Archiv für Januar 2016

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Kondensierte Lebenskraft

Wenig Licht zum Ende dieses Januars, aber immer noch mehr als im selben Monat des Vorjahres. So können wir die Sonnenbilanz doch überwiegend positiv beurteilen. In Kombination mit den vergleichsweise milden Temperaturen ein Monat, der eher ins frühe Frühjahr passt, oder in eine Übergangszeit zwischen Winter und Frühjahr. Die Holzofenwärme aus den gut abgelagerten Fichtenscheiten tut uns dennoch gut. Schließlich wird man durch so viel Wettermilde auch verwöhnt, dann erscheinen relative milde Witterung doch unangenehm, wenn der Wind tatsächlich einmal scharf bläst und an manchen Tagen kein Sonnenstrahl durchringt. Mit den Schnee- und Rekordfrostwintern manchen Vorjahres hat das allerdings nichts zu tun. Ich bin froh, diese Ungereimtheiten in der Art, wie sich die Jahreszeiten präsentieren durch meine Arbeiten mit der Baumsymbolik ein gutes Stück kompensieren zu können. Denn die Lebenssymbolik kann bei jedem Wetter hervorgeholt und begreifbar gemacht werden. So können auch andere von der gewissermaßen kondensierten Lebenskraft der Bäume auch in lichtarmen Zeiten profitieren.

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Prinzipien des Lebens

Besser und weiter als erwartet ging die Holzarbeit heute von der Hand. Dabei ist die Witterung für diese Arbeit nicht gerade motivierend. Dennoch sind sehr schöne Stäbe entstanden, auf denen sich die übrigen Arbeitsschritte problemlos anschließen lassen. Und eine der Arbeiten konnte ich auch schon abschließen. Eine schöne Abwechslung zum Abschluss der Arbeitswoche. Am Montag geht’s dann weiter, neben allem, was mich über die Bäume hinaus zurzeit bewegt und beschäftigt. Schön, dass sich auch im zeitliche Abstand die „alten“ Themen rund um den Lebensbaum-Begriff wieder als aktuell herausstellen. Und vor allem, wenn ich sehe, dass das Interesse an diesen Themen geteilt wird. Es gibt kaum etwas Aufbauenderes als die zeitlosen Themen, denen politische, gesellschaftliche und kulturelle Moden, Trends und Veränderungen nichts anhaben können, weil sie Prinzipien des Lebens schlechthin betreffen.

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Energie der Bäume im Winter

Das war der Auftakt in ein an Holzarbeiten reiches Wochenende. Heute war einmal wieder die Ulme an der Reihe, und morgen folgen 4 weitere Holzarten, zumindest im ersten der verschiedenen Arbeitsschritte bis zur Fertigstellung der Armbänder. Nicht das tollste Wetter für diese Arbeit ist zu erwarten, aber wenigstens nicht eiskalt. Klirrende Kälte ist gerade beim Drechseln nämlich extrem unangenehm, da die Maschine ja auch Wind verursacht und die kalte Luft damit noch kälter wirkt. Morgen also eher Regen und Sturm, aber relativ mild für die Mitte des Winters. Ich freue mich auf diese Holzarbeit, nachdem der Januar auf dem Gebiet eher dünn gesät war. Vor allem auf die Arbeiten drinnen, wenn ich in Abwesenheit der lebenden Bäume allein auf ihre Symbolik und die Energie ihrer Hölzer konzentriert sein kann. Wie ich finde, die beste Form, im Winter mit der Energie der Bäume in Kontakt zu treten.

