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Der Garten – Herausforderung und Geschenk

W. habe ich heute einen meiner nachgezogenen Wunderbäume mitgegeben. Ich hoffe, die kleine Staude wird sich in ihrer neuen Heimat wohl fühlen und sich im Hochsommer zu einem dieser Riesengewächse entwickeln, an denen wir im Vorjahr bei uns so viel Freude hatten. Die klimatischen Bedingungen dafür sind dort eigentlich mindestens genauso gut, wenn nicht besser, weil es in der Ecke des Südwestens oft noch ein paar Grad wärmer ist. Und Wärme mag diese Pflanze besonders, gepaart mich viel Licht und ordentlich Feuchtigkeitsnachschub durch die Wurzeln. J. hat mir erzählt, dass die Unwetter bei ihnen ähnliche Probleme im Garten verursacht haben und mir bestätigt, dass man dann ständig auf der Hut sein muss, damit nichts absäuft, umknickt oder weggeweht wird. So scheint die Gartenpflege tatsächlich von Jahr zu Jahr mehr Zeit zu beanspruchen, Tendenz ausufernd. Aber gleichzeitig schätzen wir die Beschäftigung und die Atmosphäre, mit der uns ein üppig bepflanzter, grünender, blühender, später fruchtender und im Hochsommer Schatten spendender Garten uns beschenkt.

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Unangenehme Sonntagserfahrungen

Der anstrengende Gartenarbeitstag steckte uns heute noch in den Knochen. Und dennoch hat es uns am Nachmittag wieder in den Garten gezogen. Da sind noch gewisse Dinge im Hinterkopf, die zu einem Start in die Gartensaison gehören und die wir noch nicht umsetzen konnten. Immerhin stehen jetzt auch die Gartenmöbel und machten zum ersten Mal in diesem Jahr das Sitzen draußen wieder möglich. Zwischendurch gabs einige Unruhe, einen Bienenschwarm betreffend. Die Nachbarn des Bienenhauses riefen an, dass sich ein Schwarm selbstständig gemacht habe, den sie auf einem ziemlich hohen Baum entdeckt hatten. Tatsächlich hatte sich einer der wenigen verbliebenen Völker auf den Weg gemacht, dem Ruf einer unentdeckten Königin folgend, und zwar in die Krone eines ziemlich hohen Apfelbaums in unmittelbarer Nachbarschaft. Als wir eintrafen war schon ein anderer Imker vor Ort. Aber auch der sah die Vergeblichkeit aller Versuche, den Schwarm in dieser Lage einzufangen. So bleibt nur die Hoffnung, dass er sich in den nächsten Tagen noch eine Etage tiefer bewegt. Dann bestünde eine Chance. Ansonsten provoziert dieser Verlust wieder einmal einen fast vollständigen Neuanfang für V. in dieser Saison. Am späten Nachmittag habe ich das gestern nicht mehr realisierte Vorhaben umgesetzt, dem Buchsbaumzünsler an den Kragen zu gehen. Das biologische Mittel ließe sich gut mit Wasser anrühren, glücklicherweise hatten wir auch das richtige Sprüh-Equipment zur Verfügung, so dass ich das, mit einer dichten schließenden Schwimmbrille ausgestattet, gefahrlos wagen konnte. Im Idealfall sollte den Raupen jetzt schon der ansonsten riesige Appetit vergangen sein. Und vielleicht ist das Problem in einigen Tagen auch vollständig gelöst. Der Busch ist natürlich jetzt schon ziemlich zerrupft. Nicht nur wegen des Raupenfraßes. Auch weil ich ihn um die Gespinste herum zweimal in Folge ein gutes Stück ausgedünnt hatte. So dürften wir der Plage am ehesten Herr werden können. Ich hoffe, der Traditionsbaum wird auf

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Der große jährliche Freiluftputz und einige aufgeschobene Gartenprojekte

