Schlagwortarchiv: Schlehenlikör

Sie sind hier:

Schlehenlikör ansetzen

Es war genauso mühsam wie erwartet, die angesetzte Masse durchtränkter Schlehenfrüchte aus den enghalsigen Flaschen zu bekommen. Der Ansatz war eigentlich etwa einen Monat überfällig, so dass es höchste Zeit war, den Likör weiterzuverarbeiten. Was ich nicht mehr in Erinnerung hatte, aber dann in dem alten Baumbuch nachgelesen habe, war die Reihenfolge der Zutaten. Im Buch ist es so beschrieben, dass auch schon der Zucker, die Rosinen und verschiedene Gewürze, wie Nelken und eine Vanilleschote, zusammen mit dem Schnaps in den Ansatz gegeben wird. Von anderen Ansätzen bin ich dieses Vorgehen eher nicht gewohnt, deshalb habe ich es hier auch erstmal nur mit den Früchten gemacht. Jedenfalls habe ich heute die übrigen Zutaten erst hinzugegeben, nachdem ich den reinen Saft gewonnen hatte. Der Ansatz muss jetzt noch einmal einige Monate stehen und dann erneut abgeseit werden. Ich sehe ganz gute Chancen, dass das ein wohlschmeckender, runder Likör wird. Eventuell müssen wir ihn noch etwas strecken, da aktuell der Alkoholgehalt für Likör etwas zu hoch sein dürfte, aber das ist das wenigste. Immerhin sind es gut 2 Liter geworden. Das sollte für den gelegentlichen Genuss dieser Spezialität wieder für eine ganze Weile ausreichen.

Kommentar hinterlassen

Überfälliger Schlehenansatz

Schön, dass ich das Arbeitsprogramm dieser Woche frühzeitig abschließen konnte. Jetzt kommt noch einiges an Wochenendarbeit. Unter anderem sind die angesetzten Schlehenfrüchte längst überfällig abgeseiht zu werden. Das wäre eigentlich schon Mitte Dezember angesagt gewesen, nun will ich es am Wochenende nachholen und die übrige Zubereitung vornehmen, damit daraus ein wohlschmeckender Likör wird. Ich kann mich gut an den Tag erinnern, im Frühherbst, als ich die im letzten Jahr recht üppig zu findenden Früchte gepflückt habe. Jedes Mal, wenn ich mich dazu aufmache, entwickeln sich Gespräche mit mir meist wildfremden Menschen, die es anscheinend anrührend finden, wenn jemand tatsächlich noch Früchte an Sträuchern sammelt, die er am Wegesrand findet. Manche können die Art dann auch noch identifizieren oder haben schon einmal davon gehört. Aus dem Tonfall kann ich aber auch immer erkennen, dass das als antiquierte Sache angesehen wird, die zu pflegen als eine wie aus der Zeit gefallene Aktivität wirkt. Mich stört das nicht, ich feue mich vielmehr an diesen Gesprächen, die wie alle Gespräche über Bäume, immer etwas Wesentlichen anklingen lassen, das sonst niemals zur Sprache kommt.

Kommentar hinterlassen

Schlehen angesetzt

Es war an der Zeit, die am Samstag gepflückten Schlehen anzusetzen. Das Verfahren vom letzten Mal, vor zwei Jahren, hat sich auch diesmal bewährt. Die ziemlich reifen Früchte lassen sich ganz gut mit einer dicken Holzkantel zerdrücken. Dazu habe ich sie portionsweise in eine Schüssel geschüttet. Schwieriger war da schon das einfüllen der zerdrückten Fruchtmasse in die bauchige Korbflasche. Deren Hals war für diese Verwendung eigentlich etwas zu schmal. So musste ich es mit einem runden Löffelstiel Stück für Stück durchdrücken. Letztlich konnte ich ein 5-Liter-Flasche und eine 2-Liter-Flasche befüllen. Das ganze steht jetzt auf der Fensterbank, wo ich es sicher noch bis Mitte Dezember durchziehen lassen werde. Das Licht wird dazu beitragen, dass das Fruchtaroma gut in den Schnaps übergeht. Ich hoffe nur, diesmal werden wir in der Weiterverarbeitung den richtigen Alkoholgehalt treffen. Der wild-fruchtige Geschmack der Schlehen kommt nur dann in seiner charakteristischen Weise durch, wenn das Runde dominiert und eher der Eindruck eines milderen Likörs vorherrscht.

Kommentar hinterlassen