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Holzarbeit und Autokorrektur

Gut, jetzt ist eine ganze lange Schlange von Holzarbeitsaufträgen abgearbeitet. Das hat neben den anderen Projekten sehr viel Zeit und Energieleistung gekostet, ist aber auf der anderen Seite auch eine Art Ausgleich und sinnhafte Form von Erholung für mich. Ungern würde ich diese fast schon kontemplativen Arbeiten missen, die im sonst oft von kommunikativen Herausforderungen geprägten Arbeitsalltag wichtige Ruhepole setzen, von denen aus man alles andere einmal aus unvoreingenommener Perspektive betrachten und einordnen kann. Eine Art Selbstbeobachtung, die Fehler erkennen hilft und Korrekturen im laufenden Prozess möglich macht, ganz außerhalb direkter sozialer Interaktion, aber doch unter dem Eindruck einer solchen, die aber eben auf einer anderen thematischen Ebene angesiedelt ist.

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Wechsel- und Wahlmöglichkeiten

Die anstrengenden Arbeitstage sind zur Routine geworden. Nach ununterbrochener konzentrierter Projektarbeit bin ich immer froh, wenigstens noch kurze Zeit des Tages den Kopf mit der Holzarbeit frei machen zu können. Das funktioniert eigentlich immer. Es ist wie das Abtauchen in eine andere Welt, wie ein Abstand nehmen und in sich Kehren, das in der Form wohl nur bei wenigen Aktivitäten möglich ist. So werde ich am Wochenende diesen Anteil meiner Arbeit überwiegend verfolgen können und das andere einmal in den Hintergrund stellen. Gut, dass ich diese Wechsel- und Wahlmöglichkeiten immer wieder umsetzen kann.

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Anstrengender Arbeitssamstag

Gut, dass ich bis jetzt noch draußen, an der frischen Luft und mit dem Gartenambiente im Rücken an meinen Holzprojekten arbeiten kann. Die Spätnachmittagssonne tut auch bei insgesamt frischeren Temperaturen und nicht mehr so viel Sonne und Licht einfach gut. Aber natürlich ist der Herbst schon präsent und lässt die Tage kürzer werden. Auch deshalb wird der Arbeitsplatz draußen vielleicht noch im September nutzbar sein. Spätestens im Oktober steht dann der Umzug in die Kellerwerkstatt an und das Arbeiten bei künstlichem Licht wird wieder notwendig. Bis dahin genieße ich diese stimmige Atmosphäre draußen, und die Möglichkeit, zwischendurch meine Gartenbäume zu besuchen, die späten Stauden zu bewundern und mich um die Bewässerung der Pflanzen zu kümmern. Ich hoffe, die letzten Ernteaktionen werden diese Stimmungshighlights im Garten nicht überschatten. V. plant morgen z. B. die Nashi-Birnen zu ernten, deren Gewicht die Äste des mittelgroßen Baums in die Knie zu zwingen scheint.

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Die letzte Phase des Arbeitens im Gartenatelier

Gut, dass ich bis jetzt noch draußen, an der frischen Luft und mit dem Gartenambiente im Rücken an meinen Holzprojekten arbeiten kann. Die Spätnachmittagssonne tut auch bei insgesamt frischeren Temperaturen und nicht mehr so viel Sonne und Licht einfach gut. Aber natürlich ist der Herbst schon präsent und lässt die Tage kürzer werden. Auch deshalb wird der Arbeitsplatz draußen vielleicht noch im September nutzbar sein. Spätestens im Oktober steht dann der Umzug in die Kellerwerkstatt an und das Arbeiten bei künstlichem Licht wird wieder notwendig. Bis dahin genieße ich diese stimmige Atmosphäre draußen, und die Möglichkeit, zwischendurch meine Gartenbäume zu besuchen, die späten Stauden zu bewundern und mich um die Bewässerung der Pflanzen zu kümmern. Ich hoffe, die letzten Ernteaktionen werden diese Stimmungshighlights im Garten nicht überschatten. V. plant morgen z. B. die Nashi-Birnen zu ernten, deren Gewicht die Äste des mittelgroßen Baums in die Knie zu zwingen scheint.

