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Ein Lob der Jahreszeiten

Mal sehen, ob das tatsächlich der letzte wirkliche Spätsommertag war, wie manche Wetterleute sagen. Von einer Kaltfront ist die Rede. Ich hoffe, uns werden dennoch einige Altweibersommertage vergönnt sein, zumindest das für diese Zeit typische Licht. Damit das Herbstlaub der Bäume seine Farben zur Geltung bringen kann und wir einen Eindruck vom Wechsel der Jahreszeit behalten. Das gehört doch einfach zu den schönsten Seiten des Lebens in den gemäßigten Breiten. Eben diese Wechsel und Umbrüche, die uns jeweils wechselnde Szenen und Abbilder des Lebens in der Natur zeigen und in uns mit eben solchen inneren Veränderungen und Wechseln der seelischen Verfassung und Stimmung verbunden sind.

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Wehmutstage

Es ist beim Kalenderjahr fast wie bei der gesamten Lebenszeit. Zum Ende hin beschleunigt sich alles. Die Wahrnehmung der Zeit, die innere Zeit sozusagen, wird schneller. Die Tage fliegen dahin, die Jahreszeiten sind vielleicht noch identifizierbar, aber kaum noch in ihrer Gesamtheit zu erfassen, weil sie so schnell vorüberziehen. So nehme ich das in diesen Septembertagen wahr. Trotz noch sommerlicher Temperaturen, viel Licht und Sonne ist der Herbst doch die dominante Jahreszeit und lässt die dunklen, richtig ungemütlichen Tage vorausahnen. Was wir aktuell haben, ist eigentlich kein richtiger Altweibersommer, eher ein verlängerter, dennoch herbstlicher geprägter Hochsommer, der einen ahnen lässt, dass es ganz schnell gehen kann und schon steht Weihnachten vor der Tür. Das Herbstlaub der Blätter mag uns den schnellen Übergang erleichtern, weil es diese Mischung aus Schönheit, Wehmut und Abschiedsstimmung in uns wachruft.

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Übergang im Spiegel innerer Befindlichkeit

Der Bedarf an Gießwasser ist schon um die Hälfte zurückgegangen. Nur noch wenige Sonnenblumen und die übrigen Kübelpflanzen benötigen auf Grund der moderat sonnigen Witterung auch nicht mehr so viel Feuchtigkeit. Damit ist die sozusagen gemütliche Phase des Frühherbstes eingeleitet, in der alles im Übergang ist. Die letzten Früchte reifen, die ersten Blätter welken und verfärben in Richtung herbstlicher Farben. Die ersten Baumarten entblößen ihr Skelett, da sie kaum noch Blätter tragen und die letzten Farbakzente der Früchte vergangen sind. Da denke ich unwillkürlich an November und die dunklere Winterzeit. Dieser Eindruck ist als Vorahnung jetzt schon dominanter als der sommerliche. Ich finde es immer wieder anregend, diesen Wechsel der Jahreszeiten in der inneren Befindlichkeit gespiegelt zu sehen.

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Das unerschöpfliche Ganze des Pflanzensommers erfassen

Vielleicht hängt es mit den Schulferien in unserem Bundesland zusammen. Jedenfalls stelle ich jetzt, zum Beginn der letzten Juniwoche, schon die Hochsommerhaltung fest, die sonst erst im Hochsommer gegen Ende Juli, Anfang August erkennbar war. Die Menschen sind vielfach schon in Urlaubsstimmung, unabhängig davon, ob sie tatsächlich Urlaub machen. Es ist diese Sehnsucht nach Auszeit, nach Abkehr von der Routine und weniger Alltag zu spüren, die unsere Sommermonate der letzten Jahre begleitet hat. Das hat sicher seine Berechtigung und individuelle Funktion. Für die Durchführung von Projekten, die Kooperation erfordern, ist es aber sehr hinderlich. So versuche ich diese Sommerstimmung zu nutzen, um sie untypisch gerade für die Projektarbeit nutzbar zu machen. Es ist ja nicht ausgeschlossen, dass gerade die Auszeitatmosphäre Energie freisetzt, die sonst nur schwer mobilisierbar wären. Meine eigener Ausgangspunkt ist dabei die Beobachtung und Wahrnehmung von (Baum-)Landschaft, Licht und Farben in dieser Hochzeit des Sommers, aus der ich selbst viel positive, nach außen gerichtete Kraft schöpfen kann, der Gegenstand aber auch an sich eine unerschöpfliche Quelle für das staunende Beobachten und Verstehen darstellt. Es scheint so, dass man bei diesem Beobachten und Leben mit der natürlichen Umwelt nie auslernt und schrittweise in der Lage ist, immer mehr an Details und Zusammenhängen in diesem komplexen Ganzen zu erfassen und zu verarbeiten.

