Schlagwortarchiv: Sonne

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Frühsommerlicher Aufbruch

Sonnenstunden dürfte es in diesem Mai ziemlich genau so viele geben wie im Mai des Vorjahrs. Wenn diese letzten Tage nicht so durchwachsen gewesen wären, mit schwüler Wärme, aber durchgehender Hochnebeldecke, hätte es ein sehr guter Sonnenmonat werden können. Für die Pflanzen ist dieses Intermezzo eine Erholung und tut ihrem Wachstum offenbar gut. Und auch der Regentank konnte sich auffüllen bzw. wurde erst gar nicht stark beansprucht. Aber die durchgehende moderate Wärme bei gleichbleibender Helligkeit ist genau das, was wir uns vom Juni erhoffen. Für mich traditionell der schönst Monat überhaupt, weil der Sommer sich idealerweise dann von der sich aufbauenden Seite zeigt, die Vegetation noch nicht ihren Höhepunkt erreicht hat und diese lebendige Aufbruchstimmung überall gerade in Garten und Landschaft zu spüren ist. Das überträgt sich automatisch auf uns Menschen und gibt diesen unvergleichlichen Schub, den uns in diesem Form nur der Kontakt und Austausch mit der Natur geben kann.

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Regentage und Regelwerke

Ganz gut, dass ich zurzeit mit technischen Aufgaben und Herausforderungen ausgefüllt bin. Damit lassen sich die nassen und kühleren Intermezzi ganz gut überbrücken. Für die Arbeit mit Holz spare ich mir dann lieber die sonnigen und warmen Tage auf. Passt einfach besser zu dieser Arbeit und zu allem, was von den Bäumen, ihrer Ausstrahlung und Energie in diese Arbeit einfließt. Das ist dann das absolute Kontrastprogramm gegenüber der umfangreichen, abstrakten und formalen Regeln folgenden kreativen Tätigkeit, der aus gegebenem Anlass fristgerecht abgeschlossen werden muss.

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Frühsommerliche Arbeitskulisse

Das ist schon fast Hochsommer. So bin ich für die handwerkliche Arbeit am Nachmittag nun endgültig ins Gartenatelier umgezogen. Das ist relativ simpel, weil ich im Grunde nur den Arbeitstisch und den Stuhl neu platzieren muss. Aber das Arbeiten selbst ist schon ein ganz anderes, so mit grünender und blühender Gartenkulisse, der ganz anderen Geräuschkulisse und der am Nachmittag wärmenden Sonne im Rücken. Am wohltuendsten ist dabei das natürliche Licht, das ich für diese Detailarbeiten den ganzen Winter über sehr vermisst habe. Bestimmte Routinearbeiten gehen so schneller und irgendwie leichter von der Hand. Bei anderem habe ich den Eindruck, dass der Arbeitsplatz an der freien Luft auch mit vergleichsweise stärkerer Ablenkung verbunden sein kann. Für das Schleifen der Perlen aus Apfelbaum- und Olivenbaumholz war dieses Setting heute genau das richtige. Nun hoffe ich, nicht gleich wieder zurückziehen zu müssen, und dass das frühsommerliche Wetter anhält.

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Mit Frühlingssonne im Rücken

Es war das richtige Setting am späteren Nachmittag für diese Holzarbeit mit Olivenbaum und Apfelbaum. Denn die Sonne stand schon tief und fiel mir leicht wärmend in den Rücken. Bei Helligkeit und der Ahnung von Wärme macht diese Arbeit wirklich Spaß und man kann die grauen Wintermonate endgültig vergessen, wenn sich dieser erste Teil des Arbeitsprozesses bei klirrend tiefen Temperaturen abspielt und es anschließend in den Keller geht. Wann ich für die Feinarbeiten dem Keller wieder entfliehen kann, ist noch nicht ganz sicher. Manche Tage sind noch sehr kühl, so dass längeres Sitzen im Freien noch schwierig ist. Aber bald schon wird auch die Sicherheit da sein, dass man es wagen kann, das Atelier draußen aufzuschlagen. Dann schon vor dem Hintergrund der grünenden Pflanzen, die in diesem Jahr überwiegend selbst gezogen sind.

