Schlagwortarchiv: Apfelbaumholz

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Kraftvolle Kombination

Eine sehr schöne Kombination habe ich heute fertiggestellt: Apfelbaum & Esskastanie. Zwei Charakterbäume, die sich in einem für Partner bestimmten Set als kraftvolle Kombination ineinanderfügen. Es wäre interessant zu wissen, ob der Mann oder die Frau den Apfelbaum als Lebensbaum gewählt hat. Je nachdem kann die Verbindung unterschiedlich interpretiert werden. Aber es ist natürlich auch gut, dass ich nicht vollständig informiert bin, dann bleibt die Konzentration bei der sorgfältigen Ausführung der Arbeit und bei den symbolischen Assoziationen. Deren Wert kann sich ohnehin nur für die individuellen Träger entwickeln. Darum geht es ja eigentlich auch bei diesem Projekt. Dennoch seien Spekulationen erlaubt, denn sie halten die inhaltliche Beschäftigung mit Bedeutungen und Deutungen des Baum-Mensch-Verhältnisses lebendig und passen es immer wieder an sich verändernde Zeitumstände an.

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Arbeit mit den Ästheten unter den Klassiker-Holzarten

Es ist interessant, dass zurzeit die Klassiker unter den attraktiven Holzarten vor allem Interesse finden: Apfelbaum, Walnussbaum, Esskastanie. Fruchtbäume und solche, die ihre energetische Ausstrahlung als Baumarten auch in den Eigenschaften ihres Holzes widerspiegeln. Tatsächlich haben alle drei etwas Intensives, das schon an ihrer Oberfläche erkennbar ist. Beim Apfelbaum an seiner satten, im Öl fast übersättigt wirkendn Farbigkeit, die mal mehr rötlich, mal mehr bräunlich ausfällt. Beim Walnussbaum an seiner seidenmatt schimmernden glatten Oberfläche, die irisierend wirkt und gar nicht genau gefasst werden kann, da sie einerseits auf einem dunklen, kakaoartigen Grundton beruht, andererseits eine feine Mikrozeichnung aufweist und eben diesen hellen, darübergelegten Schimmer. Und die Esskastanie ist zwar eigentlich wegen ihrer weiten Poren die luftigste unter diesen drei Holzarten, strahlt aber durch die starken Kontraste ihrer Zeichnung Härte und Lebendigkeit aus, die an den Baum selbst denken lässt, eigentlich aber auf einer Art optischer Täuschung beruht. Es ist für mich immer wieder spannend, gerade mit solchen häufiger angefragten Holzarten zu arbeiten und sie im Moment auf mich wirken zu lassen. Dabei offenbaren sie immer wieder auch neue Facetten und hinterlassen nie ganz abgeschlossene oder endgültige Eindrücke.

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Ergiebiges Apfelbaumbrennholz

Gegen Ende der Holzofensaison sind die richtig guten Brennholzabschnitte am Grund des Vorrats aufgetaucht. Schwere, dichte und langanhaltende Abschnitte unserer ausrangierten alten Apfelbäume, die schon seit Jahren gelagert waren und seither nichts an ihrer Schwere eingebüßt haben. Das ist natürlich sehr ergiebig, noch mehr als Eiche oder Buche, und erst recht kein Vergleich zu dem so schnell heruntergebrannten Fichtenholz, das wir überwiegend, weil von dem ehemaligen Privatwald stammend, zum Befeuern verwenden. Jetzt bin ich umso zuversichtlicher, dass der ofengerecht zerkleinerte Vorrat bis zum Ende der Saison ausreicht. Falls doch nicht, wäre es auch kein großes Problem, weitere Abschnitt heranzubringen, und den dann kalkulierbaren Rest zu sägen und zu spalten.

