Archiv für Februar 2009

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Obstholzfeuer

Der Tag war für das diesjährige Feuer gut geeignet. V. hat in den letzten Tagen die Obstbäume geschnitten. Nicht so kräftig wie in den Vorjahren, und einige Bäume hat er auch ausgelassen. Deshalb war der Brennholzhaufen auch weitaus kleiner ausgefallen als gewöhnlich. Da es trocken und leicht windig war, ließ sich diesmal das Feuer recht gut in Gang bringen. Und wenn es dann einmal in Fahrt ist, gibt’s kein zurück mehr. Innerhalb einer halben Stunde schrumpft der große Haufen dann zu einem kleinen Kegel weiß-gräulicher Holzasche. Eine so dramatisch schöne Gesamtaufnahme des Feuers wie vor einigen Jahren ist mir wieder nicht gelungen. Das liegt einfach an der Art des Feuers, an der Größe der Zweige und Äste, und daran, in welcher Geschwindigkeit es abbrennt. Diesmal sind die Abschnitte recht fein ausgefallen, kaum größere Stamm- oder Astabschnitte waren dabei. Deshalb ist die Glut natürlich nicht ganz so spektakulär ausgefallen. Hier sind drei Aufnahmen, die den Eindruck des Obstholzfeuers 2009 ganz gut wiedergeben.

Obstbaumholzfeuer 2009

Obstbaumholzfeuer 2009

Obstbaumholzfeuer 2009

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Die richtige Auswahl ist wichtig

Kommt der Frühling, oder kommt er nicht. Am Zustand unserer Knochen zu urteilen, ist der Temperaturanstieg schon in greifbarer Nähe. Seltsam, dass der Wechsel der Jahreszeiten wetterfühlige Menschen so sehr belasten kann, obwohl die Jahreszeit, wenn sie denn da ist, doch so wohltuend sein kann. Schade, für das Wochenende ist kein handwerkliches Projekt in Sicht, das wäre mir zur Abwechslung ganz recht gekommen. So werde ich an anderen Dingen arbeiten, die sonst länger auf sich warten ließen. Auch die Apfelbaumabschnitte aus dem Kern der beiden gefällten Bäume sind nicht das Wahre. V. hatte es sicher gut gemeint, wohl wissend, dass ich immer an Nachschub interessiert bin. Aber die Stücke aus dem letzten Apfelbaum waren geeigneter, feinjähriger und noch voller in der Braun-Rot-Färbung. So habe ich eigentlich genug Material von dieser Art im Vorrat. Anderer Nachschub, vor allem von der Zypresse und der Eberesche wären da schon dringlicher. Was die erste angeht, werde ich wohl mit der Holzhandlung in HH telefonieren müssen, wenn ich an wirklich gut gesättigte Abschnitte herankommen will. So etwas findet man in unserer Region leider nicht. Wenn das Holz aber nicht mit den ätherischen Ölen gut durchtränkt ist, ist es fast unmöglich wirklich runde Querschnitte zu erzielen. Very tricky, mal sehen ob ich Erfolg habe.

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Naturmotive sind mir näher

Hoffentlich war das einer der letzten trüben Wintertage. Gelegentliches Vogelgezwitscher scheint auf solches hinzudeuten. Und fürs Wochenende sind schon regelrecht frühlingshafte Temperaturen vorausgesagt. Ich würde sehr gerne wieder ausgedehnte Spaziergänge machen und dabei das erste Frühlingsgrün und die ersten Blüten fotografieren. Die Objektfotografie hat für mich jedenfalls nicht den selben Stellenwert, auch wenn sie in den Wintermonaten als Lückenfüller ganz gut brauchbar ist. Naturmotive sind mir einfach näher und wirken letztlich auch deshalb überzeugender. So ist es kein Wunder, das während des Jahres (von meinem zweiten Schwerpunkt ,,Weihnachten“ einmal abgesehen) die Blätter und Holzscheibenbilder die beliebtesten sind. Man sieht ihnen wohl meine intensive Beschäftigung mit dem Themenfeld an. Dadurch erhalten sie ihre ästhetische Dichte, eben durch den besonderen Blick für die Details unserer vegetativen Lebenswelt. Ich hoffe, das Wetter ermöglicht mir in diesem Jahr viele gute neue Aufnahmen.

