Schlagwortarchiv: Licht

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Die im Licht wieder zum Leben erwachen

An der Sonne und dem zum Teil schon gleißenden Licht konnte man heute bereits eine Vorahnung vom Frühling haben. Auch wenn die Temperaturen noch gar nicht frühlingshaft ausfallen und die Nächte sogar grimmig kalt werden können. Aber im Licht betrachtet geraten auf einmal auch die Bäume wieder ins Blickfeld und werden als lebendige Wesen wieder aktuell, nachdem der Winter monatelang von symbolartigen Zugängen zum Baumthema geprägt war. Dann macht auch die Arbeit mit Holz wieder mehr Freude, weil das Licht eine stärkere Beziehung zum Holz hat und all die Energie, die in ihm steckt und die es aus den Lebzeiten des Baumes in sich aufgenommen hat, erst im Licht zum Leben erwacht. Ein Vorteil bei der Bearbeitung und für das gedankliche Durchdringen der Arbeiten. Also ein Anfang, von dem ich hoffe, er wird bald auch in ausgedehnten Spaziergängen, fotografischen Erkundungen und einfacher Beobachtung der sich frühlingshaft verändernden Baumlandschaft seine Fortsetzung finden.

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Erste Lichtblicke

Durch die Fröste der letzten Nächte konnte man nach langer Zeit wieder auf den Wegen des Flussdamms gehen. Zuvor war alles derart durchweicht, dass daran nicht mehr zu denken war. V. schiebt aus demselben Grund schon seit Wochen seine Baumschnittprojekte im Obstbaumstück vor sich her. Einfach ein verrückter Winter, in dem alles anders läuft als man es gewohnt ist. Da tut die ungewöhnlich lange anhaltende Sonne heute gut, auch wenn die Luft sehr frostig wirkte. Allein das Licht aber lässt einen aufatmen und macht ein wenig Hoffnung auf schöne Fastnachtstage und eine Korrektur der Wettererfahrung in Richtung identifizierbarer Jahreszeiten.

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Vor der Rückkehr des Lichts

Es sieht fast so aus, als ob die Dinge zum ersten Mal in diesem Jahr ins Laufen geraten. Und wie so oft korrespondiert die Veränderung mit dem Wechsel im Außen, der für kommende Tage fast frühlingshafte Temperatur voraussagt. Mehr Licht haben wir zwar dadurch immer noch nicht, aber die natürliche Wärme ist allein auch schon ein Motivator, der die Menschen wieder wacher macht und aufrüttelt. So blicke ich mit einer gewissen Zuversicht auf eine Reihe kommender Projekte, und auf den Abschluss bereits fortgeschrittener Vorhaben. Ein nachgeholter Aufbruch und Abschluss zugleich, der zuletzt in der Vorweihnachtszeit ins Stocken geraten war. Meine Gedanken richten sich gleichzeitig schon stärker in Richtung des Frühlings und seiner Dokumentation in Fotografien, die ich in den letzten Jahren sehr vernachlässigt habe. Es ist wieder Zeit, die Baumblüten in den Blick zu nehmen und mit den neuen technischen Erfahrungen auch einmal andere Darstellungsformen zu versuchen. Die ersten Anlässe werden schon bald die länger werdenden Kätzchen der Haselsträucher und Erlen bieten. Und die ersten echten Farbakzente werden die hellgrün-gelben Blütenstände des Spitzahorns bieten. Auf diese Tage, in denen der Frühling erwacht freue ich mich sehr, da dann endgültig das Licht zurückkehren wird.

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Was für Wärme und Licht steht

Nun sehe ich die Brennholzsaison doch noch nicht ganz abgesagt. Zwischendurch wird’s so ungemütlich, gleichzeitig nass und kalt, dass die Ofenwärme schon das Richtige wäre. M. konnte sich dennoch bisher nicht entschließen, ich denke aber, dass es nur noch eine Frage von Tagen ist, auch wenn das Wechselhafte, und das heißt eben auch wieder Temperaturanstiege, bereits vorhergesagt sind. Insgesamt unterscheidet sich diese Januar bisher krass von dem des Vorjahrs. In Bezug auf das Wetter, die Stimmung der Menschen, das Interesse an symbolischer Kompensation. Auf diesen Gebieten waren noch keine Akzente zu erkennen. Die politische Hängepartie ist nur ein äußerliches Spiegelbild davon, auf einer Ebene, die sehr weit entfernt zu sein scheint. In diesen Tagen und in Abwesenheit des schönen Symbolbaums wünsche ich mir den Baumfrühling herbei, einen frühen Frühling. Bis ich Anzeichen dafür erkenne, konzentriere ich mich auf alles, was wärmt und was für Wärme und Licht stet, vom hölzernen Schreibtisch bis zur Lektüre von Baumliteratur.

