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Die sich entwickelnde Jahreszeit beobachten

Nun hat uns der zweite Feiertag, für den ich wie auch an Ostern und Weihnachten sehr dankbar bin, doch noch das passende Pfingstwetter beschert. Auf dem Rückweg von der Pfingstmesse sind wir in der Sonne gegangen, an frühsommerlich blühenden Pflanzen und üppig belaubten Kirschbäumen entlang. Dazu diese wärmenden Sonnenstrahlen und viel Helligkeit. Das sind, auch in der Landschaft, eigentlich die schönsten Wochen des Vegetationszyklus, da alles, was pflanzlich wächst, zu seiner Entfaltung drängt, Form gewinnt und seine Farben intensiviert, gleichzeitig eine Vielfalt von Ausdrucksformen umsetzt. Je nach Rhythmus in Form von Blättern, Asttrieben, Blüten oder gar schon Früchten. Irgendwie ist diese Aufwärtsbewegung, das Streben in Richtung Höhepunkt, spannender als die Rückwärtsbewegung. Das eine ist eben Ausdehnung, das andere Rückzug. Nach langen Winter- und durchwachsenen Frühlingsmonaten tut diese Öffnung nach außen, wie Rudolf Steiner gesagt hätte, in den Kosmos hinein, einfach gut. Und die umgekehrte Richtung der Innenschau kann in dieser Zeit ein wenig in den Hintergrund treten. Das wirkt auf mich wie eine Art Auftanken, wie wenn man einen Lichtvorrat auffängt und in sich speichert, der dann in Herbst und Winter kompensatorisch abgerufen werden kann. Wir haben vieles noch nicht verstanden und uns so richtig bewusst gemacht an diesem wunderbaren Wechsel und der internen Entwicklung der Jahreszeiten.

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Mit Grundlegendem zum Fortschritt

Dieses Jahr schleicht sich sehr unauffällig davon. Und das scheint mir gut so, denn es gab so viel Unglückliches und Aufregendes in der Welt 2015, dass man sich Ruhe und Stabilität mehr wünscht als alles andere. Diese Stabilität der politischen, kulturellen und sozialen Verfassung einer Gesellschaft ist wohl die Voraussetzung für wirkliche Weiterentwicklung. Und das gilt für die Gesellschaft als Ganze ebenso wie für den persönlichen Entwicklungsweg eines jeden einzelnen Menschen. Es ist dies oft mein erster Gedanke am Morgen und einer der letzten des Tages, dass wir uns bald wieder den Luxus leisten können, an formenden, aufbauenden, Verbesserung bringenden Projekten zu arbeiten und mit diesen uns selbst und die Gesellschaft voranzubringen. Die Kräfte zehrenden Nebenschauspiele sind allzu sehr in den Vordergrund getreten und ließen oft kaum mehr Freiraum. Wenn es etwas gibt, das ich mir für 2016 wünsche, dann diese Form von Fortschritt. Basisthemen wie unser Verhältnis zur natürlichen Umwelt, für mich am deutlichsten in der Baumsymbolik zum Ausdruck gebracht, können uns auch künftig helfen, eine Freiheit des kreativen Ausdrucks und Wirkens zurückzugewinnen. Denn diese Themen führen uns auf die Grundlagen unserer Existenz zurück und befreien uns von Ballast.

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