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Beiträge zur Symbolkultur

Nun geht es also doch nahtlos weiter mit der intensiven Arbeit an gleich vier Lebensbaum-Holzarten. So setzt sich die Aktivität der Wunschbaum-Manufaktur fast unterbrechungslos fort, eine ähnliche Situation wie schon einige Male in den Monaten vor und nach Weihnachten. Die Motive, Schwerpunktfaktoren und Aufmerksamkeitsschwankungen sind kaum erklärbar und auf bestimmte Faktoren zurückführbar. Aber es hat wohl sehr viel mit der Zuversicht der Menschen zu tun, und die ist eng an Situationen gebunden, die es erlauben, den Blick auch einmal über den Horizont der notwendigen Alltagsvollzüge hinaus auszudehnen. Mir scheint, so häufig und selbstverständlich ist das nicht mehr. Umso mehr schätze ich die Möglichkeiten, Beiträge zur Ausgestaltung dieser von Symbolkultur geprägten Zeiten zu leisten.

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Die natürliche Grundlage bleibt am einflussreichsten

Das Timing für den Abschluss des jüngsten Symbolarmbandauftrags war gut. Wie geplant konnte ich es am Abend fertigstellen, was mir erst einmal eine Verschnaufpause ermöglicht. Tatsächlich hat es sich in den letzten Wochen gehäuft, wie schon einige Male in diesem Jahr, und wie es eigentlich schon seit längerem für die Verteilung übers Jahr hinweg typisch ist. Oft kommt dann eine längere Pause. Aber auch darauf kann man sich eher nicht verlassen. Schön wäre es eben gleichmäßiger verteilt. Diese Produktion in der Sphäre des Symbolischen hängen aber eng mit globalen Stimmungen und der emotionalen Verfassung und Befindlichkeit der Menschen zusammen. Oft ist das tatsächlich global, nur so kann ich diese Häufungen erklären, die von langen Auszeiten abgelöst werden. Meine schon einige Male aufgestellte These ist, dass die Menschen sehr viel abhängiger vom natürlichen Rahmen sind, in dem sie sich bewegen und Teil dessen sie sind. Biologische und klimatische Faktoren, die auf die Biologie durchscheinen, sind oft wichtiger für Aktivität und Motivation, für Entschlusskraft und Verhaltensschwankungen als soziale Faktoren. Auf die Ebene der Kommunikation wirkt sich das aber wiederum aus, so dass häufig der Eindruck entsteht, die Schwankungen hätten kommunikative Hintergründe. Man muss dann eine Ebene tiefer blicken und kann sich nur wundern, wie abhängig wir als Kulturmenschen jederzeit und durchgängig von unserer Natur und der Umwelt unserer Natur sind. Es ist schön, dass ich diese Zusammenhänge und Veränderungen kontinuierlich am Beispiel der Mensch-Baum-Beziehung betrachten und mit dem in Verbindung bringen kann, was andere zum Thema beitragen.

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Die Mitte finden in der Arbeit mit Holz

Ein bisschen bringt uns der Temperaturrückgang doch aus dem Gleichgewicht. Auch an den hitzigen Hochsommer kann man sich mit der Zeit gewöhnen und vermisst dann etwas, wenn es mal in Richtung eines normalen Augustwetters geht. Immerhin soll die trockene Wärme zurückkommen. Und mit den wechselhaften Turbulenzen versuchen wir uns zu arrangieren. Wie so oft ist mir die Holzarbeit in diesen Tagen ein geeigneter Ausgleicher, der es schafft, die Schwankungen, auch in seelischer und biologischer Hinsicht, zu nivellieren, um sich so auch zwischen Extremen in der Mitte zu bewegen oder sich ihr anzunähern. Wenn ich Holz sage, meine ich damit immer auch die Bäume, die ihre Energie in ihm eingespeichert haben und noch viel später verfügbar machen.