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Kultur und Kosmos

Die Zeit vor Fastnacht, so scheint es mir, hat den immer gleichen Charakter. Ganz unabhängig davon, wie früh oder spät im Jahr die Fastnacht beginnt und wie das Wetter drum herum ausfällt. Denn während wir in diesem Jahr eine Winterfastnacht feiern, fällt sie in anderen Jahren bereits in den Frühling. Für die Menschen ist es aber in jedem Fall eine Auszeit. Wie bei Feiertagen schafft das eine Art Auszeit für ca. zwei Wochen. Eine Woche vorher und eine nachher. Man freut sich gewissermaßen darauf und man genießt die Nachwirkungen. Das Wichtige daran ist wohl die Ausnahme an sich, die Ablenkung und Weblenkung von den Routinen des Alltags. Ich glaube, viele brauchen diese Ablenkung, und Feiertage, Festzeiten allgemein sind eine willkommene Gelegenheit. Interessant, dass auch die Zeit, zu der uns das vergönnt wird, von kosmischen Konstellationen bestimmt wird. Interessant deshalb, weil es schließlich um Kultur geht, Kultur in Abhängigkeit der Sterne. Denn das Osterfest wird zeitlich vom ersten Vollmond im Frühjahr definiert. Entsprechend richtet sich der Beginn der Fastenzeit und die davor liegende Fastnacht aus. So ist unsere Wahrnehmung kultureller Traditionen oft von den anderen Planeten bestimmt, die nicht nur die Wachstumszyklen der Bäume und aller Pflanzen beeinflussen, sondern auch unser Leben mit der Natur und unsere eigenen kulturellen Ausdeutungen.

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Wahrnehmungsschwerpunkte des Baumlebens

In jüngster Zeit werden die Besuche meiner Wunschbaum-Seiten wieder zahlreicher. Ich lese das ab an der Zunahme von Kommentaren, an Rückmeldungen verschiedenster Art. Ich glaube, das liegt weniger am Winter – auch möglich, wie in den beiden letzten Jahren mit richtigem Winter – vielmehr in diesem Jahr an der Erwartung des Frühlings. So gibt es Jahre, in denen die Winterperiode dominant bleibt, auch in der Erinnerung, und andere, die durch den Sommer im Gedächtnis bleiben. Diesen Winter können wir eigentlich vergessen. Er war weder durch die Abwesenheit der Bäume präsent noch durch ihre Betonung, etwa durch malerische Schneebepuderungen. Es war und ist noch ein Winter, in dem die Bäume sich ganz zurückgezogen haben und nur bei expliziter Beobachtung, etwa beim Fotografieren, ins bewusste Menschenleben zeitweilig zurückgekehrt sind. Das muss wohl auch einmal sein, immer damit verbunden, dass ein anderer Abschnitt des Lebenszyklus in den Vordergrund rückt. Wird es diesmal das Frühjahr mit seinem ersten Grünen und Blühen sein. Oder wird statt des vegetativen Anfangs die Hochzeit des Wachstums im Sommer, oder das Fruchten im Herbst den Wahrnehmungsschwerpunkt bilden. Jetzt ist es noch zu früh, dazu eine Prognose abzugeben. Nur die Ruhezeit können wir wohl ausschließen.

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Schwieriger Wärmehaushalt

Nun müssen wir schon die Türen weit geöffnet lassen. Eigentlich ist es für das Heizen mit dem Holzbrandofen schon zu mild draußen. Das wirkt sich dann schon auf die Wahrnehmung des Heizniveaus im Inneren aus. Auf einmal merkt man, dass die Raumtemperatur ein angenehmes Maß übersteigt. Grund, den Ofen auf Sparflamme brennen zu lassen, was nach unten natürlich gewisse Grenzen kennt. Schade eigentlich, denn wenn zwischendurch richtig frostige Tage kommen, weiß man gerade diese wohlige Holzofenwärme sehr zu schätzen. Der ständige Wechsel macht dann weniger Freude, weil man es nicht mehr vernünftig zu regulieren weiß, und wie warm man sich anziehen soll u. s. w. Eine weitere Erscheinung in der Kette der skurrilen Wetterkapriolen, die uns der Klimawandel beschert.

Zur Eigendynamik von Publikationserfolgen

Es ist interessant, dass sich selbst bei weniger an Baumthemen Interessierten die aktuellen Bestseller der populärwissenschaftlichen Baumliteratur herumgesprochen haben. Tatsächlich sind der Bildband mit den Fotografien von C. A. und das Buch über die neueren Erkenntnisse zum Sozialleben der Bäume von P. W. in den Buchhandlungen allgegenwärtig und werden stark beworben. Und wie das so ist. Wenn eine Aufmerksamkeit, gemessen an höheren Verkaufszahlen einmal vorhanden ist, schließen sich auch andere Medien an. Dann tauchen die Autoren auch in Talkshows auf, werden verstärkt zu Vorträgen eingeladen, avancieren zu gefragten Experten zum Untermalen von Fachartikeln zum Themenfeld. Aus den Interviews mit solchen Bestseller-Autoren ist dann auch häufig spürbar, wie sehr sie selbst von ihrem Erfolg überrascht sind. Meist steht eine Leidenschaft am Anfang, die sie dazu gebracht hat, sich sehr intensiv auf die eine oder andere Art mit dem Thema zu beschäftigen. Wenn dazu der Wunsch kommt, mit den eigenen Entdeckungen und Erkenntnissen in die Öffentlichkeit zu treten und sie zu teilen, kann daraus auch eine Verstärkung erwachsen. Das Interesse anderer beflügelt die Publikationen und deren Autoren. Da stehen plötzlich Themen im Raum, die in derselben Form vielleicht lange keine Beachtung gefunden haben. Das ist schön und gut, da es das Denken in Bewegung hält und die Beobachtungsfähigkeit schärft. Ich gönne solchen Autoren den Erfolg und wünsche ihnen gleichzeitig, dass sie an ihrem Thema daran bleiben und mit derselben Leidenschaft weitermachen, die sie ursprünglich bereits motiviert hat.

