Archiv für August 2014

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Das Transzendente im Natürlichen erkennen

Immerhin, die Sonnenstundenbilanz für diesen August ist minimal besser als bei dem ebenfalls ins Wasser gefallenen August 2010. Also doch nicht der lichtärmste Hochsommermonat der letzten Jahre. Den Eindruck hätte man aber doch gewinnen können. Zu bedauern sind wirklich die daheim gebliebenen Schulkinder, deren Ferien so sicher nicht die reinste Freude waren. Solche meteorologische Not soll aber auch seine kommunikativen Seiten haben. So haben die beiden 13-jährigen mir vor einigen Tagen erzählt, dass sie nie so oft Gesellschaftsspiele gespielt hätten wie in diesen Sommerferien. Da wir in der Familie den Garten, seine ästhetischen Seiten und die eigenen Erzeugnisse aus Garten und Streuobstwiesen quasi zum kleinsten gemeinsamen Nenner erkoren haben, fällt es mir auch bei solch eher widerständiger Witterung nicht schwer, den Kontakt zu halten. So verfolge ich die grünen Pflanzen und dabei vor allem die Bäume meiner Umgebung immer mit Aufmerksamkeit. Ihre Veränderungen, Früchte, ihr schrittweiser Rückzug im Herbst sind wichtige Bestandteile meines Naturerlebens. Und ich bin froh, so dem, wofür sie im weiteren Sinne stehen, immer wieder ein Stück näher zu kommen. Es scheint so, dass die transzendenten Dimensionen des Natürlichen zwischendurch immer wieder durchschimmern, wenn man sich kontinuierlich mit seiner Oberfläche und seinen symbolischen Implikationen auseinandersetzt. Das Baumtagebuch ist für mich ein wichtiger Baustein dieses Erkennens und Dazulernens.

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Garten-Trauben-Ritual

Jetzt ist der Blick in den Garten wieder frei. Nachdem V. seine roten Trauben abgepflückt und die Reben zurückgeschnitten hatte, habe ich das große blaue Netz schrittweise von seinen Verankerungen gelöst und aufgerollt. Das ist immer knifflig, weil es natürlich an den vielen verknorrten Rebenabschnitten hängen bleibt und sich immer wieder verhakt. Aber jetzt ist es wieder zusammengefaltet und wartet auf seinen nächsten Einsatz. V. macht mit den Trauben nächste Woche weiter. Das spielt sich dann aber in einem Teil des Gartens ab, der nicht in der üblichen Blickachse liegt. Das stört uns weniger. Den Boden haben wir anschließend wieder gerechelt, die restlichen Blätterreste und Stängel entsorgt und die gefliesten Flächen abgeschruppt. Nun kann man sich wieder wohlfühlen, ohne dass die allgegenwärtigen Wespen einen beständig attackieren. Von den Abermillionen kleinen Mücken, die wie magisch vom süßen Obst angezogen werden, mal kann zu schweigen. Und beim Gang zum Regentank muss ich mich auch nicht mehr bücken, wie in den letzten Wochen, als die Trauben so schwer und tief hingen, dass ich mich ducken musste. Aber natürlich: Es ist ein Ritual, das in der Familie Tradition hat. Deshalb vor allem zeihen wir das durch, weniger wegen der nicht ganz so überzeugenden Menge dabei gewonnener Weintrauben.

