Stressabbau und olfaktorische Baumerlebnisse

Im Kurs heute ging’s unter anderem um den Umgang mit Stress, die verschiedenen Möglichkeiten, wie wir Stresssituationen im Berufsalltag und im privaten Leben begegnen können. Da eine Kollegin davon sprach, dass sie die Wahrnehmung von Düften in der Natur oftmals als stressabbauend empfindet, ist mir das Beispiel der Baumblüten des Frühlings und Sommers eingefallen, welche ich ebenso einordnen würde. Ich denke an die Blüten der Linden, des Apfelbaums, des Weißdorns, der Ebereschen und des Flieders, die mir dabei spontan in den Sinn kommen. Jede trägt ihre ganz eigentümliche Duftnote, die in Worte zu kleiden schwer fällt. Wenn man ihn aber zufällig oder bewusst aufnimmt, dann weiß man ihn ganz genau zuzuordnen, denn er ist einzigartig, so wie der Staub verschiedener Hölzer, wenn er etwa beim Schleifen in feine Partikel aufgelöst wird, einen ganz typischen Geruch trägt. Gerade die blütenintensiven Jahreszeiten nutze ich gerne, um diese olfaktorischen Erlebnisse zu pflegen, die mich an die Wurzeln der sinnlichen Wahrnehmungen zurückführen, die bestimmte Zentren des Zentralnervensystems stimulieren, welche, wenn ich es recht erinnere, zu den evolutionär gesehen ursprünglichsten überhaupt gehören. Die damit vermittelte Unmittelbarkeit ist für mich eine der größten Gewinne, welche ich aus meinen Streifzügen durch die Natur ziehe. Und dieser Gewinn umfasst weit mehr, als nur den in anderen Lebensfeldern aufgebauten Stress wieder abzubauen.

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