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Baumfrühling mit Sommerfeeling

Dieser Baumfrühling ist wieder anders als die meisten gewohnten. Eigentlich hat er für mich mit der jetzt erst sichtbaren, aber umso üppigeren Blüte des Spitzahorns gerade begonnen. Das Gelbgrün der wie Laub aus der Entfernung wirkenden Ahornblütenstände ist dieses Jahr bestechend und setzt eindrucksvolle Akzente in der ansonsten noch nicht so farbenfrohen Baumlandschaft. Gut ist auch, dass jetzt, bei so schönem Wetter, auch die Bienen damit eine ergiebige Anflugstation finden. Gleichzeitig erinnerte dieser Baumfrühlingstag aber stark an Sommer. Nicht nur wegen der sicher schon sommerlichen zu nennenden Temperaturen. Auch das Licht, die irgendwie zwischen Leichtigkeit und Zeitlosigkeit schwebende Atmosphäre vermittelte den Eindruck von Sommer. Als ob wir schon einige Monate warmer Witterung hinter uns hätte und dies nur ein besonders ausgeglichenes Beispiel eines Sommertags gewesen wäre. Dabei sahen sich die meisten Menschen überrascht und sich wundernd erfreut über diese unverhoffte Wendung. Sollte mich nicht wundern, wenn das neue Energien freisetzt.

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Untypischer März

Schade, was wir im Februar im Verhältnis zum Durchschnittlichen zu viel an Licht und Sonne hatten, das fehlt in gleichem Umfang an einem durchschnittlichen März. Es gab auch schon Märzmonate, die sogar fast sommerliche Sonnenstundenwerte mit sich brachten. Diesmal also wieder ein Einbruch, der zudem noch mit einer Rückkehr des Winters zum Wochenende verbunden sein wird. Dabei hatten wir uns mental schon auf den Frühling eingestellt. Und schon wieder sehe ich bestimmte Gartenarbeiten in weitere Ferne gerückt. Mindestens das für die Fensterbank geplante Einsäen der Chilis will ich aber jetzt umsetzen. So wird die Kellerzeit und die kompensatorische Energiearbeit mit und an den verschiedenen Hölzern wohl noch länger andauern.

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Ungewöhnlich lichtreicher Februar

Tatsächlich ist die Sonnenstundenbilanz dieses Februars am vorletzten Tag des Monats schon besser als 2012, dem bisher sonnenreichsten Februar innerhalb meiner bisher 8-jährigen Statistik. Das entspricht immerhin etwa dem Doppelten an Sonnenlicht, was in einem Durchschnittsfebruar zu erwarten ist. Und das allein wegen der ca. 10 sehr hellen und langen Tage, die hinter uns liegen, und nach fast drei Monaten ausgeprägter Lichtarmut. Eines der Extreme, die in unseren Breiten anscheinend normal geworden sind, wobei das Normale im ständig vom ehemals Normalen Abweichenden zu finden ist. Nach dem unerwarteten Schneefall am Morgen kam das Licht dann auch schnell wieder zurück, voraussichtlich bis morgen. Es wäre zu schön, wenn diese Wetterphase gleich in einen lichtreichen und wärmeren Frühling überginge, der die aktuellen Frosttage hinter sich lässt. Eingestimmt wären wir schon einmal. Und die Bäume würden es ebenfalls vorziehen, besonders die Wärme liebenden Arten, wie der Feigenbaum, die ohne zeitigen Frühling kaum eine Chance haben, rechtzeitig ihre Früchte zur Reife zu bringen.