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Kleinteilige Arbeit

Ich glaube, die Perlenkanten von gleich 4 Armbändern habe ich wohl noch nie an einem Tag geschafft. Obwohl ich schon seit ca. 7 Jahren an dem Projekt arbeite. Das ist aber auch nervtötend. Eine sehr feinteilige Arbeit, und dann jeder Vorgang mal 136 – geradezu unglaublich. Glücklicherweise lagen das Mittagessen und ein kurzer Ausflug nach M. dazwischen, nämlich nachdem ich fast das dritte (Kiefer) abgeschlossen hatte. Aber nun ist es geschafft, die letzten Perlen liegen im Öl und werden später am Abend noch abgetrocknet. Dann noch einige Tage Ruhe, einfädeln, und die Kunden können sich in wenigen Tagen auf einige sehr schön gewordene und sorgfältigst gearbeitete Unikate freuen, die zudem genau dem Handgelenk angepasst sind. Die zweite Wochenhälfte wird dann wieder der Arbeit an Texten und Layouts gewidmet sein. Und mal sehen, vielleicht wartet am Wochenende schon wieder ein handwerkliches Projekt.

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In den Fluss kommen

Morgen beginnt die Fastenzeit. Ich mag diese Zeitphase. Auch wenn ich es mit dem körperlichen Fasten nie sehr eng genommen habe, hat diese Zeit doch eine große Bedeutung für mich. Es ist einerseits ein Anlass zur Selbstbeobachtung und Innenschau, und andererseits eine Aufbruchzeit, während der auch im Außen die Natur sich neu formiert, gewissermaßen Anlauf nimmt für die neue Vegetationsperiode. Ich will diese zum Anstoß nehmen, selber stärker als bisher in diesem Jahr in den Fluss zu kommen, der sich bei so winterlich unwirklichen Temperaturen einfach nicht einstellen will. Vermutlich wird es eine arbeitsreiche Zeit, eingeleitet durch die umfangreiche handwerkliche Arbeit am Holz, die mich zurzeit beschäftigt und die ich mit dem Aschermittwoch abschließen will. Ich freue mich auf diese Arbeiten und wünsche mir von ihnen auch eine Vorwärtsbewegung, die ausstrahlt auf den Rest des Jahres.

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Rosenmontag und ruhiges Arbeiten

Ich hatte gehofft, damit nicht mehr konfrontiert zu werden. Aber der Tag fing gleich mit einem Panik machenden Erlebnis und der damit verbunden Reminiszenz an. Die Kontrolle über das Gleichgewicht zu verlieren, ist wirklich das scheußlichste, was mir an unangenehmen Dingen bisher widerfahren ist. Gottsseidank hat es nicht dieselben Ausmaße wie damals angenommen, mich aber dennoch einigermaßen desolat hinterlassen. Nun hoffe ich auf eine baldige Korrektur, vielleicht reicht die richtige ausgleichende Lage oder eine unverhoffte Bewegung, die das Lot wieder herstellt. Die Bäume haben mich heute gleich zweimal beschäftigt: In Form zweier ,,schwieriger“ Hölzer, nämlich Kiefer und Ulme, die beim Drechseln traditionell und aus guten Gründen größere Widerstände leisten. Und in Form zweier Abonnement-Downloads bei fotolia. Die haben mich nur deshalb überrascht, weil ich am Rosenmontag damit nicht gerechnet hätte. Aber ich glaube, es ist so, wie ich es selber bei meiner früheren Arbeit häufig erlebt und praktiziert habe: An solchen Tagen lässt sich wunderbar in Ruhe arbeiten, gerade weil die meisten mit dem Ereignis beschäftigt sind. Das machen sich viele Firmen bzw. solche Mitarbeiter zu nutze, die an den Fastnachtstagen arbeiten müssen. Da kommt man dann richtig gut voran, auch wenn man den Umzug nur durch die Geräuschkulisse indirekt wahrnimmt. So auch heute bei mir, nur diesmal saß ich mit Rücksicht auf die Witterung im Keller.