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Leichter Aufwärtstrend

Die erste Parzelle der hoch geleiteten Weinreben ist schon gelesen. V. hat das in diesem Jahr recht schwer gefallen. M. und ich haben anschließend drum herum wieder einiges in Ordnung gebracht, die Wicken entfernt, soweit sie ausgeblüht waren, andere verwelkte Stauden abgeschnitten. So können wir morgen alles zusammen mit dem bereits zurückgeschnittenen Weinlaub zur Grünschnittdeponie bringen. Wie der Ertrag in diesem Jahr sein wird, kann man jetzt noch nicht einschätzen. Insgesamt ist es in den vergangenen Jahren stark zurückgegangen. Dadurch, dass wir im Frühjahr viel Sonne und in den letzten Wochen auch viel Regen hatten, ist das Volumen der Trauben aber nicht schlecht. Das sagt zwar nichts über die Qualität aus, lässt aber zumindest hoffen, dass die spärliche Literzahl des Vorjahres deutlich übertroffen wird. Ich kann mich nicht erinnern, dass V. jemals, mit Ausnahme eben des Vorjahres, nicht mit seinem eigenen Roten übers ganze Jahr versorgt gewesen wäre. Die mickrige Ernte vor einem Jahr aber hat ihn tatsächlich gezwungen, seinen Wein einzukaufen oder ganz zu verzichten. Immerhin damit, aber auch mit dem Honig, ist ein ganz leichter Aufwärtstrend festzustellen.

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Früher Start der Weintraubenlese

Morgen will V. die ersten Weintrauben lesen. Eigentlich viel zu früh, wie jedes Jahr. Aber es ist eben immer dasselbe: Die Wespen stürzen sich frühzeitig auf die reifenden und süßer werdenden Früchte und die Vögel picken über Wochen daran herum. Viele Trauben sind dadurch schon ziemlich zerrupft, fallen zur Erde und sind nicht mehr zu gebrauchen. Was für ein Glück, dass sie in diesem Jahr so üppig ausfallen. Da sie in den letzten Wochen sehr wenig Sonne hatten, wird es wohl ein ziemlich mäßiger Jahrgang werden, auch wenn andere Reben in anderen Ecken des Gartens noch länger Zeit haben und etwas mehr Zucker bilden können. Die Phalanx von Netzen und Insektenfangbehältnissen spricht wohl für sich. Ich bin jedenfalls froh, wenn der Ausblick in den Garten wieder ansehnlicher wird und vor allem diese hässlichen blauen Netze verschwinden. Dann kann der schönere Abschnitt des Spätsommers beginnen, den ich hoffentlich noch lange bei den Aufenthalten und handwerklichen Arbeit im Garten genießen kann.

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Symbolwerte und Energie

Bezüglich der Sonnenstundenbilanz für diesen Monat mache ich mir jetzt keine großen Hoffnungen mehr. Es ist so, als ob man sich in sein Wetterschicksal gefügt hätte. Na ja, solange es Baumfrüchte gibt, wird V. seine Ruhelosigkeit nicht ablegen und pausenlos pflücken, Bäume zurückschneiden, entkernen und keltern. Ich schätze, diese Phase wird noch mindestens 5-6 Wochen andauern. Eine Art Ausgleich für den Verlust an Eindrücken, die sonst um diese Jahreszeit in der Landschaft selbst gesammelt werden können. Und mit diesem Verlust rücken für die Menschen auch wieder stärker die symbolischen Werte im Natürlichen in den Vordergrund. Mehr Honigkunden für V. und M., mehr Interessenten für die Symbolarmbänder. Und auch für mich eine Möglichkeit, der Energie der Bäume durch die Arbeit an ihrem Holz zu begegnen.

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Kreative Chancen im Wetterwechsel

Inzwischen glauben auch die eingefleischten Urlaubsfans nicht mehr daran, dass aus diesem Sommer noch etwas werden könnte. Ich finde, diese ungewöhnliche Temperatur Ende August hat auch etwas Beruhigendes. Die Beschleunigung des Sommers wird gewissermaßen zurückgenommen. Plötzlich stehen Projekte auf dem Plan, die man bei anhaltender Sommerhitze niemals angegangen wäre. Trotzdem ist alles zu früh. Die Ernte der Baumfrüchte, die Wechselhaftigkeit des Wetters, die viele Nässe, die nächtliche Kälte. Ohne einen ausgedehnten Altweibersommer, auf den ich immer noch hoffe, wäre das im Durchschnitt doch ein recht verkorkstes Jahr. Und es hatte doch so gut angefangen. Mit mehr Sonne in den ersten 6 Monaten als in den jeweiligen Monaten des Vorjahres. Und jetzt gleicht sich das alles wieder aus. Wollen wir das Beste daraus machen und herbstwinterliche Landschaftseindrücke nutzen, um unserer Kreativität einen Anstoß zu geben.