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Lichtarmer Neustart

Das Jahr begann stürmisch, mit viel Wind und genauso lichtarm, wie das alte endete. Dauerregen macht es unmöglich, einen Spaziergang zu wagen. Und vor dem Haus ist tatsächlich der künstliche Weihnachtsbaum samt seinem Ständer umgefallen. Den hatte ich zwar mit einem schweren Sandsack beschwert, aber bei den Böen reichte auch das nicht aus, zumal der Sand auf Grund der Dauernässe wohl nicht mehr die richtige Lage hatte. Zwei Aufrichtversuche waren vergebens. So werde ich morgen, bei einer Regenpause wohl Stabilisierungsmaßnahmen ergreifen müssen, denn den Baum wollen wir noch bis zum Dreikönigstag dort belassen. Der Bauernkalender bringt die Nässe des Jahresanfangs, die er wie so häufig richtig prognostiziert hat, mit dem Einfluss der Sonne in Verbindung. Bei allem, was mir in diesen Tagen rund um das Thema Weihnachten, Wintersonnenwende und christliche Mysterien bezüglich der Sonne durch den Kopf geht, wirkt das unwahrscheinlich, seht sie doch in dem Zusammenhang vor allem für Aufbruch und Neuanfang. In der Wettererscheinung spiegelt sich das bisher noch nicht.

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Der zweite Feiertag ist ein Geschenk

Schön, dass wir zwei Feiertage haben. Ich bedaure z. B. die Amerikaner, bei denen schon nach dem einen Weihnachtsfeiertag der Alltag beginnt. Dank des zweiten Feiertags kann man die weihnachtliche Atmosphäre besser sich entfalten und auf sich wirken lassen, zumal eigentlich immer Besuche und Begegnungen auf dem Plan stehen, die mit zum Weihnachtsfest gehören, aber einer Kontemplation eben auch entgegen stehen. Ich freue mich deshalb immer gerade auf die Momente der wirklichen Ruhe, die es ermöglichen, das Licht der Weihnachten im eigenen Inneren aufscheinen zu lassen. Dieser Tag war für mich dazu sehr geeignet. In diesen Rahmen passte auch die neuerliche Lektüre der Vorträge Rudolf Steiners von 1910 und 1911, denn den Klassiker von 1909 über den Weihnachtsbaum als Symbolum habe ich vor einigen Tagen schon gelesen. Und die aus den Folgejahren veröffentlichten Weihnachtsvorträge, deren Einzelausgabe ich zu meiner kleinen Sammlung zähle, will ich in den nächsten Tagen folgen lassen. Das gehört mit zu den Vorhaben der Zeit zwischen den Jahren, zusammen mit einer Reihe von Versuchen, das weihnachtliche Licht möglichst authentisch in stimmungsvoller fotografischer Unschärfe wiederzugeben.

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Weihnachtslicht und Weihnachtsglanz

Versetzte Weihnachtsszene. Die fotografische Impression ähnelt auf den ersten Blick der vom Heiligen Abend. Aber den ersten Weihnachtstag haben wir mit J. und W. zusammen in G. gefeiert. Und der Baum ist ein Tisch-Weihnachtsbaum, der eine ähnlich schön pyramidige Form wie unser großer aufweist. Es gibt sicher eine Reihe von Gemeinsamkeiten innerhalb der Familie. Die Freude an den Lichtern, dem Funkeln und Glänzen während der Advents- und Weihnachtszeit ist eine, die uns den Geist der Weihnacht weit über die Feiertage hinaus vergegenwärtigt und ihre symbolische Kraft ins neue Jahr hinein verlängert.