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Entsättigte Landschaft

Ist gut, dass ich die kommenden Tage noch mit den kunsthandwerklichen Projekten zu tun habe. Das lenkt von diesem unerträglich trüben Spätwinterwetter ab. Wenn es stimmt, was V. sagt, dass nämlich das Krächzen der Raben den Frühling ankündigt, so kann ich dies nur begrüßen. Wir brauchen diesen Energieschub von außen, um eigene Kräfte hervortreten zu lassen. Das sehe offenbar nicht nur ich so. Bei dem kurzen Spaziergang am späten Nachmittag bin ich anders als gewöhnlich fast niemandem begegnet. Nur zwei ganz hart gesottene, ein Hundebesitzer und ein Jogger, waren in dem Nieselregen auszumachen. Und die Vegetation wirkt wie entsättigt, so nass, grau und unbeweglich. Zeit also für das neue Grün und die weiteren Wachstumsprozesse, die es vorwegnimmt.

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Entspannter Start ins Wochenende

Das Frühstück im Kaufhaus Café K. heute Vormittag war eine schöne und entspannende Abwechslung. Ich finde es eigentlich schöner, solche Anlässe wie das nachgeholte Mitarbeiter-Frühstück anlässlich von Ms Geburtstag nicht zuhause stattfinden zu lassen, sondern irgendwo draußen. Das ist neutraler, bringt einen auf andere Gedanken und lässt einen einmal eine andere Umgebung genießen. Ich glaube, das sahen die anderen genauso. Damit hatten wir einen guten Start in dieses Wochenende, und die handwerkliche Arbeit am Nachmittag ging mir recht gut von der Hand. Leider um diese Jahreszeit im Keller bei künstlichem Licht, ist natürlich nicht so prickelnd, aber in 2-3 Monaten, denke ich, werde ich mit meinem Tisch wieder an die Frische Luft ziehen können. Dann ist es noch leichter, so viele Perlen wie heute, nämlich 69 insgesamt, quasi in Fließbandarbeit zu produzieren. Anfang der Woche geht’s dann mit dem Bohren weiter. Und schon wieder ist der Plan für die nächsten Tage gemacht. Aber das ist gut so, so gibt’s niemals einen wirklichen Stillstand. Bleibt zu hoffen, dass wir alle stabil bleiben.

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Ausnahmezeit

Die drei Stäbe für das Armbandset ,,Vater-Mutter-Kind“ sind gut gelungen. Am Wochenende werden die übrigen Arbeitsgänge eingeleitet. Unterdessen ist wieder eine Bestellung eingetroffen, Lebensbaumarmbänder, solche von der schwierigeren Sorte. Aber ist ganz gut so, denn das hilft, das trübe Kopfschmerzwetter zu verdrängen. Und bringt mich wieder etwas mehr an die frische Luft. Sonst erwarte ich nichts Spektakuläres von der Fastnachtstagen. Ist wie immer eine Ausnahmezeit, die auch den Nicht-Faasebozen Anlass zum gepflegten Nichtstun gibt. Jedenfalls ist jede Art von Kreativität erstmal ausgeschaltet. Am Aschermittwoch setzt die Maschine sich dann wieder allmählich in Bewegung. Bis dahin steht für mich also vor allem handwerkliche Arbeit auf dem Programm.