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Kultur des Illustrativen

Manchmal hängt es wohl von der Nationalität der Bildredakteure ab, ob ein Motiv akzeptiert wird oder nicht. Wenn die Mirabellenfotos bei allen Agenturen Gefallen finden außer bei einer, dann kann der Grund eigentlich nur darin liegen, dass diese Agentur ihren Sitz in Australien hat. Möglicherweise kennt man dort keine Mirabellen und geht deshalb allein vom ästhetisch isolierten Wert der Fotografie aus. Das aber wird vielen Fotos nicht gerecht. Der kulturelle Hintergrund definiert letztlich den Wert einer Fotografie zum Illustrieren desselben. Das ist einerseits schade, aber auch erhellend, denn es zeigt mir, welche Kreise dieses Foto potenziell ziehen kann und welche Teile der Welt es wohl niemals erreichen wird. Auch eine Erkenntnis, die zurückwirkt auf die Wahrnehmung der eigenen Lebenswelt und ihrer Eigenart.

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Vom Charme spätsommerlicher Nachmittage in der Landschaft

Im warmen Licht der tief stehenden Sonne des Spätnachmittags leuchten die roten Früchte der Weißdornsträucher und Heckenrosen noch intensiver als zu früheren Stunden. Dann scheint die ganze Landschaftsszene in etwas Surreales getaucht. Es gibt kaum eine Begegnung in meinem natürlichen Umfeld, die mich mehr anrührt, gerade zu dieser Jahreszeit. Die Pfaffenhütchen sind noch nicht so weit. Die Hütchen selbst zeigen bisher meist nur ein blasses Rosa. Aus den Vorjahren weiß ich aber, dass sich das noch stärker sättigen kann. Und wenn sie irgendwann aufbrechen und die orangefarbenen Samenkerne zum Vorschein kommen, hat man diesen irren Farbkontrast vor Augen, den ich in diesem Jahr endlich einmal kontrolliert, mit Stativ festhalten muss. Um den Punkt zu treffen wird das notwendig sein. Ums Haus herum präsentieren sich die Weintrauben zunehmend prall, aber noch nicht erntereif. Die zahlreichen Insekten ziehen sie aber dennoch jetzt schon an, und natürlich die Vögel. Früher waren es die Amseln, neuerdings sind noch die Meisen dazugekommen. Ich gönne es ihnen ja wirklich, aber V. hat sich zum Schutz seiner Trauben einen regelrechten Zeltpalast von Netzen konstruiert, aus dem nur noch der junge Walnussbaum herausragt. Allerdings mit eingeschränktem Erfolg. So mancher schlaue Vogel findet seinen Weg dennoch, und auch wieder zurück.

Schutznetze für Weinreben
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Bäume als Konstanten der Naturwahrnehmung

Einen Eindruck vom Hochsommer zu gewinnen, ist derzeit schwierig. Ich höre von Leuten, die an die deutsche Nordseeküste in Urlaub fahren oder gerade von dort kommen, und freue mich, dass ich mir das selbst nicht antuen will. Wie ich einer aus Nordrhein-Westfalen Zugezogenen vor ein paar Tagen sagte, brauche ich einfach keinen Urlaub. Die Illusion des Sommers kann ich wahrscheinlich besser zu Hause gewinnen. Aber natürlich ist es so, ganz ähnlich wie bei den Feiertagen, dass der Kalender schon abfärbt auf den Eindruck und das Erleben, auch wenn die äußeren Umstände nicht typisch sind. Das ist schon eine Sommerstimmung, die uns leitet, einfach weil wir den 23. August haben, auch wenn es draußen pausenlos regnet, empfindlich kühl sein kann und die Sonne kaum länger als fünf Minuten durch die dichte Wolkendecke zu dringen vermag. Wir sehen in die Landschaft und erblicken grünes Laub, fruchtende Bäume, Farbtupfer im satten Grün überall. Und wissen, dass das Sommer sein muss, da die ersten Anzeichen des Herbstes ja schon spürbar sind. Also sind es Konstanten, die unserer Naturwahrnehmung hier in Mitteleuropa zugrunde liegen. Keine festen Regeln, keine bestimmten Spannen z. B. der Temperatur lassen sich daran knüpfen, aber ein tief verwurzelter Sinn für Abfolgen im natürlichen Ganzen, die durch den Jahreszyklus der Bäume besonders plastisch vor Augen geführt und immer wieder aktualisiert werden.

