Archiv für September 2010

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Keine Feigen mehr

Der Sonntag verspricht die Sonne wieder zurück zu bringen. Aber das wird nicht mehr ausreichen, um die dicksten Feigen zur Reife zu bringen. Wirklich schade, bis vor einigen Wochen hatte ich noch Hoffnung, dass wir wenigstens einige ernten könnten. Aber nun ist klar, dass die vielen Früchte, die entstanden sind, niemals so groß und ausgereift sein werden, dass man sie essen könnte. In der Konstellation hatten wir das eigentlich noch nie. Aber das ganze Jahr war witterungsmäßig auch so verrückt, dass einen das nicht wirklich wundern kann. Umso mehr Grund, dass ich mich in den kommenden Monaten wieder stärker den symbolischen Inhalten rund um die Baumsymbolik widme.

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Lebensthema Bäume

Nach Tagen endlich einmal wieder ein paar Sonnenstrahlen. Das war nötig und möge bald wieder in einen goldenen Oktober übergehen. Ich habe mich viel mit neuen Webmarketing-Möglichkeiten beschäftigt. Aber die Bäume sind dennoch immer im Hintergrund und sind Gegenstand meiner Gedanken, auch wenn ich ihnen nicht unmittelbar im Freien begegne. Ein wirkliches Lebensthema eben, das seinen Reiz daraus bezieht und seine Stärke darin begründet, dass es nie endet und immer wieder aufs Neue unglaublich spannend ist.

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Social Media und Kommunikationsstrategie

Nun ist auch wunschbaum.de bei facebook vertreten. Es ist erstaunlich, wie schnell das auch von den Suchmaschinen erfasst wird. Die gestrige Registrierung für Wunschbaum-Shop ist heute schon unter google zu finden. Es wird darauf ankommen, das darauf aufbauende Netzwerk vernünftig zu steuern und hochselektiv vorzugehen, sonst kann sich leicht eine Vermischung ergeben, die den eigentlichen Intentionen der Seite zuwider läuft. Ich bin jedenfalls gespannt, welche Erkenntnisse ich aus dieser Einbindung mittelfristig ziehe und ob darin übertragbare Kommunikationsstrategien verborgen liegen.

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Wunschbaum-Shop bei facebook

Heute habe ich mich erstmals mit dem Anlegen individueller Business-site unter facebook beschäftigt. Wie so häufig gehe ich solche manchmal seit Jahren anhaltende Modethemen erst mit Verzögerung an. Dann, wenn so viele davon reden, dass es allein deswegen zu einem ernst zu nehmenden Thema geworden ist. Am Beispiel des Wunschbaum-Shops möchte ich einmal testen, ob sich über dieses Social Media Modul eine Art Mehrwert erzeugen lässt: facebook.com/pages/Wunschbaum-Shop. Ich bin jetzt schon gespannt auf mögliche neue Interaktionen.

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Musikalische Kenntnisse aufgefrischt

So ein Orgelkonzert habe ich lange nicht besucht. Für den heutigen Nachmittag war das genau die richtige Aktivität. Auch wenn die Fahrt nach Th. sehr weit ist und wir uns auf der Hinfahrt ziemlich beeilen mussten, um nicht zu spät zu kommen. Eine Gelegenheit, auf meine jugendliche Musikkarriere zurückzublicken und fast schon verschüttete musikalische Kenntnisse aufzufrischen. Immerhin konnte ich der Folge der Tänze innerhalb der polyphonen Suiten und Orgelkonzert Händels gut folgen. Ist eben doch noch einiges hängen geblieben. Und die Atmosphäre in der Klosterkirche ist schon eine sehr intime und beeindruckende. Noch schöner finde ich es aber im Rahmen von Gottesdiensten, wenn die Mönche mit von der Partie sind. Ansonsten war das ein Ruhetag. Fast schon überraschend, dass am Abend noch ein Abo-Bild meines Ginkgoblatt-Vektors angefordert wurde.