So lange hat das große Rund-ums-Haus-Frühlingsputz noch nie gedauert. Ich hatte den Eindruck, dass sehr viel mehr Moos und Algen abgetragen werden mussten als üblich. Und zwischendurch hat dann auch noch der Hochdruckreiniger mehrere Male gestreikt. Aus nicht ganz nachvollziehbaren Gründen. So ist am Ende eine den ganzen Tag füllende Arbeit daraus geworden. Die Gartenmöbel werden wir deshalb erst morgen arrangieren können. Immerhin ist aber sonst alles vorbereitet, so dass der Gartensaison eigentlich nicht mehr allzu viel entgegenstehen dürfte. Auch das kleine Becken haben wir abgelassen, denn das darin gesammelte Regenwasser war voll von Algen und gesättigt mit dem gelben Blütenstaub, der sich in diesen Tagen über alles legt. Jetzt sind auch dessen Fliesen wieder ansehnlich und es ist fit für das kommende, dann wahrscheinlich von Blütenstaub freie Regenwasser. Eine Sache ist mir morgen dann doch noch wichtig, die ich heute nicht mehr erledigen konnte. Das biologische Bekämpfungsmittel gegen den Buchsbaumzünsler soll unseren kleinen, aber schon ziemlich alten Busch noch retten. Händisch haben wir die am stärksten befallenen Bereiche schon entfernt. Aber ohne dieses Bakterium, das zu den natürlichen Feinden des Buchsbaumzünslers gehört, wird die Plage nicht zu beseitigen sein. Und so ein weitgehend, wenn nicht komplett kahl gefressener Baum tut einem wirklich weh. Ich hoffe, die Maßnahme kommt nicht zu spät.

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Im Übergang zur Gartensaison

Spät für diese Holzofensaison, aber heute konnte W. immerhin noch eine Ladung Brennholzscheite mit einladen, die wir schon vor Wochen vorbereitet hatten und die in den kommenden Wochen als Nachschub fürs Kaminfeuer dienen. Immerhin ist davon auszugehen, dass der Frühling so schnell noch nicht seinen Durchbruch schaffen wird und insofern der Holzbrand noch Sinn macht. Gut finde ich auch, dass er die Kettensäge von Weihnachten zum ersten Mal verwenden konnte, für einen Baumrückschnitt. Dafür ist diese leichte und auch gut handhabbare Säge bestens geeignet, für kleinere Pflegearbeiten im Garten eben. In ein paar Wochen wird die Gartensaison in G. sicher beginnen, wohl etwas früher als bei uns, wegen des dort traditionell noch begünstigteren Klimas. Und dann werden wir uns in Sachen Pflanzenzucht wieder intensiver austauschen können, inklusive verschiedener Transfers eigener floraler Errungenschaften.

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Bald wird der Frühling auch praktisch angekommen sein

Allmählich wird der Frühling auch an der zunehmenden Interaktivität der Wunschbaum-Projekte spürbar. Die Menschen haben schon eine Ahnung von der kommenden Gartensaison, sehen das Grün auch in der Baumlandschaft schon vor ihrem geistigen Auge, auch wenn die Temperatur und der erneut hartnäckige Regen nicht ganz dazu passen. In Kürze steht wieder der Rückschnitt des Maulbeerbaums an. Das ist für mich eine Marke, die für den tatsächlichen, praktischen Frühlingsbeginn steht. Denn diese aufwändige Arbeit, die mit der Wuchsfreude des Baums zusammenhängt, ist nur bei schöner und warmer Witterung machbar. Auch weil ich dabei stundenlang auf der Leiter stehe und selbst dann an die obersten Kronenäste nur mit akrobatischem Wagemut gelange. Allerdings ist das im Vorjahr, gemessen am Ergebnis, gut gelungen. Auch hat der Baum erstmals erkennbare, nach unten wachsende Äste untere Kronenäste ausgebildet. Das war u. a. meine Absicht in den letzten Jahren gewesen. Obwohl ich diesen Maulbeerbaum nicht sehr häufig besuche, liegt er mit doch sehr am Herzen, allein schon wegen seiner offensichtlich ungebremsten Wachstumsfreude und weil er sich mit seinem eigentlich sehr windigen und im Winter oft sehr kühlen Standort doch inzwischen angefreundet hat. Das ist seinen Nachbarn nur zum Teil gelungen. Mir scheint, das ist ein Zeichen dafür, dass er sehr alt werden könnte.