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Katalysatoren des Selbstbewusstseins

Endlich wieder ein angenehm temperierter und trotzdem sonniger Sommertag. Das ist ein gutes Zeichen zur Sommersonnenwende. Ich freue mich besonders auf diese Zeit, wenn der Höhepunkt des vegetabilen Jahreslaufs quasi noch bevor steht und der Gedanke an Herbst noch nicht vorhanden. Es ist wohl die vitalste, von Wachstum und Entwicklungsdrang nur so gesättigte Jahreszeit, die wir im Spiegel der Pflanzen wahrnehmen. Jetzt ist am deutlichsten spürbar, was Rudolf Steiner mit dem Ein- und Ausatmen der Erde meint. Die Ausatmung in Richtung des Kosmos, diese Öffnung und Ausdehnung in Richtung des Weltalls ist jetzt am tiefsten und intensivsten. An diesem Wendepunkt des längsten Tags beginnt das Ausatmen auch sogleich wieder weniger zu werden, bis zur Zeit der Tag- und Nachtgleiche im Herbst die Wende zum Einatmen erfolgt. Ich finde, gerade dieses Ein- und Ausatmen, die Dynamik des biologischen Seins zwischen Ausdehnung und Rückzug, können wir am Jahreszyklus der Bäume am anschaulichsten überhaupt beobachten und dadurch uns erst richtig bewusst machen. Vielleicht wäre dieses Miterleben der Natur, dieses Leben in der Natur, dieses Bewusstmachen, dass wir eben Teil dieses natürlichen Ganzen sind, ohne den Spiegel der Bäume nicht so präsent. Die Bäume sind insofern auch bereichernde Katalysatoren und eigenen Wahrnehmung und des Selbstbewusstseins.

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Lebensthema mit veränderlichen Blickwinkeln

Der riesige Stau an technischen Aufgaben und Routinearbeiten ist gerade dabei, übersichtlicher zu werden. Aber dennoch ist er nicht aufgelöst. Das macht das kreative Arbeiten dazwischen manchmal mühsamer und lenkt einfach ab. Da sehne ich mich wieder nach mehr Zeit für tiefer gehende Projekte und mehr Zeit für den Blick auf Inhalte. Es ist wie so häufig. Wenn etwas überhandnimmt, schleicht sich der Eindruck des Ungleichgewichtigen ein. Gerade das versuche ich zu vermeiden oder auszugleichen, soweit das möglich ist. Die konstanten Themen und Aufgaben rund um die Bäume und ihre Symbolik helfen mir dabei. Als untergeordnetes, neueres Thema ist der Garten dazugekommen, das über den Sommer fast schon dominant zu werden scheint. Aber die Bäume bleiben das große, umfassende und nie modisch werdende Lebensthema, dem ich immer wieder neue Facetten abgewinnen und die ich mit immer wieder verändertem Blick betrachten kann.

