Schlagwortarchiv: Holzarbeit

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Konservierte Wärme

Es ist noch zu kühl und unbeständig. Deshalb werde ich noch eine ganze Weile mein Kelleratelier beziehen müssen, wie auch an diesem Wochenende wieder. Ein Hauch von Frühling ist trotz künstlicher Beleuchtung aber auch jetzt schon phasenweise zu spüren. Immer, wenn die fast blendenden Sonnenstrahlen von außen die Kellertreppe herunter wandern und den Arbeitsplatz in eine Bühne verwandeln, mit einer spürbaren Wärme auf den Wangen und einer wunderbaren Ergänzung dessen, woran ich dort arbeite. Mit verschiedenen Holzarten, die selbst die Wärme in sich tragen, sie quasi konserviert haben, von all den Sonnenstunden, die der Baum zu Lebzeiten genießen konnte.

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Lieb gewonnene Holzarbeit

Die Nachwirkungen der Fastnachts-Auszeit haben sich bei uns auch noch am Aschermittwoch gezeigt. Die Menschen sind noch im Ausnahmezustand gefangen. Und wie ich das aus der Vergangenheit kenne, wird es bis zum Ende der Woche anhalten. Das ist die Vor- und Nachwirkung von Feiertagen und Traditionen. Ich freue mich, bei der vielen Bildschirm- und Programmierarbeit zwischendurch bei der Arbeit mit meinen Hölzern den Kopf frei machen zu können. Es hat etwas Befreiendes und immer auch Meditatives, besonders wenn sich vertraute Arbeitsabläufe wiederholen und über längere Zeitphasen ausdehnen. Diese Arbeit, die mittlerweile eigentlich ganzjährig für mich dazu gehört, möchte ich nicht mehr missen.

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Ein fester Bezugspunkt

Eben noch Jahresanfang, jetzt scheint der Frühling schon greifbar. Diese ersten Februarwochen sind wie im Flug vergangen, angefüllt mit intensiver Arbeit und mindestens so viel ausgearbeiteten Vorhaben für die kommenden Monate. Viel Arbeit und viele Vorhaben beziehen sich auch auf die Holzarbeit, für die sich in 2019 eine besonders spannende Entwicklung andeutet. Wenn auch mit einem wechselhaft holprigen Beginn, dennoch mit einer Reihe aufbauender Erlebnisse und erfahrener Reaktionen, die Lust auf das Weitere machen. Es ist ein Thema und ein periodisch immer wiederkehrender Lebensinhalt, Teil meiner Biographie, die mich vermutlich immer begleiten werden. Und es ist gut und tröstlich für mich, einen solchen festen Bezugspunkt schon vor vielen Jahren für mich gefunden zu haben. Noch besser ist es, was ich ebenfalls immer öfter erfahre, wenn ich das Thema und was sich daran anschließt auf unterschiedlichen Ebenen mit anderen teilen kann. Gelegenheiten und Zeiträume dafür gibt es immer wieder.

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Winter- und Frühjahrskulissen der Holzarbeit

Trotz des Regens ging mir heute die Holzarbeit doch gut von der Hand. Den Plan konnte ich deshalb voll und ganz erfüllen, so dass die Arbeiten Anfang der Woche auch frühzeitig abgeschlossen werden können. Das Wetter war so, dass man draußen tatsächlich nichts verpasst hat, genau die richtige Umgebung für einen arbeitsreichen Samstag, der in ähnlicher Form für mich schon fast zum Dauerprogramm geworden ist. Dennoch freue ich mich auf die wärmeren Frühjahrstage, an denen ich erstmals meinen Arbeitsplatz wieder draußen aufschlagen kann. Mit den Vogelstimmen, den Rauschen des Weinlaubs und all den Kommunikationsgeräuschen dort ist es ein ganz anderes, vielleicht etwas mehr abgelenktes, aber auch frei machendes Arbeiten im Umfeld des Gartens.

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Holzenergie und Arbeit bei Kälte

Die Erkältungen provozierende Zeit des Winters ist noch nicht vorbei. Immer wieder kämpft man mit dem richtigen Temperaturausgleich, was mit dem wechselhaften Wetter und den extremen Schwankungen zwischen Sonne, Regen, Sturm und Frostphasen liegt. Dennoch zieht es mich am Wochenende wieder einmal in die Außenwerkstatt, da einige Projekte vorzubereiten sind. Verschiedene Hölzer, die mir vertraut sind und vergleichsweise gut zu bearbeiten sind. Das ist eigentlich eine schöne Aufgabe, wenn wenigstens etwas Licht durchkommen sollte. Denn das ist für die Arbeit mit Holz ein guter Katalysator. Ohne Licht ist es schwierig, an die Lebenssymbolik der Hölzer anzuknüpfen. Das kostet dann mehr eigene Energie.