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Die Gartensaison dauert länger

Einige lang aufgeschobene technische Korrekturen an meinen kunsthandwerklichen Maschinen konnte ich heute endlich umsetzen. Damit bin ich jetzt bestens für die meist intensiven Arbeitseinsätze in Herbst und Winter gerüstet. Am Nachmittag haben wir schon einmal mit dem Entfernen der ersten Sonnenblumenstängel begonnen. Die waren ja schon auf halber Höhe gekappt, nun haben wir sie mi den Wurzeln herausgezogen und entsorgt. Die Wurzelballen gut ausgeklopft ist kaum noch Erde verloren gegangen. Jetzt ist wieder mehr Luft und Licht vorhanden. Die links und rechts davon stehenden und die an der Seite haben wir aber noch gelassen, da dort noch viele jüngere Blütenköpfe vorhanden sind. Das wird uns noch 1-2 Wochen freudig entgegen strahlen. Aber dann wird die Sonnenblumensaison endgültig beendet sein. Kerne haben wir jetzt genug, so dass die nächstjährige Wiederauflage mit den Riesensonnenblumen schon gesichert ist. Sehr viel länger werden wir etwas von den Rizinusstauden haben. Und auch die Strohblumen sind noch lange nicht ausgeblüht, sondern bilden immer noch und immer wieder neue Blütenköpfe, was meine Sammlung kontinuierlich wachsen und die Auswahl groß werden lässt. Besonders gespannt bin ich auf die neuen, auf dem Samentütchen als extrascharf bezeichneten Chilis. Diese Sorte ist offenbar sehr spät blühend und fruchtend. Immer noch bilden sich nämlich Blüten, obwohl die ersten grünen Früchte schon recht groß ausgewachsen sind. Das wird wohl noch dauern und die Nutzgartensaison damit verlängern.

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Sommerpräsenz

Die Hitze des Nachmittags habe ich während der Arbeit mit den verschiedenen Hölzern gar nicht so dramatisch wahrgenommen. Sehr warm wohl, aber zwischendurch gab es eben auch leichten Wind, der es angenehm gestaltet hat. Und dieses viele Licht tut ohnehin gut. Solche Temperaturen, vor allem in Form trockener Wärme, vertrage ich sehr gut. Dann macht gerade die handwerkliche Arbeit viel Freude. Mit der wuchernden Gartenkulisse im Rücken, in den kurzen Arbeitspausen auch im Blickfeld und während des immer mehr Zeit in Anspruch nehmenden Gießens im Fokus der Aufmerksamkeit stehend ist mir der Sommer sehr präsent.

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Schöner Palmsonntag und frischer Palm

Ein wunderbar sonnenreicher Palmsonntag. Solche Palmsonntage habe ich in freudiger Erinnerung, da das Wetter so schön zum christlichen Sinn des Festes passt. Ein Fest des Sieges bei kosmischen Bedingungen, die den Aufbruch und die Frühlingsstimmung unterstützen. Die zuvor gesegneten Palmzweige habe ich an allen Türkreuzen erneuert. Übrig sind noch zwei Sträuße, von denen einen J. und W. erhalten, den zweiten will M. an eine Bekannte verschenken. M. überlegt außerdem, weitere Zweige vom Buchsbaum zu schneiden, um einen kleinen Kranz daraus zu binden. Vielleicht ließe sich das ja auch mit der Stecktechnik realisieren, die ich im Herbst erfolgreich mit den Strohblumen praktiziert habe. Es würde mich reizen, das einmal zu versuchen. Wenn ich denn die Zeit und Ruhe dafür finde. Die Gartensaison haben wir am Nachmittag nach der Vorbereitung gestern auch praktisch eingeleitet. Es macht Spaß, wieder draußen sitzen und den Blick über den Garten mit den noch blühenden Frühjahrsblumen und den langsam grünenden Bäumen schweifen zu lassen, erst recht bei so viel Sonne.

