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Baumthemen wieder dominanter

Wieder ein arbeitsreicher Sonntag, den ich dennoch als sehr kontemplativ empfunden habe. Vielleicht wegen des mittäglichen Ausflugs zum traditionellen Dorffest. Vielleicht wegen der Ruhe, die diesem Tag zu eigen war und die Konzentration hoch gehalten hat. Das hat dann trotzdem sonntägliches Flair und ermöglicht einen Abstand, der an Werktagen so nicht möglich ist. Auch die Holzarbeit war heute wieder Thema, in Form von Rückmeldungen und neuen Aufträgen. Und so sind die nächsten Arbeitseinsätze schon wieder geplant. Offensichtlich ein Jahr, in dem die Bäume, deren Hölzer und die Energie und Symbolik derselben eine wieder deutlichere Rolle spielen.

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Symbole fordern das Typische

Jetzt häufen sich wieder die Situationen, dass die bevorrateten Kanteln nicht dem entsprechen, was man typischerweise von einer Holzart erwartet. Den Fall hatte ich schon öfters, wobei es immer gewisse Toleranzspielräume gibt. Aber bei dem Abschnitt des Walnussbaums, den ich heute ausgewählt und dann zu einem Stab gedreht habe, war die Abweichung dann doch zu augenscheinlich. Natürlich ist es Nussbaum, aber eben aus einem Bereich des Stamms, der hart an der Grenze zum Splintholz lag. Bei diesem speziellen Exemplar war wohl der Splintholzanteil mit seinem viel helleren und weniger kontrastreichen Holz sogar überwiegend. Das war dann zum einen nicht kombinierbar mit der Hauptperle, die von der typischen Art vorbereit war, vor allem aber würde das die späteren Armbandträger irritieren. Eben weil die in Holz gefasste Form symbolisch steht für den Baum, seine Eigenschaften und seine sinnbildliche Spiegelung des Menschencharakters, ist es wichtig, dass die jeweilige Art gut unterscheidbar ist. Heute war das mit Mehrarbeit verbunden, da ich einen der Stäbe zweimal herstellen musste. Und sogleich ist die Liste der Vorbereitungsarbeiten wieder länger geworden. Denn es wird notwendig sein, die Kantelvorräte zu ersetzen. Ich hoffe, noch geeignete Abschnitte zu finden.

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Mit dem Altern wird Holz lebendiger

Meine Schreibtischplatte, die ich aus einer Kombination von Brettern aus Walnussbaum und Birke zusammengefügt hatte, beginnt die Oberflächengestalt anzunehmen, die ich mir ursprünglich vorgestellt hatte. Vermutlich liegt es daran, dass ich sie schon länger nicht mehr eingeölt habe und sich mittlerweile in dem weicheren Walnussholz schon etliche flache Druckspuren eingegraben haben. Das verleiht dem etwas von der Anmutung früherer Schulbänke, auf denen Generationen von Schülern ihre Gebrauchsspuren hinterlassen haben. Wenn irgendwann einmal auch der mittlere Streifen aus Birke stärker verblasst ist, fängt es an interessant, irgendwie lebendig zu werden. Das ist verrückt, weil das Holz von seinem lebenden Zustand sich immer weiter entfernt. Aber es ist wohl wie bei den Holzperlen, die ich für Armbänder produziere. Das Holz entwickelt irgendwann ein Eigenleben und lebt dann nur noch von seiner gespeicherten Energie und seiner symbolischen Ausstrahlung, die eine Verbindung zu den Eigenschaften der Baumart hält. Es wird zu einem natürlichen Symbol- und Energieträger und lenkt dann interessanterweise die Aufmerksamkeit wieder zurück auf den Baum. Stärker und deutlicher noch als in frisch verarbeitetem Zustand.