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Besuch im Kloster

Das war einmal ein interessantes Gespräch heute im Benediktinerkloster St. Mauritius. Ganz unabhängig davon, ob sich daraus ein Auftrag entwickelt, empfand ich es als schöne Abwechslung, einmal nicht mit Geschäftsleuten aus der Region zu sprechen, sondern mit dem Prior eines Klosters. Der ist zwar auch geschäftlich engagiert, durch das Gästehaus des Klosters, aber die Perspektive und die Art, an die Dinge heranzugehen ist eben eine andere. Auch die Art des Gesprächs und der damit definierten kommunikativen Beziehung. Durch die Wahl des Termins hatte ich leider keine Gelegenheit, mir die Klosteranlage und vor allem die große Klosterkirche näher anzusehen. Aber die Lage inmitten des Dorfs ist doch sehr lebensnah. Erstaunlich eigentlich, wenn man bedenkt, dass der Arbeitsablauf des Ordens sich vor allem durch intensives Beten an allen Tagen auszeichnet. Ein spirituelles Zentrum inmitten einer geschäftigen ländlichen Gemeinde. Schön, dass religiöses Leben und Wirken so nah an die übrigen Menschen heranreicht. Wenn das keine Wirkungen hat. Am Abend habe ich über die Aufnahme eines meiner ,,alten“ Herbstblatt-Bilder bei fotolia gefreut. Ich hatte es gestern wieder entdeckt, sozusagen, und fand es jetzt aufgrund seiner lichten Farbigkeit sehr beeindruckend. So wohl auch der Redakteur. Überhaupt läuft es damit gut: Auch mein Zimbelbild, ich erwähnte es bereits, hat im Portfolio Platz gefunden. Damit habe ich bald meine 100 Motive zusammen.

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Mit Sinn aufladen

Immerhin, mein erstes wirklich inszeniertes Objekt-Foto ist bei fotolia angenommen worden. Scheinbar ist es mir gelungen, mich auf diese Art der Fotografie einzustimmen. Es ist tatsächlich eine Frage der Übung und des Experimentierens. Bei den Versuchen der letzten Tage habe ich jedenfalls vieles dazugelernt, was für nachfolgende Reihen hilfreich sein dürfte. Diesmal war es ein Haushaltsgegenstand, ein flexibles Maßband. Dennoch fällt es mir leichter mit Objekten, zu denen ich eine besondere Beziehung habe, z. B. mit der Zimbel, die als nächste im Angebot steht. Ich bin sehr gespannt, ob die symbolhafte Aufladung, die ich selber in dem Foto erkenne, tatsächlich von der Redaktion auch so gesehen wird. Jedenfalls ist dieses Zimbelfoto mit der Bezeichnung ,,Gleichklang“ ein sehr schönes Beispiel, wie sich Gegenstände, die eigentlich andere und speziellere Funktionen erfüllen, sich richtig ins Bild gesetzt mit Sinn aufladen lassen, der weit über ihre Alltagsbedeutung hinausgeht. So wird in diesem Fall ein spirituelles Musikinstrument zum Symbol für innige Kommunikation und Übereinstimmung. Ähnliches habe ich schon früher mit Motiven aus dem Themenfeld ,,Baum-Holz-Landschaft“ erreicht. Jetzt ist es aber an der Zeit, das Themenspektrum auszuweiten. Die Erkenntnisse und der besondere Blick auf die Ästhetik und Symbolik vegetabiler Motive werden mir in jedem Fall auch auf diesen Feldern von Nutzen sein.

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Lebensgeister

Eine leichte Entspannung der klimatischen Verhältnisse an diesem ansonsten langweiligen Tag. Bevor der Winter erneut über uns einbricht. Und wir uns ebenso gelangweilt den immer düsterer werdenden Nachrichten aus Wirtschaft und Politik zuwenden, oder eher schon davon abwenden. Die Bäume scheinen weiter weg denn je, fast schon unsichtbar für die Menschen, sich im Hintergrund haltend und Energie sparend für die Zeit der großen Kreativität, die wir Frühling nennen. Die Pflanzen spüren ihn vermutlich schon länger im Voraus, während wir ihn uns derzeit noch nicht wirklich vorstellen können. Ich freue mich jetzt schon auf das erste helle Grün und das transparente Leuchten der Blüten bei Bäumen und Sträuchern. Auf die Farbe und das Licht, das die Lebensgeister aufs Neue erweckt.

