Kirchenlinden

Schade, dass einige der mächtigen alten Linden vor der Dorfkirche gefällt werden mussten. Angeblich seien sie im Inneren stark ausgefault gewesen. Allerdings ist nicht zu erkennen, warum das eine Gefährdung dargestellt hat. Schließlich werden sie alle 3-4 Jahre radikal zurückgeschnitten und schlagen dann wieder kräftig aus. So auch diese Exemplare. Manchmal versteht man das nicht, es hätte wohl kaum etwas herunterstürzen können. Jedenfalls stapeln sich jetzt Astabschnitte und mächtig Baumscheiben dort, wo vor wenigen Tagen noch dicke Linden standen. Wenn ich nicht schon vor Jahren ebenfalls aus dem Umfeld der Kirche eine Reihe von Abschnitten erhalten hätte, die größtenteils noch auf Vorrat liegen, würde ich mich um einen Teil des Materials bemühen. Aber so ist das weniger interessant, auch weil sich das Holz für meine Art der Bildhauerei weniger eignet. Für die kunsthandwerklichen Projekte habe ich andererseits keinen Bedarf mehr. In einigen Tagen wird es schon so sein, als ob die Bäume nicht existiert hätten, vor allem, da noch etliche ihrer Schwestern dort stehen. Vielleicht werden aber die nicht ausgegrabenen Wurzelstücke ein bleibendes Erinnerungszeichen setzen.

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