretender Veränderungen, die in engeren Grenzen funktioniert.

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Subjektive Stimmung in zeitloser Symbolik aufheben

Die vier letzten Armbänder konnte ich heute abschließen. Wie so vieles andere kam mir der Prozess diesmal langwieriger als gewöhnlich vor. Dabei ist es nicht selten, dass 4-5 Exemplare gleichzeitig in Produktion sind. Vielleicht ist es die merkwürdige Verzögerung und Zähigkeit, die seit Anfang des Jahres schon alle Kommunikationen und Abläufe durchzieht und die bisweilen zum vollkommenen Stillstand zu führen scheint. Ein Schein zwar, aber auch nüchtern betrachtet ist die Atmosphäre nicht gerade von Aufbruchstimmung und Zuversicht geprägt. Die Holzarbeit ist das beste Mittel, diese Dinge zu neutralisieren. Denn in der Ausstrahlung, Energie und symbolischen Stärke der Hölzer und zugeordneten Bäume werden diese subjektiven Stimmungen und Befindlichkeitseinschätzungen aufgehoben.

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Formveränderung und inhaltliche Weiterentwicklung

Umfangreiche und komplizierte technische Detailarbeit beschäftigt mich in diesen Wochen. Eigentlich ist das ganz passend, da der unwirtliche nass-kalte Winter nicht so viele Alternativen lässt, die an Natur, Landschaft und Bäume in direktem Kontakt denken lassen. So bewege ich mich im Bereich meines Lieblingsthemas weiterhin auf symbolischer Ebene, immer wieder neue Ansätze dazu findend und weiterentwickelnd. Natürlich gehören auch Überlegungen dazu, die auf eine Neugestaltung der Wunschbaum-Interpräsenzen hinzielen. Nur ist das eben ein sehr komplexes Vorhaben, für das die nötigen Freiräume vorhanden sein müssen. Möglicherweise wird es da zunächst bei Ansätzen bleiben, von denen ich hoffe, dass sie in absehbarer Zeit auch schrittweise umgesetzt werden können. Denn mit der Formveränderung kommt häufig auch in inhaltlicher Entwicklungsschub, der gelegentlich auch für mich selbst überraschend und motivierend war.

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Starke Symbolthemen

Selbst die kunsthandwerklichen Projekte schiebe ich derzeit vor mir her. Es scheint so, dass die Zeit dafür noch nicht reif ist. So weit weg ist diese Witterung von dem, was an Wachstum und lichte Neuentwicklung denken lässt. Ich glaube, die Menschen haben sich schicksalshaft in diesen skurrilen Winter eingegraben und machen keine Anstalten mehr, aufzutauchen, bis das Licht zurückkommt und ein Motivationsschub von außen spürbar wird. Solange setze sich das Bearbeiten und Verarbeiten, das Lernen und Neuentwickeln zwischen vier Wänden fort. Eine Phase des intensiven Eintauchens ohne jegliche Ablenkung, wenn nicht die Fastnachtsaison anstünde, die den einen oder anderen doch noch nach außen zieht. Keine Zeit für Naturbeobachtung, schon eher für die Nutzung der Natursymbolik als kompensatorische Maßnahme. Natürlich läuft alles, was die Bäume an Lichtem und Dynamischem in sich tragen wie eine Gewissheit im Untergrund weiter. Das ist das Schöne an den starken Symbolthemen.

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Warum Kreationen mit Holz Bedeutung haben sollten

Wenn ich unter anderem durch Pinterest auf fremde Kreationen mit Holz stoße, bin ich erstaunt, wie ideenreich und technisch versiert viele Handwerker und Künstler sind. Wie unendlich viele und überraschende Facetten sie dem Material und seiner Oberflächenästhetik abgewinnen. Das zeigt, wie inspirierend gerade dieses Naturmaterial sein kann, und wie zeitlos sich daran Generationen von Kreativen austoben. Was auf der Oberfläche faszinierend, ungewöhnlich und reizvoll wirkt, ist aber nicht immer auch tiefgängig und nachhaltig. So vermisse ich gerade bei den auffälligsten Schöpfungen oft eine Symbolik, eine über die Oberfläche hinausgehende oder unter die Oberfläche reichende Bedeutung, die ich selbst so schätze und die bei einem Material, das einmal Gerüst eines starken Lebewesens war, auch erwartet werden kann. Wahrscheinlich hätte ich diese langjährige Begeisterung für Bäume und Hölzer nicht so entwickelt, wenn nicht diese symbolische Ebene wäre, die ich auf verschiedenen Ebenen versuche in Formen zu gießen. Mein Gefühl dazu: Diese Arbeit wird nie zu einem Abschluss kommen, sie wird mich immer wieder vor Herausforderungen stellen, allein schon weil ihre Tiefe und Vielfalt unendlich wirkt und die Zeiten, mit ihnen die Menschen sich ändern. Gerade auch wegen dieser menschlichen Abhängigkeit kann das wechselhafte sich aufeinander Beziehen von Mensch und Baum nur eine Daueraufgabe sein, die zu allen Zeiten ihre Berechtigung, ihren Reiz und ihren beiderseitigen Nutzen haben wird.

