Alles andere als überhitzt

Ein merkwürdiges Bild bietet die Baumlandschaft in diesen Novembertagen. Bei dem Temperaturausreißer, der heute fast schon wieder an Frühling denken ließ, war der optische Eindruck doch ein trister. So gut wie keine Früchte sind mehr an den Bäumen und Sträuchern zu sehen. Noch nicht einmal ein paar verschrumpelte von den Heckenrosen oder Weißdornsträuchern. Diesmal scheint frühzeitig alles dem Regen, der Kälte zum Opfer gefallen zu sein. Auch kaum noch Herbstlaub an den Bäumen selbst. Stattdessen bei einigen Arten noch grüne Blätter. Die Baumlandschaft spiegelt damit die Stimmung, die ich derzeit auch bei den Menschen beobachte. Eine Stimmung des Stillstands, eine Haltung der Unentschlossenheit. So als ob man sich das Jahr schon zu Ende gegangen wünschte und nichts mehr erwartete. Seltsam und unpassend mutet es da an, wenn kürzlich sogar von einer Überhitzung der deutschen Wirtschaft gesprochen wurde. Die muss sich woanders abspielen. Mir ist sie bisher noch nicht sichtbar geworden.

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