Nebeneinander her

Der Februar beginnt so, wie der Januar geendet hat. Und der Winter will zu Beginn der Fastnachtstage kein Ende finden. Nichts zieht mich in diesen Tagen in die Landschaft, und wenn ich doch einen Abstecher wage, halte ich mich nicht lange auf. Und tatsächlich habe ich nicht den Eindruck, dass dieser Kontakt mit der schlafenden Pflanzenwelt zurzeit angebracht wäre. Die Zeit ist einfach noch nicht reif. Zu vieles offenbar ist da in den Tiefen der Erde wie im Inneren der Stuben noch an Winterarbeit zu verrichten. Eine Arbeit, die sich nicht auf das geschäftige Tätigkeitsein beschränkt, sondern sich offenbar zusätzlich auch auf einer geistigen Ebene abspielt. Ein Arbeiten im Inneren, das nach meiner Auffassung immer etwas von Aufarbeiten, Aufräumen, Sortieren, Klarstellen, In-Ordnung-Bringen hat. Wahrscheinlich haben die Bäume ein solches Bedürfnis ebenfalls. Und so leben die Spezies ihr je getrenntes Winterleben nebeneinander her.

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