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Holzästhetik und Erwartungen

Auch die Ästhetik spielt bei den Holzkreationen eine nicht unwichtige Rolle. Das gilt für die Ergebnisse selbst, vor allem, wenn die Auswahl einer Holzart oder einer Kombination von Holzarten unter eben ästhetischen Gesichtspunkten erfolgt ist und die Wahrnehmung sich anschließend mit der vorgängigen Erwartung verbindet. Aber auch schon bei der Verarbeitung der Hölzer schwingt die Ästhetik mit, wirkt wie ein Katalysator. Ich gehe allerdings davon aus, dass die konkreten ästhetischen Vorstellungen der Interessenten sich von meinen während der Arbeit oder in Bezug auf die bearbeitete Holzart generell unterscheiden. Das ist nicht tragisch, denn der Abgleich sozusagen baut ja auf einer Art Vorgabe auf. In der Regel kann ich gut nachvollziehen, was etwa an einer bestimmten Kombination besonders gefällt, z. B. ein Hell-Dunkel-Kontrast, eine Stimmigkeit der Farbkombination, der Ausdruck des Typischen der Art auf der polierten Oberfläche der Perlen. Es ist dann eine Herausforderung, dieser Erwartung möglichst nahe zu kommen und Formen herzustellen, die ihre ganze Symbolik in Bezug zu den Trägern entfalten können. Das sind Gedanken, die mir bei der heutigen Arbeit an einem Kombinationsarmband mit den Hölzern des Walnussbaums und des Olivenbaums durch den Kopf gegangen sind.

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Das breite Spektrum der Holzästhetik beobachten

So viele interessante und immer wieder überraschende Ansätze zur kreativen Arbeit mit Holz und dem Thema Baum finde ich gerad ein jüngster Zeit bei Pinterest. Ohne die automatischen Newsmitteilungen würde ich das so gar nicht realisieren, da meine Affinität zu Social Media merklich schrumpft und ich eigentlich kaum noch Zeit in dem Bereich investieren möchte. Aber diese bildhaften Eindrücke mit Links zu den Ursprungsseiten haben oft etwas Anregendes. Das ist dann ausnahmsweise keine Belastung, sondern u. U. eine Bereicherung. Es würde mir nie einfallen, irgendetwas davon sozusagen zu übernehmen. Ich finde es vielmehr interessant, überhaupt zu sehen, in welchen Bereichen sich die Menschen engagieren und wie viel Spektrum rund um das Holz und seine vielfältigen ästhetischen, symbolischen und energetischen Qualitäten beobachtet werden kann.

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Natur, Symbole und Formalismus

Nach so viel Arbeit mit Formalitäten und Abarbeiten technischer Herausforderungen freue ich mich auf die handwerkliche Arbeit am Wochenende. Endlich wieder Gelegenheit, ein breites Spektrum an Hölzern zu bearbeiten und den Blick und die Gedanken in Richtung der zugehörigen Bäume zu richten. Das macht den Geist frei und gelassener, gibt Gelegenheit, sich an das Bleibende und Konstante zu erinnern und in der Sphäre des Symbolischen Interpretation und Phantasie zu bemühen. Ohne das ist es kaum vorstellbar, würde man am selbst auferlegten und manchmal ungewollt angeeigneten Formalismus vertrocknen. Die Arbeit mit Lebendigem hält eben doch noch eher selbst lebendig.

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Exotisch fruchtige Partnerkombination

Nun scheint nach längerer Pause Richtung Wochenende hin wieder eine kunsthandwerkliche Arbeit anzustehen. Ein exotische Mischung ist es diesmal, Olivenbaum kombiniert mit Apfelbaum zu einer baumfruchtigen Partner-Kombination. Das verspricht eine ästhetisch ansprechende Arbeit zu werden, vor allem weil der Olivenbaum bei der Verarbeitung einen so würzigen Geruch verströmt. Aber auch wegen des zu erwartenden Ergebnisses. Zwei dichte Hölzer mit einer in feingeschliffenem Zustand seidenmatten Oberfläche, die das Öl satt in sich aufnehmen und dann entsprechend gesättigt auch wirken. Das ist auch eine schöne Farbkombination, das Braun-Rote im Kontrast mit dem Marmorierten, dessen Farbspektrum bei jedem Abschnitt wieder anders ausfällt, bei dem aktuell in Verarbeitung befindlichen Stück aber vermutlich eher in eng beieinander liegenden Dunkel-Tönen resultieren wird. Allein wegen des Unterschieds in der Struktur und Zeichnung wird die alternierende Anordnung der Hölzer aber schon attraktiv wirken. Das ist immer so, wenn die Hölzer farblich enger beieinander liegen und sie aber dennoch deutlich unterschiedlichen Charakter tragen.