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Fotoarbeiten im Winter

Einige Fotoarbeiten für laufende Agenturprojekte haben mich in den letzten Tagen zwischen der Entwicklungsarbeit beschäftigt. Dabei bin ich erstmals seit Jahren während der Weihnachtszeit nicht mehr dazu gekommen, das Grußkartenmotiv für die kommende Saison festzulegen bzw. eine Vorauswahl zu treffen. Höchstwahrscheinlich wird es eines der Faltengelbilder sein, die ich in unterschiedlichen Konstellationen variiert habe. Dabei sind die Varianten mit den erkennbaren Zweigenden des Weihnachtsbaums sicher die geeignetsten. Diese Details werde ich wohl erst im Laufe des Frühjahrs klären können. Und dabei ist dann auch einiges Material durchzusehen, dass in den letzten Monaten entstanden ist. Landschaft, Nahaufnahmen mit Schwerpunkt Baum und Holz, auch einige Innenraumobjekte, die sehr schöne Illustrationsvorlagen bieten könnten. Ich warte eigentlich darauf, dass das zunehmende Licht draußen die Freude an diesem Lichtmedium erneut entfacht. Dann gehen Auswahl und Bearbeitung umso leichter von der Hand.

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Winterliche Überlebenschancen

Eine gute Arbeit für diesen eher ungemütlichen Wintertag waren heute die Perlen aus Atlas-Zeder. Dabei ist die nasse Kälte knapp oberhalb des Gefrierpunkts fast unangenehmer als richtige Kälte, zumal wirklich kalte Luft meist mit offenem Himmel und viel Licht verbunden ist. Dieser knackig kalte Winter ist uns in diesem Jahr nicht vergönnt, die Tage mit viel Sonne scheinen schon vorbei und wieder sind mildere Temperaturen vorhergesagt. Da mache ich mir kaum Sorgen, dass die kleinen Gleditschien im Garten Schaden nehmen könnten, vor allem die stärkste der drei, die im letzten Sommer auf über 2 Meter emporgeschossen ist und erstmals direkt im Erdreich wurzelt. Bei Dauerfrost hätte das u. U. kritisch sein können. Aber so müssen wir wohl nur um die Verfassung der besonders kälteempfindlichen Arten bangen. Schwer zu sagen, ob der Feigenbaum noch mal eine Chance erhält. Ich will im Frühjahr, vor dem ersten Austreiben, auf jeden Fall besonders aufmerksam sein, um den richtigen Zeitpunkt für den Rückschnitt abzupassen. Mit einer Radikalkur könnte er vielleicht von den noch stabilen Teilen des Stamms aus einen Neuanfang schaffen. Schwierig wird die Entscheidung allemal sein, welchem Teil des schier unverwüstlichen Baums der Vorrang zu geben ist.

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Wärmender Zedernduft

Nun habe ich es doch wieder erlebt. Diese unangenehme Holzarbeit bei Minustemperaturen, die man nur eine kurze Zeit überstehen kann. Glücklicherweise ist das nur ein erster Arbeitsgang bei der Umsetzung meiner kunsthandwerklichen Projekte. Da mir die Kanteln für die aktuell angefragte Holzart aber ausgegangen waren, musste ich vor dem Drechseln erst noch neue Kanteln sägen. Also ein etwas längere Außeneinsatz, nach dem ich mir erst wieder die Finger auftauen musste. Die Feinarbeit des Sägens, Bohrens und Schleifens wird morgen im Warmen stattfinden können. Schön, nach längerer Zeit einmal wieder mit der Atlas-Zeder arbeiten zu können. Die wunderbar duftenden ätherischen Öle, die sie verströmt, lassen mich an die warme Jahreszeit denken und bilden einen schönen Ausgleich zum Frost, da sie Wärme und Energie implizieren. Es scheint so, dass sich das während der Arbeit auch überträgt.