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Zeitlos und aktuell zugleich

Wieder Apfelbaum und wieder Eberesche. Die beiden Hölzer hatte ich gerade erst verarbeitet, allerdings in anderer Konstellation. Jetzt also als Partner-Armbänder, eine Paarung, die wieder einmal neu ist. So kann ich immer wieder neue Variationen vorstellen und konkret abbilden. Das dürfte dem einen oder anderen eine noch bessere Illustration des Angebots sein. Vor allem aber freut es mich, dass das kunsthandwerkliche Projekt auf diese Weise lebendig bleibt und in der Zeitlosigkeit seines Ansatzes dennoch seine je stimmige Aktualität offenbart.

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Apfelbaum- und Quittenbaumholz

Das Apfelbaumholz hat diesmal wirklich lange an der frischen Luft gelegen. Es dürfte länger als ein Jahr gewesen sein. Dank des guten Wachsens der Schnittenden sind die Abschnitte fast gar nicht gerissen. Natürlich etwas verzogen, aber alles im Rahmen. So hatte ich beim begradigen der Abschnitte heute kaum Abfall und es ist nicht zu erwarten, dass sich beim weiteren Trocknungsprozess auf dem Speicher noch sehr viel an den Formen bewegt. Das Beste aber ist, dass ich jetzt für Jahre meinen Vorrat an Apfelbaumholz aufgefüllt habe. Die seit langem hochwertigsten Abschnitte dieser Art sind es, gemessen an der Gleichmäßigkeit der Zeichnung, der Intensität der bräunlich-rötliche-gelblichen Färbung und auch der Helligkeit. Diese Abschnitt sind ziemlich dunkel, gehen überwiegend ins rötliche Braun und lassen deshalb später nach dem Ölbad einen satten Farbton erwarten, der m. E. am typischsten zum Apfelbaum passt. Damit hatte ich in den letzten Jahren öfter Probleme, da die zur Verfügung stehenden Abschnitte zu hell waren und damit leichter mit anderen Holzarten verwechselt werden konnte. Mir geht es darum, dass die Erkennbarkeit beim ersten Blick gegeben ist. Dieses Material kommt diesem Anspruch ziemlich nahe. Da ich schon einmal dabei war, habe ich die wenigen schmalen Abschnitte des Quittenbaums ebenfalls begradigt, die wegen ihrer schmäleren Dimensionen inzwischen vollständig durchgetrocknet sein dürften. Daraus konnte ich ebenso wie aus dem Apfelbaum eine Reihe von Kanteln gewinnen, die später direkt für die Armbandproduktion verwendbar sind. Das Quittenbaumholz ist außerordentlich dicht, schwer und, vielleicht die größte Überraschung, für ein Obstbaumholz, sehr hell. Gerade in Verbindung mit dem Apfelbaum sind damit sehr schöne, weil dekorative Kombinationsarmbänder mit alternierenden Perlen vorstellbar, deren Anmutung der des Klassikers „Zwetschgenbaum-Eberesche“ nahe kommen dürfte. Mit dem Quittenbaum und dem Mirabellenbaum werden es wohl zwei Obsthölzer sein, die mein Portfolio künftig ergänzen. Die Prototypen will ich in den nächsten Monaten realisieren.

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Neue Vorräte an Apfelbaumholz