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Anregende Ausnahmetage

Das soll der heißeste Tag dieses Jahres gewesen sein. Überhaupt beschweren sich immer mehr Menschen um mich herum über die Hitze, auch solche, von denen ich immer dachte, sie seien unempfindlich. Merkwürdigerweise habe ich mich schon ganz gut an diese Phase gewöhnt. Und unangenehmer als in den letzten Wochen fand ich es in den beiden letzten Tagen auch nicht. Im Gegenteil nehme ich diesen Ausnahmehochsommer als etwas Anregendes wahr. Oder als eine Art Auszeit, wie M. es heute formuliert hat. Eine weitere Zusatz-Jahreszeit, neben der gewohnten fünften Jahreszeit Weihnachten. Während dieser heißen Tage gestaltet sich mein Arbeitstag abwechslungsreich und extrem ausgefüllt, ganz anders als n den beiden Vorjahren. Und mit dabei sind immer größere Anteile von Arbeit mit Holz, wie auch am späten Nachmittag heute wieder. Auch die folgenden Tage werden damit ergänzt werden, so dass ich diesen Sommer sicherlich in mehrfacher Hinsicht in Erinnerung behalten werde als einen, der die Dinge in Bewegung gehalten und gebracht hat.

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Verwendungen und Motivationen bei symbolischen Formen

Ein sehr langer Arbeitssamstag, aber am Ende des Tages bin ich sehr froh, das Projekt heute schon abgeschlossen zu haben. Das nächste gleichartige wartet nämlich schon Anfang der Woche. Diesmal eine Anknüpfung an 2015, was von einer gewissen Zufriedenheit zeugt und mir wieder bestätigt, dass die Arbeiten und Erzeugnisse der Wunschbaum-Manufaktur eine besondere emotionale Qualität bergen, die mir als Bestätigung dient und das Projekt langfristig frisch, abwechslungsreich und lebendig hält. Es ist eben nicht nur die Auswahl von über 40 heimischen Holzarten und deren symbolischen Werte, es sind immer auch zahlreichen, immer wieder anderen Verwendungen, Motivationen, gedanklichen Verbindungen und persönlichen Geschichten, die dazu gehören, ohne die es in dieser Form auch nicht denkbar wäre. Die Aufträge dieser Jahres sind in der Hinsicht fast schon repräsentativ.

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Der Reiz des Abweichenden

Der geplante Besuch bei J. und W. wird nun doch wieder verschoben. Die Hitze ist schon außerordentlich, vor allem weil sie so selten lange anhält. So viele Tage über 35 Grad, das ist man selbst in Zeiten häufiger werdender Wetterextreme so nicht gewöhnt. Allerdings kann ich schon eine gewisse Gewöhnung feststellen, nur darf man es eben nicht übertreiben. So reduzieren wir die Aufenthalte in praller Sonne und versuchen das Aggressive der Sonnenstrahlen möglichst fernzuhalten, mit den üblichen Mitteln, wie Jalousien schon morgens weit herunter lassen und Sitzen oder Stehen in eher schattigen Plätzen. Den Abschluss heute hat wieder einmal die Arbeit mit Holz ausgefüllt, die trotz den Staubs und des viele Schweißes im Hochsommer einfach wunderbar ist. Und mit den Ergebnissen geht’s morgen weiter: Zypresse, wieder einmal, und Walnussbaum, dessen Vorräte ich demnächst auffüllen muss, weil auch die Art ungewöhnlich häufig nachgefragt wurde. Das Schöne daran ist vor allem, im Konstanten die Abweichungen und jeweiligen Besonderheiten zu erkennen und dieses in die Arbeit und ihre Ergebnisse einfließen zu lassen.

