Materialisierung des Lichts

Wie unterschiedlich wir am Licht teilhaben. Heute habe ich das erste wirkliche Sonnenlicht der letzten 10 Tage gesehen. Natürlich hat es mich sogleich nach draußen gezogen, Licht und Sonne tanken, soweit sie hinter der vorbeiziehenden Wolkendecke hervorkam. Das tat gut. Zumindest zwischen 11.00 und 15.00 Uhr konnten wir von den vergangenen, mehr als grauen Novembertagen Abstand nehmen. Und wie es heißt, wird die zweite Hälfte des Monats mit deutlich mehr Licht als zuletzt gesegnet sein. Seltsam, wenn man nach diesen trüben Tagen durch die Landschaft schlendert, Bäume und Sträucher beobachtet, dann ist es, als ob der Nebel und die Dunkelheit nicht vorstellbar wäre. Als ob diese Bäume und Sträucher nur in Verbindung mit Licht existieren würden. Vielleicht, weil ich an trüben Tagen niemals auf die Idee käme, ihnen zu begegnen. Wahrscheinlicher aber, weil die Bäume eine so offensichtliche Form materialisierten Lichts darstellen. ,,Alles auf dieser Welt geht auf das Licht zurück, ist eine Ausformung des Lichts“, könnte man sagen. Wohl wahr, aber die Vorstellung der Photosynthese macht uns als Menschen diese Materialisierung in Form der Bäume leichter vorstellbar. Wahrscheinlich sind wir eher in der Lage, in den Bäumen eine Ausgestaltung des Göttlichen auf der Erde zu sehen, als in uns selber.

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