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Strukturen im Winterlicht

Die wundervolle Helligkeit haben heute viele genossen. Das konnte ich auf meinem Lieblingswanderweg am Fluss entlang beobachten. Dabei war es sicher hilfreich, dass wir uns seit Tagen auf das Licht einstimmen und die Stimmung darin aufhellen konnten. Sich dann bei solchem Wetter, zwar kalt und windig, aber extrem sonnenreich, draußen in der Landschaft bewegen zu können, ist ein Gewinn für das Wochenende. Wenn es irgendwie möglich ist, will ich die Gelegenheit in kleinerem Umfang auch noch Anfang kommender Woche nutzen. Wie immer um diese Zeit des Spätwinters finde ich es besonders spannend, die ersten Wachstumsregungen bei den Bäumen festzuhalten, hier die neuen, sich farblich deutlich absetzenden Jungtriebe der Kopfweiden und die Kätzchen der Erlen neben den noch vom Vorjahr übrig gebliebenen geöffneten Zapfen. Und dann sind die Oberflächen der Baumrinden, hier von einer Wildkirsche, und verschiedene Strukturen bearbeiteter Hölzer bei diesem Licht interessant, z. B. bei den noch vom Herbst liegen gebliebenen Stämmen, deren Schnittflächen sie als Brennholzlose kennzeichnen und die schon leicht von Pilzen befallen sind. Oder bei den Stapeln ebenfalls schon aufgequollener und von Pilzen heimgesuchten Sperrholzplatten, die auf der naheliegenden Baustelle aufgestapelt liegen. Gerade solche Strukturen zählen zu den reizvollsten.

Junge Triebe der Weide im Winter Erlenzweig mit jungen Blütenständen und alten Zapfen Kirschbaumrinde Brennholzlos Brennholzlos Verwitterte Sperrholzschichten
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Das alte Lied von Licht und Holz

Nun ist aus der letzten Aufgabe im Zusammenhang mit den kunsthandwerklichen Holzvorräten heute doch nichts geworden. Es ist das alte Thema mit dem Holz und der Sonne. Schönes Wetter kann man zwar nicht programmieren, aber es bleibt eben ein Katalysator für die Holzarbeit. So war heute nicht die richtige Stimmung, bei so viel trüber, wenn auch nur wenig mit Regen durchsetzter Atmosphäre. Das Licht hat gefehlt, und das wäre gerade für dieses helle, licht wirkende Holz des Bergahorns wichtig gewesen. Ich werde den Plan zusammen mit einer neuen Aufgabe in der nächsten Woche nachholen, wenn das Spätsommerwetter zurückgekehrt ist. Inklusive der äußeren Motivation, die kunsthandwerkliche Ergebnisse guter Qualität erwarten lässt.

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Pflanzliche Sturmopfer

Die Sonnenstunden des Juli entsprachen fast exakt denen des Vorjahresmonats. Im vergangenen Jahr war eben nur der gesamte Hochsommer stark durchwachsen und erst der September brachte ungewöhnlich viel Licht. Diesmal hat erst der Juli einen Einbruch mit sich gebracht, und der August hat jetzt in der gleichen Manier begonnen. Trotz des Regens und der stürmischen Witterung ist mir die konzentrierte Holzarbeit heute leichter von der Hand gegangen. Wetterfühligkeit bedeutet eben auch, das Wetter der kommenden Tage im Voraus zu erspüren. Und da glaube ich wieder eine Bewegung in Richtung des Hochsommers festzustellen, den wir zuletzt schwitzend mal bewundert, mal bedauert haben. Alle Pflanzen mögen das. Nur der Starkregen hat dann doch den mediterranen Arten so stark zugesetzt, dass sie eigentlich erledigt sind. M. bedauert vor allem, dass der Lavendel im Nachbarsgarten, von dem sie sich immer bedienen konnte, diesen Sturm nicht überlebt hat. Das schränkt die Dekorationsmöglichkeiten in Sachen Herbstkränze gleich mal ein. Aber wir haben ja noch andere Möglichkeiten, die die Lücke schließen können. Ich denke etwa an die diesen Sommer in Unmengen wuchernden Physalis, aus denen wir in einigen Wochen erneut Kränze binden können und die sich ohnehin auch in Vasen hervorragend für die Herbstdekoration eignen.