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Die Mauser der Unscheinbaren

Eine Holzarbeit abgeschlossen stehen die nächsten schon kurz bevor. Ich hoffe, noch morgen mit dem ersten Arbeitsgang beginnen zu können. Bestimmte Arten wiederholen und häufen sich in letzter Zeit: Pappel, Walnussbaum, Zypresse, Tanne gehören zu denen, die jetzt häufiger angefragt wurden. Die Arbeit an diesen vermeintlich einfachen Hölzern finde ich besonders reizvoll. Und immer wieder stelle ich fest, wie besonders gerade die sonst unauffälligen Holzarten sein können, wenn sie zu diesen winzigen Perlen verarbeitet sind. Gerade die Pappel und die Bergfichte sind gute Beispiele dafür.

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Die hochsommerliche Zweitaufgabe

Ein tolles Datum, dieser 21.07., und auch ein guter Holzarbeitssamstag. Ein strammes Programm wartete seit dem Morgen auf mich, das ich plangemäß umsetzen konnte. Jetzt nur noch die geölten Perlen zum Trocknen bereitstellen und dieses Projekt ist abgeschlossen. Schön, dass ich Anfang der Woche gleich mit dem nächsten beginnen kann. Gerade in dieser hitzigen Hochsommerphase finde ich das einfach klasse, sozusagen als Zweitaufgabe. Der Zünsler hat mich zwischendurch auch heute noch beschäftigt, in Form von weiterem Zurückschneiden. Das Mittel habe ich aber noch nicht angewandt, da für unsere Region Gewitterregen vorausgesagt waren und es nicht wirklich wirken kann, wenn es gleich wieder abgespült wird. Aber notwendig wird das auf jeden Fall sein, da ich auch bei dem geringfügigen Nachschneiden weitere Raupen gefunden habe. Von selbst also wird das Problem sich nicht lösen.

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Symbole fordern das Typische

Jetzt häufen sich wieder die Situationen, dass die bevorrateten Kanteln nicht dem entsprechen, was man typischerweise von einer Holzart erwartet. Den Fall hatte ich schon öfters, wobei es immer gewisse Toleranzspielräume gibt. Aber bei dem Abschnitt des Walnussbaums, den ich heute ausgewählt und dann zu einem Stab gedreht habe, war die Abweichung dann doch zu augenscheinlich. Natürlich ist es Nussbaum, aber eben aus einem Bereich des Stamms, der hart an der Grenze zum Splintholz lag. Bei diesem speziellen Exemplar war wohl der Splintholzanteil mit seinem viel helleren und weniger kontrastreichen Holz sogar überwiegend. Das war dann zum einen nicht kombinierbar mit der Hauptperle, die von der typischen Art vorbereit war, vor allem aber würde das die späteren Armbandträger irritieren. Eben weil die in Holz gefasste Form symbolisch steht für den Baum, seine Eigenschaften und seine sinnbildliche Spiegelung des Menschencharakters, ist es wichtig, dass die jeweilige Art gut unterscheidbar ist. Heute war das mit Mehrarbeit verbunden, da ich einen der Stäbe zweimal herstellen musste. Und sogleich ist die Liste der Vorbereitungsarbeiten wieder länger geworden. Denn es wird notwendig sein, die Kantelvorräte zu ersetzen. Ich hoffe, noch geeignete Abschnitte zu finden.

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Wochenendfügungen

Das hat in diesem Sommer schon Regelmäßigkeit entwickelt. Dass ich nämlich freitags mit der Holzarbeit beginne und sie bis zum Samstagabend abschließe. Diesmal geht’s um nur ein Objekt und einige Einzelperlen. So kann ich das Ganze schon morgen Vormittag zum Abschluss bringen. Aber dass sich das zeitlich so schön in Richtung des Wochenendes einpassen lässt, finde ich Klasse. Denn die Arbeit im Freien an den verschiedenen Hölzern ist zu dieser Zeit des Jahres unnachahmlich und anregend. Das ist die schönste Einleitung und Ausgestaltung des Wochenendes, die ich mir vorstellen kann. Ich bin sicher, dass die Freude an dieser Arbeit sich in den Ergebnissen wiederspiegelt und auch die späteren Träger etwas davon mitnehmen können.

