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Verlängerte Lebensdauer für den Weihnachtsbaum

Im Nachhinein finde ich es richtig, den Ausflug heute realisiert zu haben. Es war das Beste, was an diesem wie immer verregneten Tag zu tun war. Wie Abschluss der Weihnachtszeit hat es sich allerdings nicht angefühlt, auch wenn in der Stadt die Weihnachtsdekorationen noch allerorten zu sehen sind und viele Geschäfte mit vergünstigten Angeboten zu Weihnachtsartikeln werben. Am skurrilsten fand ich die Ankündigung eines Ladengeschäfts in einer Woche den Verkauf von künstlichen, teils mit Kunstschnee verzierten Weihnachtsbäumen zu starten. Interessanterweise scheinen viele sich schon auf die kommende Weihnachtssaison zu freuen und erwerben tatsächlich jetzt schon Artikel für diese Zeit. Schon auf der Hinfahrt überraschte mich M. mit dem Vorschlag, der genau meinem eigenen Wunsch entspricht, nämlich den Weihnachtsbaum ausnahmsweise einmal nicht nach dem Dreikönigstag abzuschmücken, sondern ihm und uns noch eine weitere Woche zu gönnen. Soviel Flexibilität und Abweichung vom Gewohnten muss sein. Schließlich ist der Eindruck und die Wahrnehmung der Saison in jedem Jahr ein anderer.

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Traditionelles Räucherritual

Jedes Jahr verschiebe ich das Räuchern bis kurz vor den 6. Januar, auch wenn das Räuchern traditionell während der gesamten Zeit der Raunächte bzw. der dazwischen liegenden Tage angesagt ist. Aber der Eintrag im Bauernkalender hat mich noch einmal bestärkt, dass gerade der Abend vor dem Fest der Heiligen Drei Könige oft für das Räuchern von Haus und Stall reserviert war. Gerne vollziehe ich das zumindest für meinen persönlichen Lebens- und Arbeitsbereich nach. Eine symbolische Handlung, die ich auch in heutiger Zeit noch stimmig finde. Etwas Probleme haben mir die alten und wohl schon etwas abgestandenen Kohlen gemacht, die sich nicht so leicht entzünden ließen. Nach einigen Anläufen war das Räucherwerk dann doch zu aktivieren und die verschiedenen Sorten von duftenden Hölzern und Weihrauch verströmen ihr rauchiges Aroma. Darunter sind auch einige Späne, die ich bei meiner Holzarbeit z. T. schon vor Jahren für diesen Zweck aufbewahrt hatte, u. a. von Olivenbaum. Das Ritual macht es mir auch ein wenig leichter, mich mit dem Ende der Weihnachtszeit anzufreunden, die von mir aus noch einige Wochen andauern könnte. Dieses Mal fällt mir der Einstieg ins neue Kalenderjahr deutlich schwerer.

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Vor der letzten Raunacht

Allmählich wird das neue Jahr sichtbar, erkennbar daran, dass die Menschen neue Projekte in Angriff nehmen, gerade aus dem Weihnachtsurlaub gekommen oder kurz davor stehend. Schon liegt das Rekapitulieren und Erinnern im Hintergrund und schieben sich konkrete Vorhaben neben guten Vorsätzen in den Mittelpunkt. Das ist gut, um dem ansonsten wenig animierenden Winter zu trotzen und auch traurig, weil sich damit die fünfte Jahreszeit, fast pünktlich zum morgigen Tag der Heiligen Drei Könige dem Ende zuneigt. Ich will das als Übergang verstehen, avisiere einen wirklichen Abschluss der Weihnachtszeit erst mit Lichtmess Anfang Februar. Auch wenn der Weihnachtsbaum uns bis zum Ende der Woche verlassen haben wird, alles, was wir an Stärke und Innerlichkeit aus dem Advent und den Feiertagen gewinnen konnten, soll noch etwas länger in der Seele präsent sein und für den Rest des Jahres seine Wirkung verbreiten. Für das Ende der Raunächte habe ich, ebenfalls passend zur Tradition, die eigenen Wohnräume mit Weihrauch geräuchert. Möge es nach dem, was J. gleich zu Jahresbeginn an Unheilvollem geschehen ist, uns für den Rest des Jahres und vor allem in den Wintermonaten schützen.

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