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Mirabellenkuchen abstrakt

Es war ein Relikt dieser wahnsinnigen Kuchenbackaktion vom 6. August. Die nahe „Luftaufnahme“ eines der Mirabellenkuchen, die in diesem Ausschnitt schon fast abstrakte Züge trägt, ist nun zunächst bei fotolia angenommen worden: http://de.fotolia.com/id/68964761

Mirabellenkuchen mit Hefeteig

Begeistert war ich ja eigentlich seit Kindheitstagen von dieser Obstsorte. So intensiv wie in diesem Jahr habe ich mich allerdings noch nie mit dem Baum und seinen Früchten beschäftigt. Nun, ich denke, das Thema wird damit jetzt aber auch beendet sein – es sei denn, ich realisiere in diesem Jahr noch das lange geplante Armband aus Mirabellenholz, für das die Stäbe schon lange bereitliegen. Die nächsten Obstsorten warten ohnehin schon. Vor allem die in diesem Jahr massenhaft gewachsenen Zwetschgen, und die nicht ganz so vielen Äpfel und Birnen, die V. wohl vor allem zu Viez weiterverarbeiten wird.

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Neues Armband aus dem Holz des Trompetenbaums

Nun habe ich nach längerem wieder eine neue Baumart im Wunschbaum-Shop ergänzen können. Der vor etwas mehr als einem Jahr besorgte Trompetenbaum ist jetzt in einem Musterarmband seines Holzes verewigt. Wie so häufig bei Hölzern, die beim Sägen erst einmal eher minderwertig erscheinen, hat er sich bei der Weiterverarbeitung und besonders nach dem Feinschliff als optisches Juwel erwiesen. Dann zeigt sich nämlich ein wunderbarer Schimmer auf der Oberfläche, der in Kombination mit der leicht marmorierten Zeichnung eine sehr lebendige Ausstrahlung hat. Diese Musterarmband ist schon als Geburtstagsgeschenk reserviert. Und ich bin gespannt, wann sich ein Freund des Trompetenbaums einfindet, der sein Holz in Form des Armbandes immer bei sich tragen will.

Wunschbaum-Armband Trompetenbaum
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Erfolg beim zweiten Anlauf

Also, nach einer ersten Ablehnung wegen angeblich fehlerhafter Belichtung wurde eines meiner Mirabellenbilder beim zweiten Anlauf doch angenommen. Wie fast immer als erstes bei depositphotos, die in der redaktionellen Durchsicht immer schneller sind als die anderen: http://de.depositphotos.com/51454457/stock-photo-mirabelles-cut-open-and-cored.html . Das freut mich natürlich. Nun bin ich gespannt, wie es bei fotolia, iStock., dreamstime, photodune und 124RF aussehen wird. Insgesamt sind es drei verschiedene Motive mit den Mirabellen als Hauptdarsteller. M. ist in diesen Tagen bei ihrer Gartenarbeit kaum zu stoppen. Inzwischen sieht alles wieder sehr sauber aus. Aber die nächste Arbeitsphase kommt schon bald, wenn die Trauben gelesen werden. Dann wird das recheln, schneiden und zupfen wieder von vorne losgehen. So lange, bis die letzten Früchte des Gartens geerntet sind. Die allerletzten werden dann die wenigen Feigen sein, die wir in diesem Jahr noch in ausgereiftem Zustand erwarten dürfen.