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Wechselhafte Wahrnehmungen im Winter

Morgen startet für mich die neue Saison in der Wunschbaum-Manufaktur. Das ist einer der Winter, welcher die Bäume weiter aus dem Bewusstsein weg rückt. Ganz anders als die beiden vorherigen Jahre, in denen die Sehnsucht nach Grün, nach der einzigartigen Lebenssymbolik der Bäume stärker, sogar besonders intensiv wahrnehmbar war. Für mich ist diese Arbeit an der Symbolik der Hölzer insofern ein Gradmesser für die globale Stimmungslage. Das sagt einiges darüber, was die Menschen gerade bewegt und wovon sie sich tendenziell weniger beeindruckt sehen. Das Schöne: Die Bäume sind auf lange Sicht immer präsent, wenn auch nicht immer im Fokus. Sie gehören zu den Wesen, deren vielfältige Bedeutung für den Lebensalltag niemals verschwindet, nur mehr oder weniger bewusst verarbeitet wird. Gegen diese Strömungen zu arbeiten macht gar keinen Sinn, ich sehe die Symbolarbeit eher als einen Verstärker, als eine Möglichkeit, etwas zu akzentuieren, das damit besser greifbarer und handhabbarer wird.

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Wohlige Fichtenholzwärme

Die Wärme des Holzofens tut uns wirklich gut. Eine richtige Entscheidung und die richtige Zeit, den Ofen anzuwerfen. Ich schätze, dass die nächsten Wochen vergleichbares Wetter bringen. So lässt sich die richtig kalte Jahreszeit ganz gut überstehen. Ich hoffe, die Wärme wird sich bald auch in die entlegeneren Winkel des Hauses ausgebreitet haben. Zumindest einen großen Vorteil hat das Fichtenholz, das gegenwärtig den größten Teil unseres Brennholzvorrats ausmacht: Es erzeugt in kurzer Zeit große Hitze. Nur hält es eben nicht so lange an wie Obsthölzer, Eiche oder Buche. Was soll‘s, es sind die Relikte unseres ehemaligen kleinen Privatwaldes. Ganz schön, wenn man weiß, wo das Material herkommt und man sogar einen persönlichen Bezug zur Energiequelle hat.

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Der erste Holzbrand

Die anhaltenden Minustemperaturen haben uns nun doch veranlasst, den Holzofen in Gang zu setzen. Der erste Abend mit wohliger Holzbrandwärme. Anders als zu Beginn der letzten Saison hat der kalte Ofen anfänglich kaum unangenehme Gerüche verströmt. Ich bin sicher, an diese wohlige, so ganz andere Form der Heizung werden wir uns wieder schnell gewöhnen. Auch wenn nicht sicher ist, ob der Frost anhält und wir nicht im Gegenteil erneut in Richtung der zehn Grad plus tendieren, werden wir wohl eine Weile dabei bleiben. Der schamottierte Ofen lässt sich nach seinem Umbau ja auch ganz gut steuern, so dass bei weniger klirrender Kälte auch mal auf Sparflamme gebrannt werden kann. Der im Sommer angelegt Brennholzvorrat wird so nicht ganz umsonst gewesen sein.

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Kultur prägende Jahreszeiten

Das Thema Holzofen ist für diesen Winter noch nicht vom Tisch. V. hat das heute nochmal angesprochen, aber es regen sich nach wie vor Widerstände von anderer Seite. Ich bin eigentlich dafür, wenn es jetzt längere Zeit bei diesen Frosttemperaturen bleiben sollte. Wenn nicht jetzt, wann dann. Und Diskussion und Aufwand in Sachen Brennholzvorrat hatten wir in den Vorjahren wahrlich genug. So steht ein für Jahre reichender Vorrat einer Nicht-Verwendung gegenüber. Irgendwie verrückt. Aber wahrscheinlich einfach nur eine Folge des Klimawandels. Dabei machen mir persönlich die milderen Winter weniger aus als die unberechenbaren übrigen Jahreszeiten. Es ist eigentlich das Chaos in den warmen Phasen des Wachstums, die uns besonders stark irritieren und den Glauben an das kulturell tradierte Empfinden der Jahreszeiten verwässern. Ich kann mir noch nicht ausmalen, welche Folgen das auch für die Alltagskommunikation und unser Umgang mit Symbolen des Natürlichen haben wird.