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Zur Jahreszeit passende Arbeitsweise

Es ist gut, dass ich zu dieser Jahreszeit so lange draußen arbeiten kann. Da sind dann auch längere Arbeitssitzungen bei natürlichem Licht bis 20 Uhr abends noch gut möglich. Für die Holzarbeit ist das wegen der besonderen Ausstrahlung des Materials und seiner engen symbolischen und energetischen Verbindung zu der Baumart, von der es stammt, besonders vorteilhaft. Während der kälteren Jahreszeit, wenn dieselben Arbeitsschritte bei künstlichem Licht erledigt werden, ist die Blickrichtung eine andere, dann geht es mehr um die Innerlichkeit, das nach Innen gerichtete Symbolische. Jetzt dagegen richtet sich der Blick mehr nach außen, in Richtung der lebenden Bäume, für die die Perlen stellvertretend stehen. Kaum zu sagen, was nun besser ist. Die Arbeit draußen ist aber wahrscheinlich entspannender, weil es mehr Ablenkung gibt. Die geschlossene Atmosphäre des Innenraums und künstliches Licht fördert dagegen mehr die Konzentration auf das Objekt. Ich finde, beide Arbeitsweisen und Umgebungen haben ihre Eigenarten und Vorzüge. Ich schätze es, die für jede Jahreszeit schlüssige und passende Form erleben zu können.

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Die sich entwickelnde Jahreszeit beobachten

Nun hat uns der zweite Feiertag, für den ich wie auch an Ostern und Weihnachten sehr dankbar bin, doch noch das passende Pfingstwetter beschert. Auf dem Rückweg von der Pfingstmesse sind wir in der Sonne gegangen, an frühsommerlich blühenden Pflanzen und üppig belaubten Kirschbäumen entlang. Dazu diese wärmenden Sonnenstrahlen und viel Helligkeit. Das sind, auch in der Landschaft, eigentlich die schönsten Wochen des Vegetationszyklus, da alles, was pflanzlich wächst, zu seiner Entfaltung drängt, Form gewinnt und seine Farben intensiviert, gleichzeitig eine Vielfalt von Ausdrucksformen umsetzt. Je nach Rhythmus in Form von Blättern, Asttrieben, Blüten oder gar schon Früchten. Irgendwie ist diese Aufwärtsbewegung, das Streben in Richtung Höhepunkt, spannender als die Rückwärtsbewegung. Das eine ist eben Ausdehnung, das andere Rückzug. Nach langen Winter- und durchwachsenen Frühlingsmonaten tut diese Öffnung nach außen, wie Rudolf Steiner gesagt hätte, in den Kosmos hinein, einfach gut. Und die umgekehrte Richtung der Innenschau kann in dieser Zeit ein wenig in den Hintergrund treten. Das wirkt auf mich wie eine Art Auftanken, wie wenn man einen Lichtvorrat auffängt und in sich speichert, der dann in Herbst und Winter kompensatorisch abgerufen werden kann. Wir haben vieles noch nicht verstanden und uns so richtig bewusst gemacht an diesem wunderbaren Wechsel und der internen Entwicklung der Jahreszeiten.

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Jahreszeitliche Perspektiven

Das Wetter bietet derzeit eine richtige Inszenierung. Wie wenn der Frühling nicht einfach so kommen soll, sondern auf dramatische Weise, mit spektakulärem Übergang, Phasen von Sturm, heftigem Regen oder gar Schnee, starken Winden, die an Winter erinnern und dazwischen geschobenen Lichtfenstern, die für sich allein den Frühling andeuten. Und mit der Aussicht auf über zwanzig Grad am Wochenende. Für mich beginnt der Frühling aber erst richtig mit dem Blühen der Bäume. Und das ist bei uns, jedenfalls von den Frühblühern wie Hasel und Erle einmal abgesehen, aber noch nicht präsent. Wenn die Sonne stabiler wird, lässt sich das erst richtig beobachten. Vor allem auf das helle Gelbgrün der Ahornblüten, das häufig gleichzeitig mit den ersten zarten Blättern erscheint, freue ich mich. Im Vergleich dazu ist die weiße Pracht des Schlehdorns dezenter, allerdings nicht weniger auffällig, in Ermangelung von viel farbiger Konkurrenz zu dieser Zeit des Jahres. Kurze Zeit später kommen dann mehr Arten in frühlingshafte Blütenstimmung, bis sich irgendwann alles überschlägt und man kaum noch die Phasen voneinander abgrenzen kann. Was gerade blüht, wie weit es damit ist, was schon erste Fruchtansätze zeigt, und was vielleicht noch länger auf seinen großen Auftritt wartet. Zweifellos ist der Frühling die spannendste aller Jahreszeiten der Bäume. Wohl weil man nicht nur das Aufleben und die schrittweise Entwicklung sieht, sondern eben auch die Vollendung in der Frucht als Perspektive noch vor sich hat.