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Deutlichkeit und natürliche Akzente

Ein kleiner Exkurs in meine frühere Arbeitsstadt war die einzige Unregelmäßigkeit an diesem ruhigen ersten Herbstwochenende. Unterwegs sticht eigentlich die Vegetation nicht ins Auge. Vielleicht, weil zurzeit die Akzente noch fehlen. Es gibt noch keine wirklichen Herbstfarben. Und das Sommergrün hat schon stark an Kraft und Ausstrahlung verloren. In solchen Übergangszeiten macht sich die Natur quasi unsichtbar. Deshalb sind es auch schlechte Zeiten für die Naturfotografie, die ebenfalls von Deutlichkeit und Akzenten lebt. Aber das wird sich im Oktober sicher ändern. Ich freue mich sehr auf neue Herbstlaubbilder. Immerhin im letzten Jahr ist mir nach langwierigen Versuchen ein postkartenreifes Herbstbild gelungen. Vielleicht sollte ich mir diesmal neben den Makro einmal wieder Herbstlandschaftsaufnahmen auf den Programmzettel schreiben. Die können den Flair der Jahreszeit eigentlich noch besser festhalten.

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Baum-Arbeit lebt vom Licht

Nun ist also auch dieses Projekt so gut wie abgeschlossen. Und der Duft des Palo Santo durchzieht immer noch den ganzen Raum. Allein die Ausströmungen dieses einen harzreichen Armbandes reichen dazu schon aus. Es wäre toll, wenn ich solches Material in größerer Menge besorgen könnte. Aber das ist sehr schwierig. Eigentlich wäre das nun die Zeit, um liegen gebliebene neue Arten für Demozwecke herzustellen. Die beiden Stäbe des Götterbaums liegen nun schon seit Monaten bereit. Und außerdem stehen noch Mirabelle und Stechpalme auf dem Plan. Dazu muss die Sonne aber erst wieder hervorkommen. Bei solch novemberartiger Witterung will eine rechte Lust darauf nicht aufkommen. Wie ich schon häufiger sagte: Die Arbeit mit dem Bäumen lebt einfach vom Licht. In einem Winter wie dem letzten fiel es nach zig nicht enden wollenden Dunkelwochen schwer, dieses im Außen nicht vorhandene Licht im Innen selber zu erzeugen. Bleibt zu hoffen, dass der diesjährige Winter erst spät beginnt, früh endet und währenddessen einer von der angenehmeren, nämlich kalten aber sonnigen Sorte sein wird.

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Gegenwart der Bäume

Das war heute der Tag des Ölbaums. Jedenfalls ist der 23. September im so genannten Keltischen Baumkalender mit dem Ölbaum belegt. Als einer von vier Bäumen (neben Eiche, Birke und Buche, die die Wendepunkte der Sonne, d. h. die Tag- und Nachtgleichen, wie jetzt die Herbst-Tag- und Nachgleiche, sowie die Sommer- und Wintersonnenwende markieren. Vielleicht liegt es daran, dass hierzulande Ölbäume in der freien Natur nicht lebensfähig sind, dass ich die Aura des Tages nicht unbedingt mit dem Ölbaum in Verbindung bringen würde. Man darf natürlich auch nicht vergessen, dass das ganz System ein künstlich konstruiertes ist, wenn Michael Vescoli auch ganz nette und schlüssig klingende Erklärungen hierfür gegeben hat. Wichtiger für mich als solche Systematik ist es ohnehin, an jedem Tag die Gegenwart der Bäume mit den Befindlichkeiten der Menschen in Beziehung zu sehen. Und solche Beziehungen lassen sich immer und in vielschichtiger Weise herstellen. Ich bin froh, dass ich eine Reihe von Menschen um mich herum erlebe, mit denen eine Thematisierung dieser Beziehungen möglich ist. Und es kommen über wunschbaum.de und wunschbaum.com immer wieder neue hinzu.