Das Aufsägen und Teilen der Apfelbaumabschnitte war wie erwartet ein ziemlicher Kraftakt. V. hat mir die Flanken der dicken Stammabschnitte mit vertikalen Kettensägeschnitten entfernt. Danach war es relativ einfach, durch die Markröhre zu sägen und den Klotz zu vierteln. Anschließend habe ich gleich handliche und „ungefährliche“ Formate daraus gesägt und später alles sorgfältig gewachst. Da dürfte beim Trocknen nicht mehr viel passieren. Es wäre auch schade, denn gute Apfelholz ist nicht so ganz einfach zu gewinnen. Auch hat sich wieder einmal gezeigt: Das Material präsentierte sich extrem heterogen. Bei dem späteren Kombinieren etwa der Hauptperlen mit den kleinen wird es notwendig sein, gleiche Abschnitte zu verwenden, da ansonsten die Anmutung ganz unterschiedlich sein kann. Schon beim Sägen, das überraschend leicht ging, wohl weil das Holz noch ganz nass war, habe ich gemerkt, dass besonders die ganz dicken Abschnitte einen unangenehmen Geruch ausgeströmt haben. Ein untrügerisches Zeichen dafür, dass das Holz schon begonnen hat, sich zu zersetzen. Dieser ersten Schritte einer Fäulnis war hier aber noch nicht so weit fortgeschritten, dass es zu einer Instabilität geführt hätte. Das Material wird später eine geschlossene und feste Oberfläche aufweisen. Aber zwischen dem Nassen erkennbaren trockenen Streifen deuten eben auf diese partielle Veränderung hin. Andere Abschnitte, von den dünneren Stämmen entnommen, zeigten dagegen weder einen unangenehmen Geruch noch eine zu uneinheitliche Zeichnung, vielmehr eine sehr dunkle lebendige Färbung, von der sehr schöne ausdrucksstarke Perlen zu erwarten sind. Diese Abschnitte werde ich sicher bevorzugt verwenden, und die anderen quasi als zweite Wahl zurücklegen. So nass wie das frische Material jetzt noch ist, wird das Trocknen eine ganze Weile dauern. Vielleicht wird die Winterkälte das Ganz beschleunigen. Die angetrockneten Quittenholzabschnitte habe ich umgeschichtet. Einige besonders schmale Scheite will ich drinnen weiter trocknen lassen, um daraus vielleicht schon im Frühjahr den ersten Quittenholzprototypen zu gewinnen.

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Neues Apfelbaumholz

Über die verschiedentlichen Rückmeldungen zum gestrigen Jubiläum habe ich mich sehr gefreut. Sicher werden erst am Wochenende einige weitere Leser darauf aufmerksam werden. Auf die Mitteilungen zu diesem Anlass bin ich sehr gespannt, ebenso auf die Weiterentwicklung gerade der interaktiven Seite des Baumtagebuchs. Den Baumkreis konnte ich heute fertigstellen. So bleibt der Samstag für das Teilen der Apfelbaumabschnitte, die darauf schon seit Wochen warten. Ganz unkompliziert wird das nicht, denn es geht darum, die dunkelbraunrot gefärbten Kerne herauszuschneiden und zu vierteln, damit die Spannung herausgenommen wird. Anschließen zu gröberen Scheiten gesägt und gewachst können diese Abschnitte erst einige Monate antrocknen. Es ist an der Zeit, Nachschub gerade für den Apfelbaum zu organisieren, da wirklich typisch erscheinende Stücke in den letzten Jahren nicht leicht zu finden waren. Diese hier sind geeignet, meinen Vorrat wieder aufzufüllen, jedenfalls in ca. einem Jahr, wenn die ersten besonders schmal geschnittenen Abschnitte weit genug abgetrocknet sind, um in der kunsthandwerklichen Arbeit verwendbar zu sein.

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Endlich wieder typisches Apfelbaumholz

Brrrr, eine Kälte, die man Ende Oktober nicht erwartet hätte. Da bewundere ich V., der sich ans Fällen seiner überzähligen Apfelbäume gemacht hat. Immerhin, diesmal bringen die dicken Stämme der alten Bäume einen ausgeprägten dunkel-rötlichen Kern mit sich. Das ist die Gelegenheit, meine diesbezüglich schmal gewordenen Vorräte aufzufüllen. Fast alle Apfelbaumabschnitte der letzten Jahre waren splintholzartig gefärbt. Eher gelb als braun-rötlich. Letzteres bringt man aber am typischsten mit dem Apfelbaum in Verbindung. Ach wegen der Unterscheidung von anderen Arten bin ich deshalb immer an solch typischem Material interessiert. Das Zerlegen der dicken Abschnitte wird noch einige Arbeit machen. Aber am Ende dürften doch ein paar Dutzend gute und vor allem schön gefärbte Kanteln dabei herauskommen. Jedenfalls irgendwann, wenn das Holz abgetrocknet sein wird und ich mich daran geben kann, die stärkeren Blöcke in Kantelform zu sägen.

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