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Frischer Wind

Ein Tag, der mit einem Arbeitsgespräch begann und mit Routinearbeiten endete. Gleich drei Downloads meines Bildes ,,Buchenblätter“ bei fotolia konnte ich heute verzeichnen. Seltsam, wie solche Motive, die lange Zeit in der Versenkung schienen, plötzlich an Beliebtheit gewinnen. Die Kriterien werde ich wohl nie ganz verstehen. Das ist so ähnlich wie bei den Suchmaschinen, die häufig Nobody-Seiten an der ersten Suchposition listen, ohne dass man deren besondere Relevanz erkennen könnte. Eine besondere Logik der Maschinen könnte man dahinter vermuten, mit Vernunft oder Sinn hat es jedenfalls nichts zu tun. Der Vorteil: Es geschieht gelegentlich Unerwartetes, und das kann im Einzelfall durchaus erfrischend sein. Mögen die übrigen Gespräche und Begegnungen dieser Woche weiteren frischen Wind in meine Initiativen bringen.

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Kaum zu bremsen

Ein langer Spaziergang an der Saar. Diesmal bin ich bis auf die Höhe vom Haus Becker gegangen, wie früher eigentlich immer. Irgendwie war ich kaum zu bremsen. Habe die ganze Strecke in ungewöhnlich hoher Geschwindigkeit zurückgelegt. Ohne dass ich wüsste warum. In diesen Tagen ist vieles ungewöhnlich. Einige fotografische Eindrücke, vom Totholz bis zur Stacheldrahtästhetik, habe ich nebenbei auch eingefangen. So überzeugend, dass ich sie hier abbilden müsste, sind die aber nicht. Nun hoffe ich, dass die Fastnachtswoche die Motivation für agenturrelevante Themen nicht gänzlich zum Erliegen bringt. Zahlreiche Gespräche dürften dem jedenfalls entgegenstehen.

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Harter Winter

Der Winter hat deutliche Spuren hinterlassen. Die Früchte der Pflanze auf Gs Grab beispielsweise, ursprünglich feste knallrote Beeren, haben sich durch die Fröste zu unansehnlichen matschigen Gebilden entwickelt. Nur noch einige Hagebutten an den zahlreichen Heckenrosensträuchern am Saardamm haben die Kälte überstanden, als einzige Farbtupfer der ansonsten trostlosen Landschaft. Und die Holzvorräte unseres Brennholzreservoirs schwinden zusehends. Immerhin, der Ölverbrauch fällt durch die Holzofenfeuerung bei uns wesentlich niedriger aus als bei den meisten anderen Leuten. Mit der entsprechenden Kostenersparnis. Insofern können wir ganz froh sein, dass die Buchenscheite wohl noch für einige Jahre ausreichen werden. Über eine Serie so harter Winter wäre ich allerdings nicht wirklich froh.

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Frühling, komm hervor!

Der Schnee drückt mir aufs Gemüt. Auch wenn er kaum zu sehen ist, so ist die Atmosphäre doch schneebeladen, sozusagen. Das ist für mich so ziemlich der unangenehmste Zustand überhaupt. Ein Grund mehr, den Frühling herbeizuwünschen, der freilich noch weit zu sein scheint. Nur die Schneeglöckchen sind schon zu sehen, aber das hat, wie der Name schon sagt, nicht unbedingt etwas mit Frühling zu tun. Da fehlt vieles: das anhaltende Licht, das Grün, die Farben überhaupt in der Vegetation. Kurzum die Zeit der Bäume ist leider noch nicht angebrochen. So muss ich mich zwischenzeitlich mit Derivaten begnügen. Mit meinen alten Baumfotografien, die bei fotolia Absatz finden zum Beispiel. Mit den Baumtexten, die ich derzeit zwar nicht weiterentwickle, die mich aber dennoch häufig in Gedanken beschäftigen. Und schließlich die Spaziergänge, auf denen ich den winterkahlen Bäumen begegne. Aber auch das kann mich zurzeit nicht aufmuntern. Also: Frühling, komm endlich hervor, die Menschen brauchen dich dringend!

