Die Einheit des Differenten vergegenwärtigen

Für mich gibt es keine bessere Strategie bei miesem Wetter, als das fehlende Licht und den Mangel an Wärme durch Holzarbeit im Haus auszugleichen. Die ohnehin ablenkungsfreie Arbeit ist an solchen Tagen noch intensiver. Da kann ich mich ganz dem Material, seinen Eigenschaften und der Art seiner Bearbeitung widmen. Ein Abtauchen in die Material-, Energie- und Symbolwelt der Hölzer und zugehörigen Bäume. Eine Art Meditation, die sehr geeignet ist, auf den Nullpunkt zurückzukehren. Manche nennen das Erdung, die für mich durch nichts so authentisch und intensiv wirkt wie in der Arbeit mit Hölzer und Bäumen. Es ist dies eine der spannendsten Dimensionen der Winterzeit, weil es die andere Seite des Offensichtlichen offenbart. Dass im Kalten und Dunklen immer auch das Warme und Helle angelegt ist, das zu einer anderen Zeit und unter anderen Umständen wieder zu Vorschein kommt. Obwohl wir das eigentlich wissen, ist doch immer wieder notwendig, sich diese Vorstellung einer Einheit des Differenten zu vergegenwärtigen. Wir sehen dann letztlich uns selbst, unsere menschliche Verfassung in dieser Erkenntnis gespiegelt.

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