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Untypischer März

Schade, was wir im Februar im Verhältnis zum Durchschnittlichen zu viel an Licht und Sonne hatten, das fehlt in gleichem Umfang an einem durchschnittlichen März. Es gab auch schon Märzmonate, die sogar fast sommerliche Sonnenstundenwerte mit sich brachten. Diesmal also wieder ein Einbruch, der zudem noch mit einer Rückkehr des Winters zum Wochenende verbunden sein wird. Dabei hatten wir uns mental schon auf den Frühling eingestellt. Und schon wieder sehe ich bestimmte Gartenarbeiten in weitere Ferne gerückt. Mindestens das für die Fensterbank geplante Einsäen der Chilis will ich aber jetzt umsetzen. So wird die Kellerzeit und die kompensatorische Energiearbeit mit und an den verschiedenen Hölzern wohl noch länger andauern.

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Fehlende Kälte beeinflusst die Wahrnehmung

Allmählich komme ich mit dem Zurückblicken, Abschließen, Ordnen und Bereinigen doch zu einem Ergebnis. Eben mit allem, was beim Jahresanfang im Spannungsfeld zwischen Rückschau und Vorausplanung alles anfällt. Es ist dann wie eine Erleichterung, wenn man das Gefühl hat, bestimmte Dinge zu einem Ergebnis gebracht zu haben. Nicht immer aber funktioniert das pünktlich zum Ende des Kalenderjahres. So kommt mein Jahreswechsel eigentlich erst einige Wochen später, die Weihnachtszeit klammere ich auch gerne ganz aus dieser Betrachtung aus, denn die ist für mich eine Zeit, die quasi außer Konkurrenz läuft und gleichzeitig für das Gefüge und die Motivation des ganzen Jahres von großer Bedeutung ist. Die Bäume und ihre Symbolik spielen am Anfang dieses neuen Jahres offenbar keine große Rolle, ganz anders als in den beiden Vorjahren, als ich nach Weihnachten jeweils einen genauso großen Ansturm in Sachen Manufaktur erlebt habe wie in den sechs Wochen vor Weihnachten. Diesmal fiel die Spiegelung nach den Feiertagen aus, die Menschen sind noch wie eingeschläfert. Nicht bereit und noch nicht in der Lage, über das Alltägliche hinaus den Blick auf die symbolischen Formen zu werfen oder aus ihnen Anregungen zu beziehen. Ich glaube, das hängt wesentlich mit dem ungewöhnlichen, so gar nicht winterlichen Wetter zusammen. Wirkliche Kälte, Schnee und Eis verstärkt die Sehnsucht nach Grün und nach Wärme, wie sie mit dem Holz der Bäume und aus ihnen hergestellten Objekten assoziiert wird. Wenn viele Blumen aber im Januar blühen, wegen der nicht passenden Temperatur, ist die Aufmerksamkeit aber irritiert und die sonst naheliegenden und heilsamen Kompensationshandlungen bleiben aus. Also ein Jahr, das in dieser Hinsicht einen verzögerten Anlauf nehmen wird.