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Die nächste Obstkuchenphase

Bei der Durchsicht weiterer Baumfotografien, die in den letzten Monaten entstanden sind, bin ich nicht mehr fündig geworden. Die besseren dieser Aufnahmen waren einfach nicht zur Verwendung als Microstock-Illustrationsmaterial geeignet. So werde ich in den nächsten Wochen neue Anläufe nehmen, um den Faden zum Auffrischen der Portfolios wieder aufzunehmen. An solchen Projekten muss man eben eine Zeit lang dranbleiben. V. hat heute Nachmittag endlich seinen überfülligen Nashi-Birnenbaum abgeerntet. Der Ertrag reichte diesmal nicht nur für die eigenen Zwecke, auch zwei Bekannte werden sich an den prallen und saftigen Früchten freuen können. Im Wesentlichen wird V. daraus wieder seine geliebte Marmelade kochen. Und M. wird vermutlich einige versunkene Kuchen backen, die ich vom Vorjahr als sehr lecker in Erinnerung habe. Also kommt jetzt nach den Mirabellen die nächste Obstkuchenphase. Darauf werden die Zwetschgen und schließlich die Äpfel folgen. Kirschen haben wir leider keine, die würde ich auch einmal wieder gerne probieren. Na ja, vielleicht haben die Bäume oben am Bienenhaus ja im nächsten Frühjahr Glück und können ihre Blüten retten. An den unverhofften Frösten im Frühjahr ist der Kirschensegen nämlich schon zuletzt immer wieder gescheitert.

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Mirabellenmotive für Microstock

Nun habe ich es geschafft, meine Serie zum Motivfeld „Mirabellen“ genau zu sichten, um daraus Aufnahmen zu selektieren, die für die Microstock-Portfolios verwendbar sind. Am Ende sind es zwei Nahaufnahmen der aufgeschnittenen und entkernten Mirabellenfrüchte geworden, und eine Makroaufnahme eines frisch im Hefeteig gebackenen Mirabellenkuchens. Das waren die besten und illustrativ aussagekräftigsten aus dieser Reihe. Mit DxO Opcitcs Pro habe ich anschließend noch das Optimum aus den RAW-Daten geholt. Das Ergebnis sind nun wirklich kontrastreiche und scharfe Detailaufnahmen, die von der intensiven Farbigkeit der Früchte und der Authentizität ihrer Verarbeitungsqualität leben. Ich bin sehr gespannt, was davon bei welchen Agenturen ankommt und ob es Interessenten findet. Auf dem Weg dahin, das Baumtagebuch nach dem Relaunch stärker an die Bloggerszene anzuschließen, habe ich es heute in vier verschiedene Blogverzeichnisse eingetragen. Es bleibt abzuwarten, ob dies längerfristig die Aufmerksamkeit neuer Leser weckt. Vorstellen kann ich es mir, da das Bloggen an sich, aber auch das Themenfeld „Natur & Garten“, in dessen entferntem Umfeld ich mich ja auch bewege, in den letzten Jahren großen Zuspruch gefunden hat. Die künftige Qualität der Interaktion im Rahmen des Themenfeldes kann ich gegenwärtig aber noch nicht einschätzen.

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Sommer-Herbst der Sträucher

Die Baumlandschaft kommt einem jetzt schon fast herbstlich entgegen. Der Schwerpunkt liegt auf dem Reifen der Früchte, während die Blätter bei manchen Arten schon Anzeichen von herbstlicher Verfärbung zeigen. Am eindrucksvollsten begegnen mir in diesen Tagen die Weißdornhecken, die wieder einmal überreich mit rot glänzenden Beerenfrüchten übersät erscheinen. Die meisten sind schon richtig durchgefärbt und werden sich jetzt langsam in Richtung Dunkelrot bewegen. In diesem Reifestadium sind sie aber am schönsten und strahlendsten. Einen Kontrast bilden die dunkelblauen Beeren der Schlehdornsträucher. Dass die so dicht besetzt sind, sieht man doch eher selten. Und beim Rotdorn ist mit der Fruchtreife der Herbst schon angekommen. Neben den blauschwarzen Fruchtständen sind die Blätter schon fleckig gefärbt. Intensiv und bezüglich des Landschaftseindrucks erholsam wirkt diese Übergangszeit zwischen Hochsommer und Herbst auf mich.