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Traditionelle Vorbereitung der Gartensaison

Ein intensiver und langer Gartenarbeitstag. Dafür war das Wetter ideal. Umso mehr freuen wir uns, dass wir die traditionell vor Ostern durchgeführte und schon fast rituell zu nennende Rund-ums-Haus-Reinigung mit dem Hochdruckreiniger heute abschließen konnten. Inklusive der Eröffnung der Gartenmöbelsaison, der Reinigung von Pflanzgefäßen, dem Ausmustern solcher Pflanzen, wie z. B. einer unserer kleinen Gleditschien, die den Winter nicht überstanden haben, und dem Schneiden von Palmzweigen für die morgige Palmsonntagssegnung. Letzteres lasse ich mir natürlich nicht entgehen. Bei uns wird überwiegend der Buchsbaum als Palm verwendet. Nachdem die Zypressenhecke weg ist, war besonders gut an den Buchsbaumbusch heranzukommen, der auf der Seite, die der Hecke zugewandt war, aktuell leider keine Zweige hat. Ich hoffe, er wird in den Folgejahren vollständig zuwachsen, da er ja jetzt Licht und Luft von drei Seiten erhält. Endlich kann er sich zu einem richtigen Buchsbaumstrauch mit kugelrunder Krone weiterentwickeln. Den kreativen Gartenprojekten, allen voran der Auswahl geeigneter Bäume als Ersatz für die entfernte Hecke, können wir uns in den nächsten Wochen nun in Ruhe widmen. Zum Ansäen des neuen Rasens bleibt danach auch noch Zeit.

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Pflanzvorbereitung

Das Regenwochenende will ich nutzen, um die kommende Gartensaison ein Stück weit vorzubereiten. Die neuen Samen für großblütige Strohblumen habe ich bereits bestellt. Andere Blumensamen, die zum Teil auch jetzt schon auf der Fensterbank vorgezogen werden können, hatte ich schon vor Monaten auf Vorrat gelegt. Die Schwierigkeit wird vor allem darin bestehen, genügend Pflanztöpfchen und Auffangschalen in der richtigen Größe bereitzustellen, die auch auf die Fensterbank passen. Wenn das gelingt und wir sie immer schön feucht halte, sollte ein Auspflanzen der Pflänzchen in 5-8 Wochen möglich sein, sofern der Frühling mit stabiler Wärme bis dahin eingezogen ist. Ich verspreche mir davon einen früheren Start in die blühende Gartenzeit, die 2016 doch recht spät eingesetzt hat. Das ist natürlich nur bedingt beeinflussbar. Das Vorziehen ist aber ein Versuch, es zumindest wahrscheinlicher zu machen. Diesmal geht’s mir mehr um die Blütenpracht an sich und weniger ums fotografische Festhalten. Das habe ich im Vorjahr für die Strohblumen weitgehend ausgereizt. Sammeln und trocknen will ich sie aber wiederum, um andere dekorative Arrangement mit den getrockneten Blüten zu versuchen. Vielleicht fällt dann am Ende auch die eine oder andere fotografische Idee dabei an, das ist aber nicht primär. Unsere Pflegearbeiten an den Gartenbäumen müssen dann wohl noch etwas warten, bis das passende Wochenendwetter kommt. Bei Sonne ist das Schneiden eigentlich eine sehr schöne Arbeit, bei der ich richtig abschalten kann.