Bescherung an Weihnachten 2017 Bescherung an Weihnachten 2017
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Lucia, Weihnachten und die Wiedergeburt des Lichts

Ich hätte gar nicht daran gedacht, wenn nicht ein Fernsehbericht sich um das Thema gedreht hätte. Der 13. Dezember ist der Gedenktag der Heiligen Lucia. Ich fand die Bilder der jungen Mädchen immer mystisch anmutend, die mit dem Kranz leuchtender Kerzen auf dem Kopf dem Tag des geringsten Lichts ein leuchtendes rituelles Symbol entgegensetzen. Wie ich sehe, wird diese alte schwedische Tradition in bestimmten Kontexten auch außerhalb Schwedens bis heute aufrechterhalten. Interessant ist aber der Tag, für mich zunächst unverständlich. Aber ein Blick in den zugehörigen Wikipedia-Artikel hat mich aufgeklärt: „Das Fest fällt auf den 13. Dezember, den Gedenktag der heiligen Lucia, der vor der Einführung des Gregorianischen Kalenders in Schweden (im Jahr 1752) gut ein Jahrhundert lang der kürzeste Tag des Jahres war.“ Also die spezielle Ausformung einer Feier der Wintersonnenwende. In diesen Gedankenkontext kann man dann natürlich auch Weihnachten einordnen, das im Rückblick auf die Geburt Jesus‘ den Wendepunkt zum Wiedererstarken des Lichts im Aufleuchten des Geisteslichts in jedem von uns feiert. Und in den weihnachtlichen Feierriten spielen dann eben auch die Kerzen eine wichtige Rolle, für mich kulminiert im mit Kerzen bestückten, erleuchteten Weihnachtsbaum. Egal ob es dabei um Überhänge aus vorchristlicher Zeit oder Symbolformen geht, die aus christlicher Denkart selbst heraus sich entwickelt haben, diese Symbole vermitteln eine Innerlichkeit und fördern die Innenschau in einer Form, wie sie zu keiner anderen Zeit des Jahres erlebt werden kann.

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Glasweihnachtsbäumchen

Rechtzeitig zum 2. Advent will ich auch die letzten Weihnachtsbäumchen aus Glas auspacken und arrangieren. Die Glasdekorationen gehören zu meinen absoluten Lieblingsstücken. Und besonders die aus Kristall, mit geschliffenen Oberflächen, die glitzern und funkeln. Das ist für mich die deutlichste Form, die Weihnachtssymbolik zum Ausdruck zu bringen. Diese Formen, die das Licht durchlassen und es partiell reflektieren, in denen sich die Farben der Umgebung wiederfinden und je nach Lichtsituation verändern. Besonders schön ist es, wenn die übrige Weihnachtsbeleuchtung von den Glasobjekten eingefangen wird. Dann leuchten sie umso stimmungsvoller.

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Christbaumlicht

In Sachen Baumbeleuchtung bin ich beim heutigen Besuch des großen Centers wieder nicht weiter gekommen. Es scheint so zu sein, wie ich in den Vorjahren immer schon feststellen musste, dass die LED-Technik, auf die traditionelle Form großer Baumkerzen angewandt, nicht für ganz lange Ketten bereitgestellt wird. Es sind immer nur die Ketten mit bis zu 500 kleinen LEDs zu bekommen. Oder eben die großen Kerzen, mit konventioneller Technik oder mit LED, aber immer nur mit maximal 30 Kerzen. Um die drei alten Ketten, die ich immer kombiniere, zu ersetzen, müssten es aber mindestens 60 Kerzen sein. Ansonsten müsste ich doch zwei kombinieren und wäre nicht viel weiter. Scheint so, als ob in diesem Bereich noch eine Lücke ist. Und auch die Lichtqualität ist bei den LEDs noch nicht wirklich vergleichbar mit alten Christbaumkerzen, egal ob warm-weiß, neutral-weiß oder bernsteinfarben bis gelblich. Das Licht hat eine andere Farbe und erzeugt nicht dieselbe Atmosphäre. Da gibt’s noch Entwicklungsbedarf.