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Problematisches Ulmenholz

Das Ulmenholz hat mir heute einmal wieder größere Mühe bereitet. Wenn irgendwann das Material ausgegangen ist, werde ich für diese Art eine andere, sprich die normale Lösung suchen. Denn das Bearbeiten entgegen der Wachstumsrichtung der Fasern ist eine ungeheuer schwierige und wirklich exakt nicht zu realisierende Aufgabe. Es wird darauf ankommen, das Material selbst auszuwählen und dabei auf einen schrägen Faserverlauf, bezogen auf den einzelnen Abschnitt, zu achten. Dann könnte die für Rüster typische Lebendigkeit der Maserung in ähnlicher Form erkennbar werden, wie sie es bei dieser ungewöhnlichen Bearbeitungsform immer schon war. Eine Veränderung, die natürlich mit gewissen Unsicherheiten behaftet ist, die ich aber hoffentlich werden zufriedenstellend lösen können.

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Eleganz und Wärme der kaukasischen Walnuss

Das Holz der kaukasischen Walnuss ist etwas ganz Außergewöhnliches. Ich hatte dieses Holz vor vielen Jahren bei einem darauf spezialisierten Händler besorgt und habe immer noch kleinere Reste davon auf Vorrat. Die Art unterscheidet sich botanisch möglicherweise nicht grundlegend vom hiesigen Walnussbaum, aber das Holz ist doch ganz anders, viel dunkler, kakaobraun mit dunklen, fast schwarzen und unregelmäßigen Linien, die der Oberfläche wie marmoriert erscheinen lassen. Wenn es dann später noch im Öl getränkt wird, verstärkt sich diese tiefe Farbsättigung und verleiht ihm einen besonders edlen Ausdruck. Jetzt habe ich nach längere Zeit wieder die Gelegenheit, das Holz zu verarbeiten und bin ganz begeistert von seiner dichten Konsistent, von dem aromatischen, unverwechselbaren Geruch des feinen Holzstaubs, der sich beim Sägen, Bohren und Schleifen verbreitet, und von der Eleganz und Wärme, die sich optisch mit dem Holz verbindet. Der spätere Träger kann sich freuen, auch darüber, dass er sich für die kaukasische Variante der Walnuss entschieden hat, die im Vergleich zum normalen Walnussbaum, der sich selbst schon durch vergleichsweise edle Optik auszeichnet, exotisch wirkt.

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Winterarbeit im Zeichen der Natursymbolik

Schade, der 14. Geburtstag des Baumtagebuchs ist nicht auf diesen Einundzwanzigsten gefallen, vielleicht ja im nächsten Jahr. Die Bäume beschäftigen mich aber in diesen Tagen sehr intensiv, zur Jahreszeit passend vor allem in Form der symbolischen und handwerklichen Arbeit mit ihrem Holz und all den persönlichen Implikationen, die im Spannungsfeld zwischen Menschennatur und umgebenden Natur entstehen können. Ich versuche dieses Verhältnis aufzunehmen und in zwar gleichartig aufgebaute, im Bezug auf die einzelne Form aber immer individuell angefertigte Produkte mit Gebrauchswert zu verwandeln, es quasi in der Holzform zu kondensieren. Aus vielen Rückmeldungen weiß ich, dass das häufig Resonanz findet, die den Trägern wirklich etwas bedeutet. Das allein ist mir Motivation genug, die Initiative beizubehalten und nach Möglichkeit immer weiterzuentwickeln.