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Nahtlos

Ich hoffe, das war nicht der letzte schöne Spätsommertag. Und wenn doch, möge der Herbst sich doch bitte nahtlos in seiner eigenen Art, aber doch mit Licht und Sonne anschließen. Sich im Freien aufzuhalten ist zu dieser Jahreszeit wunderbar. Leider bleibt mir während der Woche kaum Zeit für Spaziergänge. Aber die Bäume im Garten und der Nachbarschaft entschädigen mich auch in dieser Zeit für den zurzeit etwas eingeschränkten Bewegungsradius. Und der intensive Weihrauchduft des Palo Santo hat die beiden letzten Tage ohnehin zu einem besonderen Erlebnis werden lassen. Morgen wird es seine Fortsetzung, und wahrscheinlich Übermorgen seinen Abschluss finden.

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Holz sezieren

Nach einem eher bürokratischen Vormittag war der ganze Nachmittag dem Holz gewidmet. Das Zerteilen, ich möchte in diesem Falle sagen: Sezieren des Palo Santo war eine ziemlich schwierige Angelegenheit. Gerade weil die Abschnitte so wenig Volumen hatten und letztlich aber eine gehörige Stablänge notwendig ist für mehrere Armbänder. Ich hoffe nun, dass die Anstrengung erfolgreich war und ich tatsächlich die drei zusammen kriege. Ein sinnliches Erlebnis war diese Arbeit allemal. Denn sowohl beim Sägen als auch bei Drechseln entfaltet sich ein richtiger Weihrauchduft. Ganz ohne das Holz mit Feuer in Berührung zu bringen. Und einige der Abschnitte zeigten sich dann auch vollständig mit Harz durchtränkt. Die Kundin muss entscheiden, was damit geschehen soll, denn diese Teile unterscheiden sich optisch natürlich sehr stark von den übrigen. Insofern müsste man sie in einem Band zusammen bringen. Morgen wird der Plan klarer werden.

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Wachstumsklima

Manche Bäume und Sträucher kommen erst jetzt, im Spätsommer so richtig zu ihrem Wachstum. Besonders deutlich ist das bei unserer kleinen Zypresse, die vor dem Haus im Sandsteintrog wächst. Nach dem Rückschnitt im letzten Jahr hat sie sich lange Zeit überhaupt nicht bewegt. Erst jetzt schießt sie neue Triebe, die die Schnittenden des Vorjahrs unsichtbar machen. Und auch der Wandelröschenstock fühlt sich bei diesem milden und dennoch sonnigen Wetter wohler als im Hochsommer. Und auch der Feigenbaum wächst sehr schön, hat jede Menge kleiner Seiten- und Queräste ausgebildet, nur essbare Feigen will er dieses Jahr partout nicht hervorbringen. Die zeigen sich schon seit Monaten nahezu unverändert, grün und mickrig. Sehr schade. Dennoch können wir uns über den Ausklang des Sommers nicht beschweren. Mögen uns diese Tage noch einmal erwärmen und in einen hoffentlich ebenfalls angenehmen Oktober übergehen. Danach kann der Winter von mir aus kommen. Nur sonniger und weniger nass soll er bitte werden.

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Pink-Orange

Pfaffenhütchen

Pfaffenhütchen

Pfaffenhütchen

Wie lange habe ich in diesem Jahr warten müssen, bis die Fruchtkapseln der Pfaffenhütchen sich öffnen. Heute konnte ich es an einigen Sträuchern erstmals beobachten. Und da die kommenden Tage dem Indian Summer alle Ehre machen sollen, wird das Leuchten der orangefarbenen Samenkerne bald noch deutlicher hervortreten. Obwohl es sehr schwierig ist, diese Früchte fotografisch festzuhalten, versuche ich mich doch jedes Jahr wieder aufs Neue. Hoffentlich gelingt mir irgendwann auch einmal eine microstock-fähige Makroaufnahme. Zur Wiederholung der Impression aber taugen sind diese hier schon geeignet.