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Den Baumschatten herbeisehnen

Schatten spendende Baumkronen, die hätten wir uns heute bei so mancher Erledigung unter praller Sonne gewünscht. So sind es wenigstens einige schattige Innenräume geworden, in denen bei längerem Aufenthalt die stehende Luft aber auch schon wieder unangenehm wird. M. hat mir heute zugestimmt, dass die Hochsommer doch eine neue Qualität gewonnen haben. Es ist nicht mehr dieselbe Wärme wie vor 20 oder 30 Jahren. Nicht nur die zunehmenden Schwankungen und Extreme, auch die länger anhaltenden Hitzephasen haben inzwischen etwas zu eigen, das man als „zu viel“ wahrnimmt. Erholung zwischendurch ist fast nicht mehr möglich. Und so begegnen mir in solchen Zeiten viele Menschen, die trotz Gesundheit und Jugendlichkeit etwas merkwürdig Schlaffes ausstrahlen. Als ob ihnen das Sonnenlicht ohne Puffer sämtliche Säfte entzogen hätten. Ich frage mich manchmal, ob uns solche Beobachtungen und Entwicklungen eigentlich etwas bedeuten sollen.

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Lichte Eindrücke des Alltags

Eine Rückkehr der Hitze. Eine Gruppe junger Bäume hat uns auf dem Parkplatz Schatten gespendet, während wir die Behandlungsmöglichkeiten für V. recherchiert haben. Überhaupt passt die entspannte Fahrt durch eine strahlende Sommerlandschaft nicht zum eher belastenden Anlass der Fahrt. Aber es gibt eben an jedem Tag diese lichten Eindrücke und belebenden Beobachtungen aus der Natur, die vieles verändern oder verträglich machen können.

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Sommerlicher Energieanschluss

In den vergangenen Jahren, so auch heute wieder, habe ich die Pfingsttage immer sehr still erlebt. Das passt so gar nicht zu dem symbolischen Charakter des Festes. Und auch nicht dazu, dass viele dann unternehmenslustig zu sein scheinen. Vielleicht sind ja die meisten in Urlaub gefahren, das wäre eine Erklärung. In dieser Konstellation aber haben diese Tage den besonderen Charakter von Zeitlosigkeit. Ähnlich wie während der Fastnacht scheinen die normalen Regeln der Zeit und des Alltags ausgesetzt. Wie eine Markierung des Übergangs vom Frühling zum als solchen wahrnehmbaren Sommer. Und mit einem Mal sind auch die Bäume wirklich präsent, hat sich das Grün als dominante Farbe der Landschaft durchgesetzt. Ab jetzt wird vor allem Licht getankt, Energie daraus gewonnen und üppig gewachsen und getrieben. Eine schöne Zeit, in der man sich dieser neuen Energiequelle gerne anschließt.

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Das war schon Hochsommer

Das war wohl der bisher heißeste Tag dieses Jahres. Und die Sonnenstunden könnten auch kaum ausgedehnter sein. Allerdings hat sich der um die Mittagszeit vermutete Rekord doch nicht eingestellt, zum Nachmittag hin hat sich die Strahlungsintensität der Sonne dann doch stark abgeschwächt. Auch sind zu hohe Lufttemperaturen nicht ganz so ideal für die Energiegewinnung aus der Kraft der Sonne. Wenn das aber noch einige Tage so bleibt, dann können wir uns für den Mai über das durchschnittliche Lichtangebot sicher nicht beschweren. Es freut mich sehr, dass trotz der Hitze jetzt auch der Ginkgo neue Blätter angesetzt hat und nach dem Erfrieren der ersten beim zweiten Anlauf erfolgreich war. In Sachen Höhewachstum wird er dieses Jahr sicher vom benachbarten Walnussbaum Konkurrenz bekommen. Bisher war er diesem immer noch knapp überlegen. Nun bin ich gespannt zu beobachten, ob sich der Höhenvorsprung umkehren wird.

