Schlagwortarchiv: Selbstspiegelung

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Mit Ewigkeitsanspruch

Leider ging der September wieder verregnet zu Ende. Ein Trost, dass der erwartbare Oktoberanfang schon eher an eine goldene Witterung glauben lässt. Trotz der ständigen Wechsel bin ich dennoch bemüht, was sich mir an Herbstlichem zeigt, auch als solches wahrzunehmen und möglichst kreativ zu verarbeiten. Für mich eine Möglichkeit, es bewusster wahrzunehmen und in einen Dialog mit diesem Natürlichen zu treten. Da es dabei immer um Spiegelungen geht, ist das auch ein Dialog mit mir selbst, Selbstspiegelung eben. Vielleicht deshalb widme ich neben der Baumbeobachtung auch solchen Aktivitäten wie dem Großziehen, Sammeln, Sortieren, Trocknen und Aufbereiten von Strohblumen so viel Zeit. Immerhin den größten Teil der bisherigen Sammlung konnte ich jetzt auf Drähte aufziehen. Das Binden zu Sträußen oder anderen Formen steht aber noch aus. Dafür suche ich mir dann die richtigen Zeitpunkte aus. Die Kür sozusagen, die Krönung, damit die „Everlasting Flowers“ ihren Ewigkeitsanspruch auch einlösen können.

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Starkes Baum-Thema

Darum, dass die Wunschbaum-Projekte einen ganz guten Spiegel globaler Stimmungen abgeben, bin ich ganz froh. Bei Medien und Formen, deren Substanz vor allen Dingen eine symbolische ist, die zudem einen Gegenstand haben, der als archetypisches Symbol, als hochgradig emotional besetztes Zeichen aufgefasst werden kann, sind dafür gute Voraussetzungen gegeben. Denn im spontan geäußerten Interesse, in der Suche nach Inhalten, die es ermöglichen, die eigene Persönlichkeit in äußeren Symbolen zu spiegeln, um damit mehr über diese zu erfahren, zeigt sich die wahre Stimmung. Ganz unabhängig von Entwicklungen und Nachrichten aus Politik und Wirtschaft. Es gibt eben – glückerweise – diese zeitlosen Themen, die gerade deshalb jederzeit im Alltag präsent sind und die persönliches Handeln, Motivationen und Intentionen stärker bestimmen als oft bewusst wird. Eine Palette von Wegen, Formen und Medien für mich entdeckt zu haben, mich eben diesen Themen zu widmen, immer eng geführt am großen Thema „Baum“ empfinde ich als große Bereicherung, die nie verblasst. Denn Teil dieser Projekte ist immer auch die Weiterentwicklung unter Berücksichtigung sich verändernder Wahrnehmungen, Bedürfnislagen und Ausdrucksformen. Wenn bei aller Veränderlichkeit der thematische Kern unberührt bleibt, ist das nur eine weitere Bestätigung der Stärke des Themas und seiner symbolischen Formen und der großen Rolle, die sie im Alltagsleben der Menschen spielen.

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Ähnlichkeiten und Spiegelung von Mensch und Baum

Jetzt sind die Lebensbaum-, Baumkreis- und Wunschbaum-Armbänder unter Dach und Fach, die noch an Weihnachten ihre Träger erreichen werden. Ein gutes Stück eng getakteter Arbeit, bei der jedem einzelnen Stück dieselbe Aufmerksamkeit und Sorgfalt zuteilwurde. Ich wünsche mir sehr, dass dies auch bei allen so wahrgenommen wird, die jeweiligen Träger die je besondere Energie ihrer Armbänder werden aufnehmen und nutzen können. Es ist für mich eine der körperlichsten und intensivsten Umsetzungsformen dessen, was ich die Selbstspiegelung in den Bäumen nenne. Denn der Träger hat sein Baum-Pendant ganz nah bei sich, auf der Haut und zudem an der Hand. Wenn sich eine Resonanz einstellt, dann immer an die bewusste Körperlichkeit, die Aktion gekoppelt. Gute Voraussetzungen, sich die Ähnlichkeiten mit der Baumart in der Selbstreflexion zu vergegenwärtigen und damit die Selbstbeobachtung zu intensivieren.

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Spiegelung innerer Handlungen

Es scheint, dass die Jahreszeit den Blick der Menschen wieder stärker nach innen wendet. Die Veränderungen in der Natur, augenscheinlich an der Laubfärbung und dem Reifen der letzten Früchte der Bäume, wirken sich unmittelbar auf die Seele aus, bestimmen die innere Verfassung, die Art und Richtung der Aufmerksamkeit wesentlich mit. Ich erkenne das u. a. an der wieder wachsenden Resonanz auf die Wunschbaum-Projekte. Die Seiten werden einfach häufiger aufgerufen, weil das Interesse an der Natur durch die Wechselstimmung in der Natur einmal wieder hervorgeholt, in den Fokus gerückt wird. Das freut mich immer, denn damit ist die beste Voraussetzung gegeben, dass die symbolische Kraft der Bäume wirken kann. Diese Wirkung ist ohne ein Mittun der Menschen undenkbar. Es ist ein aktiver Prozess der Aneignung oder Spiegelung innerer Handlungen im Lebenssymbol der Baums.