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Verrücktes Wetterjahr mit Verzögerungen

Einige Holzarbeiten werden vor Weihnachten sicher noch anfallen. Aber der Run der beiden Vorjahre wird wohl ausbleiben. So hat jedes Jahr so seine Schwankungen, die nie vorhersehbar sind. Auch kann man nicht erkennen, wo die Ursachen für Abweichungen liegen. Meine Theorie, dass eine besonders lichtarme Wintersaison Einfluss hat, greift nicht immer. Denn dieser Winter ist bisher ja wirklich dunkel und ungemütlich. Zwar noch nicht so kalt, aber dennoch alles andere als einladend für Ausflüge in die Baumlandschaft. Insofern müsste der Kompensationsmechanismus eigentlich greifen. Aber das kann auch noch kommen, vielleicht diesmal mit zeitlicher Verzögerung. Immerhin würde das ins Bild dieses Jahresverlaufs passen. Denn seit dem Frühjahr war alles verzögert und später als sonst, was wir vor allem an der Honigernte festgestellt haben und in dem zeitlich um mindestens 3-4 Wochen verzögerten Blühen der Sträucher, Bäume, der relativ späten Fruchtreife. Sogar die Strohblumen kamen sehr spät und blieben dann aber auch lange. Die letzten sind sogar bei diesen frostigen Nächten noch ungerührt und frisch. Ein verrücktes Wetterjahr, das seine Spuren in unseren Gemütern hinterlassen hat.

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Natürliche Abwesenheit motiviert

Das scheint ein sehr arbeitsreiches Jahresfinale zu werden. Täglich kommen neue Projekte hinzu. Bei der kommunikativen und kreativen Arbeit ebenso wie auf kunsthandwerklichem Gebiet. Interessant, dass die nahende Weihnachtszeit offensichtlich motiviert, während die ersten zwei Drittel des Jahres in meiner Erfahrungswelt eher von Zögerlichkeit und Abwarten gekennzeichnet waren. Natürlich hat das auch mit der zunehmenden Unsichtbarkeit des Natürlichen zu tun. Je weniger wir uns nach draußen bewegen und die Jahreszeit im Spiegel des Baumlebens wahrnehmen, desto mehr besinnen wir uns auf uns selbst, die eigene Körperlichkeit, die engeren kommunikativen Kreise. Und dann scheinen Initiativen näherliegend, die in der nach außen gerichteten Zeit des Jahres vielfältigen Ablenkungen zum Opfer fallen. So hat auch die Abwesenheit der natürlichen Basis ihre positiven Seiten.

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Übergangstage vor Allerheiligen

Die Stimmung ist in diesem Jahr eigentlich typisch für die Tage vor Allerheiligen. Das kalt-trübe Wetter passt zu dem Feiertag, der wie kein anderer für die Zeit des Übergangs steht – in der Natur wie in unserer Orientierung und unserem jahreszeitlichen Empfinden. Dann rückt das Grüne und all die nach außen, Richtung Kosmos gerichtete Energie in den Hintergrund, wird geradezu umgekehrt, nach innen und in Richtung der Arbeit an sich selbst und den engeren sozialen Kreisen, den verstorbenen Angehörigen und Vorfahren. Vielleicht ist das der Grund, warum jüngst so viele vom Abschluss des Jahres sprachen, gerade zwei Monate vor eben diesem Abschluss. Die Symbolik der Bäume ist in dieser unbestimmten Übergangszeit weniger ein Thema. Aber das kann sich sehr schnell ändern. So jedenfalls habe ich in den beiden Vorjahren beobachtet.

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Mit der Jahreszeitensymbolik kreativ arbeiten

Merkwürdig, in den Vorjahren lief Mitte Oktober das Interesse an Microstockfotos mit weihnachtlichen Motiven an. Nicht so in dieser Saison, in der Herbstliches noch im Fokus steht. In den Discountern sieht man zwar schon seit September Weihnachtsgebäck und Ähnliches, aber stimmungsmäßig ist das bei den meisten noch nicht angekommen. Trotzdem erwische ich mich selbst schon bei den ersten Überlegungen zu den diesjährigen Weihnachtsbäumen. Ob wir wieder den künstlichen Baum mit bernsteinfarbenen LEDs vors Haus platzieren. Und wie wohl der große Baum fürs Wohnzimmer aussehen wird. Vorerst aber will ich selbst auch noch das kreativ verarbeiten, was dieser Herbst mir Neues und Anregendes entgegen gebracht hat. Es freut mich, dass M. die jüngsten Strohblumenkreationen angenommen hat und täglich in veränderter Form platziert. Auf diese Weise haben wir wirklich etwas von den ästhetisch anregenden Seiten des Herbstes, die in jedem Jahr wieder neue Facetten erhält. Erfahrungen, die ohne das aktive Arbeiten mit den Symbolen der Jahreszeit so nicht möglich wäre.