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Baumgedichte bewegen die Menschen zu allen Zeiten

Es gehört zu den Konstanten in der Beschäftigung mit Bäumen, dass die lyrische Modellierung von Baumgedanken und Baumreflexionen besonders große Resonanz erzeugt. Schon vor Jahren war es für mich überraschend zu sehen, dass die Webstatistik besonders regelmäßige und umfangreiche Zugriffe gerade auf die Sammlung von Baumgedichten unter wunschbaum.de verzeichnet hat. Dieses hat sich bis heute nicht geändert. Vielleicht ist es die kompakte Form der überschaubaren Gedichte, in Verbindung mit ihrer symbolischen Dichte und der Möglichkeit, den eigenen Gedanken anhand der Gedichtform freien Lauf zu lassen. Man ist dann ganz nah bei dem, was die Bäume uns sagen können, und das heißt bei dem, was wir über uns und unsere Beziehungen aus der Beschäftigung mit den Bäumen verstehen und was wir dadurch gewinnen können. In dem Bereich sind Zugriffsstatistiken tatsächlich einmal aussagekräftig, da sie Zeugnis eines echten Interesses sein können, und da sie Hinweise auf Präferenzen, bevorzugte Wahrnehmungs- und Reflexionsroutinen geben. Ein Grund mehr für mich, die Baumgedichte neben den Fotografien und meinen kreativen Baumprojekten wieder stärker in den Fokus zu rücken.

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Nicht vorkommenden Themen und Formen Geltung verschaffen

Der Rückblick aufs Wetterjahr 2017 hat ein sehr unberechenbares und wechselhaftes Bild ergeben. Es scheint an diesem Jahresanfang so, dass wir regelmäßig mit dem Unberechenbaren und dem wachsenden Verschwinden der Jahreszeiten rechnen müssen. So trüb und dunkel wie seit Anfang Dezember war es jedenfalls in dieser Konstanz schon lange nicht mehr. Und gleichzeitig auch noch untypisch warm und extrem regnerisch. Die Stimmung der Menschen leidet darunter, der Mangel an Licht macht fast allen schwer zu schaffen. Und so wundert es nicht, dass Aufbruchsstimmung bisher ausgeblieben ist. Das hängt sicher am wenigsten an der politischen Hängepartie in Deutschland, denn die Leistungsfähigkeit der Politik allgemein und deren Relevanz für das Alltagsleben des Einzelnen scheinen mir inzwischen flächendeckend als eher schwindend angesehen zu werden. Die in Nachrichten und öffentlichen Diskussionen nicht vorkommenden Themen und Inhalte sind die eigentlich wichtigen geworden. Es wird darauf ankommen, dass sich diese Themen auf anderen Wegen Raum verschaffen. In den Seelen der Menschen vorbereitet, in der privaten und lokalen Kommunikation zum Gegenstand gemacht. In den Alltag einfließend und diesen mitbestimmend. Meine Beschäftigung und alle Projekte rund um die Bäume und ihre Symbolik haben vor allem diese Intention, Text- und Denkinhalten sowie symbolischen Formen Geltung zu verschaffen und die Aufmerksamkeit ihnen gegenüber zu befördern. Ich bin sicher, dass das sehr viel weiter reicht als man von einem Gespräch über Bäume im ersten Moment erwarten würde.

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Wehmut gegen Ende der Weihnachtszeit

M. hat schon ihr Bedauern darüber ausgedrückt, dass ich für das Wochenende einen gemeinsamen Ausflug geplant habe. Weil sie noch möglichst lange den Weihnachtsbaum um sich haben will. Ja, es ist nun einmal Tradition, den Baum nach dem Fest der Heiligen Drei Könige abzuschmücken. Wann genau wir das umsetzen, steht noch nicht genau fest, aber es sind eben nur noch wenige Tage. Ich kann an mir selbst ebenfalls beobachten, wie mich insbesondere beim Betrachten des Baums am frühen Morgen und am späten Abend eine Wehmut überkommt, so als ob ich mir die Eindrücklichkeit des Symbolbaums das ganze Jahr über bewahren wollte. Diese Affinität für symbolische Formen ist zwar für die meisten ein Archetyp, der sich in bestimmten Situationen Raum verschafft, aber die Resonanz ist bei den Menschen sehr unterschiedlich ausgeprägt. So hat eine Bekannte Ms doch tatsächlich das Geschenk eines Papierfaltengels ausgeschlagen. Ein Geschenk, das gegen Ende der Weihnachtszeit noch passend erscheint. Aber die Liebe dieser Bekannten und ihr Sinn für solche weihnachtlichen Dekorationen und Symbole ist dann doch nicht so beschaffen, dass ein echtes Bedürfnis zu erkennen wäre. So bleibt der Engel, den ich vor einigen Tagen erst hergestellt hatte, vorerst in unserem eigenen Fundus. In der nächsten Weihnachtssaison wird sich ganz sicher ein Abnehmer finden, einer, der die symbolische Stärke des Engels zu schätzen weiß.