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Wiederaufleben im Licht

Herbstliche Physalis-Lampions im Gegenlicht

Zwischendurch ist uns in diesen Tagen immer wieder intensives Sonnenlicht vergönnt. Dann erinnere ich mich an die besondere Atmosphäre während der Weihnachtstage, wenn das Licht von außen manchmal in gleißender Form einfällt und dies den leuchtenden Weihnachtsbaum noch mehr strahlen lässt. Der ganze Raum erhält dann eine unwirkliche Anmutung. Wie eine auf die Spitze getriebene Feier des Lichts. Eigentlich ist es auch das, was mich an der Fotografie immer schon besonders beeindruckt und herausgefordert hat. Das Besondere des Motivs dadurch herauszuarbeiten, dass es in einem für es eigenes Licht inszeniert wird oder eben im richtigen Augenblick bei natürlichem Licht aufgenommen wird. Ich habe bei der heutigen Reihe mit den teils zersetzten Physalis-Lampions, die wir wegen ihrer fragilen Formstärke und den in einem Spektrum variierenden Farben besonders die Augenblicke gesucht, in denen intensives Gegenlicht durch die Lampions fiel und sie quasi zum Leuchten brachte. Die ursprüngliche Idee eines fotografischen Konzepts, das für Auflösung und Trauer steht, konnte so in der gedachten Art gar nicht umgesetzt werden. Denn durch dieses lichte Wiederaufleben erhält das Motiv eine ganz andere, wie verwandelt wirkende Anmutung. Die symbolische Einordnung ist das nicht mehr so eindeutig, was mich noch zu weiteren Auswahl- und Detailarbeiten an dieser Reihe veranlasst, die ich sehr spannend finde.

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Das geistige Licht der Feiertage

Allerheiligen ist für uns in den letzten Jahren Anlass zur Familienzusammenkunft geworden. Auch eine Form, dem christlichen Feiertag gerecht zu werden, wenn auch etwas weiter entfernt von den Ritualen und dem Gedenken an die Verstorbenen, was für mich seit Kindertagen besonders im Vordergrund stand und auch ästhetisch bleibende Eindrücke hinterlassen hat. Die Totenlichter auf den Friedhöfen bei Dunkelheit, wenn wir vom Besuch eines externen Friedhofs mit verstorbenen Angehörigen nach Hause zurückkamen. Das war unbeschreiblich und hat dieses Licht in mir entfacht, das mit dem vergleichbar ist, dem wir an Weihnachten im Angesicht des Weihnachtsbaums entgegentreten, dem wir in Form den erleuchteten Baums gegenübertreten. Und in dem wir quasi versinken, das eigene Geistige vergegenwärtigen und sich neue innere Horizonte auftuen, die freilich immer schon vorhanden sind, nur meist verdeckt oder verschleiert erscheinen. Es ist diese mehr oder weniger bewusste Verbundenheit mit der Urquelle, die auch das Gemeinsame unter allen Mitgliedern einer Lebensgemeinschaft deutlicher werden lässt und uns innehalten lässt – zum Kraft und Energie tanken während der weniger geistesgegenwärtigen Zeiten.

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Das alte Lied von Licht und Holz

Nun ist aus der letzten Aufgabe im Zusammenhang mit den kunsthandwerklichen Holzvorräten heute doch nichts geworden. Es ist das alte Thema mit dem Holz und der Sonne. Schönes Wetter kann man zwar nicht programmieren, aber es bleibt eben ein Katalysator für die Holzarbeit. So war heute nicht die richtige Stimmung, bei so viel trüber, wenn auch nur wenig mit Regen durchsetzter Atmosphäre. Das Licht hat gefehlt, und das wäre gerade für dieses helle, licht wirkende Holz des Bergahorns wichtig gewesen. Ich werde den Plan zusammen mit einer neuen Aufgabe in der nächsten Woche nachholen, wenn das Spätsommerwetter zurückgekehrt ist. Inklusive der äußeren Motivation, die kunsthandwerkliche Ergebnisse guter Qualität erwarten lässt.