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Schöne Naturzeit

Nun bin ich doch froh, diese Fließband-Arbeit zu 95% abgeschlossen zu haben. Dazu musste ich mich bis zum Abend aber ganz schön dranhalten. Montag Vormittag kommt dann der Rest. Und das Folgeprojekt wird nahtlos anschließen. Tatsächlich bin ich an diesem schönen Frühherbsttag zu sonst gar nicht gekommen: nur Eibe, Libanon-Zeder, Hasel und das ganze Rund der Baumkreis-Hölzer. Jeder Arbeitsschritt also 23 x 4 = 92 Mal in der Wiederholung. Ganz schön anstrengend und eine wirkliche Gedulds- und Konzentrationsprobe. Leider habe ich auch das Meiste von der Sonne verpasst, da hinterm Haus bis ca. 15.00 Uhr von ihr zwar die Helligkeit zu sehen ist, die Wärme der direkten Einstrahlung aber vorher ausbleibt. Ich hoffe, am Sonntagnachmittag wenigstens zu einem Spaziergang zu kommen. Diese schöne Naturzeit möchte ich auf keinen Fall unbeobachtet lassen.

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Frühherbst-Sonne

Das ist wieder einmal ein verlängertes Wochenende, das ganz im Zeichen der handwerklichen Holzarbeit steht. Am Vormittag ist es vor allem beim langen Sitzen doch ziemlich frisch, zum späten Nachmittag hin aber, wenn die Sonne hinters Haus gedreht hat, verbreitet sie eine wohlige Wärme, die das Arbeiten sehr angenehm gestaltet. Leider wird es dann schon schneller wieder dunkel. Klar, wir nähern uns ja auch schon der Tag- und Nachtgleiche. Morgen also ein Ganztages-Mammutprogramm, während dessen ich hoffe, möglichst weit zu kommen mit den 4 Armbändern. Damit ich nächste Woche das angekündigte weitere Projekt angehen kann. Es ist schön, dass ich bei dieser Arbeit noch im Freien sein kann. Die Wintersaison beginnt früh genug, und dann sind wieder weniger erfrischende Kellerstunden angesagt, bei künstlichem Licht und leider auch ohne die frische Herbstluft.

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Exoten-Hölzer

Interessant, dass ich jetzt schon mehrfach auf exotische Hölzer angesprochen wurde. Erst das Palo Santo, mit dem ich demnächst einmal experimentieren darf, es stammt aus Zentralamerika, Peru oder Ecuador, oder auch aus dem Norden Südamerikas. Und dann hat H. versprochen, auf seiner Amerikareise einmal Ausschau nach seltenen Hölzern dort zu halten. Falls er fündig werden sollte, weiß ich allerdings nicht, ob er es damit über die Flughafenkontrolle schafft. Aber dieses Arbeiten mit Hölzern aus fernen Ländern hat schon etwas Aufregendes, auch wenn es nicht mein Schwerpunkt ist. Ich kann mich noch ganz gut an die ersten Versuche mit Rosenholz erinnern, aus dem ich für J. ein Armband und eine lange Halskette hergestellt habe. Damals habe ich mir mehrere Hohlbohrer ruiniert, so extrem hart ist dieses Holz. Aber eben auch sehr schön. Ich glaube, J. mag es heute noch sehr. Daneben habe ich es für Intarsien in meinen polierten Tagua-Nüssen verwendet. Das passte so schön, farblich, aber auch weil die beiden Gewächse aus derselben Region der Erde stammen, ähnlich dem Palo Santo. Mal sehen, wohin mich die neuerliche Beschäftigung mit den Exoten führt.