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In Holzformen kondensierte Symbolkraft

Es sind gerade die vertrauten Hölzer der Bäume im Baumkreis, die mir zurzeit am meiste Freude machen. Besonders die Kiefer hat eine unglaubliche Ausstrahlung, wenn man einen Abschnitt verarbeiten kann, die sich durch die typisch streifige Zeichnung und einen gewissen, von außen erkennbaren Harzanteil kennzeichnet. Da gibt nicht nur den aromatischen Geruch, es verleiht dem Holz auch eine sehr lebendige Anmutung, die natürlich auf die Symbolik durchschlägt. Das Feurige, Lichte, Beständige, Ausdauernde und Zähe der Kiefer erscheint wie in Form ihres Holzes kondensiert. Wenn ich das, wie zurzeit sehr häufig, in Gebrauchsgegenstände mit hohem Symbolwert umwandeln darf, ist das ein zufriedenstellende Arbeit, der ich nie müde werde. Auch wenn die langen Arbeitssitzungen und die knifflige Detailarbeit bisweilen erschöpfend sein kann. Die Freude an dieser Arbeit wiegt das bei weitem auf. Und wenn das Ergebnis wie angestrebt ausfällt, ist die Mühe ohne schnell vergessen.

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Durchgängig konzentrierte Arbeitssitzung

Ein extrem langer Holzarbeitstag, der sich aber gelohnt hat. Denn ich konnte viel mehr abschließen, als ich zuvor geplant und vorausgesagt hatte. Das macht die Ausführung des letzten Arbeitsschritts Anfang kommender Woche wesentlich einfacher. Gut, das es außerdem noch jede Menge anderes voranzubringen gilt. An solchen Tagen zeigen sich die Vorzüge des nasskalten Novemberwetters. Wenn es nichts gibt, was ablenken könnte und man wirklich konzentriert und anhaltend bei einer einmal begonnen Arbeit bleiben kann. Das macht den Workflow effektiver und produktiver, als dieselbe Arbeit auf mehrere Tage mit wenigen Stunden Einsatz zu verteilen. Heute war mir diese Möglichkeit vergönnt. Und jetzt auf zu den weiteren Projekten.

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Motivierendes Kunsthandwerk

Inzwischen frieren die Finger schon leicht ein bei der Arbeit an der Drechselmaschine. Das ist wohl der Wind, den die Drehung verursacht. Aber auch in der kalten Jahreszeit ist dieser erste Arbeitsschritt unvermeidlich, und muss zwangsläufig am ungeheizten Arbeitsplatz ausgeführt werden. Deshalb freue ich mich immer, wenn diese Arbeit für eine Reihe von Aufträgen abgeschlossen ist und ich in der Folge ins warme Kelleratelier ziehen kann. Heute waren es Eberesche und Walnussbaum, Kiefer und Weidenbaum, mit denen ich mich auseinandergesetzt habe. Und in den kommenden Tagen folgt die Detailarbeit für diese auf einen bestimmten Termin ausgerichteten Bänder. Es ist für mich besonders motivierend, wenn ich vorab schon weiß, worin das Motiv für die Bestellung liegt und in welchem Zusammenhang die Bänder später verwendet werden sollen. Da lohnt es sich, immer wieder aufs Neue große Sorgfalt walten zu lassen und die Routinearbeiten mit je neuem Sinn auszufüllen.

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Vor kalten Winterarbeitsstunden

Es sieht sehr danach aus, dass die diesjährige Vorweihnachtszeit wieder mit einiger kunsthandwerklicher Arbeit ausgefüllt wird. Das ist nie ganz sicher vorherzusagen, da es gerade um Weihnachten herum sehr starke Schwankungen der Gemütslagen gibt. In jedem Jahr wieder anders. Aber die gegenwärtige Ruhe zeugt in Verbindung mit gewissen Anzeichen von einem bald wieder aufkommenden Interesse an individuellen und persönlichen Geschenken. Das ist so lange schön und stimmig für mich, wie die Temperaturen draußen nicht in richtig ungemütliche Tiefen sinken. Dann nämlich kommt zur Lichtarmut noch die Kälte hinzu, die sich vor allem bei den einleitenden Arbeitsgängen in der Außenwerkstatt bemerkbar macht. Und beides, Dunkelheit und Kälte, passen so gar nicht mit dem Material, seiner Essenz und dem zusammen, wofür und wozu ich es verarbeite. In besonders kalten Winterarbeitsstunden verlagere ich dann meinen Motivationsschwerpunkt auf die gewärmte Innenraumarbeit und damit auf die aufwändige Arbeit an den Details.