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Pflanzliche Sturmopfer

Die Sonnenstunden des Juli entsprachen fast exakt denen des Vorjahresmonats. Im vergangenen Jahr war eben nur der gesamte Hochsommer stark durchwachsen und erst der September brachte ungewöhnlich viel Licht. Diesmal hat erst der Juli einen Einbruch mit sich gebracht, und der August hat jetzt in der gleichen Manier begonnen. Trotz des Regens und der stürmischen Witterung ist mir die konzentrierte Holzarbeit heute leichter von der Hand gegangen. Wetterfühligkeit bedeutet eben auch, das Wetter der kommenden Tage im Voraus zu erspüren. Und da glaube ich wieder eine Bewegung in Richtung des Hochsommers festzustellen, den wir zuletzt schwitzend mal bewundert, mal bedauert haben. Alle Pflanzen mögen das. Nur der Starkregen hat dann doch den mediterranen Arten so stark zugesetzt, dass sie eigentlich erledigt sind. M. bedauert vor allem, dass der Lavendel im Nachbarsgarten, von dem sie sich immer bedienen konnte, diesen Sturm nicht überlebt hat. Das schränkt die Dekorationsmöglichkeiten in Sachen Herbstkränze gleich mal ein. Aber wir haben ja noch andere Möglichkeiten, die die Lücke schließen können. Ich denke etwa an die diesen Sommer in Unmengen wuchernden Physalis, aus denen wir in einigen Wochen erneut Kränze binden können und die sich ohnehin auch in Vasen hervorragend für die Herbstdekoration eignen.

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Lichtkonkurrenz

Die Weinreben haben wir im letzten Herbst schon so umgeleitet, dass sie das Zentrum des Gartenareals nicht mehr überschatten. Das war dringend notwendig, damit der kleine Feigenbaum eine Chance hat, in die Höhe zu wachsen. Bisher stand er aus dem Grund im Halbschatten. Jetzt aber versuchen von den Rändern her erneut verschiedene Triebe, den Innenraum zu erobern. Ich habe sie deshalb wieder per Hand umgeleitet und hoffe, sie werden auch mit dieser Richtungsänderung einverstanden sein. Es ist an der Zeit, den Feigenbaumnachfolger stark, hoch und stabil zu machen. Von unserem alten Feigenbaum ist nämlich nur noch eine Ruine geblieben, die ziemlich sicher ihren letzten Sommer erleben wird. Schade, aber wir haben uns in den letzten Jahren sehr viel Mühe gegeben, ihn zu retten. Zuletzt leider erfolglos.

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Das war schon Hochsommer

Das war wohl der bisher heißeste Tag dieses Jahres. Und die Sonnenstunden könnten auch kaum ausgedehnter sein. Allerdings hat sich der um die Mittagszeit vermutete Rekord doch nicht eingestellt, zum Nachmittag hin hat sich die Strahlungsintensität der Sonne dann doch stark abgeschwächt. Auch sind zu hohe Lufttemperaturen nicht ganz so ideal für die Energiegewinnung aus der Kraft der Sonne. Wenn das aber noch einige Tage so bleibt, dann können wir uns für den Mai über das durchschnittliche Lichtangebot sicher nicht beschweren. Es freut mich sehr, dass trotz der Hitze jetzt auch der Ginkgo neue Blätter angesetzt hat und nach dem Erfrieren der ersten beim zweiten Anlauf erfolgreich war. In Sachen Höhewachstum wird er dieses Jahr sicher vom benachbarten Walnussbaum Konkurrenz bekommen. Bisher war er diesem immer noch knapp überlegen. Nun bin ich gespannt zu beobachten, ob sich der Höhenvorsprung umkehren wird.

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Frühlingshell

In diesem Monat hatte der 21 die belebende Wirkung, die ich mir generell vom ihm verspreche. Das war in 2017 bisher noch nicht so. Dennoch denke ich, dass der Frühling nach Kriterien des Lichts einen guten Weg nimmt. Nur die extrem frostigen Nächte passen nicht ins Bild. Die haben bei den Pflanzen schon krasse Schäden verursacht, die erstes Frühlingserwachen bei manchen Arten brutal abgebremst hat. Der Großteil unserer Bananenstauden haben es nicht überlebt, die jungen Blätter des Ginkgo sehen verdächtig schlapp aus, und so manche gerade erst in die Erde gesetzte einjährige Pflanze wirkt zumindest gefährdet angesichts der starken Temperaturschwankungen zwischen Nacht und Tag. Belebend aber ist die Sonne, die uns wenigsten am späteren Nachmittag milde Wärme beschert und durch das Helle den Frühling auch schon morgens greifbar macht. Vollständig mit unseren Arbeiten nach draußen ziehen zu können, ist uns aber noch verwehrt.