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Bedeutungsvolles für das ganze Jahr bewahren

Unser Weihnachtsbaum hat heute, im Rahmen eines Neujahrsbesuchs, noch eine späte Bewunderin gefunden. Das freut mich, zumal ich ihn täglich genau im Blick habe, er im Laufe der Weihnachtszeit noch zusätzliche Schmuckstücke erhalten hat und seine Ausstrahlung in dieser Weihnachtszeit wirklich besonders eindrücklich ist. Gleichzeitig streift mich eine Art Wehmut, wenn ich daran denke, ihn schon bald nicht mehr betrachten zu können. Den umgestürzten Vor-Haus-Baum konnte ich am Vormittag wieder aufrichten und stabilisieren. Ich hoffe, er wird die noch kommenden Stürme so überstehen und keinen Schaden nehmen. So will ich die restlichen Tage der weihnachtlichen Zeit mit allem, was dazu gehört, feiern und die bedeutungsvolle Tiefe der weihnachtlichen Symbole und Rituale ins kommende Jahr für uns alle bewahren.

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Inhaltsdenken und Symbolkommunikation als Programm

Die Lektüre der Betrachtungen Rudolf Steiners zu Weihnachten und seiner Symbolik, in der der Weihnachtsbaum eine wichtige, aber nicht ausschließliche Rolle spielt, ist nicht einfach nur ein Ritual für die Zeit zwischen den Jahren geworden. Ich entdecke immer wieder Neues darin und glaube auch, die Vielschichtigkeit der Thematik zunehmend besser zu erfassen, die immer auch über den engeren Themenrahmen hinaus auf Grundsätzlicheres und weiter Reichendes verweist. Ich vergleiche das gerne mit dem, was ich von der Erzählung und Interpretation der Kirche kenne, auch mit dem, was wir als Kinder gelernt haben. Und stelle fest, dass selten ein Widerspruch besteht, diese Betrachtungen und Blickwinkel aber eine viel tiefer gehende Erklärung und sinnhafte Begründung bieten. An diesem Interesse hängt natürlich viel mehr. Es geht mir auch darum, die Beschäftigung mit Inhalten, symbolischen Formen, sinnhaften Erzählungen und Erklärungen für mich selbst, aber letztlich auch in meiner Kommunikation wieder deutlicher in den Aufmerksamkeitsfokus zu rücken. Mein Gefühl ist, dass wir diese Ebenen sträflich vernachlässigen, vielleicht sogar zunehmend vernachlässigen und uns damit ein Entwicklungspotenzial verloren geht. Nicht selten denke ich, wir sind in dieser Hinsicht rückschrittlich. Das rein formale Denken, das Arbeiten nach in Formen begründeten Verfahren ist ausschließlich praktiziert eine Sackgasse. Auch wenn ich das ohnehin immer schon verkörpere, das Inhaltsdenken und die Symbolkommunikation als Programm einer fortschrittlichen Entwicklung zu propagieren, soll mein vornehmliches Ziel in der Arbeit des kommenden Jahres sein.

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Vor der Suche nach Richtung und Ziel

Die Witterung lässt das Ende des Jahrs in Dauerregen versinken, gepaart mit kaum Sonne. So geht das schon den ganzen Dezember. Die Sonnenbilanz dürfte desaströs für diesen Monat ausfallen. Von den Ausflügen abgesehen zieht es uns in dieser Zeit auch kaum ins Freie. Eine Zeit, die rein vom Denken und Arbeiten mit Symbolen lebt und gerade aus dieser Innerlichkeit ihre Eindrücke hinterlässt. Mein Eindruck ist, dass die Menschen diese Tage zwischen den Jahren tatsächlich gebraucht haben, um einmal Abstand zu gewinnen. Die Aufbruchs- und Neuanfangsstimmung wird kommen, aber wohl nicht vor der zweiten Januarwoche. Und dann werden die Richtung und das Ziel auch erst in einem neuen Anlauf abgesteckt werden müssen. Denn wenn eines sicher scheint, dann der Zuwachs an Orientierungslosigkeit zum Abschluss von 2017. Gut, dass ich meine zeitlosen Themen, v. a. rund um die Baumsymbolik habe, die auch in solchen Phasen zur Verfügung stehen.

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