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Eindrucksvolle Holzstrukturfotos

Viel neues Fotomaterial zu Holzstrukturen und Baumdetails hat sich in den letzten Monaten angesammelt. Aber die Durchsicht, Auswahl und Bearbeitung lässt noch auf sich warten. Deshalb stagnieren die Microstock-Portfolios derzeit und leben von den erfolgreichen älteren und zeitlosen Motiven. Dazu gehören immer noch die Stammquerschnitte der Kiefer und anderer Baumarten, aber auch die neueren Oberflächen- und Strukturfotos von Bauholz, besonders das mit der Hirnholzansicht gestapelter Kiefernbalken, die international große Resonanz finden, wie ich aus der Weltkartenapplikation bei shutterstock weiß. Dieses Motivfeld will ich in diesem Jahr weiter ausbauen und hoffe, über den Frühling und Sommer viele Entdeckungen zu machen, aus denen ich eindrucksvolle Fotoillustrationen gewinnen kann.

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Holz und Wärme

Der Schornsteinfeger stand heute schon wieder vor der Tür, nachdem er vor drei Wochen bereits vorbeigeschaut und ich ihn wieder weggeschickt hatte. Beim letzten Besuch hätte das Kehren tatsächlich gar keinen Sinn gemacht, da es nur um den Holzofenkamin ging und der Holzofen zum damaligen Zeitpunkt überhaupt noch nicht in Gebrauch war für diesen Winter. Jetzt gab es zumindest den Ansatz eines Grundes zum Kehren, auch wenn nach drei bis vier Wochen Holzofenbetrieb nicht allzu viel Ruß entstanden sein konnte. Immerhin den Vorteil hat das Fichtenholz, das wir ja doch überwiegend verfeuern: Der Ofen ist meist unter ordentlicher Hitze und Feuer, so dass er vernünftig abzieht, da kann sich nicht so viel festsetzen. Warum uns die Ofenwärme so gut tut, hat M. am Wochenende noch einmal im Vergleich für sich bestätigen können. Bei einer Freundin brannte eine Kaminattrappe, die optisch täuschend realistische Flammen zeigte, aber eben keine Wärme. Es ist aber die besondere Strahlungswärme des Ofens, der diese energetische Ausstrahlung hat und einen damit von außen einhüllt. Das ist etwas ganz anderes als das Umwälzen von warmer Luft, wie es der Standardheizkörper hervorruft. Eine Bereicherung, die wir wieder einmal dem Holz der Bäume zu verdanken haben. Wie Holz überhaupt auch in anderen Lebensbereichen und Anwendungsformen für Wärmespeicherung und Wärmeausstrahlung steht und so auf uns wirkt.

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Vorfrühlingsarbeiten

Von der neu eingesetzten Kälte abgesehen freue ich mich auf die handwerkliche Arbeit des Wochenendes. Jedenfalls hoffe ich, den ersten Arbeitsschritt für die beiden aktuellen Projekte morgen abschließen zu können. Für das Übrige geht’s dann wieder ins Warme, immer noch im Kelleratelier, und das wohl noch bis Mai, wenn die Außentemperatur so stabil ist, dass ich den Arbeitsplatz in den Garten verlegen kann. Gut aber, dass auch die Vorfrühlingszeit schon Gelegenheit gibt, die Arbeit der Wunschbaum-Manufaktur fortzusetzen und weiterzuentwickeln. Esche, Weide und Ulme, eine recht gemischte Auswahl, die mich bei der Ulme wieder vor die bekannte Herausforderung stellt. Mal sehen, wie flüssig es sich diesmal gestaltet.

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Ein sich selbst entwickelndes Thema

Mit der Ofenwärme sind wir während dieser zwar nicht mehr so kalten, aber wolkenbehangenen und nassen Tag, sehr froh. Von mir aus kann das noch eine Weile so weitergehen, es sei denn der Frühling erscheint in einer stabilen, warmen und lichtreichen Verfassung und bleibt dann auch. Ich merke, dass die Baumthemen in den Gesprächen wieder einen breiteren Raum einnehmen. In Bezug auf meine älteren Holz- und Baumskulpturen, in Bezug auf Möbel, Brennholz und oft auch auf bestimmte Baumarten, ihr Holz, ihre Eigenschaften, die in so vielen Lebensbereichen alltäglich eine Rolle spielen und nicht zufällig als Bezugspunkt und symbolisches Beispiel für Wärme, Lebendigkeit und Ursprünglichkeit dienen. Das Thema bietet bei diesen Erlebnissen immer wieder von Neuem Anlass, sich selbst weiterzuentwickeln und seine Relevanz im Menschenleben zu entfalten.