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Die richtige Verfassung abwarten

Früher war dieser Erkältungszustand bei typisch über die Fastnachtstage. Dass ich das jetzt ausgerechnet am Frühlingsanfang erlebe, ist kaum zu glauben. Dabei hatte ich mich zuletzt viel draußen bewegt, so dass ein Grund für diese heftige Erkältung nicht zu finden ist. So wird mein Fotoprojekt, das mich in einigen Tagen sicherlich zu dem Nadelholzstapel in B. führen wird, den ich gestern auf dem Weg gesichtet habe, noch etwas auf sich warten lassen. Schließlich ist Lebenssymbolik in der Zeichensprache des Holzes immer vom richtigen Licht und der richtigen Stimmung während der Aufnahme abhängig. Ich bin davon überzeugt, dass sich das auf die Qualität der Ergebnisse auswirkt.

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Natürliche Wärmemittel

Die Frühlingsluft, die uns in den letzten Wochen schon häufiger umweht hat, kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Winter immer noch hartnäckig seine Störfeuer verbreitet. So ist bei ganztägig nasskalter Witterung heute der Chai Tee doch wieder zum Einsatz gekommen. Die ätherischen Aromen von Anissamen, Kardamom, Nelken, Fenchel und Ingwer tun dann ähnlich gut wie an bitterkalten Hochwintertagen. Und die Milch und der Honig sorgen dafür, dass alles schnell ins Blut geht und von innen heraus wärmt. Der Blick auf meine gestern aufgenommenen und heute schon von der ersten Agentur akzeptierten Hirnholzfotos der Kiefer hat eine ähnliche Wirkung. Auch die Kiefer steht für Licht und Wärme, bringt den Holzofen zu anhaltend wohliger Hochform und strahlt in seiner differenzierten, harzigen Struktur jede Menge aufbauende Vitalität aus.

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Lichter Querschnitt

Verwitterter Stammquerschnitt

Das Licht hat an diesem Sonntag mehr Menschen zu Spaziergängen bewegt, als ich es von sonstigen Sonntagen kenne. Man merkt, dass viele die Gelegenheit nutzen wollen, bevor die trüben Tage wieder kommen. Um den Kopf freizumachen, um der Arbeitswoche einen naturnahen Erlebnisakzent entgegen zu setzen. Das geht mir nicht anders. Vom Licht und der Ahnung einer Frühlingsluft abgesehen, sind mir heute wieder mehr die verwitterten, von den Spuren der Kettensäge geprägten, vor längerer Zeit gefällter Stämme aufgefallen. Von dem einer Eiche, den ich bei jedem meiner Gängen dort passiere, habe ich eine Reihe von Nahaufnahmen gemacht, deren Gelingen von dem zeitweise hellen Licht begünstigt war.

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Karge Farbakzente in der Baumlandschaft

Einer Erle bin ich auf dem heutigen Weg nicht begegnet. Aber die Haselsträucher stehen eindeutig in Blüte. Wenn die männlichen Blütenkätzchen länger werden und sich öffnen, sind gleichzeitig auch die winzigen roten weiblichen Blütenbüschel zu beobachten. Die übersieht man leicht, da sie so unscheinbar sind. Aber die vielen hängen Kätzchen leuchten an so strahlenden Tagen wie diesen in Beige-Gelb und bestimmen damit das ansonsten karge Aussehen der grauen Baumlandschaft. Daneben nimmt man als farbliche Akzente nur noch die alten verschrumpelten Hagebutten des Vorjahres wahr und, die aber besonders deutlich, die Schwefelflechten auf den Zweigen der Heckenrosen und des Weißdorns. Diese Flechten kombinieren ein leuchtendes Gelb mit einem Grund aus silbrig grauen Tönen. Besonders schön finde ich es, wenn sie an den Zweigansätzen solchen Zweige sitzen, die an den Enden mit zarter rötlicher Rinde neu austreiben. Dann haben wir sogar einen farblichen Dreiklang, der beim Vorbeigehen ins Auge sticht.

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