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Sonnengewärmtes Freiluftarbeiten

Jetzt bin ich endgültig in der Freiluft-Arbeitssaison angekommen. Am späten Nachmittag scheint mir während der Arbeit die tief stehende Sonne auf den Rücken. Das lädt natürlich zu längeren Sitzungen ein, wie auch heute wieder. Aber das beflügelt dann auch und befördert dieses Gefühl, bei der Handarbeit ganz bei sich und bei den Formen und Materialien zu sein, die gerade in Arbeit sind. Heute waren das die Esche, die Buche und alle Bäume des Baumkreises in Form je einer Perle. Und in den kommenden Tagen geht’s nahtlos weiter. Schöner, das kann ich sagen, ist diese Arbeit zu keiner anderen Jahreszeit. Ich freue mich sehr darauf.

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Sonniger April

Wieder einmal ein sonnenreicher und wärmender Frühlingstag, der eigentlich besser zum 1. Mai gepasst hätte. So schließt der April mit einer im langjährigen Vergleich durchaus sonnigen Bilanz ab, der Lust auf die Gartensaison macht. Jetzt wird sicher noch einmal eine kühle Phase eingeschoben werden, aber dann rechne ich mit der Blüte des Weißdorns, dessen weiße Blütenknospen schon vor einer Woche zu sehen waren, die sich aber bei den Temperaturen noch nicht zu öffnen trauten. Dann beginnt auch die eigentliche Honigsaison, die hoffentlich für V. erfreulicher ausfällt an in den Vorjahren. Dazu gehört natürlich auch, dass zur Blütezeit der relevanten Arten keine Katastrophen in Form strenger Fröste oder Insektenplagen passieren.

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Frühlingshell

In diesem Monat hatte der 21 die belebende Wirkung, die ich mir generell vom ihm verspreche. Das war in 2017 bisher noch nicht so. Dennoch denke ich, dass der Frühling nach Kriterien des Lichts einen guten Weg nimmt. Nur die extrem frostigen Nächte passen nicht ins Bild. Die haben bei den Pflanzen schon krasse Schäden verursacht, die erstes Frühlingserwachen bei manchen Arten brutal abgebremst hat. Der Großteil unserer Bananenstauden haben es nicht überlebt, die jungen Blätter des Ginkgo sehen verdächtig schlapp aus, und so manche gerade erst in die Erde gesetzte einjährige Pflanze wirkt zumindest gefährdet angesichts der starken Temperaturschwankungen zwischen Nacht und Tag. Belebend aber ist die Sonne, die uns wenigsten am späteren Nachmittag milde Wärme beschert und durch das Helle den Frühling auch schon morgens greifbar macht. Vollständig mit unseren Arbeiten nach draußen ziehen zu können, ist uns aber noch verwehrt.

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Atmosphärische Signale

Immer wenn die Sonne durchkommt, zieht es mich nach draußen. Nach all den trüben und kalten Tagen war heute erstmals wieder Frühlingsstimmung, frühlingshaftes Licht und auch eine Ahnung wärmender Frühlingssonne zu spüren. Das tut dann einfach gut, der Gang durch die Landschaft wirkt wieder belebend und nicht lähmend wie bei Hochnebel. Auch wenn die Baumlandschaft noch keine erkennbaren Regungen erkennen lässt. Es sind die Signale, die von solchen kleinen, aber deutlichen Veränderungen ausgehen, vor allem vom Licht, die uns auch innerlich auf eine Veränderung einstimmen. Der morgendliche Gesang der Amseln muss etwas bedeuten. Ich hoffe, sie unterliegen keiner Verirrung und ihr siebter Sinn, der weiter reicht als unserer zeigt tatsächlich den Wechsel der Jahreszeit an. Dann beginnen auch die Bäum wieder als Lebewesen in Erscheinung und einen lang anhaltenden Dialog mit uns zu treten.