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Strukturen im Winterlicht

Die wundervolle Helligkeit haben heute viele genossen. Das konnte ich auf meinem Lieblingswanderweg am Fluss entlang beobachten. Dabei war es sicher hilfreich, dass wir uns seit Tagen auf das Licht einstimmen und die Stimmung darin aufhellen konnten. Sich dann bei solchem Wetter, zwar kalt und windig, aber extrem sonnenreich, draußen in der Landschaft bewegen zu können, ist ein Gewinn für das Wochenende. Wenn es irgendwie möglich ist, will ich die Gelegenheit in kleinerem Umfang auch noch Anfang kommender Woche nutzen. Wie immer um diese Zeit des Spätwinters finde ich es besonders spannend, die ersten Wachstumsregungen bei den Bäumen festzuhalten, hier die neuen, sich farblich deutlich absetzenden Jungtriebe der Kopfweiden und die Kätzchen der Erlen neben den noch vom Vorjahr übrig gebliebenen geöffneten Zapfen. Und dann sind die Oberflächen der Baumrinden, hier von einer Wildkirsche, und verschiedene Strukturen bearbeiteter Hölzer bei diesem Licht interessant, z. B. bei den noch vom Herbst liegen gebliebenen Stämmen, deren Schnittflächen sie als Brennholzlose kennzeichnen und die schon leicht von Pilzen befallen sind. Oder bei den Stapeln ebenfalls schon aufgequollener und von Pilzen heimgesuchten Sperrholzplatten, die auf der naheliegenden Baustelle aufgestapelt liegen. Gerade solche Strukturen zählen zu den reizvollsten.

Junge Triebe der Weide im Winter Erlenzweig mit jungen Blütenständen und alten Zapfen Kirschbaumrinde Brennholzlos Brennholzlos Verwitterte Sperrholzschichten
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Die im Licht wieder zum Leben erwachen

An der Sonne und dem zum Teil schon gleißenden Licht konnte man heute bereits eine Vorahnung vom Frühling haben. Auch wenn die Temperaturen noch gar nicht frühlingshaft ausfallen und die Nächte sogar grimmig kalt werden können. Aber im Licht betrachtet geraten auf einmal auch die Bäume wieder ins Blickfeld und werden als lebendige Wesen wieder aktuell, nachdem der Winter monatelang von symbolartigen Zugängen zum Baumthema geprägt war. Dann macht auch die Arbeit mit Holz wieder mehr Freude, weil das Licht eine stärkere Beziehung zum Holz hat und all die Energie, die in ihm steckt und die es aus den Lebzeiten des Baumes in sich aufgenommen hat, erst im Licht zum Leben erwacht. Ein Vorteil bei der Bearbeitung und für das gedankliche Durchdringen der Arbeiten. Also ein Anfang, von dem ich hoffe, er wird bald auch in ausgedehnten Spaziergängen, fotografischen Erkundungen und einfacher Beobachtung der sich frühlingshaft verändernden Baumlandschaft seine Fortsetzung finden.

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Warum Kreationen mit Holz Bedeutung haben sollten

Wenn ich unter anderem durch Pinterest auf fremde Kreationen mit Holz stoße, bin ich erstaunt, wie ideenreich und technisch versiert viele Handwerker und Künstler sind. Wie unendlich viele und überraschende Facetten sie dem Material und seiner Oberflächenästhetik abgewinnen. Das zeigt, wie inspirierend gerade dieses Naturmaterial sein kann, und wie zeitlos sich daran Generationen von Kreativen austoben. Was auf der Oberfläche faszinierend, ungewöhnlich und reizvoll wirkt, ist aber nicht immer auch tiefgängig und nachhaltig. So vermisse ich gerade bei den auffälligsten Schöpfungen oft eine Symbolik, eine über die Oberfläche hinausgehende oder unter die Oberfläche reichende Bedeutung, die ich selbst so schätze und die bei einem Material, das einmal Gerüst eines starken Lebewesens war, auch erwartet werden kann. Wahrscheinlich hätte ich diese langjährige Begeisterung für Bäume und Hölzer nicht so entwickelt, wenn nicht diese symbolische Ebene wäre, die ich auf verschiedenen Ebenen versuche in Formen zu gießen. Mein Gefühl dazu: Diese Arbeit wird nie zu einem Abschluss kommen, sie wird mich immer wieder vor Herausforderungen stellen, allein schon weil ihre Tiefe und Vielfalt unendlich wirkt und die Zeiten, mit ihnen die Menschen sich ändern. Gerade auch wegen dieser menschlichen Abhängigkeit kann das wechselhafte sich aufeinander Beziehen von Mensch und Baum nur eine Daueraufgabe sein, die zu allen Zeiten ihre Berechtigung, ihren Reiz und ihren beiderseitigen Nutzen haben wird.