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Über Laubbäume

Es lag nun fast zwei Jahre auf meinem fast unübersehbaren Baumbücher-Neuerwerbungs-Stapel. Nun endlich bin ich dazu gekommen, es zu lesen. Und habe natürlich gleich eine amazon-Kundenrezension angeschlossen. Für alle, die es interessiert:

Kriemhild Finken: Rotbuche und SteineicheBücher über Bäume, welche die Betrachtung einzelner Arten ins Zentrum stellen, sind beliebt. Leider wiederholen sich die darin vermittelten Inhalte innerhalb der zeitgenössischen Baumliteratur vielfach. Kriemhild Finken schafft es, diese Gleichförmigkeit zu durchbrechen. Zum einen beschränkt sie sich auf 18 Laubbaumarten: Eiche, Rotbuche, Esche, Linde, Ahorn, Ulme, Eberesche, Schwarzdorn, Hasel, Walnuss, Birke, Weide, Pappel, Edelkastanie, Platane, Rosskastanie und Ginkgo. Zum anderen illustriert sie den Band sehr originell und anschaulich mit Reproduktionen gezeichneter Gesamtdarstellungen und Detailabbildungen aus alten Baum- und Kräuterbüchern. Dazu gehören Publikationen u. a. von Leonhart Fuchs (1543), Adam Lonitzer (1560), Johann Wilhelm Weinmann (1735) und Friedrich August Ludwig von Burgsdorf (1790). Ergänzt sind diese detailliert gezeichneten historischen Illustrationen durch ganzseitige Fotografien plan geschliffener Maserungsprofile der entsprechenden Hölzer. Leider sind diese Abbildungen – diese Bemerkung sei einem Holzfachmann gestattet, zum Teil von eher zweifelhafter Qualität, da sie der tatsächlichen Anmutung der unbehandelten Hölzer nur bedingt nahe kommen. Absolut überzeugend dagegen sind Layout und typografische Gestaltung des Bandes, die mit den historischen Illustrationen eine schlüssig optische Einheit ergeben. Inhaltlich zeigen die einzelnen Baumbetrachtungen einen gleichartigen Aufbau: 1. eine Erläuterung zur Etymologie des Baumnamens, 2. Arten, Standorte und biologische Merkmale, 3. Geschichten und Brauchtum rund um die Art (soweit vorhanden), und 4. die Art als Heilmittel und ihre praktische Nutzung. Naturfreunde werden daraus so manche sachliche Information und kurzweilige Unterhaltung gewinnen. Für Kenner der aktuellen Baumliteratur bieten sich dagegen nur wenige neue Erkenntnisse. Gleiches gilt für das nur zwei Seiten umfassende Glossar mit der Erläuterung einiger botanischer Begriffe und die Kurzübersicht sehenswerter alter Bäume, sortiert nach Bundesländern. Fazit: Als unterhaltsames Lesebuch mit Informationen zur Biologie, Geschichte und Symbolik der wichtigsten europäischen Laubbäume ist das Buch zu empfehlen. Wer inhaltlich tiefer gehende Betrachtungen erwartet, wird eher nicht bedient, kann sich aber an der sehr ansprechenden Gestaltung des Bandes erfreuen.