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Der Sonne entgegen

Sonnenblume neben Ginkgo, Feigenbaum und Walnussbaum
Nun habe ich sie inmitten ihrer bäumischen Nachbarn doch noch fotografiert, bevor die Vögel anfangen, die Kerne der größten Blüte herauszupicken. Man sieht hier sehr deutlich, wie sehr die Riesensonnenblume mit ihren zahlreichen Köpfen nach Licht strebt und so viel Sonne wie möglich einfängt. Es ist eine Freude, den Höhepunkt des Sommers im Spiegel der Hochzeit grüner Pflanzen zu erleben.

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Gartenidyll mit Blumen und Bäumen

Unsere Riesensonnenblume mit inzwischen mindestens sechs Blütenköpfen macht den Bäumen des Gartens zunehmend Konkurrenz. Baumhoch ist sie ohnehin schon, mit einer Tendenz nach oben. Aber die dominanten sonnengelben Blüten sind natürlich auch ein Eyecatcher, der die Aufmerksamkeit unwillkürlich auf sich zieht. Da verblasst so manche Blüten- und Früchtepracht rundherum. Denn in ihrem Schatten gedeihen die Feigenfrüchte zurzeit sehr gut, wenn sie auch noch grün und erst auf halbe Größe angewachsen sind. Und die Strohblumen, Wicken, Rosenstöcke und kleiner gewachsenen Blumen genießen die Sonne ebenfalls und zeigen ihre ganze Pracht, die nur als einzelne, ob der geringeren Größe, den Gesamteindruck nicht ganz so stark beeinflussen, in der Gesamtheit aber das Bild eines üppig blühenden und grünenden, lichtdurchflutet sommerlichen Gartenidylls vermitteln.

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Gartensommerfeeling

Der Garten nimmt jetzt die dschungelartige Gestalt an, die wir von den letzten Hochsommern gewohnt sind. Das Grün wird täglich dichter, von den Außenblättern der Blumen am Boden, vom üppiger werdenden Laub der Bäume, von den über Drähte geleiteten Weinreben, die hier und da noch Lücken fürs Sonnenlicht lassen und ansonsten das Licht filtern und in hellen Grüntönen nach unten weiterreichen. Gerade im Hochsommer, bei brütender Mittagshitze, ist das eine echte Wohltat. Nachdem wir diese anhaltende Regenphase hinter uns haben, hoffentlich spätestens Mitte kommender Woche, wird sich das Gartensommerfeeling sicher endgültig einstellen. Gut so, nach derart langer Wartezeit und dem Ausreizen sämtlicher Toleranzspielräume.

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Der Sommergarten nimmt Gestalt an

Die Pflanzarbeiten im Garten sind immer noch nicht abgeschlossen. Diesmal waren die Sonnenblumen an der Reihe, die J. selbst gezogen hat. Ich bin gespannt, ob sie groß werden und an ihren neuen Standorten genügend Sonne aufnehmen können. Die Erde spielt natürlich auch eine Rolle. Da wage ich mal keine Prognose, hoffe aber, es sind Riesen-Sonnenblumen, die wir vor einigen Jahren einmal hatten. Die mit den gewaltigen Köpfen und langen, kräftigen Stängeln. In den beiden letzten Jahren haben wir immer die niedrigwüchsigen erwischt. Eine Bereicherung für den Garten sind sie in jedem Fall. Allmählich nimmt die Sommergartenform aber die gewünschte Gestalt an. Irgendwann können wir dann alles sich selbst überlassen. Von nachträglichen Rückschnitten der Bäume und dem täglichen Wässern einmal abgesehen. Dann ist das Wahrnehmen und Eintauchen im Mittelpunkt.

