Kreative Spiralen

Eine eigene Arbeit mit größerem zeitlichem Abstand wieder aufzuarbeiten, in einen neuen, nun mit neuem Erfahrungshintergrund angereicherten Rahmen zu stellen, kann sehr anregend sein. Wenn sich dabei herausstellt, dass es sich um eine zeitlose Arbeit handelt, ist das für mich das beste Qualitätszeichen. Viele der Arbeiten, die ich heute fotografiert habe, finde ich auch 6 bis 10 Jahre nach ihrer Entstehung ganz hervorragend. Nicht nur, dass sie damals stimmig und wichtig waren – sonst hätte ich sie nicht realisiert. Sie haben auch heute ihre unverminderte Ausstrahlung und werden auch morgen ihre je eigene Kraft nicht einbüßen. Und wenn ich die einzelnen Skulpturen dann in eine chronologische Reihenfolge stelle, wie ich das diesmal vorhabe, ist das kleine Werkverzeichnis damit gleichzeitig ein wesentliches Stück Biographie. Aber darum geht es wohl immer: Sich selbst entäußern zu Gunsten der Kommunikation, und sich dann wiederum selber beobachten im Spiegel der eigenen Arbeiten. Das ist ein Spirale, ein nicht endender, sich immer wieder neu darstellender und fortsetzender Prozess. Ich habe viel Freude daran, diesen Prozess aktiv zu befördern und die jeweils neu erlernten Mittel einzusetzen, ihn möglichst kreativ zu gestalten.

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