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Goldene Wochen

Immerhin einen halben Tag mit schönem Wetter hatten wir. Das hat Sonnenbilanz gerettet. Und außerdem konnten die Arbeiten am Dach fertig gestellt werden. Nun kann also auch bei heftigem Schneefall nichts mehr passieren, und wir müssen nicht mehr befürchten, dass die Lawinen irgendwelchen Passanten auf den Kopf stürzen. An den Winter denken möchte ich allerdings nicht. Ein paar ,,goldene“ Wochen erwarte ich schon noch, und das heißt vor allem: eine schöne bunte Herbstlandschaft. Viel Farbe, bis die Bäume wieder kahl geworden sind, sich in sich selber zurückziehen und damit immer unsichtbarer werden. So nehme ich das jedenfalls war. Die Zeit der sichtbaren Bäume ist mir wesentlich lieber. Aber eine Winter-Überlebensstrategie werden wir sicher noch entwickeln.

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Jugendwahn

M. hat schon fast alle Grußkarten verbraucht, die ich in den letzten Tagen aus eigenen Fotografien angefertigt habe. Nur die schöne Karte mit dem herbstlichen Buchenblattmotiv und die Bilder alter Briefe sind noch übrig und werden bei anderer Gelegenheit zum Einsatz kommen. Das Danksagen und die dann wiederum folgenden Dankes-Dankes-Reaktionen scheinen kein Ende zu nehmen. Aber das ist natürlich auch irgendwie rührend und schön, weil es die Kommunikation aufrechterhält. Es ist das, was ich mir eigentlich immer wünschen würde für jemanden, der lange Zeit mit Leib und Seele bei einer Sache war und in dieser Zeit Einfluss auf viele Menschen hatte. Es hat etwas grausames, wenn diese Interaktion ganz plötzlich beendet wird. Das muss eigentlich nicht sein, setzt aber voraus, dass alle Beteiligten etwas Weitsicht mitbringen. Diese Weitsicht wünsche ich M. und allen, mit denen sie in Kontakt steht. Eigentlich muss das auch Programm sein für die Zukunft unserer Gesellschaft schlechthin. Wie soll es denn anders funktionieren, wenn man angeblich bis zum Alter von 67 arbeiten soll, um die Rentenkassen nicht versiegen zu lassen. Ich schätze, auf dem Gebiet muss sich vor allem bei den Deutschen noch gewaltig viel bewegen, damit der Jugendwahn nicht völlig abstruse und unrealistische Züge annimmt. Verstanden habe ich diese Einstellung eigentlich ohnehin noch nie. Künftig wird man sich die Einstellung zudem auch nicht mehr leisten können.

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Jahreszeitliche Überlegungen

Auch im Radiowetterbericht war heute vom Altweibersommer die Rede, bzw. davon, dass er sich noch nicht wirklich zeigen will. Aber das hatten wir auch schon, dass das schöne Septemberwetter erst in der zweiten Hälfte des Monats kam und bin in den Oktober hinein reichte. Das wurde dann ein ,,Goldener Oktober“. Jedenfalls wäre es schade, wenn uns diese schöne Zeit entginge. Ein langsamer Übergang in den Herbst ist auch deshalb so anregend, weil er viele Wochen bedeutet, in denen das Laub der Bäume sich von Grün- in Rot-Gelb-Braun-Nuancen verfärbt und dabei immer spröder und löchriger wird, bis es ganz zerfallen ist oder einfach abfällt, um erst auf dem Boden zu verrotten. Viele Menschen nehmen im Herbst erst die Bäume wirklich war. Sie benötigen diese starken Farbsignale, das Bunte, das sich so deutlich vom eher ablenkenden Grün des Sommers abhebt. Das Bunte zieht dagegen die Aufmerksamkeit auf sich. Für mich macht das keinen wirklichen Unterschied. Der Herbst ist genauso attraktiv wie der Sommer oder der Frühling, aber eben Herbst. Nur mit dem Winter kann ich mich in punkto Natur nicht mehr wirklich anfreunden. Ein Wintersport-Fan könnte ich nie werden. Und selbst Spaziergänge durch den Schnee können mich nicht wirklich begeistern. Warum? Ich glaube, weil dann alles zugedeckt ist, abgeschlossen, so als ob es nicht mehr atmen könnte. Ich mag es aber abgegrenzt und strukturiert. Der Schnee bewirkt das Gegenteil. Nach den teils heftigen Schneefällen des letzten Winters kann das von mir aus jetzt wieder 10 Jahr auf sich warten lassen. Ich wünsche mir vielmehr einen Winter, der kalt und gleichzeitig sonnig ist. Einen mit strahlend blauem Himmel. Das lässt dann die Kälte vergessen und macht die blattlosen Silhouetten der Bäume besonders eindrucksvoll.