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Endlich wieder am Gartenarbeitsplatz

Das war tatsächlich der erste Tag in diesem Jahr, an dem ich meiner kunsthandwerklichen Arbeit vollständig im Freien nachgehen konnte. Bisher war der Arbeitsplatz im Keller immer noch notwendig, weil es entweder aus Eimern regnete oder so kühl war, dass man es draußen sitzend nicht allzu lange aushalten konnte. Diese Eröffnung der handwerklichen Gartensaison sozusagen wird zwar durch einen Temperatursturz wieder abgebremst, der uns in den nächsten Tagen erwartet. Aber ich werde dennoch nicht mehr ausweichen und die Luft, die Vogelstimmen und das wechselhafte Licht des Gartens nutzen, um ganz in der Holzarbeit aufzugehen. Diesmal sind es die Esche und die Ulme, deren Hölzer ich zu Armbändern verarbeite. Morgen werde ich diese Arbeit auch schon abschließen können. Gut, denn dann bleibt vor Pfingsten noch ein wenig Zeit für ausstehende Gartenarbeiten.

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Blühende Strauchlandschaft

Blütenstände des Wolligen Schneeballs
In dieser Zeit des Jahres sind sie am eindrucksvollsten. Die Sträucher des wolligen Schneeballs sind an unseren Wegen häufig anzutreffen. Jetzt zeigen sie ihre tellerförmigen Blütenstände, die sie übervoll und üppig erscheinen lassen. Die Früchte später finde ich weniger attraktiv, aber die ledrigen rauen Blätter tragen wesentlich zum Erscheinungsbild der Strauchlandschaft während des Sommers bei. Dicht und schwer wirkt diese Art immer auf mich. Ganz anders als der Gemeine Schneeball, der mit seinen leichteren, filgranen Blättern, den komplizierter aufgeteilten Blütenständen und den sagenhaft knallroten Früchten eine ganz andere Ausstrahlung hat, die durch die frostharten, dann leuchtend transparenten Früchte sogar im Winter noch Eindruck macht, mit einem der wenigen bunten Farbakzente.

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Gartenbeobachtungsfreuden

Ein toller Sonnentag, an dem wir gleich einmal die Vorzüge der Gartensaison nutzen konnten. Es ist schön, endlich wieder draußen sitzen zu können. Und dabei zu beobachten, wie sich die Pflanzen von Tag zu Tag verändern, es immer intensiver grün und zunehmend bunt wird. Die Strohblumen, die ich vor zwei Wochen gesät habe, sind ganz gut herausgekommen. Allerdings müssen sie noch etwas größer werden, bevor ich sie in größere Töpfe vereinzele. Am Wochenende werden wir wohl die einjährigen Pflanzen einpflanzen, die wir zuvor noch aussuchen müssen. Es ist jetzt Zeit dafür, da bei dem Wetter sicher viele auf die Idee kommen und am Ende die besten Pflanzen rar werden könnten. Die Bilder von der Gartenausstellung konnte ich noch nicht vollständig sichten. Aber eines von der so schön dunkel verwitterten Wand einer großen Scheune habe ich doch schon rausgezogen. Eine sehr schöne Oberflächenstruktur, die gerade wegen der Verwitterung das Kraftvolle des gewachsenen Holzes besonders augenfällig macht.
Verwitterte Latten einer Scheunenwand

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Gartenarbeitsamstag

Ein wirklich arbeitsintensiver Tag mit viel Aktivität rund ums Haus und im Garten. Ich glaube, so lange haben wir uns mit dieser traditionellen Vorbereitung der Gartensaison noch nie Zeit gelassen. Das hatte wahrscheinlich mit den Tücken der Technik zu tun, aber auch, weil das Sägen des Brennholzes sehr viel mehr Zeit in Anspruch genommen hat, als wir ursprünglich erwartet hatten. Immerhin, gut die Hälfte des maximalen Vorratstauraums für Brennholz ist jetzt schon aufgefüllt. Den Rest werden wir spätestens im Spätherbst ergänzen. Und dann kann die nächste Ofensaison auch kommen. Das Holz war ausschließlich Obstbaumholz mit teilweise mächtigen Stammabschnitten. Etwas faulig riechend zwar beim Sägen, aber insgesamt doch sehr gesund aussehend. Das wird ein hervorragendes Brennholz. Bis zum Winter sollte es auch schon ganz ordentlich angetrocknet sein. In Kombination mit der Fichte und wenn der Ofen einmal richtig in Gang gekommen ist, dürfte es mit der Restfeuchte keine Probleme geben. Das wichtigste Ergebnis des Tages aber: Den Ruhepausen im Garten, zwischendurch und im Anschluss an die Arbeit, dürfte jetzt nur noch das nicht immer berechenbare Wetter im Wege stehen.