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Wintersträucher

Gemessen an den Sonnenstunden der Monatshalbzeit dürfte das ein eher lichtarmer Januar werden. Der heutige Tag war einmal Ausnahme, was ich mir für die kommenden Wochen wünsche. So spät müsste ich eigentlich keinen Schnee mehr haben. Von mir aus kann es gerne ein frühes Frühjahr werden, passend zu den in diesem Jahr frühen Fastnachtstagen. In der eher reizarmen Winterlandschaft ist mir heute vor allem die spröde Ästhetik winterlicher Sträucher entgegen getreten. Nur die Hagebutten zeigen an manchen Sträuchern noch ihr leuchtendes Rot, an anderen sind sie schon schwarz geworden, so wie die meisten Bäume und Sträucher, die sich oft in Grautöne hüllen. Am dominantesten erscheinen da noch die schon lange blühenden Haselsträucher mit ihren größtenteils bereits lang gewordenen gelb-braun-grünen Blütenkätzchen.
Winterliche Strauchlandschaft an der Saar
Winterliche Strauchlandschaft an der Saar
Winterliche Strauchlandschaft an der Saar
Winterliche Strauchlandschaft an der Saar
Winterliche Strauchlandschaft an der Saar

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Naturmöbelprojekte

Die Bäume sind in diesen Tagen so weit weg, begegnen mir fast ausschließlich in Form ihres Holzes. In den Möbeln des täglichen Gebrauchs, vor allem in meiner neuen Schreibtischplatte, die mir so viel Freude macht, weil ich mit ihr den direkten Kontakt zum unbehandelten Holz und damit zu der Birke und dem Walnussbaum herstellen kann, aus denen sie gemacht ist. Diese nah am ursprünglich gewachsenen Baum liegenden Möbel sind eine spannende Sache. Bestimmt werde ich im Laufe des Jahres die Idee weiterverfolgen und einige neue Ideen z. B. für Regale entwickeln. Material haben wir ausreichend zusammengetragen in den letzten Jahren. Es ist mehr die Frage der Auswahl. Welches Holz steht für welche Eigenschaften und Assoziationen. Wie wirkt welche Art in bestimmten Arbeits- und Lebensumfeldern. Eine Aufgabe, bei der meine Beschäftigung mit der Symbolik der Arten wirklich nützlich ist und auch zu nachhaltigen Ergebnissen führen kann.

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Ofensaison ist aufgeschoben

Ob wir in diesem Winter noch zu einem Anwerfen des Holzbrandofens kommen, ist fraglich. M. wehrt sich wie immer vehement dagegen. Dabei wäre diese nasse und erstmals auch richtig kalte Witterung der geeignete Anlass. Denn gerade bei Schnee und Schneeregen da draußen verbreitet der Holzofen eine wunderbare wohlige Wärme, die nach einigen Tagen das ganze Haus einhüllt und die klamme Verfassung des Gemäuers beseitigt. Eigentlich weiß auch M. das, aber die Umstellung ist doch immer wieder eine Herausforderung. Ganz habe ich das Kapitel noch nicht abgeschlossen. Wenn es noch kälter werden sollte oder das länger andauert, könnte es doch noch etwas werden.

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Zur Anschlussfähgikeit von Blogs