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Tücken neuer Holzsägetechnik

Vielleicht bringt das Wochenende endlich die Gelegenheit, die neue Kettensäge zu testen. Ich kann mir vorstellen, dass so eine leichte, mit Akku betriebene Maschine für kleinere Arbeiten, auch Baumschnittarbeiten, ganz gut geeignet ist. Natürlich werden wir die starken Abschnitte vom Buchen- oder Apfelbaumholz, das wir in der Ofensaison verfeuern, damit nicht bearbeiten können. Aber für mittelgroße Fichtenstämme oder Reste von Bauholz wird sie noch ausreichend Power mitbringen. Bleibt abzuwarten, wie zuverlässig die Konstruktion ist. Neben den anfälligen Akkus geht es bei diesen Maschinen immer auch um die Frage, ob die Bauweise Langlebigkeit verspricht. Gerade die Feststellschrauben benötigen ein festes, metallenes Gewinde, damit sich beim Spannen nichts durchdreht oder verschiebt, wie ich es mit einer älteren Elektrokettensäge schon erlebt habe.

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Holzkunst zwischen dekorativ und zeitlos

Die kreativen Objekte und Skulpturen aus Holz, die ich regelmäßig etwa bei Pinterest sehe, zeugen von einem ungeheuren Einfallsreichtum und zeigen, wie endlos und nie abgeschlossen die Möglichkeiten der Gestaltung mit diesem Material sind. Dabei beobachte ich aber einen Trend zu stark dekorativen Denkweisen, die bestimmte Oberflächeneigenschaften der Hölzer, roh oder farbig gefasst, glatt geschliffen oder gröber bearbeitet, aber immer so, dass aus der Oberfläche und der Struktur, oft auch zu seriellen Mustern aus Einzelstücken zusammengesetzt, die Attraktivität erklärt werden kann. Kaum jemand, der den Baum zum Thema macht, jedenfalls nicht in der Weise, wie ich das als Motiv meiner bildhauerischen Arbeit immer verstanden habe. Die Denkweise ist dabei noch gleichgeblieben, einfach weil das rein Dekorative sehr schnell an Spannung und Kraft verliert. Die grundlegenden symbolischen Eigenschaften, die aus der Arbeit mit dem Holz eines Baums hervorgeholt und vermittelt werden können, markieren aber etwas Allgemeingültiges und Zeitloses. Das wird sich nie ändern, aber als Künstler muss man die richtigen Vermittlungsformen finden, und natürlich die künstlerische Umsetzung, der von Zeitgenossen verstanden werden kann, weil sie aktuelles Wahrnehmen anspricht und durch dieses erst seinen Wert erhält. Diese Gradwanderung wäre die größte Herausforderung, sollte ich die künstlerische Arbeit wieder aufnehmen können.

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Stammholzlager

Den weitgehend regenfreien Tag musste ich dann doch nutzen, um die kürzlich in der Nähe gesichteten hohen Stapel geschichteter Stämme am Waldrand zu fotografieren. Die Lichtverhältnisse waren nicht so günstig, aber es sind dennoch einige gute Aufnahmen entstanden, die auch die Dimension verdeutlichen. An dieser spärlich befahrenen Straße, die vornehmlich von Fußgängern genutzt wird, waren zuvor nie solche Stapel gelagert worden. Da war wohl in den angrenzenden Wäldern einiges überfällig gewesen.