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Meine Art von Urlaub

Ein super Sonnentag zum Ende des Juni, an dem ich wider Erwarten an meiner Holzarbeit bleiben konnte. So war es auch möglich, das aktuelle Projekt noch abzuschließen, im kürzest möglichen Zeitrahmen. So etwas fällt natürlich im Sommer, bei der Arbeit im Freien und bei warmen Temperaturen leichter als bei künstlichem Licht und Heizungsluft. Eine schöne Zeit für mich, besonders am Wochenende und wenn ich mich auf die Arbeit mit den Hölzern am Stück konzentrieren kann. Eine gute Gelegenheit, vielleicht die beste, einmal Abstand zu nehmen. Meine Art von Urlaub, wenn ich so wollte.

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Besonders schwierige Strukturen der Ulme

Heute hat mir die Bearbeitung der gebohrten Ulmenkerne besonders große Schwierigkeiten bereitet. Das ist ohnehin immer eine Herausforderung, aber gerade sind die Bohrkerne aus dem Randbereich meiner Abschnitte an der Reihe, die tendenziell parallel zur Drehrichtung verlaufende Fasern haben. Da muss ich noch vorsichtiger sein, damit nichts einreißt. Und es ist noch schwieriger, einen möglichst runden Querschnitt der Stäbe zu erreichen. Mit etwas Mühe hat es letztlich funktioniert. Dennoch überlege ich ernsthaft, auf die sonst übliche Bearbeitungsform auch beim Ulmenholz umzusteigen, weil diese Methode doch unverhältnismäßig aufwändig ist. Die Frage ist nur, ob sich geeignete Abschnitt dafür finden. Dazu ist noch einige Recherchearbeit notwendig.

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Stimmiges Ergebnis anregender Arbeiten

Das war nun wirklich eine stimmige und anregende Arbeit, die ich heute Abend abschließen konnte. Es ist für mich interessant, schon während der Bearbeitung zu wissen, in welcher Form die Perlen später verwendet werden. Diese spezielle Zusammenstellung, verteilt auf ein Armband und etwa genauso viele Einzelperlen, werden später buddhistische Meditationen unterstützen. Enthalten sind darin sämtliche von mir derzeit lieferbare Holzarten. Ein breites Spektrum an Bäumen, Holzarten, Energien und differenten symbolischen Werten. Das trifft eben das ursprüngliche Motiv, die Perlen herzustellen und anzubieten, besonders genau. So können die Bäume und alles, was sie zu Lebzeiten bedeuteten, in Verbindung mit der umfassenden Bedeutung ihrer Art, ein zweites Leben in ganz anderem Zusammenhang führen und in einer innigen Weise mit dem Menschen interagieren, der sie trägt oder nutzt.

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Motivierende Sommergartenatmosphäre

