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Inhaltsdenken und Symbolkommunikation als Programm

Die Lektüre der Betrachtungen Rudolf Steiners zu Weihnachten und seiner Symbolik, in der der Weihnachtsbaum eine wichtige, aber nicht ausschließliche Rolle spielt, ist nicht einfach nur ein Ritual für die Zeit zwischen den Jahren geworden. Ich entdecke immer wieder Neues darin und glaube auch, die Vielschichtigkeit der Thematik zunehmend besser zu erfassen, die immer auch über den engeren Themenrahmen hinaus auf Grundsätzlicheres und weiter Reichendes verweist. Ich vergleiche das gerne mit dem, was ich von der Erzählung und Interpretation der Kirche kenne, auch mit dem, was wir als Kinder gelernt haben. Und stelle fest, dass selten ein Widerspruch besteht, diese Betrachtungen und Blickwinkel aber eine viel tiefer gehende Erklärung und sinnhafte Begründung bieten. An diesem Interesse hängt natürlich viel mehr. Es geht mir auch darum, die Beschäftigung mit Inhalten, symbolischen Formen, sinnhaften Erzählungen und Erklärungen für mich selbst, aber letztlich auch in meiner Kommunikation wieder deutlicher in den Aufmerksamkeitsfokus zu rücken. Mein Gefühl ist, dass wir diese Ebenen sträflich vernachlässigen, vielleicht sogar zunehmend vernachlässigen und uns damit ein Entwicklungspotenzial verloren geht. Nicht selten denke ich, wir sind in dieser Hinsicht rückschrittlich. Das rein formale Denken, das Arbeiten nach in Formen begründeten Verfahren ist ausschließlich praktiziert eine Sackgasse. Auch wenn ich das ohnehin immer schon verkörpere, das Inhaltsdenken und die Symbolkommunikation als Programm einer fortschrittlichen Entwicklung zu propagieren, soll mein vornehmliches Ziel in der Arbeit des kommenden Jahres sein.

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Von den Inhalten abdriften

Ich plädiere bei der Agenturarbeit immer wieder dafür, die Inhalte wieder stärker in den Vordergrund zu stellen. Und es sind die Inhalte, die auch bei den Wunschbaum-Projekten im Vordergrund stehen sollen. Deshalb freue ich mich auf jede Rückmeldung, die dazu beiträgt, das Baumthema zeitgemäß weiterzudenken und kreativ damit umzugehen. Rückmeldungen und Kommentare zu den Einträgen des Baumtagebuchs zum Beispiel. Andere sehen gelegentlich Gemeinsamkeiten in der Beobachtung, weisen auf gleichgerichtete Erfahrungen mit den Bäumen hin oder haben Fragen, wie sie mit etwas umgehen. Das ist schön und geht in Richtung dessen, was vor längerer Zeit einmal intensiver in Themenforen geschehen ist. Mit Social Media scheint diese Form des themenbezogenen Austauschs ein stiefmütterliches Dasein zu fristen und kaum noch Beachtung zu finden. Dabei sehe ich die Schwäche dieser Medien gerade darin, dass sie diese Konzentration auf Inhalte eben nicht fördern, eher das Gegenteil. Das liegt an einer ohnehin nachlassenden Aufmerksamkeit auf tiefer gehende Auseinandersetzungen, hat aber auch mit den standardisierten Formen zu tun, über die bei Facebook & Co. die Kommunikation zwangsweise ablaufen muss. Mehr Individualisierungsmöglichkeiten wären da besser und könnten das Abdriften von den Inhalten vielleicht noch aufhalten.

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Inhaltskommunikation

Die kommunikative Lähmung hält an. Und fast jeder, mit dem ich spreche, kann auf diese Form von Winterwetter gut verzichten. Ich bin froh, meine warm haltenden Baumthemen zu haben, die mich täglich begleiten, auf die eine oder andere Weise. Und ich freue mich auch über Rückmeldungen von Menschen, die irgendwann einmal meinen Weg im Rahmen der Wunschbaum-Projekte gekreuzt haben. Da gibt’s in kleineren oder größeren Abständen wiederkehrende Kontakte, die sich an diesem einen thematischen Punkt treffen, der Symbolik und Ästhetik der Bäume. Und vermittelt über diese Gemeinsamkeit kann die Kommunikation auf einem anregend konzentrierten Niveau ablaufen und erlebt werden. Ein Grund mehr für mich, mein Plädoyer für die stärkere Berücksichtigung von Inhalten nicht ruhen zu lassen, die allzu schnell von rein formalem Denken verdrängt zu werden drohen.

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