Aufgeschichtete Holzstämme am Waldrand Aufgeschichtete Holzstämme am Waldrand Aufgeschichtete Holzstämme am Waldrand Aufgeschichtete Holzstämme am Waldrand Aufgeschichtete Holzstämme am Waldrand
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Das alte Lied von Licht und Holz

Nun ist aus der letzten Aufgabe im Zusammenhang mit den kunsthandwerklichen Holzvorräten heute doch nichts geworden. Es ist das alte Thema mit dem Holz und der Sonne. Schönes Wetter kann man zwar nicht programmieren, aber es bleibt eben ein Katalysator für die Holzarbeit. So war heute nicht die richtige Stimmung, bei so viel trüber, wenn auch nur wenig mit Regen durchsetzter Atmosphäre. Das Licht hat gefehlt, und das wäre gerade für dieses helle, licht wirkende Holz des Bergahorns wichtig gewesen. Ich werde den Plan zusammen mit einer neuen Aufgabe in der nächsten Woche nachholen, wenn das Spätsommerwetter zurückgekehrt ist. Inklusive der äußeren Motivation, die kunsthandwerkliche Ergebnisse guter Qualität erwarten lässt.

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Aufbewahrungskisten aus Holz

Die Aufbewahrungsboxen aus gefüttertem Kunstleder waren die ganzen Jahre sehr nützlich, zum Aufbewahren von technischem Zubehör. Aber diese Dinge sind nicht für die Ewigkeit gemacht. Jedenfalls beginnen sie an allen Ecken und Enden auseinanderzufallen, da sich die Klebenähte lösen. Der Versuch, sie mit Schraubzwingen in die ursprüngliche Form zu bringen, ist teilweise geglückt, dennoch denke ich, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis es damit weitergeht. Die Alternative wäre, einige leichte Kisten aus Holz herzustellen. Das ist ein Vorhaben seit langem, aber ich konnte mich nie dazu durchringen. Ich müsste mir einige technische Grundlagen dafür überlegen, um sicherzustellen, dass sie auch wirklich leicht werden und gut handhabbar sind. Auch wird die Auswahl der richtigen Holzart von Bedeutung sein. Und natürlich, ob es eine Möglichkeit gibt, es auszukleiden. Das fände ich schon besser, da man bei empfindlichen Kleinteilen sonst immer die Befürchtung hat, etwas zu beschädigen. Als ein Projekt, das noch einige Vorüberlegungen erfordert.

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Das Typische am Bergahornholz

Nun ist auch der nachgekaufte Bergahorn angekommen. Aus den beiden starken Kanteln werden sich eine Menge verwertbarer Stäbe herstellen lassen, so dass dies für diese Baumart einige Jahre ausreichend sein dürfte. Auf den ersten Blick unterscheidet sich das Material nicht sehr von dem, das mir noch vorrätig war. Aber es kann eben sein, dass das vorrätige Holz von einer Ahorn-Varietät stammt und deshalb die typischen Farbeigenschaften des Bergahornholzes fehlen, nämlich das Helle, leuchtende, das sich nach dem Ölen höchstens in ein sattes Gelb wandelt. Ich kann das nachträglich nicht mehr überprüfen, da ich damalige Quelle nicht mehr zurückverfolgen kann. Möglicherweise ist das Holz aber auch in einem ersten Stadium der Zersetzung befindlich gewesen, was man äußerlich beim Bearbeiten so nicht feststellen konnte, sich möglicherweise auf der Ebene der Holzzellen aber doch ausgewirkt hat. Wie auch immer, das Ahornholz mit der gewohnten und typischen Anmutung steht jetzt wieder zur Verfügung, so dass ich in den nächsten Tagen auch die letzten Vorratskanteln herstellen kann. Damit ist die Vorratsarbeit zunächst einmal abgeschlossen. Gut auch, dass ich zwei neue Abschnitte Olive mitbesorgen konnte. In absehbarer Zeit wäre auch das knapp geworden, und diese Abschnitte haben eine gute Qualität.

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Entblätterte Holzstruktur

Detail eines verwitterten, ursprünglich weiß gestrichenen Holzverschlags

Es sind meist dieselben vertrauten Wege im Dorf. Und doch gibt’s von Zeit zu Zeit noch Neues zu entdecken. Die Serie der Grunge Wood-Bilder ist so um einige weitere Motive reicher. Eines davon die blätternde Oberfläche eines Fensterverschlags aus Holz, der ursprünglich einmal weiß gestrichen war. Die zum Vorschein kommenden Bretter lassen Spekulationen zu, um welche Holzart es sich wohl handelt. Die Rotfärbung wirkt ungewöhnlich. Da könnte durchaus ein exotisches Holz verarbeitet worden sein. Oder es stammt aus der Zeit, als man mit rötlich färbendem Holzschutzmittel nicht zimperlich umgegangen ist.

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