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Neu: Trompetenbaum-Armband

Das Trompetenbaum-Armband hat nun sehr lange auf sich warten lassen. Das Holz hatte ich bereits im Sommer des letzten Jahres gefunden. Einige übrig gebliebene Äste eines Rückschnitts an dem großen Trompetenbaum in der Dorfmitte. Viel war daraus nicht zu gewinnen, aber immerhin einige Abschnitte. Getrocknet war das Material recht schnell, da dieses Holz ein sehr offenes Leitungssystem durchzieht, über das die Feuchtigkeit schnell austreten kann. Ansonsten ist es ziemlich weich. Insbesondere beim Drechseln muss man deshalb vorsichtig vorgehen, um nicht übers Ziel hinauszuschießen. Seine Zeichnung mag ich sehr, so leicht marmoriert auf einer bräunlich-ockerfarbenen Grundlage. Nachdem ich vor einer Woche bereits die Perlen vorbereitet hatte, waren nur noch die Kanten zu glätten. Eine schöne Arbeit für den noch sonnigen Nachmittag. Nun habe ich eine neue Art für den Wunschbaumshop. Wenn die Perlen getrocknet und das Armband eingefädelt ist, werde ich es hier zeigen.

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Gerne der Tradition verpflichtet

Eine schöne feierliche Messe am Vormittag, mit der wir den Feiertag – Gott sei Dank ist er uns hier im Saarland noch vergönnt – in seiner Bedeutung erleben durften. Die beiden Sträuße sind wie immer vielfältig und bunt ausgefallen. Etwas anders zusammengesetzt als sonst, aber in der Gesamtheit doch mit der typischen Anmutung. So richtig zur Ruhe gekommen bin ich an diesem Tag nicht. Die Sonne, die wir gewöhnlich an Mariä Himmelfahrt genießen, hat uns heute fast vollständig verlassen. Irgendwie beeinflusst das auch die Wahrnehmung der Traditionen und nimmt dem Feierlichen ein Stück seiner Intensität. Mit meinem Baumtagebuchrelaunch, der ja noch nicht ganz abgeschlossen ist, bin ich ein weiteres Stück vorangekommen. Die Integration der Kommentarfunktion in den aktuellen Stream und die Anzeige von Kommentaren darin ist nun zufriedenstellend und klar verständlich umgesetzt. Als nächstes werde ich die Inhalte komplettieren. Dazu gehört auch, die Bedeutung des Projekts „Baumtagebuch“ noch gesondert herauszuarbeiten, auch als Informationsgrundlage für Baumtagebücher, wie sie häufig in Schulen als Aufgaben vergeben werden.

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Alle Kräuter sind zusammen

Nun waren uns am Nachmittag doch noch einige Sonnenstunden vergönnt. Genug Zeit, um eine Auswahl an Kräutern zu sammeln. Dazu haben wir an bekannten Plätzen gesucht und auch einige neue ausfindig gemacht. Die Zusammenstellung ist etwas anders als in den Vorjahren, z. B. weniger Rainfarn, weniger Wilde Möhre und weniger blau blühende Kräuter. Aber es sind auf der anderen Seite auch neue Gewächse dabei. M. ist gerade dabei, die beiden Sträuße zu binden. Ich bin sehr gespannt. Die traditionell ins Zentrum gebundene Königskerze haben wir nirgendwo entdecken können. M. hat sie aber im letzten Moment von der Nachbarin besorgt, die sie im Garten zieht. Die wenigen Gehölzzweige – von der Eberesche, dem Weißdorn und der Heckenrose, die bei der Gelegenheit geschnitten habe, werden in weiteren Dekorationen für die Wohnung Verwendung finden. Das ist für uns immer so eine Art Übergangszeit vom Sommer in den Herbst, der von diesen eingesammelten Wiesenkräutern begleitet wird.