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Ferne Baumlandschaft

Das Februarbild meines schönen hochformatigen Baummonatskalenders hatte ich ganz vergessen umzuschlagen. Es offenbart jetzt ein Baummotiv, das einen wunderbaren Kontrast zu den aktuellen Regenwintertagen in unseren Breiten darstellt. Eine Gruppe von Köcherbäumen, die vor einem blau-rötlichen Himmel in Namibia beheimatet sind. Eine wunderbar markante Silhouette bilden diese Bäume mit der schuppigen Borke und den zur Kronenspitze sich immer weiter verzweigenden Ästen, die jeweils mit einem Blattbüschel enden, das an die Form von Agaven erinnert. Und in einer Landschaft, die von Sonne und Hitze geprägt scheint. Da würde man sich stundenweise in diese ferne Landschaft versetzt wünschen. Oder alternativ einen Sprung in die Zeit des hiesigen Frühlings, in dessen Licht und aufkommender Wärme sich die ersten Baumblüten ausbreiten.

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Lebendig halten

Die Wärme des Holzofenfeuers ist in diesen Tagen meine einzige Verbindung zu den Bäumen. Selbst quasi abwesend, sich mit der unwirtlichen Umgebung arrangierend, schenkt das Holz uns im kältesten Teil des Winters die Energie, die von den Bäumen zeitlebens aus der Kraft der Sonne getankt wurde. Klimaneutral nennt man das dann, aber jenseits energetischer Umwandlung steckt darin auch viel unsichtbare Symbolik, die allein wärmend wirkt. So wie wir uns im Winter ohnehin häufig und in großen Umfang mit symbolischen Stellvertretern für den Start ins neue Frühjahr wach und lebendig halten.

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Sommertäuschung im August

Ein August war das, dessen Anmutung mit den Tatsachen nicht so ganz übereinstimmt. Bei der schwülen Hitze dieser Tage könnte man meinen, der Sommer hätte sich einfach nur um 3-4 Wochen verschoben und sei jetzt im August eben an seinem Höhepunkt angekommen. Tatsächlich ist das aber ein Eindruck, der nur auf die Wechselhaftigkeit und Wärme zurückzuführen ist. Die Sonne hat sich in etwa genauso häufig und intensiv gezeigt wie im August des Vorjahres, nur minimal weniger. Und damit ist dieser August der sechste Monat in Folge, der gegenüber dem entsprechenden Vorjahresmonat weniger Licht und Sonne gebracht hat. Insgesamt wird es auch bei durchschnittlichem weiterem Verlauf ein sehr schlechtes Jahr in Bezug auf die Sonnenlichtstunden werden. Trotzdem haben sich die Pflanzen weitgehend gut entwickelt. Insbesondere bei den Bäumen kann ich keine großen Schäden feststellen. Nur die empfindlicheren Arten, die ohnehin nur zarte Blätter tragen, wie unser im Kübel gepflanzter Fächerahorn, haben unter den Phasen dauerhafter Intensivbestrahlung stark gelitten. Ich denke aber, dass wir keine so großen Folgeschäden z. B. bei den Nadelbäumen haben werden, die in manchem Vorjahr durch dauernde Trockenhitze entstanden waren. Denn immerhin gab es zwischendurch auch jede Menge Feuchtigkeit. Im Ergebnis also ein recht günstiges Jahr für Cholorophyll tragende Pflanzen, aber ein belastendes und anstrengendes für uns Menschen.

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