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Ein weiterer Schritt in Richtung Gartensaison

Nun haben wir die Gartenreinigungsaktion doch schon zum größten Teil erledigt, obwohl wir gleich zu Anfang feststellen mussten, dass der Hochdruckreiniger über Winter den Geist aufgegeben hat. Es kann nur Altersschwäche gewesen sein, denn vor Frost war er sicher aufbewahrt. Mit dem neuen Ersatz ging es dann mit etwas Verzögerung weiter. Nicht das ganze Programm zwar, aber das meiste. So können wir morgen noch das Sägen der ersten Holzvorräte für die nächste Ofensaison angehen, bevor auch der Platz gereinigt werden kann. Der hohe Haufen schon angetrockneten Zwetschgenbaumholzes stammt von unseren alten Bäumen. Ein guter Grundstock für den Holzbrand, da es den weitaus größeren Vorrat an Fichtenholz aufwertet, einfach wegen der ergiebigeren Brenndauer. Auch eine schöne Arbeit für einen sonnigen Tag, wie wir ihn auch morgen wieder erwarten.

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Träume für den Garten

Bonsai-Kiefer
Die Ausstellung mit allem, was den Gartensommer erlebnisreich machen kann, ist inzwischen schon Tradition. Nicht immer war aber das Wetter dafür so vorbildlich wie heute. Einfach ideal, um sich für Stunden über das weitläufige Gutsgelände zu bewegen und all die Ideen und Gestaltungen, die vielen Pflanzen, Dekorationen, Gartenmöbel und Kunsthandwerk auf sich wirken zu lassen. Bei wolkenlosem Himmel, viel Wind und dieser beschwingenden Frühlingsluft. Eines der Highlights war sicher diese Auswahl von Bonsais, die auf einem Brocken Tuff wachsen, wie die perfekte Verkleinerung normal gewachsener Exemplare der jeweiligen Art. Mit den ebenfalls gepflanzten Moosflächen gar wie eine ganze Miniatur-Baumlandschaft. Schade, dass ich diese schönen Bäumchen nicht vor neutralem Hintergrund fotografiere konnte. So nimmt der natürlich gewachsene Heckenhintergrund der faszinierenden Miniatur-Kiefer ein wenig ihrer eindrucksvollen Ausstrahlung. Dennoch kann man das auch auf dem Foto erahnen. Ein schöner Ausflugstag, der für die vielen hinter uns liegenden trüben Wochen entschädigen.

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Verrücktes Frühlingswetter

Der Hundertjährige Kalender liegt erstaunlich häufig richtig. Dabei frage ich mich, wann die 100 Jahre eigentlich zu Ende gehen bzw. ob die nicht eigentlich schon längst zu Ende gegangen sind. Der Sache müsste ich mal auf den Grund gehen. Jedenfalls hält sich, wie dort beschrieben, die Frühlingsbremse wohl noch länger. Und fährt nicht nur die Dynamik des vegetativen Aufbruchs auf Stillstand zurück. Sie schadet auch, wie sollte es anders sein, unserer Motivation und dem körperlichen Wohlbefinden. So müssen wir das „verrückte“ Frühlingswetter, wie es eine Wettermoderatorin am Nachmittag nannte, noch länger ertragen und können nur auf einen Mai hoffen, der sich tatsächlich als Wonnemonat entpuppt, wenn er schon so mäßig beginnen wird, wie es derzeit zu erwarten ist. Ob aus der Reinigungsaktion am Wochenende etwas wird, ist immer noch zweifelhaft. Es wäre wohl das erste Mal seit vielen Jahren, dass wir die Gartensaison erst nach dem 1. Mai starten können.

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