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Kein Kräutersammelwetter

Der August müsste jetzt endlich wieder die Kurve kriegen. Dieser dauerhafte Hochnebel ist ja kaum zu ertragen. Wo ist der Sommer bloß geblieben. M. will vor Mariä Himmelfahrt, und das heißt, spätestens bis morgen Abend, unbedingt noch frische Kräuter für die Sträuße sammeln, die wir traditionell zur Weihe mitnehmen. Das war wegen anderer Aktivitäten, vor allem aber wegen des Dauerregens bisher nicht möglich. Nun hoffen wir auf ein paar sonnige Stunden morgen, damit wir das noch nachholen können. Mit Rainfarn sieht es dieses Jahr wohl schlecht aus. An den Straßenrändern war er zuletzt kaum zu erblicken gewesen, und an den bevorzugt aufgesuchten Stellen ist er den Mähkommandos der Gemeinde zum Opfer gefallen. So müssen wir wohl neue Plätze ausfindig machen. Es wäre schade, wenn wir diesmal die bunte Mischung jahreszeitentypischer Kräuter nicht zusammenbringen könnten. Auch wegen meiner Baum- und Holzfotografieprojekte, die ich so lange schon vor mir herschiebe, wären längere trockene und lichte Phasen jetzt unbedingt notwendig. Hoffen wir auf eine besser zweite Hälfte dieses Monats.

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Vierzehn auf einen Streich

Es ist vollbracht. Meine gestrige Idee hat uns heute zu dritt fast den ganzen Tag in Trab gehalten. M. hatte natürlich den zeitaufwändigsten Part. Mirabellen entkernen, Hefeteig vorbereiten, gehen lassen, belegen und backen. Die fertig gebackenen stürzen und abkühlen lassen. Die Bleche reinigen und für die nächsten Teige vorbereiten. Da im Backofen drei Kuchen gleichzeitig unterzubringen waren, hat das insgesamt fünf Backgänge erfordert. Denn neben den 12 Mirabellenkuchen waren auch noch zwei versunkene Zwetschgenkuchen dabei. Puh, eine ganz schöne Arbeit. Aber jetzt haben wir für die nächsten 12 Monate jeweils einen Mirabellenkuchen. Und das Ergebnis kann sich doch wirklich sehen lassen. Ich finde, wir können stolz auf uns sein.

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Mirabellen satt

Meine Idee war, mindestens 12 Mirabellenkuchen zu backen, damit wir jeden Monat des Jahres einen davon auftauen und essen können. Dafür mussten wir allerdings noch einiges an Nachschub besorgen. V. und ich sind deshalb noch einmal zu dem wildwachsenden Baum gefahren und haben die vom Boden aus erreichbaren Mirabellen gepflückt. Die hatten genau den Reifegrad, der sie so wohlschmeckend und gerade für Kuchen besonders geeignet macht. Und zwar die Sorte mit den roten Bäckchen, die wir am liebsten haben.

Während wir dort stehen und die spätnachmittägliche Sonne genießen eine Überraschung: Ein alter Bekannter von V., der ganz in der Nähe eigene Mirabellenbäume pflegt, hat uns eingeladen, in seinem Stück zu pflücken. Die Früchte seien in diesem Jahr in Überfülle vorhanden. Wir könnten uns gerne so viele nehmen, wie wir benötigen. Und tatsächlich, auf dessen Streuobstwiese standen neben Apfel- und Zwetschgenbäumen vor allem zahlreiche Mirabellenbäumchen in genau der richtigen Dimension. Mit Ästen, die schwerbeladen bis in Kniehöhe hingen und sich sehr bequem abpflücken ließen. Unser Ergebnis insgesamt: Zwei kleinere und ein großer Eimer voller leckerer Mirabellen, die Hälfte davon sehr reif und die andere nicht ganz so. Wir werden wohl neben den Kuchen noch etwas Marmelade kochen.

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