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Thematische Stärken

Beim alten Friedhof haben sie in den letzten Tagen die Hainbuchen geschnitten. Ein seltsamer Schnitt, auf gleiche Höhe, aber seitlich nach oben verjüngt. Keine Ahnung, welchen Sinn das macht. Ziemlich brutal ist man dabei vorgegangen, alles streng in die Geometrie gezwungen, was angesichts der gegenwärtigen Blattlosigkeit, die Schnittflächen wie Wunden erkennbar werden lässt. Aber die neuen Triebe der Hainbuchen kommen früh. So wird die Hecke wohl schon in 1-2 Monaten nicht mehr wieder zu erkennen sein. Das ist überhaupt eines der größten Wunder, die mir in jedem Frühjahr wieder neu begegnen. Wie schnell sich Wachstumsprozesse entwickeln können. Dass innerhalb weniger Tage aus einem winterkahlen Gerüst ein sattgrün belaubter Strauch werden kann. Unglaublich, welche Kräfte in den natürlichen Prozessen wirksam werden. Bei den recht ermüdenden Versuchen mit dem Ablichten technischer Objekte ist mir heute eines klar geworden: Es macht Sinn, sich auf die thematischen Stärken zu konzentrieren. Baum, Symbol, Festtage. Das sind meine favorisierten Themen, in denen ich zu wirklich überzeugenden Ergebnissen kommen kann. Anderes funktioniert derzeit noch nicht so richtig. Es ist wie beim Texten. Ein echter Bezug, eine Begeisterung für den Gegenstand muss einfach da sein. Anders kann es im besten Fall technisch perfekt, emotional aber nicht überzeugend werden.

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Wäre nicht schlecht

Ich freue mich so, dass die Experimente zu einem guten Ergebnis geführt haben. Nun kommt es darauf an, dass es stabil bleibt. Was für ein Glück. Da spielt auch der verlängerte Winter keine so große Rolle mehr. Den wir dank unseres Holzofens in wohliger Wärme verbringen. V. hat schon wieder Nachschub für den Brennholzvorrat besorgt. Ich schätze, am Wochenende ist Sägen angesagt. Wenn nicht die Reserven schon vorher ausgehen. Dass die Kälte diesmal so lange andauert, macht mir Mut, auf einen frühen Frühling zu hoffen. So ist es doch oft, dass die Extreme sich abwechseln. Aber der Frühling ist an sich schon nicht extrem in der Temperatur, er kann nur früher oder später kommen, länger oder kürzer andauern. Also, das wäre mein Favorit: Ein früher Frühling ab März, der dann bis Mitte Mai andauert, dann der Frühsommer, der ab Juli in einen lang gezogenen und bis September reichenden Hochsommer übergeht. Wäre nicht schlecht.

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Verschlafen und verschneit

Meine fotografischen Versuche zum Thema ,,Energie“ habe ich heute fortgesetzt. Die Steckerleiste war das neue Motiv. Allerdings sind die Ergebnisse eher dürftig. Da muss ich wohl noch den richtigen Zugang finden. Aus dem Spaziergang am Mittag ist leider nichts geworden. Irgendwie habe ich den verpasst, so verschlafen und verschneit war der Tag. Bei solcher Witterung befinde ich mich ohnehin im Ausnahmezustand. So muss ich mich wohl mit dem einen Download zufrieden geben, der ein kleines Highlight markierte. Der kleinen Kiefernscheibe habe ich das zu verdanken. Einmal mehr.

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Atmosphärische Vorboten

Zwischendurch ist das Licht ganz hell hinter dem Hochnebel hervorgestrahlt. Das hat mir dann Lust auf den Nachmittagsspaziergang gemacht. Leider kam es später dann aber nicht wieder. So war der Spaziergang eher eine Gelegenheit, einfach die Augen zu entspannen, die von der vielen Bildbearbeitung allzu sehr strapaziert wurden während der letzten Tage. Die Vegetation lässt nahezu keine Reize hervortreten. Selbst die letzten Winterfrüchte der Heckenrosen und des Schneeballstrauchs waren nicht mehr zu sehen. So ist in Punkto Farbe der Winter auf seinem Höhepunkt angekommen. Gleichzeitig spürt man die atmosphärischen Vorboten des Frühlings, die sich zurzeit leider noch nicht durchsetzen können. Ich wünsche ihnen und uns einen schnellen Abschluss der kalten Jahreszeit, die ersten Blattknospen bei Hasel und Birke. Und dass wir uns wieder länger im Freien aufhalten können.

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