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Frühlingserleben und symbolische Spiegelung

Die Atmosphäre dieses Tages erinnert mich an meinen Arbeitseinsatz in der Großstadt, vor 8 Jahren. Der begann in der Osterzeit und dauerte einen langen und durchgehend sonnigen Frühling lang. Eigentlich ideale Bedingungen, zudem mit vielen Feiertagen zwischendrin, waren das damals, die den Großstadttrubel ausgleichen konnten und mir die Zeit dort angenehm gestaltet haben. Interessant, dass gerade diese Frühlingsluft, die besondere Temperaturverteilung im Tagesverlauf, die so typisch ist für diese Jahreszeit, für mich mit dieser Phase fest verknüpft bleibt. Wahrscheinlich sind es gerade diese biologisch wirksamen Einflüsse, die sich dem emotionalen Gedächtnis einprägen. Ein Ansatzpunkt mehr, in der Beschäftigung mit Naturwesen wie den Bäumen mehr zu sehen als bloß die naturwissenschaftliche Betrachtung von Lebewesen, die ihre Lebensenergie durch Photosynthese reproduzieren. Diese Beschäftigung ist Bestandteil unserer Wahrnehmung der Jahreszeiten und damit auch der Wahrnehmung unserer eigenen Körperlichkeit. Das geht weit über das einfache Parallel-Setzen der Physiognomie von Mensch und Baum hinaus. Es scheint mir eher so, dass diese Koexistenz von Mensch und Baum beiden ermöglicht, sich im Lebenslauf weiterzuentwickeln. Für die Menschen geschieht dies über eine Spiegelung ihrer selbst, ihrer Befindlichkeit, Emotionalität und Wahrnehmung, im Werden, sich Entwickeln und Vergehen der eigentlich fremden Spezies, die sich immer wieder als verlässlicher Lebenspartner mit großer symbolischer Tiefe und emotionaler Kraft bewährt.

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Mit Bäumen weite Bögen spannen

Das geheime Leben der Bäume beschäftigt mich immer noch. Das liegt nicht nur an dem spannenden Thema, sondern daran, dass mir für die Baumliteratur schon seit längerem wenig Zeit bleibt. So habe ich den Bestseller immer noch nicht durch, vielleicht aber bis zum Ende der Fastnachtszeit. An dieser Lektüre schätze ich vor allem die wohltuende Zeitlosigkeit, die von Themen dieser Art ausgeht. Da kann in der sonstige Welt passieren was will, die Bäume spannen mit ihrer Biologie, Geschichte und mit ihrem ganz speziellen Sozialleben, vor allem aber mit den vielen symbolischen Bezügen, die wir selbst im Zusammenleben mit ihnen entdecken und nahezu täglich aktualisieren, einen ganz weiten Bogen, der kurzfristige Entwicklungen überdeckt und eigentlich auch unabhängig von einem einzelnen Menschenleben ist. In diesen Bezügen kommt das Eigentümliche der Spezies und ihrer Arten im Verhältnis zu menschlicher Eigenart zum Ausdruck. Für uns immer wieder ein Anhaltspunkt für die Selbstspiegelung und Selbstvergewisserung.

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Raunächte, Selbstspiegelung und Vorsätze

In diesen Tagen liest M. viel über die Raunächte und die Bedeutungen, die man den zwölf Tagen zwischen Weihnachten und dem Dreikönigstag zuschreiben kann. Eine mögliche Ausdeutung beruht auf der Idee, dass diese zwölf Tage das folgende Jahr, die kommenden zwölf Monate quasi vorwegnehmen. Wenn man das annimmt, macht es Sinn, jedem dieser Tage eine Art Aufgabe zuzuordnen und an jeweiligen Tag die Aufmerksamkeit auf diese Aufgabe zu lenken. So sollte es gestern um das Zurücklassen alles Negativen gehen, um unbeschwert ins neue Jahr überwechseln zu können. Ich denke, dass an solchen Ansätzen viel Sinnvolles ist, man sie aber dennoch auf Praxistauglichkeit hin kritisch prüfen sollte. Ist es mir überhaupt möglich, so differenziert durch die Raunächtezeit zu gehen und die Aufmerksamkeit so gezielt zu lenken? Ist eine solche Zuordnung zwischen Einzeltagen um die Jahreswende zu Monaten des Folgejahres eigentlich aussagekräftig. Natürlich erlebt das jeder auch anders und setzt unterschiedliche Schwerpunkte bei Vorsätzen und der Verarbeitung des Erlebten. Gerade deshalb sprechen mich die zeitlosen Symbolthemen am meisten an, die einer Spiegelung gleichkommen. Die Spiegelung im Wachstums- und Lebenszyklus der Bäume ist uns naheliegend, da wir deren Veränderung täglich in unserem Blickfeld haben. Die symbolische Stärke der Bäume unterstützt uns dabei und gestaltet den Prozess der Selbstbeobachtung dennoch ergebnisoffen. Ebenso wie die Bäume in Abhängigkeit von ökologischen Faktoren entwickeln auch wir unsere Lebenswirklichkeit, die körperliche Befindlichkeit, die seelische und geistige Verfassung und Veränderung in einem komplizierten Umfeld, zu dem auch die Bäume als natürliche Spiegel gehören. Die Jahreswende kann uns einer von vielen Anlässen sein, diese Selbstbeobachtung bewusst zu machen und aus ihr Zuversicht und Entschlossenheit für das neue Jahr abzuleiten.