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Ganzjährige Berater

Das Wochenende wird wieder mit mehreren kreativen Projekten angefüllt sein, die sich mehr oder weniger um das drehen, was die Jahreszeit an Reizvollem und Charakteristischem bietet. Natürlich fest gemacht an den Pflanzen, ihrer herbstlichen Verfassung. Denn sie sind es, durch die wir die Jahreszeit als solche wirklich erkennen und die unser jahreszeitliches Empfinden im Wesentlichen bestimmen. Am Wetter können wir dieses Empfinden immer weniger und immer seltener festmachen. Haben wir doch nicht selten Winter im Frühjahr, November im Hochsommer und Frühling im Winter. Das Verschwinden der Jahreszeiten habe ich das schon einige Male genannt. Vielleicht etwas übertrieben formuliert, denn die Pflanzen spiegeln uns eben trotz der Turbulenzen und Überschneidungen tendenziell doch noch das durchschnittlich Erwartbare. Die Bäume bleiben für mich die deutlichsten Wegweiser und optischen wie symbolischen Landschaftsmarken, an denen wir unser eigenes Austauschverhältnis zum Natürlichen je angemessen orientieren können. Mal in engerem Kontakt zu den Pflanzen, mal in stärkerem Rückzug. Damit stehen wir gleichzeitig im Austausch, vor allem vom Frühjahr bis Herbst, und verhalten uns doch auch genauso zurückziehend im Winter. Ich finde es besonders spannend, dass in dem Moment des Rückzugs die symbolische Stärke der Bäume in den Vordergrund rückt, so dass sie uns jederzeit zur Verfügung stehen und uns das ganze Jahr über quasi als Berater begleiten.

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Symbolische Repräsentanz macht von Jahreszeiten unabhängig

Die Wintersaison in Sachen Wunschbaum-Manufaktur ist noch nicht angelaufen. Ich kann mir aber vorstellen, dass das ähnlich wie in den Vorjahren abläuft. Je näher die Adventszeit herannaht, desto häufiger werden die Anfragen eingehen. Erfahrungsgemäß setzt sich die Welle dann nach den Feiertagen in ähnlicher Form fort. Ein interessantes Phänomen, das aber, wie ich meine, mit der Jahreszeit durchaus zusammenhängt. Es ist gerade der Rückzug, die Richtungsänderung mehr nach innen, die die Aufmerksamkeit auf das Lebendige lenkt, enggeführt an der Symbolik der Bäume. Man könnte das Kompensation nennen, oder aber einen Vorgriff auf den kommenden Frühling, den Start der neuen Vegetationsperiode. Es ist so, dass die verschiedenen Hölzer stellvertretend für den Baum und seine Art stehen. Mit der symbolischen Repräsentanz wird der Bezug zu den Bäumen von der Jahreszeit unabhängig und kann leichter zu allen Zeiten vergegenwärtigt werden.

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Blasser Baumherbst

Das Laub der bereits abgeernteten Weinreben ist jetzt richtig herbstlich gefärbt. Einige frostige Nächte und es wird vermutlich innerhalb weniger Tage abgefallen sein. Bis dahin freue ich mich an den warmen Farbtönen, die sonst in der Baumlandschaft eher rar vorzufinden sind. Ganz habe ich die Blätterherbstsaison noch nicht abgehakt, und wenn die wenigen Früchte tragenden Pfaffenhütchensträucher die orangenen Samenkerne freigeben, hoffe ich auch dabei noch auf eindrucksvolle Motive. Aber ein Baumherbst, der in Erinnerung bleibt oder durch besondere Fruchtfülle oder herbstliche Laubansammlungen auffällt, wird es wohl nicht werden. Schwer zu definieren, dieses Jahr in jahreszeitlichen Kategorien.

