Plädoyer für Feiertagskultur

V. und ich ging es heute ähnlich. Wir haben uns beide dabei ertappt gefühlt, den morgigen Samstag bereits für Holzarbeiten eingeplant zu haben. V. wollte Brennholz für den Winter machen. Und ich habe an das Aufsägen meines neuen Astabschnitts des Götterbaums gedacht. Daraus wird natürlich nichts, ist doch morgen Feiertag. Auch wenn ich die verordnete Freude angesichts dieses jungen Feiertags nicht so ganz nachvollziehen kann, und mit mir wahrscheinlich viele Deutsche, ist es eben doch ein Feiertag, und da wirken starke Konventionen, die ich nicht beschädigen möchte. Ich finde es schlimm, wenn Mitbürger anderer Religionsgemeinschaften sich um den Sonntag oder christliche Feiertage nicht scheren und einfach ihrer normalen Wochentagsarbeit nachgehen. Ich glaube, dass solche Tage sehr viel zur Festigung von kultureller Gemeinschaft und kultureller Identität beitragen. Ganz unabhängig davon, was der einzelne damit verbinden mag. Und daran sollten wir festhalten, gerade heute, wo so vieles auseinander fällt und man um gemeinsame Werte und eine gemeinsame Kommunikationsbasis überhaupt oft geradezu ringen muss. Lasst uns die Feiertagskultur pflegen, ganz besonders die der christlichen Feiertage. Ich verbinde das auch mit der Hoffnung, dass dem künftig wieder mehr inhaltliche Bedeutung beigemessen wird.

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