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Wunderbaumsamen

Der Allerheiligen-Feiertag war so ruhig, wie ich mir einen christlichen Feiertag wünsche, insbesondere diesen. So sah ich mich eingeladen, ein entschleunigendes Projekt anzugehen, das ich so lange aufgeschoben hatte, nämlich verschiedene Motive fotografisch festzuhalten, die ich in den letzten Monaten vorbereitet hatte. Darunter alte handschriftliche Briefe vom Anfang des 20. und teilweise sogar noch aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Wie ich finde, könnte das Motivfeld zum Feiertag nicht besser passen. Daneben habe ich mich den so lange gesammelten Samen unseres Rizinus gewidmet. Es war mein Wunsch, sie als Schüttung festzuhalten, da so eine Gelegenheit sicher nicht so häufig sein dürfte. Vielleicht werde ich später noch Varianten versuchen. Dieses Ergebnis hier, das diese lebendig anmutenden, kontrastreichen und wild wirkenden Samenkerne des Wunderbaums wiedergibt, finde ich aber schon sehr gelungen:

Samen der Rizinusstaude“ width=1200 height=800></div></div></div></div></div></div> <a href=https://baumtagebuch.de/wunderbaumsamen-2/#comments  title= Kommentar hinterlassen

Reizvolle Kontraste

Wieder einer der turbulenteren Arbeitstage. Da ist der Übergang zur Holzarbeit am späteren Nachmittag wie Abtauchen in eine andere Welt. Eine perfekte Möglichkeit, die übrigen Dinge abzuschalten und sich auf das Material, seine Formung und die verknüpfte Symbolik zu konzentrieren. Heute mit der Kombination von Apfelbaum und Eberesche, der Klassiker und Prototyp für die Partner-Armbänder. Damals hat mich der sehr deutliche, aber stimmige Kontrast der Holzfarben, eine warmes Rotbraun im Gegensatz zu einem lichten Weißgelbbeige gereizt. Tatsächlich ist mir bis heute keine besser zusammen passende Kombination begegnet. Solche Wiederbegegnungen mit Anfängen und Ursprungsideen finde ich besonders reizvoll, weil ich dann die Entwicklung bis heute in den Blick nehmen kann. Das hilft auch, das Projekt immer wieder weiterzuentwickeln.

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Mammutholzarbeit abgeschlossen

Die sehr viel Geduld und Ausdauer erfordernde Holzarbeit konnte ich heute abschließen. Es war tatsächlich die umfangreichste Serie, an der ich bisher gleichzeitig gearbeitet habe. Ungewöhnlich, aber natürlich auch eine wichtige Erfahrung. Eine Pause wird es wohl nicht geben, da die nächsten Anfragen schon auf dem Tisch liegen. Aber der Umfang wird sich wohl so schnell nicht mehr wiederholen. Und das ist auch gut so. So freue ich mich auf die Fortsetzung des Projekts im Normalmodus.

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Unverhoffte Spätsommerverlängerung

In Bezug auf das Wetter hatte ich mich verschätzt, da ich mit einem Temperatursturz mit dem Anfang dieser Woche gerechnet hatte. Tatsächlich aber setzt sich das spätsommerliche Wetter etwas abgemildert fort. Eigentlich hätte ich meinen Holzarbeitsplatz auch draußen belassen können. Aber zum einen wird es schon früh dunkel und zum anderen ist immer mit Vogelalarm zu rechnen. Etwas, was bei der diffizilen und kleinteiligen Arbeit, die mich die nächsten Tage noch beschäftigt, gar nicht brauchen kann. Insofern ist es schade, das natürliche Licht nicht nutzen zu können, aber doch eine gute Lösung, weil es nichts Außergewöhnliches gibt, das ablenkend wirken könnte. Es war heute die erwartetet intensive Arbeit an den Hauptperlen und Schlussstücken für einen Teil der Bänder und das Fertigstellen der zwei ersten. Der Plan kann insofern stehen bleiben. Noch drei lange Nachmittage bis zu Abschluss der aktuellen Arbeiten an fünf überwiegend Fruchtbaumarten.

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Disziplinierte Holzarbeit

Es wurde der lange Arbeitstag, den ich erwartet hatte. Bei dem Pensum Holzarbeit, das ich mir vorgenommen hatte, konnte es auch nicht anders sein. Zuvor hatten wir noch einige externe Erledigungen, so dass die Arbeit erst am mittleren Vormittag beginnen konnte. Mit eiserner Disziplin ließ sich der Zeitplan aber bis zum Abend noch einhalten, so dass der Abschluss der beiden aktuellen Projekte in etwa vier Tagen realistisch ist. Es zwar schon etwas von Fließbandarbeit, wenn sich die einzelnen Arbeitsschritte so häufig wiederholen. Aber da es um 5 verschiedene Holzarten geht, ist die Abwechslung mit eingebaut, was es letztlich sehr aufgelockert gestaltet. Tatsächlich verliere ich auch bei solchen Häufungen das ehrliche Interesse an dieser Arbeit nie. Sie offenbart mir immer wieder neue Facetten, die nicht nur etwas über die hergestellten Formen und ihre Symbolik aussagen, sondern immer auch etwas über mich selbst und die vielfältigen Kommunikationen, über die sich diese Projekte steuern.