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Jahreszeit und Bodenhaftung

Nach dem Schlehenpflücken sind die Bäume wieder aus meinem Sichtfeld verschwunden. Ich bin gespannt, aber nicht sicher, ob wir mit einem goldenen Oktober rechnen können, quasi als Ersatz für den ausgefallenen Altweibersommer. Das wäre die letzte Chance auf erkennbaren Blätterherbst, wirkliche Eindrücke der Jahreszeit und damit verbundene Anregungen. Ein Ausfall des Herbstes wäre ein Verlust, auch wenn die Stimmung der Menschen an sich symbolhaft herbstlich genannt werden kann. Schöner und aufbauender ist es aber, wenn Stimmung aus natürlichen Eindrücken resultiert und nicht auf inneren Handlungen selbst gründet. Zu groß ist die Gefahr, dass sich das Erleben verselbständigt und wir die Bodenhaftung verlieren, was langfristig immer Schaden anrichtet.

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Jahreszeitliche Eindrücke überschlagen sich

Gerade jetzt ist die Umbruchzeit, in der die letzten Eindrücke des Sommers nachwirken, der Herbst aber, auch schon in seiner für November typischen Form, bereits spürbar ist. Bei den Discountern sehe ich schon seit zwei Wochen Weihnachtsgebäck. Wieder etwas früher als in den Vorjahren. Nun beginnt die Weihnachtszeit also schon im September. Aber wirklich greifbar wird sie erst ab Mitte Oktober. Das die Marke, ab der vermehrt Microstock-Fotos mit Advents- und Weihnachtsmotiven nachgefragt werden. Tatsächlich gehen auch meine Gedanken als Microstock-Anbieter bereits in diese Richtung, und in Richtung der adventlichen Vorbereitungen und Dekorationen, die neue Motive bieten. Dabei habe ich das Thema Herbst noch gar nicht mit seinen diesjährigen Facetten erfasst. Da scheint sich Verschiedenes zu vermischen. Eigentlich etwas, was mich selbst erschreckt, weil dadurch etwas von der Innerlichkeit und dem Besonderen der aktuellen Jahreszeit verloren geht.

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Ungewöhnliche Turbulenzen jahreszeitlicher Erwartung

Auch wenn es schon mehrfach in den letzten Tagen Thema war. Die Anmutung von November in der Mitte des Septembers ist so ungewöhnlich, dass ich die Anmerkung nicht vermeiden kann. Tatsächlich ist die Befindlichkeit ganz auf den Übergang zum Winter eingestellt. Nur, dass gerade erst der kalendarische Herbstanfang vor der Tür steht. Die unpassende Vorwegnahme einer erst viel später erwarteten Witterung bringt den Organismus v. a. von uns Menschen durcheinander und lässt auch die jahreszeitlich geprägte Emotion in Turbulenzen geraten. Man sieht sich in einer Szene, die von Grablichtern als symbolische Kompensation fehlenden Tageslichts bestimmt ist, aber die Blätter der Bäume sind noch überwiegend grün, zeigen nur bei einzelnen Arten bereits herbstlichen Verfall. Eine starke Diskrepanz zwischen visuellem Eindruck und Stimmung, zwischen idealtypischer Erwartung und tatsächlicher Wahrnehmung. Das lässt bisweilen trübe Gedanken aufkommen, wo das leuchtende Rot, Gelb und Braun der Herbstblätter doch eigentlich Heiterkeit und versöhnlichen Abschied vom Sommer signalisieren sollten. Schwer vorstellbar, wie das in einem möglicherweise goldenen Oktober noch aufgehoben werden könnte.

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