Die Prämierung unter den Top-Gartenblogs hat mich doch sehr gefreut. Wie es mich überhaupt freut, dass die Bloggerszene sich immer noch weiterentwickelt und keineswegs eingeschlafen ist während der letzten Jahre. Neben den Forendiskussionen, an denen ich mich in bestimmten Themenfeldern früher gerne beteiligt habe, ist für mich die persönliche Mitteilung in den Onlinetagebüchern die erfreulichste Form, die zum Einfluss und Stellenwert des Internets als Informations-, Interaktions- und Kommunikationsmedium maßgeblich beigetragen hat. Erfreulich, weil sich darin wirkliche Arbeit an Inhalten, Ausdruck echter Leidenschaft und gute Ansätze für Kommunikationen finden und initiieren lassen. Für mich etwas ganz Anderes als die so lähmend inhaltslose Form, in der kommunikative Anschlüsse zum Beispiel bei Facebook erzeugt werden. Je länger ich das beobachte, desto weniger wahrscheinlich erscheint es mir, dass die Nutzer darin längerfristig wachsen und wirklich Fortschrittliches umsetzen können. Ich glaube, dieses Fortschreiten ist echte Arbeit. Ich versuche das u. a. im Baumtagebuch, so wie viele andere in ihren Gartenblogs oder anderen Themenblogs, die zunächst der Selbstreflexion dienen, aber eben über das Medium immer auch anschlussfähig sein können. Solche Prämierungen oder auch nur Links in Themenlisten u. ä. tragen dazu bei, das alles lebendig zu halten und immer wieder auch neue Anschlüsse zu erreichen. Wenn sich dadurch andere motiviert fühlen, sich selbst in ähnlicher Weise auszudrücken, ist der Kreislauf geschlossen. Dann fängt es an, richtig interessant zu werden.

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Geöltes Möbel scheint praxistauglich

Mein neuer Schreibtisch aus Walnussbaum und Birke vermittelt tatsächlich ein anderes, durchaus angenehmeres Arbeitsumfeld. Es ist erstaunlich, wie viel das ausmacht. Ich glaube, es war auch gut, es tatsächlich einmal nur mit Ölen als Oberflächenbehandlung zu versuchen. Bei Möbeln hatte ich das zuvor so noch nicht praktiziert. Und außerdem bleibt es natürlich abzuwarten, wie es sich bewährt, wenn z. B. versehentlich Flüssigkeit verschüttet wird oder sich sonstige Verschmutzungen ergeben. Bisher hat es aber gut funktioniert. Die Ausdünstung bzw. Trocknung des Öls ist auch schon weiter fortgeschritten. Man hat eben den Eindruck, dass das Material noch atmet und nicht künstlich versiegelt wurde. Ein quasi naturbelassenes Holz mit einer Imprägnierung von Innen her. Das ist ein schöner Ansatz, den ich hoffentlich noch auf weitere Projekte dieser Art werde übertragen können.

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Neue technische Heimat

Inhaltlich wird sich nichts ändern, aber jetzt ist das Baumtagebuch von einem neuen Server aus erreichbar. Die Umstellung war aus technischen Gründen sinnvoll geworden. Und nun bin ich froh, dass dieser Transfer abgeschlossen ist. Künftig freue ich mich auf mehr Stabilität und möglichst jederzeitige Zugänglichkeit. Damit alle, die an meinen Beobachtungen und Überlegungen zur Symbolik der Bäume teilhaben möchten, das auch jederzeit tun können. Ganz weit weg vom Inhalt dieses Projekts sind diese technischen Maßnahmen, aber dennoch notwendig, um das Baumthema auch im virtuellen Raum erfahrbar zu machen.

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Zauberhafte Aufmerksamkeit

Ein Bericht über Senioren, die sich in ihrer Freizeit dem gestalterischen Falten von Papier (Origami) widmen, hat mich beeindruckt. Es ist faszinierend, wie eine Art kindlicher Spieltrieb bis ins höhere Alter erhalten bleibt. Die Menschen hatten erkennbar Freude an dieser Freizeitbeschäftigung und sahen sich mit komplizierten Aufgaben zudem herausgefordert. Talent zum plastischen Arbeiten haben wahrscheinlich sehr viel mehr Menschen, als zu vermuten wäre. Viele wissen es vermutlich gar nicht. Wie es ein Fotograf gestern über seine Arbeit an besonderen Fotoaufnahmen formuliert hat, kommt es auch meiner Auffassung nach bei solchen Dingen vor allem darauf an, sich Zeit zu nehmen, sich mit Interesse und Aufmerksamkeit einzulassen auf diese Aufgaben, deren Lösung oft erst im Prozess erkennbar wird. Ich versuche das immer wieder in der Naturfotografie, mit Nahaufnahmen von Baumblättern, Baumfrüchten, Baumblüten oder anderen Details der Natur, die bei Nahem betrachtet einen großen Zauber entfalten können. Diese Form von Aufmerksamkeit will ich versuchen, in diesem Jahr weiter und vielleicht wieder intensiver als zuletzt zu pflegen.

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