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Symbolträchtige Wesen

Auch wer mit dem Feiertag in seiner christlichen Bedeutung nicht viel zu verbinden weiß, kann sich der Aura des Osterfestes kaum entziehen. Ich beobachte seit Jahren, dass es in der Zeit um Ostern herum, mindestens eine Woche vorher und eine nachher, sehr still wird. Da steht dieses Fest im Raum, dessen Inhalt uns in dieser Zeit des Jahres schon natürlicherweise entgegentritt, quasi als Spiegel des jahreszeitlichen Aufbruchs. Das Grünen und Blühen der Bäume ist dafür ein sehr deutliches Zeichen, auf das wir aber dieses Jahr noch weitgehend verzichten müssen. Allein die Erwartung daran aber als etwas in dieser Zeit Übliches und regelmäßig Wiederkehrendes erfüllt schon diese Funktion. Die Bäume sind eben durch und durch symbolträchtige Naturwesen, deren Einfluss für das Leben und die Selbstspiegelung der Menschen gar nicht hoch genug eingeschätzt werden kann.

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Sprach- und fassungslos

Solche Unglücke wie das gestern in den französischen Alpen geschehene hinterlassen einen sprach- und fassungslos. In gleichem Maße, wie man über mögliche Hintergründe und Motive rätselt, richtet sich der Blick auf das Wesentliche und Grundlegende des Lebens. Die Betrachtung des Natürlichen, die Selbstspiegelung in den Prozessen des Werdens und Vergehens können uns in „normalen“ Zeiten an dieses Grundlegende heranführen oder eine ohnehin vorhandene Nähe aktualisieren. Das ist auch der Grund für meine langjährige Beschäftigung mit diesem Themenfeld. Ich habe tatsächlich ein Bedürfnis danach und das sichere Gefühl, dass es in diesem Feld etwas nachzuholen gilt, etwas, das uns in unserer hektischen Wirtschaftswelt aus dem Blick geraten ist. Aber in Betrachtung solcher Katastrophen verblasst einfach alles und es will nicht einmal im Spiegel und eines starken Lebenssymbols gelingen, einen Sinn zu erkennen, der Trost spenden könnte.

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Jahreszeitliches Empfinden

Zwar ungemütlich, aber beim Spaziergang merkt man schon die Frühlingsluft. Der Winter hat keine wirkliche Chance mehr, dennoch glaube ich, dass er uns noch eine kleine Weile ärgern wird. Ich kann es auch mit einer jetzt zunehmenden Abkehr vom Thema Holz und Baumsymbolik erkennen. Die realen Bäume sind jetzt schon wieder präsenter. Das verursacht erfahrungsgemäß zunächst eine erneute Hinwendung und eine tendenzielle Abkehr vom Symbolischen. Wenige Wochen später nivelliert sich das aber wieder. Das sind solche Beobachtungen, die ich inzwischen immer wieder bestätigt finde. Naturwahrnehmung und das Bedürfnis nach einem Austausch mit dem Natürlichen, oft in Form einer Selbstspiegelung verändert sich im Jahreslauf. Das ist eine der Grundlagen unseres jahreszeitlichen Empfindens.

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Selbstspiegelung im Alltag

Die nervenaufreibenden technischen Probleme dieses Tages haben mich schnell einen Ausgleich in der Holzarbeit suchen lassen. Interessanterweise hat sich das Problem kurz danach auch aufgelöst. Manchmal ist es eben gut, den Dingen ihren Lauf zu lassen, die man ohnehin selbständig nicht kontrollieren kann. Allerdings bin ich weit davon entfernt, die tägliche, auf unterschiedlichen Ebenen stattfindende Beschäftigung mit den Bäumen als eine Ablenkung zu betrachten. Es geht mir eher darum, gerade das in der symbolischen Stärke der Bäume herauszuarbeiten und in seinen endlos scheinenden Facetten darzustellen, was wir im Alltag aus der Beobachtung der Bäume über unser Sein und Werden als Menschen lernen können. Diese Selbstspiegelung am Beispiel und in Form der Bäume finde ich gerade das Faszinierende. Es enthält zahlreiche tiefe Geheimnisse, denen ich auf der Spur bin und von denen ich hoffe, dass sie nie so ganz gelüftet werden können.

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