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Was die Natur uns zu sagen hat

Stimmungsmäßig bin ich schon fast im November angekommen. Ich erkenne es daran, dass ich wieder beginne in Rudolf Steiners Werken zu lesen. Das war den Sommer über kein wirkliches Thema. Aber mit dem langsamen Rückzug des Lichts nimmt mein Interesse an inneren Handlungen automatisch wieder zu, und das befördert eine bestimmte Art von Lektüre. Im letzten Jahr konnte ich beobachten, am Beispiel der Armbänder-Nachfrage, dass die Menschen gerade im tiefsten Winter offenbar am intensivsten über die Formen des Lebendigen nach denken und sich geradezu danach sehnen, symbolhaft festgehalten in Form der Bäume. Und tatsächlich, der Weihnachtsbaum ist ja geradezu der gipfelhafte Ausdruck dieses Bedürfnisses, das sich am Tag der längsten Finsternis und des kürzesten Tages in der Bewunderung der Christbäume besonders deutlich offenbart. Eigentlich sollte der September ja so ein Übergang sein, oder besser ein Abschiednehmen vom Sommer. Aber in diesem Jahr ist alles anders. Und da verwundert es nicht, wenn jahreszeitlich ganz untypische Wettererscheinungen plötzlich auftauchen und sich mit typischen abwechseln, jederzeit unklar lassend, was die Natur uns dieses Jahr eigentlich zu sagen hat.

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Alles ist schlecht gewachsen

In der heutigen Art könnte der gesamte September sein. Es war eine Art Bilderbuch-Septembertag. Mit jener wohlig wärmenden Sonne bei dennoch zeitweilig frischen Windböen. Mit jenem für die Jahreszeit charakteristischen Licht, das der Laubverfärbung der Bäume und dem Fall der Blätter vorangeht. Und wir waren uns bei einem Rundgang im Garten einig: Eigentlich ist in diesem Jahr alles schlecht gewachsen, mit Ausnahme von Ws und Js Walnussbaum vor dem Haus. Der drohte kürzlich trotz seines jugendlichen Alters, mit dem die Wurzeln umgebenden Erdreich bei heftigem Wind und völlig aufgeweichtem Boden umzustürzen, sich quasi selber auszuhebeln. Das ist Gott sei Dank dann nicht geschehen. Aber ein am Alter gemessen ungewöhnlich hoher und ausladender Baum ist es in jedem Fall. Einer, der sich an seinem Standort offensichtlich sehr wohl fühlt. Und der J. und W. sicher noch viel Freude machen wird, hoffentlich inklusive zahlreicher Walnüsse.

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Jahreszeitliche Durchsetzungsprobleme

Der Altweibersommer will sich noch nicht so richtig durchsetzen. Für heute war das zwar angekündigt, aber die kühle Luft und die Dominanz der Wolken sprachen eine andere Sprache, die eher an November erinnerte. Andere scheinen dagegen von der Jahreszeit inspiriert zu werden. Jedenfalls kann ich eine deutliche Nachfragesteigerung am Microstockmarkt erkennen. Und meine Baumscheibe ist bereits bei Nr. 212 angekommen, unglaublich. Bei anderen Motiven bin ich optimistisch, dass sie in die Fußstapfen treten können. Morgen noch einige formale Arbeiten, und dann können wir hoffentlich zusammen mit J. und W. einen entspannten Rest-Samstag genießen.

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