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Die letzten Sitzungen am Gartenarbeitsplatz

Diese besondere Atmosphäre, bedingt durch ungewöhnliches Wetter, das man zu dieser Jahreszeit nicht erwarten kann, hat auch etwas Belebendes. Heute habe ich die Sonne bei der Detailarbeit am Walnussbaum-, Olivenbaum- und Feigenbaumholz noch vom Kelleratelier aus genossen. Aber bei den hochsommerlichen Temperaturen, die uns morgen und übermorgen erwarten, denke ich daran, vorübergehend wieder nach draußen umzuziehen. Wahrscheinlich die letzte Chance, die herbstliche Gartenatmosphäre als Kulisse zu nutzen und die Gartenbäume noch mit herbstlichem Laub zu sehen. Schon bald wird es ohnehin zu früh dunkel werden, so dass der Garten als Arbeitsplatz kaum noch interessant sein wird. Aber nach der Saison ist vor der Saison. So richten sich meine Gedanken jetzt schon in Richtung der neuen Pflanzenzüchtungen aus selbst gesammelten Samenkernen im kommenden Frühjahr.

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Holzarbeit und gedankliche Anregung

Die jüngsten Aufträge fordern erst einmal jede Menge handwerkliche Vorbereitung. Die Kanteln des Walnussholzes sind mir ausgegangen. Da galt es, gute Abschnitte zu finden und wieder einen Vorrat aufzusägen. Im Übrigen habe ich mit dem ersten Arbeitsschritt für die verschiedenen Hölzer begonnen und setze das morgen fort. Ein Projekt, das sich über ca. 12 Tage hinziehen wird. Aber recht unterschiedliche Hölzer und Konstellationen. So macht das Spaß, auch wenn die Reihung der einzelnen Schritte etwas Fließbandartiges erhalten kann. Das versuche ich geschickt zu kompensieren, denn die Gedanken während dieser Arbeiten sind mindesten so wichtig wie das Handwerkliche. Eigentlich erhalten die Formen dadurch erst ihre Bedeutung. Und auch bei gleichförmigen, häufig wiederholten Vorgängen und Bewegungen sind die Gedanken doch immer anders und können individuell je Arbeitsschritt und Aufgabe ausfallen. Auch das hält die Arbeiten frisch und macht sie auch nach 15 Jahren noch immer anregend.

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Notwendige Unterbrechungen

Eine kleine Holzarbeitspause. Das ist auch mal ganz gut. Um etwas Abstand zu gewinnen, denn auch ständige Beschäftigung mit dem Thema und ununterbrochene Arbeit mit der Symbolik der Hölzer kann ermüdend wirken. Mit ein wenig Abstand gelingt es aber, das Projekt kontinuierlich frisch  zu halten, im wieder mit neuem Elan und unverstelltem Blick. Eigentlich gut, dass es diese globalen Stimmungsschwankungen gibt. Das schafft Unterbrechungen und Pausen, die bei Initiativen wie dieser notwendig sind.

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Holzarbeit und Autokorrektur

Gut, jetzt ist eine ganze lange Schlange von Holzarbeitsaufträgen abgearbeitet. Das hat neben den anderen Projekten sehr viel Zeit und Energieleistung gekostet, ist aber auf der anderen Seite auch eine Art Ausgleich und sinnhafte Form von Erholung für mich. Ungern würde ich diese fast schon kontemplativen Arbeiten missen, die im sonst oft von kommunikativen Herausforderungen geprägten Arbeitsalltag wichtige Ruhepole setzen, von denen aus man alles andere einmal aus unvoreingenommener Perspektive betrachten und einordnen kann. Eine Art Selbstbeobachtung, die Fehler erkennen hilft und Korrekturen im laufenden Prozess möglich macht, ganz außerhalb direkter sozialer Interaktion, aber doch unter dem Eindruck einer solchen, die aber eben auf einer anderen thematischen Ebene angesiedelt ist.

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