An diesem Samstag konnte ich mich seit langem wieder ausschließlich auf die kunsthandwerkliche Arbeit konzentrieren. Und es wurde auch eine konzentrierte und anhaltende Arbeit daraus, bei der ich noch mehr abschließen konnte, als ich eigentlich vorhatte. Das ist eigentlich so nur in den Sommermonaten möglich, wenn es so lange hell bleibt, dass auch am Abend die kleinteilige Handarbeit noch machbar ist und dann die tief stehende Sonne den Rück wärmt. Dann kann es auch mal über die sonst grenzwertige Arbeitszeit hinausgehen, einfach weil die Atmosphäre motivierend und aufmunternd wirkt. Wenn dann auch noch der Gart die Fortschritte machen würde, die ich mir verspreche, ist alles gut. Leider sind wir in diesem Jahr sehr stark von Wühlmäusen heimgesucht, die allen möglichen Schaden anrichten. Der prominenteste Schaden war die eingegangene Stechpalme. Aber die Tiere scheinen auch vor gerade gesetzten Stauden nicht Halt zu machen. Jedenfalls ist auch der kleine Rizinus, der einzige, der aus eigener Kraft direkt am Saatort erschienen ist, über Nacht auf einmal so desolat, dass ich mir um sein Überleben Sorgen mache. Drum herum war die Erde aufgebrochen, wohl ein ziemlich deutliches Anzeichen für das unheilvolle Treiben der Tiere.

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Natur, Symbole und Formalismus

Nach so viel Arbeit mit Formalitäten und Abarbeiten technischer Herausforderungen freue ich mich auf die handwerkliche Arbeit am Wochenende. Endlich wieder Gelegenheit, ein breites Spektrum an Hölzern zu bearbeiten und den Blick und die Gedanken in Richtung der zugehörigen Bäume zu richten. Das macht den Geist frei und gelassener, gibt Gelegenheit, sich an das Bleibende und Konstante zu erinnern und in der Sphäre des Symbolischen Interpretation und Phantasie zu bemühen. Ohne das ist es kaum vorstellbar, würde man am selbst auferlegten und manchmal ungewollt angeeigneten Formalismus vertrocknen. Die Arbeit mit Lebendigem hält eben doch noch eher selbst lebendig.

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Zur Jahreszeit passende Arbeitsweise

Es ist gut, dass ich zu dieser Jahreszeit so lange draußen arbeiten kann. Da sind dann auch längere Arbeitssitzungen bei natürlichem Licht bis 20 Uhr abends noch gut möglich. Für die Holzarbeit ist das wegen der besonderen Ausstrahlung des Materials und seiner engen symbolischen und energetischen Verbindung zu der Baumart, von der es stammt, besonders vorteilhaft. Während der kälteren Jahreszeit, wenn dieselben Arbeitsschritte bei künstlichem Licht erledigt werden, ist die Blickrichtung eine andere, dann geht es mehr um die Innerlichkeit, das nach Innen gerichtete Symbolische. Jetzt dagegen richtet sich der Blick mehr nach außen, in Richtung der lebenden Bäume, für die die Perlen stellvertretend stehen. Kaum zu sagen, was nun besser ist. Die Arbeit draußen ist aber wahrscheinlich entspannender, weil es mehr Ablenkung gibt. Die geschlossene Atmosphäre des Innenraums und künstliches Licht fördert dagegen mehr die Konzentration auf das Objekt. Ich finde, beide Arbeitsweisen und Umgebungen haben ihre Eigenarten und Vorzüge. Ich schätze es, die für jede Jahreszeit schlüssige und passende Form erleben zu können.

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Symbolisches Interesse

Eine interessante Mischung verschiedener Lebensbaum-Hölzer hat mich heute beschäftigt: Esche, Walnussbaum, Eibe, Linde, Zypresse und Kiefer. Die Herausforderung ist die Kombination, die von einer ungewöhnlichen Zusammenstellung gekennzeichnet ist. Und von einem Anlass, für den sie bestimmt sind. Dabei geht es zum einen um die Lebensbäume der Beteiligten, aber auch um eine Partnerkonstellation und die Einbeziehung des Ereignisses, bei dem alle zusammen kommen. Für dieses Ereignis steht als symbolisches Pendant die Holzart der Hauptperle und des Schlussstücks, die dem am Termin gültigen Lebensbaum entnommen ist. Solche Aufträge finde ich besonders spannend, weil sie in eine konkrete Verwendung münden und einer vorgängigen Überlegung mit symbolischem Interesse entspringen.

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